"Tagebuch einer Co...vom Erkennen bis zum Lösen"..

  • 8) ich hab` meiner Tochter versprochen, dass ich sie in die Schule fahre. Also bin ich schnell ins Gewand gehüpft, Kaffee, plaudern, .... Abflug....
    Ich öffnete meine Wohnungstür und vor meiner Tür stand ein Plastiksackerl. Ich fragte meine Mutter, ob sie mir etwas vor die Tür gestellt hat? Nein!

    Als ich reinschaute, ins Sackerl, erkannte ich mein Nachthemd, klein zusammengelegt, in einem meiner Vorratsbehälter, nicht zusammengelegt 8) , darunter ein Zettel, ... Ich wusste, es war von ihm, von meinem Ex...

    Nachdem ich es aber eilig hatte, sagte ich zu meiner Mutter: Das gehört mir, bitte nicht lesen, ich komm` gleich wieder....

    Mein Ex-Freund ist sehr konsequent, das gefällt mir, er hat mir meine letzten Teile, das Letzte, was ihn vielleicht noch an mich erinnert hätte, vor meine Tür gestellt. Der Zettel ist mein "Kontaktbrief", ich weiß noch, dass ich ihn am 30. Juni, um ca. 22 Uhr geschrieben habe, ...

    "Lieber Nachbar, vis-a-vis, unter mir ...
    seit ich nach xxx gezogen bin, versuche ich Dich einfach so, unverbindlich, ohne Hintergedanken, auf einen Kaffee oder ein Bier einzuladen, ...

    Ich sehe Dich beim xxx (Lokal bei uns in der Ortschaft), versuche zu reden und kann`s nicht (*grins*).

    Ich bin das Fenster mit dem großen Engel, heiße xxx, Tel. xxx

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

    Mein Sohn war damals gerade bei mir und er meinte: Mama, das kannst Du nicht machen, das ist voll uncool, wenn Du ihn auf einen Kaffee einladen willst...schreib` Bier auch dazu. Ich horchte auf meinen Teenager, dachte mir nix dabei und er, mein Sohn, hat meinen Brief in seinen Postkasten geworfen, noch in der Nacht.

    Am nächsten Tag läutete mein Handy, ich hab` mich total gefreut, ....
    Tja, und jetzt ist er wieder da, ... mein Brief ... und hat eine ganz andere Bedeutung für mich. Bier hätte ich niemals schreiben sollen und sollte ich jemals wieder einen Brief, eine Einladung verschicken, dann steht "nur" Kaffee drinnen.

    Ich habe "reingefühlt", was dieses Plastiksackerl bei mir ausgelöst hat.... Eine kleine Traurigkeit, ein Erinnern, das Feststellen, dass er irgendwann um 4.30, bevor er in die Arbeit fuhr, die Treppen zu mir hochkam und das Sackerl abgestellt hat, nach seinem Lebensmotto "Aus den Augen, aus dem Sinn" ...

    Diesen Brief werde ich in klitzekleine Stückchen zerreißen und wegschmeißen, auch ich möchte alles (bis auf meine wunderschöne Badezimmerpflanze) was mich an ihn erinnert, aus meinem Leben haben. Es ist eh nur der Brief und ein kleines Post-It, das auch retour kam, auf dem ich geschrieben habe, dass ich ihn liebe.

    Wunderschönen Tag,
    euch allen,
    Ingrid :D

  • :roll: es ist besser Gefühle genauer unter die Lupe zu nehmen. Woher kommen sie, was machen sie mit mir, warum machen sie das mit mir....

    Meine minimale, kleine Traurigkeit, war nicht nur wegen dem "Erinnern", dass es ihn gab/gibt. Vielmehr war es mein Co-Ego, das sich bemerkbar gemacht hat und meinte: Tztztz...nicht einmal abschließende Worte, keine Abschiedsworte, kein Vermissen, er hat die Tür zu seinem Leben zugemacht....

    Gott sei Dank haben sich die tatsächlichen Gefühle gezeigt. Wem würde es etwas nützen, wenn auf einem Zettel steht: Danke für die schöne Zeit. Niemanden, mir nicht, ihm nicht. Er hat seinen Tag so super durchstrukturiert, dass wirklich alles vorhersehbar, auf seinem Platz ist und seine Ordnung hat. Minimalismus pur. Es ist sein Weg, ich weiß, dass er diese Ordnung braucht, weil ihn alles andere total aus der Bahn werfen würde. Ich glaube auch, dass dieses Durchstrukturieren verhindert, dass es sofort sichtbar ist, dass er Spiegeltrinker ist.

    So...jetzt war ich wieder Co, weil ich bei "ihm" war, in Gedanken. Ich habe ihn vielleicht ganz zart "berührt", eine kleine Abwechslung in sein Leben gebracht, vielleicht auch ein paar Sonnenstrahlen.
    Er ist eindeutig besser dran ohne mich und ich bin ebenso besser dran, ohne ihn. Somit brauche ich nicht traurig sein, sondern eher dankbar.
    Die letzten realen "Banden" sind weg, er ist frei und ich bin es auch.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • :D weil ich in einer heutigen e-mail an mich zufällig folgende Worte gefunden habe:

    xxxedit elocin: auch das muss weg,es gibt den Autor,danke.

    (für die Mods: Das darf aber jetzt schon stehenbleiben, oder? Unbekannter Autor... 8) ).

    Für den Fall, dass dieses, von einem unbekannten Autor, Zitat durch ein xxx ersetzt wurde, meine eigenen Worte....


    Nur, wenn ich den Mut habe, alte Ufer zu verlassen, kann ich das neue Ufer erreichen.

    Ist eigentlich eh logisch...wenn ich stehen bleibe, bewege ich nix, gar nix. Also, Schritt für Schritt für Schritt, wie Peppo, der Straßenkehrer. Nicht den gesamten Weg, den laaaaaaaaaaaaaaaaaangen, sehen und mutlos werden, sondern Schritt für Schritt für Schritt gehen.

    Manchmal muss ich ausweichen, manchmal einen kleinen Umweg machen, manchmal ist der Weg schön, manchmal steinig, ... aber es ist mein Weg. Er geht weiter und weiter und weiter....

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • :lol: ich sitz` jetzt vorm Computer und muss schmunzeln....Du bist sooooooooooo schnell, mit dem Editieren, wauw....

    Also, ich merke mir jetzt: Jedes Zitat, ob bekannter oder unbekannter Autor, muss in eigene Worte verfasst werden. 8)

    Wie schaut das eigentlich bei Bibelzitaten aus? Ich frag` nur prophylaktisch? Auch eigene Worte?

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • guten morgen "du fleissiges bienchen",lächel...

    zu deinen worten:

    nur wenn ich den mut habe alte ufer zu verlassen,kann ich das neue erreichen..

    ABSOLUT RICHTIG!meine meinung...

    dann schreibst du:logisch wenn....

    auch da hast du absolut recht!

    jedoch finde ich das "hinterlistige daran" das...

    ICH OFT NICHT REGISTRIERE;DAS ICH STEHEN BLEIBE!!!!!

    da bedarf es für MICH noch jede menge übung..

    ich werde üben,lächel und zwar gerne..

    HEUT haben mich DEINE sonnenstrahlen erreicht...danke dafür..

    liebe grüsse caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Hallo Ingrid,

    ja, schreib alles in deinen Worten, find ich persönlich auch viel schöner, denn es wird nochmal intensiv drüber nachgedacht und vielleicht kommt man noch auf andere Ideen.

    Das was du z.B. mit den Ufern beschreibst ist logisch, aber was hält uns denn meist davon ab, sich auf die andere Seite zu bewegen?

    Das kalte Wasser? Die Gefahren im Wasser? Oder der Arbeitsaufwand für eine Brücke?

    Ich versuche mir immer irgendwie das Wasser anzuwärmen bevor ich reinspringe. Dann ist der erste Schritt nicht sooo schwer.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • :D *grins* darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht, dass mir das Stehenbleiben eventuell gar nicht auffallen würde....

    Na ja, ich denke in Bildern, was würde sich auf meinem Weg nicht ändern, wenn ich stehenbleibe? Die Gegend, der Ausblick, der Blickwinkel.....ich würde immerzu das selbe sehen, ... bis ich halt weitergehe.

    Also: Wenn ich nach wie vor die selben Umstände anziehe (im Jahr 2007 war ich spitze darin, ich habe für 2 Konkursfirmen gearbeitet, bei der einen bis März, bei der anderen von Mitte Juni bis August), wenn ich permanent die selbe Sorte Männer magisch anziehe (halt nur anders "verpackt"), dann habe ich keinen Schritt gemacht.

    Das ist auch der Grund, warum ich mich anhand von Männern selbst teste. Ich schaue, wo ich gerade bei meiner Entwicklung stehe. Gut zu testen bei Menschenansammlungen, welcher Typ Mann fällt mir sofort auf....??? Bei genauerem Hinsehen weiß ich es dann....ich habe meine Co eine kleine Nuance bearbeitet, aber nur eine kleine. Das Auftreten, das Verhalten, ... erinnern an die Männer meiner Vergangenheit, sie sind halt jetzt nur etwas mehr kultivierter.

    :D Ich arbeite weiter, gehe weiter, durch mein Thema. Heute hat mir meine Freundin gesagt, dass ich an meinem Mangelgefühl arbeiten soll. Und zwar den Mangel an Nähe. Ich hole mir zwar nur feinstofflich meine Streicheleinheiten, meine Nähe, aber ich hole sie mir.

    Ich bin mir wichtig.
    Ich bin mir nahe.
    Ich bin ich.

    Finde ich schön, dass Dich die Sonnenstrahlen erreicht haben. Bei uns scheint sie auch wieder, Gott sei Dank.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • :D Deine Überlegungen finde ich genauso super, wie die von Caro.
    Ja...was hält uns ab? Ungewissheit? Wir wissen nicht, was uns erwartet?

    Ich glaub`, dass das viel mit Vertrauen zu tun hat. Vertrauen in die eigene Kraft (ich kann schwimmen 8) ), Vertrauen in den eigenen Instinkt (es gibt eh keine Schlagen, Krokodile, Piranihas, ... in dem Wasser), ...

    Für meinen "ersten Schritt" würde ich zu gerne Moses sein und einfach nur das Wasser teilen....(löwenmäßig gedacht, ... praktisch und bequem). 8)

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • Guten Morgen Ingrid,

    du fragst, was uns abhält, etwas zu verändern. Ich denke, es ist ganz einfach Angst. Angst vor dem Unbekannten, dem Unbequemen, den neuen Erfahrungen. Warum haben wir oft den gleichen Typ Mann auf den wir uns einlassen? Weil wir nichts verändern müssen, bekannte Strukturen weiterleben können.

    Du schreibst, dass deine Freundin dir geraten hat, an deinem Mangel-Gefühl zu arbeiten. Wer hat dieses Mangel-Gefühl festgestellt? Empfindest du tatsächlich diesen Mangel aus dir heraus oder weil deine Freundin es dir gesagt hat? Wenn hier ein Mangel besteht, hast du dich auf diesen Mangel eingelassen? Was würde sich für dich verändern, wenn dieser (bisher von außen diagnostizierte) Mangel beseitigt wäre?

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • :D ich tausch` mich halt in jeder Form gerne über mein Thema aus, auch mit realen Freunden/Freundinnen.

    Mangelgefühl? Es gibt mir halt zu denken, wenn ich, obwohl ich an mir selbst arbeite, noch immer ein und denselben Typ Mann magisch anziehe oder mich magisch angezogen fühle. Es sind Männer, die in meinen Augen hübsch sind und irgendwie auch "Unnahbarkeit" zeigen. Darauf "springe" ich sofort an .... Unnahbarkeit, "nicht zu haben", mein Löwe-Löwe-Ego ist höchst motiviert um zu erobern (dass dies nicht glücklich macht, weiß ich 8) ) ... Das habe ich halt bei mir selbst rausgefunden.

    Alle meine Katastrophen im Leben entstehen ja irgendwie aus Mangel: Mangel an Selbstwert, Mangel an Selbstbestimmung, Mangel an Nähe, Mangel an Vertrauen ...

    Und auch wenn ich es geistig fassen kann, erklären kann, analysieren kann, ... gibt es noch etwas in mir, das sagt: Du brauchst diesen Mann, dann fühlst Du Dich wohl, Du brauchst jetzt Streicheleinheiten, dann fühlst Du Dich wohl, ...

    Mit meinem Kopf weiß ich schon länger, dass ich keine anderen Menschen "brauche", um mich wohl zu fühlen. Ich weiß, dass ich selbst alleine alle Empfindungen, die mir anscheinend fehlen und die ich in anderen suche, in mir trage. Nähe zu mir selbst heißt, mich gern haben ohne wenn und aber, mich selbst verstehen, mich selbst so annehmen, wie ich bin, mir selbst zeigen, wie wichtig ich mir bin. Und erst dann kann ein Mann in mein Leben treten, der mir nicht zeigen muss, was mir fehlt.

    Ich finde es jetzt gerade ärgerlich, dass ich noch immer auf den gleichen Tpy Mann stehe. Ich finde es jetzt gerade auch ärgerlich, dass es die Co nicht nur in Partnerschaften gibt.

    Ärgern bringt nix....ich weiß. So weit fühle ich mich schon, dass ich jetzt diesem Gefühl "Ärger" nachgehe und ihm einen klaren Namen gebe. Es ist nicht wegen Deinem Beitrag, sondern wegen einer Situation in meinem Leben.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • Liebe Ingrid,

    ich muss immer etwas lächeln wenn ich bei dir lese.

    Du legst ein wahnsinns Tempo hin, aber sooo schnell geht das alles nicht.

    Denk mal daran wieviele Jahre du diese Co-Strukturen gelebt hast bzw. in dir hast.

    Und wie lange du nun dran arbeitest, das steht ja noch nicht in einem Verhältnis zusammen.

    Also schick ich dir mal eine riesen Tüte GEDULD.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • 8) und zwar, weil ich mich "hilflos" fühle. Es hat mit meiner Tochter zu tun, seit 4 Tagen rede ich auf sie ein, unterstütze sie, versuche sie aufzubauen, erinnere sie daran, dass es nix bringt, wenn man flüchtet, ...

    Ihr geht es in der Schule nicht sehr gut, diese hat am Montag begonnen, am Dienstag kam sie nach Hause und erklärte mir, dass sie nie wieder in die Schule geht. 8) Schnellzusammenfassung: Eine Mitschülerin quält sie, mit Gerüchten, die sie in die Welt streut (dass meine Tochter eine Lesbe ist und bi), natürlich wissen alle, dass es nicht so ist, aber meine Tochter bekommt dies zu spüren, in Form von saublöden Aussagen anderer Mitschüler.

    Ich bin meinen gesamten "1. Hilfe Katalog" für mittlere bis größere Katastrophen durchgegangen, hab` sofort reagiert, wenn ich gemerkt habe: Halt, da ist schon wieder etwas im Busch!, ....

    Gestern, als ich sie abgeholt habe, stieg sie ins Auto ein, mit verheulten Augen und sagte: Mama, ich will in eine andere Schule!!!!!
    Ich bin vom Auto ausgestiegen, zur Lehrerin gegangen, hab` mit ihr geredet, ....

    Diese zwischenmenschlichen Quälereien, zwischen meiner Tochter und dem Mädchen, gibt es seit vergangenem Jahr. Letztes Jahr war meine Tochter die "Mobberin", diejenige, die dem Mädchen den Schulalltag zur Hölle gemacht hat, sie waren beste Freunde, dann hassten sie sich, dann wieder Freunde, dann hassten sie sich, .... am Schulabschlussfest gab`s noch eine verbale Auseinandersetzung und....jetzt, am 1. Schultag saßen die beiden zusammen, als wäre nie etwas gewesen.

    Ursache und Wirkung....ich verursache etwas und erhalte dafür die Rechnung. Ich hab` meiner Tochter erklärt, dass sie jetzt erfahren darf, wie es sich anfühlt, wenn jemand so gemein ist. Sie darf lernen, für sich selbst zu sprechen, mit vollster Unterstützung von mir. Ihr einziger Ausweg, den sie sieht, ist eine andere Schule. Ich hab` ihr gesagt, dass sie zwar den Ort/Raum wechselt, aber an der Situation rein gar nix geändert hat, wenn sie in eine andere Schule geht und dass sie immer wieder auf Situationen treffen wird, bis sie diese Herausforderung gelöst hat.

    Tja...eigentlich sollte sie jetzt in der Schule sein und einen Ausflug machen. Als ich sie aufwecken wollte, sagte sie: Mir ist schlecht!
    Ich weiß es, sie weiß es, dass ihr nicht schlecht ist, sondern, dass sie sich ganz einfach drückt, weil sie Angst hat. ... All mein Reden, das prallt jetzt gerade ab, ich habe sie zu Hause gelassen, ich hätte sie mit aller Gewalt ins Gewand stopfen müssen, aus der Wohnung rausschleifen und zur Schule bringen müssen...
    Am Montag rede ich wieder mit ihrer Lehrerin, vielleicht würde ihr auch der Schulpsychologe gut tun, ....

    Ich fühle mich jetzt gerade nicht als Co (auch wenn jetzt ein paar Punkte von Elocin`s Zusammenfassung auf mich passen würden), sondern als Mutter, die für ihre fast 13jährige Tochter das Beste will. Meine Tochter soll sich in einem vorgegebenen Rahmen frei entwickeln können.

    Was ich jetzt tun kann? Meinen 4. Kaffee trinken, beim Fenster rausschauen, meinen Kopf frei bekommen, die Wohnung putzen, kreativ nachdenken, Schönheitspflege machen.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • Ach so, liebe Ingrid,

    die Krankheit kenne ich, die geht wieder weg und ich dachte schon Du hättest was Schlimmes. Doppellöwen die merken das nicht mal, denen fehlt was, aber Du bist auf einem guten Weg.

    Schön bei Dir lesen zu dürfen, die Nr. Seite 22 sagt mir zwar immer noch nix, aber mit dem Leben, das hat ja noch was anderes auf sich: es muß immer wieder alles durcheinander kommen, das ist die Natur. Alles ist nur begrenzt haltbar, auch unsere Gedanken, manchmal sind sie weg, alles durcheinander, dann fangen wir wieder neu an, daß ist doch geil, daß Schönste überhaupt.

    Worüber ärgerst Du Dich? Daß Co-Abhängigkeit nicht nur was mit Alkohol und Beziehung zu tun hat? Ich weiß nicht was Du genommen hast, aber ich will auch so einen Nummerncocktail, wow. Geduld und noch was Geduld, das wird noch besser, viel besser, wir haben alle Zeit die wir haben.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • 8) im Sternzeichen und im Aszendenten bin ich Löwe. Schon alleine daher ist das Wörtchen "Geduld" fast ein Fremdwort *grins*.
    Ja...ich weiß, dass ich Jahrzehnte nicht in ein paar Tagen aufarbeiten kann, ich übe mich auch in Geduld (man soll`s nicht glauben, aber würde ich wirklich so unterwegs sein, wie ich tatsächlich gerne wollte, .... "na servas", ... Lichtgeschwindigkeit wäre langsam im Vergleich zu mir).

    Deine Tüte Geduld, die brauche ich heute wirklich sehr dringend (siehst Du das auch? Ich brauche etwas..... Geduld....weil ich sie nicht in mir habe, nicht auslebe, schon wieder ein Mangel, ... :shock: ). Jetzt habe ich nicht nur mein Co-Thema, sondern auch das meiner Tochter.
    Ich betrachte meine Tochter als schutzbedürftig (schon wieder...bedürfen), ... dieser Tag, der 21. Tag, der ist "a bisserl" mühsam. Aber auch da gehe ich durch, das weiß ich.

    Meine geistige Notfallsliste muss jetzt her....Freundinnen anrufen, Kaffee trinken, Schönheitspflege machen, Buch lesen, ... und euch "anquietschen".... :lol:

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • Zitat von kaltblut

    Ach so, liebe Ingrid,

    die Krankheit kenne ich, die geht wieder weg und ich dachte schon Du hättest was Schlimmes. Doppellöwen die merken das nicht mal, denen fehlt was, aber Du bist auf einem guten Weg.

    Schön bei Dir lesen zu dürfen, die Nr. Seite 22 sagt mir zwar immer noch nix, aber mit dem Leben, das hat ja noch was anderes auf sich: es muß immer wieder alles durcheinander kommen, das ist die Natur. Alles ist nur begrenzt haltbar, auch unsere Gedanken, manchmal sind sie weg, alles durcheinander, dann fangen wir wieder neu an, daß ist doch geil, daß Schönste überhaupt.

    Worüber ärgerst Du Dich? Daß Co-Abhängigkeit nicht nur was mit Alkohol und Beziehung zu tun hat? Ich weiß nicht was Du genommen hast, aber ich will auch so einen Nummerncocktail, wow. Geduld und noch was Geduld, das wird noch besser, viel besser, wir haben alle Zeit die wir haben.

    LG kaltblut

    8) ich weiß, dass auch Du ein Doppellöwe bist, eine männliche Ausgabe ... als aufmerksame Leserin in Deinem Thread. Was Du Dir aus meiner Seite 22 holen kannst, weiß ich nicht, ich freue mich jedenfalls spitzenmäßig, dass Du geschrieben hast, jetzt. Weil: Du bist zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und machst jemanden eine Riesenfreude: Mir! Dankeschön dafür.

    Ich nehme mir von meiner Seite 22 Dein Stichtwort "kreatives Chaos"...das, was im ersten Augenblick unheilbar verworren ausschaut, ohne Anfang und Ende, unlösbar, .... verbirgt wieder ein Geschenk, wenn man es "entknotet" hat. 8)

    Ärgerlich finde ich die Tatsache, dass die Co so viele, feine Nuancen hat. Bei körperlichen Krankheiten geht es viel einfacher (nicht, dass Du jetzt glaubst, dass ich krank werden möchte, das ist nur ein Beispiel):

    Bei einer Grippe sind die Symptome meistens gleich (Fieber, Husten, Halsweh), man holt sich Tabletten, nimmt sie, schont sich ein paar Tage, ... und ist wieder fit.

    Und bei meiner Krankheit, Co? Durchwühlen durch mindestens 10000000000 Symptome, dann gibt`s kein Tablettchen, das sofort die Schmerzen lindern würde und von ein paar Tagen Aufarbeitungsarbeit mit Endergebnis Heilung kann schon gar nicht die Rede sein. Tztztztz...blöder Tag 21.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • Zitat von Elocin

    Na, hier scheint ja der Löwentreff zu sein. 8)

    LG
    Elocin

    8) Gott sei Dank nur virtuell.... 8) ...real (das glaub` ich halt) wären wir beide kaum auszuhalten, vor lauter Energie natürlich. :P

  • :D weil ich über die Signatur eines Schreibers gestolpert bin.... :D

    Mit meinen eigenen Worten, allerliebste Elocin 8) , leider Gottes niemals so wunderschön auf den Punkt gebracht, wie gerade eben von mir gelesen:

    Es sind nicht die Berge, über die die Menschen stolpern, sondern die Maulwurfshügel.

    Na bitte, wer sagt`s denn???? Eindeutige, klare Ansage, Aussage, ... für mich..... :idea:

    Ich brauch` mir jetzt nicht einen riesigen, dicken, fetten, ... Berg aus sämtlichen Co-Nuancen, die es gibt, vor mir aufbauen, ich brauch` nur ein bisschen in mich gehen und eine Nuance (Hilflosigkeit) anschauen, dann kann ich etwas lernen und bewirken.

    Tag 21 ist gar nicht so schlecht... :lol:

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • 8) heute bin ich dankbar, dass ich keinen Geschirrspüler habe und eine Menge Geschirr abwaschen musste (Überbleibsel von gestern, hatte keine Zeit).

    Ich steh` also vor der Abwasch, fange zum Abwaschen an und war sofort bei meinem Thema.....
    Und dann dachte ich darüber nach, wie ich abwasche.... die erste Partie, dann trockne ich sie ab, verräume das Geschirr, .... die zweite Partie, dann trockne ich sie ab, verräume das Geschirr, ... die dritte Partie, dann trockne ich sie ab, verräume das Geschirr und dann, ja, dann, ist mir ein Licht aufgegangen: :idea::idea::idea:

    Geduld und Schnelligkeit lassen sich vereinbaren, sie gehören eigentlich in meinen Augen in einen Topf.... Ich bin weitaus schneller, wenn ich etappenweise mein Geschirr abwasche, abtrockne, gleich wegräume.
    Würde ich das gesamte Geschirr auf einmal abwaschen, wäre ich eine halbe Stunde damit beschäftigt, es so übereinander zu stapeln, dass sich alles auf dem kleinen Platz ausgeht und mir beim Abtrocknen nix runterfallen kann.

    Ja...und genauso ist es bei meiner Co....wenn ich alles auf einmal bearbeiten, aufräumen und ad acta legen möchte, wäre ich zuerst einmal mein weiteres halbes Leben damit beschäftigt, Platz zu machen, für alle Gefühle, Emotionen, nicht angeschaute Themen, dass ich das tatsächlich anstehende Thema gar nicht mehr mitbekommen würde, was zur Folge hätte, dass sich wieder etwas anstaut, das ich dann irgendwann in der zweiten Hälfte meines restlichen Lebens bearbeiten werde.

    Hey....Hausarbeit ist auch Aufarbeitungsarbeit.
    Tag 21 ist genial.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • Hallo Ingrid,

    mal eine Gedankenanregung.

    Nicht alle Co-Verhaltensweisen sind schlecht, manche kann man sogar sehr positv im Leben nutzen.

    Und der Berg war ja auch nicht so einfach plötzlich da, er hat sich ja auch langsam aufgebaut und genauso kann er wieder langsam abgebaut werden.

    Die unteren "Steine" liegen fester und können nur sehr schwer rausgeholt werden. Also bei den oberen "leichten" anfangen. :wink:

    Liebe Grüsse
    Elocin

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!