"Tagebuch einer Co...vom Erkennen bis zum Lösen"..

  • Die Nacht war "arbeitsintensiv" 8) ... ich habe eine Menge Päckchen zurückgegeben.
    Diesesmal waren es mehrere Personen, die ich mir geistig vors Auge geholt habe:
    Mein Opa, meine Oma, meine Mutter, meine zwei Tanten, deren Ehemänner....

    Die Päckchen hatten verschiedenste Farben und Namen:
    Meine Oma hat z. B. ihren Frust, ihre Wut, an "schwächeren" ausgelassen, z. B. an ihrer jüngsten Tochter und an unserem Hund. Da fiel mir auch wieder diese "Vermischung" und das Einmischen ein....es gab von Seiten der Großeltern kein Dein/mein, es gab nur "unser".

    Ein Päckchen war "seelische Grausamkeit" und ging an Oma und Opa. Die Unfähigkeit, die Probleme, Herausforderungen selbst zu bearbeiten.... stattdessen wurden "ihre" Streits in "unserem" Haus ausgetragen, das ging so weit, dass Oma ankündigte, dass sie alles nimmer aushält und sich aufhängt (was sie eh nie getan hätte, aber ich war schockiert und ca. 6 Jahre alt).

    ... dann fiel mir ein, dass ich auf meinen Vater vergessen habe, er war ja auch an meinem Leben beteiligt 8) und dann gab ich meinen Eltern ein riesengroßes, wunderschönes Päckchen zurück:

    Das Päckchen hieß "Heile Welt vorspielen", was dazu führte, dass ich mir selbst nicht trauen konnte und ein falsches Bild meiner Realität aufbaute. Nach fast 25 Jahren ließen sie sich scheiden, die gesamte Ortschaft war geschockt, weil "dieses Ehepaar so ein liebes, schönes Paar war!" Im Gegenteil: Körperlich, seelisch ausgepowert, wegen der Großfamilie, wegen finanziellen Sorgen, ..... haben sie ein Bild aufrecht erhalten, das so überhaupt nicht gestimmt hat. Zwei Kinder in erwachsenen Körpern, zwei Erwachsene, die wie Kinder reagiert haben.
    Mir und meinen Geschwistern wurde so ziemlich alles ermöglicht, obwohl es gar nicht möglich gewesen wäre (finanziell).
    Es wurden sich mehr Gedanken darüber gemacht, was andere denken, statt über die Bedürfnisse innerhalb der kleinen Familie nachzudenken.

    Das Päckchen "Seelischer Missbrauch" ging an meine Mutter zurück. Dass ich ab dem 4. Lebensjahr, wenn kein Bargeld mehr zur Verfügung war, zum Einkaufen geschickt wurde, weil sich meine Mutter nicht traute (aufschreiben lassen). Das selbe gilt für Bankbesuche, die ich ab dem 8. Lebensjahr, per Rad, machen musste. Ein "Dahinzittern", ob ich Geld mitbekomme oder nicht....

    ICH WAR KIND!!!!!!! Ich hätte ein Recht auf Ausgelassen sein, Unbekümmertheit und Ehrlichkeit gehabt. Stattdessen habe ich mich für alles verantwortlich gefühlt.

    An meine Tanten ging folgendes zurück: Die Unfähigkeit "Konsequenzen" zu ziehen und lieber mit einem Mann der betrügt (1. Tante) und schlägt (2. Tante) zusammen zu bleiben, bevor man alleine dasteht.

    Keine Ahnung, was mir Tag 5 noch bringt, ich werde ihn heute langsamer angehen. Maximal im Buch weiterlesen und etwas schreiben. Dieses "Aufarbeiten" ist nicht nur seelisch, sondern auch körperlich anstrengend.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • Auch das gehört zum heutigen Tag....die Erkenntnis, dass es viiiiiiiiiiiiiiiiiiele, viele Menschen gibt, vorwiegend Frauen, die das selbe Thema haben, wie ich, die meisten in meiner Altersgruppe. 8)

    Erstaunlich...aber auch nicht erstaunlich, mir fällt plötzlich das Weltbild ein, dass uns unsere Mütter, Großmütter, Urgroßmütter weitergegeben haben....zumindest mir.... Dienen, da sein, sich zurücknehmen, keine Bedürfnisse haben, Sex ist schlecht und verwerflich, das Leben ist anstrengend, ich muss leiden, ....

    Ich freue mich für mich selbst, dass ich so eine "Leseratte" bin und dass ich mir viele wichtige Passagen aus vielen Büchern gemerkt habe.
    Heute, an diesem 5. Tag, erinnere ich mich an Don Miguel Ruiz "Die 4 Versprechen":

    Vier Versprechen, die man sich selbst geben sollte:

    1. Nichts persönlich nehmen (jeder Mensch betrachtet seine Welt aus seinen Augen, deshalb werde ich in der Sicht der anderen immer anders erscheinen).

    2. Tadelloses Wort sich selbst und anderen gegenüber (alles andere schickt schlechte Energien los).

    3. Von keinen Annahmen ausgehen (dass wir darüber nachdenken, was andere über uns denken, weil es uns egal sein kann und nur belastend, weil nicht wahr, ist).

    4. Jeden Tag, nach Verfassung, die ersten drei Punkte einhalten.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • Mein geliebtes Mäuschen, mein Sonnenschein, geliebte Ingrid,

    was ist los mit Dir? Bist Du traurig? Ja? Woran ich das erkenne? An Deinen traurigen Augen, sonst strahlen sie immer so schön, wenn Du glücklich bist.
    Weißt Du, die Menschen rund um Dich können nicht in Deinen Augen lesen. Sie sind so beschäftigt mit sich selbst und ihren Sorgen, dass sie nicht wahrnehmen können, wie es meiner kleinen Maus geht.

    Sprich es aus, alles, was Du empfindest. Ich bin traurig und möchte getröstet und umarmt werden. Ich möchte einfach nur so umarmt werden. Ich brauche Liebe und Zuneigung. Ich bin glücklich. Ich bin nervös, könnt ihr mir bitte helfen? .... Die Menschen rund um Dich werden Dich vielleicht "überhören", aber probiere es weiter, unermüdlich. Es ist Dein Recht, wahrgenommen und vor allem ernst genommen zu werden. Es ist in Ordnung, Bedürfnisse zu haben, diese auszusprechen und erfüllt zu bekommen.

    Und auch was Dein "Fragen" betrifft....stelle Fragen, soviele Du möchtest, weiterhin: Warum kommen wir zur Welt? Warum müssen wir sterben? Wo kommen wir hin, wenn wir gestorben sind? Warum gibt es Sterne am Himmel????? Mein kleines Mäuschen, es gibt die Sterne am Himmel, damit wir in der Dunkelheit nach Hause finden. Gott hat sie uns geschickt, damit wir uns niemals alleine fühlen.
    Und wenn Du eines Tages hörst: Stell` nicht immer so viele Fragen, Du fragst mir Löcher in den Bauch!!!!!! .... dann verstumme nicht, dann hör` trotzdem nicht zu fragen auf. Du hast ein Recht auf Antworten, auch wenn sie Dir manchmal komisch erscheinen.

    Es gefällt mir, dass Du als 8jährige Deine Märchenbücher von Gebrüder Grimm umschreiben wirst, weil Du immer ein "Happy-End" haben und die Welt ganz und heil sehen willst. Du bist ein Kind, es ist nur zu verständlich, dass alles schön sein soll. Aber glaube mir, auch das ist ein Happy-End, wenn einer der zwölf verwunschenen Brüder nach dem Zurückverwandeln mit einem Flügel statt einem Arm herumlaufen wird. Er ist kein Vogel mehr und hat sich "nur" eine kleine Erinnerung mitgenommen. Er darf trotzdem wieder Mensch sein.
    Dass Du es ungerecht findest, dass die jüngsten immer die Prinzen abbekommen, kann ich nachvollziehen. Aber soll ich Dir etwas sagen?

    Schreib` Dein eigenes Märchen, ein wunderschönes, prächtiges, Happy-End-Märchen von einer wunderschönen, erwachsenen Frau, die sich lieben und schätzen lernt, die ein glückliches Leben mit wunderschönen Aufgaben hat und sich die Anerkennung von sich selbst holt.

    Ich liebe Dich, Du wunderbares Wesen, ich liebe Dich immer und werde ganz gut auf Dich aufpassen.

    In tiefer Liebe,
    Deine Ingrid

  • angenommen, ich wäre in "Watte verpackt" aufgewachsen, in einem kleinen Familienverband, ohne Säufer in nächster Nähe, ohne sexuellem Missbrauch, ohne chaotische Zustände, .... Wäre ich dann ich? Höchstwahrscheinlich nicht. Aber ich kann das gar nicht wissen, weil ich ja so nicht aufgewachsen bin, also denke ich nicht über "Watte" nach, sondern über mein tatsächliches Leben. 8)

    Wofür kann ich dankbar sein, wofür bin ich dankbar?

    Ich bin dankbar für mein Leben, das mir Gott und meine Eltern geschenkt haben.
    Ich bin dankbar für meine vielen Talente, die ich besitze.
    Ich bin dankbar für mein Aussehen.
    Ich bin dankbar für mein Bewusstsein, das ich mir durch meine "Vorgeschichte" erarbeitet habe. Ohne diese Zustände hätte ich niemals auf diese Zustände blicken und daran arbeiten können.
    Ich bin dankbar für die Menschen rund um mich. Sie zeigen mir "wo" ich gerade stehe, im Leben.
    Ich bin dankbar für meine Innere Stimme, die ich wieder hören kann (immerhin war sie jahrzehntelang verbuddelt, die arme).
    Ich bin dankbar für meine Intuition und ich werde sie gut einsetzen....für mich.
    Ich bin dankbar für meinen "Seit-Gestern-Ex-Freund", durch ihn wurde ich auf mein Thema aufmerksam.
    Ich bin dankbar, dass ich vollste Unterstützung habe, weil ich darum frage. Sei es in meiner Familie oder bei meinen Freunden.
    Ich bin dankbar für meine Kinder, zwei starke Persönlichkeiten.
    Ich bin dankbar für meine Nachbarn, die so wunderschön Co vorleben. Ich habe die wunderbare Chance mich "nicht einzumischen" und mich auch "nicht angesprochen zu fühlen". Es ist ihr Schauspiel, nicht meines.
    Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die helfen. Damit meine ich dieses Forum und auch "mein" Esoterikforum. Auch wenn ich die Menschen persönlich nicht kenne, merke ich Anteilnahme und die tut wirklich sehr gut.
    Ich bin dankbar für Chancen, die mir geboten werden.
    Ich bin dankbar für "Zufälle", die in mein Leben treten.
    Ich bin dankbar, dass ich ich bin.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • Ich kann nicht einmal sagen, warum und wieso, aber vorhin bin ich in meine Lieblingsgärtnerei (und auch einzige 8) ) gegangen und habe zu der Gärtnerin gesagt:

    Ich brauche eine Blume, eine gelbe Rose, für mich.....eine Trostblume!
    Sie hat es richtig bedauert, dass noch eine Kundschaft im Geschäft war (das hab` ich gespürt) und meinte: Och....so schlimm ist das Leben nicht.

    Also....die Tränen sind schon in meinen Augen gestanden, ich habe mühsamst gelächelt und gesagt: Stimmt! , hab` ihr noch einen schönen Tag gewunschen, bin nach Hause und habe mir mein Geschenk an mich in einer Vase auf den Tisch gestellt.

    Die Wut von gestern ist einer tiefen Traurigkeit gewichen. Phänomenal, wie die Zustände wechseln, ich denke auch nicht über die Auslöser nach, sondern spüre einfach nur meine Gefühle. Ich nehme sie wahr, o.k. ich bin traurig, o.k. ich darf traurig sein, es ist in Ordnung, traurig zu sein.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • Hi,

    Zitat

    Die Wut von gestern ist einer tiefen Traurigkeit gewichen. Phänomenal, wie die Zustände wechseln, ich denke auch nicht über die Auslöser nach, sondern spüre einfach nur meine Gefühle. Ich nehme sie wahr, o.k. ich bin traurig, o.k. ich darf traurig sein, es ist in Ordnung, traurig zu sein.

    Es ist gut das du nicht über den Auslöser nachdenkst aber ich finde es ist wichtig das man den Auslöser erkennt. Und schaut ob man daran was ändern kann oder halt nicht.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • ich war traurig, weil ich so vielen Menschen helfen kann/konnte und mir nicht. Ich war traurig, weil ich bei der Gärtnerei an meinen Ex-Freund erinnert wurde, der mir erst am 10. August nachträglich zum Geburtstag einen Blumenstock dort aussuchen ließ, der jetzt bei mir im Badezimmer steht.

    Erst heute habe ich (mit dem "Nicht-grünen-Daumen") zum Blumenstock gesagt: Du kannst nix dafür, ich liebe Dich, Du wunderschöne Pflanze (in Gedanken).

    Es sind so viele, kleine Auslöser unter dem Tag gewesen...aber bitte schön, ich bin traurig, es geht jetzt bergauf und ich fühle mich schon wieder etwas wohler.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • hallo ingrid!

    ALLES heut n bisschen viel!?nicht wahr...

    geb DIR doch zeit!

    da hast "sie"..

    nimm "sie"DIR...

    verlang nicht zuviel auf einmal..

    liebe grüsse caro

    p.s.komm zur ruhe...

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • :D es geht schon wieder...ist eigentlich eh gewaltig, was ich in fünf Tagen vollbracht habe....erkennen - Schluss machen - aufarbeiten anfangen - lesen - schreiben - und eine Pause wäre nicht schlecht, das ist wahr.

    Zu Tag 5 gehört noch dazu, dass ich mich auch äußerlich verändern möchte....ich meine die Frisur (eh klar!). Ich hab` ein Gratisblatt aufgeschlagen, das heute per Post ins Haus gekommen ist und ein Inserat gelesen, in dem Haarmodels gesucht werden (Schnitt und Styling gratis).

    Ich habe ein gutes Gefühl, meine Mutter und ich fahren morgen zu dem Termin. Mal schauen....der Friseur übt für einen Wettbewerb und muss 6 Schnitte eintrainieren. Ich habe mittlerweile wirklich sehr lange Haare, sie wachsen auch sehr schnell, es wird lang bleiben, aber anders. :D

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • ich schäme mich ernsthaft ein bisschen, weil ich mich durch meinen Tag "quietsche" (hier im Forum) und es aber 100000000000000000000 Frauen, Betroffene gibt, die weitaus Schlimmeres erlebt haben/erleben als ich.

    Ich bin es mir schon wert, gehört zu werden, aber eine kleine Dosis Demut stellt sich ein.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid,
    die sich jetzt durch die vielen anderen Beiträge liest.

  • hallo amai!

    wie geht es dir heut?

    und das mit dem schämen,weil es ja soooooooo viele gibt,denen "schlimmeres"passiert...

    das leg mal gaaaanz schnell wieder ab!

    denn,DU hast(für dich)negative erfahrungen,probleme und erinnerungen(wodurch und wie "schlimm auch immer)in deinem leben gemacht.diese haben dich negativ verändert und jetzt bist du dabei das alles aufzuarbeiten...

    das ist das WICHTIGSTE!

    FÜR DICH!

    DU kümmerst DICH um DICH!

    "andere"kümmern sich um sich...

    und so ist das auch absolut RICHTIG

    ich hoffe es geht dir gut und du bist ein bisschen zur ruhe gekommen..

    liebe grüsse caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Liebe Amai,

    ich grüße dich als ebenso neues Mitglied in diesem Forum. Bei mir hat sich zwar Geschichte und ausschlaggebende Situation des Erkennens etwas anders gestaltet, aber im Grunde sehe ich ganz viele Parallelen zwischen dir und mir, wenn ich dein „Tagebuch“ lese. Auch ich habe das Gefühl, viele Jahre viele kleine Schritte des Erkennens gegangen zu sein, um jetzt das große Boom vor mir zu haben, die Erkenntnis und Anerkenntnis meiner Co-Abhängigkeit, die ich nun – mit mehr oder weniger – alten (natürlich auch neuen) Emotionen versuche abzulegen. Ich kann dir z. B. nachempfinden, wenn du sagst, du bleibst jetzt erst einmal bei dir (ohne Mann), denn auch mir geht es in diesem Moment so. Ich kann auch deine Schilderungen nachempfinden: Wut, Traurigkeit, gefühltes Chaos, was von einem Moment in den nächsten Moment umschwengt. Und auch das Gefühl, es ist gut wie es ist, denn jetzt habe ich endlich einen Namen dafür gefunden, für das was mich schon seit jeher begleitet und ich kann endlich daran arbeiten.

    Ich habe mir für meinen Beginn, an meiner CoA zu arbeiten, ein bisschen mehr Zeit gegeben, hab mich erst mal 2 Wochen aus meinem Leben geholt und bin ganz allein weggefahren, um das erst mal zu verdauen. Natürlich sind meine Gedanken immer wieder in die Richtung meines Ex (das tun sie auch jetzt noch 5 Wochen später und wohl noch sehr lange weiter) gegangen, dem ich dieses Erkennen eigentlich danken kann. Schließlich haben wir viele Jahre Seite an Seite miteinander verbracht und ich habe viele Erkenntnisse an seiner Seite (die mich betreffen) haben dürfen. Er war trotz seiner Süchte und seiner Fehler ein guter Lehrer und wohl auch ein guter Begleiter, den ich jetzt auch aus Selbstschutz verlassen habe.

    Ich glaube es ist ganz natürlich, dass sich die Gefühle von Wut (auch auf sich selbst) und Traurigkeit und auch Erleichterung ihren Weg suchen, wenn man verlässt (egal, ob nun diese Beziehung nun einige Monate oder auch Jahre dauerte). Vielleicht ist das auch etwas, was dein Gefühlsleben durcheinander bringt. Du schreibst ja auch, dein Ex wäre dein Traummann, wenn er nur eben nicht süchtig wäre. Mir geht es ganz genauso.

    Dann wollte ich dir noch sagen, dass ich, als ich dann wieder daheim war, alles Mögliche getan habe, um mich zu informieren, über seine Sucht und seine Droge und über meine Sucht und meine Droge. Was es bedeutet, welche Wege es gibt etc. Ich habe eine mir Selbsthilfegruppe gesucht und im Forum geschrieben, mit Freunden geredet, gedacht und gefühlt, gelesen, meine Klamotten von ihm abgeholt usw. usw. und habe mir auch keine Zeit mehr gelassen, es kam ja auch alles einfach auf mich zu. Bis ich irgendwann völlig kraftlos und zweifelnd neben mir gesessen hab und mich fragte, wieso tue ich mir das an? Ich habe alle Zeit der Welt, um bei mir zu sein. Niemand kann mich jetzt davon abhalten. Niemand, außer mir selbst. Und ich will ja bei mir sein! Seit dem mach ich ein bisschen langsamer. Versuche meinen Tagesablauf mit möglichst vielen schönen Gedanken zu schmücken und Tätigkeiten zu verbringen und entdecke viele der Sachen, die ich vernachlässigt habe, mich, meine Wohnung, mein Leben. Ich weiß noch nicht genau, wie ich weiter vorgehen werde, mein CoA hinter mir zu lassen, denn einige Dinge, die ich jetzt versucht habe, kann ich auch schon jetzt als den NICHT-MEIN-WEG entziffern. Aber ich denke, auf dem richtigen Weg befinde ich mich und das allein beruhigt mich schon ungemein.

    Ach und ich habe mal einen sehr weisen Satz von einem sehr guten Bekannten gehört:

    Wenn jeder an sich denkt, dann ist an alle gedacht.

    Lange fand ich den Satz ziemlich blöd – purer Egoismus oder wie..?! Aber mittlerweile kann ich diesen Satz gut verstehen.

    Ich grüße dich herzlich und schick dir meine Engel.

    kk.

  • :D mir geht es gut, sehr gut sogar. Ich war heute spontan mit meiner Mutter bei einem Friseur, der per Annonce Haarmodels gesucht hat.

    Ich schau` richtig super aus, obwohl ich eine Menge Haare lassen habe...von extrem lang (50 cm über den Schultern) zu fast schulterlang, durchgestuft. Ein neues Leben, ein neuer Haarschnitt und das gratis, aber nicht "umsonst". Meine Naturlocken springen richtig hervor *freu*.

    Gestern Nacht musste ich wieder eine Runde heulen, die Tränen sind nur so geronnen. Ich habe wieder eine Menge Päckchen retour gegeben, dieses Mal an meine Tante (5 Jahre älter als ich). Sie hat als Kind ihre Macht (eigentlich Ohnmacht, weil ihr Leben, das war wirklich besch******) an mir und meinen Geschwistern ausgeübt. Auch das war ganz tief verbuddelt.

    Und dann habe ich wieder energetisch gewerkelt....Kontakt mit einer lieben Seele aufgenommen (ein Mann, den ich real noch nie gesehen habe, der mir aber sehr, sehr nah steht...durch`s Schreiben) und mit ihr gesprochen und um Umarmungen gebeten, welche ich auch bekam. Die Verbindung zu ihm ist sehr, sehr stark.

    Ich gehe jetzt gleich los, zu meinem Verein (Pendel- und Rutenvereinigung) und freue mich richtig darauf. Danach werde ich höchstwahrscheinlich, zu 99,99 % im Forum schreiben). 8)

    Ja, liebe Caro, ich weiß, dass ich auch einiges, negatives an Erfahrungen in meinem Leben gehabt habe. Aber die Schicksale, die ich hier lese, die sind weitaus heftiger und ich habe wirklich höchste Anerkennung für alle hier.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • :D ich danke Dir für Deinen Beitrag. Nach meinem Vereinstreffen schreibe ich Dir, spätestens aber Morgen.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • ich hab` mir jetzt Deinen Beitrag "rübergeholt", auf die neue Seite.... 8)

    Am Tag 6 stellt sich so etwas wie Entspannung ein. Heute ist der erste Tag, an dem ich nicht unaufhörlich an irgendetwas erinnert wurde, irgendetwas gefühlt habe oder irgendetwas gemacht habe, das mit meinem neuen "Lieblingsthema" zu tun hätte. Ich habe heute wieder Anteil an meinem "normalem" Leben genommen und mich beim Pendelverein wirklich sehr gut unterhalten.

    Ich lese bei Dir, dass es Jahre waren. Dagegen gehöre ich wahrscheinlich ins Guiness-Buch der Rekorde, es waren genau 46 Tage! Irgendwie ist mir das alles sowieso komisch vorgekommen....Am ersten Tag kam er für vier Stunden auf Besuch, am zweiten Tag für 5 Stunden und am dritten Tag waren wir ein Paar und haben zusammengelebt, als würden wir schon ewig miteinander leben. Da waren Vertrautheit, aber auch "Routine"....
    Manchmal ist es mir vorgekommen, als wäre ich ihm "passiert"....als käme er zu einer Freundin, wie die Jungfrau zum Kind.
    Er hat mir anfangs erklärt, dass er vor 10 Jahren, als seine Frau mit seinem 7jährigen Sohn ausgezogen ist, seine Lebensfreude verloren hätte und seitdem hat es keine Freundin geschafft, ihm diese zurückzugeben.
    Ich habe gesagt: Vielleicht liegt es daran, dass nur Du alleine Dir Deine Lebensfreude wiedergeben kannst?

    Ich sehe immer alles aus der "weltlichen", aber auch aus meiner spirituellen Sicht. Exakt an dem Tag, an dem er seine Voruntersuchung für seine Augen hatte, lernte ich ihn kennen. Augenprobleme deuten darauf hin, dass man etwas nicht anschauen will. Die Seele schreit schon danach, dass man sich endlich ein Thema anschauen soll (Ödeme hinter der Netzhaut). Bei ihm sind es 6 Themen, die hatte ich sofort "herinnen"....und ich bot ihm auch vollste Unterstützung an, wenn er seine Themen bearbeitet.

    Lilly12 hat mir in einem Beitrag geschrieben, dass man zuerst "trocken" werden muss, damit man Themen bearbeiten kann, weil der Alkohol die Wahrnehmung trübt. Das empfinde ich jetzt als richtig, damals war mir überhaupt nicht klar, dass er Alkoholiker ist.
    In meinem gesamten Körper (Aura) waren fünf große Blockaden....die sind jetzt weg (laut meinem Pendelclub :D ) und gefühlsmässig auch laut mir. Hilfe zur Selbsthilfe, das ist was Schönes, ehrlich. Ich bin so dankbar, in diesem Forum zu sein, es ist gut zu wissen, dass es viele, viele Menschen gibt, die mit Tipps, Anteilnahme und Wissen helfen.

    Am Tag 6 kehrt Frieden ein.... mein Thema ist noch lange nicht vom Tisch, aber ich bin heilfroh, dass ich nach diesem Schock endlich ganz genau weiß, was ich bearbeiten soll/darf.

    Heute Nacht werde ich keine Päckchen zurückschicken. Eine Freundin meinte heute spaßeshalber: Na...hast Du ein Postamt eröffnet?

    Für Tag 7 habe ich mir vorgenommen, etwas netter zu meiner Mutter zu sein. 8) Ich liebe sie ja, von ganzem Herzen, aber sie versucht permanent, mir von ihren Erfahrungen zu erzählen (Psychotherapie). Im Laufe des Tages habe ich sie mindestens 1000 Mal unfreundlich gestoppt, wenn sie mir mit ihren Geschichten gekommen ist. Sie hat das Thema Co noch heftiger abgekommen als ich. Und sie versucht sich "meinen" Kopf zu zerbrechen....das geht nicht. Für mich gehört eine eindeutige Grenze gezogen. Ich bin ich, meine Mutter ist meine Mutter. Weder sie kann meine Themen behandeln, noch ich ihre.
    Ich gebe mir jetzt mehr Zeit, fahre Morgen Abend mit meiner Tochter zu meiner Mutter, treffe mich mit lieben Freunden, plappere über meine Lieblingsthemen (Spiritualität, Energiearbeit, ...) und werde schauen, was mir die Tage so an Erkenntnisse bringen.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • Zitat von koketterie

    Ach und ich habe mal einen sehr weisen Satz von einem sehr guten Bekannten gehört:

    Wenn jeder an sich denkt, dann ist an alle gedacht.

    Lange fand ich den Satz ziemlich blöd – purer Egoismus oder wie..?! Aber mittlerweile kann ich diesen Satz gut verstehen.

    Ich grüße dich herzlich und schick dir meine Engel.

    kk.

    :D dieser Satz von Deinem Bekannten ist superschön, er ist sogar besser als meiner:
    Wenn sich jeder Mensch um nur einen Menschen kümmern würde, hätten wir das Paradies auf Erden.

    Wenn ich diesen Satz, meinen, jetzt so betrachte, dann ist das ein typischer Co-Satz: Auf den nächsten schauen, nicht auf sich selbst.

    Ich finde Deinen Satz wirklich passend, den schreibe ich mir in mein "Buch" (in dem ich alles Wichtige für mich schreibe).

    Ich grüße Dich ebenfalls recht herzlich und schick` Dir meine Engel.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • guten morgen amai!

    ich freue mich dich so positv zu lesen!hörst dich richtig gut an,lächel...

    das mit dem frisör ist doch auch wieder son typisches frauending,grins..aber hut ab.da hast du dich aber was getraut...und wenn es dann auch noch super chic aussieht.was willst du mehr!?

    sorg schön weiter dafür das es in DIR...sowohl auch aussen so schön aussieht!

    ich wünsch dir einen wunderbaren tag und die nötige gelassenheit HEUT "netter"zu deiner mutter zu sein...

    liebe grüsse caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • :D ebenfalls einen wunderschönen Guten Morgen. Huiiiiiiiiiiiii....für Tag 7 habe ich mir "nur" vorgenommen, nett zu meiner Mutter zu sein. Das genügt, ehrlich. Ich liebe sie, da ist es umso schwerer, eine Grenze zu ziehen.

    Sie hat ja bei mir übernachtet und als ich gestern Früh, als allererstes den Computer und die Espressomaschine eingeschalten habe, meinte sie:

    "Du, Ingrid, Du bist aber schon internetsüchtig, wenn Du in aller Früh schon spielst!"

    Mir hat es meine Nackenhaare aufgestellt und ich habe sie "angepfaucht": Ich spiele nicht, ich tausche mich aus. Ich brauche diesen Austausch und es kann Dir egal sein, ob ich zu meinem Kaffee in die Luft schaue oder hier, im Internet, schreibe!"

    War vielleicht etwas hart von mir, aber passend. In Wahrheit wollte meine Mutter sagen: Du, Ingrid, unterhalte Dich mit mir, ich möchte gerne reden..... Das ist, glaube ich, auch ein typisches Co-Verhalten: Eigene Bedürfnisse nicht aussprechen können.

    Den Tag 7 erkläre ich zum "Tag, um eigene Bedürfnisse auszusprechen". Nicht alles geistig mit sich selbst ausmachen, sondern klipp und klar zu sagen: Du, ich brauche Austausch im Forum. Du, ich würde gerne einen Ausflug machen. Du, ich brauche jetzt kurz eine Stunde Erholung. ....

    Ich werde das mit meinem "Versuchskaninchen" Mutter üben. 8) Und sie darf das mit jemand anderen üben (weil sie ja auch Co-Abhängig ist).

    Ich wünsche Dir und allen anderen
    einen superschönen, wunderbaren Tag
    mit gaaaaaaaaaaaaaaaanz vielen schönen Ereignissen.
    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • :D es funktioniert ja prächtig....der Übungstag, um Bedürfnisse auszusprechen. Mit meiner Mutter habe ich heute darüber gesprochen, dass es ganz einfach gewesen wäre: Du, Ingrid, ich würde gerne mit Dir plaudern, hast Du Zeit für mich?
    Ich hab` ihr erklärt, dass dies eine direkte Art gewesen wäre, um etwas auszusprechen, im Gegensatz zu: Du bist internetsüchtig, spielst schon in aller Früh.

    Ich versuche heute bewusst, das auszusprechen, was ich wirklich möchte. Und nicht über Umwegen, 1000fach verschlüsselt, dass der andere schon glaubt, er sitzt in einer Quiz-Show. 8):shock:

    Derzeit lasse ich nicht nur seelisch, sondern auch körperlich los....mit Schmerzen. Es darf auch so sein, ich arbeite daran, dass ich mich als Frau liebe. Daran, dass es auch sehr schön sein kann, Frau mit Bedürfnissen und Rechten zu sein. In dieser Hinsicht habe ich auch noch viel aufzuholen, immerhin habe ich jahrelang anderes vorgelebt bekommen und auch anderes selbst gelebt. Und ich habe ja noch viiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeelllllllll Zeit.

    Der Tapetenwechsel tut mir gut...es sind zwar nur 70 km, aber ich werde nicht ständig daran erinnert, dass "er" vis-a-vis wohnt und ich ihn auf der Straße sehen könnte. Es ist keine Angst, keine Furcht, ich weiß, dass er "Wegschauen" würde.... meine Gedanken sind nur heute ein paar Mal zu ihm "abgeschweift"....
    Er hat mir in ein paar Leben mein Leben gerettet....normalerweise löse ich Karma in "null-komma-nix", aber es ist wie üblich: Immer, wenn es um mich geht, baue ich eine "Sperre" auf. Auch das darf so sein....

    Ich darf ihn ja gern haben und lieben, auch wenn er kein Teil mehr meines Lebens ist. ich spüre schon, dass mein Gehen ein gewaltiger Schock für ihn war/ist, meine große Hoffnung wäre, dass er für sich jetzt zum "Arbeiten" anfängt. Wenn er es nicht tut, dann ist das auch in Ordnung, weil es "seine Entscheidung" ist.

    Ich wünsche euch und mir von Herzen
    alles Liebe und Gute,
    Ingrid

  • :D kaum kommt man auf ein Thema, fällt es einem unaufhörlich auf. Meine Mutter schaltet jetzt gerade neben mir den Fernseher ein und sucht, wie jeden Freitag, das "Nachtcafe" auf SR (Schweizer Rundfunk) und wie lautet das Thema???? Volksdroge Alkohol! (über Trinker und Co-Abhängige). Das schaue ich mir jetzt an....
    Ich wünsch` euch eine superschöne Gute Nacht.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

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