"Tagebuch einer Co...vom Erkennen bis zum Lösen"..

  • Guten Morgen Ingrid,

    Zitat von Amai

    :D ich betrachte mich als "Neuling", weil ich erst vor 23 Tagen erfahren habe, dass ich Co-Abhängig bin.

    Bei dieser deiner Äußerung fiel mir als erstes eine Frage ein: Hast du es „nur“ erfahren oder auch für dich akzeptiert?

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Zitat von Ette

    Guten Morgen Ingrid,


    Bei dieser deiner Äußerung fiel mir als erstes eine Frage ein: Hast du es „nur“ erfahren oder auch für dich akzeptiert?

    LG
    Ette

    :D sowahr ich jetzt vor meinem Computer sitze: Ich hab`s erfahren, gesehen, schlagartig, mir ist schlecht geworden, ich wusste, dass meine Zustände "das" sind, ich hab`s akzeptiert und ich bearbeite schön brav ...

    Das war sicher nicht so, dass jemand zu mir kam und sagte: Du, Ingrid, ich glaube, Du bist co. Und ich sagte: Aha, danke schön.

    Ich habe mich in den Beschreibungen von Co`s wiedererkannt, das bin auch ich.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • :D Vanillepudding, was sonst? Heute ist ein komischer Tag, vielleicht liegt`s auch am Schlafdefizit. Den See haben wir heute ausgelassen, die angekündigten 30 Grad hab` ich vergeblich gesucht. 8)

    Heute ist das einzig Erfreuliche, dass ich meine eigene Homepage jetzt habe, selber Namen nur .de.tl hinten dran und das ist alles kostenlos. Ich freu` mich, weil ich absolut unbegnadet im Erstellen bin und diese Homepage ist auf gut österreichisch "deppensicher". Na ja...und dann war ich auch froh, dass ich alle meine ehemaligen Texte abgespeichert habe, das erspart mir eine Menge Arbeit....Ich werde sie aber überarbeiten, einiges stimmt nicht mehr. :D

    Meine Tochter hat heute verkündet, dass sie (gnadenhalber) Morgen in die Schule geht, dass sie aber, sowie irgendjemand eine blöde Bemerkung fallen lässt, nie wieder, niiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeee, in diese Schule gehen wird. ... Ich sollte mir Bachblüten, Baldriantropfen besorgen....wenn wir Erwachsenen das tun würden, "na servas" ....

    Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Abend,
    viele liebe Grüße,
    Ingrid :D

  • :D ich danke Dir für Deine Worte :D und wünsche Dir von Herzen ebenfalls eine wunderschöne, gute Nacht.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • Guten Morgen Amai,

    ich drück dir die Daumen, dass deine Tochter heute gute Erfahrungen in der Schule macht.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • ich wünsche Dir einen wunderschönen Guten Morgen. Ja...ich wünsche mir auch, dass sie heute schöne Erfahrungen macht, sehr sogar.

    :D Ich hab` sie in die Schule gebracht, vorher haben wir ihre beste Freundin abgeholt. Zu zweit geht in diesem Alter alles leichter, die Lehrerin weiß auch Bescheid und ich vertraue darauf, dass sie ihre Augen offen hält und nicht einfach wegschaut. Dass sie nicht "allzeit bereit" sein kann, ist mir klar.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • :D gestern Nacht hab` ich wieder "Fröschehüpfen" mit meinen Gedanken gemacht. Mein Körper war eigentlich müde, meine Bewusstsein hellwach. 8)

    Es sind die kleinen Dinge, die so unendlich glücklich, aber auch traurig machen können. Ich kann beim Kochen z. B. liebevoll sein und liebevoll umrühren, hacken, an etwas Schönes denken.... oder ich kann "hudriwudri", hektisch, lieblos ein paar Sachen zusammenknallen. Den Unterschied wird man auf alle Fälle schmecken, eindeutig.

    Ich kann einen Tisch lieblos decken und ein paar Teller hinstellen, oder ich kann eine kleine Blume, eine Kerze, ... dazustellen und aus einem einfachen Menü wird ein "Dinner".

    Zu leben, als hätte man nur diesen einen Tag zur Verfügung, gibt den Wörtern "bewusst leben" in meinen Augen die Bedeutung. Mein heutiger Tag ist unwiderbringlich einzigartig, einmalig, der 25. Tag. Ich kann ihn nicht nachleben und auch nicht vorleben. Jetzt ist jetzt! ...

    Heute Früh habe ich meine zwei ehemaligen Lieblingsringe gefunden, ... 8) ... sie haben sich jetzt drei Monate vor mir versteckt. Und heute, einfach so, voilà, lagen sie da. Das sind zwei kleine Dinge, die traurig machen könnten. Erinnerungen an einen Urlaub mit vier Kindern in Kroatien. Ein Schmetterlingsring, ganz zart, und ein Ring mit einem hellblauen Stein. Normalerweise und da war ich bis jetzt wirklich konsequent, sind Dinge, Gegenstände, Erinnerungen, .... von ehemaligen Partnern ausnahmslos verschenkt, verkauft, weggeschmissen worden.

    Diese Tradition möchte ich jetzt, somit aufheben. Ich behalte sie, nicht wegen der Erinnerungen, sondern weil sie mir Freude machen/gemacht haben. Schmetterlinge...diese kleine Tiere habe für mich eine riesengroße Bedeutung, 2008 ist mein Schmetterlingsjahr, und der "Blaue-Stein-Ring" passt super zu mir.

    Ich wünsche euch allen einen superschönen, erfolgreichen Tag
    und viele schöne Ereignisse,
    viele liebe Grüße,
    Ingrid :D

  • :D interessant, dass ich von 64 Karten, die mir zur Verfügung stehen, die ich supergut mische, immer wieder diese Karte ziehe (in eigenen Worten 8) ):

    Diese Karte sagt, dass ich das lebe, was ich bin. Und weiters besagt sie, dass es mein Geburtsrecht ist, mich auf erfüllende Weise auszudrücken. :D

    Ich übersetze das immer so, dass ich so sein soll, wie ich bin. Kein verstecken, keine Rolle, keine Maske, keine "Verbiegungen", ... einfach "Ich-sein"...

    Interessant.... 8) ... dafür müsste ich ansatzweise wissen, wer ich bin. Na ja..."a bisserl" reingeschnuppert habe ich schon, ins Thema "Ich", aber ich habe noch gaaaaaaaaaaaanz, gaaaaaaaaaaaaaanz viel Zeit, mich zu entdecken und zu erforschen. Ich weiß zumindest schon, was mir Spaß macht ... Impulsiv sein. Spontan sein. Herzlich sein. Herzhaft empfinden. Lebendig sein. Glücklich sein. Mich selbst unendlich lieben, die guten, wie die schlechten Seiten ...

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • :D ich sag`s ganz ehrlich...ich, für mich, hab` beschlossen, dass ich so lange intensivst an meinem Thema arbeite, solange meine letzte Beziehung gedauert hat: 50 Tage (ich hab` mir vier Extra-Tage zum Bearbeiten dazugegeben :D ).

    Ich möchte nicht überheblich rüberkommen, ich bin nur ehrlich.
    18 Jahre extremste Co-Abhängigkeit in einem Großfamilienverband, ich flüchtete in ...

    ... 17 Jahre extremste Co-Abhängigkeit in meiner Ehe, inklusive allem pi-pa-po (Opferrolle, in Situationen verharren, nix ändern, .... ), der Impuls kam von Außen, ein Seitensprung von meinem Mann....und ich löste mich und als ich gehen wollte, war ich auf einmal alles für ihn, die Traumfrau, der Lebensmensch, die Seelenpartnerin, .... ich ging trotzdem.... 8)

    .... und begann die Co-Abhängigkeit Nr. 3, sie dauerte fast 6 Jahre, dieses Mal ging ich, der Auslöser kam für mich von Außen, von einer lieben Seele, einem Mann, den ich noch nie real gesehen habe, auch jetzt noch nicht, den ich jedoch "spüre", ... er legte meinen "Schalter" um, ich flüchtete...

    .... in meine eigene Wohnung und verliebte mich in ihn, meinen Nachbarn, begab mich in Co-Abhängigkeit Nr. 4, sie dauerte 46 Tage, der Impuls kam von Außen, von meiner Freundin, ihre Worte waren mein "Auferweckungsruf" .... "denk` über Deine Co-Abhängigkeit nach, Ingrid!"

    In der ersten Bearbeitungswoche sah ich in jedem Mann, der ein Glas in der Hand hielt, einen "Feind", jemanden, der mir eventuell weh tun könnte. Ich verknüpfte "Mann-Glas" mit "Finger weg-nicht mal anschauen".
    Heute denke ich mir, nein ich fühle es sogar, dass es mir egal ist, ob ein Mann ein Glas in der Hand hält oder nicht. Es geht mich nix an, diese Männer dürfen tun und lassen, was sie wollen, ich sehe sie jetzt neutral. Ich bin ja immerhin in der Position, um für mich zu entscheiden, ob ich diese Männer Teil meines Lebens werden lasse oder nicht.

    Meine Sensoren sind extrafein eingestellt und ich halte mich außerdem an meinen Leitsatz: Gedanken folgen der Aufmerksamkeit.
    Wenn ich permanent an "trinkende Männer" denke, werden sie mir auch über den Weg laufen, ich ziehe sie magisch an ....
    Deshalb denke ich jetzt nur mehr an mich. Was tut mir gut, was möchte ich, wie möchte ich es, ....

    Die Welt hat bald eine Co weniger, so stelle ich mir das für mich selbst vor, ob das wahr wird, ... ich lass` mich überraschen. :D

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • Hallo Amai,

    ähmmm....find ich ja toll, dass du intensivst an deinem Thema arbeiten willst. Doch ganze 50 Tage, um dann der Welt eine Co weniger präsentieren zu können! Hut ab! Da können sich ja alle, die schon Jahre an ihrem Co-Sein arbeiten, nur noch vor Scham verstecken.

    Ich hatte dich kürzlich gefragt, inwieweit du deine Co-Abhängigkeit für dich auch verstanden und akzeptiert hast. Sorry, bei der angegebenen Zielarbeitszeit habe ich da so meine Zweifel.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Zitat von Ette

    Hallo Amai,

    ähmmm....find ich ja toll, dass du intensivst an deinem Thema arbeiten willst. Doch ganze 50 Tage, um dann der Welt eine Co weniger präsentieren zu können! Hut ab! Da können sich ja alle, die schon Jahre an ihrem Co-Sein arbeiten, nur noch vor Scham verstecken.

    Ich hatte dich kürzlich gefragt, inwieweit du deine Co-Abhängigkeit für dich auch verstanden und akzeptiert hast. Sorry, bei der angegebenen Zielarbeitszeit habe ich da so meine Zweifel.

    LG
    Ette

    :D hier geht`s ja nur um mich ... und ich sehe das Bearbeiten nicht als Wettbewerb ... und noch weniger gibt es Scham oder sonstwas ... und schon gar keine "Maßstäbe" (ich brauche so lange, also müssen alle anderen auch so lange brauchen....)

    Mein Thema hat vor 25 Tagen einen Namen bekommen, das heißt aber nicht, dass ich dieses davor "namenlose" Thema nicht bearbeitet hätte.
    Ich arbeite intensivst seit 2001 an diesem Thema, das seit 25 Tagen endlich einen Namen hat.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

    PS: Wenn andere der Meinung sind, dass sie ein Leben lang zum Aufarbeiten brauchen, dann ist es ihre Ansicht und auch hier zählt der freie Wille des Menschen und mein Grundsatz: Dir geschehe nach Deinem Glauben.

  • Hi Ingrid,

    verstehe ich wieder nicht? Du hast klasse Gedanken und es tut gut Dir zu folgen.

    Das Aufarbeiten kann schnell gehen, aber das Leben, das dauert noch was länger, es geht um das Leben, nicht um die Werkzeuge.

    Vielleicht läßt Du uns weiter daran teilhaben.

    LG Karl

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • :D vielen lieben Dank für Deinen Beitrag. Natürlich geht es um`s Leben, ich möchte aber gerne mein kleines Reisegepäck, das sich Co nennt, abgeben, auflösen. Ich muss ja nicht, weil meine "Krankheit" jetzt einen Namen hat, nämlich Co, bis zu meinem Lebensende damit herumlaufen.

    Ich betrachte meine Co wie eine Grippe, die ersten Symptome, die dann stärker werden, ich bin geschwächt, ich lege mich ins Bett, ich nehme eventuell Medikamente und/oder Naturheilmittel, ich schwitze das Fieber heraus, ich komme zu Kräften, ich bin gesund.

    Übertragen auf meinen Zustand: Die ersten Symptome waren in meiner Ursprungsfamilie, in meinen Partnerschaften wurden sie stärker, ich hingegen wurde schwächer, ich habe mich gehen lassen, lebte ein "ich-bin-ein-armes-Opfer-Leben", nahm das Medikament "Flucht" und dann das Naturheilmittel "ebenfalls Flucht", bis ich durch das "Überdenke Deine Co" von meiner Freundin einen heilsamen Keulenschlag hatte, ich schwitzte "alles" heraus und tu es noch immer, aber ich merke, wie ich zu Kräften komme, wie es mir von Tag zu Tag besser geht, .... ich bin bald gesund, im Sinne von "kein Co-Leben" mehr.

    Jeder, der eine Grippe hatte, wird sich nicht bis an sein Lebensende, täglich vorsagen: Hey, ich hatte eine Grippe.

    Eine Grippe hat man, dann ist man gesund....bis zur nächsten Grippe. Aber wenn man sich permanent damit beschäftigt, dass man eine Grippe hatte, dann lebt man ja nicht wirklich, dann ist man ebenfalls in einer Co....die sich "Gedanken an den Gedanken Grippe" nennt.

    7 Jahre Aufarbeitungszeit reichen mir....ich möchte mein restliches Leben mit den Gedanken "Wauw, geht`s Dir gut, Ingrid" verbringen und nicht mit den Gedanken "Ich war Co und hoffentlich bleibe ich Co-frei!"

    Ich weiß jetzt, wie die Co bei mir aktiviert wurde, ich weiß jetzt, wie sich Co anfühlt und jetzt mag ich leben, nur leben, wunderschön leben, weil ich weiß, wie sich ein Leben ohne Co anfühlt...herrlich! :D

    Ich kann`s Dir nicht privat schreiben, deshalb sage ich Dir öffentlich, dass Du ein ganz besonderer Mensch in meinen (und bestimmt in vielen) Augen bist. "Das ist nicht Fühler nach etwas Neuem ausstrecken *zwinker*, das ist einfach nur eine ehrliche Aussage". :D

    Danke für Dein Sein,
    viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • Hallo Amai,

    sorry, dann habe ich dich wohl falsch verstanden. Denn im ursprünglichen Posting stand nichts von 7 Jahren. Egal!

    Co-Abhängigkeit ist nicht wirklich mit einer Grippe zu vergleichen, denke ich. Denn eine Grippe kommt und geht. Unsere Co-Strukturen kommen und sind da. Ich denke, es genauso wie bei einem trockenen Alki. Wir müssen unserer Abhängigkeit gegenüber aufmerksam sein, weil sie uns unser ganzes Leben begleitet. Wir können die Symptome in Schach halten, indem wir uns der Abhängigkeit immer wieder bewusst sind. Co-Abhängigkeit HATTEN wir nicht. Die HABEN wir. Sie wird nicht einfach ausheilen wie eine Grippe. Wir können uns nur so weit stärken, dass wir unser Verhalten in die gesunde Richtung verändern und das ist eine Lebensaufgabe - für UNSER Leben.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • :D vielleicht empfinde ich es so, weil ich in einem Forum für Alkoholiker und Co-Abhängige bin.. 8) ..klar, ist eigentlich logisch....es dreht sich alles nur um Co und Alkohol!!!!! Es gibt noch ein Leben außerhalb des Gedankens "Co" für mich. Co ist ein Bestandteil von mir, aber 10000000000 andere gibt es auch noch.

    Klar trage ich die Co in mir, aber ich habe beschlossen, dass ich das jetzt einfach akzeptiere und dass ich meine Aufmerksamkeit auf mein Leben richte und nicht mehr auf Co.

    Ich weiß jetzt für mich, was ich will und den Gedanken an das, was ich nicht mehr will, den verschwende ich gar nicht mehr. Das wäre vergleichbar damit, dass ich jeden Tag in der Früh aufstehe und mir denke: Grippe bleib` mir fern. Anstatt, dass ich mir sage: Guten Morgen Ingrid, auf, in einen neuen Tag, mach` das Beste daraus. :D Ich weiß ja, dass die Möglichkeit bestehen würde, dass ich mir einen Grippevirus einfange, aber ich denke nicht daran. Weil, wenn es dann soweit ist, dann kommt eh wieder das gleiche Muster: Symptome, stärkere Symptome, Medizin, auskurieren, "danke haben fertig!".

    Vielleicht, eventuell, ... hört sich das jetzt verworren an, aber mir fehlen einfach die Worte, um das besser auszudrücken.

    Ganz kurz gesagt: Ich richte meine Aufmerksamkeit auf mein schönes Leben und nicht auf Co.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

    PS: Die 7 Jahre Aufarbeitung waren, aber hätte ich vor 7 Jahren gewusst, dass mein Thema "Co" heißt, hätte ich effektiver daran "arbeiten" können und mir vielleich ein paar Jährchen "erspart". Andererseits wäre ich jetzt nicht die, die ich bin. 8)

  • :D und ich bitte von Herzen um Ergänzung und Korrektur, falls notwendig.

    In diesem wunderschönen Forum habe ich folgendes gelernt, erkannt, empfunden, .... :D

    Ich habe folgendes über Alkoholiker gelernt (ich wusste mindestens 6 von 6 Punkten nicht 8) ):

    1. Ein Alkoholiker ist alkoholkrank, es gibt zwei Zustände, entweder ist er ein nasser oder ein trockener Alkoholiker. Es gibt nix dazwischen.

    2. Ein alkoholkranker Mensch muss für sich selbst erkennen, dass er krank ist, alles andere gilt nicht, ... für den Heilungserfolg.

    3. Ein Alkoholiker muss für sich, von sich selbst aus, den Entzug wünschen und auch selbst in die Gänge kommen.

    4. Kalter Entzug muss "die Hölle auf Erden sein" (in meinen Augen), professionelle Hilfe gibt es in Form von Langzeittherapien und stationärem Entzug.

    5. Eine Selbsthilfegruppe ist ratsam.

    6. Es gibt hauptsächlich Pegeltrinker, Quartalstrinker, Problemtrinker.

    Über Co-Abhängige habe ich folgendes gelernt:

    1. Ein Co lebt ausschließlich für andere, sein ganzes Denken dreht sich um andere, anstatt um sich selbst, er richtet sein Leben nach anderen ein.

    2. Ein Co hofft sein ganzes Leben lang und glaubt, dass er durch sein "Sein" den geliebten Menschen ändern kann, was niemals funktioniert, weil man sich nur selbst ändern kann. Einzige Hilfe: Arbeit an "sich selbst".

    3. Die Co hat verschiedenste Nuancen, Gesichter, ein Teil von ihr ist z. B. das Helfersyndrom.

    4. Eine Selbsthilfegruppe ist nicht soooooooo schlecht, Gesprächstherapien und ein Forum (z. B. dieses Superforum :D ), um sich austauschen zu können und um zu sehen, wie man sich helfen kann.

    5. Erkennt ein Co sein "Muster" nicht, tappt er womöglich jedesmal in eine Co, die sich immer wieder mit einem anderem Gesicht zeigt.

    6. Je länger die Co dauert, umso heftiger wird es, aus ihr auszusteigen, aber....es ist durchaus machbar.

    :roll: Das sind die Hauptpunkte, die mich berührt haben, die ich für mich akzeptiert habe.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • :D also bin ich gestern in die Stadt gefahren und habe bereits im Auto den Wunsch aufgegeben, dass ich ihre Geburtstagsgeschenke supergünstig bekomme, meinem Budget entsprechend. :D

    8) Sie hat sich ein Parfum gewunschen, eines in einer Dose, mit flippigen Zeichnungen drauf. Also...ich rein in die Parfumerie, ...schnurstracks zur Verkäuferin, nach dem Parfum gefragt, wieviel es kostet.... :shock: ...49,90 Euro! Ich hab` sie entsetzt angeschaut und gemeint: Wie riecht denn das überhaupt????

    Der "Wunscherfüllungsabteilung" im Universum hab` ich geistig einen schiefen Blick zugeworfen, hab` gefragt, ob das ernst gemeint ist und über mein Budget nachgedacht..... 50 Euro wollte ich tatsächlich ausgeben, aber für mehrere Geschenke!!!!!!

    Dafür habe ich noch ein Marken-T-Shirt um 1 Euro gefunden :D , eine Markenmappe um 3 Euro, ein paar Kleinigkeiten hatte ich noch zu Hause. Meine Tochter identifiziert sich über ihren "Besitz", ich arbeite daran, dass sie für sich erkennt, dass sie wertvoll ist.....immer ein wertvoller Mensch, ob nackt, ob angezogen, ob reich, ob arm, ....
    Also, das kann ich ruhigen Gewissens sagen, ... dieses Denken hat sie von meinem Ex-Mann. Seine Devise: Was hat es, was bringt es!

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • :shock: nachdem ich über`s Internet einen Blick auf mein Bankkonto geworfen habe, ist mein heutiger Tag gleich von mir anders geplant worden: Statt mit meiner Tochter essen gehen, habe ich jetzt gekocht.... ich musste nur zur Fleischhauerei und 4 Putenschnitzerl besorgen, den Rest für "Wr. Schnitzerl, Reis, Kartoffelsalat" hatte ich zu Hause....

    Auf dem Weg dorthin ging ich auch bei meiner Lieblingsgärtnerin vorbei...schaute ins Geschäft, wegen einer Geburtstagsblume für meine Tochter. Ich sagte ihr (und das stimmt wirklich, das ist nicht erfunden): Ihre "Trostrose", die ich mir damals gekauft habe, hat sage und schreibe, 2 Wochen und 2 Tage, solange, wie meine Trauer gedauert hat, gehalten. Sie hat mir irrsinnig viel Kraft geschenkt, diese eine Blume.

    Sie sagte mir, dass man es mir angesehen hat, dass es mit meinem Freund aus wäre....ich hab` ihr nur gesagt, dass wir nicht zueinander passen und dass es das Beste ist, so wie es ist....

    Zuhause habe ich dann die Schnitzel paniert, .... ich war soooooooooo in Gedanken versunken, Stichwort: dieses Forum und meine Co, dass ich glatt beim ersten Schnitzel vergessen habe, es in Mehl zu wenden..... 8) ...ich konnte nix rückgängig machen, also esse ich es....

    Die Gedanken, die kamen.... In meinem realen Leben gibt es ein weibliches Vereinsmitglied, das mich jeden Donnerstag fragt: Ingrid, legst Du mir wieder die Hände auf, hilfst Du meinem Knie????
    Ich helfe ihr bereitwillig....für mich ist das ein "Klacks".... seit Mai mache ich das, jeden Donnerstag, wenn sie da ist. Nicht nur das....auch Glaubenssätze, falsche, rausfinden, einer davon ist, dass sie keinen Spaß haben darf, dass dies verboten ist, .... Und es ist für mich glasklar, auch für meine Freundinnen, die Energethiker sind, diese Frau braucht ihr "wehes Knie", ohne dieses Knie würde sie keine Aufmerksamkeit bekommen, weil sie dann ja "gesund" wäre und sich die Aufmerksamkeit anders holen müsste.

    Das selbe stelle ich beim Thema Co fest. Man ist Co.... o.k., man nimmt Hilfe in Ansproch ... o.k., .... aber dieses Co sein, so empfinde ich manchmal, ist auch wieder nur ein "Deckmäntelchen" für Angst vor Verletzungen. Und gerade diese schaut man sich dann nur miniminiminiminimal an, wozu sollte man länger hinschauen, es ist ja co....

    "Ich hätte gerne einen Freund, aber ich bin Co, es dauert noch....", "Ich habe so viel in meiner Co erlebt, ich möchte derzeit keine Partnerschaft, es wäre eindeutig zu früh....", "Ich liebe meine Frau, habe aber keine Beziehung zu ihr, aber die Co-Anteile bleiben immer in mir, ....

    Ich nehme mich selber an der Nase, weil mir "nicht-reale", feinstoffliche Männer derzeit lieber sind, als reale. Ich brauch` nix zu erklären, ich brauch` mich nicht bemühen, wenn mir danach ist, ziehe ich eine Betonmauer auf und sage halt: Na, bist nicht "durchgekommen"? Schlechte Verbindung, ganz sicher....
    Ich habe mir einfach nur selbst bewusst gemacht, dass ich nicht diese Krankheit Co dazu nützen möchte, um 100000000000000 Ausreden zu haben, warum ich am Zwischenmenschlichen nicht arbeiten brauche.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • Hallo Ingrid,

    Zitat

    Das selbe stelle ich beim Thema Co fest. Man ist Co.... o.k., man nimmt Hilfe in Ansproch ... o.k., .... aber dieses Co sein, so empfinde ich manchmal, ist auch wieder nur ein "Deckmäntelchen" für Angst vor Verletzungen. Und gerade diese schaut man sich dann nur miniminiminiminimal an, wozu sollte man länger hinschauen, es ist ja co....

    "Ich hätte gerne einen Freund, aber ich bin Co, es dauert noch....", "Ich habe so viel in meiner Co erlebt, ich möchte derzeit keine Partnerschaft, es wäre eindeutig zu früh....", "Ich liebe meine Frau, habe aber keine Beziehung zu ihr, aber die Co-Anteile bleiben immer in mir, ....

    Ich nehme mich selber an der Nase, weil mir "nicht-reale", feinstoffliche Männer derzeit lieber sind, als reale. Ich brauch` nix zu erklären, ich brauch` mich nicht bemühen, wenn mir danach ist, ziehe ich eine Betonmauer auf und sage halt: Na, bist nicht "durchgekommen"? Schlechte Verbindung, ganz sicher....
    Ich habe mir einfach nur selbst bewusst gemacht, dass ich nicht diese Krankheit Co dazu nützen möchte, um 100000000000000 Ausreden zu haben, warum ich am Zwischenmenschlichen nicht arbeiten brauche.

    Mh, wenn ich so denken würde dann hätt ich ja nichts begriffen. Das wäre ja wie nur nicht mehr trinken und das reicht nicht.

    Ich bin Co und dadurch kann ich nun an mir arbeiten, genauer hinschauen, woher was kommt und die nötigen Veränderungen für mich einleiten. Ich bestimme aber wann ich mir was anschaue und welche Veränderungen ich vor nehme.

    Liebe Grüsse
    Elocin

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!