nö...so habe ich das nicht gemeint, ich sollte an meiner Ausdrucksweise arbeiten, das ist mir jetzt klar. ![]()
Ich wollte damit nur sagen, dass man lieber einen Begriff benutzt, ihn pauschal verwendet und nix weiter macht, als auf diesen Begriff zu verweisen.
Wenn ich den Titel Co-Bearbeitung für meine "Angst vor Nähe" brauche, dann schaue ich mir meine "Angst vor Nähe" an, woher kommt sie, warum habe ich Angst, welche Erfahrungen habe ich gemacht, was in mir war der Meinung, dass ich Angst haben sollte, ...
Also, ... in meinem Kopf ist Co der Überbegriff und alles andere wäre dann z. B. die Bearbeitungsaufgabe.
In meinem Falle: Ich habe derzeit Angst vor Nähe, weil ich Angst vorm "Fallenlassen" habe, weil ich den Menschen derzeit nicht traue, weil ich mir selbst, meinem Urteilungsvermögen nicht traue, weil ich es nicht gemerkt habe, dass mein Ex-Freund ein Alkoholiker ist.
Also hat meine "Angst vor Nähe" mit dem "mangelnden Urteilungsvermögen meinerseits" zu tun. Das packe ich jetzt an....dieses Thema.
Und weiter geht`....
Wieso habe ich kein gutes Urteilungsvermögen? (Einschätzen von Menschen, Situationen, Dingen, ....) Ich glaube, ich habe derzeit kein gutes Urteilungsvermögen, weil meine Eltern mir alles abgenommen haben und ich keine Erfahrungen, positiv wie negativ, machen durfte, .... das kam später.... Learning by Doing. Ich habe derzeit auch kein gutes Urteilungsvermögen, weil in meinem Hinterstübchen noch immer der "Missbrauch" durch einen Menschen ist, von dem ich es nie geglaubt hätte. Dieses Thema ist noch da, obwohl ich es schon übereifrigst bearbeitet habe.
Wieso habe ich noch immer derzeit kein gutes Urteilungsvermögen, ich hab`s ja während dem Tun gelernt? Weil die Umstände, die Situationen, von meiner Co-Abhängigkeit heraus erschaffen wurden....ich habe nur die Bilder gewechselt, aber niemals den Platz. Ich stand immer auf der selben Stelle, ich habe nix geändert, nur die Situationen waren anders verpackt.
Wieso habe ich noch immer derzeit kein gutes Urteilungsvermögen?
Weil ich jetzt, genau jetzt, die richtigen Bedingungen für`s Üben geschaffen habe. Ich habe den Platz gewechselt...ein anderes Rahmenbild geschaffen, aus der Erkenntnis Co, heraus.
Jetzt darf ich üben...wie ein Kind, das die ersten Schritte macht. Ich falle nieder, stehe wieder auf, aber ich gehe weiter...meine Angst bremst mich nicht. Ich übe, trainiere, in Menschenmengen, bei meinen Vereinsabenden, in zwischenmenschlichen Begegnungen aller Art, .... das ist, was ich tue, in meinem Tempo.
Viele liebe Grüße
Ingrid