"Tagebuch einer Co...vom Erkennen bis zum Lösen"..

  • :D nö...so habe ich das nicht gemeint, ich sollte an meiner Ausdrucksweise arbeiten, das ist mir jetzt klar. :D

    Ich wollte damit nur sagen, dass man lieber einen Begriff benutzt, ihn pauschal verwendet und nix weiter macht, als auf diesen Begriff zu verweisen.

    Wenn ich den Titel Co-Bearbeitung für meine "Angst vor Nähe" brauche, dann schaue ich mir meine "Angst vor Nähe" an, woher kommt sie, warum habe ich Angst, welche Erfahrungen habe ich gemacht, was in mir war der Meinung, dass ich Angst haben sollte, ...

    Also, ... in meinem Kopf ist Co der Überbegriff und alles andere wäre dann z. B. die Bearbeitungsaufgabe.

    In meinem Falle: Ich habe derzeit Angst vor Nähe, weil ich Angst vorm "Fallenlassen" habe, weil ich den Menschen derzeit nicht traue, weil ich mir selbst, meinem Urteilungsvermögen nicht traue, weil ich es nicht gemerkt habe, dass mein Ex-Freund ein Alkoholiker ist.

    Also hat meine "Angst vor Nähe" mit dem "mangelnden Urteilungsvermögen meinerseits" zu tun. Das packe ich jetzt an....dieses Thema.

    Und weiter geht`....
    Wieso habe ich kein gutes Urteilungsvermögen? (Einschätzen von Menschen, Situationen, Dingen, ....) Ich glaube, ich habe derzeit kein gutes Urteilungsvermögen, weil meine Eltern mir alles abgenommen haben und ich keine Erfahrungen, positiv wie negativ, machen durfte, .... das kam später.... Learning by Doing. Ich habe derzeit auch kein gutes Urteilungsvermögen, weil in meinem Hinterstübchen noch immer der "Missbrauch" durch einen Menschen ist, von dem ich es nie geglaubt hätte. Dieses Thema ist noch da, obwohl ich es schon übereifrigst bearbeitet habe.

    Wieso habe ich noch immer derzeit kein gutes Urteilungsvermögen, ich hab`s ja während dem Tun gelernt? Weil die Umstände, die Situationen, von meiner Co-Abhängigkeit heraus erschaffen wurden....ich habe nur die Bilder gewechselt, aber niemals den Platz. Ich stand immer auf der selben Stelle, ich habe nix geändert, nur die Situationen waren anders verpackt.

    Wieso habe ich noch immer derzeit kein gutes Urteilungsvermögen?
    Weil ich jetzt, genau jetzt, die richtigen Bedingungen für`s Üben geschaffen habe. Ich habe den Platz gewechselt...ein anderes Rahmenbild geschaffen, aus der Erkenntnis Co, heraus.

    Jetzt darf ich üben...wie ein Kind, das die ersten Schritte macht. Ich falle nieder, stehe wieder auf, aber ich gehe weiter...meine Angst bremst mich nicht. Ich übe, trainiere, in Menschenmengen, bei meinen Vereinsabenden, in zwischenmenschlichen Begegnungen aller Art, .... das ist, was ich tue, in meinem Tempo.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • :D es geht immer besser und am besten geht es, wenn ich den Kopf ausschalte (boahhh...As-Dur, 3 B, wauw...nicht vergreifen, kein a!, Vorsicht auf die Füße, der rechte muss ganz weit rauf ...) und mich der Musik hingebe, es fließt dann so richtig dahin, herrlich!

    Heute habe ich wieder geübt, geübt und geübt. Als ich das Lied "Wohin soll ich mich wenden ..." spielte, hörte ich jemanden zu mir raufkommen.
    Es war meine Freundin, meine "Ingrid überleg` Deine Co"-Freundin.... Sie hörte sich das Lied fertig an, mit Tränen in den Augen.

    Ich begrüßte und umarmte sie und fragte, was los wäre .... na ja, das ist eine andere Geschichte, eine persönliche, sie leidet momentan, weil ihr Partner einen By-Pass erhält, damit seine Füße gut durchblutet werden (er ist derzeit auf Entzug, von sich aus, freiwillig) .....zwei Minuten später läutete ihr Handy und ihr Partner fragte, ob sie vielleicht intensivst an ihn gedacht hätte.... Es ist wirklich spürbar, wenn jemand liebevoll oder bösartig an jemanden denkt.

    Wir haben Kaffee getrunken und geplaudert, sie ist überzeugt davon, dass man die Co wieder "abtrainieren" kann....sie wurde viele Jahre antrainiert, mit "falschen" Verhaltensweisen, also kann man mit einem Training wieder "richtige" Verhaltensweisen antrainieren. Auch davon bin ich überzeugt, das ist meine persönliche Meinung.

    Vielleicht sollte ich in meinem realen Leben wie beim Orgelspielen vorgehen ... mich hingeben, nicht so viel nachdenken, den Kopf ausschalten, nicht alles bis ins kleinste Detail zerlegen, zerreden, zerpflücken, .... Ich denke darüber auf alle Fälle nach! :D

    Viele liebe Grüße
    Ingrid

  • 8) heute war mir wieder einmal nach Tageskarte und außerdem "Engelbuch" aufschlagen, wobei ich vorher schon festlege, ob ich die linke oder rechte Seite möchte....

    Die Tageskarte besagt, dass ich positiv spreche und denke, ... dass ich auf das lausche, was ich sage und dass ich negative oder begrenzende Aussagen jederzeit erkennen und verändern kann. :D

    Im Buch habe ich heute die linke Seite festgelegt, die besagt, dass ich meinem Weg trauen soll. (Es sind richtige Texte unter der Überschrift, ich fasse einfach zusammen): Ich soll mich fragen, welche Lebensmuster mich gefangenhalten, wo ich mich eingesperrt fühle in die Vorstellungen, die andere Menschen mir aufgedrängt haben, ...
    Dann ist da noch die Rede von einem Turm, der mich in alten Lebensmuster gefangen hält, ich soll "ausbrechen", die scheinbar dicken Mauern überwinden, meiner eingen Kraft, die in mir ist, trauen....

    Ich finde es immer genial, wenn alles so perfekt zusammenpasst. Nachdem ich mich mit "mir selbst vertrauen....Urteilsvermögen...." auseinandergesetzt habe, ging ich zu den Karten und dem Buch. Ich finde es einfach schön, auch das zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • :D meine Tochter hat sich zur Wehr gesetzt....mit Worten, yeah.... Heute kam ein Klassenkamerad zu ihr und sagte: "Gell, Du bist bi???!!!!" Sie meinte zu ihm: "Tja, tut mir leid, ich weiß, Du stehst auf mich, aber ich bin ja leider bi. Ach übrigens....Deine Ex-Freundin erzählte irgendetwas von 4 cm.... :twisted: "

    Der Junge ist abgerauscht und ward nie wieder gesehen (in der Pause)....
    Sie war auch heute ganz anders drauf...kam freudig und motiviert zum Auto, als ich sie abholte... Es tut wirklich gut, diese Veränderung zu sehen.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • :D ich hatte eben meinen Vater (lebt in Deutschland) am Handy, er gratulierte zuerst meiner Tochter, dann fragte er mich, wie`s mir geht.... ich hab` ihm gesagt, dass ich meine Co bearbeite....ich hab` ihm erklären müssen, was Co bedeutet und ist....Schweigeminute....dann meinte er, dass auch seine Lebensgefährtin Co sein müsste theoretisch, aber er, mein Vater, trinkt ja nicht....

    Im Schnellverfahren habe ich ihm erklärt, dass man die Co nicht nur mit einem Alkoholiker leben kann, sondern als Zweckgemeinschaft, als Helfersyndrom, ...

    Ich glaube, dass er glaubt, dass ich schon wieder, eventuell, eine komische Phase habe....Väter!!! 8)

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid :D

  • :D ...was für eine Nacht. In Wahrheit war ich den ganzen Tag über schon aufgekratzt, weil ich mich auf eine "Fernbehandlung" gefreut habe...(das ist halt einmal etwas aus meinem "anderen" Leben, Abseits der Co, ... Energiearbeit).

    Um 22.30 war ich im Bett (das erste Mal seit langem, sonst wird`s immer 1 Uhr) und dann ging`s auch schon los....eine feine, schöne, Energie durchströmte mich. Und dann....ja, dann, ... bin ich eingeschlafen, tief und fest und habe geträumt. In meinem Traum kam alles vor, was mir tagsüber im Kopf herumflitzte, ... logisch. :D

    Ich träumte, dass ich am Abend bei mir in der Ortschaft, im Augebiet spazieren ging. Plötzlich fand ich auf der Straße viele, viele Unterlagen von mir, die ich schon überall gesucht hatte....da ein Zettel, dort ein Zettel, .... ich freute mich und sammelte alles ein. Plötzlich stand ein Mädchen hinter mir, jung, ca. 18, sah mir sehr ähnlich, stubste mich an und sagte: Ingrid, .... Ingrid, .... endlich habe ich Dich gefunden. Du hast mir so geholfen. (Anm.: Ich habe den Verdacht, dass ich das selbst war, in jungen Jahren 8) ). ... Ich dürfte ihr in meinem Traum Heilarbeit für ihre Füße gemacht haben, sie hatte sie beim Eislaufen verloren, sie wurden wieder angenäht und sie schaute mich strahlend an und sagte: Wann, .... wann kann ich wieder problemlos gehen? Ich sagte: In drei Tagen. Sie fragte: Wann, ... wann bin ich geheilt? Ich sagte: Vollständig geheilt bist Du in vier Monaten, aber Du musst auch brav mitarbeiten, an der Heilung!

    Um 00.39 bin ich munter geworden (ich hab` extra auf den Wecker geschaut 8) ) und hab` mir gedacht: Wauw, .... Ingrid, den Traum musst Du Dir merken.

    8) Dieses Mal hat es funktioniert, ich hab` mir tatsächlich den Traum gemerkt, es geht ums Gehen, für mich ums "durch das Leben gehen", ... die Zettel sind Anteile von mir, die ich verloren glaubte und die ich jetzt wieder einsammle, ... in vier Monaten ist Jänner, ein neues Jahr hat dann angefangen, ... vollständig geheilt bin ich an meinem Lebensende, wenn ich eine alte "Dattergreisin" bin :D ... aber ich weiß, dass der Jänner eine Bedeutung für mich hat. .... Und in drei Tagen ist Samstag, .... nur mal laut gedacht: Na und?

    :P Demnächst revanchiere ich mich mit einer Fernbehandlung, die ich gebe.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • *grins* .... "zur Ruhe kommen"??? Ich komme zur Ruhe, wenn ich Hausarbeit mache, das ist schon fast so wie meditieren. Nicht, dass ich sooooooooo langsam wäre, aber ich bin dann "nur" beim Putzen, Abwaschen, Kochen, Waschen, ... und das holt mich dann ein bisschen runter.

    Ach...und beim Orgelspielen komme ich auch zur Ruhe, ich bin dann "eins mit der Orgel", die Töne vibrieren durch mich hindurch, das ist wie ein "Alpha-Zustand", wenn ich mich nicht gerade verspiele. :lol:

    Ich wünsche Dir und den allen anderen
    einen superschönen Tag mit vielen schönen Ereignissen,
    viele liebe Grüße,
    Ingrid :D

  • :D Ette liefert mir immer so wunderschöne Gedankenimpulse (Danke, liebe Ette :D )....

    Ich konnte mich in der Vergangenheit über einen Mangel an Nähe nicht beklagen, ich hatte sooooooooooooo viel "ungewollte" Nähe, weil jeder, wirklich jeder, grenzenlos bei mir "ein- und ausgehen" konnte. Ich brachte es nie über die Lippen, für mich, zu sagen: So, sei mir nicht böse, aber ich möchte jetzt alleine sein! oder Ich brauche meinen Freiraum, bin jetzt eine Stunde "U-Boot"....

    Das waren die negativen Auswirkungen von ungewollter Nähe, ich habe mich hilflos, ausgelaugt, ausgesaugt, erledigt gefühlt. Ich hätte nur für mich sprechen brauchen, ich schaffte es aber nicht.

    "Positive" Nähe hat für mich mit "fallen lassen", so sein dürfen, wie ich bin, ... zu tun. Wieder liegt es an mir, dieses auszusprechen, vorzuleben, zu integrieren.

    Beides, positiv wie negativ, liegt in uns, wir entscheiden täglich, was wir leben wollen....mit unseren Gedanken, mit unseren Taten, ...

    Wenn ich mir bewusst bin, dass ich Co bin, dass ein Teil dieser "Krankheit" ein Zuviel an Nähe ist (durch andere), dann bearbeite ich das an mir und nicht an den anderen. Ich bleibe bei mir! Und ich sehe "Nähe" nicht als Feindbild Nr. 1, sondern als Teil meines Lebens, meiner Co, in einem gepflegten, schönen, Rahmen. :D
    Für mich lauten die Lernaufgaben bei diesem Thema: Für mich selbst sprechen; meine Gefühle aussprechen; Grenzen setzen; zulassen, aber in meinem Rahmen, weil ICH entscheide, wer mir nah sein darf und wer nicht. :D

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid :D

  • Liebe Ingrid,

    schön strukturierte Gedanken, tun gut. Ich hoffe doch schwer, daß Du verlängerst und hier nicht einfach am Tag X nach dem 50. Tag Deiner Trennung den flotten Abflug machst, ausgelernt und tschüss. Da fällt mir Dein „Fallen Lassen“ ein.

    Irgendwie die Krönung der Beziehung, sich voll und ganz einlassen, fallen lassen, abgeben in die Beziehung, an den Partner, ins Spital, in die Kiste. Bis fallen lassen bin ich gekommen, dann ging aber der Fallschirm nie auf, da stand auch keiner, keiner der die Hand aufhielt und mich sanft bremste. Das war einfach ein gewaltiges auf die Fresse fliegen, auch irgendwie ein fliegen, nur von ganz hoch oben, mit Gesang und Klang.

    Für mich gibt es kein andauerndes „Fallen Lassen“, es gibt ein für mich dafür sorgen, daß der Fallschirm immer und zu jeder Zeit an der richtigen Stelle aufgeht. Ich muß da ja nicht alleine dran hängen. Es gibt Grenzen und in denen bewege ich mich. Wenn ich aus dem Fenster springe oder vor einen ICE und an Gott glaube, daß er in diesem Augenblick die Welt anhält, dann muß ich was falsch verstanden haben, da kann ich noch so hefte singen, da werden meine letzten Töne sang und klanglos aus mir rausgequetscht.

    Vor gut einem Jahr schrieb mal ein lieber Mensch „...schaust auf sie und wirst vielleicht die ersten zarten ansätze deines ichs wieder vergessen, sie ist noch lange nicht ganz, du bist schon lange nicht mehr ganz, und auch noch nicht wieder, und schon wieder wollen zwei lahme gemeinsam stehen?“ Joohh, dat Lavendel widder, wo sie recht hatte, hat sie recht, clevere Frau, vieles ist nicht in wenigen Tagen zu verstehen, das muß man erst erfahren. Erfahrungen sind eben die Teuersten, sie tun weh.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • :D das schreibe ich jetzt wieder öffentlich, weil ich finde, dass man besonders schöne Dinge ruhig öffentlich schreiben darf/kann:

    Vor allem Du, lieber Karl, aber ebenso Caro, Karotte, Speedy, Koketterie, Ette, Alixx, Elocin, und viele, viele andere, sind mein Hauptgrund, dass ich am Tag X nicht verschwinde, mir gefällt es hier in diesem Forum, der Austausch, eure Gedanken, Gefühle, Emotionen, .... das alles zusammen ist wunderschön für mich und regt mich heftigst zum Nachdenken und "Reinfühlen" an. Ich lerne sehr viel von euch allen. :D

    Du bist witzig (nett und lieb gemeint)....fallen lassen hat in meinen Augen gaaaaaaaaaaanz viel mit Vertrauen zu tun. Es gibt keine Garantien, keine Gebrauchsanweisungen oder Lehrer, die mir vermitteln könnten, dass immer alles wunderschön und perfekt ist und vor allem funktioniert. Ich bin es, die es wunderschön und perfekt machen kann. Man gibt einen Teil von sich selbst, wenn man sich fallen lässt..... 8) das heißt aber nicht, dass ich mich ganz gebe, mein gesamtes Leben einem anderen auf dem Silbertablett präsentiere. :D

    Ein Fallschirm ist schon o.k., es genügt in meinen Augen aber, dass er da ist und vorher von mir darauf untersucht wurde, ob er auch tatsächlich funktioniert. Das war`s! Und während dem Springen genieße ich diesen Sprung, freue mich über die Aussicht, diese wunderschöne Erfahrung, über das "mich-selbst-spüren" und dann .... darf und wird der Fallschirm aufgehen, weil ich dem Fallschirm vertraue und meinem Urteilsvermögen (an dem ich derzeit arbeite ....).

    Vielleicht bedeutet mein "Fallschirm" in meiner Beziehung zu anderen, dass ich die Sicherheit habe, dass er aufgeht, wenn ich in ein Co tappen sollte. Das alleine würde mir schon genügen.

    Der Austausch mit Dir ist wunderschön, das schreibe ich noch einmal extra :D , .... wenn Du schreibst, versinke ich ganz in Deine Texte und empfinde total viel von dem, was Du schreibst, weil Du sehr bewegend schreibst.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • 8) also....diese Karte ist mich jetzt förmlich angehüpft, beim Mischen, sie ist raus aus dem Stoß gesprungen:

    Sie besagt, dass ich bereit bin, jeden Tag etwas Neues zu erlernen.

    Auf der Rückseite steht dann die Erklärung und zwar, dass ich die Lektionen anderer Menschen nicht für sie lernen kann. Diese Menschen müssen ihre eigene Arbeit tun, sobald sie dazu bereit sind.

    Ja, diese Karte spricht mich sehr an, mein "Helfersyndrom"-Herz hat zwar kurz gequietscht (als ich an meine Tochter dachte), aber das passt schon so.

    Ich schmeiße mich jetzt zum See, mit meiner Tochter und ihrer Freundin (dann ist sie beschäftigt und ich kann mich ganz entspannt, relaxed, .... der Sonne hingeben).....herrlich! :D

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • :D auf dem Weg zum See, ausgerechnet in der "saublödesten" Kurve überhaupt, ist "er" mir entgegen gekommen. Verduzzt dreingeschaut hat er, die Hand gehoben (zum Gruß), ich hab` zurückgegrüßt, ebenfalls mit meiner Hand. Und weg war er ....
    Anhand des Fahrstils (sehr langsam) und seines Gesichtsausdruckes kann ich heute mit 100prozentiger Sicherheit sagen, dass er nach der Arbeit, außerhalb der Ortschaft, so wie immer, seine Biere getrunken hat....

    Liebe hat auch damit zu tun, dass man seinen Liebsten des Weges ziehen läßt und ihn dennoch liebt. Für mich würde gerne in seinem Lebenslauf stehen: Er hat es geschafft, er ist trockener Alkoholiker.

    Für ihn steht aber etwas anderes drinnen, etwas, das er erschafft und das ist in Ordnung so. Es ist sein Weg, es sind seine Erfahrungen, es ist sein Leben.

    Die zweite Begegnung kam indirekt, meine Tochter erzählte mir, dass die jüngste von meinem Ex-Lebensgefährten heute mir ihr geplaudert hat und meinte: Mein Papa hat eine neue Freundin, sie zieht am Wochenende ein, sie ist viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeel hübscher als Ingrid und auch nicht soooooooooooooooooooo dick. Dieses Mädel habe ich 6 Jahre lang durch ihr Leben begleitet, sie war 5 1/2 Jahre alt, als wir die Patchworkfamilie gründeten.

    Früher wäre ich wahrscheinlich explodiert, heute freue ich mich, dass mein Ex-Lebensgefährte wieder jemanden hat und wünsche den beiden alles erdenklich Liebe und Gute und auch den zwei Mädels.

    Solche Aussagen kränken mich nicht mehr, das habe ich 2005 abgelegt. 8) Ich weiß, dass ich hübsch bin und ich weiß, dass ich schöne, weibliche Rundungen habe. Alle anderen Meinungen sind nicht wichtig....wichtig ist, dass ich mich mag, mich liebe, mich gerne in den Spiegel schaue und dass ich Spaß und Freude mit mir selber habe.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • Hallo Amai.

    ich lächel dich jetzt ganz aufrichtig an. Komme mir vor, als wäre ich Wochen ... nicht da gewesen. Hab mir gerade deine Worte der letzten Tage angeschaut. Es ist einfach schön, dich zu lesen.

    Mir gehts super. Ich kann eigentlich nur das sagen, ich kann jedem empfehlen, solche hier beschriebenen Angstmomente vor dem Weitergehen loszulassen und weiter zu sich selbst zu gehen. Was ich gerade in meinem Leben erfahren darf, es ist wunderschön und auch bedrohlich irgendwie. Aber ich merke, wenn ich einfach ich bin, ehrlich und lieb aber doch mit meinen Grenzen, dann wie sage ich es, dann öffnen sich mir Türen, an die ich niemals geglaubt hätte. Vielleicht sind es Engel, vielleicht ist das auch etwas ganz Reales. Ich weiß es nicht, ich weiß nur. es ist wie es ist und ich erkenne es so an, wie es ist. Meine Grenzen. Die Folgen aus meinem Handeln. Die Folgen aus meinem Nicht-Handeln. Ich habe gerade das Gefühl, JEDER will mich haben. Ich habe das Gefühl, die Welt liegt mir zu Füssen..

    Ich weiß auch, ich bin ich und ich habe meine Grenzen, habe meine Ängste und auch meine Gefühle. Ich frage mich immer wieder, will ich das jetzt? Ich stolpere vor mich hin, zweifle, ziehe durch, spiele, riskiere unter Umständen, weine, erkenne die Fehler, freue mich über Erfolge. Ich sage das jetzt mal ganz ohne Arroganz: Ich erkenne an: Die Ängste, bin ich. Die Gefühle, bin ich. Die Liebe, bin ich. Das Co bin ich. Der Mensch bin ich. Die Frau, bin ich. Die innere Führung, bin ich. Die äußeren Umstände, bin ich. Ich habe keine Angst vor dem Negativ, was vielleicht kommen wird. Auch das bin ich und ich erkenne es an.

    Du kannst mit meiner Liste am WE, spätestens wohl Mo/Die rechnen. Ein paar Infos fehlen mir noch verhandlungsweise :) Vielleicht nimmst du dir ja dann ein wenig Zeit für mich...

    Ein ganz lieber Gruß

    kk.

  • 8) diese Nacht hätte ich noch gewartet, ... aber spätestens Morgen hätte ich in Deinem Thread nachgefragt, wie`s Dir geht. :D
    Schön, Dich zu lesen, superschön, Deine Gedanken zu fühlen, überdrübersuperschön Deine Energie zu spüren. Du lieferst mir ja "Stoff" für mindestens 10 Tage nachdenken und reinfühlen. Dankeschön!

    Klar, hab` ich Zeit für Deine Liste, ich hab` sogar sturmfreies Wochenende, nur ich mit mir, ... ich mach` eine Fete, eine Ingrid-ist-alleine-Fete mit Kaffee und Schlagobers. Ich liebe meine Tochter, aber ich liebe auch meinen Freiraum und sie ist am Wochenende bei der Freundin meines Ex-Mannes eingeladen (stellvertretend für ihn, weil er ja in Amerika ist und sie meine Tochter gerne sehen möchte) und ich weiß, dass es ihr super gehen wird.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • Zitat von kaltblut

    Erfahrungen sind eben die Teuersten, sie tun weh.

    LG kaltblut

    :D Lieber Karl Kaltblut, über diesen Satz von Dir habe ich gestern ausgiebigst nachgedacht....am See, in der Sonne. Danke schön für den Impuls. :D

    Erfahrungen tun nicht nur weh, sie können auch wunderschön sein.... der erste Kuss, Schmetterlinge im Bauch, Erfolge beim "Spontansein", sich selbst erfahren bei "Höchstleistungen", ... wenn man etwas vollbringt, was man vorher nie von sich erwartet hätte, .... :D

    Das einzig Gute an schlechten Erfahrungen (und deshalb empfinde ich es auch so, dass sie die teuersten sind) ist, dass wir "in die Gänge" kommen. Niemand, ich glaube wirklich niemand, würde freiwillig eine Situation, eine Beziehung, .... verlassen, wenn es sich gut anfühlt. Eine schlechte Erfahrung ist wie ein "Tritt in den Hintern", ein Keulenschlag. Das Tragische daran ist, dass wir "Sammler" sind und nicht sofort rausrücken, aussprechen, (ich spreche jetzt von mir).... was jetzt schlimm an der Erfahrung war.
    Würde ein Kind, das Gehen lernt, alle schlechten Erfahrungen (sprich: niederfallen) zusammensammeln, würde es streiken und das Gehenlernen auslassen. Aber das Kind lebt von Moment zu Moment...es fällt, weint, wird getröstet, versucht es weiter....

    Bei mir war`s so: schlechte Erfahrung, ich hab`s geschluckt, nix darüber gesagt, verbuddelt, .... die nächste kam, ich sagte wieder nix, fühlte wieder nix, verbuddelte, ....

    Nöööööööööö....mit dem Beginn des Jahres 2008 habe ich angefangen, für mich "zu sprechen"....

    Schwierige Sache, obwohl es sich so leicht anhört, aber ich empfinde es noch als schwierig. Mal schauen, was ich für Erfahrungen dabei mache.... :D

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid :D

  • Hi Ingrid,

    als ich mal meine Stimme öffentlich hörte, mußte ich lachen und schämte mich, so hatte ich mich noch nie gehört, zugehört habe ich mir erst viel später, verstehen kann ich mich heute immer noch nicht richtig, aber das wird immer besser.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • :D wieso tun wir uns als Kinder so leicht, an einer "Sache" dranzubleiben? Zum Beispiel beim "Gehenlernen". Für mich eine faszinierende Sache, die Kinder sind so unermüdlich, so fleißig, so tüchtig dabei, sie geben einfach nicht auf. :D

    Warum ist das so??? Und warum tu` ich mir zum Beispiel so schwer damit, für mich selbst zu sprechen?????

    Das Kind hat eine Motivation, es "will" etwas. Es will von A nach B ohne Mama oder sonst irgendjemanden. Es will ein Stückchen Freiheit in Form von "das hole ich mir jetzt".... Die meisten Kinder lernen laufen, indem sie 20 cm von der knieenden Mama (oder vom Papa) entfernt stehen und die offenen Arme, die Arme, die bereit sind, aufzufangen, sehen. Die Arme der geliebten Mama oder des geliebten Papa.
    Aha....das Kind fühlt sich sicher, weil es da jemanden gibt, dem es vertrauen kann, weil es jemanden gibt, der es auffängt und, was noch wichtiger ist, es gibt jemanden, der bei einem kleinen Misserfolg tröstet.

    Der Erwachsene hat in Wahrheit nur sich selbst...er ist seine Motivation und er ist sein eigenes "Auffangbecken". Wenn nicht er selbst sich "auffängt", wer dann????
    Meine Motivation für "mich zu sprechen" ist, dass ich gerne das leben möchte, was mir unendlich gut tut. Für-mich-sprechen ist da unumgänglich, ohne dem kann ich nicht dafür sorgen, dass es mir gut geht.

    Mein Auffangbecken ist das Akzeptieren, dass es einiger Übung bedarf. Außerdem die Gewissheit, dass es wie beim Orgelüben ist .... je mehr ich übe, desto besser bin ich. Bei Rückschlägen werde ich mich selbst trösten und sagen: Hey, Ingrid, Du hast es probiert, das hast Du schon ganz gut gemacht und beim nächsten Mal sprichst Du vielleicht eine Nuance klarer und energischer für Dich. Ich werde/bin mein eigener Coach. :D

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • Zitat von kaltblut

    Hi Ingrid,

    als ich mal meine Stimme öffentlich hörte, mußte ich lachen und schämte mich, so hatte ich mich noch nie gehört, zugehört habe ich mir erst viel später, verstehen kann ich mich heute immer noch nicht richtig, aber das wird immer besser.

    LG kaltblut

    :D hihi....Du bringst mich immer zum Schmunzeln. :D Ich würde zugegebenerweise viel lieber einen Vortrag vor 300 Menschen halten, wenn ich mir dafür das "Für-mich-selbst-Sprechen" ersparen könnte und in dieser Sache geht es um wenige Menschen, bei denen ich mich ausdrücken muss. Aber ich habe ja Zeit, viel, viel, viel, viel Zeit....

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

    Ja...

  • 8) ja...Hausarbeit kann sehr inspirierend sein, bei jeder Tätigkeit schweifen meine Gedanken ab und ein Misch-Masch aus Gedanken entsteht.

    Heute gibt`s "Augsburger mit Kartoffelpuree"....Augsburger, warum heißen die österreichischen Knacker, wenn man sie schält, teilt und anbratet auf einmal "Augsburger"??? Und warum heißen unsere Frankfurter Würstchen in Deutschland Wiener Würstchen???? Ich meine, wir sprechen die selbe Muttersprache, die Deutschen halt "gepflegter", wir könnten uns ja auf eine Grenzstadt einigen und zum Beispiel "Passauer Würstel" essen....! Da fällt mir ein, dass ein Wort zwei oder mehrere Bedeutungen haben kann, deshalb ist es auch manchmal schwer, die richtigen Worte zu finden.... :D

    Im Badezimmer habe ich dann festgestellt, dass der Wäscheberg doch nicht so ein Wäscheberg ist...zwei Partien gewaschen und im Wäschekorb liegt nur mehr eine Partie. Also ist das ganze eine Sache von Perspektive, Ansicht.... Wäre mein Badezimmer nicht so klein, würde der Wäschekorb nicht so groß erscheinen. Das kann ich aber auch auf meine Herausforderungen ummünzen: Würde ich mir in Gedanken das Problem so vorstellen, wie es tatsächlich ist, nämlich lösbar, dann würde ich nicht mit einem Vergrößerungsglas draufschauen, was meine Herausforderung gleich einmal viel größer erscheinen lässt....

    Beim Wäscheaufhängen habe ich darüber nachgedacht, mit welchen Farben ich mich derzeit kleide....weiß! Weiß ist neutral, steht für "rein", für meine derzeitige Herausforderung, "für mich selbst sprechen", sollte ich hingegen viel "blau" tragen, anschauen, essen, ....
    Die Farbe blau steht für das 5. Chakra, dem Halschakra, dem Chakra das für "für-sich-selbst-sprechen" unter anderem zuständig ist.
    Das beste, was man außer einem Arztbesuch noch machen kann, ist ein blaues Tuch um den Hals zu tragen und über seine Themen nachzudenken und in die Gänge zu kommen.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

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