"Gesunden" Umgang mit Alkohol??

  • Richtig Vergissmeinnicht,

    sonst kommt der Reiz des Verbotenen noch dazu.

    Die Kinder vom Thema abzukoppeln halte aber auch für falsch. Hatten in der Schule ein Mädchen, dass wir gehänselt haben, weil sie Mondos für Zigaretten hielt. Und so naiv wie Sie war, war sie die erste die schwanger war. Der Vergleich hinkt vielleicht ein wenig. Aber nur ein wenig.

    Andererseits gebe ich Dir Recht. Es ist doch z.B. übernicht zu verstehen, warum Zigarettenwerbung verboten ist und die für Alkohol nicht.

    Papi

  • Hi Vergissmeinnicht,

    wie gesagt wir Co's sind immer mal gerne uebervorsichtig.

    Meine Mutter war auch so, wollte uns beschuetzen, wollte einfach natuerlich das Beste fuer ihre Kinder, aber sie hat nie nach sich geschaut. Ich habe mir als Kind immer gewuenscht, dass mir meine Mutti beibringt, wie man richtig lebt. Sie war auch immer uebervorsichtig und so bin ich dann irgendwann mal ins Leben entlassen worden mit all den Erinnerungen im Kopf von Co-Abhaengigkeit und Alkoholismus in einer Familie und wie meine Mutti eine eigentlich krankhafte Partnerschaft weitergelebt hat, aber ich hab nie erlebt wie eigentlich eine Partnerschaft zwischen Mann und Frau sein sollte, also hab ich mich in meinen Beziehungen auch immer ueberdurchschnittlich untergeordnet, versucht zu funktionieren und wollte immer meinem Partner alles Recht machen und vorallem Helfen.

    Das Resultat sieht man an meinen Geschwister, ausser der Juengste und ich fuehren meine anderen beiden Geschwister keine Partnerschaft, sie haben tatsaechlich Probleme einen Partner zu finden oder aus diesem kleinen Kind sein und beschuetzt sein von Mutti rauszufinden, dabei sind sie 30 und 23, also eigentlich ein Alter wo man eine Partnerschaft lebt.

    Daher kann ich als Kind aus einer alkoholkranken Familie nur sagen, dass ihr euren Kinder nur das beste was ihr geben koennt vorlebt und selbst fuer euch an euch arbeitet, damit sich euer Kind ein Beispiel an euch nehmen kann, denn aus dem Elternhaus nimmt man mehr mit, als aus einem Kinderbuch oder dem Fernsehen.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hej Papi,

    Das verstehe ich alledings auch nicht.
    Hängt wohl zuviel Geld dran für die da oben.

    Mein Sohn z.b. verbindet Formel 1 (heißer Fan)untrennbar mit der Bierwerbung die immer in den Pausen kommt.
    Treffer Ziel erreicht. Mein Sohn wird deswegen später nicht trinken, aber die Verbindung ist in seinem Kopf schon da.
    Ich finde das makaber.

    LG

    vergissmeinnicht

  • Hi Papi,

    es gibt sicherlich vieles was wir nicht verstehen koennen in der Gesellschaft oder womit wir nicht uebereinstimmen. Was ich aber wirklich bestaetigen kann ist, dass ihr Eltern eigentlich die Hauptstrippen fuer das zukuenftige Leben eures Kindes in den Haenden haltet.

    Bleibt ein Partner bei seinem alkoholkranken Partner und lebt seine Co-Abhaengigkeit voll und ganz aus, wird das Einfluss auf die Kinder haben, ihr koennt da ganz sicher von ausgehen, dass euere Kinder entweder die Co-Abhaengigkeit oder den Alkoholismus in ihrem zukuenftigen Leben mit integrieren werden. Wir Kinder kriegen das vorgelebt tagtaeglich und das ist was wir dann mit aller Wahrscheinlichkeit uebernehmen werden, selbst wenn wir uns dessen nicht bewusst sind.

    Daher sagen wir erwachsenen Kinder immer wieder zu Eltern die hier mitten im Schlamassel sind, tut etwas ihr habt Kinder, damit ihr wenigstens eurem Kind eine Chance auf ein gesundes Leben bieten koennt. Wenn ihr aber die Gesellschaft dafuer verantwortlich macht, dann gebt ihr auf einer indirekten Weise eure Verantwortung ab.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Und das ganze noch vom netten xxx, na das kann doch nicht schlecht sein.
    ha,ha,ha,ha............

    Für den Normalverbraucher mags o.k. sein, aber regt trotzdem zum Nachdenken an.

    Oder schickst du schon mal Flaschen von die Bier die so schon hat geprickelt im Bauchnabel mit der Post rum?
    Spass beiseite, da gibts tausend Beispiele.

    LG

    vergissmeinicht

  • Hallo Jenny,

    lies mal bei mir. Bin gerade dabei die Endlösung einzuleiten. Wenn Du was für mich tun willst:

    Drück mir die Daumen!!!

    Das brauch ich jetzt ganz dringend!

    Papi

  • Hi Papi,

    ich weiss, daher wichtig, konzentriert euch auf euch, ihr braucht all die Kraft fuer eure Situation, da sollte Bierwerbung oder Alkohol in der Gesellschaft erstmal Nebenthema sein. Es geht um euch und eure Kinder.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Servus vergissmeinnicht,


    Zitat von vergissmeinnicht

    Man sollte diese Diskussion in 20-30 Jahren nochmal aufnehmen

    "man", also beginnend bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (früher: Gesundheitsamt) über sehr viele Ärzte bis hin zu den (großen) Selbsthilfegruppen nimmt "diese Diskussion" seit fast 42 Jahren in Deutschland auf. Selbst die Schulämter entziehen sich nicht, sondern machen mit.

    Das Ganze nennt sich dann "Prävention", findet

      vom Kindergarten
      über die Grundschule bis in die
      weiterführenden Schulden statt


    - und keine Sau interessiert es, bis "man" plötzlich selbst betroffen ist...

    Nur mal so am Rande... zum Nachdenken... wenn jemand nachdenken möchte... woran das wohl liegen kann, diese Ignoranz? :roll:

    LG
    Spedi

  • Hi Spedi,

    Du bist echt zum Knutschen :)

    Ja, wat soll ich dazu sagen. Der Mensch lernt durch Erfahrungen, da kann man noch soviel beschuetzen, es wird immer Menschen auf dieser Erde geben, die Suchtprobleme haben. Eine Welt die perfekt ist und wo es morgens immer vom blauen Himmel scheint, wir alle eine Arbeit haben, die uns komplett erfuellt, genug Geld etc., dass gibts nur in Maerchenbuechern, das Leben ist aber vielmehr ein Lernprozess und ich muss sagen, auch wenn es sich hart anhoert, durch meine Erfahrung, die ich mit der Co-Abhaengigkeit gesammelt habe, habe ich mehr zu mir gefunden und erkannt in welchen Lebensteilen ich meine Verantwortung einfach nicht uebernommen habe. Ja, ich hab auch lieber mit den Finger auf andere gezeigt und denen die Schuld fuer meine Misere gegeben, anstatt aktiv etwas zu tun, das musste erstmal in mein Hirn und ich musste erstmal zugeben, dass ich mir das alles selbst eingebrockt habe, ja da gab es einen Egokampf, wieso ich, die die immer allen Helfen wollte, die die doch die Gute hier auf Erden war......bis meine Seifenblase geplatzt ist.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Ok, dann melde ich mich hier auch mal zu Wort. Ich dachte eigentlich bisher, dass es sonst niemandem auffällt wie penetrant die Beschmeissung mit Alkoholwerbung usw ist.

    Ich finde es höchst erschreckend wie viele Jugendliche sich schon AUS SPASS ins Koma saufen! An Wochenenden traue ich mich schon fast nicht mehr auf die Strasse...will ich auch nicht.

    Schon als ich selber noch ein Teenager war hab ich mir überlegt was alle am Alk finden. Er ist teuer, stinkt und macht hohl...

    Ich denke die Lösung liegt...natürlich unter anderem (!!)...im Elternhaus. Je nachdem wie da mit Alk umgegangen wird (das selbe wie mit dem Rauchen auch) färbt auf die Kinder ab.
    Ausserdem erschreckt mich, dass ich immer wieder erlebt habe wie die Eltern mit Freuden der Tochter oder dem Sohn mit 16 Wein zum probieren geben. "Er/sie darf dann ab und zu auch einmal ein Glas haben. Sie sind ja jetzt erwachsen."...und so wird der Alk Konsum sehr häufig unterstützt und als etwas cooles erhoben, oder als etwas das man nun mal macht wenn man erwachsen ist.
    (Dies soll jetzt nicht für alles die Eltern verantwortlich machen....ich weiss, dass man überall damit beschmissen wird, sogar an der Tankstelle)

    Natürlich, wenn man etwas verbietet ist der Reiz noch grösser...ich finde man sollte ihn GANZ abschaffen, denn ich erlebe selten, dass bei irgendjemandem nach einem Glas Schluss ist.

    Zum Schluss noch dies: Mein Mann und ich trinken beide aus verschiedenen Gründen NULL Alkohol. Aber jeder Zweite der bei uns zu Besuch kommt bringt uns eine Flasche Wein oder Met mit. Es erschreckt mich einfach, dass Alk zum Geschenk Nr. 1 mutiert hat. Und es erschreckt mich, dass viele seltsame Blicke austauschen, wenn sie zum Essen zu uns kommen und es keinen Alk dazu gibt.

    Und es macht mich wütend, dass es Leute gibt die bei uns zu Besuch sind, sich selber Bier mitbringen, drei davon trinken und dann ihre Neugeborene Tochter auf dem Arm halten und ihr ins Gesicht hauchen.

    Ich finde das FALSCH. Aber jeder wie er will, einfach nicht bei mir zu Hause.

  • Hallo nochmal

    Genau, in unserem zuhause können wir das selber bestimmen.

    Um Spedi aufzugreifen:
    Welche Prävention? Du meinst doch nicht die paar Arbeitsblätter die in der weiterführenden Schule verteilt werden?
    Lächerlich, da können sie das auch ganz lassen.

    Wir haben mal vom Blauen Kreuz ganz viel Infomaterial mitgegeben und auch darauf hingewiesen so eine Klinik mal vor Ort zu besuchen.
    Der Lehrer hat alles entgegengenommen. Meine Tochter hat nichts mehr gehört.
    Null Interesse, null Einsatz für die Sache.

    Ignoranz, Danke Spedi, genau das ist das richtige Wort.

    LG

    vergissmeinnicht :wink:

  • Toll...aber mit Abiklassen eine Sauftour in Tschechien organisieren wollen...tolle Lehrer! Echt!
    (Nicht erfunden!) Ja, ich denke Ignoranz trifft es sehr gut!

  • Stellt euch vor, der Chef meines Mannes lädt alle ein nach Mallorca zu fliegen "ARENAL".
    Das macht er schon zum 3. mal. Das letzte Mal kam mein Mann krank zurück. Zuviel ALK.

    Nun fragt er meinen Mann ob er mit möchte?????
    Wo er doch weiß was Sache ist.
    Muss man das verstehen? Ich nicht.

    Könnt ihr euch vorstellen was eine Horde ********* da wohl machen? Ich schon.
    Mehr oder weniger trinken die Arbeitskollegen meines Mannes fast alle.
    Der Chef legt da eine ziemliche "Ignoranz" (ha, schönes Wort dfür) an den Tag.

    Ich kann das aus seiner Sicht überhaupt nicht nachvollziehen.

    LG

    vergissmeinnicht

  • Hi Vergissmeinnicht,

    war regst Du Dich ueber den Chef auf, es gibt Leute, die sowas einfach nicht verstehen werden, Punkt aus Ende, entweder aktzeptierst Du das oder Du wirst Dich Dein ganzes Leben lang ueber sowas aufregen. Dein Mann muss sein Leben selbst trocken gestalten und dann von solchen Veranstaltungen fern bleiben. Gehoert mit dazu zum Trockenwerden eines Alkoholikers. Wenn Dein Mann das nicht kann, dann waere er selbst Schuld an einem Rueckfall, hat alles was mit Selbstverantwortung zu tun. Ich sag nur Gelassenheitsspruch, schau ihn Dir im Internet an, alles halb so schlimm.

    Regt euch doch einfach nicht darueber auf, all die Energie koennt ihr in bestimmt positiveren Sachen reinstecken.

    Bis dann,

    Jenny

  • Liebe Jenny

    Mein gestaltet sein Leben trocken und bleibt gerne zuhause.

    Auf der einen Seite beschwert sich der Arbeitgeber dauernd das zuviel bei und nach der Arbeit getrunken wird.
    Auf der anderen Seite fördert er das noch.

    Ich für meinen Teil kann und will eigentlich nicht aufhören mich über solche Leute aufzuregen.
    Dann wäre ich genauso ignorant.

    LG

    vergissmeinnicht

  • Hallo Zusammen,

    ich habe das Thema hier die letzten Tage interessiert mitverfolgt. Mir ging es auch mal so, dass ich mich immer wieder gefragt habe „warum“ und „muss das denn sein“. Ich habe meinerseits vermutet, dass mein Umgang mit Alkohol nicht normal ist, weil ich so gut wie nichts trinke und andere eben mehr, z. Teil wesentlich mehr. Ich wollte auch verstehen, warum wir denn so unterschiedlich sind und nicht mal Rücksicht genommen werden konnte. Irgendwann war ich an dem Punkt ich bin ich und die anderen sind die anderen. Mein Alkoholkonsum ist für mich in Ordnung. Punkt, Ende der „Diskussion“.
    Ich hab' irgendwann gemerkt es hilft mir nicht mich damit zu beschäftigen, es schadet mir. Es bringt mich nicht aus dem Dilemma raus, sondern verhindert, das ich es verlassen kann. Ich habe mir selbst immer eingeredet „nur“ verstehen zu wollen. Das war eine Ausrede ich wollte nicht „nur“ verstehen, ich habe nach Möglichkeiten gesucht, das Trinkverhalten von anderen zu ändern. Und andere ändern wollen, damit hatte ich schon eine Menge Lebenszeit verschwendet.

    Sicherlich prägen einen persönliche Erlebnisse und man ist sensibler, was dieses Thema angeht. Das betrifft aber nicht nur Alkohol. Ich habe meine Oma elendig an Krebs krepieren sehen. Seitdem geht mir das irgendwie näher, wenn ich höre jemand ist an Krebs verstorben oder erkrankt, als wenn es andere Krankheiten betrifft. Ganz einfach weil ich eben schon einmal daneben stand und zum zuschauen verdammt war, weil ich diesen qualvollen Tod mit angeschaut habe. Doch rege ich mich nicht über die Ungerechtigkeit dieser Krankheit auf, was soll das bringen, ändern tut das nichts. Ich kann nur meinen Umgang damit ändern, wenn es mich zu sehr belastet. Bei anderen Krankheiten ist bei mir durchaus Mitgefühl da, aber anders.

    Was mich etwas nachdenklich gemacht hat ist die Verwendung der Bezeichnung Gesellschaft in diesem Thread. Als wäre das irgendetwas Abstraktes mit dem man selbst nichts zu tun hat, etwas das andere sind. Wir sollten doch nicht vergessen, dass wir alle ein Teil eben dieser Gesellschaft sind, jeder einzelne von uns, wir alle machen sie aus. So wie wir ein Teil sind, liegt es auch in unserer Macht diese Gesellschaft zu ändern, zu beeinflussen. Nicht dadurch, dass wir den anderen die Schuld in die Schuhe schieben und sagen, dass ist die Gesellschaft Schuld und unbeteiligt die Hände in den Schoß legen. Nicht dadurch indem wir anderen sagen, was sie zu tun und zu lassen haben. Wir sind nicht unbeteiligt. Wir können die Gesellschaft ändern und beeinflussen, indem wir bei uns etwas ändern. Dem Teil der Gesellschaft, bei dem es in unser Macht liegt etwas zu ändern. Vielleicht ziehen wir dadurch andere mit, steter Tropfen höhlt den Stein. Aber auf die Gesellschaft schimpfen, an ihr rumkritteln und selbst nichts tun, das funktioniert nicht. Wenn mich etwa stört, dann sollte ich anfangen es in dem mir möglichen Rahmen zu ändern, oder die Klappe halten. Möglichkeiten gibt es genug, wenn ich will. Das ist genauso wie mit den Menschen, die ständig auf die Regierung schimpfen, aber selbst nicht wählen gehen. Die dann auch noch behaupten, selbst wenn sie gegangen wären, hätte das nichts geändert. Wenn jeder der so redet, gehen würde, dann würde sich auch was ändern.

    In dem Zusammenhang vermisse ich hier auch Eigenverantwortung. Ich bin dafür verantwortlich, wie es mir geht, wie mein Umfeld aussieht, was sich in meinem Leben befindet und was nicht.

    Es ist nicht Aufgabe eines Kellners auf meinen Alkoholkonsum zu achten wenn ich schwanger bin. Und wenn ich eine ganze Karaffe Roten mit hochschwangerem Bauch trinke hat ihn das nicht zu interessieren, es ist meine Sache. Wenn ich nur was mit Alkohol angeboten bekommen und ich will keinen, dann frage ich eben nach etwas ohne und erwarte nicht, dass man mir das selbstvertändlich anbietet. Wenn es mich stört, dass andere in meiner Gegenwart betrunken sind, dann meide ich diese Menschen. Sie finden es scheinbar gut oder angenehm betrunken zu sein. Warum sollten sie es ändern? Weil's mich stört? Sie stört es doch nicht. Genauso ist mit Menschen die ein nein, ich möchte nicht, nicht verstehen. Wenn's mich stört meide ich sie, dann habe ich meine Ruhe. Warum sollen sie sich ändern, sie stört's doch nicht. Für sie gehört das eben dazu.

    Wenn ich nicht möchte das bei mir zu Hause getrunken wird, dann sorge ich dafür. Wenn es mir ernst ist und sie nicht verstehen können oder wollen, auch in der letzten Konsequenz, dass ich diese Menschen nicht mehr einlade. Da muss ich entscheiden, was mir wichtig ist, nicht die anderen.

    Wenn mein Mann „Saufurlaube“ nicht verträgt, dann soll er dafür sorgen, dass er entweder nicht trinkt oder gar nicht erst mit fliegen. Es ist nicht Aufgabe eines Chefs aufzupassen, ob ein Mitarbeiter in seiner Freizeit mehr trinkt als gut für ihn ist. Mein Mann ist erwachsen und kann für sich selbst sorgen. Das ist nicht Aufgabe von anderen sondern die meines Mannes, Chef hin oder her.

    Wenn mich die Erwähnung von Alkohol in Kinderbüchern stört, dann muss ich entweder dafür sorgen, dass mein Kind die nicht zu sehen bekommt oder versuchen dafür sorgen, dass diese Bücher ganz verschwinden. Da kann man z. B. versuchen Gleichgesinnte zu finden und eine Interessengemeinschaft gründen. Es gibt viele Wege selbst etwas zu tun, wenn mir etwas wichtig ist. Das gleiche gilt, für Alkohol in der Werbung. Zum einen kann ich dafür sorgen, dass mein Kind das nicht zu sehen bekommt, zum andern kann versuchen da etwas dran zu ändern. Auch hier das Beispiel mit einer Interessengemeinschaft.

    Außerdem gibt es da immer noch die Möglichkeit der elterlichen Aufklärung, von der ich persönlich mehr halte, als alles das, was man als schädlich vermutet, von Kindern fernzuhalten.

    Erstmal selbst versuchen, wenn das nicht klappt, sich einen stärkeren Partner suchen, der einen unterstützen kann. Aber das Zauberwort ist Eigeninitiative.

    Andere sollen dafür sorgen, dass das verschwindet was mich stört, sollen dafür sorgen das es mir gut geht, andere bzw. die Gesellschaft ist Schuld. Das ist Co in Reinkultur, dass eigene Leben, persönliche Wohlbefinden von anderen abhängig machen und selbst nichts tun, es noch nicht einmal zu versuchen.

    Wenn „mein Alkoholiker“ nur aufhören würde zu trinken, dann, ja dann ginge es mir besser.

    Gruß
    Skye

  • Hallo Skye,

    in vielen Punkten gebe ich Dir recht! Was mich einfach erschreckt ist wie HOCH der Stellenwert von Alkohol in der Gesellschaft (und nein zu DER Gesellschaft zähle ich mich schon lange nicht mehr dazu...da hab ich Eigeninitiative walten lassen und mir eine "Abspaltung" dieser Gesellschaft gesucht in der ich mich viel wohler fühle) ist.

    Und ja, was ich ganz wichtig finde ist der genannte Punkt der elterlichen Aufklärung! Halt eben der wichtigste was Kinder betrifft. Und da braucht es eigen initiative wenn man Kinder hat, ja. Der zweit wichtigste Punkt wäre dann allerdings die Schule. Wenn ich merke dass da nicht "eingegriffen" wird, dann mache ich das bei meinen Kindern dann halt selber...

    Wie dem auch sei, ich habe noch keine Kinder und werde mich der Herausforderung dann stellen müssen wenn es soweit ist.
    Aber ich sehe ganz sicher nicht zu wie mein Patenkind in die gleiche Falle rutscht wie ich als Kind eines alkoholkranken Elternteils. Da zeige ich schon Eigeninitiative...aber dafür muss ich die Eltern wohl oder übel noch eine Weile einladen.... :?

  • Hej Skye

    Zitat: Außerdem gibt es da immer noch die Möglichkeit der elterlichen Aufklärung, von der ich persönlich mehr halte, als alles das, was man als schädlich vermutet, von Kindern fernzuhalten.

    Das sehe ich genauso und trotzdem finde ich die Summe der Dinge sehr bedenklich.
    Natürlich sorgt mein Mann auch für sich selber, da brauche ich mir keine Sorgen machen. Die Kollegen können fliegen wohin sie wollen und trunken so viel sie wolen.
    Ich finde es trotzdem nicht in Ordnung wenn der Chef quasi zusieht, das seine Arbeiter zum grössten Teil mit Promille in luftiger Höhe arbeiten. Hat der dann nicht auch eine gewisse Verantwortung, so in Punkto Arbeitsschutz?

    Ich kann es oft nicht ändern das es Dinge gibt die mich stören. Das liegt nicht in meiner/unserer Macht und das Das bertrifft nicht nur den ALK. Damit kann ich auch gut Leben. Mir geht es auch nicht schlecht damit.
    Das braucht auch nicht zu verschwinden. Ich muss es aber auch nicht gutheißen.

    Wir müssen auch keinem unsere Meinung aufdrücken. Jeder hat eben seine.

    LG

    vergissmeinnicht :wink:

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