Unsere Ehe ist überschattet vom Alkoholmissbr, unsererEltern

  • Die kath. Erwachsenenbildung hatte dieses Seminar angeboten. In der Zeitung stehen auch manchmal Hinweise für Trauerseminare. Müsste doch auch im Internet zu finden sein, für Deine Umgebung.

    Die Referentin hatte das mit-und einfühlend gestaltet. Die Teilnehmer konnten darüber sprechen, was sie heute noch mit sich rumtragen.

    Abschiedsbriefe geschrieben in denen man den Verstorbenen noch mal mitteilen konnte, was man ihnen nicht mehr sagen konnte.

  • Heute gönne ich mir mal eine Pause mit meiner Aufarbeitung.

    Bin heute morgen aufgewacht, habe in mich hineingehört, meiner Schamgefühle betreffend.

    Ist ein gutes Gefühl gewesen, mich nicht mehr für meine Herkunftsfamilie schämen zu müssen.

    Ich weiss, wie ich von meinem Wesen her bin, konnte liebevoll meine Kinder begleiten.

    Die lange Aufarbeitung bringt Früchte für mich, die ich dankbar erkenne und geniessen kann,

    Freue mich auf meinen Sohn, der uns heute mittag besuchen kommt.

    Wünsche allen einen erholsamen Sonntag, Weitsicht

  • hallo liebe weitsicht!

    wie war das noch?...am siebten tag sollst du ruhn..lächel

    wir sind keine maschinen welche durchgehend arbeiten können.du erkennst das du fortschritte machst...weiss auch das du pause machen darfst.

    erfreu dich an dem was du bis zum heutigen tag erreicht hast!es ist DEIN verdienst...bis ins kleinste detail!

    ich wünsch dir einen wunderschönen sonntag mit deinem sohn und dem rest DEINER familie

    liebe grüsse caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • SCHULD UND SCHAM

    sind Gefühle, die jedes Alki-Kind verinnerlicht.

    Die Schuldgefühle stecken so tief, dass viele glauben, die eigene Existenz verursache Probleme.

    Scham ist, wenn auch etwas anders gelagert, doch sehr eng mit Schuld verbunden, und das eine Gefühl neigt dazu, dass andere zu nähren.

    Scham als ein Gefühl von Unzulänglichkeit, Wertlosigkeit, schlecht sein.

    Schuldgefühle beziehen sich auf Verhaltensweisen, während Scham mit dem Wesen des Menschen zu tun hat, mit seinem Selbst, und deswegen noch grundlegender für ihn ist.

    Es ist schwer, diese Gefühle zu überwinden. Es ist ein lebenslanger Kampf zu spüren, dass mein Verhalten nicht schlecht ist (Schuldgefühle) und es ist ein lebenslanger Kampf zu glauben, dass ich nicht schlecht bin (Schamgefühle).

    Dieser Herausforderung meiner Schuld- und Schamgefühle werde ich mich stellen.

    Es ist kein Kampf mehr gegen Windmühlen kämpfen, sondern es wurde mir Klarheit geschenkt,dass meine Schuld- und Schamgefühle, nichts mit meinem wahren Wesen zu tun haben.

    Diese wurden mir, da ich in einer Suchtfamilie gross wurde, übergestülpt.

    Ich werde mir meiner Werte bewusst, und versuchen die verinnerlichen Schuld- und Schamgefühle umzuwandeln und mir bewusst sein, dass durch mein Verhalten, Fehler geschehen dürfen, aus denen ich für mein Leben lernen kann, und eigenverantwortlich, auch die Konsequenzen übernehmen kann.

    Wenn Schamgefühle noch auftauchen sollten, weiss ich jetzt, woher sie kommen, ich kann gegensteuern, denn ich weiss, sie haben nichts mit meinem wahren Selbst zu tun, mir wurde in der Kindheit ein falsches Selbst vermittelt.

    Ist eine befreiende Erkenntnis.

    Weitsicht

  • Liebe Loreen,

    freue mich, wenn Du Dich in den Worten wiedererkennen kannst.

    Das wichtigste für mich ist, dass ich sie jetzt auch fühlen kann, dadurch auch anderes Verhalten möglich ist. Ich merke dieses täglich im Umgang mit meinem Mann. In meinem früheren Verhalten habe ich ihm auch Unrecht angetan. Sehe dadurch meine lieblosen Seiten besser, das schmerzt zwar, kann es annehmen, denn wir sind alle Lernende, hier auf dieser Erde.

    Was konntest Du für Dich lernen, seitdem Du hier im Forum schreibst, Loreen?

    Drück dich Weitsicht

  • für mich habe ich gelernt, das meine welt vorher wohl doch nicht so heil war wie ich sie gesehen habe, ich habe erstmals etwas von coabhängigkeit gehört, vorher habe ich mich als völlig normal empfunden. das hat sich geändert, ich war immer auf der suche nach anerkennung seitens meines mannes und meiner kinder, war dabei alles und jeden beeinflussen zu wollen, mich gegenüber meinen gefühlen abzuschotten, immer um liebe kämpfend. ich war nicht ich, sondern ich war ein häufchen elend welches um anerkennung und liebe suchend alles für andere macht. ich war nicht fähig, ohne jemanden glück zu empfinden. ich war nicht fähig, freie zeit für mich zu nutzen. ich war nicht fähig zu malen für mich, sondern auch da suchte ich anerkennung von außen. ich war unfähig, mich mit meinen gefühlen durchzusetzen. ich war unfähig, nein zu sagen. ich musste alle und jeden um mich herum bemuttern betütteln und lenken. ich war nicht fähig zu akzeptieren das es niemand anerkannt hat, was ich leiste, ich sah mich als kämpfende, allein und unverstanden. ich hatte in nichts und niemanden vertrauen, und ohne vertrauen ist keine basis da. auch wenn ich sagte ich vertrau dir, ich tat es nicht, ich war innerlich ohne vertrauen. auch mit meinem vater war ich unfähig es zu verhindern, was er machte. ich konnte mich trotzdem nicht raushalten aus seinem leben. obwohl das geschriebene hier von ICHS bestimmt ist, wo,wer,was war ich???????? Jetzt versuche ich mich kennenzulernen, mit allen macken und gefühlen, bedürfnisse, ich versuche mich aus den augen außenstehender zu sehen, was ist da für ein mensch??????
    zuerst seh ich eine frau die eigentlich nur unendlich traurig und einsam ist, teilweise immer noch nicht die welt versteht, dann seh ich aber auch eine frau, die es liebt zu lachen, die gerne jeden schönen moment genießt, die trotz allem sehr hilfsbereit bleiben möchte, ganz einfach mein ziel ist es mich selbst zu lieben, mit allen macken und ecken, ohne selbstvorwürfe, immer neues lernend und niemals wieder als häufchen elend endent.

    und ich seh das ich egal was kommt und wies kommt nur eines möchte, das herz meiner beiden für mich öffnen.

    lg loreen

  • Liebe Loreen,

    es ist für mich bewegend Dich zu lesen, hast Dich gut beschrieben, ja Co-Abhängiger geht es nicht.

    Dein Ziel zur Selbstliebe, ist der Weg, auf dem wir alle sind, wirst sehen, nachdem Du Dein Herz für Dich geöffnet hast, werden Deine beiden sehen, wie sich ihre Mama verändert hat, sie lieben Dich, und werden auch einen Tages Dein Verhalten verstehen können.

    Ich mag diese Loreen, die gerne jeden schönen Moment geniessen kann, und trotz allem hilfsbereit bleiben möchte (im gesunden Rahmen natürlich).

    und ich mag ihre witzige Seite, mit Humor Vergangenes aufzuarbeiten, ist eine gute Sache.

    drückdich Weitsicht

  • liebe weitsicht,

    hier durch diese plattform können wir alle lernen, ich bin sehr sehr froh, daß ich euch hier gefunden habe.

    ich mag dich auch sehr, du stellst sehr tiefgreifende fragen, auch dir selbstgegenüber, ich bewundere wie du punkt für punkt vorgehst, um für dich die antwort zu finden.

    wir alle haben es in der hand, ein gutes leben zu führen.

    drückdichmalganzdoll lg loreen

  • Hab gerade gesehen, das du doch noch mal schnell da warst deshalb die auch eine wunderschöne nacht liebe weitsicht

    finde ich übrigens einen schönen namen

    einknuddeldrückundschlafgut loreen

  • Heute möchte ich mich mit den GRENZEN von EKA`s beschäftigen mit Anregungen aus dem Buch"Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit"

    Ich kenne das Gefühl, war ausgeprägt am Anfang meiner Ehe vorhanden, dass man mit dem Partner alles zusammen machen möchte (Symbiose).

    Heute weiss ich, Paare verbringen ihre Zeit miteinander, allein und mit Freunden.

    EKA`s haben Schwierigkeiten, die Grenzen anderer zu respektieren sowie zu erkennen, wo ihre eigenen Grenzen liegen. Unser Zuhause, in dem wir aufgewachsen sind, waren die Grenzen sehr verwirrend.

    Es war schwierig, die jeweiligen Rollen von Mutter und Vater auszumachen. Oft wusste ich nicht, ob ich das Kind, die Mutter oder der Vater war.

    Diese Verwirrung lässt viele Fragen aufkommen. Wessen Schmerz habe ich empfunden? War es meiner?, war es der meiner Mutter?, oder der Schmerz meines Vaters?., wo hörte ich auf, und wo fingen die anderen an?

    Fällt es mir deshalb heute noch schwer, mich von den Gefühlen anderer abzugrenzen? Dass ich eigene Gefühle mit anderer Gefühle vermische.

    Werde mich hier besser beobachten, denn:

    Jeder Mensch hat andere Grenzen und Schranken. Es gibt einen privaten Raum, der nur mir allein gehört. Nicht dass ich beschlossen hätte, meinen Mann auszuschliessen. Mein eigener Raum muss respektiert werden, um ganz ich selbst zu sein und voll funktionieren zu können.

    Diesen Freiraum haben wir beide, da Kinder jetzt erwachsen sind und eigene Wege gehen.

    Mein Mann arbeitet an sich weiter, liest gerade zum zweiten mal das Buch "Männerseelen", hat mich gebeten, dass wir gemeinsam dieses Buch noch mal durchgehen.

    Das werde ich tun.

    Weitsicht

  • Liebe Loreen,

    danke für Deine lieben Worte, kann sie heute gut gebrauchen.

    Hatte gestern abend mit meinem Mann ein gutes Gespräch, konnte meinen Tränen freien Lauf lassen, über die gegenseitigen Verletzungen, die wir uns beide angetan haben.

    Wir haben Verhaltensmuster gelebt die wir als kleine Kinder schon verinnerlicht haben, ist mir so bewusst geworden, was alkoholkranke Elternteile, bei uns Kindern doch anrichten können, dass selbst wenn wir schon lange unsere Wege gehen, oder wie in unserem Fall, Eltern schon tot sind, diese Muster einfach schwer loszulassen oder zu verändern sind.

    Es sind einfach geklaute Jahre, die wir mit diesem Erbe, erfahren mussten. Das tut weh.

    Ich spüre darüber Traurigkeit, lasse sie zu, weiss im Hinterkopf, dass es jetzt an uns liegt.

    Auch wie ich mit dem neuen tiefen Fühlen können, besser meine wahren Gefühle erkenne.

    Hoffe dadurch bewusster und gesünder unsere Partnerschaft zu erleben.

    Das wünsche ich Dir auch Loreen, irgendwie sind wir auch durch eigenes Verhalten beteiligt, wenn Partnerschaften schief gehen.

    Eine erfüllende Partnerschaft hätten wir doch alle gerne, geht ohne Selbstliebe und Selbsterkenntnis scheinbar nicht umzusetzen. Ansonsten gehen Kränkungen und Verletzungen, wie wir sie in unserer Kindheit erfahren haben, weiter.


    Ist ja auch ein so vertrautes Verhalten.

    Können nur wir selbst ändern!!!!!!!!


    drückdichmal Weitsicht


    Lasse heute alles einfach mal zu

  • Huhu Loreen,

    mir geht es besser, weinen befreit.

    Danke Dir für Deine Anteilnahme.

    Gemeinsam lachen und weinen können lässt menschliche Tiefe und sich verstanden fühlen, erst zu.

    drückdich Weitsicht

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