Unsere Ehe ist überschattet vom Alkoholmissbr, unsererEltern

  • weil ich immer stark sein wollte, und ich mich schäme, wenn andere mich schwach mit Tränen sehen würden.

    Dann hätte ich mich nicht im Griff

  • ich denk mal das es was befreiendes ist auch mal schwach zu sein. und schämen brauchst du dich nicht, überhaupt nicht. tränen sind was lösendes, so meine erfahrung, danach fühlt man sich befreit.

  • Das ist halt auch ein Alki-Erbe, ich musste früh stark sein und Mutterpflichten übernehmen.

    Wenn die Mutter trinkt ist es für Kinder denke ich schlimmer. Da sie ja die Funktion des Versorgens hat.

  • ja aber es ist gut das zu wissen, also kannst du da auch an dir arbeiten, und die stärke die da sein musste, auch mal loslassen, weinen egal wie schwach es dich aussehen lässt. stark ist man doch erst, wenn man seine schwächen kennt. ich hatte ja nur einen alk dad, aber das hat mir eigentlich auch schon gereicht, er war immer schwach und in sich gekehrt, meine mam immer der macher und stark nach außen jedenfalls.

  • Nur einen Alki Dad, ich glaube dass das auch schlimm ist.

    Wer hat mehr geweint Deine Mam oder dein Dad

  • Und Du Loreen? durftest Du schwach sein? wer hat Dich getröstet?

    Deine Mam oder Dein Dad?

    Bei mir war es unterschiedlich, wenn meine Mutter nicht getrunken hatte, konnte sie auch liebevoll sein.

  • Da kannste jetzt auch noch Kraft holen, Loreen.

    Sie stärkt Dir auch heute noch Deinen Rücken.

    Glaubst Du an was religiöses.

  • ich wurde leider überhaupt nicht religiös erzogen, meine beiden eltern waren gar nie mit sowas beschäftigt, ich glaub schon das es eine höhere macht gibt, aber ob das ein gott ist, ich denk eher das es schicksal gibt wie das leben läuft. klar habe ich jetzt in dieser zeit wos mir echt bescheiden geht, oft zu gott um hilfe gerufen, weiß echt nicht was ich dazu sagen soll. ich red auch oft mit meinem bruder und meiner mutter ich wünsch mir so sehr das sie bei mir sind.

  • Wenn Du mit Deiner Mutter und Bruder reden kannst, finde ich tröstlich, kann auch eine Kraftquelle für Dich sein.

    Für mich ist Gott = bedingungslose Liebe, nicht was die Kirchen uns vermitteln wollen.

  • bedingungslose liebe zu wem? ich mein wenn wir bedingunslos lieben kommt ja auch nicht zwangsweise das beste bei raus. sorry für meine blöden fragen aber ich möchte dich verstehen, ich denk mal für uns ist der schwierigste schritt bedingungslose liebe zu uns selbst, andere konnte ich immer bedingungslos lieben, genau das hat ja eben diese beziehungen zerstört.

    :arrow: bin gleich zurück kurze runde mit fellmann der heult mich schon wieder an, weil er hunger hat und raus möcht

  • Ich glaube nicht, dass wir Menschen bedingungslos lieben können.

    Und sich selbst aufzugeben hat auch nichts mit Liebe zu tun.

    Du hattest doch Vorstellungen von Deinen Partnern, sowie von Deinen Kindern, wie sie sein sollten, damit es Dir gut geht.

    Und wenn wir ehrlich sind, also ich wollte schon meinen Mann manchmal ändern, und ich wollte auch, dass meine Kinder gute Noten nach Hause bringen, hilfsbereit und anständige Menschen sind. So bedingungslos ist unsere Liebe also nicht.

    Wenn es nach meinen Vorstellungen nicht immer so geht wie ich es gerne möchte, kann ich auch sauer oder motzig sein.

    Menschen haben meistens Bedingungen und Forderungen an ihre Lieben, ist menschlich aber nicht liebevoll, besonders wenn eigene Bedürfnisse dadurch befriedigt werden sollen.

  • ja das ist schon so, klar versucht man immer mal jemanden anders zu machen. aber wie sieht das aus, was du glaubst? wie hilft es dir? meinst du an gott bedingunslos zu glauben und zu lieben? oder an das was dich im leben so trifft?

  • Zitat von Weitsicht

    Ich glaube nicht, dass wir Menschen bedingungslos lieben können. Und sich selbst aufzugeben hat auch nichts mit Liebe zu tun.

    Zitat

    Menschen haben meistens Bedingungen und Forderungen an ihre Lieben, ist menschlich aber nicht liebevoll, besonders wenn eigene Bedürfnisse dadurch befriedigt werden sollen.

    sehr wahre worte schreibst du da.
    ich glaube, aber für mich, dass ich durch die aufarbeitung meiner vergangenheit lerne sehr viel selbstloser lieben zu können. das wichtigste dafür ist meiner meinung nach dafür die vorraussetzung sich selbst zu lieben. Wenn das eigene Wohlbefinden nicht abhängig von anderen ist, dann kann man diese auch unabhängig davon, was sie einem geben, lieben.
    Dann wiederum bedeutet liebe auch geben und nehmen, irgendwo. Und einander lieben wir menschen uns wohl nie völlig selbstlos.

    aber sich selbst bedingungslos lieben vielleicht geht das.

    und was gott betrifft, ich glaube nicht an gott und noch weniger an die kirche, aber unsere welt zu lieben, wertzuschätzen, die menschen, tiere und wunder unsrer welt, die riesigen zusammenhänge und einzusehen, dass unheimlich vieles weit über meinem verständnis liegt, das bedeutet für mich glauben.

    naja, ich dachte ich lasse mal ein paar gedanken zu eurem gespräch hier, sollte aber mal lieber weiter arbeiten ;)

  • Ich glaube an eine Kraftquelle (Gott) aus der ich immer schöpfen kann. Und die mich liebt wie ich bin, und mich von meinem tiefsten Wesen her kennt.

    Das bedeutet für mich, egal was kommt, ich bin nicht allein, da ich diese Kraft spüren kann.

    Ich mache schon lange Meditationen, diese Entspannungsübungen, bringen mich mir näher, und auch irgendwie meinem Glauben, an die Liebe Gottes.

  • Huch Roa, hast mich überrascht, finde Deine Gedanken aber spannend, lass ich mal auf mich wirken.

  • das ist eine sehr schwierige frage für mich, ich glaube das ich es schaffen werde meine ziele zu erreichen, davon das wichtigste das ich meine mädchen wieder sehen kann. also muss ich zwangsläufig an mich glauben, das ich stark bin. ich glaube, das auch morgen der tag vorbeigeht, in der hoffnung, wieder einen schritt weiter zu meinem ziel. ich habe nicht gelernt einen gott oder ähnliches zu lieben, mir daraus stärke zu holen, manchmal finde ich das auch traurig, mir bleibt nur die hoffnung das das was unser leben bestimmt, meinen weg den ich mir wünsche mir aufzeigt. ich kanns nicht anders ausdrücken.

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