Darf man Hoffnung haben????

  • Hallo zusammen :Ich bin Samie 43 Jahre alt und mein Mann hat sich vor 3 Wochen wohl oder übel aufgrund seiner Arbeitssituation zum Entzug und zur Therapie entschlossen ,aber ich habe den Eindruck wirklich wollen tut er das nicht . Er muss noch zur Beratungsstelle und zur Entgiftung ,um so näher die Termine rücken um so mehr wird getrunken. Es ist auch überhaupt nicht mit ihm zureden über dieses Thema ,zumindest nicht mit mir.Bekannten wird erzählt er will ein leben ohne und jetzt will er auch in der Reha mit dem Rauchen aufhören nur davon merken tut man nichts.Ich muss dazu sagen er trinkt schon seit über 20 Jahren. Ist es ein normales Verhalten in so einer Situation ,oder gibt es da wenig Hoffnung LG Samie

  • Hallo Samie

    Die Frage dürfte sich wohl eher an die Trinker richten als an die Cos. Ich kann Dir nur sagen wie es bei mir war.

    Ich habe nach einem Konzert die Nacht auf dem Parkplatz verbracht und danach war klar, dass es so nicht weiter gehen konnte. Eine Woche nach dieser Nacht war noch eine Wochenende mit Kumpels an der Nordsee eingeplant. Ich wollte das Wochenende eigentlich weniger trinken als üblich (Bier zum Frühstück) was natürlich nicht geklappt hat. Immerhin war danach klar, dass kontrolliertes Trinken auch nicht funktioniert. Das Wochenende habe ich trotz der Vorätze noch komplett durchgesoffen. Danach war dann der Rückwärtsgang angesagt.

    Diese „Ich lege noch eben nen Endspurt ein“ Mentalität ist nachvollziehbar. Nur an dieser Tatsache die Schlussfolgerung zu ziehen „Er will gar nicht“ halt ich für übertrieben.

    Gruss Vaan

  • Hallo Vaan an nicht wollen glaube ich ja nicht unbedingt ,aber da ich überhaupt nichts trinke kann ich mich in sein Verhalten nicht reindenken. Wenn ich so grosse Vorsätze habe müsste ich diese zumindestens reduzieren ,oder ?er hat ja schon einmal )9nur Alkoholfreies getrunken und hat ja auch für diese Zeit funktioniert ,biser der Lästerei der Kollegen erlegen ist und wieder angefangen hat zutrinken Gruss Samie

  • Da haben wir ja schon einen Punkt bei dem Du ihm in Zukunft helfen kannst/musst/solltest. Alkoholfreies Umfeld. Wäre er zu der Party gar nicht hingegangen hätten die Kollegen auch nichts zu lästern gehabt. Die Sache mit dem Runterschrauben des Konsums geht nicht. Sobald der erste Tropfen im Kopp angekommen ist heißt es nur noch MEHR MEHR MEHR.

    Vielleicht ?!?!?! kennst Du ähnliches Verhalten bei Dir. Kannst Du ne Tafel Schokolade liegenlassen nachdem Du einen Riegel gegessen hast. ???

    Du solltest Ihm wirklich die Möglichkeit geben die Termine die da anstehen wahrzunehmen. Bis dahin Augen zu und durch. Es bringt nun wirklich nichts jedes Bier (oder was er sonst trinkt) in eine große Diskussion ausarten zu lassen. Das geht bei ihm sehr wahrscheinlich eh links rein und rechts raus.

  • Hallo samie,

    erstmal herzlich Willkommen hier im Forum :wink: .

    Also, ich schreibe Dir mal als Angehörige und Co-Abhängige.

    Was den Entzug angeht, kann ich den betroffenen Vorschreibern nur Recht geben, daß ein *Runterschrauben* oder viell. sogar ein abruptes Aufhören nicht wirklich geht.
    Auch mein Ex drehte vor seinem Entzugstermin nochmal richtig auf, wollte nochmal *Abschiednehmen* vom Saufen.

    Ob er es aus freien Stücken macht, welcher Beweggrund wirklich dahintersteckt, wird sich wohl auch erst im Nachhinnein zeigen.
    Mancher braucht den Druck seitens des Arbeitgebers, mancher macht es dann wirklich, weil er es einsieht. Ob er es dann auch wirklich schafft, sein altes Verhaltens-und Denkmuster nach dem Entzug abzulegen, wird die Zeit zeigen! Es kann gut gehen, wenn die Einsicht wirklich da ist, manch einer nutzt dies eventuell für eine Trinkpause.

    Aber, was für Dich viel wichtiger ist, ist zu hinterfragen, was Du für Dich willst. Willst Du etwas für Dich tun, hinterfragen, was für Dich im Leben wichtig ist? Brauchst Du noch Hintergrundwissen über die Krankheit Alkoholismus, dann bist Du hier richtig. Denn auch wir als Angehörige müssen etwas für uns tun!!!
    So mancher Angehörige steht nämlich dem Alkoholiker im Weg...und sich selbst auch.
    Nach dem Entzug beginnt nämlich erst die richtig anstrengende Phase..Alkoholismus ist nicht einfach weg, nur weil jemand für ein paar Tage ins Krankenhaus geht, um den Entzug zu machen. Darüber solltest Du Dir im Klaren sein..Die ist der Beginn einer sehr anstrengenden Zeit, in der beide Seiten an sich arbeiten sollten..

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier.

    Liebe Grüße
    S.Käferchen [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/tiere/k025.gif]

  • Hallo,
    ich möchte meine Erfahrung mal kurz schildern. Ich bin seit 7Jahren mit einem Alkoholiker (+noch mehr Suchtprobleme) zusammen. Er war 2xzur Langzeit, die letzte endete vor 6 Wochen und seit 2Wochen ist er wieder drauf und weg. Es spielt ja bei dem Alkoholiker auch die Psyche mit und fakt ist: Probleme wurden ja bislang immer runter"gespült". Diese sind aber danach meist wieder. Die schwere Phase beginnt erst nach der Terapie, und oft ist es so das eine Nachsorge bei Terapeuten, und wichtig auch SHG, notwendig sind. Es hat bei den meisten ja Ursachen versch. Natur warum sie mal angefangen haben mit trinken. Wenn dies in Nachsorge nicht weiter aufgearbeitet wird sind sie meist nicht lang trocken. Ich hatte jetzt auch manchmal das Gefühl das er es nicht wirklich für sich tut, viell. ein "Alibi" damit ich ihn wieder nehme. Ich erlebe es seit Jahren und fang immer wieder von vorn an, den "Absprung" habe ich bisher auch nie lange geschafft, aber ich bin auf dem besten Weg, und hier wird es mir noch besser gehen. Ich habe im Grunde die Hoffnung nie aufgegeben, ich lliebe ihn auch, manchmal frag ich mich aber langsam"WAS?". Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, aber man soll nicht wie ich denken: "Jetzt wird alles gut". Das habe ich ja nun schon einsehen müssen.
    Dir viel Kraft und denk an Dich!!!! Ich versuche es auch gerade.
    liebe Grüße Anett

  • Danke für so viele Antworten, bin mit dem Thema Alkohol schon viele Jahre Vertraut und habe alle Höhen und Tiefen dieser Krankheit echt durch, da ich mit meinem Mann jetzt 25 Jahre verheiratet bin .Eine Therapie und Reha ist echt meine letzte Hoffnung da er egal was anstand noch nie dazu bereit war,selbst heute sieht er sich immer noch nicht als krank. Alkoholiker sind in seinen Augen nur die Leute die hochprozentiges trinken,er meint damit aber nicht sich selbst da er ja nur "Biertrinker ist"aber kein Alki .Im übrigen wird an seinem Arbeitsplatz Alk hergestellt ,also könnt ihr euch denken wie so manche Kollegen drauf sind Lg Samie

  • Liebe Samie, das klingt ja schon mal nicht gut wenn er meint er sei nicht krank...Da macht er viell. die Terapie nur wegen dem Druck von außen. Laß ihn aber erstmal machen und versuche Dich zu entspannen und Dir Hilfe hier oder prov.. zu holen. Viell. begreift er es während der Terapie, mach ich Dir leider nicht viel Hoffnung, denn trotz des Wissens (sollte er es verinnerlichen das er die Krankheit hat) ist noch lange nicht gesagt das er "trocken bleiben darf". Ich habe gut Kontakt mit AA und kenne auch sonst durch die Terapie meines "Partners" Einige, deshalb mein Wissen darum. Wichtig wäre auf jeden Fall danach einen völligen Wechsel des Arbeitsplatzes, das kann ja nicht gut gehen! Das werden sie ihm aber auch in Terapie raten. Viell. gehst Du ja mal mit zur Suchtberatung. In der Terapie werden auch Paargespräche angeboten, aber wollen und es verinnerlichen das muß er selbst. Und das ist nicht si leicht. Ich wünsche Dir alles gute und denk nicht so viel drüber nach. Was kommt das kommt, dann kannst Du immer noch entscheiden, deshalb versuche Du gesund zu werden, dann kannst Du zweifelsfalls besser Entscheidungen treffen, ich mach das auch für mich, bin erst seit gestern hier und es tut so gut zu wissen:...man ist nicht alleine und alles ähnelt sich.
    Schönen Tag für Dich, lg Anett

  • Hallo Nele ,klar will er die Sache nur aus Druck angehen wegen seiner Arbeit ,aber ich habe doch die Hoffnung das durch Gespräche etwas zu ihm durchdringt und doch vielleicht etwas fruchtet . Heute hat er einen Termin Bei der Suchtberatung und ich gehe da natürlich mit ,weil er gerne alles verharmlost und verschönigt. Ich hoffe ich bekomme dort die Gelegenheit auch mal etwas los zuwerden .Kenne mich noch nicht mit solchen Dingen aus LG Samie

  • hallo samie,

    natürlich verstehe ich dich. aber mache dich frei von hoffnungen, die auf seinem verhalten beruhen. du hast es nicht in der hand, du kannst es nicht beeinflussen, also lass es. mache nicht deine eigene befindlich fest an hoffnungen, die allein er erfüllen kann oder auch nicht. deine befindlichkeit darf nicht abhängig sein von seinem verhalten.

    wenn ich mich nicht an irgendwelche hoffnungen klammere, dann kann ich auch nicht enttäuscht werden.

    wenn du heute zur suchtberatung mitgehst, dann glaube mir, die können das viel besser beurteilen mit dem verharmlosen und beschönigen. damit haben die tagtäglich zu tun, das ist deren job. die brauchen deine einschätzung nicht. wenn du also hingehst, dann tue es für dich, weil du selbst weiterkommen möchtest.

    so wie er seine zeit braucht, sein problem zu erkennen, so wirst auch du deine zeit brauchen zu erkennen, dass du mit deinem hoffen auf veränderung von seiner seite nur weiter in der abhängig von ihm stecken bleibst.

    man kann einen anderen menschen nicht ändern, man kann nur sich selbst ändern. oder mal ganz hart ausgedrückt, es ist natürlich viel bequemer, darauf zu hoffen, dass der andere etwas tut, statt erst mal an sich selber zu arbeiten.

    liebe grüße - emz

  • Hallo zusammen Gestern waren wir zusammen das erste mal bei der Suchtberatung die Dame hatt sehr schnell begriffen das es bei meinem Mann viertel vor zwölf ist ,was ich ja schon sehr lange weiss,nur als ich in diesem Gespräch merkte wie Äbhängig ich von dieser ganzen Situation eigentlich bin brach doch meine komplette Welt über mich ein, es war richtig schrecklich für mich das jemand kolosal fremdes bereits in wenigen Minuten mein ganzes Handeln durchschaut hat und mir mein Fehlverhalten ganz nüchtern ins Gesicht sagte . Heutemorgen geht es mir richtig sche....... In der Arbeit null konzentration anschliessend ein Verkehrschild umgerannt ,was wird der Tag noch bringen ,ich weiss jetzt ich muss auch was tun , auch für mich ,aber es wird sehr schwer denn ich war ja immer die Starke die alle geregelt hat ,und plötzlich wird mir gesagt ich sei im Grunde genau so krank. Lg Samie

  • Hallo Samie,
    das ist eine Chance für Dich, die Du auch wahrnimmst habe ich das Gefühl: Du überlegst, es geht Dir nicht gut, also be- und verarbeitest Du.

    Schau Samie, Du hast die Chance gesund zu werden, vielleicht sogar gemeinsam mit ihm - und eventuell zusammen ein neues Kennenlernen oder Leben zu starten. Ich denke mal, dass sind doch gute Ausgangsbedingungen. Viel bessere, als viele von uns sie haben.

    Ich habe ewig gehofft, dass mal wieder der Führerschein flöten geht, dass eine der vielen Anzeigen wegen betrunkenem Fahren für Nachdenken und Gesundheitswunsch führen. Ich hoffte und hoffte auf Einsicht, ich hoffte und hoffte dass der Arbeitgeber einschreitet, weil nichts mehr zu übersehen und zu über"riechen" war. Keine meiner Hoffnungen erfüllte sich.

    Deshalb hoffe ich für Euch, weil die Vorzeichen anders sind, dass Ihr alles für Euch zu einer glücklichen Lösung bringen könnt.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Hallo Dagmar Diese Hoffnung hatte ich Jahre lang auch aber es passierte nichts Weder bei Arbeit noch beim fahren und glaub mir wieviel Nächte ich wartend am Fenster stand und gewartet habe das er mit der Polizei gebracht wird. Es war und ist weder zuübersehen noch zuüberriechen, und wäre jetzt endlich der Arbeitgeber nicht eingeschritten wäre auch weiter nichts passiert. Ich wünsche mir nur für ihn das jetzt schnell was für ihn getan wird bzw er selbst was für sich tut. Leider dauert es in meinen Augen doch sehr lange bis da was passiert.soll dringend zur Entgiftung doch die Beratungstermine davor ziehen sich so hin. Mir wurde gesagt die Krankheit dauerte Jahre um sich zufestigen jetzt müssen wir ebenso Geduld haben .Lg Samie

  • Sag Samie,
    hat sein Arbeitgeber auch aus falscher Loyalität geschwiegen, bzw. wodurch ist das dann gekippt. Ich habe hier immer das Gefühl - bei Polizei, Behörden und manchen Arbeitgebern, daß es einfach so hingenommen wird dass in meiner ländlichen Region viel konsumiert wird und damit babela.

    Ehrlich gesagt, ich kenne es aus der Großstadt und der Großindustrie ganz, ganz anders! Denn ich sehe es schon so, dass der Arbeitgeber im Fall von nicht registrieren wahre Zeitbomben arbeiten lässt, die Arbeitssicherheit ect. nicht erfüllen können. Klar, deren Sache. Nur: würde jeder (wie wir Co) diese Sachen begreifen, nicht mehr unterstützen oder wirklich einen Promillefahrer gezielt suchen und stop(p)en wäre das Thema vielleicht klarer in Deutschland. Wenn ich schon an das Stammtischgerede denke, "Was, Deine Freundin hat auch gesagt Du bist Alkoholiker, blöde Kuh oder" "Noch ne Runde für uns Alkoholiker" Witz, witz toll.....

    Weißt Du Samie, dass ist das was ich erst jetzt begriffen habe: eigentlich muss alles schief laufen, damit auch nur ein Fünkchen Hoffnung besteht. Als Co habe ich wegen meiner Existenz die Mietzahlungen überprüft, die Mülleimer rausgestellt, die Stromrechnungen überwacht, die Müllbeutel gekauft und die Waschmittel besorgt. Alles Selbstverständlichkeiten für mich - ihm gegenüber Hilfe bei seiner Lebensbewältigung. Das aber wollen wir so schwer begreifen! Genau diese Hilfe leistet der Polizeiposten, der die Anzeigen ingnoriert und der Arbeitgeber, der auch nichts riechen will und hofft, dass das wie eine Grippe von selber weg geht.

    Es geht mir nicht darum die Schuld anderen zu geben. Würde aber jeder sein Päckchen Verantwortung tragen, so wäre manch ein Süchtler ebenso dazu gezwungen.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Hallo Dagmar Ich weiss nicht ob es falsche Loyalität ist oder war ,aber fakt ist jeder weiss es und sieht es und es wird nur hinter vorgehaltener Hand darüber geredet, und wir wohnen in einer Großstadt . Es ist doch so denke ich solange man funktioniert und die Arbeit macht und bewälltigt wird mit stillschweigen über so manches hinweg gesehen. Passiert ist das ganze nur weil ein Kollege ihn angeschwärzt hat beim Personalchef sonst wäre auch weiter nix passiert.

  • Ja, liebe Samie,
    was Du so schreibst gibst mir zum Nachdenken. Mir war aufgefallen, dass die wenigen Kollegen, die damals noch bei meinem Ex aufgetaucht waren lange lange nicht mehr da waren (die hatten damals zusammen Autoreparaturen oder Touning gemacht). Als es gerade bei uns gescheitert war war das "Gerücht" noch schneller durch die Firma durch als unser Ende weil gesagt wurde die Freundin des asozialen Alkoholikers hätte sich von ihm getrennt und nun würde er im Wohnwagen wohnen müssen, weil ich ihn rausgeschmissen hätte.

    Alles Quatsch, weil es sein Haus war - ich war nur Untermieter und der Wohnwagen stand außerhalb. Da er aber oftmals dort gesehen wurde hat wohl die Fantasie der Kollegen sich eingeschaltet. Er drehte damals durch, als dieses Gerücht durch die Firma ging. So naiv wie ich war dachte ich, was regt der sich auf, wenn ein Gerücht falsch ist, dann ist es doch egal. Das aber das Außenbild zerstört war und eventuell nun das heimliche Wissen der Kollegen Nahrung bekommen hatte, das läßt sich jetzt vermuten.

    Aber Samie "angeschwärzt" finde ich das nicht. Ich denke, es ist ein Weg vielleicht Eigenverantwortung zu übernehmen und zu sagen, das ist nicht gut und es ist gefährlich. Denn ehrlich Samie, ich denke, wenn jede-/r versuchen würde offen das Thema Alkoholmissbrauch rechtzeitig anzusprechen, würden vielleicht ein paar wenige rechtzeitig abspringen können. Dieses schweigen - nicht nur was Alkohol betrifft - in unsere Gesellschaft ermöglicht doch erst ganz viele grausame Dinge wie Kindestötung, Kindesmissbrauch oder soziale Verwahrlosung allgemein, oder?

    Ehrlich gesagt, ich ziehe von diesen "anschwärzern" den Hut (sofern sie es nicht aus Karrieregründen getan haben).

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Hallo nix läuft richtig gut mit der Dame von der Beratungsstelle hat er sich extrem in die Wolle gekreigt,weil sie ihm ein paar Dinge gesagt hat die ihm nicht gefallen haben.Im übrigen will sie noch edliche Gespräche bevor sie diesen Sozialbericht ausfüllt,ich finde es auch ziemlich rausgezögert und dadurch verlangsam sich der ganze Rehaantrag . Es sind jetzt schon über 4 Wochen seit dem Antrag und es passiert nichts,es ist für ihn sehr zermübernd weil alles solange dauert.Kann mir jemand sagen wielange es dauert bis so ein Antrag durch ist und die Entgiftung los gehen kann ? Die Mengen an Alk steigern sich zusehens in Moment. Lg Samie

  • Schade Samie,
    schwierig dürfte sein, dass der Sozialbericht evtl. seine Einsicht bzw. Therapierbarkeit bestätigen muss. Wenn er aber nicht kritikfähig ist - zumindest derzeit - ist natürlich die Frage, inwieweit die Dame dann überhaupt eine "Chance für ihn sieht".

    Ich würde aber mal nicht zu schwarz sehen, ich denke, die Leute von den Beratungsstellen haben genug Erfahrung um eben diese Gespräche zu führen, die auch mal in einem Chaos enden. Wohl jetzt wird sich zeigen - gerade mal nach dem Streit - wie ehrlich er es meint.... Kommt er nach dem Streit wieder in die Beratung und flüchtet er.

    Ich drücke Dir die Daumen.

    Weißt Du Samie, rausgezögert hin oder her, es ergibt schon einen Sinn die Bereitschaft des zu "Therapirenden" zu erkennen. Was sind vier Wochen? Wenn jemand eine Psychotherapie anstrebt, dann können es 6 Monate sein, bis was läuft. Selbstverständlich verstehe ich Deine Angst - auf der anderen Seite, die Sucht hat sich zumeist über jahrzehnte entwickelt und zwar durch und mit Zutun des Süchtigen - nun zu sagen, jetzt sofort Therapie ist irgendwie vermessen.

    Aber - da müssen mir unsere Trockenen auf den Weg helfen - ein Entzug in entsprechenden Einrichtungen könnte doch schon eingebaut werden vor die endgültige Therapiezusage um dann evtl. durch ambulante Therapie überbrückt zu werden bis es dann auf Langzeit geht.

    Es könnte natürlich sein, dass er diesen Weg nicht möchte ....

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Guten Morgen Samie,

    ja, bei einer Suchtberatung werden einem schon mal Dinge gesagt, die man nicht so gerne hören mag. Da heißt es, sich selbst zu sehen, wie man ist. So, wie du schreibst, denke ich, dass dein Partner für sich selbst seine Krankheit und die Notwendigkeit, etwas dagegen zu tun, nicht wirklich angenommen hat. Auch sehe ich die Verzögerung nicht bei der Dame der Beratungsstelle, sondern bei deinem Partner. Wenn für die Erstellung des Sozialberichtes Gespräche erforderlich sind und er diese nicht bereit ist, zu führen, wie soll sie dann den Sozialbericht erstellen? Darin wird auch mit Sicherheit eine Prognose auf den Erfolg einer Entwöhnungsmaßnahme gegeben. Wie soll diese Prognose aussehen, wenn die Beraterin nichts weiter von dem Patienten weiß und er nicht bereit ist, über sich und seine Situation zu sprechen? Teil des Reha-Antrages ist der Sozialbericht. Und wenn dieser aufgrund mangelnder Mitwirkung des Patienten nicht erstellt werden kann, kann auch über den Reha-Antrag nicht entschieden werden.

    Teil unserer Co-Abhängigkeit ist es, für das Verhalten des Alkis Entschuldigungen zu finden. Alle wollen ihm Steine in den Weg legen. Dass wir dies selbst zum Teil tun, indem wir ihm die Verantwortung für sein Leben abnehmen und absprechen, sehen wir sehr lange nicht.

    Im übrigen ist eine Entgiftung unabhängig von einer Reha, sprich Entwöhnungsbehandlung, da diese erst der zweite Schritt ist. Zur Entgiftung kann sich dein Partner von seinem Hausarzt einweisen lassen. Dazu ist keine Beratungsstelle erforderlich. Begründet dein Partner also sein Weitertrinken mit der „zögerlichen“ Bearbeitung seines Reha-Antrages, habe ich den Eindruck, dass er noch nicht wirklich etwas verändern will.

    Es tut mir leid, wenn ich nun deine Hoffnung reduziert habe. Aber wir Co´s habe die Eigenart, allzu lange die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo zusammen Selbstverständlich habt ihr schon recht ,um einen Bericht zuschreiben muss sie ja auch etwas über ihn wissen,nur sein Hausarzt verharmlost auch meiner Meinung alles etwas ,er meint eine Entgiftung dauert in der Regel nur 3 bis 4 Tage und die Aufarbeitung aller Probleme sollte sie doch bitte der Rehaklinik überlassen ,sie würde somit nur alles verlangsamen. Die Dame der Beratungsstelle hingegen sieht das alles etwas anders,sie hat ihn auch in ganz kurzer Zeit durchschaut was vom Arzt nicht glaube da geht er auch morgens fast nüchtern hin ,die Termine der Suchtberatung sind am späten Nachmittag da sieht er schon anders aus und ist auch nicht mehr in der Lage alles auf ihn einströmmende zu registrieren.Das wochenende war wieder der pure Horror der Kosum steigt meiner Meinung nach jetzt stetig,und die Agressionsbereitschaft auch. Wenn sich das alles so raus zieht und er weiter nicht bereit ist sich durch irgendwelche Gruppen oder sonstigen Dingen helfen zulassen sehe ich echt schwarz und ich lande bald in der Psychartrie . Für eine Entgiftung zum jetzigen Zeitpunkt ohne direkte anschluß in Reha sehe ich keinen Sinn er würde meiner Meinung keine 2 Tage trocken sein Lg Samie

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