• Hallo liebe Shaila,
    ich möchte Dich erstmal hier im offenen Bereich herzlich willkommen heißen !!!

    Und ich finde es völlig normal, dass Du jetzt Panik hast. Du sollst jetzt auf einmal alles alleine managen. Was ist, wenn was passiert ? Schaffe ich das ? Usw. usw. Dein Kopfkino lebt und in der Phantasie werden die (möglichen) Probleme immer größer.
    Überlege doch mal, ob Du wirklich ganz alleine bist. Kannst Du Dir vielleicht eine Freundin einladen - gar nicht mal um zu helfen, sondern eher, damit Du neben Deinen Kindern auch noch einen anderen Ansprechpartner hast ?

    Hey, ich drück Dich mal, wenn ich darf ! Es ist gut, dass Du hier im Forum schreibst. Hier kannst Du Deine Sorgen niederschreiben und ich für mich merke, dass sie meist schon ein Stück kleiner werden, wenn ich sie sortiert und niedergeschrieben habe.

    Liebe Grüße
    Biene

  • Willkommen Shaila,

    warum?

    Vielleicht weil du nun die ganze Last auf dir liegen siehst obwohl du sie vorher sicherlich auch schon getragen hast.

    Warum sollten wir hart zu dir sein,tz, wir sind gaaanz lieb und teilen unsere Gedanken mit und wenn sie treffen tut es manchmal weh das stimmt.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Nachtrag:

    Vielleicht könnt ihr euch eine Hilfe bei der Krankenkasse besorgen, fällt mir grad so ein.

    LG
    Elocin

  • herzlich Willkommen hier. Du brauchst keine Angst zu haben...das Gefühlschaos ist normal, ... anstrengend, aber normal. So empfinde ich das (ich hab` heute ein gewaltiges hinter mir, war befreiend). Wie alt sind eure Kinder? Gespräche helfen, ihnen begreiflich machen, dass jetzt "einer" fehlt, dass Teamwork angesagt ist, dass Du ihre Unterstützung (im gesunden Maße) brauchst. 8)

    Ich würde mich fragen, was wirklich so Katastrophales passieren könnte? Richtiggehend durchgehen, geistig und auch gleich eine Lösung dazu finden. Mehr als drei Punkte können das aber nicht sein, oder?

    Hier sind so viele liebe Menschen, die Dir mit Unterstützung und Rat weiterhelfen können.

    Alles Liebe,
    von ganzem Herzen,
    Ingrid :D

  • Guten Morgen shaila,

    ich kenne das Gefühl gut, mir den Kopf zu zerbrechen, über Dinge, die VIELLEICHT passieren könnten. Notorische Schwarzseherin, Bedenkenträgerin war ich aus Angst, nicht alleine mit Alltagssituationen klarzukommen. Eine kluge Frau fragte mich einmal, wie ich denn schwierige Situationen in der Vergangenheit gemeistert hätte. Da erst wurde mir bewusst, dass ich ziemlich viel auf Reihe bekommen habe. Nur leider hatte ich das immer wieder ganz schnell vergessen.

    Wenn man plötzlich alleine für alles verantwortlich ist, scheint sich ein ganz schöner Berg vor einem aufzutürmen. Aber im Moment scheint es bei dir ein Berg von Eventualitäten zu sein. Inzwischen kann ich die Ruhe bewahren und die Zuversicht haben, dass ich, sollte ein Problem auf mich zukommen, dann auch Möglichkeiten finden kann, es zu lösen.

    Was wäre denn in deiner jetzigen Situation das Schlimmste, was passieren könnte?

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • 8) ich wollte tatsächlich gerade die Frage stellen, warum Du so aufgelöst bist, wenn er fort ist, wenn er bisher eh schon oft fort war....*schmunzel*

    Was mich gleich angehüpft ist, war/ist Deine Verharmlosung seines Alkoholmissbrauches. Dass er in Deinen Augen eh so "leiwand" war, so superdrauf und "nur" schlecht aufgelegt war, wenn er nix zum Trinken hatte....

    Huhu....das ist ein Co-Anteil, der da Ausreden sucht und etwas verharmlost. Er müsste immer "normal" drauf sein, ohne Alkohol.

    Wieso machst Du Dir eigentlich Sorgen um ihn? Ich glaub`, dass es ihm gut geht, er ist zumindest bestens versorgt.

    Wo bleibst Du? Geht`s Dir gut? Hast Du Hobbys, Freundinnen, Wohlfühloasen in Deinem Alltag?

    Die 6 Wochen sind Tatsache....Du entscheidest, wie Du die 6 Wochen verbringst. Sorgenvoll, weil Du Dir Gedanken über IHN machst oder schön, weil Du für Dich etwas nebenbei tust. Entscheiden musst Du.

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid :D

  • Hi Shaila,

    auch von mir ein herzliches Willkommen. Hast Du zufällig oder absichtlich die Frage von Ette überlesen?

    Zitat

    Was wäre denn in deiner jetzigen Situation das Schlimmste, was passieren könnte?

    Würde mich auch interessieren.

    LG Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • :D ich habe in meiner Ehe auch ein paar gute Freundinnen gehabt....die armen haben immer wieder und immer wieder meine Problemchen gehört und haben mir immer wieder und immer wieder gut zugeredet, mich bemitleidet, ... 8)

    Das war nicht so gut, es war ehrlich gesagt schlecht für mich. Ich hätte mir gewunschen (aus heutiger Sicht), dass eine meiner Freundinnen einmal aufgestanden wäre, auf meinen Tisch geklopft hätte und mir einen ordentlichen Tritt in den Hintern verpasst hätte.
    Ich kann mir gut vorstellen, warum Deine Freundin vom Thema abweicht....wahrscheinlich ist sie eine sehr gute Freundin, hat Dir bestimmt schon 10000 Mal das selbe gesagt und jetzt mag sie nimmer .... weil`s ja anscheinend doch nix bringt.

    Ich habe mich 10 Jahre als Opfer gefühlt und mich 10 Jahre bemitleiden lassen. Ich hab` nicht gelebt, es war grässlich und .... das weitaus Schlimmere war, dass ich einen Schuldigen hatte, meinen Mann. Und das Allerschlimmste daran war, dass ich jeden Tag das selbe traurige Theaterspiel vor der Nase hatte .... 10 lange Jahre und ich hab` nix daran geändert. Und dann bin ich durch einen Auslöser von Außen in die Gänge gekommen .... spät aber doch.

    Kinder sind keine Ausrede, um auf sich selbst zu vergessen. Eine glückliche, ausgeglichene Mutter ist eine gute Mutter. Ich hab` von meinem Mini-Mickey-Mouse-Gehalt Babysitter fürstlich bezahlt, ... für die Freiheit zum Friseur gehen zu können, oder ohne die Kids einmal im Kaffeehaus in aller Ruhe sitzen zu können. Die 15 bis 17jährigen Babysitter hat das gefreut, aber wie!

    Wenn man will, gibt es 1001 Wege, etwas für sich zu tun. Aber man sollte beizeiten einmal damit anfangen.

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid :D

  • Guten Morgen Shaila,

    Zitat von Elocin

    Nachtrag:
    Vielleicht könnt ihr euch eine Hilfe bei der Krankenkasse besorgen, fällt mir grad so ein.
    LG
    Elocin

    Vielleicht hast du den Tipp von Elo überlesen. Aber das wäre doch einfach mal einer Anfrage bei der Krankenkasse wert. Vielleicht gibt es auch in der Klinik die Möglichkeit der Kinderbetreuung. Wie alt sind deine Kinder eigentlich? Kennst du noch andere Mütter mit Kindern, die vielleicht für einen Tag deine beiden mitbetreuen würde? Shaila, wenn du es wirklich willst, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, wird sich auch ein Weg finden lassen, da bin ich ganz sicher.

    Was die Partnerveranstaltung in der Klinik betrifft, ist es recht unterschiedlich, wie so etwas abläuft. Ich kann dir nur sagen, wie es bei mir war. Da dauerte die Veranstaltung allerdings auch eine ganze Woche. Es gab Gruppenstunden. Nur mit den Angehörigen teilweise. Die meisten aber zusammen mit den Abhängigen. Wir bekamen jede Menge Input, darüber, wie Sucht funktioniert, Rückfallprophylaxe, wie man als Paar wieder eine neue Ebene zusammen finden kann, kurz, Vieles, was im Umgang mit seiner und meiner Abhängigkeit wichtig und richtig ist.

    Du schreibst, dass du dir Sorgen um ihn machst. Ich frag jetzt mal ganz ketzerisch: Was soll ihm denn in der Klinik passieren? Und – machst du dir nicht viel mehr Sorgen darüber, was dort mit ihm passiert, ohne dass du darüber bescheid weißt? Wenn er von seiner Wochentour zurückkam, wusstest du, wie er ist, wie du mit ihm umgehen musst. Das weißt du jetzt nicht, denn sicherlich wird er ein Teil verändert sein nach der Klinik. Ich kann verstehen, dass dich das verunsichert und dir auch Angst macht. Schließlich ist Veränderung immer auch mit "dem Unbekannten" verbunden, welches uns Angst macht.

    Du schreibst weiter, er sei am Telefon locker und gelöst. Sehr wahrscheinlich ist er das auch und das aus gutem Grund. Schließlich ist er in einer Situation, wo er nicht mehr trinken kann und muss. Und in der er Unterstützung erfährt, ohne das Zeug auszukommen. Und er hat niemanden, der an ihm rummeckert und ihm Vorwürfe macht wegen seiner Sauferei.

    Die trockenen Alkis, die ich kenne, haben es als Erleichterung empfunden, nicht mehr trinken zu müssen. Aber wir Co´s wissen ja immer sehr viel besser, was unser Alki denkt und fühlt, was hinter dem ist, was er uns zeigt. Irgendwann hab ich angefangen, einfach die Worte so hinzunehmen, wie er sie sagt. Schließlich kann ich nicht seine Gedanken denken, auch wenn ich es mir in meiner Hoch-Co-Zeit noch sehr eingebildet habe.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Ja, liebe Shaila,
    genau diese Ängste hatte - habe ich auch mit Waschmaschine, Auto ect. Alles das ist auch passiert! Aber weißt Du was: ich war hier alleine lebend nicht hilfloser als mit ihm zusammenlebend. Wenn er nämlich "breit" mein Auto repariert, woher weiß ich dann, ob ich an meinem Ziel heil ankomme? Dabei habe ich noch nicht einmal Wut unterstellt.

    Die Waschmaschine, die wird dann repariert, wenn mal Lust da ist, das kann aber Wochen dauern.

    Ich habe nun vorgesorgt. Ich musste mir ja auch eine kaufen (und freue mich irre über das Ding, auch wenn ich kein Geld habe - weil sie viel kürzer läuft also viel weniger Strom braucht als die "alte", viel sauberer wäscht ect.) und ich einen Vertrag über 5 Jahre habe, wo die Wartung und die Ersatzteile dann kostenfrei ausgetauscht werden.

    Mir ging es so wie Dir in dieser Scheiß-Abhängigkeit, auf die ich so keine Lust mehr hatte, nein, ich konnte auch nicht ausziehen, weil ich ja kein Geld habe..... Alles Pseudoausreden für mich.

    Erst als es um meinen Kittel und meine Unversehrtheit ging, da begann ich langsam aufzuwachen. Und ganz wach bin ich noch immer nicht, noch manches wird mir erst jetzt bewußt und noch vieles wird mir bewußt werden.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Ich denke, es ist gar nicht interessant, was die anderen mitbekommen, sondern wie Du dich fühlst. Und mir ging es nicht gut wenn ich täglich die Fahne riechen musste. Ich zog mich selber zurück und somit auch aus der Beziehung raus. Aber vielleicht bist Du da "stärker" als ich und bist bereit diesen Weg zusammen mit ihm zu gehen, wobei es ja bei Deinem Partner eine gewisse Einsicht zu geben scheint, was schon ein Ansatz sein kann.

    Oh Shaila, "breit" ist zwar der Vollrausch, da hast Du recht, aber am Auto rumwerkeln ist meines Erachtens auch mit Spiegel nicht so gut. O.k. der Spiegel muss in manchen Fällen sein, um überhaupt eine solche Reparatur durchzuführen, wohl fühlte ich mich aber nicht nach solchen Reparaturen.

    Davon mal abgesehen war bei mir irgendwann das Level erreicht, dass ich keiner Reparatur mehr traute und auch grundsätzlich davon ausgehen konnte dass der Verursacher des Defektes ja so und so ich sein müsste. War mir irgendwann mal echt zu doof...

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Hallo Shaila,

    ich hab auch gedacht das es der Carakter meines Mannes ist. Denn auch das kenn ich alles.

    Oder die Eifersucht, das wird wohl so sein bei ihm als ich dann hier ankam und gelesen und gelesen habe stellte ich fest das ist die Krankheit.

    Teilweise fand ich hier genau denselben Wortlaut wieder manchaml musst ich schauen ob ich den Text nicht geschrieben hatte. Nein...es war nicht mein Text.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Charakter - Alkohol - es kann beides sein. Zumal der Alk die Kritikfähigkeit nicht unbedingt erhöht ;)

    Er hat das Talent die Schuld auf Dich abzuwälzen, und Du das Talent, diese Schuld anzunehmen ;) Ich bin da ebenso gut! Will das aber nicht mehr weiter leben, weil so keine Offenheit funktioniert - keine Vertrautheit und keine Freundschaft, ganz zu schweigen von Partnerschaftsbeziehung.

    Eigentlich ist aber gar nicht so wichtig, was oder warum es war sondern dass es Dir oder mir vielleicht nicht gut tut. Und wenn mir etwas nicht gut tut, dann sollte ich es mit Vorsicht in mein Leben integrieren oder eventuell nicht in meinem Leben halten.

    Es hat nur lange gedauert bis ich auch bereits war offen zu fragen und zu antworten was ich will, was ich nicht will oder was ich überhaupt ertragen kann. Das wieso, warum, weshalb sollte keine Rolle spielen, sondern nur ob es mir gut tut oder nicht. Aber das zu leben ist für mich nicht ganz so einfach wie es aufzuschreiben ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Das finde ich aber schön "Jeden Tag mit einem Lächeln zu beginnen und der Tag wird mein Freund sein" Das muss ich für mich versuchen zu verinnerlichen. Nein Shaila, das finde ich schön weil es lebensbejahend ist und vertrauend. Ich denke mal, das kann einfach nur ein schönes Wort eines ganz "normalen Pfarrers oder oder oder" gewesen sein, der den Menschen Kraft geben will.

    Selbstbewußtsein - ist ja nach außen vorhanden ;) da ahnte keine was. Nach innen muss ich arbeiten und diese Verletzungen, die nun zu Narben wurden gut pflegen.

    Beispiel: ich habe früher immer gehofft, dass ihm mein selbstgebackenes Brot schmeckt und ihn gefragt "schmeckt es". Ich bin doch wohl nur ein dummes Huhn? Das kann ich doch selber beurteilen, da brauche ich seine Meinung doch nicht.

    Ich hatte Angst vor dem Umzug - ich habe Angst dass mein Auto kaputt geht - ich habe Bedenken, es finanziell nicht zu schaffen ... aber ich habe die Angst verspürt dass die Sucht mich umbringt. Ich hatte alles verloren - es gab also nichts mehr zu verlieren und ich bin gestartet..... vielleicht komme ich auch demnächst mal bei mir an.

    Was mir mein Leben lang sehr half war, wenn ich verletzt war, oder gedacht habe ich wurde verletzt, mal zu hinterfragen ob von der Gegenseite wirklich ein Angriff kam oder ob ich mir das einbilde. Ich trete mir auch schon mal gegen das Knie und sage "werte Dame, so wichtig bist Du auch nicht, dass für alles schlimme Du verantwortlich bist, Du Narzisst Du..." Denn auch das schlechte und die Fehler auf sich zu beziehen ist egozentrisch, finde ich ....

    Einfach ein Lächeln in den Tag, liebe Shaile ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!