JETZT helfen wir uns selbst !! ... Tipps, Erfahrungen etc.

  • Jetzt muss ich mal Kaltblut unterstützen und gleichzeitig Karl Valentin als Anlehnung benutzen:

    Am Montag eine zum nett ansehen
    am Dienstag die toughe "Macherin"
    am Mittwoch die Köchin
    am Donnerstag die Zugehfrau
    am Freitag den Muttertyp
    am Samstag die Kumpeline
    am Sonntag... na, darf sich jeder aussuchen

    Und die Woche ist gerettet! :P

    Karl, aber nu nix wie weg hier, gab beim letzten Mal schon so viel Prügel !!! :P

  • Guten Morgen Karotte

    Zitat von Karotte

    Das mit dem Harem is auch ein so unrealitischer Traum..das würden Männer nicht hinkriegen... soviele Gespräche, soviel Nähe


    Du glaubst nicht ernsthaft, daß Männer ein Harem wollen, für Nähe und Gespräche? :shock:
    *Ironie on* Nahein - das Praktische an einem Harem für nen Mann ist doch, daß sich die Frauen untereinander Nähe und Gespräche geben können und der Mann ist "nur" noch zuständig für den Rest - na du weißt schon... *Ironie off*

    Zitat von Karotte

    ein guten Morgen Ritual..oder ein mitsichselberZEitRitual...ich mag Rituale


    Au ja, so etwas finde ich auch superschön, magst du mal etwas ausführlicher beschreiben, oder Tips geben?

    LG
    Feuervogel

  • Soso, Kalli will „nur“ 5 Frauen, und Spedi gleich 7 :shock: …. da schau her :lol: … und Karotte schwankt noch zwischen modernem Harem, WG und Großfamilie… :lol:

    Mh… das wäre ja evtl. noch zu schaffen… aber Männer erwarten ja, das alles an EINEM TAG zu sein :shock: …waaaaaah :x . Fehlt nur noch Berufstätigkeit, Kindergärtnerin, Erzieherin, und dabei sollen wir noch die ganze Zeit…siehe Montag !
    Ey, dat kann ja KEINE !! :x

    Und nööö, Kloppe kriegt hier ja niemand, aber ich notiere mir das alles selbstverständlich, und erstelle davon ein Persönlichkeitsprofil, is klar, oder ? 8):P
    Und die Kopier/Zitat-Funktion ist mir auch geläufig, falls ihr Beiden, lieber Kalli und lieber Spedi vergesst, was ihr hier geschrieben habt. Denn Männer neigen ja zur „Vergesslichkeit“…. „ach ja, ich bin ja verheiratet… fällt mir ja JETZT erst wieder ein :shock: … also…öööhm, ich muß dann ma wieder los… Ja natürlich, ich ruf Dich an 8) … gaaaanz bestimmt… aber jetzt muß ich Zigaretten holen… 8) “ und sie wurden nie wieder gesehen…. :shock::?

    Aaaaaaaah, ich hab mich jetzt doch entschieden, ich nehm die Harems-Variante, da is man den Kerl wenigstens mal für n paar Tage los... geteiltes Leid is halbes Leid und so... für Unterkunft, Verpflegung und leichte Kleidung wäre auch gesorgt und die Kindererziehung könnte man sich auch teilen. Also, ich nehm das !

    LG
    Lilly :D

  • So, jetzt ma Ernsz bei die Fische 8) oder wie der Spruch heißt. Und jedem Wünsche ich das er/sie den Traum verwirklichen kann den er/sie von nem Leben hat. Das allerallerwichtigste dabei ist das eigene ICH. Das sollte im Mitelpunkt stehn, das sein um was sich die Welt desjenigen dreht. Das Ich sollte gestärkt und groß sein und seine Bedürfnisse und Gfeühle kennen...sonst funktioniert nämlich nix davon. Und übrigens die meisten Kommunen und Lebensgruppen brechen an Liebeskonflikten entzwei... Naja und in einer Ehe kommt es dazu wahrscheinlich nicht mal...weil die Liebe irgendwann nicht mehr da is... :roll: Wenn das ich stark ist und gut gepflegt wird findet man/frau aber immer wieder raus aus dem Dilema bzw. läßt es gar nicht dazu kommen. Das allererste sollte also die ICH/SelbstStärkung sein :!:

    Das Cosein besteht ja im Grunde genommen auch aus vielen Aspekten und Qualitäten die im Grunde genommen gut sind und in einer Gesellschaft/Gruppe/für sich allein auch wertvoll und sehr wichtig. In der Coabhängigkeit sind diese aber voll außer Kontrolle geraten. WEIL sie nur auf eine Person angewendet werden bzw. konzentriert werden. Und nein, das ist nicht das ICH (Schön wärs) sondern der ALKI. Wenn wir diese Qualtitäten aber in einem größeren Kontext einsetzen und auch unselbst nicht vergessen kann es zu einer Heilung kommen und alles wieder seinen Platz finden. Zuerst die ICH STÄRKUNG aber nicht vergessen. Wir können unsere Energie dann in gute Projekte stecken, Ehrenamtlich arbeiten, anderen helfen....etc.
    Und das erklärt im übrigen auch warum soviel Frauen Co´s sind. Denn Dinge wie Pflege, Sorge, Kümmern...etc. sind einfach frauliche Talente. (och in der Steinzeit - Evolutionär bedingt sozusagen).

    Auch in anderen Bereichen ist es wichtig uns auszuleben. Wir brauchen, gerade als Frauen, Kanäle wo wir unsere weiblichen Energien spüren und Ausleben können (auch Rituale)...ich kann meine Weiblichkeit gut leben beim malen, tanzen, lieben, Walsspaziergang, beim Umgang mit meinen Tieren und auch anderen...

    Diese Energien werden glaube ich in einer festen Partnerschaft mit der Zeit unterdrückt, woher kommen sonst die ganzen Klischees und TV Serien wie eine schrecklich nette Familie o. ä. Und da bleibt dann halt der Sex und Liebe auf der Strecke. Aber im Grunde genommen wird dann nur was unterdückt und äußert sich dann in Krankheiten und Opferhaltungen etc.
    Ich glaube ich sollte mir auf jeden Fall nen Liebhaber suchen...denn die Energie fehlt mir gnaz gewaltig... Ein Lob auf die Freiheit, die wir genießen dürfen!

    Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Ach und Stichwort Ritual: Für mich gehören zu einem Ritual feste Tätigkeiten, am besten auch gleiche Abläufe. So wie beim Yoga am Anfang das Ohm/Shanti/Frieden.
    Ein Morgenritual könnte sein eine Kerze anzuzünden und ganz bewußt den Tisch zu decken...bewußt eine bestimmte Musik einzulegen oder bewußt die Stille zu genießen.
    Oft haben für mich Rituale mit Kerzenlicht und einer Art Meditation, Bewußtwerdung zu tun... und auch mit Gesängen...
    Wär das nicht toll so ein Kreis von Menschen ums Feuer - singend - vielleicht tanzend....? Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Karottchen,

    Zitat

    Und da bleibt dann halt der S** und Liebe auf der Strecke. Aber im Grunde genommen wird dann nur was unterdückt und äußert sich dann in Krankheiten und Opferhaltungen etc.

    Ich persönlich denke, anders herum wird eher ein Schuh draus, erst bleibt die Liebe zueinander auf der Strecke, dann erst der S*
    Irgendwie scheint die Nähe zueinander „wegzugehen“, damit auch die Zärtlichkeit und das gegenseitige Verstehen. Denn ohne Nähe und miteinander reden „verstehen“ wir uns nicht mehr, wie denn, niemand kann wissen, was der andere wirklich denkt oder fühlt. Man kann zwar aus dem Verhalten des anderen, wenn man ihn lange kennt, Rückschlüsse ziehen, aber das ist gefährlich, in 8 von 10 Fällen mag das zutreffend sein, aber 2x vielleicht völlig daneben, mir wäre dieses Risiko schon zu hoch, da frag ich lieber meinen Partner, wie es ihm geht ?

    Dann kommt wieder seine Erziehung ans Tageslicht, die nicht nur evolutionsbedingt ist, sondern auch erzieherisch :wink: . „Über Gefühle reden Männer nicht !“ Das sie ihrer Partnerin damit auch die Möglichkeit zum verstehen nehmen…tja, daran wird wohl nicht gedacht. :roll::(

    Kommt es dann aber zu richtig kritischen Situationen, wo sie „müssen“, weil sonst auch das ganze restliche Kartenhaus zusammenbricht, geht es plötzlich.
    Oder mal auf den Alkoholismus bezogen. Im nassen Stadium wird kaum jeman(n)d über seine Gefühle reden wollen, wird man(n) aber trocken, wird es früher oder später notwendig, dann geht es auf einmal, weils nicht mehr anders geht, und weil man(n) seinen Hintern retten will. :wink:
    Für Frauen gilt das sicher auch, aber wohl eher im beschränkterem Ausmaß, da sie es gewohnt sind, über Gefühle zu sprechen, sie tun sich da beim Trockenwerden in dieser Hinsicht leichter, so meine Beobachtung zumindest, vielleicht irre ich mich aber auch.

    Ich habe das hier oft im Forum erlebt, das dann plötzlich Männer DOCH reden (schreiben) konnten, nur schade, das manchmal erst solche Situationen eintreten müssen, aber so ist das wohl.
    Der Mensch wird erst dann handeln, wenn es nicht mehr anders geht, wenn der Leidensdruck zu hoch wird, erst dann wird er seine Bequemlichkeit an hintere Stelle rücken.

    Zitat

    Ich glaube ich sollte mir auf jeden Fall nen Liebhaber suchen...denn die Energie fehlt mir ganz gewaltig... Ein Lob auf die Freiheit, die wir genießen dürfen!

    Meinst Du das jetzt ernst, Karotte ?
    Für mich wäre das so, als würde ich einen anderen Menschen zur Stillung meiner Bedürfnisse benutzen, sowas kommt für mich keinesfalls in Frage und ich möchte auch nicht, das jemand sowas mit mir tut. Dann würde ich mir ja wie Dreck vorkommen, und so geht es evtl. auch dem anderen.
    Neee, also dafür bin ich mir mittlerweile viel zu schade.

    Und ein Mann ist kein Spielzeug, sondern ebenso ein Mensch mit Gefühlen und mit denen darf man ebenso wenig rumspielen.
    Die Energie fehlt Dir ?
    Die Energie ist in DIR SELBST !
    Die Energie, die Du daraus ziehen möchtest, falls Du dat wirklich ernst meinst, Die raubst Du dann aber dem anderen damit.

    Ich halte mehr davon, seine Energien aus sich selbst zu schöpfen.
    Dafür müssen allerdings auch welche dasein.
    Allerdings hat auch jeder Mensch Energiereserven, von denen er nichts ahnt.
    Das kann ich jedenfalls persönlich so bestätigen, denn ich mußte meine schon mehrmals anzapfen. Ich habe mich dann irgendwie darauf verlassen, das sie da sind. Mir wurde das auch so gesagt, ich habs einfach geglaubt, und es war dann auch so. Ich habe mich in dem Moment auf Menschen verlassen, die das selbst schon erlebt haben und ihnen einfach mal vertraut.

    Zum Energien aufladen hab ich noch n paar Tipps, die helfen könnten. Damit müssen wir dann aber genau da ran, was Du auch schreibst, Karotte, ans eigene ICH. Und das wird ungewohnt und somit auch erstmal unbequem. Muß halt jeder selbst wissen, ob er will oder nicht oder einfach so weitermachen.

    Ich muß das aber erstmal zusammenschreiben, was ich da so recherchiert habe, und es gibt natürlich keine Erfolgsgarantien, aber ausprobieren lohnt sich bestimmt.
    Und ich kann selbst nix davon perfekt, aber es sind meine Ziele, denen ich nahe kommen möchte, aber perfekt will ich nie wieder sein (wollen) , die Zeiten sind rum. Es muß sich schon mit meinem Innersten vertragen, denn darauf werde ich immer achten. Darum werde ich auch nix tun, was völlig meiner Natur widerspräche, denn dann arbeite ich gegen mich selbst.
    Tja alles nich so einfach, aber einfach kann ja jeder… :P:lol:

    LG
    Lilly

  • Hallo Lilly, es ist sehr energetisierend mit Dir zu kommunizieren.
    Ich denke in den meisten Langzeitbeziehungen bleibt die Liebe eher auf der Strecke wie der Sex. Da viele Frauen doch noch sehr opferbereit sind, bzw. vielleicht durch den Sex die Liebe wiedererwecken wollen..oder auch aus ähnlichen diffizilen Gründen. Aber sicher gibts das auch genauso andersrum. Kommt ja auch auf den Typ und die Beziehung an, was wie wichtig ist oder war....etc.

    Ich bin wahrscheinlich auch nicht so die beste Kennerin was gute beziehungen angeht... da habe ich noch keine großen Erfahrungen, sicher auch im Zusammenhang mit meiner eigenen Coabhängigkeit. Kann also nur mein eigenes Bild und meine eigene Wahrnehmung und meine eigene Erfahrung hier wiedergeben.

    Ich finde es auch schade, das Zärtlichkeit und Nähe oft hauptsächlich in Verbindung mit Sex passieren...
    Und ich stelle auch immer wieder fest das die meisten Männer, zumindest die die ich kenne nicht wirklich bereit sind an einer Beziehung zu arbeiten und Ihren Mund mal aufzumachen... es ist eigentlich egal was es für eine Art von Beziehung ist...Arbeit brauchen sie alle...man könnte auch sagen Aufmerksamkeit und Aktivität...klingt besser... obwohl für mich Arbeit etwas positives darstellt.
    Bei meinem Ex nervt es mich total das ich Ihm alles aus der Nase ziehen muß und es verletzt mich auch immer wieder...erst sehr spät von vielem zu Erfahren...für mich ist es wichtig zu wissen wie es den Menschn in meinem Umfeld geht. Ich habe allerdings auch eine Bekannte...die sagt immer "gut". Auch wenn es nicht so ist...Sie kann Ihre Gefühle nicht mitteilen. Das ist sehr traurig, ich denke auch deshalb kann ich Sie nicht als Freundin bezeichnen, da Sie sich halt nicht öffnen und mitteilen kann, denn da führt jedes Gespräch in die Leere oder bleibt absolut oberflächlich.


    Erziehung: Ein absolut wichtiges Stichwort. Geschlechterspezifisch is immer noch das was in der Erziehung angewendet wird. Mädchen und Jungs werden auf ein Bild geprägt... Frauen werden zu Opfern, Männer zu Schweigern. Aber wenn wir Erwachsen sind können wir uns wenigstend ein Stück weit darauß befreien. Und wir können es an weitere Generation versuchen anders weiterzugeben.

    Wenn ein Mann fremd geht oder keine Beziehung eingehen möchte weil er körperliche Liebe mit mehreren (z.B.) leben will wird das gesellschaftlich immer noch viel mehr akzeptiert als wenn Frauen das wollen. Aber warum soll ich als Frau nicht die gleichen rechte haben. Irgendwie sind Frauen noch in vielen Dingen , auch in unserer fortgeschrittenen Gesellschaft, unterjocht und die Welt ist eine Männerwelt.
    Ich habe nichts gegen Männer, ganz im Gegenteil. Ich wäre froh mehr männliche Wesen in meinem Leben zu haben... mir hat das schon beim Vater angefangen im Leben gefehlt... Kinder brauchen auch beide Seiten um sich selbst ganz zu sehen....

    Zitat

    Kommt es dann aber zu richtig kritischen Situationen, wo sie „müssen“


    Tja, bei meinem klappt das nicht. Leider hatten wir oft die besten Gespräche wenn er getrunken hatte. Und sonst scheint er mir irgendwo hängengeblieben zu sein... momentan scheint mein Kopf soviele Schritte weiter. Irgendwie hängen wir aber zusammen...vielleicht sind es unsere Seelen die sich doch irgendwo so ähnlich sind? Vielleicht kennen wir uns von früher. Aber in dieser Beziehung werden die Bedürfnisse die ich mir eben nicht mehr selbst erfüllen kann so zielich überhauptnicht erfüllt. Was mache ich da. Warum sollte ich mir sie nicht anders erfüllen?
    Mit dem einen Menschen kann man wunderbar ausgehen und sich amüsieren, mit dem anderen quatschen über Gott und die Welt, und wieder ein anderer weckt mit Dir zusammen die sexuelle Energie... warum dürfte das nicht sein? Hab da leider auch nicht soviel Erfahrung mit mehrfachkonstellationen.... Aber warum sollte ich mir die Bedürfnisse die ich habe nicht erfüllen dürfen. Aus falschen Moralvorstellungen heraus? Die meiner Meinung nach ahuptsächlich dazu da sind zu kontrollieren...die Frauen nicht zu strak werden zu lassen... das hat sich so eingeschliffen in der Gesellschaft.
    Aber wer ist eigentlich Gesellschaft? Das fängt, so wie ich das sehe, bei mir, beim einzelnen an...diese ganzen Individuen zusammen machen die Gesellschaft...aber auf den einzelnen kommt es an.

    Zitat


    erst dann wird er seine Bequemlichkeit an hintere Stelle rücken.


    Meinst Du wirklich das hat was mit Bequemlichkeit zu tun? Liebe Männer wie seht Ihr das? Ich glaube nicht das es an einer Bequemlichkeit liegt.

    Zitat

    Für mich wäre das so, als würde ich einen anderen Menschen zur Stillung meiner Bedürfnisse benutzen,


    Es gibt bei der Efüllung der eigenen Bedürfnisse eine Grenze, da wo ich es nicht mehr alles alleine hinkriege...wo ich auf Gegenüber und miteinander schon auf eine gewisse Art angewiesen bin... warum sollte Frau sich nicht die Bedürfnisse erfüllen die sich auch Männer erfüllen? Warum beutzen...es wird keiner gezwungen etwas zu machen was er/sie nicht möchte...aber man kann doch zusammen etwas feiern was beide gneißen können, oder? Keine Ahnung wie ernst ich das meine. Aber Sehnsucht ist ein starkes Gefühl.

    Zitat


    Und ein Mann ist kein Spielzeug, sondern ebenso ein Mensch


    Na, ich auch nicht....
    Und wenn ich mit jemandem was genießen heißt das doch nicht das ich mit seinen/ihren Gefühlen spiele?

    Zitat

    Die raubst Du dann aber dem anderen damit.

    Oder man gibt sich gegenseitig Energie....

    Zitat

    Zum Energien aufladen hab ich noch n paar Tipps, die helfen könnten.

    Na, auf die Liste freue ich mich schon...

    Zitat


    Damit müssen wir dann aber genau da ran, was Du auch schreibst, Karotte, ans eigene ICH. Und das wird ungewohnt und somit auch erstmal unbequem. Muß halt jeder selbst wissen, ob er will oder nicht oder einfach so weitermachen.

    Ja, Genau

    aber einfach kann ja jeder ... Aber manchmal is das Einfache auch das Schwer, das merkt man oft erst wenn man mal den anderen Weg probiert...der einem vorher so fremd erschien...

    In Liebe und Achtsamkeit.. die Möhre

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Ach und nochwas, es wäre natürlich perfekt alles in einem zu finden und eine glückliche Zweisamkeit bis an das Ende unsere Tage zu leben...aber ich denke das gibts nur selten... das mit dem Töpfchen und dem Deckelchen...soll nur dafür Sorgen das die Hoffnung nicht ausgeht und man sich vielleicht nach anderen Wegen schaut. DIe Topfgrößen unterliegen doch eh Normgrößen. Und da kann auch mal der Deckel von dem einen Topf auf den anderen passen...mechanisch betrachtet...aber farblich.. und erst vom Stil her...*?*

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Zitat

    Hallo Lilly, es ist sehr energetisierend mit Dir zu kommunizieren.

    Mit Dir auch, liebe Karotte :D pass ma auf, in 2 Stunden sind wir so aufgeladen, das wir uns irgendwo unkontrolliert entladen :shock: wo sind eigentlich Spedi und Kalli, meine liebsten Opfer ? 8):lol:

    Zitat


    Ich finde es auch schade, das Zärtlichkeit und Nähe oft hauptsächlich in Verbindung mit S** passieren...
    Und ich stelle auch immer wieder fest das die meisten Männer, zumindest die die ich kenne nicht wirklich bereit sind an einer Beziehung zu arbeiten und Ihren Mund mal aufzumachen...

    Das IST auch schade, und sie wissen selbst wahrscheinlich gar nicht, was sie sich damit nehmen. :(
    Aber es gibt auch Hoffnung, nicht alle Männer sind so, man darf sie nicht alle über einen Kamm scheren, ich kenne auch andere. :wink:

    Mh, den Mund aufmachen, nööö, wolln sie eher nich so… das fatale daran ist allerdings, das meist schon lange nix mehr in Ordnung ist, aber da wollen sie nicht nachschauen, weils Angst macht, also lieber totschweigen, wird schon irgendwie wieder in Ordnung kommen. Das gleiche Verdrängungs-Phänomen gibt’s aber ebenso bei Frauen, beispielsweise bei CO`s, wie lange wird da der Partner gedeckt, weil man die Fassade aufrecht erhalten möchte ?

    Zitat

    Bei meinem Ex nervt es mich total das ich Ihm alles aus der Nase ziehen muß und es verletzt mich auch immer wieder...erst sehr spät von vielem zu Erfahren...für mich ist es wichtig zu wissen wie es den Menschn in meinem Umfeld geht.

    Das ist mir auch schon oft so passiert…. von anderen mehr zu erfahren wie von meinem Partner selbst. Darauf dann aber von mir mal ernsthaft drauf angesprochen, konnte er es selbst nicht erklären, warum es so ist. Er versuchte dann aber, das nicht mehr zu tun, es geschah auch nicht aus böser Absicht. Er wußte gar nicht, das er mich damit kränkte. Und warum ?? WEIL WIR NICHT MEHR MITEINANDER REDETEN !! :roll:
    Aber ich schieb da ihm nicht alles in die Schuhe, auch für mich wurde er zur Selbstverständlichkeit, er war ja immer da. Das es keinesfalls selbstverständlich ist, das ein Partner bei einem ist, hab ich wohl vergessen :oops: . Ich hoffe aber, das mir sowas nie wieder passieren wird.


    Zitat

    Wenn ein Mann fremd geht oder keine Beziehung eingehen möchte weil er körperliche Liebe mit mehreren (z.B.) leben will wird das gesellschaftlich immer noch viel mehr akzeptiert als wenn Frauen das wollen. Aber warum soll ich als Frau nicht die gleichen rechte haben. Irgendwie sind Frauen noch in vielen Dingen , auch in unserer fortgeschrittenen Gesellschaft, unterjocht und die Welt ist eine Männerwelt.

    Mag sein, das es so ist, aber deshalb muß ich mich nicht auch auf eine für mich moralisch niedrige Stufe stellen. Mir doch egal, was andere machen… :P
    Ich sehe es nicht als Recht, das gleiche dann auch zu tun. Das wäre ja völlig gegen meine Natur als Frau, denn ich verbinde S* mit Liebe.
    Ich dachte auch mal, ich könne das anders, so als Lilly-Großkotz/Oberschlau, ich habe mir damit schwere seelische Verletzungen zugefügt, WEIL ich gegen meine eigene Natur handelte und totunglücklich wurde. Aber ich hatte ja den Alk, auch das konnte ich damit „wegmachen“.
    Und ich halte S* mit wechselnden Partner nicht gerade für fortschrittlich, sondern für eine schreckliche „Gesellschaftskrankheit“, in der der einzelne Mensch nichts mehr gilt, auswechselbar ist und Massenware. Das net tut übrigend seinen Teil dazu bei… nix für die Lilly…

    Manche Erfahrungen muß man aber erst selbst machen, da hält einen eh nix von ab, können andere sagen, was sie wollen, egal.
    Bei mir kommt da sicher auch mein Alter zum Tragen und gewisse eigene schmerzhafte Erfahrungen, die ich Laufe meines Lebens machen mußte, früher habe ich auch über vieles anders gedacht, ich habe da für mich einen innereren Reifeprozess durchlaufen, andere können völlig anders aussehen. Aber ich bin nun mal so…

    Zitat

    Und ein Mann ist kein Spielzeug, sondern ebenso ein Mensch

    Na, ich auch nicht....
    Und wenn ich mit jemandem was genießen heißt das doch nicht das ich mit seinen/ihren Gefühlen spiele?

    Nein, natürlich nicht, wenn vorher klare Absprachen getroffen wurden. Werden sie aber meist nicht :wink: . Und ich kenne keine Frau, die so glücklich wurde, aber mag sein, das es trotzdem welche gibt. Allerdings stellt sich auch das oft als Fassade raus, es wirkt nach außen hin cool, aber innen wird gelitten :cry: . Wer es kann, meinetwegen… ich bin kein Moralapostel, habe aber durchaus MEINE Moralvorstellungen, und an die halte ich mich, weil ich sonst persönlichen Schaden nehme, so meine Erfahrung. Ist also auch ein purer Selbstschutz. 8)

    Zitat

    Die raubst Du dann aber dem anderen damit.
    Oder man gibt sich gegenseitig Energie....

    Dazu müßte aber erstmal in einem selbst welche vorhanden sein, oder ?
    Und man „darf“ wohl auch mal vom anderen Energie abziehen, wenn man selbst grad völlig durchhängt, und der andere ganz viel hat. Aber so als Dauerzustand wird es jede Beziehung zerstören, in der einer nur absaugt und der andere ausbrennt.
    Es heißt ja „in guten wie in schlechten Zeiten“, in schlechten Zeiten muß man sich ja auch gegenseitig beistehen, aber müssen dann auch mal wieder bessere kommen, und meist kommen sie ja auch.
    Leider werden meiner Meinung nach heut viel zu früh Beziehungen hingeschmissen, weil ja so auswechselbar. Dran arbeiten…och nööö… lieber nich, zu anstrengend, ich tausche lieber aus…

    Vieles davon gilt aber nicht für Abhängigkeitsbeziehungen zu Suchterkrankten, da gelten dann wieder andere Gesetze. Die kennen wir hier Alle (hoffentlich).
    Darauf bezieht sich mein Beitrag auch nicht, aber ich denke, wir wollen ja irgendwann mal wieder in gesunde Beziehungen, und darüber mach ich mir halt auch Gedanken.
    Ich wiederhole ungern Fehler, habe selbst genügend gemacht, müßte langsam mal ausreichen :roll: … und ich schau jetzt lieber, wie ich dat besser machen kann.
    Dazu gehört aber auch Veränderung an MIR, nicht am Partner rumbasteln wollen.
    Das möchte ich nicht.
    Den muß ich schon so nehmen, wie er ist, entweder so oder garnich.
    Und ich mag auch gern Männer, aber ich meine damit auch Männer, und keine "Kinder in großgewordenen Körpern…" :?

    LG
    Lilly

  • Hallo ihr Lieben!

    Jetzt will ich auch mal was loswerden...

    Zitat

    Leider werden meiner Meinung nach heut viel zu früh Beziehungen hingeschmissen, weil ja so auswechselbar. Dran arbeiten…och nööö… lieber nich, zu anstrengend, ich tausche lieber aus…

    Leider hat genau die "Arbeitseinstellung" mich total in die Co-Abhängigkeit gelenkt. Bei der ersten "richtigen" Beziehung kriegte ich das nämlich aus der Familie meines Ex mit auf den Weg. So habe ich viel zu spät erkannt und sehen wollen, dass es damit nicht getan ist. Irgendwann ist es nicht mehr möglich zu arbeiten. Dann ist die Liebe weg und dann sollte man lieber schneller gehen als zu lange bleiben.

    Und jetzt habe ich viel zu lange gekämpft, um den Alk zu besiegen und meinen Freund dazu zu kriegen, trocken zu werden. Die Liebe war doch so stark! Da muss man doch kämpfen und das gemeinsam durchstehen. Das wird schon, wenn wir uns nur genug lieben...

    Ich hätte viel lieber die Umsetzung und Einstellung gehabt, gehe wenn es dir noch nicht so fürchterlich schlecht geht. Manchmal gibt es einfach nichts zu kämpfen... Und nun bin ich kurz vor dem nächsten Zwischenziel, ziehe diesen Monat aus und darf mich wieder von vorne aufbauen, zusammensammeln, lernen zu lieben. Wäre alles nicht so schlimm geworden, wenn diese "Kämpfer-Einstellung" nicht da gewesen wäre...

    Stefka

    P.S. Dieser Threat hat mir heute morgen übrigens sehr den Tag gerettet und mich aus einem Mega-Tief herausgeholt. Leider kommt der eigentliche Zweck in der jetzigen Diskussion zu kurz. Das klingt mir mehr nach "Generalabrechnung" und unbefriedigtem Dampfablassen. Würde mich viel mehr über weiter konstruktive Vorschläge und Hilfetipps freuen, schließlich heißt der Titel ja JETZT helfen wir uns selbst !! ... Tipps, Erfahrungen etc. Bitte mehr davon

  • Hey Steffka, echt jetzt? :shock: ... also ich habe über vieles geschrieben was ich als Selbsthilfe sehe...eben, weil ich das Thema des Threads total wichtig finde. Dieses Thema is überhaupt das Thema um aus der Coabhängigkeit rauszukommen. Raus aus der Opferhaltung, rein in die "Selbst"befriedigung. Kennenlernen der eigenen Gefühle und Bedürfnisse und die darauffolgende Selbstbedienung im positiven Sinn.
    IchStärkung...andere Wege finde...etc.

    Liebe Grüße Karotte...auch an die Lilly.... tob mich mal weiter in meiner Küche aus.... :wink:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Stefka,

    Ja, ich schrieb es ja schon im vorigen Beitrag, das, was ich schrieb, nur für „gesunde“ Beziehungen gilt (und es ist auch nur meine persönliche Meinung), obwohl ich mich oft frage, was ist gesund, wo ist die Grenze, aber naja…

    In der Alkoholsucht gelten völlig andere Dinge, nämlich gerade NICHT-MEHR-AUSHARREN, sondern loslassen und gehen. Ob in Liebe oder Unfriede, sei auch mal dahingestellt, sondern es geht dann nur noch darum, den eigenen Hintern und den der evtl. Kinder in Sicherheit zu bringen, denn es müssen nicht gleich 2 oder noch mehrere bei draufgehen, einer reicht, wenn der Alkie sich aus der Alk-Sucht nicht mehr befreien kann oder will.

    Und dann beginnt die schwere Zeit danach, viel Arbeit an sich selbst, die Trauer, die innere Einsamkeit, die Enttäuschung, wieder neu anfangen zu müssen etc.
    Und dafür strick ich grad ma was so zusammen, was helfen „könnte“ nicht jedem hilft das gleiche, jeder muß seinen Weg gehen, den er auch dann zufrieden gehen kann. Und möglichst damit auch wieder glücklich werden kann. Sich selbst was aufzudrücken und das auf Teufel komm raus durchzuziehen, obwohl sich alles innerlich dagegen wehrt, bringt nix, nur inneren Frust. Aber bewegen muß man sich schon, sonst kommt man nicht mehr raus aus der CO-Abhängigkeit und manchmal muß man wohl direkt gegen sich selbst ankämpfen. Ich kenne selbst nicht den „richtigen Weg“, wie sollte ich ? Aber Anregungen hab ich n paar….

    LG
    Strickliesel Lilly :lol:

  • Ich möchte aber dazu ermuntern auch mal andere Wege auszuprobieren als die die Wir schon immer kannten... es gibt oft viel mehr Möglichkeiten...

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Soderle, hab dat Strickmuster fertig, wir brauchen:
    1 Paar Nadeln, Stärke 3,5
    1 Nadelspiel Stärke 3
    500 g Schurwolle mit einem Polyester-Anteil von 15 %
    Maschenaufnahme: 10, wir beginnen im Grundmuster …. :shock::shock::shock:

    Hey, nur Spaß :lol: ! Nich gleich ins nächste Handarbeitsgeschäft laufen…haaaalt !! :D

    Also, es gibt ein paar Eigenschaften / Stärken, die wir zu unseren Gunsten ausbauen können.
    Die sollen dabei helfen, zufrieden oder im besten Fall, glücklich zu sein/werden, hab mir da son bisi was zusammenrecherchiert…

    Als da wären: Dankbarkeit, Leben im Jetzt, Ehrlichkeit, die vielbeschworene Geduld, Gelassenheit, Offenheit, Neugierde, Mut, Entschlossenheit und Beharrlichkeit.

    Desweiteren sollten wir uns im positiven Denken üben, das Schöne sehen und Negatives überwinden können.
    Und wir können positive Gewohnheiten / Rituale selbst entwickeln, die uns Wohlgefühl und Geborgenheit vermitteln können. Und es uns auch daheim schön muggelich machen.
    Bei Dagmar las ich beispielsweise, das sie sich ihre Wohnung in ihren Lieblingsfarben einrichtete, das machte ich auch. Mich interessierte dabei kein bisschen, wie wohl andere nen orangen Teppich im Schlafzimmer fänden, denn die müssen da ja nich pennen :P .
    Und nicht alles muß immer viel kosten, man kann vieles auch günstig bekommen oder selbst machen, nur mal so am Rande für die, die sich trennen wollen und ne eigene Bude herrichten wollen. Nur Mut, man kann vieles, wovon man gar nich wußte DAS man es kann. :shock:

    Es gibt viele Quellen, aus denen wir Glück und Zufriedenheit schöpfen können, teilweise werden wir sie wohl selbst „anlegen“ müssen, und dürfen sie nicht wieder versiegen lassen, dafür müssen wir selbst sorgen. Gut für uns zu sorgen, ist ja sowieso etwas, was viele CO`s und auch Alkies wieder lernen müssen. Auch Entspannungsübungen können hilfreich sein, um zu innerlicher Ruhe zu finden, einige wurden hier schon angesprochen. Es gibt viele Möglichkeiten, auch im Alltag Ruhephasen einzubauen, und die sich auch einzufordern, gehört auch dazu. Halt seine eigenen Bedürfnisse wieder wahrnehmen zu lernen, die oft verschütt gingen oder nie gut gepflegt wurden.

    Ich werde die einzelnen Punkte der Reihe nach etwas ansprechen, meine Gedanken dazu, und würde mich freuen, wenn sie durch Euch ergänzt würden, was Euch noch so dazu einfiele. Dann kriegen wir sicher einiges zusammen. :)

    Einige Dinge sind sicher erst schwer, müssen (neu) erlernt werden, vielleicht wird sich einiges innerlich dagegen sträuben, weil man es nie vorher so tat. Aber ich denke, ausprobieren kann nie schaden, verwerfen kann man einiges immer noch, wenn es nix für einen ist.

    Es ist natürlich keine Therapie gegen CO-Abhängigkeit, sondern eher, sich eine gute Basis zu verschaffen, die es vielleicht einfacher macht, sich daraus zu lösen.

    Auch denke ich, das Äußere Veränderungen auch Innere auslösen können. Sei es gesündere Ernährung, denn woher sollen wir sonst Energie schöpfen, Nahrung ist nun mal unsere „Haupt-Energie-Quelle“, Sport verschafft Wohlbefinden, macht fit und schüttet Glückshormone aus, durch neue Hobbys kann man neue Menschen kennenlernen und sich von ihnen wieder was „abgucken“ usw.usf.

    Zu allem müssen wir aber äußerlich und auch innerlich aktiv werden, wie Karotte schon schrieb, bereit sein, neue Wege zu gehen, neue Dinge auszuprobieren, altes evtl. wieder zu aktivieren.

    So, dabei belass ich es mal für heut… morgen dann ausführlicher und so nach und nach…damit wir Alle was dazuschreiben können, was uns so einfällt.

    LG
    Lilly

  • Hallo,

    hm, mal sehen, ob ich auch mal was loswerden kann hier :roll: .

    Ich habe 26 Jahre lang mit meinem Mann zusammen gelebt, bevor ich mich räumlich von ihm getrennt habe, nee, besser, bevor ich endlich die Kraft hatte, zu gehen! In diesen Jahren versank er immer mehr in seiner Sucht - und ich auch. Er im Alk, ich im Co-Dasein. Wir haben und massenweise Verletzungen und Demütigungen zugefügt. Ich habe aber immer wieder versucht, zu reden, zu ihm durchzudringen, etwas im Kopf bei ihm klar zu machen. Erfolglos...Frau redet, Mann schweigt :? .

    Dann die Trennung, er entgiftet und ist ja auch bis zum Jetzt trocken.

    Da begann aber für mich die größte Zeit der Beziehungsarbeit bzw. Aufarbeitung. Denn nun war da ja ein Mann, der nicht mehr trinkt. Aber auch nur das, denn an Aufarbeitung oder Vergangenheitsbewältigung war nicht für ihn zu denken! Ich habe aber meinen Weg mehr und mehr gemacht, an mir gearbeitet, viele Veränderungen durchlaufen! Ich war endlich für mich ungeheuer aktiv, entdeckte, wie schön es sein kann! Ich habe lange nachgedacht, ob mir eine Aufnahme der Beziehung zu Männe möglich wäre, denn er hat mich sehr tief verletzt, in den Dreck getreten... usw. Durch seinen Suff, aber auch durch andere Dinge, die so passierten, einfach, weil er so ist, wie er ist :roll: . Ich hatte hohe Mauern, meine Gefühle gut versteckt! Mich sollte niemand mehr dermaßen verletzen können! Mehr und mehr wurde mir klar, mit Männe kann ich nicht mehr zusammen leben. Es hat gedauert, bis ich das auch vor mir richtig zugeben konnte! Und ich dachte, ich kann mich wohl niemals mehr für jemanden öffnen, kann mir eine Beziehung zu einem anderen Mann garnicht vorstellen!

    Ich habe erstmal meine Wohnung schön gemacht - nur nach meinem Geschmack! Ich konnte essen und trinken, worauf ich Lust hatte, ich konnte lange schlafen oder fernsehen oder im Forum sein, so lange ich wollte! Das war schon mal Luxus für mich! Ich entdeckte mich mehr und mehr und meine Lust am Leben! Ich lernte jemanden kenne, vor einem Jahr, mit dem bin ich öfter mal in die Oper gegangen, oder ins Ballett. Gemeinsame Interessen, die auf freundschaftlicher Basis gemacht wurden. Er Mann, ich Frau, ich mochte ihn von Anfang an, aber als Mann, als Liebhaber, konnte ich ihn mir nicht vorstellen. Weil ich mir nicht vorstellen konnte, jemals wieder einen Mann an mich heran zu lassen!

    Also gingen wir ab und an mal aus, es war immer sehr angenehm in seiner Gesellschaft. Und an meiner Ex-Beziehung fummelte ich weiter herum. Aber mehr und mehr wurde mir sehr viel klar, ich entdeckte mich, mich als eigene Person mit Wünschen und Bedürfnissen. Und ich entwickelte mich...

    Und irgendwann machte es "klick" in meinem Oberstübchen... :roll: . Und ab da war ich frei!

    Tja, eine Zeit danach sah ich den "Opernmann" mit ganz anderen Augen an, und es machte wieder "klick" und ich war verknallt :shock: . Weia...

    Wohin mit den Gefühlen, ich wollte doch niemals mehr mich dermaßen verletzlich geben, zeigen. Und mich anfassen lassen, nach dem was Männe so alles mit mir gemacht hatte... Zärtlichkeiten, oh ja, ich hatte einen riesen Bedarf, aber Angst, das zuzugeben. Meine Gefühle wurden erwidert...

    Nach und nach, schneller als gedacht, konnte ich mich aber einlassen. Es hat mich viel Mut gekostet, aber es war auch so, dass ich dachte, wenn ich es nicht wage, dann kann ich es niemals erfahren! Und nun ist es wunderbar, es wird jeden Tag noch besser! Meine Mauern sind noch in Sichtweite und ich kann jederzeit dahinter verschwinden. Aber bisher war es noch nicht nötig! Ich habe mich ja auch verändert, bin stärker und selbstbewusster geworden! Mir kann nichts mehr so von dem passieren, was mir damals mit Männe passierte, weil ich einfach anders geworden bin. Mich weiterentwickelt habe. Und natürlich ist dieser neue Mann in meinem Leben ja auch ein anderer als Männe... Völlig anders. Und jetzt gestatte ich mir, einfach mal glücklich zu sein!

    Mir geht es einfach gut, ich gehe mit meinem Leben immer bewusster um. Ich kann wieder etwas geben und bekomme nun auch sehr viel zurück! Ich kann etwas zulassen und sehe, es wird nicht gegen mich verwendet. Ich kann wieder Vertrauen haben!

    So, das war da Wort zum Sonntag

    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Zitat von Aurora

    Ich lernte jemanden kenne, vor einem Jahr, mit dem bin ich öfter mal in die Oper gegangen, oder ins Ballett.

    Soso.... :wink:

    Liebe Aurora, das ich Euch Beiden alles Glück der Welt wünsche, weißt Du ja sicher schon :wink:

    Du hast gaaaanz viel Mut bewiesen, nach so langer unerfreulicher Zeit nochmals eine neue Beziehung einzugehen, das war sicher nicht einfach.
    Ich denke, Du hast sehr viel geschafft in der vergangenen Zeit und zu Dir selbst gefunden. :D

    Und ich hoffe für Dich, das Du nicht wieder in alte Verhaltensweisen reinrutscht, auch das kann ja passieren, aber ich denke, Du wirst sie dann erkennen und gegen ansteuern. CO-Abhängigkeit legt man sicher nicht in kurzer Zeit ab, es dauert sicher Jahre, vermute ich mal… dann gilt es halt, Rückfälle zu erkennen und gegen anzusteuern. Niemand kann gleich alles perfekt und erwartet ja auch niemand. Und Perfektionismus wäre eh schädlich, er hat mich teilweise in meine Sucht getrieben und wohl auch so manche CO. Das brauchen wir nicht mehr :roll: Du wirst auch so geliebt, wie Du bist, in Deinem Fall ist das sogar GANZ SICHER SO :D !! Ganz einfach, weil Du ein sehr liebenswerter Mensch bist !

    LG an Dich
    Lilly

  • Ach Mönsch, das is soooo schön was positives zu lesen...ein Geschichte mit Happy End... ich weiß noch wie ich immer rumgeheult habe bei dieser einen Dokusoap über Sarah C....weil die soooo lieeeebbbb zueinadner waren...vonwegen...bei denen is es auch vorbei...mönsch. Gut das ich Aurora als gutes Beispiel habe *freu*

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Ihr Lieben,

    so, nu mal der Reihe nach, als erste Eigenschaft / Stärke habe ich Dankbarkeit genannt.

    Manche werden sich jetzt fragen „ey na toll, wofür soll ich n dankbar sein?... mein Leben geht/ ging den Bach runter, ich verliere / verlor sehr viel … und n Leben an der Seite eines nassen Alkies war auch nich grad so klasse… :roll::x

    Und doch haben wir Alle sehr viel, aber vieles ist schon zu selbstverständlich geworden, sodas wir es kaum noch wahrnehmen. Den meisten Menschen fällt es leider schwer, dankbar zu sein. Auch bei mir war das so, ich konnte erst wieder dankbar sein, als ich mich aus meiner Alkoholsucht lösen konnte. Auch der Begriff Demut ist mir seitdem vertraut geworden und ich empfinde sie auch oft.

    Wofür dürfen wir allgemein dankbar sein ?
    Wir haben hier vieles, wofür uns andere beneiden.
    Beispielsweise:
    Wir leben seit ca. 60 Jahren in Frieden und in einer Demokratie.
    Wir haben täglich frisches Trinkwassser, für uns was völlig normales, 1,2 Milliarden Menschen haben diesen Luxus nicht.
    Wir haben jeden Tag ausreichend zu Essen, sind mit Lebensmitteln überversorgt und haben eine perfekte Energieversorgung.
    Wir haben ein Dach über den Kopf.
    Und vieles mehr…

    Natürlich gibt es auch hier in Deutschland Misstände, aber verglichen zu vielen anderen Ländern haben wir hier das Paradies auf Erden.
    Wir erwarten aber, das es uns immer noch besser gehen soll, das wird aber nicht mehr so eintreten wie beispielsweise in der Nachkriegszeit.
    Und weil das so ist, hat bei vielen das große Jammern eingesetzt.
    Denn viele Menschen denken, das Glück, die innere Zufriedenheit wäre von materiellen Gütern abhängig. Ein schwerer Irrtum, aber dazu später noch.

    Wofür dürfen wir noch persönlich dankbar sein?

    Oft haben wir eine nicht so tolle Familie, weil evtl. selbst im Strudel der Abhängigkeiten und krankmachenden Verhaltensweisen, aber oft haben wir liebe Kinder oder zumindest einige liebe Freunde, die uns zuhören und uns in Notsituationen helfen werden, wenn wir darum bitten.
    Wenn nicht, sollte man das abändern, denn wir sind gesellige Lebewesen und halten uns darum ab und zu gern in Gesellschaft auf. Manche sagen zwar, ich brauch dat alles nich, glaub ich aber nicht, widerspräche der menschlichen Natur. Aber nun gut, jeder wie er meint….
    Wir haben meist ein Dach übern Kopp und können uns das so schön einrichten wie möglich.
    Wenn wir an Gott glauben, dürfen wir auch dafür dankbar sein.
    Oder in anderer Weise spirituell sind, es ermöglicht uns einen Bezug zur Natur und dem Universum.

    Wenn wir bewußt und aufrichtig dankbar sind, auch für Kleinigkeiten, an denen wir uns erfreuen können, sei es die erste Blume im Frühjahr oder ein wunderschöner Herbsttag, erinnern wir uns immer wieder daran, woher das alles kommt. Wir werden uns so bewußt, das nicht alles selbstverständlich ist, was wir erleben dürfen, es wird uns geschenkt.
    Dankbarkeit führt uns zu einer Quelle innerer Zufreidenheit, die nicht versiegt, wenn wir immer wieder etwas dafür tun, unseren Beitrag dafür leisten.

    Soviel mal zur Dankbarkeit. Ich wünsche jedem von Herzen, das er sie empfinden kann.
    Also nicht immer auf andere schauen, die evtl. mehr haben, wir haben selbst AUCH VIEL !
    Zuviel Schauen nach anderen erzeugt im übrigen auch nur Neid, was sich sicher nicht positiv auf uns persönlich auswirkt. :?
    Klar war jeder auch schonmal neidisch, aber dann bitte auch wieder auf sich selbst besinnen. Ich war es mal, als meine Nachbarn sich n fetten Swimmung-Pool anlegten, während ich meine Badetasche fürs überlaufende Freibad packte :? …. als ich dann aber sah, das der Nutzen in keinerlei Verhältnis zum Aufwand stand, war ich es ganz schnell nich mehr… denn ich lag derweil inner Sonne und genoß den Tag, während sie diverse Säuberungs-und Chlor-Aktionen absolvierten :lol: … ich übte mich derweil mit leckerem Eistee im „positiven Denken“…

    LG
    Lilly

    P.S: Liebe Karotte, auch auf Sarah C. war ich nie neidisch, ich weiß jetzt auch, warum... :lol:

  • Liebe Lilly, neidisch war ich auch nicht...aber so traurig, weil ich bei mir im Leben sowas nicht hatte...noch nie... Aber wahrscheinlich auch mehr show als echt..ne.

    Das mit der Dankbrakeit da hast Du vollkommen recht. Und ich bin auch Dankbra, das die Dankbarkeit was ist was ich doch immer für irgendwas empfunden habe... und seis um das Wasser frühmorgens im Gesicht.
    Ich glaube Demut und Bescheidenheit sind gute Dinge...die wir aber oft vergessen.... habe ja lange mit Außen WC und ohne Bad und mit Kohleofen gelebt... das war echt ne gute Erfahrung.... und ich habe es sehr genossen den Ofen zu heizen... Dagmar holt ja sogar Ihr Wasser aus dem Brunnen.

    Ich glaube in unserer Europäischen Welt gibt es einfach zuviel selbstvertsändlichen Luxus...


    Ich glaube ich schreibe mir deine Worte mal ganz groß ab...

    Dankbarkeit, Leben im Jetzt, Ehrlichkeit, die vielbeschworene Geduld, Gelassenheit, Offenheit, Neugierde, Mut, Entschlossenheit und Beharrlichkeit.

    So, nach 2,5 STunden Forum werde ich jetzt mal unter meine Dusche verschwinden...ganz dankbar über Heizung und warmes Wasser....

    LG Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hab noch wat verjessen... :oops:

    Desweiteren dürfen wir weitestgehend selbst über unser Leben selbst bestimmen, und was wir darin tun, wir müssen es "nur" tun :wink: . Niemand wird uns daran hindern, auch das ist nicht überall auf der Welt so :( auch dafür dürfen wir dankbar sein ! :)

    LG
    Lilly

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