Wow Trudchen,
bin gerade zurück aus der Versenkunk. Versunken in Dagmars Thread. Mir schwirrt der Schädel.
Ausserdem bin ich sprachlos, wie dreist ein Mensch sein kann. Trudchen, ich geb dir nur den Tipp: Jeden Gedanken an, über, um ihn schickst du am besten gleich weiter in die Wüste.
Leichter getan als gesagt, ich weiß, aber du musst aus der familiären Verstrickung raus. Die tut dir nicht gut. Raus, raus, raus.
Kannst du ihn dir irgendwie vom Leib halten?
LG Thelma
Zwei Schritte vor und einen zurück
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Thelma -
24. November 2008 um 12:14 -
Geschlossen
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Aus der Versenkunk, ah ja.
Trudchen, ich muss jetzt aufhören, bin morgen wieder hier, halt die Ohren steif, gute Nacht. Vielleicht kannst du heute besser schlafen, wenn nicht, hau in die Tasten, damit ich morgen was zum Lesen hab.
LG Thelma -
Trudchen, bin doch noch bis 20.15 da,
LG Thelma -
Er hat sich diesen Panzer über die Jahre wahrscheinlich angelegt, um keinen Schmerz zu spüren. Warum nimmt jemand Drogen? Um der Realität zu entfliehen, weil er irgendwas nicht aushält.
Und warum hängen WIR jahrelang in kranken Beziehungen? Wo wollen wir nicht hinschauen, dass wir den Suchtkranken brauchen? Haben wir auch einen Panzer um? Frag ich mich nämlich gerade. Diese vielen traurigen Geschichten hier.
Lust am Leiden? Ich will aber nicht mehr.
Du bist jetzt einen riesen Schritt gegangen.
Dagmar hat so schön geschrieben, dass ein Teil ihres Herzens mit Trauer besetzt ist, sie ihn aber zuläßt. Diese Trauer nach einem so mutigen Schritt, wie Ihr ihn getan habt, ist aber klar und rein. Sie wird kleiner und kleiner.
Aber die ständige Traurigkeit, die herrscht, wenn man Jahr für Jahr gegen den Alkohol ankämpft, laugt aus, zermürbt einen und macht krank.
Ich weiß nicht, was von meiner Beziehung übrigbleibt, wenn mein Mann zurückkommt. Wir haben keine Basis. Im Chaos kennengelernt, Jahre im Streit verbracht, gekämpft, ertragen, geweint, gehofft, gebettelt...
Ich bedürftig, er auf der Flucht.
Da gibt es noch viel aufzuzwirbeln. Ich frage mich, ob es ohne einander nicht leichter wäre.
Da wären halt die Kinder. Und schon stehe ich wieer am Anfang der Gedankenkette: Hoffnung.
Du kannst deine Kraft jetzt einzig und allein für dich verwenden, Trudchen. Nutze sie schamlos aus, du hast es verdient.
Das waren jetzt viele Gedanken, vielleicht etwas wirr, aber so schauts grad aus in mir.
LG Thelma -
Hallo Thelma, ich kleine Heulsuse habe tatsächlich keine Tränen vergossen, auch wenn´s manchmal kurz davor war. Aber ich sehe das mittlerweile als Selbstmitleid und das brauche ich nicht. Das versuche ich mir dann immer klar zu machen. Die täglichen Telefonate waren alle o.k. Keiner stellt Forderungen, weder er noch ich. Die Kinder haben mir viel Freude gemacht und meine Familie nervt mich nicht und läßt mich mich sein.
Freut mich für Dich und Deine Kinder, daß zumindest Weihnachten gut verlaufen ist.
Meinen beiden Süßen (4 und 6 Jahre) die ihren Onkel (also meinen Mann) sehr lieb haben - sie haben ihn noch nie betrunken o.ä. erlebt - habe ich erklärt, daß ihr Onkel krank ist und wir deshalb jeder eine eigene Wohnung haben müssen. Das wir uns noch lieb haben, aber nicht mehr zusammen sein können, da wir uns sonst streiten. Und das es so besser für uns ist. Haben sie auch so ganz gut aufgenommen und scheinbar verstanden. Sie wissen, daß sie ihren Onkel erst sehen können wenn er "gesund" ist.
Ich habe zu Weihnachten eine "XXXBittekeine MarkennennenS.Käferchen" bekommen, ist so blöd, daß sie schon wieder gut ist. Die soll Glück, Reichtum und Liebe herbeiwinken. Schauen wir mal.
Bis bald, liebe Grüße Malinca.
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Einen GUTEN RUTSCH ins Jahr 2009
viel Kraft
Mut
Zuversicht
Selbstbestimmung
Eigenliebe
Innere Ruhe
Geduld
Besinnungund viel viel Glück
wünscht euch allen
von ganzen Herzen
Thelma
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Haaaalllttt!
Eins hab ich vergessen:
GELASSENHEIT.
Und warum?
Weil ich die am nötigsten brauche!
LG Thelma -
Jetzt haben wir uns überschnitten, liebes Trudchen.
Ich komme nach Berlin, verlass dich drauf.
Thelma -
Hallo Thelma
hab grad ein bisschen bei dir gelesen. Mein Mann hat heuer auch eine LZT gemacht. Er ist im August zurückgekommen, seit Oktober trinkt er wieder und Weihnachten haben wir uns getrennt.
Ich will dir jetzt damit nicht die Hoffnung nehmen, viele habens danach bestimmt geschafft. Aber ich weiß was das für eine Belastung ist, wenn der Partner nur rumsitzt, körperlich anwesend, in Gedanken wer weiß wo.
Heute denk ich mir oft, ich hätte damals schon einen Schlussstrich ziehen sollen. Aber die Zeit hatte für mich auch was Gutes. Ich hab die Zeit, als er weg war genossen. Ich hab was unternommen, ich hab gelebt, ich konnte paar Tage voraus planen, für meinen Mann hatten andere die Verantwortung, die musste ich nicht übernehen. Ich habs auch finanziell geschafft, wovor ich sehr Angst hatte.
Ich hab gemerkt, daß ich nicht so abhängig von ihm bin. Damals wollt ichs noch nicht wahrhaben, aber jetzt hilfst mir doch.
Probiers aus, geniess die Zeit und ich drück euch die Daumen daß ihr es schafft. Ich wünsch`s euch.
julchen
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Hi Julchen,
lieb, dass Du mir schreibst.
Es tut gut.
Ich verfolge deine Geschichte und die der anderen. Überall Trennungen, ich komme mir manchmal schon blöd, ja fast naiv vor, wenn ich dauernd lese, dass es nicht geklappt hat und ich hier sitze und weiterhoffe.
Baut echt auf.
Aber ich freue mich für jede(n) einzelne(n) von euch, dass ihr euren Weg geht und es durchzieht. Kompliment und Hut ab.
Auch wenn meine Situation eine komplett andere ist, geben mir die vielen "Erfolgsstories" Kraft.
Sollte unser Projekt scheitern, werde auch ich es alleine schaffen.
Sehr liebe Grüße von Thelma -
Hallo,
der Tag X ist da. Ich habe meinen Mann gerade zum Bahnhof gebracht.
Der Abschied war kurz und schmerzlos, aber liebevoll.
Er ist guter Dinge. Hat natürlich Bammel vor dem, was da auf ihn zukommt. Vier Monate Konfrontation mit sich und seinem Leben sind ja nicht ohne. Aber wie ich ihn kenne, läßt er sich voll darauf ein.
Das schätze ich sehr an ihm.
Ja und ich.
Muss jetzt erst mal zur Ruhe kommen.
Langsam runterkommen.
Ich werde es mir, so oft wie möglich, bewußt gutgehen lassen.
Meine Zukunftsängste in bezug auf Rückfall o.ä., die blöderweise in meinem Kopf rumspuken, so weit wie möglich wegschieben.
Nutzt ja nix. Wenn ich mir dauernd den Kopf über "Wenn" und "falls" zerbreche, komm ich auch nicht weiter. blockiere mich wieder selber.
Das beherrsche ich meisterhaft.
Ich wünschte, ich wäre weniger im Hirn, mehr im Hier und jetzt.
Kann man das lernen?
Zuviel ist in den letzten Jahren passiert- immer wenn er betrunken war.
Das hängt mir noch in den Knochen.
Gottseidank hab ich eine sehr liebe Therapeutin.
Mal sehen, was sich da so alles aufarbeiten läßt.
Mein Mann legt jetzt 16 Wochen Hardcore-Therapie hin.
Irgendwie macht mich das nervös.
Ich habe schon öfter gelesen, dass der Alkoholiker nach seiner Thera ein neuer Mensch ist, sein Partner aber noch in der alten Suppe rumdümpelt.
DAS WILL ICH VERMEIDEN!!!
Raus aus dem Selbstmitleid.
Her mit dem Selbstwertgefühl....
ÄH, also ich fang dann mal an...
Ach ja, schwer ist leicht was.
Gottseidank kann ich hier schreiben.
Wenn hier auch gerade niemand in einer ähnlichen Situation ist.
Danke fürs Lesen,
Thelma -
Guten Morgen Thelma,
wie geht es dir denn als "Strohwitwe"? Kannst du die "Alleinzeit" genießen oder bist du mit den Gedanken viel bei deinem Partner? Erzähl doch mal.....
LG
Ette -
Guten morgen, liebe Ette, liebes Forum,
es freut michsehr, dass du nachfragst.
Ich sitze gerade vor meinem neuen Lap-top, den ich mir gestern gekauft habe. Gottseidank ist mein Großer in Sachen Computer topfit, er hat mir alles installiert, was ich so brauche und jetzt kann ich loslegen.
Zu Deiner Frage:
Mein Mann hat mich gestern angerufen, er ist gut angekommen, alle sind sehr hilfsbereit und nett. Sie nennen ihn nur "der Bayer", weil der Rest der Truppe überwiegend aus Nordlichtern besteht und sie so einen Exoten äußerst lustig finden.
Zu mir:
Ich habe fast ein schlechtes Gewissen, weil es mir saugut geht.
Seit er weg ist, ist die Athmosphäre "entgiftet". Das klingt jetzt vielleicht hart, aber die letzten 12 Jahre standen wir hier alle unter Dauerstrom, wenn mein Mann hier war. Da sein Nervenkostüm durch den Alk komplett im A... ist, gingen ihm die Kinder nur auf die Nerven, er hat rumgemotzt, ihnen nicht zugehört, war ungeduldigt hat ihnen immer das Gefühl gegeben, dass sie ihn stören. Der Weg in die Kneipe folgte prompt.
Sind Alkoholiker immer so egozentrisch, oder ist das Charaktersache?
Du kannst dir garnicht vorstellen, wie frei ich mich jetzt fühle, weil ich als Mama immer zwischen den Stühlen stand, vermittelt, beschwichtigt und beschützt habe.
Eine Höllenanstrengung, ein Dauerstress. Jetzt, wo ich das hier niederschreibe, zieht es mir noch mein Herz zusammen.
Plötzlich zoffen die Kinder weniger. Schon gestern, am ersten Tag nach seiner Abreise!!!
Die Schwingung ist komplett anders hier.
Oh Mann, warum tut man sich das so lange an.
Nach vorne schauen.
Gestern früh war ich Tennis spielen, nächste Woche fange ich zum Arbeiten im Sportgeschäft an. Ich freue mich wie klein Erna. Morgen gehe ich ins Kino.
Ich genieße das Leben.
Die Jungs und ich haben viel Spass.
Ich darf einfach so wenig wie möglich an die Zukunft denken.
Wenn ich das tue, schnürt es mir gleich die Brust zusammen.
Mein Mann will so viel wie möglich in diesen 16 Wochen aufarbeiten, er will nicht mehr, dass die Kinder Angst vor ihm haben müssen.
Er hat so lange in der Isolation gelebt.
Gestern hat er mir erzählt, dass bei den Essenszeiten im Speisesaal Anwesenheitspflicht besteht, um den Gemeinschaftssinn zu fördern.
Dann hat er geweint, weil er immer vor uns geflohen ist, Gemeinschaft im Sinne von Familie der reinste Horror für ihn war.
Gemeinsames Essen war die Ausnahme und wenn er mal mitgegessen hat, war er nur gereizt oder besoffen..
Er ist gekommen und gegangen, wie es ihm gepasst hat.
Liebe Ette, meine Antwort war jetzt sehr lang, aber irgendwie musste das jetzt raus.
Lieben Dank fürs Lesen.
Liebe Grüße von Thelma -
Hallo Thelma
Genieß die Zeit ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben.
Du schreibst, daß die Athmosphäre entgiftet ist, das kenn ich auch sehr gut. Mein Mann war vor uns nie betrunken und er hat auch nicht rumgemotzt, aber er hat immer so böse geguckt, man konnte gar nicht entspannt sein. Ein falsches wort und er wusste wieder alles besser. Grausig!
Ich war auch immer Vermittlerin und gar nicht selten mussten die Kinder zurückstecken, bei ihm hat man sich ja nichts sagen trauen.Ich wünsch dir einen schönen sorglosen Tag.
julchen
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Ich bins nochmal.
Was ich so erschreckend finde, ist, dass chronische Belastungssituationen so zur Normalität werden können.
Man merkt, dass es krank macht, dass man seelisch und körperlich zugrunde geht und klammert sich Tag für Tag, Woche für woche, Jahr um Jahr an den Strohhalm Hoffnung.
Und jetzt, nach nur einem Tag Abstand und Ruhe spüre ich richtig körperlich den Unterschied zwischen Seelenruhe und Dauerangst.
Ich will das nie mehr erleben.
Ich weiß, dass ich einen potentiellen Rückfall nicht mehr aushalten würde.
Wieder Hoffnung, Diskussionen und und und.
Ich bin so aufgewühlt, weil mir so vieles wie Schuppen von den Augen fällt. So viele kranke Situationen, die uns peu a peu in den Abgrund getrieben haben.
Diese 16 Wochen werde ich als Chance nutzen, im Moment leben zu lernen.
Nichts ist umsonst. Das Leben ist ein Trainingsgelände.
Ausserdem habe ich nun begriffen, dass ich keinen automatischen Anspruch auf Glück habe. Die heile Welt, die ich mir immer zurechtzimmern wollte, gibt es einfach nicht.
Es gibt kein "WIR", es gibt erstmal nur ein "ICH".
Wenn ich gelernt habe, mit mir alleine klarzukommen, kann ich erst auf einen anderen zugehen.
Ich wollte Beziehungsglück immer mit dem Holzhammer erzwingen.
Ein Widerspruch in sich.
Aber ich bin ja lernfähig.
In fast jeder der verschiedenen und doch ähnlichen Geschichten ziehe ich mir was raus und durchschaue
mich immer besser.
LG Thelma -
hallo,
ich hab mal eine andere Frage:
Sind viele von euch, die hier schreiben, eigentlich auch im geschlossenen Bereich?
Was mich hier im offenen Bereich ein bisschen stört, sind die vielen Posts oder threads, die so garnichts mit unserem Problem zu tun haben, sondern eigentlich ausschließlich zum Austausch von Belanglosigkeiten genutzt werden.
Ich frotzel oder blödel auch gern mal rum, will aber eigentlich einen möglichst konstruktiven Austausch, der mich weiterbringt.
Hier sind einige Teilnehmer, die ich echt aufsauge, die mir sehr weiterhelfen, ich wünschte- da muss ich mich jetzt Spedi anschließen- es wären ein bisschen mehr.
Trauen sich manche nicht, ihre Gedanken oder Ängste reinzuschreiben?
Alles kann hilfreich sein, um zu lernen, auch Rückschritte oder Zweifel.
Jeder kommt in seinem eigenen Tempo voran.
Wir können uns da doch gegenseitig unterstützen.
So viele Leute verschwinden so schnell wieder von der Bildfläche. Schade irgendwie.
Mir ist dieser Austausch immens wichtig.
Ist das im geschlossenen Bereich anders?
Vielleicht will mir jemand antworten,
lieben Dank,
Thelma -
Hallo Thelma,
es ist ja auch hier schon öfter von den Vor- und Nachteilen, des geschützten Bereiches gesprochen worden, aber dazu nur mal eines von mir aus eigener Erfahrung:
Der Austausch, egal in welchem Bereich Du schreibst, ist nur so effektiv und gut, wie Du ihn gestaltest, mit welchem Beweggrund ich schreibe.
Den Vorteil für mich im Geschützten ist einfach, daß ich dort intensiver meine Problematik beschreiben kann durch die, wie das Wort*geschützter Bereich*schon sagt, Möglichkeit, es nicht für das ganze www sichtbar zu machen. Aber dazu gehört halt eben auch die Bereitschaft, a) nur für mich an mir zu arbeiten und b), mich mit der Thematik Sucht in meinem Leben auseinandersetze.ZitatWas mich hier im offenen Bereich ein bisschen stört, sind die vielen Posts oder threads, die so garnichts mit unserem Problem zu tun haben, sondern eigentlich ausschließlich zum Austausch von Belanglosigkeiten genutzt werden.
Ja Thelma, dies ist sehr bedauerlich, weil sich leider viele nicht bewußt sind, daß, wenn sie sich hier anmelden, daß es mehr bedeutet, sich mit dem Thema und der Krankheit Co-Abhängigkeit auseinanderzusetzen, als sich nur ein paar *liebe, nette und vor Allem natürlich bestätigende* Worte abzuholen, die mich in der Sucht belassen.
Ich benutze mal wieder Spedis Worte, die auch hier treffend sind:
Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
Aber Thelma, ich kann Dir den geschützten Bereich sehr empfehlen.

Lieben Gruß
S.Käferchen
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Guten Morgen, Andrea
Danke für deine lieben Worte.
Dafür sind wir ja hier, um uns gegenseitig weiter zu stubsen.
Der eine braucht einen kräftigen A...tritt, der andere sanfte Schubser in homöopathischen Dosen.
Ausserdem klingst du echt gut.
Wichtig ist jetzt echt, so stabil wie möglich zu bleiben, ein klares Ziel vor Augen zu haben.
Und dann kommt der nächste Schritt.
Wie könnte der bei dir aussehen?Übrigens hab ich auch ein kleines Erfolgserlebnis hinter mir.
Am Sonntag waren meine Buben wie jeden Tag aufm Weiher beim Eishockey-spielen. Plötzlich kommt ein Klassenkamerad meines Mittleren daher, holt aus und brät meinem Jüngsten just for fun eins mit dem Eishockeyschläger über die Schulter. Aua.
Er hats gerade noch mit dem Radl heimgeschafft.
Ich bin sofort mit ihm ins Kinderkrankenhaus gedüst(40 km), wußte ja nicht, ob was gebrochen war. Es hat nämlich geknackst beim Aufschlag.
Was gibt es schöneres, als den Sonntag abend in einem KH mit Notbesetzung zu verbringen, vor uns ca.8 andere "Notfallpatienten"("Herr Doktor, mein Kind hat so ein komisches Halskratzen"(kein Schmarrn!!!)).
Kurz und gut, 4 (in Worten VIER) Std. später wieder zuhause. Gebrochen ist nichts, aber satt geprellt.
Ich habe noch den Kindsvater angerufen und ihn gebeten, sich seinen Sohnemann vorzuknöpfen, sonst machs ich

!
Anschl. meinem Mann ne kurze mail geschickt, was so alles bei uns los war.
Er hat darauhin angerufen und ist total ausgerastet wegen dieser Geschichte. Erstens über das Verhalten des Buben, zweitens weil ich es mit diesem Anruf belassen wollte.
Plötzlich hab ich wie in den besten Zeiten zum Zittern angefangen, Herz hat geklopft und ich war kurz davor mich wieder zu rechtfertigen, zu beschwichtigen und rumzuerklären.
Dann kam ein lauter innerer Aufschrei: STOPP!!!

Ich hab ihm dann ruhig geantwortet, dass ich ihm in Zukunft nichts mehr erzählen werde, wenn er nicht belastbar ist und nicht damit umgehen kann.
Er: "Dann formulier halt so, dass ich mich nicht aufregen muss."
Genau das hab ich die letzten Jahre getan!!!
Nur damit er keinen weiteren Saufgrund hatte usw.
Ich antwortete, dass ich so formuliere, wie ich es für richtig halte. Ausserdem werde ich vor meinen Worten und Taten nicht noch abwägen, wie deine Reaktion sein könnte. ( sonst wirds hier echt psychodelisch...) Ich hätte fast gesagt:"Es ist Dein Bier, wie du mit Konflikten umgehst." Hab ich aber nicht.
Ich bin ruhig und standfest geblieben!!!
Mag für den ein oder anderen lächerlich erscheinen, aber das war für mich wirklich ein Erfolgserlebnis.
War jetzt recht lang, aber eine Schlüsselsituation auf dem Weg in die innere Freiheit.
LG
Thelma -
Hallo Thelma
Ich kann verstehen, daß das für dich ein Erfolgserlebnis war. Hast du gut gemacht.
Da hab ich mit meinem Mann auch noch sehr zu kämpfen und bin stolz auf mich wenn ich es mal schaff nein zu sagen. der Stolz kommt aber meistens erst später weil ich in dem Moment in dem ich mich mal durchsetze zu viel überleg wie ich das jetzt rechtfertigen kann.Schöne Grüße
julchen
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Liebes Julchen,
ich will mich nicht mehr rechtfertigen, wozu?
z.B. auch nicht mehr gegenüber meinem pubertierenden 13-jährigen, der mich zu gerne in uferlose Sinnlos-Diskussionen verwickelt, um auszutesten, wie standhaft Muttern ist. Nix mehr.
Ein großer Schritt für mich, ein kleiner Schritt für die Menschheit. Äh, oder so ähnlich...
LG Thelma -
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