Zwei Schritte vor und einen zurück

  • liebe thelma,

    setz dich hin und atme mal in aller ruhe durch...
    mach dir keine vorwürfe, es ist noch kein meister vom himmel gefallen.
    wichtig ist doch das du schon erkannt hast was dein manko ist. mit dem umsetzen ,das klappt eben nicht auf anhieb.
    ich denke, weiss nicht ob ich da richtig liege, das ihr beide auf grund der bevorstehenden lzt ganz doll unter druck steht.
    dein partner hat bestimmt ängste weil er nicht weiss was auf ihn zukommt.
    du hast solch grosse erwartungshaltung an die lzt.
    versuche die zeit bis dahin in ruhe zu verbringen.
    schau mal nicht so genau hin was er tut oder nicht tut.lass mal das kontrollieren weg, du wirst dich dann besser fühlen.
    mir hilft es wenn ich mir sage:halt, lass das, es kommt wie es kommen muss. ansonsten ist es manipulation meinerseits und ich behindere damit die natürliche entwicklung.

    vielleicht hilft dir das auch ein wenig.

    lg pandora

  • Liebe Pandora,
    lieben Dank für deine Antwort. Die Selbstvorwürfe machen alles immer noch schlimmer, ich weiß. Sie werden dann zu Vorwürfen an meinen Mann und ihm geht es wahrscheinlich genau so. Er merkt, dass ihn die Sucht so vereinnahmt, ist auf sich selbst sauer, schämt sich vor mir und um von sich abzulenken, bombardiert er mich. Es ist das ewige Alk-Co- Wechselspiel. Du hast recht, wir stehen unter Druck, die Erwartungsspannung macht uns noch wackeliger, als wir eh schon sind...
    Danke für deine aufbauenden Worte, sie haben mir echt gutgetan. Durchatmen, das tut gut. Mich hats vor Verzweiflung und Wut auf ihn und auf mich fast zerrissen. Renne wie ein aufgescheuchtes Huhn zwischen Wissen und Wieder-in die-Falle-tappen herum.
    Wenn die ganzen Feiertage doch schon rum wären...
    LG Thelma

  • ja thelma, unser gefühlschaos kann uns schon ganz schön aus der bahn werfen. in der ruhe liegt die kraft.manch solche "blöden" sprüche habens schon in sich.eile mit weile. mir helfen sie sehr wenn mir die ruder abhanden kommen.und das passiert auch des öfteren.
    glg pandora

  • Manchmal ist es erstaunlich, was passiert, wenn Energien frei werden. So wie bei mir heute:
    Ich hab mir ein Herz gefasst und mir mein Wochenends-Erlebnis hier von der Seele geschrieben. Danach fühlte ich mich erleichtert, befreit. Und was passierte? Mein Mann rief plötzlich aus der Arbeit an und entschuldigte sich für die Drohungen etc. Wir hatten ein gutes Gespräch.

    Ich habe gerade in verschiedenen Threads rumgelesen und bin immer wieder auf die Krux gestossen: Den geliebten Menschen fallen lassen, um ihm zu helfen.
    Auch ich habe das seit diesem Frühjahr gemacht, ohne mich zu trennen.
    War brutal, mitanzusehen, wie er erstmal total abgestürzt ist, hat mich sehr viel Kraft gekostet. Ich habe mich komplett abgewendet, habe nichts mehr verheimlicht und beschönigt. Habe ihn vor die Wahl gestellt: Ehe oder Alkohol. Aber dieses Fallenlassen hat seinen Absurz echt beschleunigt, bis er im Oktober so weit wahr, dass er selbst nicht mehr konnte und wollte.
    Jetzt kommt mir halt immer wieder meine Panik vor dem Finanziellen Gau und vor einer potentiellen Aufgabe unsrer idyllischen Wohnsituation(Dach gerade fertig ausgebaut, mit massiver finanz. Unterstützung meiner Eltern, geliebtes Riesentrampolin der Kinder usw) in die Quere und das weiß mein Mann, das wiederum macht mich schwach. Was solls.
    Was ich leider auch noch nicht hinkriege, ist die Sache mit der Kontrolle. Die Kontrolle, ob ich den Berühmten Hauch von...rieche, nachdem er heimgekommen ist(er hat viele Spätdienste und kommt oft sehr spät heim). Eben, weil ich nie mehr diesen Alk-Horror erleben will. Dann schrillen die Alarmglocken, Herzrasen setzt ein, ich zittere, heule, die ganze Palette, aus dem Nichts. Ich kanns nicht steuern, zuviel schlimmes ist hier in Verb. mit Alk passiert.
    Dann meine Fragen: warum wieder, wieso..., meine Zusammenbrüche, wenn ich was rieche.
    Das machts für ihn nicht leichter.
    Das ist meine Aufgabe für die nächsten drei Wochen, bis endlich diese Kur beginnt: Ihn lassen. Weiter will ich jetzt nicht denken, weil es nix bringt, weil ich nicht kann.
    Das Runterschreiben meiner Gedanken hier in diesem Forum tut einfach gut.
    An dieser Stelle ein riesen Dankeschön an Karsten, dass er es ermöglicht.
    Liebe Grüße, Thelma

  • Guten Morgen, liebes Forum,
    ich muss schon wieder schreiben, weil sich in mir so viel bewegt.
    Ich möchte es tunlichst vermeiden, dass in ein paar Tagen hier wieder zu lesen ist: Fahne gerochen-zusammengebrochen.
    Wenn ich so zurückdenke, ich habe mein Glück schon immer von Beziehungen abhängig gemacht. Hatte ich keine, war ich unglaublich einsam. Auch wieder typisch Co.
    Was mich in der Trinkzeit meines Mannes wahnsinnig gemacht hat, war, dass er "Spass" in den Kneipen hatte und ich hier zuhause hab die Auswirkungen/verkatert, lustlos, Gestank...) aushalten dürfen.
    In mir wuchs eine riesen Eifersucht heran, die mich fast um den Verstand brachte. Als hätte er eine Geliebte. In dem Fall das Bier, das ihn täglich forttrieb, weg von mir und den Kindern.
    Wir führten irgendwie ein Leben zu dritt:
    Mann- Bier und ich. Das ganze drängte mich in eine Opferrolle, die ich doch garnicht will.
    Abr das Problem ist, mit meiner Abhängigkeit mache ich mich ja selbst zum Opfer, gelle..
    Ich weiß, das alles sind hier keinen neuen Erkenntnisse, aber ich muss es für mich persönlich, in meinen Worten, zu Papier bzw auf den Bildschirm bringen.
    Ich frage mich manchmal: Was ist einfacher: mit dem Trinken aufhören oder aus den jahrelang eingebrannten Co-Strukturen ausbrechen. Hmmm, keine Ahnung.
    Ich würde so gerne einfach frei lieben können, dann wäre es echte Liebe.
    Es gibt so Paare, die bewundere ich sehr. Es sind immer sehr autarke Menschen, sie wirken oft so gelassen.
    Oh, jetzt hör ich lieber auf, ich drifte ab.
    Vielleicht hat der ein oder andere einen Gedanken zu meinem ganzen Wirrwarr.
    Und schon hab ich wieder Angst, dass es eh keinen interessiert, was ich hier schreibe. Oh Mann, hoch lebe das Selbswertgefühl...
    Danke euch fürs Lesen, LG Thelma

  • Liebes Trudchen,
    wenn ich von reiner,freier Liebe spreche, ist das natürlich die Idealvorstellung, die wohl kaum jemand ereicht, weil wir halt Menschen sind mit Vorstellungen, Wünschen, Prjektionsflächen, Fehlern und und und. Nur ein paar Schritte aus diesem Abhängigkeitsgeflecht wären schon schön.
    Ich denke schon, dass ich das mit eurer und der Hilfe meiner Therapeutin irgendwann hinkriege. Es reicht mir einfach. Tja, Katastrophen bergen immer eine Chance zum Neuanfang. Wie Phoenix aus der Asche.
    Mein Mann hat heute früh was treffendes gesagt: er will als freier Mensch aus der Kur zurückkommen.
    Ja, das gilt auch für mich.
    Einen Notfallplan habe ich noch nicht, zu groß ist meine Hoffnug auf ein gutes Weiterkommen auf beiden Seiten.
    Am besten, ich denke jetzt in kleinen Schritten. Falls wir scheitern sollten, wird es schon irgend eine Lösung geben...
    Danke für deine Antwort, ich schau jetzt zu dir rüber.
    Bis gleich, Thelma

  • Ich hüpfe gerade hin und her zwischen Kochtöpfen, deinem und meinem Thread, naja, bisschen Bewegung schadet ja nicht.
    Zum Notfallplan: In München gibt es eine Institution, die Frauen bei Trennungs- und Scheidungsfragen hilft. Da ich es vor Weihnachten nicht mehr schaffe und momentan sowieso nur hibbelig bin, werde ich im Januar dort hintraben, vor allem um mich mal aufklären zu lassen, worauf ich überhaupt Anspruch habe.
    Mein Mann hat mir versichert, wenn er es nicht schaffen sollte, nach der Kur trocken zu bleiben, zieht er aus, damit die Kinder hier nicht rausgerissen werden müssen. Doch da kann ich mich nicht drauf verlassen, wenn er getrunken hat, kommt diese andere unschöne Seite zum vorschein, indem er mir mit allem möglichen droht.
    Ich hänge nicht an diesem Haus, trotzdem werde ich zu dem Mietpreis nie eine 4-Zimmer-Wohnung finden. Wir haben nämlich den anständigsten Vermieter, den es gibt. Da wir (und meine Eltern) heuer eine Menge Geld in den Dachausbau gesteckt haben, wird er die Miete nie erhöhen, das habe ich schriftlich. Aber im Falle eines Auszugs geht alles in den Besitz des Vermieters über. Noch dazu ist es hier so idyllisch, das machts auch nicht leichter, die Kinder rauszureissen.
    Daher schiebe ich das Thema Auszug vor mich her in der Hoffnug auf eine andere Lösung.
    Apropos Wohnen, wie eng genau wohnt ihr eigentlich beieinander? Machts ja auch nicht grad leicht, oder?
    Ihn ständig um dich rumschwänzeln zu haben. Lass dich ja nicht einlullen, Trudchen.
    LG Thelma

  • Guten Morgen, liebes Trudchen und alle,
    gestern hab ich ese nicht mehr geschafft, war den ganzen Nachmittag damit beschäftigt, meine Buam von A nach B zu bringen und abzuholen.
    Außerdem habe ich gestern die Zusage für einen 400-Euro Job, auf den ich mich letzte Woche beworben habe, bekommen!!!!!!!!!!!! Im Sportgeschäft hier in meinem Städtchen. Ich kann mein Glück noch garnicht fassen, es wird doch nicht tatsächlich bergauf gehen?
    Es ist auf dem Land nämlich so: Eine Stellenanzeige-100 Bewerber.
    Mensch, ich bin so happy.
    Und noch einen Fortschritt hab ich gemacht: Mein Mann kam gestern sehr spät aus München von seinem Weihnachtseinkauf heim (Mitternacht), ich lag noch wach, bin NICHT zu ihm, bin ganz fest bei MIr geblieben. Habe nicht kontrolliert. Habe mit mir geredet wie mit einem Kind: es ist sein Leben, seine Entscheidung, wie er jetzt weitermacht.
    Und da wurde es mir seit langem zum ersten Mal in Bezug auf dieses leidige Thema so leicht ums Herz, ein Ballast ist abgefallen, weil ich aus diesem krankmachenden Kontrollverhalten ausgestiegen bin.
    Ich denke, ich schaff es jetzt, ihn immer mehr zu lassen. Ich habe mich selbst ein kleines Stück der Freiheit näher gebracht. Sicher hat mich auch die Aussicht auf die Arbeit ein bisschen nach vorne gepuscht, aber schadet ja nicht.
    Allerliebste, glückliche Grüße von
    Thelma

  • prima thelma. genau das isses. wenn man bei sich selber bleibt. das du nicht aufgestanden bist hat sicher emense kraft gekostet, doch du hast gemerkt das es dir dadurch besser geht.und wenn du das so beibehalten kannst gehts auch besser.
    freu das du nen job gefunden hast. das sollte eben so sein.wenn man langsam versucht loszulassen,passieren veränderungen ganz von allein.
    viel glück. glg pandora

  • Liebes Trudchen, liebe Pandora,
    lieben Dank für eure Antworten.
    Ich denke auch, wenn Energien durch Loslassen(was auch immer) freiwerden, kommt das Leben wieder in Fluss, passieren so manche Dinge von selbst, die vorher einfach nicht möglich waren. Wie auch, wenn man sich in einer Starre befindet?
    Aber leider geht das niemals zwanghaft. Immer, wenn es sich leicht anfühlt, in sich stimmig ist, ist es richtig und gibt Kraft.
    Ich war jahrelang, bedingt durch diese schwierige Abhängigkeit(meine Beziehung-sein Alk) fest gefangen in einem uferlosen Strudel, die teils selbst erzeugten Spannungen manifestierten sich zuletzt auch körperlich(Herzschmerzen, Schulterprobleme, Migräne...). Abgesehen davon, dass es einfach die Hölle ist, mit einem alkoholkranken Menschen zusammen zu leben, der zuhause nur noch ein Totalausfall war.
    Ich glaube, mit eurer Hilfe und meinem festen Willen schaffe ich es, da Schritt für Schritt rauszukommen.
    Zuversichtliche Grüße,
    Thelma

  • Liebe Dagmar,
    ein Grund für mein Dilemma ist mir seit einiger Zeit klar:
    Ich bin als sehr behütetes Einzelkind aufgewachsen. Meine Eltern haben einen Handwerksbetrieb, Geld war immer da, wenn ich welches brauchte, alle Steine wurden mir aus dem Weg geräumt, jeder Wunsch erfüllt.
    Soweit zur äußerlichen Situation.Über die familiären Probleme spreche ich jetzt nicht.
    Ich hatte nie die Notwendigkeit, ernsthaft über meinen Lebensunterhalt nachzudenken.
    Abitur in der Tasche, keine Lust auf Studium, zum Spass Ausbildung zur Floristin gemacht.
    Aber unbewußt hatte ich schon lange begonnen, mir selbst viele Steine in den Weg zu legen. Jahr für Jahr welche drauf. Finanziell wie emotional.
    Der letzte riesen Brocken ist meine jetzige Beziehung.
    Jetzt habe ich keine Kraft mehr für auch nur einen einzigen Kieselstein. und keinen Bock mehr.
    Aber ICH wurstle mich da jetzt selbst raus.
    Das gibt mir Kraft zurück.
    Plötzlich klappts mit einem Job, was in meiner starren Haltung einfach nicht sein sollte.
    Nun kommt Bewegung in mein Leben, weil ich aktiv werde. Nicht im Sinne von ruhelos und blindem Aktionismus, wie bisher,sondern aktiv im Sinne von Eigenverantwortung übernehmen.
    Dieser winzigkleine Anfang, als ich vorgestern NICHT gefragt habe, wo mein Mann so lange war, NICHT kontrolliert habe, ob ich Alk rieche, macht mich so stolz, fast lächerlich, aber für mich war das ein riesen Schritt.
    Ich fühlet mich wirklich freier. Selbst nach so einer kleinen Sache.
    Noch am Anfang, aber zuversichtlich, LG Thelma

  • Hi Trudchen,
    was ich wollen würde?
    Nur frei sein!!!
    Frei von der ewigen Erwartungshaltung an einen Partner: Los, mach, dass es mir gut geht.
    Frei von der Angst vorm Alleinsein. Wird aber schon.
    Weißt du, wovor ich im Moment große Angst habe?
    Das ich ihn garnicht meht zurückhaben will, das mir die räumliche Distanz gefallen wird.
    Ein weiteres Problem neben der Alkoholsucht ist, dass mein Mann eigentlich mit Kindern wenig anfangen kann und er mir seit 12 Jahren erzählt, dass er gar keine Familiegeschweige denn Kinder will. Aber er bleibt und bleibt...
    Dazu kommt, dass zwischen meinem Mittleren und meinem Mann extreme Spannungen herrschen.
    Ex-Mann insolvent, zahlt nicht mal den Mindestunterhalt, was wiederum den Hass meines mannes schürt und die Wut, dass er für alles herhalten muss, was der andere nicht auf die Reihe kriegt.
    Von daher ist es mir besonders wichtig, eigenes Geld zu verdienen. Div. Kleinjobs mache ich ja schon, aber jetzt freue ich mich auf das Sportgeschäft.
    Du siehst, bei uns liegt viel im Argen.
    Ich will nur noch Ruhe. Keine Dauerspannung mehr.
    Ich könnte mit wenig auskommen, ein bis zwei Zimmer, gute Freunde, meine Hobbies...
    Vielleicht mal eine Berlinreise...grins
    Auf keinen Fall würde ich wieder mit einem Mann zusammenwohnen wollen. Das hat jetzt nichts mit Männerhass zu tun, ich kriegs einfach nicht gebacken mit den Beziehungen. Räumliche Distanz wäre mir das allerwichtigste in Zukunft.
    Tja, alles nicht so einfach.
    Glückwunsch, Trudchen, es geht voran mit dir, heute gefällst du mir schon viel besser.
    LG Thelma

  • Hi,
    ein Flugticket ist schnell gelöst, keine Angst. Und die Jungs krieg ich jederzeit unter für ein Wochenende.
    An dieser Idylle hänge ich für mich null-komma-null. Die Jungs fühlen sich hier einfach sauwohl. Ich will sie da jetzt nicht rausreißen. Hab vor einem halben Jahr, als ich total am Ende war und meinen Mann schon auf Knien angebettelt habe zu gehen, bei den Buben so Andeutungen in bezug auf Trennung etc gemacht. Sie sind aus allen Wolken gefallen und hatten absolut kein Verständnis. Die Vorstellung, dass ich dann immer die Schuldige wäre, weil sie woanders, in einer kleinen Wohnung, ohne für sie ersichtlichen Grund leben müssten, ist unerträglich.
    Ich weiß, lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende...
    O-Ton mein mittlerer: Blos weil der ..... am Wochenende viel in die Kneipe geht, brauchst du dich doch nicht trennen. Er braucht doch auch seinen Freiraum. Süß, gell?
    Vor den Kindern hat er die letzten Jahre nicht mehr getrunken, kam erst heim, als sie schon im Bett waren. Dass er immer rotzvoll war, haben sie ja nicht mitgekriegt.
    Da er aus beruflichen Gründen unter der Woche meistens sehr spät heimkommt, bis vor kurzem auch täglich besoffen, kriegen sie es auch nicht mit.
    Nur die Folgen(lustlos, unausgeschlafen, faul, aggressiv ...) haben sie bemerkt und abgekriegt. Aber er ist halt einfach so komisch, sie haben sich daran gewöhnt und nehmen es hin.
    Gut, jetzt wissen sie bescheid, allein schon wegen der Kur, aber sie gehen recht pragmatisch damit um.
    Sein eigener Sohn hofft vor allem darauf, dass der Papa nach den 16 Wochen wieder schlank und fit ist.
    Was sie aber nicht aushalten, ist, wenn ich schwächle. Das bringt sie dann aus dem Gleichgewicht. Mit der Folge, dass ich immer versuche, stark für sie zu sein.
    Wenns mich zamhaut, bricht hier alles ein.
    Also rappel ich mich immer ganz schnell wieder auf.
    Wenn die Jungs aus dem Haus sind, hält mich hier im Dorf nichts mehr.
    Aber mit 50plus allein irgendwo ganz neu anfangen, hui hui hui auch nicht einnfach, oder?
    Wem sag ich das, Trudchen.

  • Berlin, war ich schon paarmal. Tolle Stadt.
    ABER: Ich bin halt ein alter Bergfex, Skifahren, Bergsteigen...
    Allerdings, edit elocin:bitte keine Marken oder Firmennamen danke in der Nähe lassen mich ja fast weich werden :P:P:P
    Halt die Wohnug frei, in ca 8 Jahren bin ich da. Ohne Anhang, just me and my problems :lol:
    Wie wäre es bei dir mit München? Auch eine tolle Stadt.O.K. die Mietpreise...
    Aber wo ein Wille usw.
    Grüssle, Thelma

  • Besuchen Sie Polen, Ihre Skier sind schon dort...
    Nix Salzburger Autobahn. Ich lebe 50 km östlich von München und fahre geradeaus gen Süden direkt zum Skilift. Ha.
    Ausserdem hatte ich waschechte Berliner Freunde, die mir ihre Stadt ziemlich untouri-mäßig zeigten. Ha.
    Ick würde dir trotzdem gerne besuchn kommn, wa.
    Zufällig bin ich die nächsten 16 Wochen ziemlich unabhängig.
    Falls du nicht gleich antworten solltest, bin ich erst morgen wieder vorm Bildschirm. Selbigen muss ich jetzt räumen, da er meinem Sohnemann gehört und er schon mit den Füßen scharrt
    Von meinem ersten Riesengehalt(!!!) kaufe ich mir ein Notebook.
    Gruß und Kuss, Thelma

  • Mensch Trudchen,
    schön, dich zu lesen. Hab mir schon Sorgen gemacht.
    Glückwunsch zum Job, freut mich riesig.
    Bei mir läufts beziehungstechnisch nicht toll.
    Mein Mann trinkt jetzt zwar keinen Alkohol mehr, ist aber trotzdem meilenweit von uns entfernt. Er achtet darauf, den Kindern möglichst aus dem Weg zu gehen. Die wenige Zeit, die er anwesend ist, wird mit Anweisungen verbracht. Er ist nur in seinem Gedankenkarussel gefangen, nur mit sich selbst beschäftigt.
    Er muss Stunden spazieren gehen, zweimal täglich, auch nachts. Heute war ich extra lange(8 Stunden) mit den Kindern unterwegs, damit er ja Ruhe vor uns und keinen Grund zum Fliehen hat. Wir kommen zurück und was macht er? Er sagt, er hat auf uns gewartet, ob wir auch heil zurückkommen( :shock: ) und ist nun spazieren.
    Gestern 4 Stunden, nachdem er, wie jeden TAg nicht vor 11 aus dem Bett gestiegen ist. Alles überfordert ihn, was mt Familiezu tun hat.
    Ich weiß, ich konzentriere mich wieder voll auf ihn. Was soll ich denn machen? Ich lebe in einer Beziehung und bin seit Jahren so einsam wie nie zuvor. Ich bin nur noch am heulen. Kann es nicht mehr steuern. Ich heule und heule. Reagiere hysterisch und völlig falsch.
    Warum ist er so gnadenlos egoistisch?
    Wenn ICH das bringen würde...
    Dauernd sagt er, nach der Kur wird alles anders.
    er will seinen Seelenmüll aufarbeiten.
    Ich weiß einfach nicht, wie ich mich abgrenzen soll. Kann mir jemand einen Tipp geben. Ich weine schon wieder. Es tut alles so weh.
    Ich habe keine Kraft mehr. Gestern vormittag sind zwischen uns die Fetzen geflogen, das könnt ihr euch nicht vorstellen.
    Selbst wenn er da ist, ist er geisig abwesend, interessiert sich für nichts und niemanden. Seine sch... Sucht dominiert hier alles.
    Wird das jemals anders, hört das jemals auf?
    Verzweifelte Grüße von Thelma

  • Hallo Thelma, ich fühle mit Dir und kann Deine Gefühle total verstehen, ich konnte mich auch nicht abgrenzen. Konsequenz: Mein Mann hatte heute die Wohnungsübergabe und somit seine eigene. Seit wir die Trennung beschlossen haben können wir wieder relativ normal miteinander umgehen. Aber gib die Hoffnung noch nicht auf. Dein Mann hat seine Therapie ja noch vor sich. Und Du wirst relativ schnell mitbekommen, ob die Therapie bei ihm etwas bringt oder nicht. So kannst Du Dir in aller Ruhe Gedanken machen, wie es weitergeht. Ich schicke Dir hiermit gaaaaannnnnzzzzz viiiiieeeellll Kraft zum Durchhalten bis Januar. Liebe Grüße Malinca.

  • Liebe MAlinca,
    danke für deine lieben Worte, sie tun mir gut.
    Nein, die Hoffnung gebe ich noch nicht ganz auf. Ich halte jetzt gerade einfach nichts mehr aus. Heule bei jeder Kleinigkeit los, bin einfach weichgekocht.
    Fühle mich so ausgenutzt. Wie ich schon mal geschrieben habe: ich weiß schon so viel, aber umsetzen kann ich fast nichts.
    Ich bin so dankbar, hier schreiben zu können. Wenn es momentan auch nur riesen Schritte zurück sind.
    LG Thelma

  • Guten Morgen Thelma, ich hoffe Dir geht es heute zumindest ein klitze-kleines bischen besser?! Du machst keine Riesenschritte zurück. Du hast schon mal das ganze Rüstzeug was Du brauchst, jetzt mußt Du halt noch Deine Kräfte sammeln um es umzusetzen. Und das braucht halt alles seine Zeit. Bei dem einen gehts halt schneller, der andere braucht etwas länger. Aber auch Du wirst das hinkriegen. Und lass die Tränen einfach laufen, auch das hilft um den Druck etwas kleiner werden zu lassen.

    Ich werde hier aus Hamburg zusammen mit meiner kleinen Schwester (klein ist gut, auch schon 28 geworden) von unserer großen Schwester abgeholt und dann gehts zu unseren Eltern bis zum Wochenende. Wird auch nicht einfach werden, denn es ist das erste Weihnachten ohne meinen Mann, aber ich werde das Beste daraus machen und mich mit meiner Nichte und meinem Neffen freuen. Und wenn ich weinen muß, geh ich halt schnell mal raus.

    Bin auf jedem Fall auch die nächsten Tage Online. Ich habe extra eine Speedport für meine Eltern gekauft, damit ich auch dort mit meinem kleinen süßen Laptop mobil bin (großes Haus, PC sonst im Untergeschoß).

    Und schau, ich habe mir auch meinen kleinen Laptop gerade erst gekauft und habe das diesmal für mich getan. Und erfreue mich sehr daran.

    Also von Deinem ersten Geld in Deinem neuen Job (viel Glück und Spaß dabei) kannst Du Dir dann auch einen holen. Nach Weihnachten sind die garantiert noch viel günstiger zu haben.

    Kopf hoch, liebe Thelma und laß Dich nicht unterkriegen. Laß Dich heute auf keine sinnlosen Diskussionen mit Deinem Mann ein. Die bringen eh nichts. Und Du bist sowieso nichts schuld.

    Bis bald, ich drück Dich ganz doll!!!

    Ganz liebe Grüße aus dem hohen Norden, Malinca.

  • Liebes Trudchen, liebe Malinca und alle
    vielleicht gurkt ihr ja auch gerade hier rum.
    Unser Weihnachten war recht schön. Das erste nüchterne seit Jahren :) und schon lief es entspannter. Meine Eltern waren, wie jedes Jahr, auch da. Sie sind so toll, halten ganz fest zu uns und verurteilen meinen Mann nicht. Allerdings, würde er noch trinken, wären sie dieses Jahr nicht gekommen, weil er letztes Jahr unerträglich war. Dass sie jetzt mit uns nach vorne schauen, gibt mir auch Kraft.
    Und ausserdem bin ich so froh, euch zu haben.
    @Trudchen: Du warst gestern nicht allein, ich hab an dich gedacht. Ist vielleicht ein kleiner Trost.
    @Malinca:Ging es ohne viele Tränen?
    LG Thelma

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