Bin heute total hiflos

  • Hallo Schätzchen,

    na dann mal zur Sache....willkommen hier im Forum. Es kann der erste Schritt für dich sein, wieder ein selbstbestimmtes, zufriedenes Leben zu führen und dich nicht von seiner Sucht leben zu lassen. Die Scheckkarte für ihn zu verwahren – damit hat er dir einen Teil der Kontrolle und somit der Verantwortung übertragen über sein Trinkverhalten. Eine Verantwortung, die er letztendlich aber nur alleine übernehmen kann.

    Hast du hier: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…bhaenigkeit.php schon gelesen? Hier findest du alle Symptome UNSERER Krankheit. Wenn du dich hier wiedererkennst, findest du sicherlich auch Möglichkeiten und Wege, etwas für dich zu tun. Denn für ihn kannst du nichts tun. Er wird auch Wege finden, zu trinken, wenn du seine Scheckkarte im Garten vergräbst. Solange er nicht selbst mit dem Trinken aufhören will und sich dazu professioneller Hilfe bedient, wirst du nichts ändern können. Aber für dich selbst kannst du etwas tun. Lies hier im Forum. Hier findest du viele Geschichten, die deiner gleichen. Und immer wieder Hinweise, wie es machbar ist, sich von seiner Sucht zu befreien. Es ist kein leichter Weg, aber der einzige, der dein Leben wieder zufrieden machen kann.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Servus Schätzchen,

    einen Rat kann Dir hier niemand geben, aber wir können Dir sagen, wie wir in ähnlichen Situationen gehandelt haben und ob es uns den erhofften "Erfolg" gebracht hat bzw wie die Situation sich entwickelte.

    Generell ist eine sehr oft erlebte Tatsache, dass "der Alkoholiker" seinen persönlichen Tiefpunkt erreichen muss, bevor er für sich trocken werden will und alles unternimmt, nur um nicht mehr saufen zu müssen.

    Es ist also ganz klar seine eigene Entscheidung, ob er trinkt oder ob er trocken lebt.

    Für Dich als Angehörige kann dies eine Erleichterung sein, wenn Du zulässt, dass -egal was passiert- Du nicht "schuld" bist und keinesfalls "verantwortlich" bist.

    Dann kannst Du ihn in Liebe fallen lassen, und er kann seinen Weg gehen, den er gehen muss. Ob mit oder ohne Alkohol, das wird die Zeit zeigen. Und Du kannst danach ausrichten, ob Du weiterhin mit ihn zusammen sein möchtest, oder Dir Dein Leben doch anders vorstellst.

    Denn eines muss Dir klar sein, ohne jeden Kompromiss: für unsere Krankheit gibt es keine Heilung. Wir bleiben als Alkoholiker krank, ein Leben lang. Wir können zwar die Krankheit zum Stillstand bringen, aber es gibt keine Heilung! Somit besteht die Gefahr eines Rückfalls - ein Leben lang...

    Willst Du das für Dein restliches Leben so "mitmachen"?

    Überleg es Dir gut. Was vielleicht momentan so "heldenhaft" klingt ("gute und schlechte Tage"), kann eine derbe Belastung werden, die schon viele Angehörige verzweifeln liess.

    Ich wünsche Dir die Kraft, das Thema ehrlich und genau anzusehen und den Mut, Deine eigene Entscheidung zu treffen.

    Alles Gute!

    LG
    Spedi

  • Hallo Schätzchen,
    schön durch Dich mal wieder von Sepdi zu lesen :) Viele überdeutlichen Kommentare habe ich von ihm "schlucken" dürfen, sie haben mir gut getan und mich weiter gebracht.

    Ich befürchte fast, meine Vorredner haben Recht in allem was sie sagen. Ich selber habe viel zu lange Verantwortung übernommen (wenn auch nur durch die Sicherung von Mietzahlung, Stromzahlung ect.). Dadurch habe ich verhindert dass mein Gegenstück erkennt wo er zwangsläufig wirklich steht.

    Geld verwalten und damit umgehen - ein Zeichen für selbstbestimmtes Handeln, somit die Aufgabe des Partners, selbst dann, wenn es schief geht. Oder willst Du später Schuld sein, dass er dies oder jenes "wichtige" nicht kaufen konnte. Das kann tatsächlich mal sein, dass über die EC-Karte etwas gekauft werden muss, das nicht möglich ist und Probleme entstehen. Handelt er für sich selber, so ist es seine Verantwortung.

    Er droht .... wurde mir auch gedroht "er suche sich den nächsten Baum oder die nächste Brücke" Nun, ich bin nicht seine Mama und auch nicht sein Schutzengel, kann also keine dieser angekündigten Vorhaben verhindern.

    Mir gefällt es jedoch überhaupt nicht, auf solche Art und Weise unter Druck gesetzt zu werden. Ich empfand damals diese Aussage als große Belastung, da ich zwangsläufig bis zum Umzug im selben Haus mit ihm leben musste. Für mich war das ein Grund mehr, so schnell wie möglich ausziehen zu können um solche Drohungen nicht mehr hören zu müssen.

    Lass es mich ganz hart ausdrücken: unabhängig von der Alkoholkrankheit wären Selbstmordgedanken zumeist in Depression zu suchen und zu finden. Das aber gehört in die Hände von Fachleuten und nicht von Angehörigen.

    Sich helfen zu lassen jedoch, muss ein Wunsch des "Depressiven" sein und nicht der der Angehörigen. Wer um Hilfe bittet, bekommt sie auch meistens - aber es muss wirklich ein Wunsch nach Hilfe sein und kein Unter-Druck-setzen von anderen.

    Ich befürchte, jeder von Euch beiden muss erst einmal für sich den eigenen Weg finden und die Verantwortlichkeit für sich selber und das eigene Wohlfühlgefühl übernehmen.

    Ich wünsche Dir viel, viel Kraft dabei

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Hallo Schätzchen,

    Meine Güte fruchtet seine Manipulation super! Was meinst Du wie oft mein Vater schon Selbstmordversuche & Androhungen hinter sich gebracht hat, nur damit der Rest auch brav seinen Regeln hinter her springt. Erzeugung von solchen Ängsten bei seinen Partner & Kindern ist echt armseelig! Ist so etwas Liebe?

    Meine Mutter leidet nach wie vor darunter und ich denke auch für sie wird keine Heilung in Sicht sein "weil sie ihn liebt, WEIL ER SIE BRAUCHT, weil er SIE gerettet hat vor langer Zeit und sie sich selbst als Retterin sieht, wenn sie ihn davon abhalten konnte aus dem Fenster zu springen oder ihn von sonstigen Aktionen abzuhalten"

    Glaubst Du nicht er ist alt genug, um für sich selbst zu entscheiden? Du wirst, wenn Du Dich nicht rettest IHM dabei helfen "NICHT" von seiner SUCHT wegzukommen! Wieso sollte er künftig etwas an seinen Verhalten ändern, wenn er alles hat?

    lg
    Marya

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