• Hallo, liebe Gotti

    Schade, dass die anderen Handzettel Deines Mannes "untergegangen" sind, aber einen konntest Du ja wenigstens behalten :wink:

    Mir rufen die wenigen Worte meiner Tochter in Erinnerung, wo ich nicht mehr hin will. Diese wenigen Worte dröhnen wie Donnerhall :shock:

    Deine Wünsche haben sich erfüllt, denn weder wettermäßig noch arbeitsmäßig gesehen, war der heutige Tag besonders "heiß" :lol:

    Dir noch einen entspannten Abend...

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Huhu RoteLampe,
    wie schön, dass du da bist! :D
    Also richtige Ruhepunkte hatte ich heute nur ganz wenige, das liegt aber zum Teil auch daran, dass ich immer heiserer werde, zeitweise versagte die Stimme komplett. Das belustigt zwar die anderen und löst auch ein bisschen Anteilnahme aus - den Spott möchte ich lieber nicht erwähnen: "Hey, dein Mann freut sich, gell, etzerd wo'sd aweng die Waffel halten musst!" - , aber ich muss zugeben, dass ich langsam höllische Schmerzen unterhalb des Kehlkopfes kriege, wenn ich doch zu lange am Stück spreche. Da kann eine kurze fünfminütige Unterhaltung schon anstrengend sein. Naja, jetzt versuche ich noch den morgigen Tag durchzustehen und dann sehen wir weiter. Lutschtabletten und ein Präparat auf pflanzlicher Basis habe ich ja sowieso im Haus, und wenn's auf die sanfte Tour nicht geht, werde ich wohl am Montag zu meiner Ärztin müssen.

    Das einzige "richtige" Highlight heute war ein Besuch in einem Elektronik-Fachmarkt, aber nicht der rote, ich bin doch nicht blöd... :wink: , sondern einer aus dem Sonnensystem, und da habe ich mir - Achtung! - im stolzen Alter von 41 Jahren meine erste Küchenmaschine geleistet! Täddäää! Tusch! :D
    Der Anlass war eigentlich ganz banal, mein Handmixer verabschiedet sich gerade schrittweise, er macht lustige Geräusche in seinem Bäuchlein, von rasselnd bis metallisch-klappernd, und nun möchte ich nicht warten, bis er mir eine blaue Stichflamme aus tiefstem Herzen schickt. Tja, und da dachte ich guckste mal, was es auf der rührseligen Szene so gibt, und so kam ich von den Mixern zu den Küchenmaschinen.
    Jaja, ich weiß, jede versierte Hausfrau wird nun milde lächeln, aber ich bin bisher tatsächlich ohne ausgekommen. Ich bin ja so'ne Altmodische, die noch alles selber schält, schnibbelt, häckselt oder sonstwas anstellt, und erst, seitdem ich im Dezember meine Leidenschaft fürs Kuchenbacken entdeckt habe, hatte ich immer so'n latentes Gefühl, dass da was fehlt. Hefeteige habe ich bisher gerne ausgelassen, weil die so tödlich zum Kneten sind, und der GöGa steht ja nun auch nicht rund um die Uhr zur Verfügung für die Armarbeit - aber das alles ist seit heute Geschichte!

    Prompt bin ich anschließend zum Supermarkt gefahren, habe auch noch Aprikosen eingekauft und einen schönen Blechkuchen gezaubert. Und als der so langsam seinen aromatischen Duft entfacht hat, ja das war dann wirklich schön. Totenstille in der Bude und nur dieser süße verführerische Duft, der mich umwaberte - herrlich! :wink:
    Weniger herrlich war die Tasache, dass ich den Hagelzucker vergessen habe und das für leichtes Unbehagen in der Gesichtsmuskulatur sorgt. Aber mei, ich lerne ja noch... :roll:

    Sodala, jetzt habe ich dich aber genug mit meinen spannenden Abenteuern von der Hausfrauen-Front versorgt, aber ich kann nicht leugnen, dass ich beim Backen tatsächlich von meinem Job und den Halsschmerzen abschalten kann!

    Alles Liebe dir!
    espoir

  • Hallo,

    Gestern hatte ich mir einen Tag Urlaub genommen, um an einem meditativ kreativen Bibeltag in einer Einrichtung des Erzbistums Köln teilzunehmen.
    Wie auch schon in der Vergangenheit hat sich dieser Urlaubstag voll gelohnt, denn Körper, Geist und Seele kamen wieder auf ihre Kosten.

    Neben meditaver Musik für die Ruhezeiten gab es diverse Körperübungen, um uns wieder zu "erden" für eine nicht ganz einfache "Lebensaufgabe". Anhand eines Bibelspruchs ging es um die Bereiche "Veränderung", Loslassen des Alten, um etwas Neues aufbauen zu können (im schlimmsten Fall auch der Bruch mit dem Alten, damit Veränderung überhaupt möglich ist)

    Ich habe diese schwierige Aufgabe in einer Collage ausgedrückt und ihr den Titel "Land in Sicht" gegeben.

    Die gestrigen Eindrücke haben sich heute morgen auf der Fahrt zur Arbeit zu neuen Sätzen und Zeilen formiert und so ist das gleichnamige Gedicht entstanden, das meine momentane Situation sehr gut beschreibt.

    Die Konfrontation mit den Lebensgeschichten der anderen 9 Teilnehmer war fruchtbar, aber auch sehr anstrengend und ich war nach diesem intensiven Tag sehr erschöpft. Ich hatte das Gefühl, erst einmal niemanden um mich herum haben zu wollen und setzte mich für eine Stunde in einen nahe gelegenen Park in die Sonne.

    Im Moment ist mein Leben sehr bunt und voller Energie - doch ich muss darauf achten, dass ich mir immer wieder Momente der Ruhe gönne, um neue Kraft zu schöpfen.

    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Hallo liebe Espoir

    Danke für Deinen sooo lebendigen und anschaulichen Bericht über die Abenteuer einer gestressten Hausfrau :wink: - soll mal einer sagen, dass das Hausfrauendasein nicht ab und an auch vom Duft des Abenteuerlichen umwabert sein kann! Ich erlebe ähnliches ja auch mit ziemlicher Regelmäßigkeit :D

    Dein Schreibstil gefällt mir und brachte mich zum Lachen! So kann ich nun diesen Tag mit einem lachenden Gesicht beenden und die Lachfalten mit in den morgigen Tag retten :wink:

    Weniger angenehm ist leider, dass Dich offenbar kurz vor dem Wochenende etwas "angeflogen" zu haben scheint. Ich hoffe, Du bekommst es mit Hausmitteln noch weg und musst nicht die geballte chemische Keule zu Hilfe nehmen....

    Lass Dir den duftenden Kuchen auch ohne Hagelzucker schmecken und schone Deinen Hals (manchmal ist schreiben besser als reden :wink: )

    Gute Besserung und alles Liebe!

    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Hallo, Ihr Lieben!

    Ich blicke auf eine positive Woche mit vielen kleinen Lichtblicken zurück - aber auch positive Ereignisse machen müde :wink:

    Irgendwie bin ich ziemlich platt und gönne mir heute einen ruhigen Abend. Eben habe ich noch eine Weile auf meinem Wohlfühl - Balkon gesessen und mit geschlossenen Augen die letzten Sonnenstrahlen genossen 8)

    Morgen bin ich mit Vertretern meiner Selbsthilfeorganisation beim 3. Suchtselbsthilfetag im Landtag NRW in Düsseldorf. Das Treffen steht im Zusammenhang mit der zurzeit laufenden "Aktionswoche Alkohol"

    Neben diversen Aktionen, einem Podiumsgespräch u.a. interessiert mich das Thema "Ohne Selbsthilfegruppen wäre alles noch schlimmer"

    Mal sehen, was der Tag bringt - ich bin mal gespannt..

    Einen entspannten Abend wünscht
    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Hallo RoteLampe,

    na da bin ich aber wirklich gespannt auf Deinen 12seitigen Bericht! ;)

    Viel Spass morgen und schön viel merken, gell?

    Herzlich

    Lo

  • Hallo Lo (mit einem "o" :wink: )

    Zitat

    12seitigen Bericht!

    :oops::oops: Vielleicht sollte ich hier mal verraten, dass meine Stärke *eigentlich* in der komprimierten Darstellung komplexer Sachverhalte liegt :lol:

    Aber in welcher Form auch immer - ich werde berichten...

    Dir ein schönes Wochenende, an dem Du Dich hoffentlich gut entspannen kannst 8)

    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Zitat von RoteLampe

    Hallo Lo (mit einem "o" :wink: )


    :oops::oops: Vielleicht sollte ich hier mal verraten, dass meine Stärke *eigentlich* in der komprimierten Darstellung komplexer Sachverhalte liegt :lol:

    Mir wurscht! :lol:

    *Eigentlich* verstehe ich auch komplexe Sachverhalte sehr gut und komprimieren tue ich auch doll viel! :lol::lol:

    Herzlich

    Lo

  • Hallo, Ihr Lieben


    Ich bin eben zurück aus dem Düsseldorfer Landtag mit vielen wertvollen Eindrücken, die ich erst noch verarbeiten muss und mit einer Reihe Informationsmaterial, das ich demnächst durcharbeiten werde.

    Meine Eindrücke sind noch ganz "frisch" und dienen mir auch als Gedächtnisstütze für einen möglichen Kurzbericht in meiner SHG, denn heute habe ich es bedauert, mich nicht mit Papier und Stift bewaffnet zu haben.

    Während die ersten beiden Suchtselbsthilfetage 2005 und 2007 noch auf dem Gelände einer psychiatrischen Einrichtung stattgefunden haben, wollten die Veranstalter die Suchtproblematik in die "Mitte der Gesellschaft" rücken und wählten daher den Landtag NRW.

    Der Veranstalter war selbst überrascht von der überwältigenden Resonanz, denn er rechnete mit 500 Teilnehmern - angemeldet waren aber über 900, die im Plenarsaal auf den Plätzen der Abgeordneten bzw. auf der Pressetribüne Platz nehmen konnten. Für die, die keinen Platz finden konnten, wurden die Vorträge nach draußen übertragen. Wir hatten das Glück, auf der Pressetribüne sitzen zu können.
    Alles war super organisiert und verlief reibungslos. Getränke und später Essen (Kartoffelsuppe mit Wurst und Brötchen) gab es umsonst, ebenso wie später Kaffee, Kekse, süße Riegel diverser Hersteller

    Interessant fand ich, dass von 187 Abgeordneten sich 100 bereits im Vorfeld offiziell mit anderen Verpflichtungen "entschuldigt" hatten, wohingegen sich nur 5 offiziell zu dieser Veranstaltung gemeldet hatten. Diese stellten sich später dem Podiumsgespräch.
    Es wurde angeregt, dass diejenigen dem Abgeordneten, auf dessen Platz sie heute gesessen haben, eine Mail schreiben und sich für die Unterstützung ihres Anliegens bedanken sollten

    Nach der Eröffnungsrede folgte ein in meinen Augen brillianter Vortrag des Vorsitzenden des Fachausschusses der Suchtselbsthilfe (FAS = Dachverband aller Selbsthilfegruppen) Hier hätte ich mir gerne Notizen gemacht...

    In der Mittagspause hatte ich das Glück, mit einem Vertreter der FAS ins Gespräch zu kommen und äußerte den Wunsch nach dem Redekonzept des Vorsitzenden. Mir wurde zugesagt, dass dies in Kürze auf der Homepage des Dachverbands nachzulesen sein werde. Dies kann ich nur jedem ans Herz legen!
    Der Vortrag befasst sich mit dem Thema "Ohne Selbsthilfe wäre alles noch viel schlimmer - von der Bedeutung der Suchtselbsthilfe und Verantwortung für die Suchtselbsthilfe"

    Bei den SHGs wurde vor allem gefordert, dass diese sich stärker auch in der Öffentlichkeit präsentieren, damit sie "gefunden" werden. Suchtselbsthilfe muss in die Zentren verlagert werden und weg aus Hinterhöfen oder abseits gelegenen Statteilen (Problematik der zur Verfügungstellung geeigneter Räumlichkeiten)
    Wichtigkeit, wie eine SHG auf neue Mitglieder zugeht - wie wird derjenige, der sich vielleicht noch ängstlich und unentschlossen vor den Räumlichkeiten "rumdrückt" aufgenommen? Wie werden erste Berührungsängste beseitigt? Inwieweit sind SHGs mit "alten" Strukturen noch offen für neue Themen und neue Impulse?
    Ermutigung auch an Frauen, sich im Bereich der Gruppenleitung zu trauen, sich stärker einzubringen...

    Dann kam ein Teil, der für mich sehr wichtig war, weil ich das genauso sehe. Die "Vorbildfunktion" von LZT, die durch ihr eigenes Vorleben zufriedener Trockheit auch anderen zeigen "Du schaffst das". Dabei aber lediglich Wege aufzeigen und dem Betroffenen die Möglichkeit geben zu entscheiden, ob er diese so für sich auch gehen will (kein: du musst das so oder so machen, dann...)

    Interessant fand ich ferner die Ausführungen über Sucht und Kreativangebote (um dem Betroffenen zu helfen, seine Fähigkeiten und Talente wieder - bzw. neu zu entdecken) sowie "Sucht und Sportangebote" (Sport als Füllstoff für die innere Leere)
    Hinsichtlich der Kreativangebote konnte man seine Talente im Eingangsbereich des Landtags mit Leinwand und Farben ausprobieren...

    Also, ich hoffe, dass sie diesen Vortrag bald ins Netz stellen, denn -so war ich mit meiner Gruppenleiterin einig- da können wir für unsere künftige Arbeit sehr viel "mitnehmen"

    Im Verlaufe des Vortrags wurde die Sucht mit dem Quellgebiet eines Flusses verglichen, wo das Wasser aus verschiedenen Bereichen zusammenfließt (unterschiedliche Ursprünge der Suchtgeschichte) und sich dann zu einem großen einheitlichen Fluss zusammenfindet, der dann eben gleich verläuft.

    Puuh, muss erstmal Pause machen :wink:

    RoteLampe
    -glühend heiß von den heutigen Eindrücken :wink:

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Hallo,

    Nachdem ich ein wenig verschnauft habe, nochmal ein paar Dinge, die mir aufgefallen sind.

    Der erste Schock wurde bei mir von der Tatsache ausgelöst, dass im Eingangsbereich des Landtagsgebäudes ein Bierwagen stand :shock: - mit einem für alle sichtbaren Aufdruck einer bekannten Bierbrauerei :o Im Vorfeld einer Veranstaltung, die sich u.a. mit Suchtprävention und Suchtselbsthilfe befasste, fand ich das schon makaber .....Vielleicht war es auch nur Gedankenlosigkeit des Lieferanten, der das wohl besser abgeklebt hätte, denn ausgeschenkt wurden natürlich alkfreie Getränke. Aber es war eben diese Gedankenlosigkeit, die mir dort in dem Augenblick aufgestoßen ist :roll:

    Natürlich zieht sich keiner so gerne Statistiken rein, aber es hat mich doch erschüttert zu hören, dass 10% der trinkenden Bevölkerung 51% der gesamten Alkmenge in sich reinkippen (das sind 10 Liter reines Gift :evil: pro Kopf)

    Weiterhin war mir aufgefallen, dass unter dem vielfältigen Infomaterial, das auf den Tischen der diversen Selbsthilfeorganisationen zur Mitnahme ausgelegt war, gerade mal eine einsame Broschüre zur Co-Abhängigkeit zu finden war. Dies vor dem Hintergrund, dass davon auszugehen ist, dass auf einen Betroffenen mindestens 3 Mitbetroffene/Angehörige kommen (wobei von einer Zahl von ca. 18 Millionen Angehöriger bei niedriger Schätzung auszugehen ist)

    Also sowohl Co-Abhängige als auch als Alkoholikerin hat mich dies sehr betroffen und nachdenklich gemacht. Ich habe die Leute am Tisch auf diese Schieflage angesprochen und sie haben mir sogar zugestimmt.......

    Ich hoffe sehr, dass solche Tage wie der heutige und der Austausch der Gruppen mit Entscheidungsträgern aus der Politik dazu beitragen, hier Licht ins Dunkel zu bringen und -zumindest ansatzweise- die Weichen für Veränderung zu stellen.

    Einen schönen Abend noch,
    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Guten Morgen,

    Bevor ich gleich zu einer kleinen Etappe mit Wanderfreunden auf dem Jakobsweg ab Bad Münstereifel aufbreche, möchte ich noch einige Gedanken hierlassen, die mich gestern im Nachgang zu meiner Veranstaltung bewegt haben.

    Vor dem Schlafengehen habe ich nochmal drüber nachgedacht, worauf die Verändererungen der letzten Zeit und die Lebensenergie, die ich wieder spüre, denn *eigentlich* zurückzuführen sind. Ich glaube, dass der Schlüssel zu mehr Lebensglück in der Offenheit liegt.

    Ich zeige Stärke, indem ich mich zu Schwäche bekenne - wie der Politiker, der sich gestern im Podiumsgespräch als seit 25 Jahren trockener Alkoholiker vorstellte. Der war nicht schwach, sondern unheimlich souverän. Ich bin auch nicht schwach, weil ich im Kampf gegen Alkohol nicht als Sieger hervorgegangen bin und es ist keine Schwäche, diesen Kampf erst gar nicht (mehr) kämpfen zu wollen.

    Diese Energie, die für das Verstecken und den sinnlosen Kampf gegen die Droge draufgegangen ist, ist nun wieder frei und steht für anderes zur Verfügung. Ich kann sie nutzen - für mich, und damit letztlich auch (wieder) für andere. Es hört sich ziemlich einfach an, aber ich habe lange gebraucht, um dies zu verinnerlichen -*eigentlich* fast bis zum heutigen Tage, denn das Bäumchen der Erkenntnis und der Lebensenergie ist seeehr langsam gewachsen. Ein zartes Pflänzchen, das sich durch ganz viel Asphalt durchkämpfen musste. Aber es konnte eine kleine Ritze zwischen Gehsteinen nutzen, um zu wachsen.

    Ich bin dankbar für diese Erkenntnisse, die ich mir mit klarem Kopf und scharfem Verstand erarbeiten darf. Vielleicht schaffe ich es auch irgendwann einmal, dass Kopf und Bauch in einem etwas anders gewichteten Verhältnis agieren können, als sie es heute tun.....

    Einen schönen Sonntag wünscht
    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Hallo rote Lampe

    Das ist ja interessant,bei dir zu lesen.Deine Eindrücke zu deinem Landtagsbesuch stimmen mich und sicher auch viele andere ganz schön nachdenklich.
    Mir fällt auf,wie sehr du engagiert bist.Wieviel du für Dich machst.Wie kriegst Du das hin?

    Ich wünsch dir einen schönen Sonntag!

    LG Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Lieber Lütze,

    Ich danke Dir für Dein Feedback!

    Wie bekomme ich das hin? Ich glaube, die Lösung liegt zum großen Teil in den Überlegungen, die ich eben hiergelassen habe...

    Mit der Offenheit mir selbst und anderen gegenüber sind die Lebensgeister zurückgekommen - fühle ich wieder Kraft und Energie in mir, die wohl -so habe ich es den Reaktionen aus meinem Umfeld entnommen- auch sehr stark nach Außen strahlt und sich in neueren Fotos von mir wiederfindet.
    Dennoch fühle ich mich geerdet und achte vor allem auf Ruhezeiten und darauf, mich nicht zu überfordern. In letzter Zeit hatte ich das große Glück, einige für mich wertvolle Veranstaltungen besuchen zu dürfen, die 100%ig zu meinem jetzigen Lebensabschnitt passen und die mich ein ganzes Stück weiter gebracht haben.

    Ich bin die Steuerfrau meines Lebensbootes und darf -ja muss- für meine Belange eintreten. Seit ich das tue -mich auch abgrenze, wenn notwendig- und festgestellt habe, dass die Welt sich weiter dreht und mein Umfeld mich auch mag, wenn ich mal NEIN sage, habe ich ein erhebliches Stück Lebensqualität dazugewonnen.

    Dafür bin ich sehr dankbar.....

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag - nimm Dir Zeit, nur für Dich 8)

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Hallo Rote Lampe!

    Du hast ja viel Energie! Toll! Aber - deine Ausflüge zum Selbsthilfetag und über den Jakobsweg sind auch richtige Mutmacher und Kräfteausteiler.
    Es freut mich, dass du so viel mitteilen konntest.
    Geschockt war ich auch von dem "einen Prospekt" für Co-abhängige.
    Aber wenn ich hier bei uns sehe, wie wenig sich manchmal am Meeting treffen, dann erschüttert mich das genauso. Über allem liegt doch immer wieder nur Verstecken, Scham, Zurückhaltung, Abwarten, dass alles von alleine besser wird.

    Naja, wir machen es besser! Für uns!
    Liebe Grüße, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Rote Lampe,

    Du wanderst doch ziemlich oft, wie machen das Deine Füsse mit, ich bin jetzt 2 Tage lange gelaufen, habe mir extra Nordic Walking Schuhe gekauft.

    Dennoch schmerzen mir meine Fussballen und Zehen sehr.

    Hast Du ein Tip für mich. Die Schmerzen sollen mich nicht abhalten, möchte es beibehalten das Laufen.

    Dickes Lob für Dein Gedicht möchte ich noch hierlassen.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Liebe RoteLampe,
    wie gern würde ich dir ein paar schönen Zeilen zum Abschluss des heutigen Tages da lassen, aber nachdem ich nun noch einmal die letzten Beiträge von dir gelesen habe, ertappe ich mich dabei, dass mir partout nichts einfallen will, denn ich habe den Eindruck, dass du momentan sehr in dir ruhst und mit dir im Einklang bist.
    Was soll ich da noch groß beisteuern?
    Es bleibt mir also nur, dir eine gute Nacht, süße Träume und einen guten Start in die neue Arbeitswoche zu wünschen. Erhalte dir den "flow", in dem du offensichtlich gerade bist - wir anderen können davon profitieren! :wink:

    Alles Liebe dir!
    espoir

  • Liebe Gotti,

    Zitat

    wir machen es besser! Für uns!

    Da können wir ja gleich mal in unseren eigenen Gruppen anfangen - denn die Gruppe ist ja immer so gut, wie die Gesamtheit der Gruppenmitglieder sich einbringt!
    Ich habe am Samstag vieles aus dem Vortrag des FAS-Vorsitzenden über Selbsthilfegruppen mitgenommen und hoffe, dass die Rede bald auf deren Homepage für alle, die es interessiert, auch abrufbar ist!

    @Weitsicht
    Liebe Weitsicht,
    Vielleicht schaust Du mal in unserem Freizeitthread nach, ob es zu diesem Thema bereits etwas gibt. Oder eröffne einfach einen neuen Thread zu geeignetem Schuhwerk.

    Trotz guter Schuhe und guter Wandersocken kommt es auch bei mir (leider) vor, dass ich mir Blasen laufe. Ich bin noch dabei herauszufinden, woran das liegen könnte..
    Es freut mich, dass Dich mein Gedicht /meine Gedichte anspricht/ansprechen. Als sie entstanden sind, sind die Worte nur so in die Tastatur geflossen. Ich nutze allerdings auch solche schöpferischen Momente aus - sonst wird das nichts..

    espoir
    Liebe Espoir,
    Ich freu mich immer über Deinen Besuch :D Wer sagt denn, dass wir immer etwas Weltbewegendes von uns geben müssen....

    Schön, dass Ihr alle von meinen letzten Beiträgen ein wenig profitieren konntet und ich freu mich natürlich auch, wenn ich dadurch Betroffene, die noch am Anfang ihres Weges sind, dazu ermutigen kann, den Weg in eine zufriedene Trockenheit fortzusetzen.

    Yes, we can :!:

    Eine gute Nacht wünscht
    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Guten Morgen,

    Heute morgen beim Duschen ist mir noch eine Begebenheit vom Suchtselbsthilfetag eingefallen, die ich Euch gerne als Start in einen neuen trockenen und zufriedenen Tag hierlassen möchte:

    Im Vorfeld der Podiumsdiskussion sollte jeder Beteiligte ein Symbol mitbringen, das für ihn den Sinn von Selbsthilfegruppe darstelle. Am beeindruckendsten fand ich den seit 25 Jahren trockenen Politiker. Er brachte eine Wäscheklammer mit - diese gebe der Wäsche an der Leine halt und sorge mit dafür, dass die Wäsche trocken werde!

    Ich fand es einfach genial, denn er brachte die Funktion von SHGs - so wie ich sie auch sehe- genial auf den Punkt. Zusammenhalt geben und die Trockenheitsarbeit unterstützen. Klasse....

    Allen einen zufriedenen Tag..

    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Guten Abend,

    Nachdem ich gerade einen wunderschönes Abendrot von meinem Balkon beobachten und mit allen Sinnen genießen konnte, lasse ich mich mal wieder hier blicken.

    In den letzten Tagen war ich ein wenig erschöpft und fühlte mich abends auch schlapp. Dies wird mit Sicherheit an den ganzen Eindrücken der letzten Zeit liegen, die sich erst einmal setzen müssen, die betrachtet, verarbeitet, einsortiert und umgesetzt werden müssen.

    Mit meinen Kräften haushalten und meine eigene "Begrenztheit" spüren und annehmen, ist immer wieder ein sehr zentraler Punkt bei mir. Es gelingt mir inzwischen immer besser, auf meine inneren Signale zu achten und rechtzeitig auf die Bremse zu treten, anstatt ungebremst in die Überforderung zu schlittern :roll: Was dabei herauskommt, möchte ich mir nicht mehr antun :twisted:

    Zusätzlich zu schönen Ruhepunkten, die ich mir im Alltag hole - so die Betrachtung des Abendrots eben auf dem Balkon- habe ich nun auch urlaubsmäßig ein Highlight, auf das ich mich freuen kann.
    Ich habe mich für einen 14tägigen Wanderurlaub auf einer noch nicht so sehr vom Tourismus verseuchten griechischen Insel entschieden. Da noch Kontingente frei sind, habe ich die Buchung eben auf den Weg geschickt.

    Nun darf ich mich auf einsame Bergdörfer, Klöster, verfallene Mühlen, antike Ruinen, Wälder und meine so heiß geliebeten Olivenhaine freuen.
    Im Schatten des Olymp auf schmalen Ziegenpfaden zu einem Quellheiligtum - in meiner Fantasie habe ich bereits ziemlich konkrete Vorstellungen von einem unverwechselbaren Urlaub - ganz ohne Animation und all inclusive.

    Das Leben hat immer wieder eine Überraschung parat :wink:

    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • 8)8)8)8)8) Wow!

    Das klingt ja phantastisch!
    Mensch, wenn ich nicht über,übermorgen selbst an meine geliebte Nordsee fahren würde, würde ich schon ein wenig neidisch werden.
    Aber so gönne ich dir diesen Urlaub einfach nur von Herzen und wünsche schon mal keine Blasen und sonstige Störfälle.
    Ihr wandert da einfach so drauflos? Oder gibt es eine feste Route? Und wo wird geschlafen?
    Klingt fast ein wenig wie "Jakobsweg".
    Leider hab ich hier keinen, der mit mir wandern will. Nur die Hunde :roll::wink: . Reizen würde mich das schon mal mitzumachen.
    Naja, ich bin ja noch nicht so alt. Ich kann mir ja noch ein paar Träume offenhalten. :D

    Ich wünsche dir einen schönen Tag - erschöpft war ich die letzten Tage auch - vlt. das Wetter ? - mal kalt, dann schwül ? -- ?
    und schicke liebe Grüße, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

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