Ich werde meinen eigenen Weg weitergehen!!!!

  • Zitat von Ette

    Hallo weitsicht,

    ich wünsche dir von ganzem herzen, dass du irgendwann in der lage bist, das, was du durch deine eltern erfahren hast, hinter dir zu lassen. Denn so sehr du es auch möchtest, die liebe, die du bei deinen eltern vermisstest, WIRST DU NICHT MEHR BEKOMMEN! Solange du das nicht akzeptieren kannst, glaube ich nicht, dass du zufrieden und liebevoll leben kannst.

    Hast du eigentlich schon einmal den Brief in der Bibel über die Liebe im neuen Testament gelesen? Und zwar mit dem fokus auf dich selbst und nicht mit der irrealen erwartungshaltung an deine eltern?

    Gruß
    ette

    Hallo Ette,

    ich freue mich über Deinen Besuch bei mir und danke Dir für Deine Wünsche für mich.

    Ich weiss, dass ich die Liebe, die ich bei meinen Eltern vermisste, niemals mehr bekommen werde. Das habe ich genug betrauert. Ich kann das auch akzeptieren, nur wollen heute immer noch Ereignisse von meiner Kindheit hochkommen, besonders wenn ich hier lese, diese möchten noch betrauert und losgelassen werden. Unser Körper hat nichts vergessen, hat alles gespeichert.

    Liebe Ette, man kann Angst niemals lösen von aussen, sondern nur durch die Haltung eines Vertrauens, das in sich selber stark genug ist.

    Und ich vertraue einer Liebe die grösser ist, als wir Menschen jemals begreifen können, diese Erfahrung durfte ich machen.

    Das Hohelied der Liebe höre ich ab und zu auf einer CD, kann dazu prima meditieren.

    Und Ette, was ist irreal daran, wenn Kinder die Erwartungshaltung an ihre Eltern haben, dass diese sie nur "lieben" und annehmen sollten, mit ihrem Wesen wie Gott (Liebe) sie geschaffen hat.

    Er vertraut uns unsere Kinder eine Zeit lang nur an, sie sind nicht unser Besitz, mit dem Eltern meinen, tun und lassen zu können, wie sie es für richtig halten. Das sollten wir als Eltern wissen.

    D u kannst mir glauben ein Alkoholikerkind hinterfragt sein Tun ständig, nur heute suche ich die Schuld nicht mehr bei mir. Ich frage mich am Ende des Tages wie ich mit diesem und den Menschen denen ich begegnete, umgegangen bin. Ich habe 8 Jahre hintereinander Exerzitien mitgemacht, die durch Übungen und Tagesrückblick, mich mir, und dem Mensch-Sein näher brachten.

    In den Grundbausteinen steht doch nichts von Verzeihen-Müssen.

    Oder ist das hier ein eher ungeschriebenes Gesetz.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Zitat

    solange ich in einem Aufarbeitungsprozess stecke, kann ich nicht verzeihen.

    Denn ich verrate dadurch jedesmal mein inneres Kind, meine Gefühle damit.

    Ich vertraue doch der Stimme des inneren Kindes nicht, da ich jedesmal meine Eltern wie sie wirklich zu mir waren, nicht sehen darf. Schliesslich habe ich ihnen verziehen.

    Und wenn ich jemandem verzeihe habe ich vertrauen zu ihm, fange wieder von vorne mit dieser Person an, alles Fehlverhalten ist nicht mehr im Vordergrund.


    Meine Gedanken zum VERZEIHEN

    möchte ich in meinem Thread stehen haben.

    Es sind für mich wichtige Erkenntnisse, die mich zu meinen Gefühlen zurück führten.

    Ich weiss nicht, ob ich irgendwann in meinem Leben meinen Eltern mal verzeihen kann, ich überlasse es einer anderen Stelle, ich bin nicht ihr Richter.

    Aber ich habe angefangen vor langer Zeit mich selbst zu lieben und zu achten. Auf diesem Weg bin ich heute noch und ich vertraue mir, dass ich weiss, wann mir was etwas gut tut und, dass ich nicht etwas mehr tun werde, nur weil Menschen meinen, dass es falsch wäre.

    Mein Massstab ist die LIEBE und nicht was Regeln oder Gesetze (Menschen) vorschreiben.

  • Zitat von Weitsicht


    Und Ette, was ist irreal daran, wenn Kinder die Erwartungshaltung an ihre Eltern haben, dass diese sie nur "lieben" und annehmen sollten, mit ihrem Wesen wie Gott (Liebe) sie geschaffen hat.


    hallo weitsicht,

    kinder kommen mit dem urvertrauen zur welt, dass sie geliebt und angenommen werden. Viele eltern können dieses urvertrauen nicht erfüllen, weil sie es womöglich selbst nicht erleben durfte, vielleicht krank sind, süchtig oder aber aufgrund anderer tatsachen einfach nicht in der lage sind, ihr fehlverhalten zu erkennen. Sie erziehen ihre kinder nach ihrem empfinden nach bestem wissen und gewissen. Kein elternteil, und da bin ich mir sicher, quält sein kind um der tatsache des quälens willen.

    Erwartungshaltung sehe ich bei dir. Du bist eine erwachsene frau, hast eine tochter, die im berufsleben steht, folglich auch keine ganz junge frau mehr. Jedoch beharrst du wie ein kleines, bockiges kind darauf, dass deine eltern ihr fehlverhalten einsehen sollen – bis über deren tod hinaus. Was, wenn sie dazu gar nicht in der lage waren? Und was bringt es dir, in dieser, in meinen augen irrealen, erwartungshaltung zu verharren? Es gibt viele dysfunktionale familien und somit viele verletzte kinderseelen. Möchtest du, dass niemand mehr kinder bekommen darf, der nicht seine „liebesfähigkeit“ bewiesen hat?

    Wer sagt dir, dass deine art, deine kinder zu erziehen die richtige ist? Was, wenn deine kinder dir irgendwann sagen, mama, du hast uns falsches mit auf den weg gegeben? Du hast uns gesagt, wenn wir alle menschen liebevoll behandeln, funktioniert die welt. Mein chef hat mich nicht befördert, obwohl ich ihn liebevoll behandelt habe?

    Weitsicht, ich lese in deinen zeilen immer wieder den hass auf dein eltern, obwohl du dich so liebevoll zeigen willst. Wie unter einem dicken zuckerguss gärt der modder dieses hasses und bahnt sich immer wieder den weg durch die vordergründig süße deiner worte.

    Weißt du, ich wurde als grundschulkind losgeschickt von meiner mutter, um meinen vater vom frühschoppen aus der kneipe zu holen, damit er rechtzeitig zum essen zu hause war. Ich wurde von meinem vater noch als 16-jährige so verprügelt, dass meine mutter dazwischen ging, weil sie angst um mein leben hatte, nur weil ich anderer meinung war als er. Meine mutter hat tagelang nicht mit mir gesprochen, wenn ich in ihren augen ungezogen war. Sie hatte keinen heilen kochlöffel mehr, weil sie alle an mir und meinen geschwistern abgeschlagen hatte. Wir bekamen dann prügel mit dem teppichklopfer oder dem handfeger. Meine mutter hat mir, solange ich denken kann und solange ich mit ihr kontakt hatte, vorgehalten, dass ich ein „zufallstreffer“ sei, weil in ihrer jugend keine vernünftigen verhütungsmittel vorhanden waren. Sie hat mir deshalb ihre unterschrift verweigert, die in meiner jungend bei minderjährigen erforderlich war, um ein rezept für die pille zu bekommen. Das sind nur so ein paar beispiele.... ich kann also nicht von mir behaupten, eine behütete, liebevoll kindheit und jugend gehabt zu haben. ABER ALL DIESE TATSACHEN MUSS ICH AKZEPTIEREN. Und ich habe auch gelernt, ihnen zu verzeihen, denn der hass und das einfordern, von etwas, wozu sie nicht in der lage waren, hätten mich zerfressen. Wie ein dorn, der immer wieder anfängt, im fleisch zu schwären, hätte dieser hass mein leben unfzufrieden gehalten. Ich musste den dorn entfernen und das geht nun mal nur mit akzeptanz und verzeihung. Jedenfalls für mich.

    du schreibst immer wieder, dass du über deine eltern nicht richtest und dies einer höheren instanz überlässt. Doch weitsicht, du richtest. du verurteilst deine eltern für unrecht, das sie dir angetan, von dem aber sie sicherlich gar nicht wussten, dass sie es taten.
    Gruß
    ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Ich hatte mich schon ausgeloggt, dann sah ich Deine Antwort Ette, kann nicht anders, antworte Dir mal spontan.

    Schade, dass Du Dein inneres Kind und Deine Jugendliche in Dir, die so schlecht und gewaltvoll von ihren Eltern behandelt wurde, noch immer so verraten und im Stich lassen musst.

    Unsere Eltern hätten auch Möglichkeiten gehabt sich anders zu verhalten, als ihren Frust und Gewalttätigkeit an uns Kindern loszuwerden.

    Es gab zu dieser Zeit Eltern die weiter schauen konnten und nicht die schwarze Pädagogik an ihren Kindern auslebten.

    Meine Mutter verherrlichte lieber ihren trinkenden Vater, wie Du scheinbar auch, gab ihre Prügel die sie von ihm als Kind und sogar schon verheiratete Frau bekam, an uns Kinder weiter.

    Das habe ich z.B. an meine Kinder nicht weitergeben zu brauchen. Da ich bevor ich meine Kinder Geschenkt bekam eine Therapie machte, die mich von zwanghaften Verhalten, an Kinder weiterzugeben, was mir selbt passierte, frei werden liess. Ich kann zu meinen Fehlern, die ich zweifelslos bei meinen Kindern machte (Menschen machen Fehler), stehen, wir können heute noch miteinander über das was an Unschönem passierte, sprechen. Danach ist es gut, können entspannt und liebevoll miteinander kommunizieren, da wir uns unserer Liebesfähigkeit im Handeln miteinander und untereinander, bewusst sind.

    Dass die Welt nicht nur heile ist, das wissen meine Kinder, haben sie spätestens im Kindergarten mitbekommen. Gewalt gab es in unserer Familie nicht, wir alle haben einen Mund mit dem wir sprechen konnten/können, um uns Ungerechtigkeiten oder sich nicht verstanden fühlen, mitzuteilen.

    Und das erleben sie auch heute in ihrer Berufswelt. Sie wissen um ihren Selbstwert haben gute Kontakte zu Arbeitskollegen, mit dem Chef kommen sie auch klar, steht bei ihnen aber nicht im Vordergrund, soziales Verhalten zu den Kollegen, ist ihnen wichtiger.

    Ich habe mich über ihre Beurteilung in den Zeugnissen mehr gefreut, als über ihre Noten, die auch sehr gut waren, denn diese Beurteilung sagte auch über mich und meinen Mann etwas aus, es war uns gelungen soziale, hilfsbereite und anderen zugewandte Kinder, zu begleiten. Die keine Aggressionen sich selbst oder anderen gegenüber leben mussten.

    Ich weiss nicht, wieso Du mir gegenüber solche Unterstellungen, dass ich nicht liebevoll sein könne, da ich meinen Eltern nicht verziehen habe, ständig loslassen musst.

    Würde ich mal an Deiner Stelle mich selbst hinterfragen, was da gerade hochkommt.

    Ich bin weder Deine Mutter noch Dein Vater, ich habe Dir nichts getan.

    Es ist immer gut, die Wut an der Stelle loszuwerden, oder hinzuleiten, die uns verletzt haben, die uns solche Meinungen, wie Du sie gerade hier schreibst, verinnerlichen haben lassen, nicht auf andere Menschen zu übertragen. Denn dadurch entsteht auch der Fremdenhass.

    liebe Grüsse Weitsicht

  • Hallo Weitsicht,

    Zitat

    Schade, dass Du Dein inneres Kind und Deine Jugendliche in Dir, die so schlecht und gewaltvoll von ihren Eltern behandelt wurde, noch immer so verraten und im Stich lassen musst.

    wie meinst du das? Magst du mir das mal näher erklären? Ich versteh nicht wenn ich meinen Eltern verzeihe für ihr Fehlverhalten in der Vergangenheit, das ich dadurch mein inneres Kind verrate.

    Ich taste mich grad sehr langsam und vorsichtig an das Thema inneres Kind herran.

    Lieben gruß
    Elocin

  • Liebe Weitsicht,

    ja, es tut gut, wenn man über seine negativen Gefühle den Eltern gegenüber sprechen darf, ohne verurteilt oder abgewertet zu werden. Leider läuft's ja oft anders, wie man auch hier sieht.

    Zitat von Weitsicht


    Wie geht es Dir so heute? Kommst Du mit Dir weiter?

    Ich hatte einen ziemlichen Durchhänger, aber so langsam geht's mir wieder besser. Aber das ist eine längere Geschichte, die erzähle ich wohl besser mal in meinem eigenen Thread.

    Liebe Grüße
    Faith

  • Zitat von Weitsicht


    Schade, dass Du Dein inneres Kind und Deine Jugendliche in Dir, die so schlecht und gewaltvoll von ihren Eltern behandelt wurde, noch immer so verraten und im Stich lassen musst.

    das sehe ich ganz anders, weitsicht. ich muss mein inneres kind nicht verraten, weil ich es in seiner ganzen bedürftigkeit angenommen habe. so kann ich mich selbst liebevoll behandeln ohne mein leben lang die bedürfniserfüllung durch meine eltern einzufordern. du täuscht dich auch, wenn du mir unterstellst, dass ich meinen prügelnden vater verherrliche. sorry, das ist wirklich daneben.

    meine eltern sind wie sie sind. ich habe keine anderen gehabt und werde keine anderen mehr bekommen. verändern kann ich sie auch nicht, so wie ich keinen anderen menschen verändern kann. nur mich selbst. und für mich war es wichtig, meine eltern so zu akzeptieren, wie sie nun mal sind. sicherlich hätten sie sich auch anders verhalten können. haben sie aber nicht. was würde mir also das gejammer darüber nützen?

    kierkegaard sagt, dass wir das leben nur rückwärts verstehen und vorwärts leben können. für meine zufriedenheit und meine genesung war es wichtig, mit der vergangenheit, wie schlimm sie auch gewesen sein mag, abzuschließen, damit ich vorwärts leben kann. das heißt auch, die verantwortung für mich (und mein inneres kind) selbst zu übernehmen und nicht immer und immer wieder verantwortung dahingeben, wo sie nicht übernommen wurde und auch nicht mehr übernommen werden kann.

    lg
    ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Zitat

    meine eltern sind wie sie sind. ich habe keine anderen gehabt und werde keine anderen mehr bekommen. verändern kann ich sie auch nicht, so wie ich keinen anderen menschen verändern kann. nur mich selbst. und für mich war es wichtig, meine eltern so zu akzeptieren, wie sie nun mal sind. sicherlich hätten sie sich auch anders verhalten können. haben sie aber nicht. was würde mir also das gejammer darüber nützen?

    Kontakt zu seinen Schmerzen aus der Kindheit zu haben, nennst Du Gejammere (hier fehlt wohl Empathie für Dich selbst), wenn ich weiss wer mir Unrecht angetan hat und es benennen kann, bin ich weniger in Gefahr, weiter zu geben was mir meine Eltern, Pfarrer angetan haben. Es wird Zeit, dass wir heute benennen können was uns an unserem Leben hindert/e. Darum geht es Ette, dass wir heute liebevoller unsere Kinder begleiten, als wir es bei unseren Eltern erfahren haben. Denn diese haben leider nur weitergegeben was ihnen passiert ist.

    Süchte und autoaggressives Verhalten werden dadurch erst gezüchtet und am Leben erhalten. Wieso bist Du Co-abhängig geworden?, wenn ich meine Geschichte aus der Kindheit aufgearbeitet, Trauer darüber zugelassen habe, erkenne ich menschliche Abhängigkeiten, brauche mich diesen nicht mehr auszuliefern oder hinzugeben.


    Zitat

    das sehe ich ganz anders, weitsicht. ich muss mein inneres kind nicht verraten, weil ich es in seiner ganzen bedürftigkeit angenommen habe. so kann ich mich selbst liebevoll behandeln ohne mein leben lang die bedürfniserfüllung durch meine eltern einzufordern. du täuscht dich auch, wenn du mir unterstellst, dass ich meinen prügelnden vater verherrliche. sorry, das ist wirklich daneben.

    wenn ich mein "inneres Kind" verstanden habe, gehe ich verständnisvoller, mit anderen Menschen um, da ich um deren verletztes inneres Kind weiss.


    Zitat

    kierkegaard sagt, dass wir das leben nur rückwärts verstehen und vorwärts leben können. für meine zufriedenheit und meine genesung war es wichtig, mit der vergangenheit, wie schlimm sie auch gewesen sein mag, abzuschließen, damit ich vorwärts leben kann. das heißt auch, die verantwortung für mich (und mein inneres kind) selbst zu übernehmen und nicht immer und immer wieder verantwortung dahingeben, wo sie nicht übernommen wurde und auch nicht mehr übernommen werden kann.

    Da hat Kirkegaard was "weises" gesagt, deswegen habe ich mir das Leben von meinen Eltern, Grosseltern angesehen, erkennen können, dass sie wenig Empathie entwickelt hatten. Diesen Teufelskreis in denen Süchte gezüchtet wurden, habe ich durchbrechen können.

    Sie hätten mich ansonsten mit in ihren Abgrund gezogen.

    Was stört Dich daran hier aufzuführen was Eltern uns EKA`s angetan haben. Endlich können wir darüber mal reden und uns austauschen.

    Fühlst Du Dich angesprochen?????

    Mit der Vergangenheit kann man nie vollständig abschliessen, da immer wieder unsere Gefühle aus der Kindheit hochkommen, uns was mitteilen möchten, damit wir immer besser heilen und lieben können.

    Im Hier und Jetzt weiss ich aber damit besser umzugehen, da ich benennen und erkennen kann, was mich so fühlen lässt. Ich darf heute merken.

    Und das Wichtigste, ich habe heute keine Angst mehr vor meinen Eltern, oder dem strafenden Gott, der uns abhängig von dem was die Kirche sagte, sein hat lassen, ich bin erwachsen, sie (Eltern/Pfarrer) können mir heute nichts mehr Falsches einreden oder antun. Ich weiss mich zu schützen.

    Habe ich richtig gelesen, dass Du auch EKA bist, einen trinkenden Vater hattest, wenn ich falsch liege, kannst Du mich berichtigen.


    liebe Grüsse Weitsicht

  • Zitat von Faith

    Liebe Weitsicht,

    ja, es tut gut, wenn man über seine negativen Gefühle den Eltern gegenüber sprechen darf, ohne verurteilt oder abgewertet zu werden. Leider läuft's ja oft anders, wie man auch hier sieht.


    Faith


    Danke Faith, Solidarität unter uns EKA`s finde ich wohltuend, da wir gewohnt sind Einzelkämpferin zu sein. Ich hoffe, dass Du dadurch hier keine Nachteile für Dich hast.

    Gut ist, dass es Dir wieder besser geht, dass das Folgeschäden aus unserer Suchtfamilie sind, will wohl keiner wahrnehmen. Hauptsache wir verzeihen ihnen, das ist doch krankes Denken, wollen uns noch einreden, erst dann gesund werden zu können. Soll diese verdrehte Welt auch heute noch fortgesetzt werden, wie in unserer Kindheit????

    Alles Liebe Weitsicht

  • hallo schwesterchen

    ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen :oops:

    warum fällt es dir so schwer eine andere sichtweise als die deine zu tolerieren?

    bei mir schwang die unterstellung mit das ich mich belüg, bei anderen genauso, bei ette hast du's ja offen ausgesprochen.

    woher weißt du das nur deines das wahre is? sorry, aber für mich hört sich das so an :(

    wenns dir mit deiner art mit umzugehn, mit deiner wut gut geht - dann is das doch ok.

    ist ein anderer wie ich, caro, ette, rose oder sonstwer dafür zu verzeihn und es geht uns gut dabei - dann is das doch genauso ok.

    Zitat

    Hauptsache wir verzeihen ihnen, das ist doch krankes Denken, wollen uns noch einreden, erst dann gesund werden zu können


    das les ich gerade erst, is mir ehrlich gesagt etz langsam wirklich zu doof da noch irgendwas zu schreiben. bewerten brauch ich mich hier net lassen, genausowenig wie jeder andere hier.

    lg -Dani-

  • sorry weitsicht,

    aber, wenn ich das empfinden habe, dass du nur das liest in meinen zeilen, was nach deiner nase ist und nicht das, was ich geschrieben habe, hört für mich hier der konstruktive austausch auf.

    ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Liebe Dani,

    nicht einfach Sätze aus den Zusammenhängen einzelner Beiträgen herausziehen, ist für einen Austausch nicht hilfreich.

    Du darfst mir nicht unterstellen, dass ich nicht tolerieren kann, dass andere ihren Eltern verzeihen können. Das darf jede/r wie er/sie es für richtig halten. Ich kann es für mich noch nicht und dazu stehe ich auch lasse mir deswegen nicht "Lieblosigkeit" unterstellen.

    Nur erwarte ich das auch von Ette. Was sie mir geschrieben hat, kann jede/r nachlesen und sich sein eigenes Bild machen.

    Nicht nur in meinem Thread, sondern auch im Thread "Sind Kinder bei trinkenden Elternteilen geschützt".

    Ich habe ihr darauf nicht geantwortet da Schweigen manchmal zur Deeskalation beitragen kann, heute ging sie in meinem Thread einen Schritt zu weit. Dazu schweige ich nicht mehr.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Hallo Weitsicht,

    Du fragst an anderer Stelle, wovor EKA's kapitulieren sollen. Ganz einfach, wie alle anderen auch, vor dem Alkohol. Ebenso wie alle anderen auch „einfach“ loslassen. Wir alle spielen mit den Karten, die uns das Leben gegeben hat und es heißt jeden Tag das beste aus dem Blatt zu machen. Es gibt kein neues Deck, auch nicht für Dich.

    In meinen Augen unterscheidet sich ein EKA nicht so sehr von Co's. „Wir“ sind nichts besonderes und auch nicht so anders als die anderen. Uns geht es nicht schlechter als anderen. Wir sind keine Leidenden deluxe, ebenso wie ein Alkoholiker der treue Drogen trinkt und noch nicht unter der Brücke schläft nicht besser oder schlechter ist als andere Alkoholiker.
    Der einzige Unterschied für mich ist, dass man Eltern nicht so „leicht“ verlassen kann und/oder abschreiben kann, wie Partner. Ansonsten gibt es für mich da keine nennenswerten Unterschiede. Wir sind jetzt erwachsen und haben Probleme im hier und jetzt, ebenso wie Co's und meist auch aus den gleichen Gründen, wenn auch die Ursachen unterschiedlich sein können.

    Hier im EKA Bereich tummeln sich die meisten, die es nicht „geschafft“ haben sich einen Alkoholiker zu angeln. Wenn ihre Beziehungen auch durchaus Co-Strukturen haben. Die denen es „geglückt“ ist, sind bei den Co's. Da sind auch viele, die alkoholabhängige Eltern haben/hatten. Ihr aktuelles Problem stellt sich „nur“ anders dar, der Focus sieht anders aus. Eines haben aber, glaube ich, fast alle im Co Bereich gemeinsam, Defizite in der Kindheit, ebenso wie EKA's.
    Defizite bleiben Defizite, Leid bleibt Leid, egal ob das durch saufende Eltern ausgelöst wurde, oder durch Eltern die Ihren Kindern aus anderen Gründen keine Liebe und/oder Halt geben konnten oder was auch immer.

    Als EKA hast Du sogar einen Vorteil, Du weißt eher, wo Du nach den Ursachen für Deine Probleme suchen kannst. Andere müssen da schon mal mehr suchen. Für sie ist Wahrheit u. U. auch schmerzhafter. Wer stellt sich schon gern der Tatsache, dass das augenscheinlich gute Zuhause, bei genauerem Hinschauen doch nicht so gut war. Ich stelle mir das jedenfalls schwerer vor.

    Zum Thema verzeihen möchte ich auch was sagen. Ich habe meinen Eltern verziehen und es ist mir noch nicht mal besonders schwer gefallen. Meiner Mutter und meinem Vater ihre Sauferei und meinem Stiefvater seine emotionale Erpressung. Es hat mich übrigens keiner drum gebeten, es angeregt oder gar verlangt. Wobei ich das Wort verzeihen in diesem Zusammenhang nicht so wirklich mag.
    Sie sind mit der Situation bzw. ihrem Leben selbst nicht zu recht gekommen und haben die Lösung im Alkohol gesucht und nicht gefunden. Sie waren für sich hilflos bzw. wussten sich nicht anders zu helfen als so wie sie es taten. Kann ich ihnen einen Vorwurf machen, dass sie mit ihrem Leben nicht klar gekommen sind? Dann müsste ich mir selbst einen Vorwurf machen rund 20 Jahre meines Lebens nur irgendwie gelebt und teilweise verschwendet zu haben. Selbstvorwürfe bringen mich nicht weiter, warum sollen mich dann Vorwürfe an meine Eltern weiter bringen?
    Sie haben doch nicht gesoffen um mir zu schaden oder weil sie mich nicht geliebt haben. Sie haben gesoffen, weil sie mit sich nicht klar kamen, sich selbst nicht liebten. Die Augen zumachen und den Kopf in den Sand stecken ist für mich das gleiche. Das ich dabei fast unter die Räder gekommen bin, lag in der Natur der Sache, war aber nie ihre Absicht. Ich hätte mir gewünscht, sie wären für mich da gewesen, waren sie aber nicht. Nicht weil sie mich nicht liebten, sondern weil sie sich selbst nicht liebten. Ist mangelnde Selbstliebe ein Grund zum Vorwurf oder zur Wut? Für mich nicht.

    Im Grunde gab es für mich nichts zu verzeihen, weil nie die Absicht mir etwas anzutun hinter den Handlungen stand, die mir geschadet und die mich verletzt haben. Wer sagt denn, dass ich besser klargekommen wäre, hätte meine Mutter nicht gesoffen? Das kann ich nicht wissen. Vielleicht hätte ich heute noch größere Probleme oder einfach nur andere, wenn meine Mutter nüchtern geblieben wäre und ihre Probleme anders versucht hätte zu bewältigen. Unter anderem das verstehe ich unter loslassen, einfach sein lassen, es ziehen lassen......

    Weißt Du, meine Mutter hat sich bei mir entschuldigt, vollkommen nüchtern während einer LZT. Ich hatte mir das insgeheim schon irgendwie gewünscht und als ich es hatte, nun was soll ich sagen, ich hatte mir da mehr von versprochen. Im ersten Moment war das schon toll, aber nicht lange. Meine eigene Mutter erniedrigt sich vor mir, entschuldigt sich dafür nicht unfehlbar zu sein. Bäh.... das hat einen schalen Nachgeschmack hinterlassen. Geändert hat es im übrigen an meinen Problemen mit mir selbst gar nichts.

    Du schreibst an anderer Stelle:

    Zitat

    Ohne Empathie können wir Menschen nicht überleben und schon garnicht mit unseren Gefühlen verbunden sein.

    Was ist mit Empathie für Deine Eltern? Oder glaubst Du sie waren so, weil sie Dir das Leben schwer machen wollten? Warum Mitgefühl für andere die nicht klarkommen, aber keines für Deine Eltern? Sie sind auch mit ihrem Leben nicht klar gekommen.
    Du schreibst überhaupt sehr viel über Empathie, aber auf mich macht es den Eindruck, dass Du da ein Wertesystem bei hast und Deine Eltern scheinen es nicht wert zu sein Mitgefühl zu haben. Woher weißt Du, dass andere es wert sind. Kennst Du diese Menschen so genau, dass Du weißt, dass sie nicht ebensolche „Fehler“ begangen haben, wie Deine Eltern? Man kann Menschen immer nur vor den Kopf gucken.

    Du schleppst mit Deinem Wunsch nach Entschuldigung seitens Deiner Eltern einen ganz schönen Brocken mit Dir rum. Einen Brocken, der Dich täglich Kraft kostet ihn zu tragen. Ich bin froh, nie mit so einem großen Rucksack unterwegs gewesen zu sein.

    Ich hatte sicherlich nicht die ideale Kindheit und Jugend. Die Sorge um meine Mutter die letzten Jahre war auch nicht so prickelnd. Alles in allem gibt es bessere Startbedingungen, überhaupt Bedingungen für ein Leben.
    Ich habe heute einen Job, eine eigene Wohnung, ich kann für mich selbst sorgen, bin unabhängig und stehe auf eigenen Füssen. Das ist mehr als viele andere haben, die bessere Startbedingungen als ich hatten. Mir geht es gut, trotz allem, also kann nicht alles schlecht gewesen sein. Ich habe ein Leben, viele andere nicht. So schlecht kann es Dir auch nicht gegangen sein, Du hast auch ein Leben, Du kannst für Dich selbst sorgen, Du hast die Fähigkeit mitbekommen etwas aus Deinem Leben zu machen.

    Obwohl sie nicht die idealen Mütter waren haben sie uns etwas gegeben, nämlich die Chance es besser als sie zu machen. Wir leben noch und können etwas für uns tun, etwas aus unserem Leben machen.Sie nicht, sei sind beide tot, alle Chancen vorbei.

    Du bist jetzt erwachsen, Deine Kindheit ist vorbei, die kannst Du nicht nochmal mitnehmen egal wie, es geht nicht. Spiele mit den Karten die Du hast und wünsche Dir nicht weiter andere.

    Gruß
    Skye

  • Zitat von Ette

    sorry weitsicht,

    aber, wenn ich das empfinden habe, dass du nur das liest in meinen zeilen, was nach deiner nase ist und nicht das, was ich geschrieben habe, hört für mich hier der konstruktive austausch auf.

    ette

    ist für mich ok Ette, auf diese Art und Weise werden wir keinen gemeinsamen Nenner finden.

    Ist wohl Deine Art, Menschen zu provozieren, die nicht in Dein Denken, reinpassen. Ich bin nicht die Erste, habe es schon einige Male mitbekommen, seitdem ich hier im Forum bin.

    Weitsicht

  • Hallo Skye,

    danke für Deinen Beitrag ich werde Dir in aller Ruhe antworten.

    Alles Liebe Weitsicht

  • wenn ich im Moment auf meine Gefühle achte, nehme ich Traurigkeit wahr, das Schreiben von Dani hat mich irritiert, ich dachte wir würden uns besser kennen.

    Ette kenne ich weniger gut, trotzdem tun mir ihre Angriffe weh.


    Das ganze ist mir nicht fremd, in Suchtfamilien lernt man nicht, mitmenschlich miteinander umzugehen.

  • Zitat von caro1969

    liebe weitsicht!

    verlauf dich nicht...

    liebe grüsse caro

    Liebe Caro,

    verlaufen erschreckt mich heute nicht mehr, ich weiss wo ich hin möchte.

    Der Austausch mit Dir heute morgen war für mich fruchtbar gewesen. Wir haben uns gut verständigen können. Unklarheiten konnten ausgeräumt werden.

    Weisst Du Caro, ich komme mit jedem Menschen im meinem Umfeld klar, habe keine Schwierigkeiten beim Zusammensein.

    Das was jetzt heute in meinem Thread passierte ist für mich neu.

    Vielleicht soll ich hier etwas lernen, ich werde es sehen, auf jeden Fall bleibe ich meinem Denken und Fühlen treu verbunden.

    Alles Liebe Weitsicht

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