Meine Mutter bringt sich um...

  • Hallo Sabine,

    ich selbst bin Alkoholiker, mir konnte auch niemand helfe nur ich mir selbst.

    Egal ob du wieder Kontakt zu deiner Mutter aufnimmst oder nicht, sie wird so lange trinken wie sie will.

    Du wirst daran nichts ändern können, das ist meine Meinung als Alkoholiker.

    Du bekommst bestimmt noch mehr Antworten, kann aber noch bis morgen dauern, es sind ja nicht alle solche Nachteulen wie ich.

    LG Martin

  • hi sabine

    herzlich willkommen!

    ich finds immer schön wenn jemand wie etz du fleißig mitliest :D

    Zitat

    Was wäre wenn ich jetzt hingehe? Ich würde in den gleichen SUMPF geraten, aus dem ich mich gerade beschwerlich befreit habe.


    ich find das hast du richtig erkannt, nur wohl fühlen* tuste dich damit glaub leider (noch) nicht so ganz :(

    bewußt mitbekommen hab ich oder andere nen selbstmordversuch nie, zumindest nicht das ich wüßte... mal davon abgesehn das die sucht selbstmord auf raten is :( sorgen hab ich mir dennoch gemacht, wurde es ja auch wie normal üblich immer schlimmer bei ihr. sie stürzte immer öfter, wurde weiß der geier wo aufgelassen (straße, feldwege etc.) von polizei und/oder krankenwagen. desto mehr aber passierte, desto mehr wurde auch versucht auf mich, meine geschwister und meine großeltern druck auszuüben. "wir sollten doch irgendwas tun" oder/und "besser auf sie aufpassen" - leicht gesagt als außenstehender :twisted:

    ich kann meiner mutter nicht helfen, keiner kann das - nur sie selbst. bei mir gabs auch immer wieder phasen (gerade wenns dann mal wieder schlimmer und schlimmer wurde) nachdem ich angefangen hab mich von ihr zu distanziern wo ich dachte irgendwas muss doch gemacht werden... sonst geht sie noch vor die hunde :(
    aber es gibt einfach nix. sie trägt die verantwortung für sich, genauso wie ich meine für mich.

    gelesen hab ich viel und geschrieben, genauso auch gequatscht mit freunden etc. immer mehr auf mich geachtet und dabei immer wieder gemerkt das ich wenn auch mit zwischendrin rückschritten auf einem weg bin der mir gut tut... eine klasse bestärkung weiterzumachen :D

    ich wünsch dir viel erfolg bei, wie karsten immer so schön sagt: jeder kann es schaffen!

    lg -Dani-


    * i. S. v. dir gehts nicht wirklich gut mit deiner entscheidung

  • guten morgen sabine!

    und herzlich willkommen hier bei uns kindern!

    die situation in der DU dich befindest,kenn ich leider auch :cry:

    auch meine mutter ist alkoholikerin..
    auch ich habe keinen kontakt als letzte möglichkeit für MICH gewählt..

    hm,worte wie:mich brauch keiner mehr...ich will nicht mehr...HABEN mich belastet...unsagbar belastet!

    jaaaaa auch ich war ihr rettungsanker...IHR letzter

    und doch habe ich es mich irgendwann getraut...SIE LOSZULASSEN...egal mit was für emotionaler erpressung sie noch kam..

    ich habe eingesehen das ICH nicht die macht habe meine mutter von "irgendetwas"ABZUHALTEN"...

    KEIN anderer mensch KANN das...

    stell dir vor,das du wieder kontakt aufnimmst(aus angst um IHR leben)...
    eines tages kommst du sie besuchen und IHR passt "die fliege an der wand"NICHT...egal was für banales beispiel ich jetzt nehmen würde...

    sie benutzt DICH als ihren spielball!

    wenn du nicht...dann will ich nicht ect...

    das ist krankes verhalten...

    und das ist für DICH krankmachendes verhalten..

    jeder ob deine mutter oder aber auch DU,hat die wahl für SICH zu entscheiden...

    leben oder leiden...

    ...entscheide DU dich für`s leben

    mach dich vertraut mit der familienkrankheit alkoholismus,lies unsere threads,tausch dich hier aus...all das kann DIR helfen zu begreifen das wir angehörigen von alkoholikern nur begrenzt "helfen"können...

    wir begleiten DICH...

    liebe grüsse caro
    :wink:

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Liebe Sabine,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Ich kann gut nachfühlen, wie aufgewühlt du bist.

    Auch meine Mutter ist Alkoholikerin, mein Vater und mein Bruder sind Co-abhängig. Meine Mutter trinkt seit bald 40 Jahren, sie ist völlig fertig, gesundheitlich ruiniert. Und trotzdem erzählt sie, sie habe alles im Griff, alles ist bestens, da ist doch nix... Sie lügt sich selber was vor und uns deswegen auch.

    Keiner kann einem Alkoholkranken Menschen durch Reden, aktives Eingreifen oder gar Zwangseinweisung o. ä. vom Alkohol wegbringen. Nur der Alkoholkranke selbst kann, wenn er einsichtig ist, seine Erkrankung stoppen. Dazu muß er zum Arzt gehen, sich Hilfe holen und sein bisheriges Leben verändern. Das alles muß er für sich selber wollen.

    Weißt du, es ist ihre Lebensentscheidung, die Entscheidung FÜR den Alkohol. Wir wissen nicht, oder wir ahnen es vielleicht, warum sich unsere Eltern FÜR den Alkohol entschieden haben und GEGEN ein lebendiges Leben. Sie haben ihre Gründe dafür.

    Als Kinder haben wir diese Lebensentscheidung, so 'verkehrt' sie uns erscheinen mag, zu akzeptieren! Unsere Eltern sind verantwortlich für ihr Leben, und wir sind nur und ausschließlich verantwortlich für unser Leben.

    Du bist weder für ihre Sucht verantwortlich, noch für das Loskommen von der Sucht. Das ist ihre Aufgabe.


    Ich habe inzwischen keine Kontakt mehr zu meinen Eltern. Das destruktive Umfeld dort tut mir nicht gut. Ich halte Abstand von dem, was mir nicht gut tut. Das hat nichts mit Egoismus zu tun. Sondern damit, daß ich gut mit MIR umgehe. Ich versuche, mein Leben so gut und verantwortlich ich das halt kann zu leben.


    Wie geht es dir heute?


    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • hallo sabina

    du hörst dich sehr traurig und wütend an :(

    nicht das ich deine gefühle nicht nachvollziehn kann, nur auf dauer hat mir wut im weg gestanden. sie war phasenweise wichtig um abstand zu meiner mutter aufbauen zu können, nicht räumlich sondern emotional.

    Zitat

    Warum tun diese Menschen das nur? Sind in alle Menschen nichts wert
    Wie kann man nur seinen Lieben all das antun?


    weil unser mütter krank sind.

    hört sich unbefriedigend an, aber so isses wohl. wir könnens als nicht süchtige nicht ganz nachvollziehn. manches ja, aber lang nicht alles - wohl weil sucht einfach nicht logisch is, bezweifle selbst ein trockener alkoholiker da noch alles fassen kann.

    wie geht es dir heute?

    lg -Dani-

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