Vorstellung Donna

  • Hallo, ich kopier mal hier nochmals meinen Vorstellungstext rein :)

    Hi, ich habe gerade gegoogelt nach "online- Hilfe Alkohol" und stiess auf dies Forum.

    Ich beschloss, mich zu registrieren, bin aber noch sehr unsicher, weiß gar nicht was ich schreiben soll.

    Ich bin 40, in Partnerschaft aber getrennte Wohnungen und trinke inzwischen fast 1 Fl Rotwein/Tag, in den letzten Monaten so eine halbe, trinkfreie Tage kaum noch.

    Mir entgleitet das Ganze und ich versteh auch nicht warum ich das tue.

    ...

    inzwischen war ich beim Hausarzt.Er beruhigte mich hinsichtlich Entzugserscheinungen und seit Sonntag habe ich nichts mehr getrunken. Momentan kann ich nur sagen, kein Problem.Ich konnte auch zum Schluss keinen Rotwein mehr sehen, echt. Hab gar keine LUST drauf. Entzugsmäßig merk ich jetzt nix. Nunja ich bin mal gespannt wie es weitergeht.

  • Achso, der Doc nahm mir auch Blut ab Dienstagfrüh, er checkt mal die Leberwerte usw.

  • Hallo Donna,

    Zitat

    Nunja ich bin mal gespannt wie es weitergeht.

    Mit abwarten tust Du Dir keinen Gefallen?

    Hast Du schon Kontakt zu einer Beratungsstelle?

    LG kommal

    unterwegs...

  • Hallo Donna,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

    Schau Dich hier in Ruhe um, denn Du kannst aus den Beiträgen sicherlich hilfreiche Informationen darüber finden, wie Deine weiteren Schritte aussehen könnten.

    Selbst wenn der Befund der Leberwerte keine Auffälligkeiten ergibt, so hattest Du selbst geschrieben:

    Zitat

    Mir entgleitet das Ganze und ich versteh auch nicht warum ich das tue.

    Wie möchtest Du, dass es für Dich weitergeht?

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Guten Tag Donna!

    Willkommen im Forum!

    Ich gratuliere Dir zu Deiner Trockenheit!

    Du hast Dich dafür entschieden,das ist schon mal ein Anfang.

    Jetzt kannst Du Dich voll in die Trockenarbeit stürzen!

    Nimm alles,was Dir helfen kann in den verschiedenen Threads!

    Herzliche Grüsse
    Yvonne

    ichbinda123

  • Zitat von Erdling

    Hallo Donna und auch von mir ein herzliches Willkommen hier in Forum.
    Wenn ich darf, frag ich Dich mal ein wenig aus ;) Was für eine Funktion hatte der Alkohol denn für Dich (wie z.B. Seelentröster oder zum Abschalten nach einem stressigen Tag)? Wie lange hast Du regelmäßig getrunken? Und was machst Du nun in den Stunden in denen Du sonst getrunken hast? Weis Dein Partner davon, das Du dem Alkohol so regelmäßig zugesprochen hast und Du nun selbst ein Alkoholproblem bei Dir vermutest?
    Liebe Grüße
    Erdling

    Hallo Erdling :), klar frag ruhig.

    Also die Funktion war zuerst "nach Feierabend abschalten/entspannen/runterkommen", besonders bei Stress mit Chef- auch konnte ich teils (wegen dem Chef) tagsüber nix essen, erst nach 1-2 Glas Wein ging das. So langsam gewöhnte ich mich dran und es wurde ein Ritual draus. Anfangs aber nur 1 Scotch oder 1-2 Glas Wein und auch nicht jeden Tag. Dann wurde Alk nach und nach zum Problemlöser für alles. Sprich: Anspannung/ was unangenehmes vor sich gehabt/ sich geärgert/ Langeweile = trink erstmal nen Wein. Am Ende konnte ich es kaum abwarten: ich freute mich auf der Heimfahrt vom Büro schon auf meinen PC und meine Flasche Wein , es gab mir Wohligkeit, Schutz.

    Insgesamt kann ich sagen, ich habe den Alk missbraucht um die Realitäten nicht sehen zu müssen. (welcher Art auch immer die gerade waren), mich in einen Cocoon zurückzuziehen wo mir keiner was anhaben kann. Unter Alk kriegte ich alles gut hin (kam mir vor), ich hatte quasi den "Regenmantel um", der mir vor unerwünschten Emotionen etc Schutz bot.

    So ähnlich wars auch gewesen, als ich Benzodiazepinabhängig war. Ich redzuzierte mit Hilfe des Hausarztes letzten Jahr runter (ging aber ganz normal arbeiten usw), seit 16.8.08 bin ich clean.

    Und fing an zu trinken :roll: .

    Wie lange: Wenn ich auf das letzte 3/4 Jahr zurückblicke: die ersten 3-4 Monate nur wochenends zusammen mit meinem Freund 1 Flasche Wein/Tag, unter der Woche 1-2 Scotch oder 1-2 Glas Wein, aber nicht täglich (so 2-3x/Woche)

    Seit Jahresanfang so gut wie täglich (max. 1 freier Tag/Woche) 1/4 bis eine halbe Fl Rotwein, wochenends eher ne ganze.

    Seit März dann bis zu 1 Fl/Abend, manchmal eine halbe, meist eine ganze (Rotwein).

    Was ich jetzt mit den Stunden mache:

    Ich habe mein Trainingsprogramm auf den Abend verlegt (sonst 16/17h), beginne um 18:30 und komme erst gegen 20:15 heim, duschen, etwas PC , aufräumen und gegen halb 10 eh ins Bett. Ich fahre auch jetzt mehr mit dem Rad vom Geschäft heim, so zB Mittwoch. Nach 30 km in 1.5 Stunden bin ich so platt, da denk ich nicht mehr an Alk.

    Mein Partner weiß Bescheid, er ist da mal Leiter einer SHG gewesen ohne selbst betroffen zu sein,er steht mir zur Seite, aber aktiv macht er nix, die "Arbeit" muss ich selber machen.

  • Zitat von kommal

    Hallo Donna,


    Mit abwarten tust Du Dir keinen Gefallen?

    Hast Du schon Kontakt zu einer Beratungsstelle?

    LG kommal

    Nein aber zu einer SHG, war gestern zum 1. Mal da, bei mir im Ort.

  • Ich möchte lernen, Spannungen etc anders zu begegnen als durch Suchtmittel. Ich möchte keinen Alkohol mehr trinken wollen.

  • Guten Morgen Donna

    Erstmal ein herzliches "hallo" von mir"!:-)
    Schön,das du hier "gelandet" bist!

    Den ersten Schritt ein trockenes Leben führen zu wollen,hast Du getan.
    Du hast Glück,das Du einen verständisvollen Freund hast,der eine Stütze für Dich ist.
    Eine SHG zu besuchen,ist ein weiterer Pfeiler.
    Wie hat es Dir dort gefallen?

    Ich habe mithilfe "meiner" SHG meinen trockenen Weg gefunden.Ohne diese Menschen,die ich dort kennengelernt hab----------ich weiss nicht,wo ich da heute wäre.Nächsten Monat sind es 3 Jahre.
    Da bin ich das erste Mal mit Bauchschmerzen und Herzklopfen dort gewesen.
    Als ich wieder zuhause war,war ich mir sicher:
    Das schaffe ich und ich will das!!!
    Frag' mich nicht,warum ich mir da so sicher war-ich war es!
    Dieses Forum habe ich erst Ende letzten Jahres entdeckt und viele sind haben auch hier ihren trockenen Weg begonnen und gehen ihn auch heute noch.
    Für Dich eine weitere Stütze,die Dich stärken kann.

    Die freie Zeit ,die Du früher mit Alkohol verbracht hast,anders zu gestalten ist wichtig.
    Ich finde es gut,das Du Deine Sportzeiten verlegt hast.
    Ich habe mir zu Beginn meiner Trockenheit einen wahren Stundenplan gemacht,damit ich auf andere Gedanken kam und Hände und Kopf "beschäftigt" waren.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier !

    Liebe Grüsse

    Backmaus

  • Danke an Backmaus und alle für die Begrüßung :)

    Also in der SHG wars gut, aber das liegt daran, daß ich die schon kenne. Mein Freund hat die früher geleitet (ist jetzt nicht mehr aktiv dort) und wir waren schon ab und zu zu Events wie Weihnachtsfeier, Flohmarkt oder dgl dort, daher kenn ich die. Die eine hatte schon seit vor Weihnachten an mir rumgeredet, ich solle doch mal kommen und so. Aber es hat halt gebraucht.

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