Trauerkloss Thread - einige Fragen

  • Bei der hitze schwitzt man , eigentl. froh, wenn es etwas weniger heiss ist.
    Mein Mann bekommt ein Implantat für einen gezogenen zahn, aber erst im Okt. Nov.
    Ich schaute grad nach, wie das geht, gut dass ich das nicht bin, ich freue mich, wenn er auch mal was machen lassen muss, nicht nur ich, so wie im Frühj. meineWurzelbehandlung am Backenzahn ganz hinten,
    Ich kann ja manchmal nicht verstehen, dass er noch so gut denken kann und ich öfter zerstreut bin.
    Heute fuhr er nach einem Weizenbier, so denke ich, ca. 18 km in 40 Min. wie er sagte, ich wundere mich immer, wie er das schafft, wie verkraftet das sein Körper??
    Ich sitze aber nicht zu hause und grüble, ob er gut heimkommt, ich kann mich noch gut ablenken mit meinen Alltagsdingen , die ich erledigen muss.

  • Oh, noch keine Antw. ja erst einige Std. rum,
    ich fühle mich bei dem schwülen Wetter nicht so gut, bin froh, wenns etwas kühler wird.
    Bei dem Wetter hat man auch weniger Appetit, mein Mann fährt wieder Rad,
    dann bis zur nächsten Antwort.

  • Hallo Trauerkloss,

    dein Mann scheint ja noch ziemlich fit zu sein.
    Ich hab noch nicht ganz verstanden, was dich daran genau beschäftigt oder wundert?
    Wartest du auf seinen körperlichen Zusammenbruch? Machst du dir Sorgen?

    Es gibt Menschen, die ziemlich lange trinken können, bevor sie gesundheitlich echte Probleme bekommen. Da kannst du lange warten.

    Wo willst du hin, Trauerkloss?

    Liebe Grüße
    Doro

  • Hallo Trauerkloss!

    Du kannst ewig zuschauen, dich ablenken, leiden - so wird sich für dich nichts ändern. Er hält so noch lange durch.
    Aber wie sieht es mit dir aus? Wie lange meinst du, kannst du zuschauen, leiden, dich ablenken?
    Hast du schon mal mit deinem Arzt über dein Problem geredet? Vlt. könnte dir eine Therapie weiterhelfen, so wie mir.
    Such dir was Schönes, was dir hilft, dich zu stärken. Nicht ablenken. Dir Erfüllung geben. Das ist wichtig.
    Er ist unwichtig. Er muss seine Krankheit so lange weiterleben, bis er nicht mehr möchte. Und wenn es ewig dauert. Das ist nicht dein Ding.

    Ich wünsche dir ein paar entspannte Stunden und uns allen eine etwas abgekühlte Nacht!
    LG Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Liebe Trauerkloss,
    ich lese oft Deine Beiträge, aber ganz ehrlich mir fällt es schwer Dir zu antworten.

    Ich wäre bereit mich mit Dir über Dich zu unterhalten aber nicht über "ihn". Mich interessiert keinesfalls was Dein Partner macht. Wenn Du über Deine Gefühle sprechen würdest ohne Bezug auf ihn, so hätte ich auch kein Problem Dir zu antworten. Aber ich habe das Gefühl, dass Du meilenweit von Dir selber entfernt bist und nur lebst durch das was er tut, nicht tut oder Du dadurch empfindest.

    Ich spüre nicht, dass Du in Dir bist - ich spüre nicht dass Du etwas für Dich erreichen willst - ich spüre nur dass er, er und nur er für Dein Leben relevant ist. Wie soll ich Dir antworten, wenn es Dir nicht um Dich sondern nur um ihn geht....

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Gotti,
    was war das für eine Therapie, die du gemacht hast? Wenn dir so was geholfen hat.

    Dagmar007, wie hast du es geschafft, dass du nur an dich denkst?
    Es ist schwer, den Mann aus dem Kopf zu kriegen, ich denke daran, wie ich den Alltag weiterhin bewältigen werde.
    Was im Laufe der Jahre noch so alles kommt, wie ich vorbeugen kann, z.B. finanziell oder so. Es ist schwer, meine Gedanken klar rüberzubringen.
    Meine Jungs sind ja auch noch da, um die kreisen meine Gedanken auch, mit 15 und fast 17 auch nicht so leicht zu erziehen, zum Glück trinken die noch nicht, sie sind am liebsten vor dem PC, was ich soweit es geht, verhindere mit ab und zu mal Termine.
    Ich selbst versuche so nebenbei, evtl. einen std.weisen Putzjob zu bekommen. Zu Hause wird mir natürlich nicht langweilig, habe noch eine Mutter, die ca. 25 Min. Autofahrt von mir entfernt wohnt, die treffe ich auch 1mal pro Woche oder sie fährt zu mir her.

  • Guten Morgen Trauerkloss!

    Meine Therapie - ganz einfach. Habe mir per Telefon aus den "Gelben Seiten" sämtliche Psychotherapeuten herausgelesen, angerufen und die Stimmen abgewogen. Die sympathischen habe ich angerufen. Ergebnis:
    Zwei mit Wartezeiten. Habe mich auf die Warteliste setzen lassen, und bei der einen durch Nachrutschen nach zwei Wochen einen Termin bekommen. Meine Hausärztin schrieb mir das Rezept aus, ich ging hin und erzählte meine Geschichte.
    Das habe ich ein ganzes Jahr lang gemacht. Immer wieder erzählt, was mich bedrückt, womit ich nicht fertig wurde. Sie hat zugehört und am Schluss zusammengefasst, und die wichtigen Fragen/ Punkte herausgeholt. Darüber ist dann wieder gesprochen worden, mit der "Hausaufgabe" für mich, es zu ändern, aufzuschreiben, ..... . Ich denke, dass ist bei jeden schon unterschiedlich. Mir hats eben geholfen.
    Ich habe mich mit MIR auseinandergesetzt. Nicht so viel mit meinem Mann. Mir wurde mein Verhalten wichtig.

    Es hat manchmal sehr weh getan. Ich habe auch oft geweint. Es ist sehr schwer, zu erkennen, dass das eigene Verhalten das der anderen hervorruft, unterstützt.
    Aber hinterher fühlte ich mich wohler. Stärker, Sicherer.
    Und das ist gut so.

    Einen schönen Tag wünscht dir Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Liebe Trauerkloss,
    auch ich kann Gotti nur Recht geben! Gotti und ich haben den genau entgegengesetzten Hintergrund: während Ihr Mann sich helfen ließ ist meine Partnerschaft den Bach runter.

    Grundkonsenz ist aber bei uns beiden (maße ich mir mal an zu sagen) gleich: wir wurden stärker und alleine überlebensfähig weil wir in der Lage waren uns auf uns selber und unsere Verantwortung zu konzentrieren. Das heisst keinesfalls nur egozentrisch auf sich selber zu achten! Es bedeutet in sich selber zu hören, ohne von anderen fremdbestimmt zu werden. D. h. die eigenen Resourcen zu bündeln und für sich selber einzusetzen.

    Immer wieder habe ich den Eindruck dass vergessen wird, dass ein Partner sterben oder krank werden kann und der gesunde - an seiner Seite - nunmehr ganz alleine Verantwortung tragen können muss. Mir wäre es in der Zeit der Abhängigkeit nicht gelungen. Um es deutsch zu sagen: ich weiß nicht einmal, ob ich damals überleben hätte wollen. Als es zum unweigerlichen Aus ging und dazu, dass mein Leben keinen Job, keinen Partner und keinen Wohnsitz hat wollte ich nicht mehr leben..... hatte auch nicht mehr viel Kraft um ein neues aufzubauen ....

    Es ging gerade noch und nunmehr lebe ich selbstverantwortlich und konsequent mein Leben. Lasse ein was mir gut tut und schließe die Türe vor dem, was mich wieder Kräfte kosten würde. Nur so kann ich auf lange Sicht - über ein Menschenleben, nämlich meines - bestehen.

    Eine schwere Zeit, ja, liebe Gotti: Tränen, den Boden verlierend, gar nicht mehr wissend ob irgendwas am Leben richtig gemacht wurde. Alles in Frage stellend versuchen einen neuen Weg zu gehen. Schwer, traurig und gleichzeitig so erfüllend, wenn wir uns erlauben das entstehende Glück sehen zu wollen.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Danke für die Antworten , Gotti und Dagmar007

    ich werde mal sehen, was ich tun werde, eigentl. bin ich auch auf der Suche nach so einer psych. Beratung, deshalb ging ich ja vor ca. 2 Wochen mal zu der einen Frau, weil ich zuerst dachte, dort die Beratung zu kriegen, dass ich entscheiden kann, wie es weitergeht, aber so war es nicht.
    Ich brauche eben meine Zeit, um Entscheidungen zu treffen.

    Falls ich mal einige Tage nicht hier sein sollte, dann liegt es an einem techn. Problem des PC, meine Söhne nerven wegen ihrem PC-Spiel, sie machten heute ein Arbeitsspeicher raus und wieder rein, ich bin da immer skeptisch, dass hinterher der PC, Internet noch geht, zum Glück ging es wieder.

  • ich schaute kurz rein, aber noch keine neue Antw. es ist ja auch Ferienzeit, manche sind sicher in Urlaub? Wir nicht.
    Gestern abend war ich in der Sauna, am nächsten Morgen - trotz ein wenig ausschlafen, etwas müde, heute abend meine andere Gruppe. Man soll ja keine WErbung machen,
    bis dann mal

  • Hallo an alle, die mir schon geantwortet haben, das Wochenende war durchwachsen, zum Teil erholsam oder auch stressig,

    Kann es sein, dass wir Co-Alkoholiker anfällig sind, für kleine Verkehrsunfälle , mir zum Glück noch nicht passiert, manchmal kurz davor.
    Aber ich kenne Co-s, die z.B. an einem Stein hängengeblieben sind mit Auto oder Vorfahrt missachtet haben. Sind wir Co-s schusseliger, weil wir zuviel grübeln?

    Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir der Ärger oder Grübeln auf den Magen schlägt.

  • Hallo Trauerkloss,

    ....wo bist du? Wie geht es dir zur Zeit?
    DENKE öfter an dich, da du ja schon eine Weile bei uns warst und immer mal geschrieben hast.
    Ich hoffe, daß dich so manche harte Feedbacks :? nicht abgeschreckt haben.
    Weißt du, die sogenannten Feedbacks sollen doch gar keine so große Rolle spielen. Ich sehe diese eigentlich eher so, wie wenn man auf der Autobahn unterwegs ist und viele wichtige Hinweise bekommt.
    Achtung Stau: Gib Acht: Abstand halten: Vorsicht Tempo ?km: etc.

    Viel wichtiger ist doch, daß wir uns hier jederzeit mitteilen können und daß wir für uns schreiben und uns dadurch von unseren Sorgen, von Angst, Last uvm. vlt. befreien.

    Wie stehst du zu alledem?
    Was meist du, welchen Nutzen konntest du dem Forum bisher abgewinnen?

    Ich würde mich freuen, wieder von dir zu lesen.
    Hoffe, es geht Dir gut!
    MLG Emma

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