die liebe zum alkohol aber nicht zu mir...

  • Hallo Pain!

    Willkommen zurück im Forum!
    Zurück,weil ich sehe,Du warst im Mai lertzten Jahres schon hier.

    Sag mal,was machst Du eigentlich für Dich? ,damit es Dir besser und bald gut geht?

    Ich finde,es ist allerhöchste Zeit,dass Du zu Dir kommst.Dann merkst Du in was für einer verquerten Situation Du bist.
    Wie lange darf er noch so auf Dir herum trampeln?

    Wie kannst Du Dein Leben führen, Dich entfalten?

    Du bist jung,Du kannst Deinen richtigen Weg finden,heraus finden was Dir gut tut!

    Hier im Forum findest Du ganz viele Inputs.

    Bis bald und ich wünsche Dir einen ganz guten Tag
    Yvonne

    ichbinda123

  • Hallo Pain,

    herzlich willkommen und klase, daß Du hier schreibst.

    Du könntest noch einiges tun, über viele Jahre, es sollen auf diesem Weg schon Ehen und Kinder entstanden sein und nach 20 oder 30 Jahren wurden die alten Gedanken wieder aufgenommen.

    Du könntest auch anfangen nach Dir zu sehen, heute oder in Kürze, wenn Du so weit bist und feststellen, es gibt da noch viel mehr.

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Pain,

    ich glaube, du klingst so, als ob dir schon sehr klar ist, was du willst. Dass du das nicht mehr haben willst.

    Du bist ein freier Mensch, du musst das nicht mitmachen.
    Du darfst dich trennen!

    Was hält dich noch?

    NOrmalerweise hadere ich eigentlich nicht mit meinem Leben, aber als ich bei dir gelesen habe und dann kaltbluts Kommentar, da dachte: Ja, ich hätte auch mit 25 den Absprung schaffen sollen. Ich hätte mir ne Menge Leid erspart.
    Ich habe ihn jetzt geschafft, hoffe ich zumindest, mit 37, nach 16 Jahren, allerdings mit 3 Jahren Unterbrechung.

    Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass du hier weiterschreibst.
    Liebe Grüße
    Doro

  • Liebe Pain,
    er kann sich nicht ändern weil er krank ist - aber Du kannst sehr wohl Deinen Schmerz abstellen - erstmal wird er größer, wenn Du Dich von einem suchtkranken Menschen distanzierst, aber er wird weniger. Dein Herz bibert nicht mehr jeden Tag vor Angst (aber es tut anfänglich schon noch beständig weh). Irgendwann einmal kommen dann die Glücksmomente (ohne dem Ex) irgendwann kann man/frau wieder ein eigenes Leben führen.

    Der Weg dahin ist alles andere als leicht, aber Dein Nickname sagt schon genug aus, wie wenig leicht es Dir jetzt geht. Lieber ein Ende mit Schmerzen als Schmerzen ohne Ende. Und fast sicher lässt sich sagen dass da wo ein Suchtkranker keine Veränderung wünscht auch keine eintreten kann. Das funktioniert ja zuweilen nicht einmal bei denen, die wirklich wollen die aus der Bahn geworfen wurden.

    Halt Dich wacker - es geht, schau ich hatte alles verloren - und nun soviel gewonnen: Job, neues Häuschen, neue Bekannte und die alten Freundschaften haben sich so bewährt und waren so stabil. Aber der Weg war kein leichter.....

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Zitat

    helft mir das ich stark sein kann.

    Ja, Pain, die Leute hier im Forum können wirklich helfen.
    Weil sie alle ähnliche ERfahrungen machen oder gemacht haben.

    Mir hilft es jedenfalls enorm, hier zu schreiben und Rückmeldungen zu bekommen.

    Du bist schon so weit mit deiner ERkenntnis, dass du ihn nicht mehr willst, da wird sich auch der Rest finden.
    Hab Vertrauen in dich.

    Liebe Grüße
    Doro

  • Hallo Pain, ich habe deinen Text aufmerkam gelesen und muss sagen, es hat mich sehr berührt, was ich gelesen habe.
    Es ist interessant und schockierend zugleich, wie eine Angehörige fühlt und leidet. Gehe bitte achtsam mit dir um und guck das dein Name Pain-Schmerz nicht zu deinem Schicksal wird. Das was dein Freund dir antut, kommt mir leider alles sehr bekannt vor, es ist als bekomme ich den Spiegel vorgehalten. Er ist zwar alkoholkrank aber das gibt ihm kein Recht
    auf deinen Gefühlen rumzutrampeln. Du musst dich abgrenzen und dich eventuell sogar wirklich trennen, wenn er sich nicht besinnt und was für sich tut, nämlich trocken wird, und mit dir so umgeht, wie du es verdienst!
    Meine Expartnerin, übrigens auch eine Schweizerin, hatte sich damals von
    mir getrennt nach 3,5 Jahren, sie konnte einfach nicht mehr. Am Anfang habe ich sie gehasst, aber später als ich trocken wurde, konnte ich sie absolut verstehen. Saufen und Beziehung geht einfach nicht!!!
    Du bist viel zu jung um dich kaputtzumachen, du darfst dich auch trennen und ein glücklicheres Leben beginnen.
    Ich wünsch dir ganz viel Kraft dazu, liebe Grüsse aus dem Schwarzwald :wink:

    Frank

  • Hallo Pain, ich habe deine neuen Nachrichten die du heute eingestellt hast, gerade jetzt gelesen. Das mit dem Alkohol, was dein (Nochpartner) macht, den ganzen Mist hab ich auch gemacht. Meine Freundin kalt behandelt,weil ich nur noch alkoholgesteuert war;betrogen hab ich sie allerdings nicht!!
    Pain, du musst anfangen was für dich zu tun, du musst aufpassen, das du nicht coabhängig wirst. Du entwickelst schon Komplexe und das ist kein Wunder, wenn du so schlecht behandelt wirst, aber glaub mir, es kann noch schlimmer werden.
    Zieh für dich die Notbremse und lass dich nicht weiter aus und benutzen.

    Ganz liebe Grüsse sendet dir Frank

  • Liebe Pain,
    auch mich berührt Dein Schmerz sehr und ich habe mit den Tränen zu kämpfen...weil: ich fühle genau das Gleiche, den tiefen Schmerz und die große Trauer und Hilflosigkeit! Ich habe genau die selben Erfahrungen gemacht und mache das alles schon über 7!Jahre mit...und es tut jedesmal weh....man läßt sich erniedrigen, Lügen sowieso, man rennt ihm hinterher...und man stellt sich die Frage: hat man das nötig? NEIN!!!und doch schafft man es nicht so wie man es sollte, wir sind Co. und wir müssen uns irgendwie befreien! Ich wurde auch die ganzen Jahre betrogen...auch wenn man weis das es nichts "Gescheites" sein kann (meist sind die aus irgendeiner Kneipe o.ä. und haben die gleichen Probleme), aber weh tut es. Wir sollten öfter in den Spiegel schauen....wir haben das alles nicht nötig...und ich bin wieder mal so weit das ich rennen muß...wenn Du magst dann lies doch mal in meinem Thread...ich schau dann nachher nochmal rein und Kopf hoch...ich drück Dich mal,
    liebe Grüße Nele

  • Hallo liebe Pain,
    ich habe in Deinem Thread immer mitgelesen und auch das was Du jetzt geschrieben hast kommt mir nur allzu bekannt vor und erlebe es genauso. Auch ich merkte schnell, schon nach paar Monaten das er Alkoholiker ist, habe mich dann im Net mal damit befaßt...auch ich habe geglaubt: Liebe versetzt Berge und ich bin DIE Frau...was ich jetzt weis ist, das genau diese Gefühsarmut und die anderen Verhaltensweisen meines Partners schon in seiner Kindheit geprägt wurden und die Sucht dann noch ihr weiteres dazugetan hat. Als ich von ihm wußte was in seiner Kindheit so abging hatte ich tiefes Mitleid und im Laufe der letzten Jahre habe ich auch versucht Mitgefühl für seine Krankheit aufzubringen...aber ich mußte nun auch immer wieder feststellen das ich wahrscheinlich diejenige war die kämpft und er so viel Möglichkeiten nicht durchgezogen hat und immer mittendrin wieder aufgehört hat...ich geh dran kaputt, seelisch und auch körperlich...man ist teilweise nur noch eine Hülle seiner selbst...Kummer läßt mich altern...das Herz und andere Organe schmerzen von zu vielem Leiden...ich kenn das alles was auch Du durchmachst und es krampft mir das Herz.
    Ich habe schon länger angefangen einen anderen Weg als er einzuschlagen...er hat sich wieder für seine Suchtkrankheiten entschieden und da wollen wir (mein Sohn) und ich nicht mehr mit"laufen"...ich mache zur Zeit auch wieder eine schwere Zeit durch und kämpfe jeden Tag und ich habe binnen kürzester Zeit Phasen von "oben" nach ganz tief "unten"....ich mache 1Schritt vor und 2 zurück...aber ich kämpfe und will weg...auch ich stell mir oft die Frage: warum schaffe ich es nicht...wir sind auch krank und durch den Alkoholiker werden wir nicht gesünder...im Gegenteil. Ich drück Dich und wünsche Dir ganz viel Kraft, Du bist noch jung!!!
    liebe Grüße Nele

  • Man/Frau dürfte sich so etwas antun weil Muster im Verhalten zu finden sind, die genährt werden durch schädigende Partnerschaften. Die Selbstliebe und Selbstachtung scheint gelitten zu haben und quasi so als warte man/frau auf ein Happyend kämpft man/frau und kämpft und kämpft und kämpft, bis dann keine Kraft mehr da ist und der Angehörige ebenso am Ende ist wie der Alkoholiker.

    Diese Muster aber, die uns zu schädigenden Partnerschaften oder Verhalten führen, die können wir langsam erkennen und uns ein Leben erarbeiten, in dem wir gut für uns selber sorgen. Schritt für Schritt, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Nicht jede-/r will diesen mühsamen Weg gehen, es klingt erstmal einfacher auf das Happyend zu hoffen, allerdings stellt sich das eben oft nicht ein.

    Ja Nele, im Zusammensein mit einem Süchtigen werden auch wir immer kränker. Die Kraft geht uns aus, wir werden immer trauriger und irgendwann einmal haben wir vielleicht nicht mehr die Kraft etwas zu ändern.... dann sind wir ebenso schlimm dran wie der Abhängige.....

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Liebe Pain,
    Deine Geschwindigkeit, Deine Entscheidungen und Deine "Qualen", zumindest schreibst Du es so. Natürlich ist es schwer den Absprung zu schaffen.

    Auf der einen Seite stellst Du fest er schuldet Dir noch Geld und lebt kostenfrei bei Dir, was Dich ärgert. Auch das ist Deine Entscheidung. Diese Wut, die Du in Dir spürst, die vergiftet Dich mehr als ihn. Die Unzufriedenheit nagt in uns mehr als im anderen. Denn wir sind ja unzufrieden!

    Wenn.... dann ... ist das wirklich die Art von Partnerschaft, die Du möchtest? Ich dachte heute nicht, als meine Katzen im Haus waren und die reinste Harmonie bei der Rasselbande war, wie gut es uns doch geht - ärmlich, aber gut!

    Du schreibst von einem lieblosen Verhalten. Das kennen wohl viele von uns. Ein Suchtkranker hat vermutlich andere Probleme als Nähe. Vielleicht kann er diese nicht einmal mehr ertragen weil Nerven ect. angeschlagen sind. Ganz zu schweigen von den Kopfproblemen in "hellen Momenten". Ich kenne dieses lieblose Liebesspiel, bei dem ich immer an den Oldie dachte "Automatic Lover". Verstehen kann ich Deine Enttäuschung mehr als gut. Nur: die Änderung muss von uns ausgehen. Wir behaupten doch für unsere trinkenden Angehörigen "das Beste zu wollen oder zu wissen". Sollten wir da nicht vielleicht erst mal anfangen für uns das "Beste" zu wollen und zu erarbeiten.

    Auch bei mir war die Trennung ein Weg durch die Hölle, ein Tanz übers Feuer, bei dem ich manche Finger und Gliedmaßen verbrannt habe. Aber immer noch besser als in der Tiefkühlkammer von abgestorbenen Gefühlen eines Alkoholikers auf "Eis gelegt zu werden".

    Wir können uns ändern, unserem Leben einen anderen Sinn geben - wir können keinen anderen "läutern". Nur wenn wir für uns beginnen zufrieden zu werden und das eigene Leben zu managen könnte das Gegenüber erkennen dass er/sie selber ein Manko hat. Vielleicht auch nicht.... Ich denke mein Ex säuft noch immer .... Sein Problem ... sein Leben und seine (Un-)Zufriedenheit.

    Lieben Gruß von Dagmar

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