Der Weg zum eigenen Ich

  • Hallo,

    immer wieder lese ich und schreibe es selber das ich auf dem Weg zu meinem eigenen Ich bin.

    Wie sieht dieser Weg...diese Reise oder oder, für euch aus? Wie setzt ihr es um? Welche Erfahrungen habt ihr dabei gemacht?

    Liebe Grüße
    Nicole

  • da stellste aber wieder ne frage nicole. :wink:

    wie sieht der aus, kann man da überhaupt irgend was pauschal sagen? wir sind individuen, kann es da überhaupt einen einzigen geben, oder müssen es auch so viele sein wie es individuen gibt. kann man hier einfach alle über einen kamm scheren. ich denke nein. für jeden bedeutet glück und zufriedenheit etwas anderes. ein paar grundzüge kann man aber sicher doch zusammenfassen. ein punkt ist erst mal zu schauen wo es mir nicht gut geht. zu schauen warum das so ist. auch das kann ja sehr verschieden sein. ich denke das das erst mal der anfang ist. wie ich das dann veränder muß ich gucken. machmal kann man das allein, manchmal reicht eine beratung und manchmal muß man eine therapie ins auge fassen. wichtig ist nur das man das erkennt und dann auch umsetzt.

    ich bin sicher hier fällt auch anderen noch was gescheites ein.


    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo Nicole,

    als ich deine Frage las, schoß mir als erstes das Stichwort "innere Stimme" durch den Kopf. Ich glaube daran, dass irgendwo tief in mir der Wegweiser für ein zufriedenes Leben verborgen ist. Etwas das mir sagt was ich brauche und was ich besser lasse.
    Bei all den Ablenkungen, Verwirrungen und Versuchungen des täglichen Lebens, ist es sehr schwer diese Stimme wahrzunehmen, da sie oftmals den, auf den ersten Blick, unattraktiveren oder schwereren Weg beschreibt. Hier zu unterscheiden und zu erkennen, ist meine Aufgabe.

    LG
    Oliver

  • Hallo,

    Doro
    natürlich sind es verschiedene, hat ja jeder sein eigenes ICH. Und ist jede Entwicklung verschieden, hat jeder andere Ressourcen die er mit bringt.
    Hinschauen und hin fühlen finde ich dabei sehr wichtig.
    Dann die Schritte zum verändern einleiten, wenn ich erkannt habe was mir wichtig ist und was mir gut tut.
    Und Unterstützung dabei find ich nie verkehrt, denn dadurch werden es mehr Sichtweisen aus denen ich wählen kann.
    Mit der Zeit verändert sich dann das aber wieder, weil man seinen Schlüssel gefunden hat.

    Oliver
    Dein Schlüssel ist deine "innere Stimme" und so seh ich das auch, ich nenn es nur meine "Intuition". Das wahrnehmen von dieser fällt mir nicht mehr so schwer, aber das drauf vertrauen fällt mir ab und an noch schwer und dadurch das umsetzen, weil der weg oft mals auch schmerzhaft ist. Und unser Instinkt erstmal zum Rücktritt auffordert bevor man sich bewusst einen Schmerz aussetzt.

    Meld dich mal :wink:

    Lieben Gruß
    Nicole

  • Das Lesen hier in diesem Forum ist auch unter anderem ein Weg zu mir selbst. Es setzt jedes mal einiges bei mir in Gang. Ich habe schon viel Körperarbeit gemacht. meditation. Bin spirituelle wege gegangen, was mir auch sehr gut getan aht. Doch es gibt Dinge bei mir, als Kind eines Alkoholikers udn einer coabhängigen Mutter, die sehr sehr tief sitzen. Dinge, wo ich meiner Meinung nach noch nicht wirklcih rangekommen bin. Daher kann ich sagen, dass ich immer noch auf diesem Weg zu mir selbst bin.
    Es ageb Phasen, wo ich das Gefühl hatte, mich selbst gefunden zu haben. Aber ich denke, dass dies auch nur bis zu einem gewissen Grad erfüllend war und vieles einfach im Verborgenen lag, verdrängt gewissermaßen.
    jettz gehts ans Eingemachte, könnte man so sagen. Ich versuche mit vorsichtigen Schritten mich an tiefere Schichten meines Selbst zu wagen.
    Das ist mitunter ziemlich schmerzvoll, was ich nie erwartet hätte.
    Es tun sich ganz neue unvorhergesehene Welten auf. Das ist nicht immer einfach damit umzugehen. Aber das wichtigste ist für mich auch, dass ich mir die Zeit dafür nehme, nichts übereile, vorallem mich auch nicht manipulieren lassen will. Ich fühle mich wie ein Puzzle, dass sich Stück für Stück wieder zu einem Ganzen zusammenfügt. Ich glaube besser kann man es nciht beschreiben. Und jeden tag entdecke ich ein neues winziges Teil von mir. Nciht jedes teil sieht gleich schön aus. Da werden auch schonmal ganz trübe Wolken aus meiner Vergangenheit zusammengefügt. Das zu akzeptieren, dass auch dies ein Teil meiner Selbst ist , ist manchmal schwer. Wünscht sich doch jeder das am ende das Bild einer kleinen Prinzessin in einer heilen Welt herauskommt?
    Aber dem ist nicht so. Mir wird mehr und mehr bewußt, dass ich geprägt wurde von einem nciht sehr angenehmen Leben udn ich Strukturen entwickelt habe damit klar zu kommen. und ejtzt brauche ich diese Strukturen eigetnlich nciht mehr und könnte so einiges ablegen. Das fällt sehr schwer, diese Schutzschilder abzulegen. Gewissermaßen könnte man sogar sagen, dass das eigene Ich wandelbar udn anpassungsfähig ist. Es gibt Dinge, die mich geprägt haben, Dinge die ich nicht mehr brauche und Dinge die ich noch entwicklen kann. Die ich vielleicht nur dann entwickeln kann, wenn ich den alten Ballast abgelegt habe. Den zu erkennen, dazu bin ich hier. Zu verstehen - durch all diese Spiegelbilder in vielen Threads - wie ich selbst funktioniere. ich würde sagen: Ichfindung ist harte Bewußtseinsarbeit.

  • Hallo,

    erstmal vielen Dank für eure Beiträge und ich hoffe es werden noch mehr. Denn aus jedem kann ich mir und andere etwas mitnehmen.

    Zitat

    Ichfindung ist harte Bewußtseinsarbeit.

    dieser Satz sagt für mich schon fast alles aus.

    Lieben Gruß
    Nicole

  • Hallo liebe Nicole,

    ich mache nun auch mal einen "Gegenbesuch" in Deinem Thread, zumal das Thema, "das eigene Ich zu finden" eine spannende Angelegenheit ist.

    Bei mir fängt die Suche schon bei der inneren Stimme - die ich auch "Intuition" nenne, an. Aber es ist nur ein Teil, ein Werkzeug für mich. Dabei kommt es auch darauf an, woher die Intuition kommt, aus Erfahrungen oder tatsächlich aus dem, was wir in dem Moment fühlen, was unser Unterbewußtsein weiss aber noch nicht in unserem Großhirn angekommen ist und auch nicht weiter bearbeitet wird.

    Dann kommt für mich der "denkende" Teil. Hier habe ich irgendwann einmal meine Prioritäten festgelegt. Es ist für mich zugleich auch ein sehr spiritueller Ort. Hier werden Muster bearbeitet, wie ich mich z. B. anderen gegenüber verhalten möchte. Für mich habe ich einfach festgelegt, dass ich andere Menschen genauso behandele, wie ich selber behandelt werden möchte - ohne Ausnahme von Pathie und Anti-Pathie. Auch wenn ich jemanden nicht mag, kann ich ihn respektvoll behandeln. Auf dieser Ebene strebe ich auch meine Zufriedenheit an, dass ich mit dem was ich tagtäglich tue und denke, zufrieden sein kann. Das ich gerecht und fair mit meinen Mit-Lebewesen umgehe.

    Danach kommt der "emotionale" Teil, wo die Gefühle geordnet werden. Wut, Trauer, Freude, Angst, Schmerz usw. Hier muss ich jedesmal neu entscheiden, welche Gefühle ich wieder gehen lasse und welche oder wie stark ich diese Gefühle für mich in dieser Situation zulasse. Ein recht kniffliger Part, weil manchesmal viel zusammen kommt und man nicht in jeder Situation mit Ruhe und Gelassenheit reagiert (woran ich täglich arbeite).

    Diese Gesamtheit macht für mich mein ICH aus. Wobei aber eine Basis, sprich der "denkende Teil" vorhanden sein muss und diese Basis muss man sich ersteinmal bewußt machen: Wie möchte ich sein bzw. denken? Welche Prioritäten lege ich für mein Leben fest? Welche Aufgabe/Gabe habe ich und mache ich etwas daraus oder lasse ich sie verkommen? Danach kann ich in die Zufriedenheit und Gelassenheit gehen und brauche vor den schlimmen Emotionen keine Angst mehr zu haben.

    Dies ist meine Auffassung zur Suche nach sich selber :)

    Lg. Michaela

  • Hallo Michaela,
    irgendwie schön geschrieben. Klingt alles sehr logisch für mich.
    Was meinst Du mit Aufgabe/ Gabe? Denkst Du dass jeder Mensch automatisch eine aufgabe hat im Leben. Das kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Ist es nicht eher so, dass einem Aufgaben gegeben werden?

  • Hallo Paddy,

    ich bin der Meinung, dass jeder in seinem Leben eine Aufgabe hat. Wir sind alle mit einer Gabe, einem Talent geboren. Der eine ist sehr musikalisch, der andere hat einen Hang zur Kunst....

    Wie werden von der Außenwelt (Elternhaus) meist konditioniert, z. B. die Berufe unserer Eltern anzunehmen, wenn der Vater Schuhmacher war dann, wird der Sohn das auch, um das Geschäft weiter zu führen, obwohl er vielleicht ein unheimlich großes musikalisches Talent hat.
    Der Sohn wird immer unzufriedener mit seiner Rolle, die er seit Jahren spielt und weiß eigentlich gar nicht so genau, warum.

    Ich höre oft, das Menschen zu mir sagen: wenn ich mal in Rente bin, dann möchte ich dies oder jenes machen, dann habe ich Zeit dafür....meist wird dann die Gabe ausgelebt, welche man die ganze Zeit unbefriedigt in sich selber getragen hat und wenn man Glück hat, lebt man auch noch so lange, dass man sie auch wirklich noch ausleben kann.

    Ich kann nur von mir reden und Dir meine Erfahrungen in dieser Sache mit auf den Weg geben. Bei mir war/ist die Gabe sehr sehr stark ausgeprägt, dass ich sie nicht ignorieren konnte. Es war für mich immer wie ein Magnet und ich verschließe mich nun nicht mehr und mir ist es auch mittlerweile egal, was andere davon halten. Ich rede da in der Außenwelt nicht drüber, es sei denn, man spricht mich drauf an.

    Vielleicht bist Du noch nicht tief genug zu Dir vorgedrungen. Fang einfach mal damit an, Dir Dinge in den Sinn zu rufen, die Dir leicht von der Hand gehen und über dessen Ergebnis Du Dich freuen kannst...

    Lg. Michaela

    @ Nicole

    Hu hu Nicole,

    ich hoffe, Du bist mir nicht böse, dass ich jetzt in Deinem Thread so ausschweife....

    Lg. Michaela

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