BITTE DRINGEND HILFE!!!!!

  • hallo sandra

    beruhige dich erst einmal. zu deinen gefühlen kann ich leider wenig tröstliches sagen. ich gehöre zu der truppe die gesoffen hat. sortier dich sandra. du kannst sie weder einweisen lassen noch sonst etwas. das ist einfach so. ein alkoholiker kann nicht wieder nur mal ab und zu trinken. wenn ich heute ein glas trinken würde wäre ich bald wieder bei ner flasche vodka. das ist einfach so. das einzige was du tun kannst ist dich und deine kinder schützen. sage ihr, wenn sie nüchtern ist, das du sie begleitest wenn sie wieder trocken werden will aber ansonsten sieht sie weder dich noch die kinder wieder. und dann geh. geh um dich zu retten. du bist selbst mutter, nicht mehr das hilflose kind das das aushalten mußte.

    sandra, selbst ein alki der täglich voll ist hat lichte momente in denen er denken und handeln kann, aber das muß er wollen. auch ich konnte handeln obwohl ich so gut wie jeden tag ne flasche schnaps getunken habe. deine mutter ist erwachsen. mach dich von dem gedanken frei ihr helfen zu müssen, sie weiß den weg wenn sie es denn will.

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo Sandra,

    eine Einweisung ist nicht so einfach.

    Das geht nur, wenn sie für sich oder für andere eine Gefahr darstellt.

    Du kannst natürlich einen Krankenwagen rufen, die werden sie sich anschauen, aber mitnehmen können sie sie nur, wenn sie damit einverstanden ist.

    Hast Du keinen, den Du anrufen könntest, der Dir zur Seite steht.

    Ich versteh Deine Not, aber ich weiss im Moment nicht, was ich Dir raten könnte.

    Wie ist denn die Situation im Moment?

    Lieben Gruss
    Speedy

    lieben Gruß

    Speedy

    Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt

  • Hallo Sandra,

    als meine Mutter sich vor zwei Jahren mal wieder völlig zugesoffen hat, saß sie allein in ihrer Wohnung, da ihr zweiter Mann verreist war und schrie lauf 'Hilfe'. Es ist erstaunlich, aber jemand kam. Eine Nachbarin. Sie rief mich völlig fertig an. Ich solle kommen. Hä?? Ich hatte seit Jahren kaum noch Kontakt zu ihr. Und: Da richtet sich die Mutter wohl wissend seit Jahrzehnten zugrunde und setzt sich dann einfach hin wie ein kleines Kind und schreit und alle hüpfen sofort? NEIN!
    Also sagte ich zwar zu, zu kommen, jedoch erst sobald ich geduscht sei (ich kam gerade vom Sport). Ja, sagte die Nachbarin, andernfalls wolle sie die Polizei rufen. O.k., tu das, sagte ich.
    Bis ich kam, war die Mutter von der Polizei abgeholt worden. Ich fuhr auch noch zu Polizei hin, denn, "kann man ja nicht machen", sich gar nicht zeigen. Tolle Idee, aber auch weiterhin sehr heilsam. Sie saß dort und randalierte und schrie rum. Klasse Auftritt. Ich hinterließ nur meine Personalien und fuhr wieder.
    Als nächstes wurde sie in die Psychatrie eingewiesen und trocken gelegt. Eine Mega-Aufregung für mich. Ich fuhr nach Feierabend mehrmals noch zur Klinik, gemeinsam mit meiner Schwester. Die Mutter war einfach nur uneinsichtig, wollte "heim" und hatte angeblich ja kein Problem. Nur wir. Die Ärzte konfrontierten sie mit ihrem Suchtproblem und sie saß da und sagte trotzig nichts. Ich teilte ihr noch mit, dass sie nicht in der Position sei, Forderungen zu stellen. Als nächstes bequatschten wir und die Ärzte sie in mühevoller Kleinarbeit noch, einen Antrag auf Therapie zu stellen. Das tat sie.
    Und als nächstes? Kam sie heim zum Warten auf die Therapie und trennte sich erstmal großspurig von ihrem Mann und identifizierte ihn als ihr Problem. Ich besuchte sie noch in ihrer neuen Wohnung und war skeptisch, aber etwas hoffnungsvoll. Sie hielt das Trockensein natürlich nicht durch, denn sie hat ja kein Problem mit dem Alkohol, ach was. Bei ihr sei das ja zum Glück nicht so schlimm.
    Sie konnte die Wohnung nicht halten, da sie scheinbar finanziell überhaupt keinen Überblick mehr hat. Für sie ist es völlig selbstverständlich, dass ihre Kinder parat zu stehen haben, immerhin sind wir ihre Kinder. Daher stellte sie finanzielle Forderungen an mich.
    Dies war der Punkt, an dem ich - zusammen mit meiner Schwester - ihr endlich mitteilte, dass wir sie für alkoholsüchtig und krank halten und dass wir keinen Kontakt mehr möchten. Es sei denn, sie verspürt einen langfristig angelegten Genesungswunsch und entscheidet sich ernsthaft für eine Therapie.
    Seitdem ist funkstille.
    Sie ist bei Bekannten eingezogen, der Mann ist auch alkoholkrank, und lässt sich dort aushalten...

    So schwer mir der Schritt gefallen ist, so gut geht es mir seitdem!! Es gab noch keinen Tag, an dem ich sie vermisst hätte - mit all ihren irrationalen, kranken Forderungen, mit all dem Leid, das sie mir bei jeder Begegnung zugefügt hat. Es ist ein Wohltat, mein eigenes Leben so zu leben, wie ich es mir wünsche und vorstelle und erschaffe.

    Lass Dich nicht mies behandeln!!

    LG,
    Lavandula

  • hallo sandra

    ich hoffe dir geht es heute etwas besser.

    hör auf deinen mann, bevor deine mutter auch noch deine ehe und damit dein komplettes leben zerstört. keine mutter dieser welt hat das recht von ihren kindern hilfe einzufordern damit sie sich fröhlich weiter in ihrer sucht ahlen kann. es ist zwar eine krankheit, aber dennnoch kann sie hilfe kriegen wenn sie es denn will, aber nicht von dir!!! sie zerstört aus purer bequemlichkeit und selbstsucht dich und dein leben, lass das nicht zu. handel. du bist ihr nichts, aber auch gar nicht dein leben schuldig. das gehört ihr nämlich nicht. sie hat es dir geschenkt und geschenke fordert man nicht zurück.

    ich weiß als trockene alkoholikerin genau wovon ich rede. ich habe auch 4 kinder und weiß wie sie gelitten haben. ich weiß das mein verhalten das letzte war. auch deswegen habe ich mir hilfe gesucht. sooo zugedröhnt das man das nicht mehr merkt ist niemand ständig. da kommt dann selbstsucht zum tragen und das mußt du dir nicht bieten lassen. du hast ein recht auf ein selbstbestimmtes und glückliches leben. nimm dir das.

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

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