Hallo Emma,
herzlich Willkommen hier bei uns EK's.
Deinen Text habe ich vorgestern schon gelesen, konnte aber einfach nicht antworten. Hat viel in mir berührt. Auch meine Mutter trinkt. Gibt einige Parallelen. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen würde, wenn ich vor solchen Entscheidungen stehen würde. Aktuell ist es noch nicht soweit. Hm.
Wie geht's dir inzwischen?
Es ist ja so, müssen müssen wir gar nix. Aber mit den Konsequenzen unseres Handels bzw. Nicht-Handelns innendrin leben können. Das heißt einverstanden mit sich selber sein, egal was drumherum ist.
Es gibt da kein richtig oder falsch. Es gibt uns EK's. Es geht hier um uns, Emma. Ich litt jahrzehntelang unter dieser erbarmungslosen Abwesenheit meiner Mutter, sie war im Raum, aber "nicht da". Nun bin ich nimmer da, ich habe den Kontakt einschlafen lassen, weil er mir nicht gut tut.
Der Abstand tut mir gut. Und in diesem Abstand kann ich heilen. Ich kann die verinnerlichten Suchtstrukturen bei mir anschauen und loslassen. Und ich kann mich mit lebendigem Leben füllen. Ein Prozeß.
Ich drück dich mal und schick dir Kraft für dich.
Liebe Grüße, Linde