Von Coabhängigkeit lösen können ohne sich zu trennen??

  • GU MO Claudia,
    danke für deine Antworten.
    Durch meine Therapie,die ich schon vor 1 Jahr begonnen habe,weiß ich,dass ich die Veranlagung zum Co zu werden,immer schon hatte.
    Der Vater meiner 5 Kinder hat während der Ehe jahrelang gekifft,auch das eine ungesunde Beziehung.
    Da waren aber nicht so viele Gefühle bei mir im Spiel...ich führte mit den Kindern im Prinzip ein eigenes Leben.
    Ich habe mich nach 20 Jahren getrennt,weil ich merkte,ich wünsche mir in meinem Leben noch was anderes als so eine Partnerschaft.
    Insgesamt ging es mir ganz gut...Freunde,Hobbies,etc.
    Ich glaube nicht,dass ich damals coabhängig war.
    Kurz nach der Trennung traf ich dann meinen jetzigen mann(EXmann,sorry).
    Ich glaube,ich wollte mein Glück damals erzwingen.
    Ich hab mich verliebt und all meine eigenen Warnsignale ausser acht gelassen.
    Schließlich hatte ich ja Erfahrung mit einem mann,der drogen braucht,um den Alltag zu schaffen.
    Ich bin soo schnell in diese Coabhängigkeit gerutscht.....innerhalb von ein paar Monaten hatte ich all meine Interessen aufgegeben,pflegte keine Kontakte mehr,es gab nur noch ihn.
    Und das Warten darauf,dass wir zusammen glücklich werden...denn als die ersten Sachen passierten,die durch die Trinkerei kamen,glaubte ich noch,das würde sich legen.

    Außerdem habe ich in Bezug auf Männer immer so ein latentes Gefühl in mir,dass ich Ihm alles recht machen muss,also ich setze mich selber herab.
    Das ist gefährlich für mich und daran arbeite ich,um da eine gesunde Einstellung zu mir zu bekommen.
    Das ist eine Problematik,die nicht durch diese Beziehung entstanden ist.
    Ich glaube,ich weiß mittlerweile zu unterscheiden,wo es bei mir hakt...da tu ich im moment ganz viel dran,
    und was mit dem Verarbeiten der Enttäuschungen und Verletzungen zu tun hat.
    Meine gedanken sind schon lange nicht mehr nur bei ihm,wenn ich weiß,er trinkt und fährt Auto,krieg ich 10 min.Herzrasen...und dann kann ich wieder sagen...Susanni,ist nicht mehr dein Problem.
    Ich finde das für mich schon eine beachtliche Leistung.
    Ich lasse mich nicht mehr aus dem Konzept bringen,deswegen schaffe ich endlich wieder was....meinen Umzug,Arbeiten,etc.
    Aber ich möchte auch lernen,meine Trauer und Wut anzunehmen.
    Ich steh dazu,dass ich verletzt bin.
    Mit den Kindern habe ich besprochen:dieser Mensch ist für uns kein Thema mehr.
    Wir wollen nach vorne gucken.
    Also gebe ich meinen Trauer Gefühlen nicht mehr masslos viel Raum und das ist gut so.
    Hier im Forumkann ich in Ruhe nochmal alles angucken und das muss ich auch tun...damit ich das alles irgendwann abschlißen kann.
    Und vor allem...um in Zukunft,tagtäglich daran zu denken,bei MIR zu bleiben und gut für mich zu sorgen.
    LG
    Susanni

  • Hallo Rosa Li,

    ich setze mich schon seit Wochen damit auseinander, wie es ist, wieder ganz alleine zu sein. Und dieses Gefühl war in den letzten Wochen ein sehr gutes!
    Ich werde alles machen, wozu ich Lust habe. Rumgammeln auf der Couch, irgendwo hinfahren, mit jemandem treffen usw. Und das alles ohne, dass ich Angst haben muss, nach Hause zu kommen und einen Betrunkenen und eine versaute Wohnung vorzufinden!

    Das Trennungsgespräch fand dann doch schon gestern abend statt. Er sagte, ja, dann trenne dich! Und ging aus dem Zimmer. Ich musste dann hinter ihm herlaufen und ihm sagen, dass ich möchte, dass er auszieht. Er meinte, jetzt sofort etwa? Und ich habe gesagt, nein, aber ich dachte morgen. Er war total beleidigt. Er meinte, er könne so lange bleiben, bis er eine Wohnung gefunden hat. Ich habe gesagt, ich halte es mit ihm nicht mehr aus! Ich kann mit den Folgen des Alkoholkonsums nicht mehr leben. Er findet das ja gar nicht schlimm, er meinte, er mache ja nichts (nee habe ich gesagt, nur übergeben, in der Wohnung rumschmieren und mich beschimpfen).

    Ich habe letzte Nacht auf der Couch geschlafen. Ich hatte doch ein bisschen schlechtes Gewissen, weil ich ihn von heute auf morgen rausschmeisse. Ist das vielleicht doch unfair von mir?
    Aber heute morgen habe ich schon wieder gesehen, dass es echt nicht mehr geht. Es stand im Zimmer, wo er sich immer aufhält, eine angebrochene Flasche Weinbrand und es ist auf dem Fußboden Kaffee verschüttet!

    Naja, noch ist er nicht weg! Ich hoffe, dass ich es hinbekomme, dass er heute geht!!!

    Aber was wirklich toll ist! Ich merke, dass ich keine Gefühle für ihn habe! Es tut mir nicht leid, dass er geht! Das finde ich total super!

    LG,
    Anesa

  • Hallo Claudia

    die Angst vor dem Alleinsein beschäftigt mich auch.

    Wir haben nicht so viele Freunde, mein Partner hat das immer versucht, zu blockieren. Meistens sind es auch Paare und ich möchte mich da nicht aufdrängen. Also muss ich im Falle einer Trennung neue andere Wege für mich finden.
    Ich habe da überhaupt Schwierigkeiten, meine immer, ich muss das alles alleine schaffen, möchte keinem zur Last fallen mit meinen Problemen. Die ganzen Jahre konnte ich nie mit jemanden richtig reden.
    Mit wem auch, jeder hat doch sein eigenes Päckchen zu tragen.

    Aber jetzt will ich nicht sentimental werden, sondern nach vorne schauen!

    Mein Beruf füllt mich mehr als aus, komme abends immer erst spät nach Hause. Aber er macht mir Spaß, wenn es meistens auch sehr stressig ist. Wir haben keine Kinder und große Verantwortung. Nur für uns selbst.

    Altersmäßig ist man mit 60 Jahren irgendwie so dazwischen. Ich sehe zwar jünger aus, fühle mich auch jünger. Ist irgendwie schon nicht so einfach.

    Dass Du keine Gefühle mehr hast, macht vieles leichter für Dich. Alles andere tut so furchtbar weh.

    Alles Liebe und Gute und ich hoffe, Du kannst diesen herrlichen Sonntag genießen

  • Hallo Antilope,

    du schreibst, bei Freundenpaaren willst du dich nicht aufdrängen.
    Ich habe fast nur Freundinen, die noch verheiratet sind, aber langjährige Ehe führen dazu, dass viele froh sind, wenn der Partner nicht immer dabei ist.
    Zudem...was heisst da aufdrängen...
    Ich kann an einer Freundin den Vorschlag machen, wir wollen was zusammen unternehmen und sie kann genausogut nein sagen.
    Ich bin momentan auch an der "Wiederbelebung" von alte Freundschaften, die mich mal was bedeutet haben, und die ich grundlos, oder aus Rücksichtsnahme, vernachlässigt habe.
    Einfach ist es nicht, aber ich freue mich darauf, dass ich es mich nun zum Ziel gesetzt habe, denn Freundschaften sind das A und O...
    Leider bin ich momentan in eine traurige Lage, dass ich eine sehr gute Freundin an einer Krankheit verliere, und das tut mich sehr Weh, aber ich muss lernen wieder nach vorne zu gucken und andere Leuten in meinem Leben einfliessen zu lassen.
    Irgendwie gehört es zu unsere Gesundung... also wird es auch gemacht.... ich bin auch auf dem Weg dazu!

  • glück auf claudia

    Zitat von Rosa Li

    witziger aber effektiv nachdenklicher Text!!

    mir kams weniger auf den witz an - wollte klarstellen das beide seiten nur schaden nehme - wenn son "krieg" nich beendet wird

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Danke Welia, das macht mir wieder Mut.

    Ich habe in den letzten Monaten vieles alleine gemacht, war auch stolz darauf. Einfach meinen Koffer gepackt, ins Auto und dann war ich knapp eine Woche unterwegs. Mein Freund wollte nicht, hatte vermutlich mit dem Problem seiner bevorstehenden Arbeitslosigkeit und auch Trockenheit zu kämpfen. Er meinte, was soll ich wegfahren.Macht eh keinen Spaß, wenn ich nichts mehr trinken kann.
    Das selbe Thema stand jetzt wieder an. Ich habe noch 1 Wohe Resturlaub, den ich bis Ende Juni nehmen muss. Er kann natürlich nicht so ohne weiters Urlaub machen, muss sich nach dem Arbeitsamt richten. Und eigentlich ist es ihm ganz recht so.
    Auch wieder der Satz "macht keinen Spass, wenn ich nichts trinken kann"
    Dann die Einschränkung "o.k. dann fahre ich eben mit".
    Ich überlege, ob ich nicht wieder alleine Urlaub machen soll. Er kann seine lustlose Art mir dann nämlich ganz gut zeigen. Bevor ich mich dann ärgen muss, fahre ich lieber alleine in Urlaub. Aber ich muss unbedingt mal raus!

    Für mich war das eine tolle Erfahrung als ich das letzte Mal alleine In Urlaub war. Ich habe nette Leute kennengelernt. Unter anderem 2 junge Frauen, die mich direkt fragten, ob ich so ganz alleine unterwegs sei. Die eine meinte, sie würde das auch gerne mal tun, traue es sich aber nicht so richtig zu und suche eben immer eine Freundin, die mit ihr unterwegs ist.
    Die andere, ist ständig alleine unterwegs, sie wandert im Ausland, meistens alleine. Fand ich sehr mutig.

    Aber im Alltag sieht alles doch anders aus.
    Ich muss wieder lernen, auf meine Freundinnen zuzugehen.

    Vielleicht habe ich auch Angst vor den Fragen, wo denn mein Freund ist.
    Da muss ich erst einmal alles erklären, die meisten würden das vermutlich gar nicht verstehen.

    Ich merke immer mehr, ich bin zwar selbständig und unabhängig, aber ich muss noch vieles dazu lernen. In den ganzen letzten Jahren habe ich mich doch in meiner Co-Abhängikeit sehr stark auf meinen Partner konzentriert.
    Neue dauerhafte Freundschaften zu knüpfen, ist bestimmt nicht einfach; aber ich werde versuchen, alte Freundschaften wieder neu zu beleben.
    Vielleicht gelingt mir das.

    Welia, die traurige Geschichte mit Deiner Freundin habe ich gelesen. Tut mir sehr leid für Dich. Hast Du die Möglichkeit, Dich um sie zu kümmern und ihr zu zeigen, wie wichtig sie für Dich ist?

  • Hallo Susanni,
    ich bin auch erst jetzt drauf gekommen das ich schon immer Co war.Früher hat mir das alles auch nichts ausgemacht.Ich hatte zwar Kontakt zu Männern die schwierig und dementsprechend konsumiert haben,aber ich konnte Distanz haltén und solche Gefühle wie jetzt kannte ich nicht.Da flogen die Kerle eben aus der Wohnung oder ich fing erst gar keine Beziehung mit dergleichen an.Sowas wie Hoffnung und dergleichen-so woes beim jetzigen war gab es da nicht!!Jetzt bin ich da auch reingeschlittert.Angefangen mit meinem Ex der nicht trank aber wo mir mein GEfühl damals (2003 war es ungefähr) sagte das das nur ein Teddybär ist aber kein mann für eine Beziehung.Damals hatte ich viele Verletzungen seitens der männlichen Seite erfahren,wollte keinen Freund mehr,sehnte mich aber doch unendlich nach einem Stück Sicherheit,Geborgenheit usw....-zu lange war ich alleine und konnte damals nicht mehr.Hatte keine Kraft mehr über 10 Std.Jeden Tag zu arbeiten damit ich meine Wohnung bezahlen konnte.da war es dann geschehen.Er zog in meine Wohnung undmteilten uns damals die kosten.Mir ist meine eigene Sucht nie richtig klar gewesen und jetzt fange ich an das ganze aus einem ganz anderen Blickwinkle wie früher zu bewerten und zu sehen.Ich denke dann was will ich in Bezug auf Beziehung.Läßt sich das vereinbaren mit meinem großen Freiheitsdrang??usw.....
    Lg Claudia

  • hallo Anes,
    ich vergleiche das mal mit einer Brücke wo am anderen Ende ,Wärme und Heilung für dich bereit stehen.Dein gegenüber ist nicht bereit diese Reise mit dir anzutreten und so müssen wir alleine gehen.Wir fühlen uns auf der sonnigen Seite einfach besser.Am liebsten würden wir zurückgehen um den anderen nachzuholen.Wir stellen fest das wir niemanden unter Zwang auf unsere Seite holen können.Wir können diesen MEnschen auf der anderen Seite aber trotzdem lieben und ihn ermuntern ob er vielleicht nicht doch rüberkommen will.Aber wir können ihn nicht zu uns rüber tragen.Wir können ihm zuwinken.Wenn die Zeit gekommen ist wird er schon zu uns rüberkommen.Wir brauchen uns deswegen kein schlechtes Gewissen machen,denn wenn wir im Licht bleiben zeigen wir anderen das dies der bessere Platz ist.Oder??
    Dein Freund wird natürlich jetzt wohl ewig rumeiern.Laut Gesetz hat er eine Frist von 3 Monaten um sich eine Bleibe zu suchen.Setz ihm eine Frist,sonst fliegt er mit samt seinen Sachen vor die Tür.
    Wo schläft er im Bett??Normal sollte er auf der Couch schlafen.
    Wenn ich hart durchgegriffen hab hat mich meist auch ein Gefühl von Schuld beglichen!!Aber er hat doch die Wahl.Wenn er nicht auf die Sonnenseite will dann muß er die Konsequenzen dafür tragen.
    Lg Claudia

  • Hallo Antilope,

    Siehst du? auf dem Gebiet Ferien bist du weniger geschädigt auf ich, ich war nie richtig alleine im Urlaub, habe zwar meine Schwester in Frankreich besucht aber ich war dort auch nicht alleine, konnte bei ihr wohnen.
    Ich habe bis jetzt auch nie den Bedarf gehabt, alleine hinzufahren, wenn mein Mann alleine mit Kumpeln fährt ist es mich Ferien genug, da kann ich es mich gemütlich daheim machen, habe den Garten und fühle mich auch wohl dabei, aber so richtig alleine reisen und eine Woche in einem Hotel verbringen, habe ich nie gemacht... Vielleicht bin ich eine Pantoffelheldin!

    - meiner Freundin wohnt weit weg, ich kann sie nur per Mail und per Skype kontaktieren... besuchen hätte ich sie gerne mal aber nun geht es ihr wirklich zu schlecht...

  • Hallo Rosa-Li,

    dein Vergleich mit der Brücke finde ich sehr treffend.... ich denke, wir sind beide noch nicht so lange in dem Forum aber wir scheinen was verstanden zu haben...

  • Welia,

    ist auch alles ein Lernprozess. Ich bin froh, dass ich damit keine Probleme habe.

    Letztes Jahr war ich mit meiner Patentochter 1 Woche auf Ischia. War ein supertoller Urlaub. Wir verstehen uns auch prima, sie ist für mich wie eine Tochter.

    Ich glaube, dadurch dass ich beruflich so beansprucht bin, ist vieles auch auf der Strecke geblieben. Dann genieße ich es, abends zuhause zu entspannen.
    Es fällt mir auch schwer, einfach so zum Hörer zu greifen und zu sagen: Hallo hier bin ich mal wieder, können wir was zusammen machen ?
    Vor allen Dingen, wenn dann längere Zeit dazwischen liegt, habe ich immer ein schlechtes Gewissen.

    Ich war früher, als ich meinen Freund kennenlernte, viel in Diskotheken unterwegs, hatte da auch meinen Bekanntenkreis. Aber als ich dann mit ihm zusammenkam, habe ich das natürlich nicht mehr alleine gemacht.
    Wenn dann, waren wir zusammen dort. Und so nach und nach hat sich alles verändert.
    Wir wohnen ja auch schon 14 Jahre in der Stadt, wo mein Freund herkommt.

  • Hi Silberkralle,
    Ach so meinst du das.Ok!!Nun vertseh ich es.Ja du hast REcht,wo Krieg herrscht und Machtkampf,da hat die Liebe keine Chance zu wachsen,geschweige denn zu entstehen.
    Lg Claudia

  • Hallo Antilope,

    Zitat

    Es fällt mir auch schwer, einfach so zum Hörer zu greifen und zu sagen: Hallo hier bin ich mal wieder, können wir was zusammen machen ?
    Vor allen Dingen, wenn dann längere Zeit dazwischen liegt, habe ich immer ein schlechtes Gewissen.


    Das kenne ich auch.Aber meist hat man ja auch zu Menschen Kontakt die sich vielleicht auch nicht melden??
    Ich glaube wir Cos,bzw.bei mir habe ich festgestellt das ich wohl immer wieder unter DEPRESSIONEN leide.Früher war das extrem.Manisch-deppressiv.Jetzt sind es nur noch Phasen,vielleicht bin ich doch öfters antriebslos als mir lieb ist!!! Kennt ihr das auch so Ansätze von Deppression???
    Was das alleine unternehmen betrifft,das fällt mir auch schwer.Ich kann gut alleine sein wenn ich weiß da ist keine Menschenseele,so wie in meinem abgeschiedenen Garten.(der leider ja nicht ganz meiner ist).Geh auch allein einkaufen,so Alltagssachen und so.War gestern allein auf dem Flohmarkt,der am See dann bin ich noch spazieren....usw.das war schön.Aber sonst,klappt das net so recht.So wie ich oft Wanderer oder Radfahrer sehe die allein unterwegs sind.Reizen tät mich das manchmal schon.
    Was macht ihr allein??
    Grüße Claudia

  • Hallo Rosa Li,
    ich bin nie ganz alleine, nehme immer mein Fotoapparat mit, sogar wenn ich ins Dorf einkaufen gehe, habe ich es meistens in der Tasche und wenn ich im Garten jäten gehe, ist es auch Griffsbereit.
    Irgendwie ist mein Fotoapparat mein treuer Begleiter geworden.
    Wenn es eine Fotosucht gibt, habe ich die vermutlich bekommen, aber man kann auch sagen Fotoleidenschaft und sofort klingt es besser.

  • glück auf claudia

    Zitat von Rosa Li

    wo Krieg herrscht und Machtkampf,da hat die Liebe keine Chance zu wachsen,geschweige denn zu entstehen.

    genau + durchhalten in einem aussichtslosen kampf schädigt vor allem + am meisten die kinder (auch später noch)

    schönen montag

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Rosa Li,

    das mit der Antriebslosigkeit kenne ich auch! Wie oft wurde ich gefragt, willst Du Samstag abend weg und ich dachte an meine gemütliche Couch und dachte, nee, ist mir zu anstrengend! Im Winter ist es ganz schlimm, da habe ich auch oft depressive Stimmungen!
    Im Sommer habe ich mehr Lust, rauszugehen. Da krieg ich Schuldgefühle, wenn ich bei strahlendem Sonnenschein drinnenhocke und den Arsch nicht hochkriege!

    Und wenn dann mein Mann zu 95% auch nie zu etwas Lust hatte, fiel es mir erst recht schwer, alleine rauszugehen!

    Ich mache in den letzten Jahren schon vieles alleine, z. B. Fahrrad fahren, Einkaufen sowieso, zum Sport gehen, ins Tierheim Gassigehen. Ja, und jetzt muss ich eigentlich alles alleine machen (heul). Nein, Scherz beiseite, so schlimm ist es nicht.

    Manchmal kann ich meine Freundin ja auch zu etwas mitnehmen!

    Und ich hoffe, dass ich vielleicht mit meiner Nachbarin, die auch alleinstehend ist, mal irgendetwas machen kann.

    Gruss,
    Anesa

  • Hi Silberkralle,
    der Wahrheit ins auge zu sehen ist nicht leicht,vor allem wenn man das selbst auch schon so seit längerer Zeit sieht.Ich glaube ich habe wieder die Phase wo ich mich ein wenig zurückziehen werde um nachzudenken.Denn im Moment geht es mir nicht besonders gut.Vor allem weil ich schon sehr lange Abstand zu meinem Freund halte und mir ernsthaft überlege wie es für mich weitergehen soll.Ich setz mich da wohl auch unter Druck.Ich muß die Gespräche aus dem Forum und das Gelesene (was ich hier so gelesen habe)ersteinmal verkraften.Außerdem hab ich grad in der letzten Zeit Probleme mein Leben zu meistern.Es läuft leider einiges nicht so rund!!Bin auch beruflich angeeckt weil ich das private zu sehr ins berufliche gezogen hatte.
    Lg Claudia

  • Hallo Welia,
    das ist interessant,ich fotografiere auch gerne.Habe auch immer wieder meine Kamera dabei!!!
    Ich lasse mich oft meinen Aufgaben die ich so im Haushalt habe oder mein Ziel mein Hab und Gut auf das nötigste zu reduzieren oft ablenken durch den Fernseher oder so.Oder lege mich dann oft hin.Da merke ich das ich oft so antriebslos bin.Vielleicht auch faul??Wahrscheinlich fehlen mir diese berühmten Glückshormione.Adrenalin und die ganzen Sachen.Solls ja geben.Ich habe die meiste Zeit meine Katze um mich.selbst wenn ich Wäsche wasche ist sie da.Sie ist meine Hauptbegleiterin im Moment.Zumindest wenn ich zuhause bin.
    Lg Claudia

  • Hallo Anesa,
    schön das du dich meldest.Ich hab heut bei dir im Tread gelesen.War neugierig wie das ausgeht.
    Wann kriegst du denn dein Auto wieder??Weißt du wo dein Ex nun schläft oder wohnen kann??
    Sehr mutig dieser Schritt.
    Ich hadere noch.Fühl mich zur Zeit nicht besonders.Bin im Moment schon so gut wie allein.Mein Freund hat zwar Versuche unternommen indem er mich einbeziehen wollte und mit mir zum essen wollte,zum einkaufen etc.Hatte alles die letzte Zeit abgelehnt bzw.Wege gefunden um dies zu umgehen.mir tut das schon sehr leid,denn wir hatten immer viel Spaß wenn wir zusammen was unternommen haben.Aber im Moment geht es nicht mehr bei mir!!Die ZEiten in denen ich auf radikalen Abstand gehe werden immer länger!!
    Ich denke ich muß mich erstnmal ein bischen zurückziehen um zu überlegen wie es weitergehen soll,was mir meine innere Stimmung sagt.Zumindest bin ich dabei Schritt für Schritt zu entrümpeln.War noch viel übrig vom letzten Umzug.Man hebt ja uch viel auf,weil man meint man könnte es mal brauchen usw..Und dadurch das ich schon seit Jahren auf dem Flohmarkt verkaufe,kriegt man auch immer wieder hier und da was zugesteckt,wo man bei manchen Sachen denkt-was mich in nun mit diesem Teil.Dann steht es wieder ne Weile rum.Das kostet mich jetzt grad Kraft unnötiges aus meinem Leben zu schmeißen.Bzw.zu veschenken,zu verkaufen und dergleichen....
    Lg Claudia

  • Hallo Rosa Li,

    Auch ich habe momentan eine Phase, wo ich wieder meine Mitte finden muss.
    Einerseits habe ich mich dank Forum viel Wissen und Klarsicht geschafft, anderseits macht es mich wieder wankelig, weil ich es momentan nicht einsetzen kann.
    Es macht mich mehr Angst als etwas anderes, wenn ich lese, was auf mir zukommen könnte.
    Gestern konnte ich mit einem guten treuen Freund darüber diskutieren, der mich schon manchmal aufmuntern musste, und er hat mich gesagt: ich soll wieder lernen im Jetzt zu denken und mich nicht Angst machen lassen, in Gedanken an die Zukunft.
    Recht hat er gehabt!
    Wenn man nur am Moment denkt fühlt man sich weniger ohnmächtig und dass man deswegen etwas übersehen könnte, glaube ich nicht.
    Dieses Forum hilft einem klar zu sehen aber eben ... es macht einem schon Angst, was man alles liest....

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