• Hallo Marion
    Der Prozess persönlicher Veränderungen in meinen Verhaltensweisen und der Umgang mit mir selbst, ist nicht kontinuierlich sondern ein stolpern.
    Warum sollen die Menschen nicht genießen, nur weil ich Völlerei betrieben habe. Ich mache mir ab und an bewusst, dass der Großteil der Menschen ein gesundes Verhältnis zu den legalen Genussmitteln hat. Das ist für mich wichtig, um mich nicht in einer „Parallelwelt“ zu verlieren, die sich aus trockenen Alkoholikern definiert. Das ist nämlich ein sehr geringer Anteil, der Gesellschaft. Es nimmt mir ein Stück weit die Freiheit, den Menschen als Ganzes wahrzunehmen, wenn ich ihn nur über meine Erlebniswelt beschreibe. Ich bezeichne also auch niemanden als Alkoholiker, wenn er es nicht von sich selbst behauptet.
    Wenn dein Opa also glücklich, mit einem Lächeln und einem Glas Wein, über 90jährig weggedämmert ist, ist das doch in Ordnung – für mich ist es keine Option mehr.
    Schönen Feiertag – ich geh jetzt zur Arbeit – Uwe.

  • Hallo Uwe,

    mir ist durchaus bewusst, dass Alkohol ein gesellschaftlich legitimiertes Genussmittel ist. Allerdings zweifle ich das sehr an:

    Zitat

    dass der Großteil der Menschen ein gesundes Verhältnis zu den legalen Genussmitteln hat.


    Wenn ich davon ausgehe, dass auch mein "gesunder" Umgang mit diesem Genussmittel mich letztlich in die Sucht brachte und mir dann die Konsumgewohnheiten in meinem Umfeld anschaue, kann ich nicht sehen, wo der Genuss beginnt oder endet oder die "Völlerei" beginnt. Mir stellt sich die Frage, ob es da immer eine klare Grenze geben kann.
    Unabhängig davon halte ich den Genuss jedes Genussmittels für andere auch nicht für "verwerflich", selbst wenn er schon zur Befriedigung von süchtigen Bedürfnissen wurde.
    Doch bewerte ich für mich gerade wegen meiner Erfahrungen mit diesem Mittel die allgemeine gesellschaftliche Akzeptanz etwas anders als noch vor einigen Monaten, was mich aber nicht davon abhält, Alkoholkonsum durchaus als Realität zu sehen und ihn nicht zu bekämpfen.
    Wo begann bei dir die Völlerei? Als du die Kontrolle verloren hast?
    Im Übrigen erlebe ich seit einiger Zeit, dass es neben den zwei Welten der trinkenden Normalos und der der trockenen Alkoholiker noch die Welt der nichttrinkenden Normalos gibt. Es ist für mich eins dieser Märchen, denen Alkoholiker sehr oft zu erliegen scheinen, dass es diese "dritte" Welt nicht geben "kann".

    Zitat

    Es nimmt mir ein Stück weit die Freiheit, den Menschen als Ganzes wahrzunehmen, wenn ich ihn nur über meine Erlebniswelt beschreibe.


    Das sehe ich auch so. Allerdings würde mir ein wesentliches Stück Freiheit nehmen, wenn ich in meiner Bewertung unfrei werden muss, damit ich gesellschaftlich anerkannte Klischees untermauere, obwohl ich weiß, dass gerade sie ein(!) Katalysator meiner Sucht waren.

    Gruß Penta

  • Hallo Penta
    Genuss > Gewohnheit > Sucht – die Grenzen sind wohl fließend und ich kann sie auch nur für mich persönlich ziehen.
    Wie unaufmerksam von mir, die nicht unerhebliche „Dritte Erlebniswelt“ unterschlagen zu haben – Vergesslichkeit und keine Ignoranz.
    Sicher kann auch ich nicht mehr absolut wertfrei und tolerant in die Diskussion gehen. Das eigene Erleben ist mit zu viel Emotion verbunden, als das dies für mich ausnahmslos möglich wäre. Ich versuche es aber, nicht der Klischees und der Anpassung willen, sondern eben dem Erleben geschuldet. Ich denke, wir beschreiben mit verschiedenen Worten, die gleiche Meinung.
    Danke fürs drauf schauen, war wichtig – Uwe.

  • Hallo Uwe,

    Fakt ist, mein Opa hat meiner Mutter den täglichen Alkoholkonsum vorgelebt.
    Ebenso mir und meinem Bruder.
    Alle drei habe vielleicht auch dadurch viel zu viel getrunken.

    Zudem kommt, dass er sein erwachsenes Leben lang eine unglückliche
    Ehe geführt hat.
    Das hat er meiner Mutter vorgelebt, ebenso mir und meinem Bruder.

    Jetzt bin ich co-abhängig und trockene Alkoholikerin, zudem essgestört.
    Was mir meine Mutter wiederum vorgelebt hat.

    Es spielen natürlich noch viele andere Faktoren mit aber der Alkohol war bestimmt auch eine Flucht, und eine Möglichkeit sich nicht mit seinen Problemen auseinander zu setzten.

    Ich will ihn nicht verurteilen, der Generation vor uns waren nicht so viele Möglichkeiten gegeben zu reflektieren.

    Aber ich sehe durchaus richtig, dass er ein Alkoholiker war und das auf mich abgefärbt hat.

    Ich verurteile niemanden in dieser Gesellschaft für das eigene Trinkverhalten.
    Ich verurteile nur die Menschen die ungeachtet der ihnen umgebenen Kinder und Jugendlichen den Alkohol als Genussmittel darstellen.

    ich kenne einfach zu viele Leute, die behaupten Genusstrinker zu sein.....dabei sind sie längst dem Alkohol verfallen.

    Ich möchte das niemandem vorleben und auch darum habe ich aufgehört zu trinken.

    Und jetzt versuche ich den mir umgebenden Kinder und Jugendlichen klar zu machen, dass Alkohol KEIN Genussmittel ist, sondern eine Droge mit der sehr wenige Menschen bewusst und reduziert umgehen können.

    Für mich sieht die Sache eben so aus.

    Marion

  • Bei einen Kommentar, den ich heute Mittag gemacht habe, schrieb ich: „Früher sah ich die Sucht als Makel und Schwäche – und nicht als Chance.“
    So habe ich den Gedanken für mich selten formuliert. Aber es trifft in etwa genau mein Erleben. Und nicht nur im Moment, sondern es hat sich schon eine geraume Zeit so eingestellt.
    Ich denke, als ich damals an meinem „Tiefpunkt“ angelangt war, die Alternativen sehr existenzieller Natur waren. Leben oder Sterben. Ein dazwischen, also einfach nur Überleben war nicht mehr akzeptabel. Fürs Leben entschieden hatte ich zu jener Zeit sicherlich Hoffnungen und Wünsche für die Zukunft, aber ebenso sicher keine Vorstellung vom Wie. Der Gedanke an den Tod hat mir das Leben gesichert. Es hat mir eine Chance eröffnet mein Leben in der Gegenwart zu gestalten und nicht mehr in eine Zeit zu verlegen, wo ich „fertig“ bin (wenn ich dies und jenes erledigt habe, dann kann ich…).
    Ich habe den ganzen Tag darüber nachdenken müssen, weil es mich mehr oder weniger etwas unvorbereitet „überkommen“ hat. Ein irgendwie beruhigendes Gefühl – nicht Angekommen, eher – keine Ahnung, wirkt aber noch.
    Ich werde mich mal bei mir für diese Chance bedanken.
    Gute Nacht Uwe.

  • Hallo Uwe

    Glücklich ist der nackte Mann,
    man kann ihn nicht in die Tasche langen.

    Gruss OF

  • Hallo Old Flatterhand
    Eine schöne Überraschung, von dir zu lesen.
    Noch glücklicher sind die Ungeborenen – sie kennen kein Leid. (Sind die eigentlich auch nackig?).
    Was mich gestern bewegt hat, war wohl von Beginn an ein Gefühl der Dankbarkeit. Dankbar eine Chance genutzt zu haben, die ich mir ohne der Grenzerfahrung nicht genehmigt hätte. Und zu mir selbst Danke zu sagen, ist nun auch nicht gerade eine Selbstverständlichkeit. Vermutlich habe ich es deswegen auch nicht gleich benennen können. Es zeigt mir, dass ein Teil von mir, mich doch besser leiden kann, als der andere Teil es zugeben mag.
    Dankbar sein kann so leicht sein, da es nichts „kostet“. Warum fällt es dann so schwer? Gerade wenn es auch noch um mich selbst geht?
    Dankbarkeit verschenke ich gerne an andere, weil ich dann ein Stück weit meine Freude teilen kann. Es braucht nur ein wenig Abkehr von der eigenen Eitelkeit, ein wenig Demut für ein Danke.
    Mit wem teile, ich wenn ich zu mir selbst Danke sage? Und welcher Trottel in mir, will es meist nicht annehmen und warum?
    Nun ich denke, der Egozentriker, der sture egoistische Teil von mir, glaubt nicht, dass es etwas umsonst gibt – er würde etwas schuldig bleiben. Ich werde mich mit dem anderen Ego anfreunden. Es ist so viel angenehmer.
    Beim nochmal durchlesen klingt es etwas schizophren – macht aber nichts.
    LG – Uwe.
    P.S. Matthias. Ich erwarte, dass du die Idee für dich aufgreifst, bzw. sie schon lebst. Ich übe noch.

  • glück auf uwe

    Zitat von uwe.rothaemel

    P.S. Matthias. Ich erwarte, dass du die Idee für dich aufgreifst, bzw. sie schon lebst. Ich übe noch.

    erwartung erfüllt. ich stell mich regelmäßig vor n spiegel, klopp mir auf die schulter und sag laut: "haste fein gemacht". das laute danke lass ich weg, das denk ich mir. ja ich kenn die macht der dankbarkeit. ich bin übrigens der meinung, dass es der teil in uns is, dem s relativ leichtgefallen is (was auch immer, zu tun / zu denken ...) dieser teil is dann der meinung "dafür will ich keinen dank s war doch leicht und selbstverständlich". ich bin dabei ihm diesen blödsinn auszureden (mühevoll - aber meine guteste hilft mir).

    schöne zeit

    :D
    matthias
    üb weiter - lohnt sich

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Ein herrliches Wochenende, mit vielen herrlichen Eindrücken liegt hinter mir. Ich bin sehr froh und schon wieder mal Dankbar, mich für diese Weiterbildung (Besser persönliche Weiterentwicklung) entschieden zu haben.
    Da es sich um eine Gruppenarbeit handelt, die sich auch noch fortsetzt, werde ich nicht weiter darauf eingehen. Zu erzählen, dass es mir dabei ausgezeichnet gut geht, verletzt natürlich nicht die Regeln.
    Ich erwarte einiges über mich, mein Wollen, mein Tun und über Gruppe im Allgemeinen zu erfahren. Es bleibt spannend.
    Ausgeglichene Grüße Uwe.

  • Hallo Uwe

    Glückwunsch für deine Teilnahme
    an einem gruppendynamischen
    Prozess - welcher Art auch immer!

    Dialog / kastanienbraun - dunkelblau
    Dein Leben ist kein Projekt,
    was in Angriff genommen und vollendet werden kann!

    Es muss deine Innere Stimme gewesen sein,
    die sich da im Aussen manifestiert hat.

    Ich stell mal die Behauptung auf,
    dass ein nicht unerheblicher Teil der
    länger trockenen Alkoholiker,
    das Motiv des „abgelehnten Kindes“
    in ausgebildeter Form in sich trägt und auslebt.
    Durch zu viel oder zu wenig Liebe abgenabelt von denen,
    die unsere Lebensentscheidungen begleiten sollten.

    Es fiel mir wie Schuppen von den Augen.
    Es war eine tiefere Ebene all der Schatten,
    wie es die Traumpschychologie ausdrückt.
    Ausgelebt hätte es wohl den einen oder anderen
    Archetypen (Problem) gemildert oder gar nicht in
    Erscheinung treten lassen.


    Es ist das abgelehnte Kind, das sich da erstmals
    aus der Deckung wagte.
    Ich habe den Begriff dann benutzt obwohl er
    nicht so umfassend alles abdeckt.
    Ein Kompromiss an die Unschärfe des Worts, der Rede.

    Ich war kein abgelehntes Kind,
    sondern Ich habe das Kind in mir abgelehnt.

    Ob das Ungeborene nackt ist,
    ich weiss es nicht.
    Es war in dem Moment nur
    ein formloses Winken
    durch Raum und Zeit.

    OF


    - edit, Formatierung entfernt, Linde -

  • Hallo OF
    Sicher. Ich habe das Kind in mir abgelehnt, und fühle mich immer noch gehemmt, ihn gerecht zu werden. Eine Frage der Kontrolle und der Kontrollverluste, des Angepasst seins und des Abgewiesen werden, der Furcht vor dem anderem Extrem. Das Wissen um die Strukturen ermöglicht noch kein Handeln – doch bewusste Fragestellungen, verlangen Antworten. Und da ich neugierig bin…!
    Danke und schönen Gruß – Uwe.

  • Hallo Uwe

    Wissen um Strukturen brauchen ja keine Handlung.
    Genanntes Wissen schützt ja letztendlich um nicht wieder und
    wieder in unbewusste Rollen hineinzurutschen, die ja
    jedes Öffnen in einen neuen Raum hinein verhindern und im
    Extremfall ja auch äusserst gefährlich werden können.
    Der sorglose Umgang mit Alkohol bei Exusern,
    die neue Beziehung bei Co`s.
    Das Spiel mit dem Feuer,

    Ob Handlungen immer nötig sind -ich weiss nicht.
    Vielleicht sind Handlungen ja wie Weinflaschen.
    Immer die Hoffnung das eine richtig fläscht.

    Ich kann vieles im Nichttun belassen.
    Doch da rede ich mich doch sehr leicht.
    Durch Alter und Werdegang bin ich in einer
    Position, wo ich sagen kann die Welt braucht
    mich nicht mehr unbedingt.
    Da erscheinen dann Lebensunterhalt, Beziehungen
    und sonstige Sozialisationen in einem
    ganz anderen Licht als das sicherlich bei Zwanzig- und
    Dreissigjährigen der Fall ist.

    in einem muss ich nachhaken in deinem sonst
    ziemlich klaren Beitrag..
    Die Furcht vor dem andern Extrem.
    Ich erkenne keinen Kontext dazu.
    Vielleicht bin ich da im Augenblick
    zu schusselig oder auch nur zu müde.

    Schönen Abend OF

  • Hallo Old Flatterhand
    Bei allem was ich früher dachte oder tat, stand immer ein Extrem „Gut und Böse“, „Richtig oder falsch“, „Schwarz oder Weiß“, „Ja oder Nein“, „entweder – oder“ im Fokus – niemals ein „sowohl als auch“ und von „Graustufen“ hatte ich gar keine Ahnung.
    So ist auch heute für mich eine gesonderte Aufmerksamkeit dahin gerichtet, mir die Extreme anzuschauen, um ihnen nicht wirklich zu begegnen.
    Jähzorn – Gleichgültigkeit; Selbstlosigkeit – Egozentrismus; Feigheit – Übermut; Selbstverachtung - Größenwahn… es lebe die Dialektik oder der Dualismus – doch ich bitteschön irgendwo dazwischen.
    Manchmal denke ich auch einfach zu viel nach.
    Gute Nacht – Uwe.

  • glück auf uwe

    Zitat von uwe.rothaemel

    Jähzorn – Gleichgültigkeit; Selbstlosigkeit – Egozentrismus; Feigheit – Übermut; Selbstverachtung - Größenwahn… es lebe die Dialektik oder der Dualismus – doch ich bitteschön irgendwo dazwischen.

    das streben nach gelassenheit ?

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Matthias - Wohl eher ein Suchen nach Ausgewogenheit – was auch die Ruhe nach sich zieht.
    Dabei ist mir aufgefallen, dass der Grat zwischen den Polen gar nicht so schmal, sondern recht breit ist – zumindest geräumiger als ich immer angenommen habe. Also selbst wenn ich in manchem Verhalten noch „pendeln“ tue, ist genügend Spielraum um nicht abzugleiten (das ist keine Lesart im Bezug zum Alkohol, sondern lediglich im Zusammenhang mit meinen Handlungsweisen und Gesinnungen).
    Gruß - Uwe

  • Hallo Uwe

    Über Gedanken, Worte und Handlungen

    Wenn jemand in alten Zeiten trocken sein wollte,
    stand er (ich schreibe bewusst er;
    denn eine anständige Frau trank ja nicht)
    einer gewissen gesellschaftlichen Unwissenheit
    bezügliches dieses speziellen Problems gegenüber.
    Willensschwach, arbeitsscheu und asozial wurden
    diese Leute apostrophiert und die
    Antworten waren Trinkerheilanstalten,
    Arbeitslager und Irrenhäuser.
    Es war gewiss nicht leicht trocken zu sein.

    Das änderte sich erst als in den Nachkriegsjahren
    mit den GI´s der Selbsthilfegedanke über den
    Grossen Teich nach Europa schwappte.

    Das erste Glas stehen lassen
    Wir gaben zu
    Es ist eine Krankheit
    Machtlosigkeit
    Kapitulation
    Nur heute
    Das erste Glas stehen lassen

    Es sind für mich irgendwie Urgedanken
    (ein Spiegel der Trinkerseele)
    aus denen dann fast zwangsläufig
    die richtigen Taten entstehen.

    Gruss OF

    P.S.
    Ich gehöre keiner Selbsthilfegruppe an,
    schlage also keinerlei Werbetrommel

  • Hallo Old Flatterhand
    Wenn jemand in unseren Zeiten trocken sein will, steht er/sie einer gewissen gesellschaftlichen Unwissenheit (und Verstörtheit) bezügliches dieses speziellen Problems gegenüber. Willensschwach, arbeitsscheu und asozial werden diese Leute apostrophiert. Verzeih mir bitte das Plagiat.

    Die Vergangenheitsform deiner Gedanken, braucht es nicht wirklich. Es mag in Akzeptanz und Toleranz sich etwas geändert haben, doch die „Stigmatisierung“ psychischer Krankheitsbilder ist fest verankert. Eine Sensibilisierung findet meist nur im unmittelbaren Umfeld statt, was wiederum unserer Wahrnehmung eine gewisse Zustimmung vorgaukelt. – Nun ja, zur Aufklärung kann ich auch nur im bescheidenen Rahmen beitragen und das ist auch gut so - damit kann ich ganz gut umgehen.
    Zurück zum Wollen: es spricht wie oft, zweifellos Ungeduld aus meinen Zeilen. Die Hälfte meines Lebens habe ich mein Verhalten - Wollen und Handeln – nicht oder kaum, an den persönlichen Bedürfnissen ausgerichtet. Da macht sich gelegentlich ein wenig Wehmut (nicht Unzufriedenheit) breit. „Überholen ohne einzuholen“, wie es unser alter „Spitzbart“ mal formuliert hat, ist dann das Streben. Das vergeht dann wieder, wenn ich über mich lachen kann. Hoppla - Gerade passiert. Kein schöner Anblick, das Lachen. Ich lass mir zurzeit die Zähne richten (auch so `ne Altlast aus Trinkertagen).
    Schöne Grüße – Uwe
    Matthias - Gerne doch.

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