• hallo uwe,

    auch wenn du sicher schon unterwegs bist schicke ich dir frohe ostern und viel glück beim ostereiersuchen. ich hoffe du kommst entspannt wieder zurück!

    gruß
    melanie

  • Hallo Melanie
    Entspannt sieht wohl anders aus. Auch wenn ich noch zwei Tage Urlaub anhängen kann – so richtig abschalten ist im Moment nicht möglich. Es lagen einige Entscheidungen an, und die Vorstellung – besser die Gewissheit -, dass jedes „Ja“, für etwas anderes (anderen) ein „Nein“ bedeutet, ist gelegentlich gefühlsmäßig immer noch eine kitzliger Punkt. Das Unwohlsein ist trotz aller Logik dabei, ernüchternd. Selbst wenn ich für mich gute, nachvollziehbare Gründe anbringe und ein abklingen des unguten Gefühls sicher ist.
    Zumindest ist der Umgang damit mittlerweile erträglich und nicht mehr mit dem in Frage stellen des persönlichen Wertes verbunden.
    Morgen sieht’s schon besser aus – weiß ich! Gruß Uwe.

  • „Wenn alle Masken fallen – bleibt bei mir nicht selten... Dieses "hilflose verstörte Etwas" noch spürbar. Unabdingbare Berechtigung. Ein Knoten - unaufgelöst… Noch nicht sind alle Hüllen gefallen. Ein allerletztes Feigenblatt ist´s vielleicht nur noch. Kontrolle aufgegeben.“

    Hallo Old Flatterhand
    Nochmal zurück zu heute Morgen an anderer Stelle Es hat mich nicht losgelassen. Deine Beobachtungsgabe (und die im Bezug auf mich völlig zutreffenden Auslegungen) sind manchmal beunruhigend. Wie nah war ich dran oder bin es immer wieder mal ein Stück näher? Ich bin mir sicher, dass ich in mir arbeite – nur fehlt noch der geschützte Rahmen zum erleben, zum zulassen und verstehen. (Vielleicht braucht es letzteres auch gar nicht).
    Beim Schreiben manchmal und beim Zeichnen öfter, ist die Nähe zum „Unsagbaren“ spürbar. Aber auch das Gefühl der bevorstehenden Ohnmacht vor dem Unausweichlichen.
    Das Namenlose macht die Mutlosigkeit.
    Der „Opfer“-Begriff trifft es nicht wirklich. „…ich darf die Wahrheit nicht fühlen…“, schreibst Du im „ Nur Heute“! Um beim Bild von heut früh zu bleiben: „Treffer und versenkt!“ – Schwimmflügellein, in Form der realen SHG, sind für Dienstagabend ein guter Ansatz.
    LG. –Uwe.

  • Hallo,
    Ich hab mal gerade meine „Pinnwand“ konsultiert. Eine Chronik, auf meinem PC, wo ich verschiedene Gedanken einfach mal aufschreibe. Am 07.01.2011 steht da:
    „Das „Ich“ hat im entstehen, eine Menge Fragen, die es sich zum überleben stellt. Ohne weitere Erfahrungen beantwortet es sich diese Fragen sehr beizeiten. Im Nachhinein ist es aus falscher Eitelkeit nicht mehr Willens, die ehemals erfolgreichen Strategien zu hinterfragen – auf ihre Tauglichkeit im Hier und Heute zu überprüfen. Sogar auch dann nicht, wenn es sich damit schadet.“
    Ich habe keine Ahnung in welchen Zusammenhang ich mir das damals notiert habe. Diese Zeilen, ein Anruf heute Vormittag und mein letzter Eintrag, veranlassen dazu, mal wieder persönliche „Archäologie“ zu betreiben. Das „Namenlose“ scheint auch nur ein Gefühl zu sein –für die Benennung lass ich mir die nötige Zeit.
    Gruß – Uwe.

  • Hallo Uwe

    Im Moment (vielleicht kennst du die Geschichte vom Hasen und dem Igel)
    bin ich ziemlich hasenmässig unterwegs. Doch vielleicht eines Tages
    besinne ich mich des Igels (Bin schon da) und ich habe die Antworten
    auf all das Unsagbare und Namenlose.
    Das das einfache Zulassen reichen könnte und intellektuelles Verstehen es eher gar
    nicht so sehr braucht damit kannst du mehr als recht haben.
    Einen schönen Abend wünsch ich Dir noch in
    deiner heutigen realen SHG Welt.

    Gruss

    OF

    PS.
    Eine Freundin behauptete
    Es seien aber zwei Igel gewesen.
    Da fällt mir nur eins ein.
    Einfach ignorieren

  • Hi Old Flatterhand
    Manchmal bin ich mir ziemlich sicher, dass meine Versuche der Rationalisierung, nur eine andere Variante des Verdrängens darstellt. Mir wurde vor ca. sechs Wochen eine simple Frage von einem vergleichsweise sehr „einfach gestrickten“ Menschen gestellt: „Steht dir dein Verstand nicht manchmal im Weg?“ – ich möchte mein Gesicht dabei nicht gesehen haben. Meine Mimik hat sich von anfänglicher Gekränktheit über Überraschung und Bestürzung zu maßlosen Erstaunen verändert. Antworten konnte ich schon gar nicht – mir ist erst mal gar nichts eingefallen. Mittlerweile bin ich ihm dankbar, über seine Direktheit. Sie hat was ins „rollen“ gebracht. Am Wochenende treffe ich ihn wieder. Ich freu mich darauf – denn von seinen Einstellungen und Einsichten kann ich momentan weit mehr profitieren, als von manch schlauen Buch.
    Gruß – Uwe

    P.S. mit SHG war heute doch nichts – Messegäste aus Nürnberg – nicht wirklich schlimm - ich hab ja auch Euch.

  • glück auf uwe

    Zitat von uwe.rothaemel

    von seinen Einstellungen und Einsichten kann ich momentan weit mehr profitieren, als von manch schlauen Buch.

    ja - das einfache is manchmal einfach am einfachsten.

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo
    Ich habe ein sehr nachdenkliches Wochenende hinter mir. Da das vergangene Seminar, der letzte Block vorm Abschluss war – sind mir einige grundlegende Gedanken zu mir und meinem Verhalten aufgefallen.
    Ich war schon wieder dabei – mich langsam aber umso deutlicher abzugrenzen. Bestehende, durch die enge Zusammenarbeit der vergangenen Monate, auch gewachsene Beziehungen zu kappen und insgeheim für unnötig und eher belastend abzutun. Klingt arrogant und wird auch so empfunden. Ich hatte mir fest vorgenommen, diesen „Zwang“ nicht nachzugeben. Dieses Rückzugsverlangen - welches ich schon (zu)lange praktiziere. Es tut mir nicht wirklich gut – doch es stellt sicher, dass ich meine Vorstellungen über mich aufrechterhalten kann: das es keinen Grund gibt, mich auszuhalten. Das hat in der Vergangenheit (wo mir dies selbst nicht so bewusst war) auch immer fabelhaft funktioniert. Diesmal wird es nicht akzeptiert – im Gegenteil. Ich kann noch gar nicht richtig einschätzen, wie wichtig diese Erfahrung für mich ist. Das Gefühl dazu ist zumindest Zwiespältig. Unsicherheit, Ungläubigkeit und Furcht auf der einen Seite. Der andere Bestandteil der Waage wird von Dankbarkeit, Zufriedenheit und Wohlbehagen besetzt. Ein wenig irritierend.
    Gruß Uwe.

  • Hallo
    In einen anderen Faden heißt es gerade. „Wenn ich mich entscheiden muss…“.
    Ich steckte gerade in solch einem Dilemma. Eine alte „Kriegsverletzung“ ist aufgebrochen. Nekrose im linken Hüftgelenk. Die rechte hatte sich schon vor vierzehn Jahren verabschiedet – die linke hatte ich gehofft, tut`s noch ein wenig. Macht sie aber nicht. Es war abzusehen und ich wollte es die vergangenen zwei Monate nicht wahrhaben, dass die Schmerzen Wetterunabhängig zugegen sind. Nun heißt es sich entscheiden. Künstliches wie beim anderen Bein – oder noch eine geraume Zeit durchhalten. Die Ärzte wetzen die Messer und ich weiß nicht wie es danach weitergeht. Der Beruf liegt schließlich, als Einsatz, in der Mitte des Tisches. Das ist die eine Seite.
    Dazu kam ein altes Verhalten: kann ich das meinen Kollegen, meinem Chef etc. antun?
    Sicher – als altes Verhalten erkannt – macht es das Gefühl dazu, jemanden zu enttäuschen oder im Stich zu lassen, aber keineswegs erträglicher.
    Ich habe nunmehr vierzehn Tage mit mir gerungen, die Entscheidung pro OP. zu fällen. Es wird sich eh mit den ganzen Vorbereitungen noch einige Wochen hinziehen – solange kann nach Ersatz gefahndet werden. Entscheidungen fallen nicht einfacher, jedoch ist die Dauer zur Findung derzeit kürzer ausgefallen. (Ich glaube, damals, 1996, hat mir mein Chef krank in den Dienstplan geschrieben, weil ich sonst nicht zum Arzt wäre).
    Was danach kommt kann ich erst beurteilen, wenn ich weiß, wie alles verlaufen ist. Ich hatte nur wieder die gesamte Zeit die schlimmsten Befürchtungen.
    Also wie im zitierten Thread auch schon angeklungen ist: die Theorie ist die eine Sache – machen und wollen die andere.
    Gute Nacht für heute – Uwe.

  • Hallo Uwe,

    mir kam eben ein Gedanke - muß nicht zutreffen, da ich von mir selber ausgehe.

    Ich hatte ja auch dieses Verhalten, dass ich unabkömmlich bin - habe mich immer zur Arbeit hingeschleppt, auch wenn ich krank war - ich wollte ja niemanden enttäuschen. Im Grunde genommen wollte ich aber eigentlich nur mich nicht enttäuschen, dabei wenigstens das Gefühl haben, alles im Griff und unter Kontrolle haben - wenigstens mich, wenn auch nichts anderes unter Kontrolle war. Als ich dieses Selbst-Kontrollverhalten durch Selbstliebe ersetzte, fiel es mir leichter, diese alten Ansichten über Bord zu werfen. Natürlich bin ich ersetzbar: überall - auf der Arbeit, in einer Beziehung, als Mieter etc.

    Alles, was ich festhalte, wird auch mich festhalten.


    Grüßle

    BC

  • glück auf uwe

    Zitat von uwe.rothaemel

    die Theorie ist die eine Sache – machen und wollen die andere.

    das habsch auch (schon oft) vestgestellt.

    daumen gedrückt und n kraftpäckl

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo
    Es gibt kaum Zufälle, jedenfalls solange ich offen bin, für die Gelegenheiten die sich bieten. Das Wochenende in Augsburg, hatte somit zum richtigen Zeitpunkt die zutreffenden Inhalte. Der freiwillige Suchtkrankenhelfer-Lehrgang ist abgeschlossen. Es war eine wichtige Erfahrung für mich. Mit vielen neuen Denkanstößen und dem auflösen einiger persönlicher Denkverbote. Ich habe eine Reihe interessanter Menschen kennenlernen dürfen – mit ihren Eindrücken, Lebensumständen, Geschichten – was wohl der für mich anstrengendste, aber auch den lehrreichsten Aspekt dargestellt hat.
    Ich habe lange in der Vorstellung gelebt, dass Menschen die mich ertragen (oder ganz und gar mögen), es nicht verdient haben beachtet zu werden. Eine Reaktion aus dem niederen Selbstwertgefühl.
    Es wird eine geraume Zeit in Anspruch nehmen, die Eindrücke, die Lerninhalte, die Einsichten, einzuordnen und ein Stück weit zu verarbeiten. Das ist aber auch gut so.
    Ich habe ein gutes Gefühl, was die vergangenen acht Wochenend-Blöcke mit mir gemacht haben. Es fühlt sich irgendwie – weiß nicht recht – richtig an.
    Gruß – Uwe.

  • Guten Morgen Uwe

    Jenseits von den selbstgeschaffenen Gedankendramen.
    Deine Nachtgedanken in meinen Ohren.
    Dir geht es gut.

    Gratulation zum Abschluss.

    Der Tanz des Lebens geht schon "richtig" weiter.
    Die Vögel jubilieren auf den Bäumen,
    Die Sonne scheint jetzt hell und klar.
    Lass Dich überraschen beim Erwachen.

    Gruss OF

  • glück auf uwe

    Zitat von uwe.rothaemel

    Es fühlt sich irgendwie – weiß nicht recht – richtig an.

    dann is es richtig.

    was macht die hüfte?

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Matthias
    Wie heißt es so schön, wenn ich nichts von der wahren Natur der Gefühle sagen will: „Wie geht es dir?“ - „Den Umständen entsprechend!“
    Im Moment schaue ich von Woche zu Woche. Eine Schmerztherapie, mit Tabletten und Spritzen, habe ich abgelehnt. Eine rumwerkeln an dem Symptomen halte ich für überflüssig und bei dem Suchthintergrund auch nicht für förderlich. Ich werde jetzt den 05.07. abwarten. Da habe ich einen Termin in der klinischen Ambulanz, wo vor vierzehn Jahren ganz ordentliche Arbeit getan wurde. Alles andere entscheidet sich danach. Ich bin etwas überrascht, wie entspannt ich dem entgegen sehe. Kann aber sein, da ja auch noch ein paar Wochen dazwischen liegen, dass die Zweifel und Zukunftsängste nur in Deckung liegen. Ich denke darauf vorbereitet zu sein.
    Danke der Nachfrage und sorgenfreie Woche – Uwe.

  • Ein Hallo dem Ghostwriter Uwe

    und blutsaugende Küsschen an
    alle Nachteulen, die das eben lesen

    Ich schreib ja meistens morgens
    weil ich da noch nicht so richtig da bin.
    ein bisschen verträumt und schusselig.
    Der Verstand hat noch nicht das Kommando.
    Das meiste ist noch nicht klar umrissen.
    Sonnenschein oder auch Regen.
    Alles ist ein Wunder.
    Das ist ein Zustand der mir gefällt.
    Neues Licht und Erwachen.

    In der Nachtzeit bin ich mit dem zu Papier
    bringen meiner Gedanken äusserst vorsichtig.
    Da quietschen ungeölte Türen ,
    Käuzchen huhuen in der finst´ren Nacht.
    Steinblöcke öffnen sich von selbst,
    Vampire steigen aus der Gruft.
    So ist nun mal die Realität in der Geisterstunde.
    Da noch lesen oder auch schreiben.
    Ich weiss ja nicht.
    Wär es da nicht besser gleich in
    die Falle zu gehen und sich die
    Bettdecke über´n Kopf ziehen ?
    Oder wie gehst du / ihr um mit dem dumpfen
    Klopfen das du / ihr grad an deiner / euerer
    Zimmerwand gehört hast / habt ?

    Ob das noch der Tanz des Lebens ist.

    Huuuuuhuuuu

    Graf Vampyrhand

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!