Mein Weg zu mir

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo zusammen,
    ich habe mich vor 3 Tagen hier angemeldet und mich kurz vorgestellt, bin also sozusagen neu hier. Ich bin alkoholkrank und habe lange gebraucht, es mir wirklich einzugestehen. Obwohl ich schon lange sehr offen dazu stehe, das ich ein Alkproblem habe, habe ich das tatsächliche Ausmass meines Problems immer wieder unterschätzt...
    Vor 3 Monaten habe ich mich von meinem langjährigen Partner getrennt-wir waren 10 Jahre zusammen. Das war keine leichte Entscheidung, und die ersten 2 Monate waren sehr schlimm für mich und ich habe oft extrem getrunken um meine Gefühle und Ängste nicht zu spüren. Während dieser Zeit habe ich eine Gesprächstherapie begonnen (darum hatte ich mich im März diesen Jahres bemüht), waren aber erst Vorgespräche und da habe ich der Psychologin auch von meinem Alkproblem erzählt. Insgesamt hatte ich jetzt 4 Gespräche und es hat sich heraus kristallisiert, das dieses Problem größer ist, als ich es bisher vor mir selbst zugegeben habe. Und ich habe mich dazu entschlossen, es jetzt endlich anzupacken. Vorgestern war ich bei der Diakonie in der Suchtberatung und die Dame, mit der ich das Gespräch hatte war sehr sympatisch und ich fühlte mich einfach richtig da. Ich habe jetzt noch einige Dinge zu tun(Hausarzt, krankenkasse, Angaben für den Sozialbericht ausfüllen) und noch 2 Termine in der Beratung und dann geht der Antrag für stationäre Therapie raus! Wenn es gut läuft, kann es evtl. Mitte-Ende März losgehen. Ihre Empfehlung war die Klinik Bad Tönisstein, kennt die vielleicht jemand? achja, ich bin seit dem 09.12. trocken und werde heute zu Hause ins neue Jahr rutschen....
    Ich wünsche euch einen schönen Abend und alles Liebe für das neue Jahr!!!
    Lg Lena :wink:

  • Hallo Lena und herzlich willkommen.


    Zitat

    die Klinik Bad Tönisstein, kennt die vielleicht jemand


    Sicher hat die Klinik eine Internetseite, wo Du alle wichtigen Infos abrufen kannst. Ich habe mich zB vorher intensiv mit der Hausordnung beschäftigt.


    Wer sollte mir auch für meine Therapie Ratschläge geben?


    LG kommal

  • Hallo Linde, danke für die nette Begrüßung, wünsche Dir auch alles Gute füs's neue Jahr. Mir geht es soweit gut, bin ein bißchen stolz Weihnachten und Silvester nüchtern erlebt zu haben- kann mich nicht wirklich dran erinnern, ob das jemals vorher so war?! Ich arbeite im Verkauf in einem Kiosk und habe gestern vormittag und heute nachmittag gearbeitet, es ist gut, wenn ich ein bißchen was um die Ohren habe. Die nächsten Termine bei der Suchtberatung habe ich am 11.01. und 16.01., werde morgen die Unterlagen zum Sozialbericht ausfüllen-habe morgen frei und hoffentlich die nötige Ruhe dafür. Mein Hausarzt hat noch bis Mi. Urlaub, werde denke ich Do. oder Anfang nächster Woche zu ihm gehen. Ich hoffe, das es nicht allzu lange dauert bzw. schnell klappt mit der stationären Therapie.
    Ich möchte auch gerne mehr über mich und meine Geschichte erzählen, aber im Moment weiß ich noch nicht so recht, wie ich anfangen soll, mein Kopf ist so übervoll....naja, ich werde hier auf jeden Fall schreiben, wie es mir geht und wie alles so klappt.
    Lg Lena


    Hallo Kommal,
    auf der Internetseite habe ich schon geguckt und auch einige Informationen bekommen, und ich möchte auch keine Ratschläge für meine Therapie, sondern ich war einfach nur neugierig, ob andere hier vielleicht Erfahrungen mit der Klinik haben. Im Großen und Ganzen vertraue ich da auch der Empfehlung von der Beratungsstelle.
    Lg Lena

  • Hallo Lena,


    herzlich willkommen, ich bin auch ein "Frischling" hier! Gratulation zu Deiner Entscheidung! Lass uns stolz sein, dass wir das erste Weihnachtsfest und den ersten Rutsch erfolgreich trocken gemeistert haben! Ich drücke Dir die Daumen, dass die Suchtberatung Dir auf Deinem weiteren Weg gut tut und Dich weiter bringt!


    LG Schneeweißchen

  • Hallo zusammen,
    ich möchte heute mal versuchen etwas über mich und meine Geschichte zu schreiben. Ich bin mit einem alkoholkranken Vater und einer Coabhängigen Mutter aufgewachsen und ich habe einen behinderten (autistischen) Bruder, der ein Jahr älter ist als ich. Meine damalige Lebenssituation war von Alkohol, Aggressivität, viel Streit, Gewalt und Vernachlässigung geprägt. Als ich 6 Jahre alt war, ist mein geliebter Bruder in eine Einrichtung von der Caritas gekommen, da er eine Betreuung rund um die Uhr brauchte, welches meine Eltern nicht leisten konnten, da beide berufstätig waren. Heute kann ich das verstehen, doch damals war das sehr schlimm für mich, für mich war mein Bruder einfach nicht mehr da und ich konnte das nicht verstehen. Zu der Zeit entwickelte ich eine kindliche Migräne, das war Mitte der 70er Jahre und kaum bekannt. Ich war mittlerweile in der Grundschule und auch eine sehr gute Schülerin, Schule hat mir Spaß gemacht und das Lernen fiel mir leicht. Auch bekam ich hier die lang vermisste Anerkennung. Doch die Situation zu Hause war schrecklich und kaum zu ertragen. Mein Vater war, wenn er getrunken hatte sehr aggressiv und häufig gewalttätig gegen meine Mutter. Ich fühlte mich so hilflos und musste alles immer wieder mit anshen. Ich habe oft große Angst um sie gehabt. Und ich war ganz alleine in dem Chaos- meinen Bruder habe ich nur 2-3 Mal im Jahr bei Besuchen in dem Heim gesehen, ich habe ihn so vermisst.
    Insgesamt bin ich durch das alles sehr früh selbständig geworden, jedoch war ich sehr unsicher, nachdenklich, empfindlich und äußerst misstrauisch. Auf der anderen Seite war ich aber auch aktiv(Sport, pol. Jugendgruppe), offen, interessiert und kreativ. Im Teenageralter habe ich angefangen alles mögliche auszuprobieren- so kam ich auch zu meinen ersten Erfahrungen mit Alkohol. Zuerst schmeckte mir der Alkohol gar nicht, doch mit der Zeit merkte ich, das er mich-scheinbar-selbstbewusster, sicherer und "cooler" machte, und vor allem das er mich benebelte und mich die Situation zu Hause leichter ertragen ließ bzw. ich es mit Alkohol verdrängen konnte. Es war eine Flucht vor der Realität.
    Soweit erstmal- es tut gut das mal aufzuschreiben, doch es wühlt auch einiges auf....
    schönen Abend und liebe Grüße Lena

  • glück auf lena


    Zitat von Lena40

    es tut gut das mal aufzuschreiben, doch es wühlt auch einiges auf

    ich denk, das is sinn und zweck.
    das schreiben hilft s chaos im kopp zu sortieren. doch vorsicht: hier kann die ganze welt mitlesen! (mir is es ja egal wer was über mich weis ... aber ... ?) hast du schon mal über n "geschützten forenbereich" nachgedacht, da is der austausch intensiver und eben geschützt. https://beispiel.rocks/beispie…de/erweiterter-zugang.php


    schöne zeit


    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Matthias,
    danke für deinen Tip-da habe ich auch schon drüber nachgedacht. Obwohl es mir nichts ausmacht, wenn andere das wissen. Falls ich tatsächlich noch mehr ins Detail gehen möchte, ist dann der geschützte Forenbereich sicher sinnvoll für mich. Gut das Du mich drauf aufmerksam gemacht hast.
    einen schönen Abend lg Lena

  • Hallo zusammen,


    möchte euch heute gerne mitteilen, das ich morgen zu meinem Hausarzt gehe und ihm dann mitteilen werde, was sich in der letzten Zeit bei mir getan hat. Er weiß zwar von meiner Alkoholproblematik, jedoch nicht von dem Ausmass. Ich war das letzte Mal im Oktober da, und ich hatte zu der Zeit die ersten Vorgespräche mit meiner Psychologin und da hatte ich vor eine psychosomatische Kur zu machen und darüber hatte ich mit ihm gesprochen. Dazu muss ich noch erklären, das ich mich in der Zeit von meinem Partner getrennt habe (wir waren 10 Jahre zusammen) und um die Psychotherapie hatte ich mich schon im März diesen Jahres bemüht-da ist ja immer eine lange Wartezeit- und das 1. Gespräch hatte ich dann im September. Ich habe der Psychologin sehr viel von mir und u.a. auch von meinem Alkoholproblem erzählt. Am Ende des Gespräches hat sie zu mir gesagt, das wenn wir uns nach den Vorgesprächen für eine Therapie entscheiden, das sie nur mit mir arbeiten möchte, wenn ich mir vortsellen kann 1/2 Jahr abstinent zu sein. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht, und ich hatte große Probleme, mir das wirklich vorzustellen. Danach habe ich immer wieder etwas getrunken und trotzdem fing da in mir etwas an zu "arbeiten" , es setzte etwas in Bewegung.... dann habe ich 2 Mal soviel getrunken, das ich einen Filmriss hatte und es mir sehr schlecht damit ging, auch das habe ich ihr erzählt. Nach dem 2. Filmriss habe ich mich dazu entschlossen, nicht mehr zu trinken und mir endlich Hilfe zu suchen und es anzupacken. Im letzten Gespräch mit ihr habe ich ihr gesagt, das ich eine LZT machen möchte und mich darum jetzt kümmern werde. Das fand sie sehr gut und im Anschluss kann ich auch bei ihr weiter machen-was ich sehr gut finde!
    Ich bin seit dem 09.12.2011 nüchtern (weiss nicht, ob ich das schon trocken nennen kann), war bei der Suchtberatung und gehe morgen zu meinem Hausarzt, um mit ihm über die alkoholproblematik zu reden.
    Bin ein wenig nervös.....und entschuldigt, wenn alles ein wenig konfus ist, wollte gar nicht soviel schreiben, kam einfach so raus....
    schönen Abend , lg Lena :wink:

  • Hallo Lena
    Wird ja ein interessantes Jahr für dich.

    Zitat

    Am Ende des Gespräches hat sie zu mir gesagt, das wenn wir uns nach den Vorgesprächen für eine Therapie entscheiden, das sie nur mit mir arbeiten möchte, wenn ich mir vortsellen kann 1/2 Jahr abstinent zu sein. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht,


    Kann man verstehen.
    LG Hans

  • Guten Abend,
    war gestern bei meinem Hausarzt und es ist alles gut gelaufen, er weiss jetzt auch Bescheid. Heute war ich noch bei der Krankenkasse und habe nochwas für die LZT bzw. den Reha-Antrag ausfüllen lassen. Nächsten Mi. habe ich wieder einen Termin bei der Suchtberatung, da geht es auch um den Reha-Antrag und den Sozialbericht. Irgendwie ist das alles reichlich kompliziert....Hilfe! Naja, aber ich habe mir das mit der LZT fest vorgenommen und ich werde das schaffen. Achja, bin heute seit 4 Wochen nüchtern-stehe zwar noch ganz am Anfang, aber es ist einer...!
    Liebe Grüße an alle :wink: Lena

  • Hallo Lena
    Wenn du hier mal etwas liest,wirst du feststellen,das andere dafür manchmal sehr lange brauchen.
    Weiter so :P
    Hab ja schon geschrieben,das wird ein interessantes Jahr für dich.
    Und schreib dir alles von der Selle
    LG Hans

  • hallo lena


    ich werde ende februar eine stat.reha beginnen
    dann bin ich acht monate trocken
    sie wird in st.visbek sein.....evtl. schaust du im www
    soll sehr gut sein
    ich hab eine ambulante reha begonnen und bin stabil und zufrieden trocken
    mach das auf eigenen wunsch um noch mehr die zusammenhänge meiner sucht, kennenzulernen....


    bis bald,petra

  • Hallo Perla,
    danke für deine Zeilen und herzlich willkommen. Toll, das du schon soviel für Dich tust und Dich für eine stationäre Reha entschieden hast. Ich stehe noch ganz am Anfang, bin jetzt 5 Wochen nüchtern und mir geht es meistens sehr gut damit. Ich habe mich auch für eine stat. Reha entschieden und zwar für die Klinik in Tönisstein, welche auch sehr gut sein soll. Ich denke auch, es kommt am meisten auf einen selber an bzw. auf die eigene Motivation, mit der man an die LZT heran geht. Ich habe am 16.01. noch einen Termin bei der Diakonie und soweit alles zusammen für den Reha-Antrag und dann kann er endlich raus gehen. Ich hoffe, das wenn alles klappt, ich Anfang-Mitte März mit der Reha starten kann. Naja erstmal heisst es dann auf die Zusage warten....Bin auf jeden Fall jetzt schon ganz aufgeregt, neugierig und gespannt! Ich denke ich bin noch sehr weit von stabiler und zufriedener Abstinenz entfernt und hoffe, das mir in der LZT dabei Hilfestellung gegeben werden kann.
    Bei Dir ist es ja Ende Februar soweit, ich wünsche Dir dafür ganz viel Kraft und eine schöne hilfreiche Zeit.
    Lieben Gruß Lena :)

  • Hallo Hans,
    nein bisher gehe ich noch nicht in eine reale SHG, aber auch das ist ein festes Vorhaben von mir. Ich hatte bisher soviel zu regeln und zu organisieren, das ich für mich entschieden habe, alles langsam und "Step by Step" zu machen. Ich möchte nichts überstürzen bzw. zuviel auf einmal machen und versuche achtsam mit mir umzugehen. Es braucht auch Zeit, die Dinge zu verarbeiten.....
    Morgen habe ich wieder einen Termin bei der Diakonie und ich habe endlich alles für den Reha-Antrag zusammen und dann kann der Antrag dafür raus gehen, wieder einen Schritt weiter. Danach habe ich vor, zu einer SHG zu gehen, mal sehen wie das so ist.
    Achja, mein zu Hause ist Alkfrei und ich halte mich bewusst von Menschen fern die Alkohol trinken und auch von Orten, wo Alkohol konsumiert wird.
    Das fällt mir nicht schwer, es ist zu meinem Schutz.
    Ich bin insgesamt guter Dinge und es ist ein tolles Gefühl, das Leben wieder nüchtern mit allen Facetten wahr zu nehmen. Und es tut mir gut ein Ziel zu haben! Habe endlich seit langer Zeit ein Gefühl von Hoffnung und ein Gefühl für mich....
    schönen Abend Gruß Lena
    :D

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