• Wobei ich den Rest sicher nicht auf meine Mutter schieben würde...das war schon auf eigenem Mist gewachsen.
    Ihre bürgerliche Fassade, die sie gern nach außen wahren wollte, hatte ich mit 16 ohnehin schon torpediert und demontiert.
    Ich meinte eher so Sachen wie "Heut ist doch so kalt...zieh doch lieber die gefütterten Leder-High-Heels an, sonst erkältest Du Dich am Ende noch" *abtauch*

    Schönen Abend noch

    LG Andreas

  • Hmmm... ich bin ja auch Mutter.
    Meine Tochter ist auch längst erwachsen.
    Und trotzdem bleibt sie auch immer "mein Kind"!
    Geht es ihr nicht gut, nimmt mich sowas sehr mit.
    Das kann ich ganz schlecht ertragen, ich leide dann mit.
    Von anderen Menschen kann ich mich gut abgrenzen, wenn ich das will. Von meiner Tochter aber nicht.

    Ich habe aber meine Tochter von Anfang an zu einem selbstständigen Menschen erzogen. Ich wußte von Anfang an, das ich sie auch wieder loslassen muss.
    Und ich quatsche ihr nie in ihr Leben rein und Ratschläge gibt es nur, wenn sie mich darum bittet.
    Was sie anzieht oder sonst so macht, ist allein ihre Sache.
    Auch gibt es keinesfalls Ratschläge in Erziehungsfragen von mir. Sie ist mittlerweile selbst auch Mama und ich habe über 1 Jahr tagsüber mein Enkelkind betreut, und zwar so, wie sie das gern wollte. Dazu mußte ich beispielsweise lernen, vollwertig und ohne Zucker oder anderen Mist zu kochen.
    Bin ich aber froh drüber, denn ich habe für meine eigene Ernährung davon viel übernehmen können.

    Aber trotz allem... sie ist und bleibt mein Kind 8):lol:
    Sowas ist nicht immer als Drohung zu verstehen :wink: es ist eher ein "Tatbestand" und soll oft nur heißen, das man immer für sein Kind da sein wird. Es ist ein reiner Liebesbeweis in Wortform, nicht mehr und nicht weniger :wink:

    LG Sunshine

  • Hallo Sunshine,

    klar, so wie Du es beschreibst ist ja eigentlich auch der "Ideal-Zustand".
    Aber, nur mal so als Denk-Sport, was wuerdest Du denn z.B. tun, wenn Deine Tochter was machen will, was "Du echt nicht gut findest" ..... sich einen unmoeglichen Typen an die Backe klebt (da waren sicher auch ein paar Kandidaten dabei, die Du ungern als Titeltraeger "Schwiegersohn" gehabt haettest und hofftest, dass sie es baldmoeglich selber merkt) ....
    guckst Du dann nur zu, oder versuchst Du nicht auch dezent "zu lenken"?
    ---
    Wie gesagt, um jetzt wieder bei mir zu landen, eigentlich empfand ich das immer bei uns als recht prima....klar, viele Sachen haben meine Eltern auch nicht sooooo direkt mitgekriegt damals (gottseidank) ..... es ist halt nur JETZT aus vielerlei Gruenden problematisch .... eben unter Anderem wegen dem "Alterstypischen-ich-hab-Recht-Modus"......wobei viele Tatsachen einfach auch nicht mehr, naja, so wirklich....also.... sie leben halt schon seit langer Zeit "abseits der Welt, in ihrem Mikrokosmos", um es mal so zu sagen.
    Und frueher waren die Meinungen/Einschaetzungen meines Vaters ja auch immer so, dass es sich zumindest lohnte, mal genauer drueber nachzudenken. Das ist jetzt nicht mehr ganz so. Wobei er selbst das ja niiiiemals zugeben oder einsehen wuerde. Genau das IST ja das Problem.
    Eins davon.
    Lindi

  • Zitat

    Aber, nur mal so als Denk-Sport, was wuerdest Du denn z.B. tun, wenn Deine Tochter was machen will, was "Du echt nicht gut findest" ..... sich einen unmoeglichen Typen an die Backe klebt (da waren sicher auch ein paar Kandidaten dabei, die Du ungern als Titeltraeger "Schwiegersohn" gehabt haettest und hofftest, dass sie es baldmoeglich selber merkt) ....
    guckst Du dann nur zu, oder versuchst Du nicht auch dezent "zu lenken"


    Das ist genau so passiert, wie Du es beschreibst. :wink:
    Und Ja, ich hatte keine andere Wahl, als zuzusehen.
    Denn es hätte nix anderes geholfen, im Gegenteil, alles "gegenanreden" hätte alles noch schlimmer gemacht.
    --------------
    Ich las mal irgendwo, das keine Kindheit ohne Blessuren an einem vorbei gehen wird. Die Eltern sind auch nur Menschen und keine perfekten Götter. Sie wollten meisst das beste für die Kinder, aber machen eben auch Fehler.
    Ich rede hier jetzt nicht von den furchtbaren Kindheiten bei beispielsweise alkoholkranken Eltern, das ist noch ne ganz andere Nummer. Ich rede von eher "normalen" Kindheiten.

    Meiner Meinung nach sollte man diese "Fehler" verzeihen, ebenso würden wir uns ja wünschen, wenn uns unsere eigenen Erziehungsfehler auch verziehen würden. Denn ich habe sicher (wie alle anderen Eltern auch) selbst auch welche gemacht.
    Wir sind ja irgendwann erwachsen und können dann unser Leben so leben, wie wir wollen. Dann haben wir es selbst in der Hand.

    Wie gesagt, ich rede hier nur von "normalen Kindheiten", viele hier im Forum hatten solche Kindheiten leider nicht, das ist mir ganz klar.

    LG Sunshine

  • Noch zur Ergängzug: Ich gehöre ja auch zu den "alkoholkranken Eltern", das ist mir durchaus bewußt :wink:
    Nur war es zum Glück bei mir so, das ich erst richtig schwer abhängig war (d.h., wo ich dann täglich gesoffen habe), als meine Tochter bereits erwachsen und aus dem Haus war. Erst da begann meine schlimmste Zeit. Die dann auch noch ne ganze Weile andauern sollte :(

    Meine Tochter und ich haben oft über alles geredet und ich habe ihr auch immer Mut gemacht, sich selbst auch Hilfe zu holen, wenn sie meint, das sie wegen meiner Krankheit selbst Schäden erlitten hat.

    LG Sunshine

  • D'accord, Sunshine....
    Ich HATTE eine normale Kindheit (in der Definition, die Du vorgegeben hast), bin glaube ich auch recht "Normal" geworden, die normalen Blessuren liegen weit zurueck (warum ich mit ca. 6 unbedingt im Meer Schwimmen musste, obwohl meine Mutter meinen Badeanzug vergessen hatte ....und ich mich so furchtbar geschaemt habe, dass ich angefangen habe zu heulen....und mir dafuer auch noch einen "Anpfiff" eingefangen habe :roll: .....solche Sachen halt......Eltern sind keine Goetter, klar!).
    ------
    Worum es mir hier JETZT geht, ist das Zusammentreffen von Erwachsenen .... die sich lange kaum gesehen haben, wo eine gewisse Entfremdung stattgefunden hat, eigene Wege, eigene Marotten, eigene Gewohnheiten, auf beiden Seiten .....

    Und auf einmal aufgrund der "Umstaende" wieder sehr nah auf die Pelle ruecken. Zu nah, das kann ich jetzt schon absehen.....weil einfach keine "Distanz" da ist, keine "Grenzen" gesehen und gewahrt werden...
    es fuer meine Eltern irgendwie klar ist, da kommt ihr "Kind" zurueck, dem mal eben mal den Maikaefer-Kinder-Schluepfer mit in die Waschmaschine tut, oder den Busfahrplan vorliest....und die das gar nicht "raffen" warum ich da dezent "unbegeistert" von bin.

    Ich will da auch nix rueckwirkend aufrollen oder bearbeiten ... jedenfalls nicht in Konfrontation mit ihnen.

    Sie sind nahezu 80 ..... und haben ihre "Aufgabe" gut gemeistert. Aber die ist jetzt beendet, schon lange.
    Und genau das wollen oder koennen sie nicht sehen.
    DAS ist das Problem.
    Lindi

  • Guten Morgen Lindi

    ich lese die letzten Tage bereits mit und steig deshalb auch gleich beim Eltern-Thema ein.

    Ich kann mich in Deine Situation sehr gut rein denken.
    Das wäre kein bißchen anders, bei mir und meinen Eltern (es lebt ja nur noch die Mutter) .... aber jetzt mal in der Vorstelllung - sie würden beide noch im Schwarzwald leben in ihrem früheren Häuschen und ich käme jetzt (zB aufgrund der Trennung von meinem Mann) zu ihnen zurück.

    Ach ja und herrje! am Ende noch aus dem Ausland!

    Das ist sicher auch noch so ein Punkt. Schau - die Eltern Deiner Mitschüler(innen) haben evtl. in der Nachbarschaft ihrer Kinder gelebt. Jeden Tag gesehen, daß die Kleinen nun echt groß sind - am ende selbst Eltern usw. // Sie mußten das geliebte Kind auch nicht vermissen und viele ungewisse Tage beim Einschlafen dran denken, wie es ihm wohl geht.

    ABER GRRRRRRRRRRRRRR :mrgreen:

    warum müssen Eltern mit einem "ich will mich auch mal wieder um Dich Sorgen"-Defizit gleich in die Schublade von vorvorgestern greifen?? Wahrscheinlich ist diese Form Liebe, dieses ungefragte Betüddeln so in ihnen verankert - daß sie es in keinster Weise als hinterfragenswert ansehen - und wenn Du noch so mit den Armen ruderst, das Megafon anschaltest und Ihnen am liebsten als KingKONG
    durchs Wohnzimmer schreiten würdest, damit sie endlich sehen: Nix mehr mit "Klein-Lindi".

    Schwierig echt. Gerade weil - Wie Du sagst, das Alter nicht gerade selbstkritischer macht. Da werden dann Vorwürfe Deinerseits auch schnell zu Verletzungen auf der anderen Seite.

    Mir gefällt der Spruch "Alle wollen mein Bestes - ich gebs aber nicht her!:lol: "
    ....den hat meine Mutter bis heute nicht verstanden. bzw. noch nie drüber lachen können

    Mein Vater war 82 Jahre alt, als er starb. Da gab es auch Dinge, die ich ihm einfach lassen mußte - weil sich das Denken in diesem Alter in irgendwie eigenen Kreisen bewegt. Vllt. auch ein Stück weg von dieser Welt bereits..... so wie Du das mit dem Mikro-Kosmos beschreibst.... bei meinen Eltern war das schon immer sehr extrem. Die Abgrenzung von der anderen Welt - das kam vor allem durch meine Mutter, hat aber über die Jahre dann auch meinen Vater geprägt.

    Nun genug der Vergleiche, wollt nur sagen: Ich weiß was Du meinst.
    Und es ist natürlich jetzt ein ungutes Gefühl da - wie das werden soll. Ich seh das auch als eine echte Herausforderung für Dich an.

    Du sagst: Fehlende Grenzen.
    Was tun? Man kann noch so viel Grenzen abstecken - Eltern, die diese Diskretion ihren erwachsenen Kindern gegenüber nicht aufbringen, finden immer ein Loch im Maschendrahtzaun :shock: Und die Grenzen jedes Mal neu einzufordern und zu definieren kostet enorm Kraft und macht nicht nur müde sondern zermürbt.

    Vllt. könntest Du das Bewußtsein der Beiden schärfen, in dem Du sie auch (ich schreib auch, weil ich das mit meiner Mutter so handhabe)... beim Vornamen ansprichst. Du kannst sie ja ganz lieb in einem Gespräch am Beginn Deines Einzugs darauf ansprechen. Das ist vllt. ein Schock erstmal - aber bei meiner Mutter und mir hat es sehr geholfen. Vor allem wenn ich dann in Meinungsverschiedenheiten sagen konnte:" H......!das ist nicht Deine Angelegenheit - sondern meine!"

    Inzwischen sag ich sogar oft wieder Mama - und nur in Abgrenzungs-Dingen H........ zu ihr. Sie freut sich - daß ich sie wieder Mama nenne (meist) und ihr ist irgendwie klar geworden, daß sie es nicht von ihrer Seite aus einfach wie ein Bulldozer einfordern kann, sich wie die Mama eines "ihr gehörenden" Kindes zu benehmen. Natürlich hat sie auch noch ein paar perfide Dinge auf Lager, in mich einzudringen bis zum empfindlichsten Kern.... nur um irgendwo wieder das Messer "ich habs Dir doch gesagt" reinzudrücken. Aber da wechsle ich dann ab:
    Mal geduldig ausweichen, mal

    "ich will da jetzt nicht drüber reden" - DANN wird aber sofort vermutet, das Kind ist in einer schweren Kirse :roll:

    Was ich damit sagen will: Es ist anstrengend! Auch wenn Deine Eltern sicher anders anstrengend sind, als meine Mutter ------- Du wirst "Arbeit" damit haben. Vor allem, weil sie in einem Alter sind, in der man sie zeitweilig einfach nur noch "machen lassen" muß. Es bringt sicher nichts, deren Horizont mal so kurz um 170 Grad erweitern zu wollen. Und es hat sich eben wie oben auch beschrieben, ein gewisses Defizit angesammelt. Jahre in denen sie Dir keine Liebe geben konnten -und es soooo gern und am liebsten auf die gewohnte Weise gegeben hätten. :wink:

    Das mit den High-Heels hätte aber grad so bei uns stattfinden können :lol: nur gut, daß ich Schuhgröße 36 hab und Mama 40!
    Die Idee mit den "praktischen Blockabsätzen" *g - jow! original Mama!
    Ja und dann natürlich : "Du mußt Dich ja auch nicht so aufbrezeln.. :P "
    houuuu - da krieg ich ganz scharfe Reißzähne rechts und links in de Goschen,,,,

    übrigens n Tipp für 10cm(+)= Füße nicht nebeneinander sondern voreinander setzen beim Laufen (bißl wie die auf dem Laufsteg) sieht zwar tatsächlich sehr nach Hüftschwung aus... ist aber besser als Gewackel :) bei Trepp-ab-Laufen aber unbedingt auf Geländer oder den starken Arm eines Begleiters achten! Ich hab auch so ein paar Stiefel. Von der Freundin geschenkt bekommen... weil sie damit hinflliegt... jetzt sind die auch noch vorn so konstruiert, daß eine verlängerte Spitze dran ist, in die kein Zeh reinpaßt. Wie gesagt: Geradeaus kein Problem. Kopfsteinpflaster auf jeden Fall meiden oder beim Füße voreinander setzen immer auf den Stein zielen :lol: und bei steilen Treppen ein leises Gebet an den Himmel, er möge mich auf Händen tragen oder wenigsten ein Geländer in Sichtweite bringen. Ich zieh die Teile nur noch auf Indoor Parties an, wenn der Parkplatz vor dem Haus ist!

    Du fragst wie es mir geht? Bin um halb fünf von selbst aufgewacht - FIT!
    Also geht es mir gut. War nicht die ganze Woche so - und um ehrlich zu sein, wach ich grad manchmal morgens auf und hab so viel trauriges zum denken, daß ich nochmal schlafe. Zum Glück kann ich meine Zeit selbst einteilen. Den Schlaf brauch ich gerade.

    Es gibt da einmal den Verlust des "Kleinen" der uns letzte Woche verlassen hat.... die anderen trauern und sind verängstigt - das geht jeden Tag unter die Haut. Ich lerne, daß auch Tier-Schmerz nicht mein Schmerz sein darf, wenn ich "ganz" bei "mir" bleiben ... lernen will. Ich übe mich darin, es bei meinem Schmerz genug sein zu lassen.


    Mein Vermieter hat die Miete erhöht. Ich hab nach Wohnungen gesucht und dabei beschlossen erst mal die Personalkosten zu senken. Also weniger Arbeitsstunden für meine Mini-Jobber und der Verzicht auf Putz-undBügelhilfe war jetzt auch der Grund für einen doch recht emotionaler Abschied nach 12 Jahren "geteiltes Leben" (2x die Woche).
    2 Baustellen in der Wohnung hab ich jetzt auch endlich unter Dach und Fach. - Die eine war was Größeres: WENN sich 3 Männer um eine Baustelle kümmern geschieht 1,5 Jahre lang nichts. WENN eine Frau dann die Sache in die Hand nimmt, wird die Wand inh. von 3 Wochen verputzt, tapeziert und gestrichen. :!:

    Das alles hat mich Zeit und erstaunlich viel Energie gekostet. Ich bin noch sehr empfindlich. Manchmal sehn ich mich nach Nähe - bin aber noch mehr glücklich darüber, daß es nun Ruhe gibt bei mir, in mir und um mich rum. Hab die Wohnung "poliert", Fenster geputzt und Vorhänge gewaschen. Diese WE gibts Rinderbraten mit Kartoffelsalat ganz nach Oma's Art. Aber was meiner Seele wirklich gut tat: Meine beiden Huftiere gestern: Schimmelchen wollt selber Regie-Anweisung geben und fand's dann ganz toll, daß Frauchen sich immer noch durchsetzt, auch wenn sie so selten kommt. Aus Dank hat er dann richtig mit Ausdruck die Bahnfiguren hingelegt. Der große Braune kämpft zwar etwas mit den beiden ungleichen Vorderhufen... aber auf dem Sandplatz war's relativ.. Wir haben unsern "Strandgalopp" hingelegt. ER schön auf Zug und
    richtig aufgeg**lt, wenn ich die Kurven so eng wie möglich nahm. (Erinnert ihn immer an den Parcour) er liebt das und hat schon beim warm-reiten drauf gedrängelt :wink: So stieg ich naßgeschwitzt aber glücklich ab und bin heut morgen aufgewacht - ohne an die jüngsten Verletzungen zu denken. - Die mich doch manchmal einholen. Da hat jemand um mein Vertrauen gekämpft, echt gekämpft und ....(den Rest hab ich vergessen) - ich kann mich deutlich dran erinnern, wie ich es vergessen hab.

    So jetzt war das 1 Std. /co Lindi. Ich hoff ich krieg keinen Rüffel, weil das jetzt ganz schön viele Buchstaben geworden sind...in DEINEM Thread.

    Aaah so noch zu Deinem PingPong -Bällchen! Ich hoff die Röhre ist nach wie vor dünn und der Gute nimmt Dich nicht zu sehr mit! Aber schön, daß es so schnell aufwärts ging. Ist aber immer ne heikle Zeit und mit viel Nerven und Anstrengung verbunden, wenn die Lieben meinen, sie seien doch wieder sooooooo fit und vor allem soooooooooo wenig ausgelastet :shock: Aber Du bist ja ein alter Hase was die "Hüpf-Rüssel" angeht.. und ich freu mich, daß Du jetzt nicht mit nem halben Jahr Boxen-Ruhe da stehst (bzw. er).

    LG Nys

  • Ich kann Euch beide gut verstehen bezüglich Eurer Eltern(teile), Lindi und Nys :)

    Zitat

    Sie sind nahezu 80 ..... und haben ihre "Aufgabe" gut gemeistert. Aber die ist jetzt beendet, schon lange.
    Und genau das wollen oder koennen sie nicht sehen.
    DAS ist das Problem.

    Ich persönlich würde versuchen, das einfach so stehen lassen, ohne "DAS ist das Problem" :wink:
    Lindi, sie können es wahrscheinlich WIRKLICH nicht sehen und so auch nix dran ändern. Und wollen es wahrscheinlich auch nicht. Sie sind alte Leute und wir werden evtl. auch mal GENAU SO :shock:
    Ich denke, hier ist einfach Toleranz, innere Gelassenheit und auch eine innere Abgrenzung hilfreich. Man muss nicht immer alles ganz dicht an sich rankommen lassen. Ein einfaches "sie sind eben so", reicht oft.

    Übrigens... es gibt Untersuchungen, die zeigen, das wir alle unseren Eltern immer ähnlicher werden, je älter wir werden. Ob wir das wollen oder nicht :shock::lol:

    Ich habe auch viel Auseinandersetzungen mit meiner Mutter gehabt. Auch Ärger und Streit und Nervereien. Sie ging mir oftmals auf den Zeiger mit ihren häufigen, manchmal täglichen Anrufen.
    Dann ging ihre Krankheit in ein akutes Stadium über und sie brauchte die Hilfe von mir und meinem Bruder. Und dann wurde klar, das es eine Sterbebegleitung werden würde.
    Mittlerweile ist sie beinah 2 Jahre tot und sie fehlt uns sehr. Ich vermisse die Anrufe immer noch.
    Ich bin jetzt niemandens Kind mehr :cry:
    (Mein Vater ist schon lange tot)
    Ich wünschte mir, ich hätte zu Lebzeiten manchmal mehr Verständnis und Geduld mit ihr gehabt.
    Tja, so ändern sich die Zeiten...
    Und ich entdecke mittlerweile in mir, das ich manchmal Verhaltensweisen an mir zeige, in Kleinigkeiten, die denen meiner Mutter ähneln.
    Darüber freue ich mich mittlerweile, so lebt sie doch ein bisschen in uns Kindern weiter :)

    Ich kann nur jedem wünschen, beizeiten mit seinen Eltern Frieden zu machen und keine sinnlose und kraftzehrenden Kämpfe durchzuführen. Es ist eh ein Kampf gegen Windmühlen :wink:
    Und es sind auch Kämpfe gegen eine Vergangenheit, die man eh nicht mehr ändern kann.

    Also nich über die Eltern so viel rumjammern, bei normalen Kindheiten sehe ich das eher als "Luxus-Sorgen", sorry :wink:
    Sondern sein eigenes Leben leben, darin erwachsen sein/werden und gut isses.

    In dieser Welt gibt es immer noch schreckliche Kriege, Hungersnöte, Obdachlosigkeit, verseuchtes Trinkwasser, immer größer werdenende Umweltschäden, Kinder werden als Arbeitskräfte mißbraucht, anstatt sich in Schulen Bildung erwerben zu können etc.pp.
    Und das alles geschieht im 21 Jahrhundert immer noch, das ist für mich ein Armutszeugnis für die Menschheit. :?
    Darum könnte man sich eher mal Sorgen machen und versuchen, daran was zu ändern, im kleinen Rahmen und nach persönlichen Möglichkeiten.
    Dann werden Luxussorgen ganz schnell auch als solche entlarvt.
    So meine persönliche Meinung... wessen auch sonst? :lol:

    LG Sunshine

  • Zitat von Sunshine_33


    In dieser Welt gibt es immer noch schreckliche Kriege, Hungersnöte, Obdachlosigkeit, verseuchtes Trinkwasser, immer größer werdenende Umweltschäden, Kinder werden als Arbeitskräfte mißbraucht, anstatt sich in Schulen Bildung erwerben zu können etc.pp.
    Und das alles geschieht im 21 Jahrhundert immer noch, das ist für mich ein Armutszeugnis für die Menschheit. :?
    Darum könnte man sich eher mal Sorgen machen und versuchen, daran was zu ändern, im kleinen Rahmen und nach persönlichen Möglichkeiten.
    Dann werden Luxussorgen ganz schnell auch als solche entlarvt.
    So meine persönliche Meinung... wessen auch sonst? :lol:

    LG Sunshine

    Moin Sunshine,

    das stimmt natürlich alles, aber das Verhältnis zu den eigenen Eltern hat ja damit nun mal rein gar nix zu tun.

    Luxusproblem ? Seh ich nicht so. Es ist zumindest ein Problem, an dessen Lösung man sich aktiv beteiligen kann...kannst Du das hinsichtlich der Kinderarbeit in Bangladesh ebenfalls behaupten ? Ich fürchte nicht.

    Ich spiel grad mal wieder den Vermittler zwischen meiner Schwester und meinen Eltern - bzw. laß mich in diese Rolle drängen und übernehme sie zeitweise auch ganz gerne...dabei habe ich festgestellt, daß sich Eltern durchaus in manchen Punkten positiv beeinflussen lassen. Eine gewisse Borniertheit bleibt in manchen Dingen, das ist klar...das geht wohl jedem Menschen so. Aber die Fähigkeit, die eigenen Ansichten und Verhaltensweisen in Frage zu stellen (bzw. stellen zu lassen), sind noch nicht verschwunden.
    Das macht Hoffnung und motiviert natürlich...im Gegensatz zum Problem der Obdachlosigkeit kann ich hier etwas bewegen.

    Idealismus an sich ist ne feine Sache, nur eben reichlich deprimierend, wenn man ergebnisorientiert denkt.

    In einer Sache geb ich Dir dagegen völlig recht...man muß die Fehler, die die Eltern gemacht haben, verzeihen können. Ebenso wie man selbst als Eltern viele Fehler gemacht hat und darauf hofft, daß einem die eigenen Kinder irgendwann mal verzeihen.
    Die perfekten Eltern gab es nie und es ist auch nicht die Aufgabe von Eltern, ihre Kinder perfekt zu erziehen...ich behaupte, es ist unmöglich.

    Wir alle sind nur Menschen und der Mensch an sich ist nunmal fehlerbehaftet. Wichtig ist die Fähigkeit, Fehler zu sehen, anzuerkennen und lösen zu wollen. Als abstinenter Alkoholiker ist Dir das sicher selber bewußt.

    LG Andreas

    (der natürlich merkt, daß er wieder mal ungefragt in die Phalanx der Damenwelt eingedrungen ist und nun mal lieber seine Frau mit den Handwerkerarbeiten betraut, damit die auch wirklich endlich erledigt werden :P)

  • Hallo Andreas,

    ich habe ja nur MEINE MEINUNG dargelegt. Andere Meinungen können komplett anders sein. :wink:

    Ich bin auch nicht unbedingt "ergebnisorientiert", sondern mache es mir möglichst nicht zu schwer im Leben. Ich muss nicht mehr trinken, ich habe so viele Jahre dadurch verloren... ich will jetzt einfach nur so leben wie ich möchte, und das möglichst unbelastet.
    Ich hab auch kein "Retterin-der-Welt"-Syndrom", ich setze nur gern mal Dinge in Relation zueinander und überlege dann einfach, was ist denn wirklich wichtig im (in meinem) Leben?
    Dann finde ich immer sehr schnell Antworten.

    Und Nein, niemand kann allein Veränderungen an Mißständen herbeiführen, aber jeder kann ein ganz klein bisschen was dafür tun. Beispielsweise bestimmte Produkte nicht kaufen, von denen man weiss, das sie unter teilweise unmenschlichen Arbeitsbedingungen hergestellt werden. Oder gerade momentan Politiker ansprechen auf Mißstände im eigenen Land, die sind doch gerade überall auf Wählerstimmenjagd :wink:

    LG Sunshine

  • Hallo Sabine

    also meine Meinung ist, daß uns die Eltern sehr prägen - und daß es keine Luxus-Sorgen sind, die Lindi geäußert hat. Es steht ja außer frage, daß sie ihre Eltern sehr schätzt. Ich freu mich, daß Lindi hier von sich und ihrer Situation erzählt (finde mich teilw. darin wieder) und kann nur zu gut verstehen, daß der Gedanke an ein ZUSAMMENLEBEN mit den Eltern in der nahen Zukunft....durchaus ein komisches Gefühl mit sich bringt. Und dramatischer hat sie es ja auch nicht beschrieben!! Klar kann man immer sagen: Jammern auf hohem Niveau....aber es ist ja Lindi's Thread, also auch der Platz für ihre Gedanken. Ich versteh Dich so, daß Du es relativieren willst - finde es aber nicht notwendig. Geht es nicht gerade hier darum, daß wir Co lernen, uns und unsere Grenzen ernst zu nehmen? s. a. den Thread: Kann man zur Co erzogen werden?----------- da haben viele geschrieben, daß sie von NICHT -süchtigen Eltern ihre CoMuster erhalten haben. Also eigentlich ein wichtiges Thema - nicht nur für Lindi.

    Ich habe viele Parallelen in der Beziehung zu meinem Mann und zu meiner Mutter entdeckt. Erst jetzt als er weg war. Ich konnte mich wahrscheinlich auch erst da von XY wirklich lösen, als ich die Mutter-Tochter-Beziehung aus meiner Kindheit aufgearbeitet habe. Also alles kein Pille Palle hier. Und weder Lindi noch ich sind den Eltern wegen irgendwas unversöhnlich böse. Aber der Umgang mit ihnen bzw bei mir mit der Mutter - wühlt regelmäßig tief im Inneren. Mehr als uns gut tut. Da sollte man schon drüber schreiben, reden nachdenken. Und wenn nicht hier: Wo dann?

    LG Nys

  • Danke, Nys....
    ich habe mich schon im Stillen gefragt, ob ich jetzt ueber Ameisensch... stolpere, evtl.
    -----
    Naja, "Problem" taet ich jetzt auch nicht sagen wollen ..... wenn ich z.B. nun in den Nachbarort ziehen wuerde, mit von mir aus haeufigen Besuchen, wo ich dann aber auch wieder gehen kann, waers eine komplett andere Situation, klar. So, wie es meine Schwestern es ja auch handhaben.
    -----
    Natuerlich ist dieses Thema eins, dass Jeden betrifft, sowohl in der aufsteigenden, als in der absteigenden Linie....insofern moechte ich jedem Schreiber a priori eine gewisse "Betroffenheit" vorab einraeumen.
    In jeder Familie schlafen Hunde im Keller .... bei manchen sogar ganze Rudel.
    -----
    Ich weiss natuerlich auch nicht, inwiefern meine "ganze" Geschichte gelesen wurde.....aber der *grusel* vor eben genau DEM zieht sich ja durch meine ganzen Threads, ist einer der Hauptfaktoren, warum ich immer noch nicht die Biege gemacht habe hier......nein, so schlimm ist es nicht, eigentlich eher ganz normal ...... und trotzdem muss ich auf mein autarkes, eigenes Leben verzichten. Zumindest eine plus/minus laengere Zeit. Und dass mir das nicht "passt" ist glaub ich auch klar.
    -----
    So "schlimm" manches sich liest, was ich ueber die gegenwaertige Misere geschrieben habe, es ist MEINE Misere.....immerhin das!

    Aber alles jammern nutzt ja im Endeffekt nix, es wird und muss so kommen ...... nur moecht ich halt zumindest meine Gefuehle dazu kundtun duerfen.
    -----

    Scecial Dank auch an Frau Dr. Med.Vet Nys.....Platero scheints ueberstanden zu haben. Auch wenn ich ja im Prinzip wusste, was "Masse" ist ..... ohne einen TA zu Rate zu ziehen fuehl ich mich dann doch immer wie ein Seiltaenzer .... und da hilt es schon enorm, ein Feedback zu bekommen "ja, siehste korrekt, das ist soundso" ..... den Luxus, einen TA zum "Haendchen halten" zu konsultieren, den kann ich mir halt grad nicht leisten :cry:

    So, nun geh ich mal .... fuettern, gassi-gehn, ausmisten ..... Landarbeit halt 8) ganz bodenstaendig und unabgehoben.
    Gruesse, Lindi

  • Ja wie - und von meinen hauseigenen Tips zum Hoch-Stiel-Schuhe laufen schreibst garnix? Da saug ich mir vor 7 Uhr
    die schmerzhaftesten Hühneraugen-Erfahrungen aus den Socken und Du gehst ohne meine gewaschenen Vorhänge und die Frauen-Power zu loben einfach Stall-Ausmisten? Ich hoffe in High-Heels zum üben :D:shock: Nein lieber nicht! sonst hast Du nachher die Fesselträger-Zerrung :lol:

    Nein im ernst: Ich wünsch Dir einen schönen Abend - schau später noch mal rein. Eines hättte mich wirklich interessiert: Meinst Du nicht,daß das mit dem Vornamen anreden - auch bei Deinen Eltern möglich wäre?

    Grüßle, Nys, die bereits die Koppel abgemistet hat - aber noch dringend selbst gereinigt werden muß :wink:

  • Hi Nys,
    doch, doch, ich habe Deinen langen Beitrag genuesslich goutiert ....es gelang mir aber gerade nicht den heiteren Plauderton wieder aufzunehmen, war auch irgendwie durch die verschiedenen Beitraege sehr am Reflektieren und in meiner Welt versunken.

    Ich komm drauf zurueck, versprochen!
    Und dass Du dann aufstehst, wenn ich ins Bett geh, dafuer kann ICH doch nix :wink:
    Bis morgen.....oder besser gesagt: gleich, *hehe*
    Lindi

  • Hi Lindi

    laufen war gestern echt gut! Trotz der langen Pause habe ich in der halben Stunde nur zwei mal ein Geh-Pause einlegen müssen. (Dauer kann ich jetzt nicht sagen) Einmal halt so nach ca. 10 min, da hab ich immer mein Tief (gehört für mich auch noch zur Aufwärmphase - eigentlich) ...... ja und dann, als es halt mal wieder richtig steil den Wiesenhang hoch ging.

    K.O. nach dem Reiten:
    Nein mit Kraftaufwand hatte das nichts zu tun.
    ABER dieses "zarte" braune Wesen ist ein ziemlich massiger Typ (die schwere Springpferd-Klasse) und wenn der durch die Halle brettert, dann hört sichs an, als käme ein Eisenbahn-Wagon.

    D.h. es ist viel Körperbeherrschung angesagt, wenn ich den Kerl - übermütig wie er grad ist - nicht einfach nur dahin-donnern lassen will - sondern das ganze in Takt und Losgelassenheit zu verwandeln versuche....... dabei laß ich dann manchmal selbst fast los...... und zwar die Körperspannung :lol: Ich versuch ihn ja über den Sitz zu bremsen bzw. durch langsameres Aufstehen beim Leichttraben. Wenn der aber Stallmut hat - dann interessieren ihn meine 56-59 kg herzlich wenig.
    624 KG lachen sich da einen Ast, wenn ich versuche schwer einzusitzen und den der Hafer sticht. Also immer wieder Übergänge - kleiner werdende Zirkel, Volten etc. - und dann das gleiche noch mal in klein und weiß mit ca. 500 KG Gegengewicht - und einem arabischen Turbo-Antrieb - der zwar nichts von dem Gedröhne des Bayrischen Warmbluts hat, dafür aber im Kopf wesentlich starrsinniger und ZEBRA-ähnlicher in der Unterwerfungs-Resistenz ist. /// wie gesagt - wunderschöööön wenn beide ganz entspannt und zufrieden dann in ihrer Box dösen

    .... und ich Joggen geh, um wieder meine menschliche Gestalt anzunehmen :wink:

    Mit Arbeiten war gestern nix mehr - ich bekam noch Besuch und danach hatte ich Feierabend. Wenn auch unverdient.

    Ich wär ja immer gern waghalsig gewesen - hätte gern einen auf Lebenskünstler(in) gemacht oder zumindest mal an der Schauspielschule vorgesprochen...... war immer zu feige........ hatte Angst vor Träumen ohne Brot. Jetzt hab ich so lange brav geschufftet, mich einsortiert, mich bewiesen .........jetzt war es an der Zeit frei zu werden, davon, daß ich funktionieren muß - um vor mir selbst was zu gelten.

    Ich konnte früher echt den "Koller" kriegen, wenn ich mit der Arbeit abgesoffen war. Ich hatte Angstzustände - ohne Witz. Ich fühlte mich wie damals mit 4, wenn ich vom Kindergarten kam und irgendwas verloren hatte. Oder wie mit 7 - wenn ich meinen Turnbeutel in der Schul-Sport-Halle vergessen hatte. Ich bekam Herzrasen - so als würde ich wieder die ungebremste Wut, die theatralische kreischende Verzweiflung meiner "Erziehungsberechtigten" und die schallende Ohrfeige abbekommen.

    Jetzt denk ich im Stillen, was ich sagen werd - wenn Anfragen kommen. Und die Antwort klingt selbstbewußt. Ich bin stolz auf mich :!:

    LG Nys

  • *Hm* .... so zarte "Elfen" sind ja nun grad gar nicht mein Spezialgebiet!
    Ich hatte eine Zeitlang mal die Gelegenheit, PREs in Allen Varianten zu reiten .... da gibts ja auch enorme Unterschiede....und fuer mich persoenlich "passt" eigentlich der eher "wirbelige" "nervoese" Typ, oft nah am hysterischen Anfall ....und gerne auch uebermotorisiert....wenn, ja wenn der Grundgehorsam "stimmt". Von einem bestimmten Bereiter habe ich die Pferde geradezu gerne uebernommen, der hatte die bombig vorbereitet, nicht immer mit Glacéhandschuhen, das nun auch nicht, aber fair.
    Bei Platero (den ich ja selbst zugeritten habe) war ich in der 4-Jaehrigen-Phase teilweise echt froh, dass er doch etwas gelassener ist vom Temperament ..... wobei ich da jetzt oft am greinen bin, wegen der "Zuendung" .... sicher auch ein Disziplinarproblem ..... muesste mir halt bei meinem "Baby" die Glacéhandschuhe oefter mal ausziehen.

    Weswegen ich das nun schreibe ... seit dieser Zeit mit den ganzen 3, 4 und 5-Jaehrigen ist mein Verstaendnis fuer die teilweise koerperlichen Unmoeglichkeiten auf die "einfachsten" Anforderungen adequat zu reagieren, enorm gewachsen!
    Mit Platero bin ich auf einem ganz pott-normalen Zirkel mal einfach umgefallen im Galopp! Der konnte sich da noch gar nicht ausbalancieren!

    Und Ueberstaendige Pferde reite ich grundsaetzlich gar nicht! Bin ja weder Kamikaze-Veranlagt noch muss ich mir das "antun"!
    10 Min. an der Longe koennen das Problem schon erheblich entschaerfen ...und man muss sich dann auch nicht so mit dem Loesen plagen, das geht viel effektiver wenn sie das allein tun koennen!
    Es sei denn, der Mr. darf das nicht mehr aus gesundheitlichen Ueberlegungen heraus....
    -----

    Brotlose Traeume ..... traumloser Broterwerb ....... dazwischen liegt "die Wahrheit" glaube ich. Und eigene Grenzen zu sehen und auch zu akzeptieren. Du kannst halt nicht mehr als so-und-so-viel leisten .... und nur kurzfristig das Level anheben, mit mehr Einsatz von Zeit. Zu Lasten des ganzen anderen Lebens!
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    Ich habe mir gerade heute eine Leggins gekauft zum Joggen .... mit meinen Bermudas ist es doch etwas "frisch" geworden, zumindest am Anfang....und ich fuehle mich schon viel "schnittiger" damit. Was Einbildung so alles ausmachen kann!
    Diese gefuehlte Loch nach ca. 10 Min. kenne ich guuuut....und habe auch immer brav pausiert, so wie es mein Koerper gefordert hatte....bis ich neulich mal kurz vor Dunkelheit unterwegs war und mir vorgenommen hatte, so lang durchzurennen, bis ich nix mehr seh und den Rest dann heimzugehen.
    Am naechsten Tag hat mein Koerper schon deutlich weniger protestiert, von wegen "Hier ist doch die Pausen-Stelle, heh, HIER war die Pausen-Stelle, guck doch mal hin, Du Bloedi!" ..... das ist eine rein psychologische Sache gewesen! Wenn ich das Geplaerre ignoriere und weiterlaufe, komme ich besser in einen gleichmaessigen Rhytmus! Allerdings zahle ich das dann am Ende der Strecke mit total-KO. Bisher jedenfalls!
    Habe Aber grad heute schon die Belohnung fuer meine Disziplin ernten koennen! 1 kg weniger *freu, freu, freu*, wenn das nicht anspornt!
    LG, Lindi

  • Hi Lindi

    nein der Mr. wird auch laufengelassen oder longiert, wenn er "überständig" ist - wie Du sagst. Das Probl. ist nur, - ob die Halle entsprechend frei bzw. mit weniger als 3 Reitern belegt ist? Wenn er sich so richtig explosionsartig anfühlt, steig ich sogar nach kürzester Zeit ab - weil ich ebenfalls nicht auf Kamikaze steh. Lieber warte ich dann bis ich ihn laufen lassen kann. An der Longe macht er mehr Blödsinn als unter dem Sattel - allerdings so schlimm, daß er mich bereits mehrfach durch die Halle zu ziehen versucht hat. Schlecht, wenn dann noch jemand anderes drin ist und der Kerl wieder die Longe durchreißt. Mit Longe übers Genick und durch die Gebißringe geht es.... einigermaßen

    Er wird ja jetzt jeden Tag geritten oder anderweitig bewegt- Paddock hat er auch - Aber er ist halt bei der kühlen Witterung trotzdem oft seeeehr im Bewegungsdrang. Ist ja auch schöön :)

    1 KG weniger? Wow - Neid!!!!
    echt schade, daß wir nicht zusammen joggen können - dann könntest Du mir nach 10 min den inneren Schweinehund mal austreiben. Ich hab aber schon festgestellt, daß bewußt eine viertel Std.Aufwärm-Laufen vor der halben Std. "so-lang-es-geht-Laufen" sehr effektiv ist. Ich glaube bei mir ist eigentlich genug Kraft und Ausdauer da - nur der Sauerstoff im Körper ist tagesform und aufwärm-bedingt unterschiedlich.
    Vllt. ist es auch nicht der Sauerstoff sondern der Kreislauf..?
    Jedenfalls war es gestern nach dem Reiten viel mehr easy - als sonst vom Büro aus. Ich werd amSo. da nächste mal starten.

    Jetzt bin ich grad ziemlich müde. Den Rest schreib ich bei mir - weil es lang geworden ist - und mehr mit meinen Gedanken zu tun hat.

    ::::LG Nys

  • So, mal wieder ein up-date von mir .....
    Ich glaube, ich kann demnaechst bei den EKAs weiterschreiben :shock:
    Dass es da ein gewisses Problempotential gibt, hatte ich ja schon mal angedeutet ..... aber nun wird mir das "Ausmass" das erste Mal bewusst.
    Nein, meine Kindheit war normal ...und ich bin auch relativ sicher, dass sich das "Problem" erst in den letzten, sagen wir mal 15 Jahren, schleichend aufgebaut hat ..... genau koennte ich das nun gar nicht benennen...irgendwann ab der Rente, Altersdepri.....und dann halt die "tolle" Loesung dafuer.

    Ich fuehle mich gerade etwas an Time erinnert, die nun auch aehnliches beschrieb, allerdings bin ich ja nun viel aelter und mein Vater infolgedessen auch...

    Bei meinem Heimaturlaub vor 6 Wochen gab es zwar ab-und-zu mal so Situationen, wo das rote Laempchen in der Birne kurz aufgeblinkt hatte, aber nunja, so viel zu Hause war ich ja nicht, die Hochzeit...Besuche bei den Schwestern, Mr. Internet.....die Zeit die ich abgesehen vom Schlafen zu Hause verbracht hatte, liesse sich in Stunden locker zaehlen.

    Wieso komm ich da jetzt drauf? Naja.....ich hatte gerade einen mail-Wechsel....., dabei quoll der "Muff" geradezu aus der I-Leitung ..... und dann der "tolle" Satz: ich geh mich jetzt besaufen. Na super!

    Abgrenzen, jaja, bin ja 2 400 km weit weg......da geht das noch relativ gut! Ich will mir das gar nicht ausmalen, wie das wird, wenn ich vor Ort sitze!
    Ich weiss nicht, wie ich das beschreiben soll, diese dauernde gedrueckte Stimmung ..... alle werden wir aelter, da geht ja nun kein Weg dran vorbei und manche werden es mit mehr und manche mit weniger Philosophie tragen (sag ich jetzt mal so forsch, noch bin ich ja nicht in der Situation)..... aber dieses dauernde Miesepetrige, was sich wie giftiger Bodennebel ueberall hin ausbreitet und alle Anderen runterzieht.... bloss weil nicht mehr alles so von der Hand geht wie vor 30 Jahren...was kann denn da die Umwelt dafuer?

    Mal Jammern ist ja O.K. aber staendig diese Befindlichkeits-Reports.... *baeh* .... ich krieg echt nen Foehn und ehrlich gesagt macht es mich eher aggressiv als Mitleidig. Ich will das nicht (mehr)!

    Sorry, das musste jetzt mal raus!
    Eine etwas geladene Lindi

  • Hi Lindi

    oh man - das hört sich nicht gut an!

    Nein - das Mitleid ist unsereins wohl vergangen - wenn man weiß, daß irgendwann eine unendliche Leier von Selbstmitleid folgt.

    Was soll ich dazu schreiben. Du mußt ja vorerst in Deutschland dort hin. Fragt sich halt für wie lange. = Schritt 1

    Schwieriger Schritt 2: Es ist und bleibt der Vater.
    Also Bezugsperson, Person, die einem nicht egal ist.

    Gesunde Distanz - sofern sich das innerlich aufbauen läßt, als einzige Lösung? Mir fällt heut abend nichts besseres ein. Erkennen, daß auch Eltern ihr eigenes Leben haben und nur bedingt mit uns verkoppelt sind.

    Ach mensch! Der sch**Alkohol! - Da könnte man wahrscheinlich die Weltgeschichte neu schreiben - wenn der nie erfunden worden wäre.

    Auch ich wünschte mir grad, daß jemand in meinem näheren Umfeld nicht abrutscht und das schlimme ist: Ich steh nicht nur machtlos vis a vis sondern auch noch pessimistisch. Einfach aus trauriger Erfahrung.

    Wenn man hier liest, denkt man daß es doch viele Trockene gibt. Aber wie hoch ist die Zahl derer, die es nicht schaffen?(wollen)?

    Hätte jetzt gern was positiveres geschrieben. Aber hinschauen ist mM nach die erste Prävention zur Verhinderung von Eigenbeteiligung (ich schreib jetzt absichtlich nicht Co-Abhängigkeit).... an der Sache des anderen.

    Liebe Grüße
    Nys

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