Beiträge von Sunshine_33

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    Zitat

    Nun verfalle ich auch heute hin und wieder von einem Extrem ins andere und das in allen Bereichen. War früher vor meiner Alkoholsucht als Kind nicht anders. Mutter sagte. "Ich wüsste nie, wann ich aufhören soll.

    Bestimmte Fragen kann ich auch nicht beantworten, lieber Hartmut :lol:


    Ich kenne das auch gut, das ich in Extreme verfallen kann...und ich finde das auch gar nicht immer soooo selbstschädigend.

    Das wird es ja erst, wenn es anfängt, einen einzuschränken, wenn auch erstmal nur im Kopf.

    Ansonsten kann man das Verfallen in Extreme vielleicht auch mal ganz gut nutzen ;)

    Ich halte das also nicht immer für das krasseste Suchtverhalten, was NUR schädigt und sonst nix.

    Manche Extreme machen ja auch voll Spaß ^^


    Hmmmm....das ich nicht wusste, wann ich aufhören muss, das kenne ich jetzt nicht so aus früherem Verhalten vor der Alkoholsucht.

    Jedenfalls ist mir das nicht so bewußt....aber ich kann auch nicht beschwören, das es nie so war. Ich weiß es einfach nicht mehr, wenn es so war. :lol:

    Ich grabe aber auch nicht so tief in meiner Vergangenheit wie DU neuerdings ! 8o:lol::lol::lol:


    Zitat

    Mein „vor der Sucht Verhaltensmuster“ ist ja nach meiner Sucht auch nicht verschwunden.

    Nö, glaube ich auch nicht.

    Weder im Guten noch im Schlechten ;)

    Ich glaube ja auch nicht dran, das mit der Trockenheit aus einem Saulus ein Paulus wird.

    Oder wie es mal ein Bekannter formulierte, allerdings etwas deftiger:

    "Wer besoffen n Ars..*loch ist, der ist es auch nüchtern."

    Auch wenn ich das nicht ganz so sehe, denn der Alkohol verursacht oder begünstigt zumindest ja auch Wesensveränderungen, das muss man ja auch in dem Zusammenhang sehen.

    Trotzdem wird er nicht komplett unseren Charakter verändern, so eine Macht hat er ja auch wieder nicht.

    Auch wenn so mancher CO-Abhängige das gern so sehen möchte...ich glaube nicht dran, das sich jemand, der sich besoffen unter aller Kanone benimmt, nüchtern der reinste Engel ist.

    Und ich persönlich habe auch meine Schattenseiten (behalten), die ich auch schon vorher hatte, bevor ich alkoholkrank wurde.

    Die sind ja auch nicht davon weg, nur weil ich nicht mehr saufe.

    ich gestehe mir aber auch diese Seiten zu, sie sind auch ein Teil meiner Persönlichkeit und es muss nicht alles "negative" an mir "ausgemerzt" werden, um zu einem perfekten Menschen zu mutieren.


    LG Sunshine

    Hallo Hartmut,

    ich bin sicher schon in Suchtverlagerungen rein gerutscht, ist keine Floskel gewesen.


    Auch wenn einige darüber schmunzeln werden ;) , ich bin mal in eine Reiswaffel-Sucht gerutscht. :x

    Wie sich das äußerte?

    Ich wurde unruhig, wenn diese Reiswaffeln zur Neige gingen. Musste immer einen bestimmten Vorrat haben.

    Irgendwann meckerte mein Mann, weil die ganze Microwelle schon voller Packungen stand.

    Da habe ich heimlich welche in meinen Kleiderschrank versteckt ! :huh:

    Als ich das tat, bin ich allerdings hellwach geworden.

    Habe keine Packungen mehr nach gekauft und auch eine ganze Weile gar keine mehr gegessen.

    Das habe ich ohne irgendwelche Hilfe wieder in den Griff bekommen.

    Und heute knäuspere ich gerne mal mit den Enkelkindern zusammen ein paar Reiswaffeln, die mögen die nämlich auch gern.


    Ebenso bin ich mal in eine Sportsucht gerutscht. Auch da gab es dann irgendwann eindeutiges Suchtverhalten.

    Habe das dann total runter gefahren und bin auch da wieder allein raus gekommen.

    Funzt aber nur bei absoluter Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und kritischer Selbstbeobachtung, und die Bereitschaft zum Verändern der Situation.

    Es war jedes Mal auch eine Art Loslassen...und das gar nicht mal so gern. X/


    Bei der Alkoholkrankheit hatte ich allerdings überhaupt keine Chance mehr, das selbst in den Griff zu bekommen.

    Bin aber viele Jahre dem großen Irrtum aufgesessen, es doch irgendwie alleine schaffen zu können... schaffen zu müssen.

    "Ich kann doch nicht so eine Versagerin sein, das ich nicht aufhören kann mit der Sauferei!"

    Das waren meine damaligen Gedanken.

    Mir war zu dem Zeitpunkt gar nicht klar, das ich alkoholKRANK geworden bin, das ich wirklich eine Krankheit habe!

    Das ich viel zu viel gesoffen habe, war mir natürlich schon seit langem klar!

    Aber das es wirklich eine Krankheit ist und ICH daran erkrankt bin (und nicht nur andere!), das war mir nicht so bewußt.

    Als mir das aber klar wurde, natürlich auch durch meinen langen Krankenhausaufenthalt inkl. Intensivstation, denn dort ist keiner aus Spaß, ab da konnte ich dann auch Hilfe annehmen.

    Ich begriff damals endlich, das ich allein gar keine Chance mehr hatte, die Alkoholsucht zu stoppen, denn ich war ja körperlich schon komplett abhängig.


    Wenn ich heute merke, das ich beginne, irgendwas zu "exzessiv" zu machen, dann stoppe ich das.

    Ich bin offenbar eine Suchtpersönlichkeit, und muss da einfach deshalb sehr auf mich aufpassen.


    Meine beiden Suchtverlagerungen haben mir zwar körperlich nicht geschadet, aber sie machten mich unfrei.

    Hauptsächlich im Kopf. Und das mag ich nicht.

    Habe nicht mit dem Saufen aufgehört, um nun anderweitig Einschränkungen durch eine Suchtverlagerung einzufahren. :rolleyes:


    LG Sunshine

    Hallo Leyla,

    Du schreibst:

    Zitat

    ...habe ich ganz stark das Gefühl, dass er immer mehr braucht, um nichts mehr zu spüren, was ihn so sehr quält.

    Das man immer mehr Alkohol braucht, um sich wegbeamen zu können, liegt daran, das der Körper eine gewisse Toleranz entwickelt.

    Was ihn so sehr quält?

    Ich denke, das einen was "quält", ist auch eine sehr bequeme Ausrede für die Sauferei.

    So nach dem Motto: "Oh ich arme Sau, ich habe es sooo schwer im Leben, schwere Kindheit, Mobbing im Beruf und dieses und jenes, da MUSS ich ja saufen, was soll ich denn sonst tun? Ich kann ja gar nicht anders!"


    Hmmmm...andere haben aber auch schwere Kindheiten gehabt beispielsweise, wurden ebenfalls im Job gemobbt, aber sie saufen deshalb nicht alle!

    Weil sie bessere Strategien entwickelt haben, mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen.

    Wir sind doch alle nicht völlig ohne Blessuren durch unser bisheriges Leben gegangen, oder?


    Leyla, das ist typisches nasses Alkie-Gelaber...das einen etwas quält oder man es sooo schwer ist. Nass ist man nun mal voller Selbstmitleid. Was zugleich auch wieder ein sehr guter Vorwand für das nächste Saufgelage ist.

    Quälend und Probleme bereitend ist doch auch ganz stark die eigene Alkoholsucht und ihre Folgen!

    Aber es liegt in unserer Hand, dieses Elend zu beenden. Trocken muss man nicht mehr unter dem Suff leiden und könnte Probleme sehr viel besser angehen als nass.

    Und einige lösen sich auch von ganz allein, wenn man die eigene Sauferei stoppen kann.


    Viele wollen das aber gar nicht! Die WOLLEN trinken...und müssen es auch oft schon aufgrund körperlicher Abhängigkeit.

    Mit all dem hat aber ein Partner NICHTS zu tun.

    Der hat das nicht "verschuldet" und ist auch keinesfalls dafür verantwortlich zu machen.

    Es ist aber einfacher, den anderen zu beschuldigen, anstatt da hinzuschauen, was man selbst denn gerade Schlimmes anrichtet. Was man sich selbst mit der Sauferei antut, und ebenso den Angehörigen.

    Neee, lass mal....lieber nicht! Denn die Realtität tut weh, und ist sehr sehr unangenehm. Lieber weiter beide Augen fest zukneifen, anderen die Schuld in die Schuhe schieben und vor allem WEITER SAUFEN!


    Du kannst selbst entscheiden, ob Du das immer weiter so mitmachen möchtest!

    Für alles der Sündenbock sein möchtest.

    Zum Ausstieg aus der kranken Beziehung gehört sicher auch Mut.

    Und es ist auch sehr unschön, wenn die eigenen Träume platzen, die geplante Zukunft gerade den Bach runter geht.

    Und ist außerdem noch eine CO-Abhängigkeit vorhanden, wird man sich auch damit noch befassen und auseinander setzen müssen, auch das wird unbequem und kann auch schmerzhaft werden.

    Ist aber besser, als sich an den nächsten Säufer zu hängen und das ganze Elend von neuem mitzuerleben.


    Höre besser auf, auf ihn zu starren, all Deine Gedanken ihm zu widmen...und was hätte sein können, und was vielleicht irgendwann sein könnte und bliblablubb.

    Lenke Deine Gedanken lieber auf Dich selbst und schaue, wie es DIR wieder besser gehen kann. Und dann komme FÜR DICH bitte in die Handlung.


    Denn für ihn kannst Du nichts tun, egal was Dir auch einfallen würde. Er kann nur selbst erkennen, was los ist und ob er Hilfe annehmen möchte.

    Sollte das der Fall sein, weiß heutzutage auch jeder, wo die entspechenden Hilfsangebote zu finden sind. Auch dabei brauchts keine Hilfe, die letztendlich ja doch keine ist, nicht sein kann.

    Denn der Wille zu einem trockenen Leben kann nur vom Betroffenen selbst kommen.


    Unterstützen können Angehörige erst ab dann, wo jemand wirklich ein trockenes Leben leben will, wieder die Verantwortung für sein Leben tragen will und sein trockenes Leben zur Prio 1 macht.

    Auch die eigene Trockenheit vor den Partner stellt....denn alles weitere im Leben wird genau darauf aufbauen, auch eine Beziehung.

    Wenn dem so ist, dann kann der Partner auch eine echte Unterstützung sein, alles vorherige ist vergebliche Liebesmüh.

    Obwohl...das Wort Liebesmüh ist eigentlich auch völlig unangebracht in diesem Zusammenhang, denn um Liebe geht es nicht in Abhängigkeitsbeziehungen. Sondern um Abhängigkeiten, wie das Wort ja auch schon sagt.


    Meine Meinung nach gibt es hier auch nicht DAS Opfer und DEN Täter, sondern Beide "profitieren" in einer gewissen Form von einer Abhängigkeitsbeziehung.

    Hört man aber als Angehörige nicht so gern, nicht wahr?

    Das man auch eigene Anteile an der kranken Beziehung trägt...


    LG und viel Kraft wünscht Dir

    Sunshine

    (trockene Alkoholikerin)

    Zitat

    Ich glaube es lag daran, dass ich mein Muster überhaupt nicht erkannt hatte. Also dieses radikale Trennen bringt auch nur was, wenn man die innere Arbeit macht, will ich damit nur sagen ...

    Nun kennst Du ja Deine Muster, liebe Lea ;)

    Du versuchst aber trotzdem die Trennung auf Teufel komm raus rauzuschieben, nicht wahr?

    Man kann die "innere Arbeit" ja auch NACH einer radikalen Trennung machen, was mir auch viel logischer erscheint.

    Dann hat man wenigstens die Ruhe dazu und nicht mehr den Säufer anner Backe.

    Sorry, wenn ich es so deutlich schreibe.

    Aber vorher wird man erstmal sicher eine Trauerphase durchmachen müssen, bin auch nicht so naiv, um nicht zu wissen,

    das auch diese Phase kommen wird, die durchlebt werden muss.

    Aber die "innere Arbeit" läuft einem auch nicht weg ;)

    Damit darf man sich befassen, wenn es soweit ist und man die Kraft dafür hat.

    Zitat

    Jetzt käme es mir gar vor, dass ich kurz vor der großen Veränderung in seinem Leben den Absprung mache. Er sagt selbst, dass er spürt, dasss er vor einem großen Wandel steht ...

    Ja klar sagt er das.

    Das ist allerdings Alkoholiker-Geschwätz, was keinen Pfifferling wert ist.

    Dient meist dazu, den CO in seiner Rolle zu halten.

    Ebenso ist es Alkoholikergeschwätz, das man bald aufhören wird mit der Sauferei...wenn dieses und jenes eintritt.

    Blödsinn, damit macht man sich nur selbst und anderen was vor. Um Zeit zu schinden, in der man weiter saufen kann und die anderen den Mund halten müssen, weil sie sonst dran schuld sind, wenn es mit der "großen Veränderung" doch nix wird.


    Zitat

    * er bald aufhören wird, da er bald etwas Geld erbt, dann finanziell stabiler und zufriedener ist (andere Jobwahl, finanzielle Spielräume etc)

    * er nochmal ins Ausland geht (teilweise mit mir zusammen) und dort intensiv sein Kampfsport Training machen wird


    Geld ändert nix, außer das man wieder lustig neuen Stoff einkaufen kann, ohne auf den Cent achten zu müssen.

    Geld macht einen nassen Alkoholiker nicht zufriedener, das ist ein völliger Trugschluss.

    Ins Ausland zusammen mit einem Trinker?

    Gott bewahre!

    Mein Mann und ich haben die letzten Jahre halb im Ausland und halb hier in D gelebt.

    Es war eine tolle Erfahrung und eine Lebensbereicherung für mich, die ich keinesfalls missen möchte.

    Aber...wir waren in dieser Zeit mehr auf einander angewiesen als je zuvor und mussten uns auch auf den anderen verlassen können.

    Das kannst Du doch mit einem nassen Alkie komplett knicken, das wird eher die Hölle auf Erden, als alles andere.

    Und Du kannst dann nicht mal einfach weg...was sehr unschöne Folgen haben kann.


    Lea, sei nicht so dumm und glaube den Geschwätz eines nassen Alkoholikers, es ist nichts wert und es wird nichts davon eingehalten werden.

    Weil Alkoholismus eine KRANKHEIT ist und keine Willensschwäche.

    Wenn man abhängig säuft, KANN man nichts mehr einhalten, was man mal versprochen hat.

    Das ist dann uninteressant, wenn man auf Entzug kommt, dann interessiert nur der nächste Schluck, der nächste Rausch, und sonst gar nix.

    Und dem hat sich alles andere unterzuordnen, auch der Partner!

    Möchtest Du dieses Elend auch noch im Ausland mit ihm zusammen erleben? =O


    Du versuchst alles, um eine Trennung hinauszuschieben, das merkt man ja sehr deutlich.

    Uns hier brauchst Du allerdings keine Märchen erzählen, wie schön vielleicht doch alles noch werden wird.

    Dazu besteht momentan keinerlei Chance, und wir Alkoholiker hier wissen das auch.

    Weil wir das alles selbst erlebt haben. Selbst allerlei versprochen haben und nicht einhalten konnten.

    Selbst immer weiter gesoffen haben, ohne auch nur den Hauch von Rücksicht auf den Partner zu nehmen.

    Und wenn wir sowas vortäuschten, war es nur Makulatur.

    Bis zum nächsten Rausch...bis zum nächsten Schluck, DAS ist bei abhängig Trinkenden das einzig wichtige.


    LG an Dich...und Mut wünsche ich Dir ebenfalls, um Dein Leben in die eigenen Hände zu nehmen und nicht von einem nassen Alkoholiker abhängig zu machen.

    Sunshine

    Hallo Lea,

    Du fragst:

    Zitat

    Er kann trinken, aber völlig losgekoppelt von mir. Funktioniert das? Es triggert mich einfach zu sehr...

    Kurze Antwort:

    NEIN, es wird nicht für einen Menschen funktionieren, der sich selbst auch nur noch einen Pfifferling wert ist!


    Meine Frage an Dich:

    Ist es Dein Ziel, Dich von einem Partner abgrenzen zu müssen, anstatt die Gemeinsamkeit zu suchen und zu finden?

    Dann halte an Deinem Säufer fest. Denn das wirst Du tun müssen.

    Der Preis ist allerdings sehr hoch.

    Du wirst sehr wahrscheinlich dabei noch kränker, als Du eh schon bist durch Deine aktiv ausgelebte CO-Abhängigkeit.

    Wenn es Dir das wert ist...

    Muss jeder selbst wissen.


    Ansonsten gäbe es auch noch ein anderes Leben "da draussen"....bunt und lebendig...und ohne einen Säufer an der Seite, der einen wie ein Klotz am Bein hängt, und so immer schwerer belastet.


    Zitat

    Zukunftspläne wie heiraten würde ich auch erst machen, wenn er eine Abstinenz zumindest aktiv ANSTREBT. Dass das nicht so einfach ist, es Rückfälle geben kann etc ist mit klar.

    Allein vom Zulesen wird mir schon ganz schlecht. Abstinenz anstreben... wie süß. Habe ich auch jahrelang "angestrebt", ist leider nix draus geworden.

    Ich hatte übrigens nie einen Rückfall, der gehört nicht zwangsweise zu einem trockenen Leben.

    Du nimmst ihn schon in Kauf, ohne das es überhaupt konkrete Hinweise gibt, das Dein Säufer das Saufen überhaupt aufgeben möchte.

    Warum eigentlich?

    Nur um ja nie und nimmer den Traum von gemeinsamen Leben aufgeben zu müssen?

    Ach komm, der is doch längst geplatzt...sieh mal genau hin. Auch wenn es weh tut.

    Sich alles selbst noch schön zu reden und so hinzulegen, das es doch noch passt, ist doch auch keine Alternative.

    Stell Dich lieber der Realität.

    Und zieh Deine Konsequenzen daraus.

    Ich hoffe sehr für Dich, das das nicht erst am St.Nimmerleinstag soweit ist. Denn die verbrannte Zeit mit einem Säufer gibt Dir auch niemand zurück.

    Ebenso wenig wie mir meine verbrannte Zeit mit der Sauferei.

    Ist leider so.


    LG Sunshine

    Zitat

    Eigene massive Vorwürfe „Wie konnte ich nur…“ sind nicht angebracht, wenn man etwas aus Liebe gemacht hat. Die Antwort weißt du ja schon: „Ich habe das alles gemacht, weil ihn liebte und und auf eine gemeinsame Zukunft hoffte.“

    Das sehe ich etwas anders... ;)

    Man sollte sich schon fragen, wie man in so eine Situation geraten konnte?

    Nicht in Form von Selbstvorwürfen, Vorwürfe sind eh irgendwie lausig, finde ich, egal in welcher Art.

    Sondern das Hinterfragen des eigenen Verhaltens durch kritische Selbstreflektion wäre eher angebracht.


    Hier wird oft von Liebe geschrieben, aber das ist mitunter auch nur ein nettes Deckmäntelchen, um die eigene

    Abhängigkeit zu kaschieren, die man zu einem bestimmten Menschen entwickelt hat.

    Außerdem ist "die große Liebe" auch ein Totschlagargument, gegen das andere kaum ankommen können.

    Was sollte man dagegen denn auch sagen? Da ist man als Außenstehender realtiv machtlos.

    Und sauer ist man als CO meist, weil durch den Alkoholabhängigen auch die eigenen Lebensträume mitgeschrottet wurden.

    IST ja auch ärgerlich, keine Frage. Denn man hat da ja auch Energien reingesteckt und sich alles so schön ausgemalt...und auf einmal

    muss man feststellen, das nichts davon funktionieren wird.

    Aber ich glaube, sowas kann einem auch in anderen Beziehungen passieren...niemand ist ja vor einer Beziehungspleite gefeit.

    Das gehört für mich auch zum Leben dazu und ist etwas, wo man lernen sollte, als erwachsener Mensch mit fertig zu werden.

    Nur wird der Nicht-CO beim nächsten Mal besser hinschauen...während sich ein (noch) aktiver CO wohl eher in die nächste

    Abhängigkeitsbeziehung begeben wird.

    Denn ein CO hat auch immer was davon...auf die ein oder andere Art ;)


    Was ist jetzt aber besser in der akuten Situation mit einem Säufer an der Seite?

    Immer weiter hoffen, das doch noch alles gut wird?

    Hmmmm....es kann Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis ein nasser Alkoholiker was gegen seine Abhängigkeit unternimmt.

    Ich war da ebenso. Selbst als ich längst wusste, das ich alkoholsüchtig geworden bin, habe ich noch lange nicht gehandelt.

    Manch einer säuft sich auch schlicht und ergreifend zu Tode... leider ist das so X/

    Die Alternative ist, sein Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen, einen Plan B zu entwerfen und den dann auch in die Tat umsetzen.

    Dabei ist man nicht von einem anderen Menschen abhängig, auf den man immer ängstlich schauen muss, was er wohl als nächstes wieder anstellt? :roll:


    Um nochmal auf die kritsche Selbstreflektion zu kommen...ich denke, die wird nötig sein, wenn man nicht wieder in eine ähnliche Situation rutschen will.

    Denn dann steht der nächste Reinfall, wenn man es mal so nennen will, direkt vor der Tür.

    Ein CO wird ja nicht un-CO, nur weil man den Säufer eliminiert hat.

    Zitat

    Wenn bei Frau Herz und Verstand uneinig sind, wird Frau letztlich ihrem Herz folgen - ein Naturgesetz :)

    Erst wenn dein Herz ihn nicht mehr mag, mag es nicht mehr deinen Verstand ignorieren …

    Sorry, aber das hat für mich beinahe etwas sexistisches... es stempelt Frauen zu Menschen ohne Verstand ab, wo angeblich nur das Herz regiert.

    Nur mal als Hinweis: Frauen sind durchaus in der Lage, logisch zu denken, verfügen ebenso wie Männer über einen wachen Verstand (oder eben auch nicht, je nach Veranlagung) üben technische Berufe ebenso gut aus (ich komme selbst aus einem technischen Beruf und weiß das also!) und und und...

    Nur für die Leute, bis zu denen sich das noch nicht rumgesprochen hat. :roll:

    Solche Sprüche gehören für mich in die 50ger Jahre, wo Frauen eine bestimmte Rolle zugedacht war.

    Aber nicht in unsere Zeit.

    Liebe und Verstand schließen sich für mich also nicht aus! ;)


    Ich kann jedenfalls nur dringend raten, seinen Verstand einzusetzen in einer Beziehung mit einem Akoholkranken.

    Das Herz wird hinter kommen!

    Oder warum lese ich hier immer wieder mal von Frauen, die im nachhinein froh waren, sich vom Trinker getrennt zu haben, obwohl

    das Herz NEIN schrie?

    Es kommt also offensichtlich hinterher. ;)


    Und last but not least...

    Es gibt genug tolle Männer auf dieser Welt, die nicht trinken, mit denen man Pläne machen und sie vor allem auch verwirklichen kann,

    die zuverlässig sind und wirklich liebesfähig.

    Aber bei denen fehlt dann vielleicht der Nervenkitzel (die Unberechenbarkeit bei Saufexzessen beispielsweise), auf den CO-Abhängige evtl. so stehen? 8o

    Mir persönlich ist jedenfalls ein Mann, auf den ich mich verlassen kann und der mich aufrichtig liebt, lieber als jemand,

    der mir x romantische Versprechungen macht, was aber nur Gesäusel im Wind ist.

    Mein Mann wechselt mir die Winterreifen und kocht für mich mal was, und bügelt meine Blusen :)

    Das ist MIR Liebesbeweis genug :lol:


    LG Sunshine

    Und um der "hohen Schlagzahl" auch selbst gerecht zu werden, noch was... ;)

    Man kann auch süchtig nach einem Forum werden.

    Schreibsüchtig, Austauschsüchtig, wie auch immer man es nennen will.

    Dann hat man nur eine Sucht wieder gegen eine neue getauscht....und das können wir Alkoholiker und wahrscheinlich auch CO`s ja ganz besonders gut.

    Von daher beäuge ich mich selbst in dieser Sache immer sehr selbstkritisch und hinterfrage mein Verhalten immer wieder mal bezüglich Suchtverlagerungen.

    Bin nämlich auch schon mal in eine Sportsucht abgedrifet...und bitte nicht lachen, in eine bekloppte Reiswaffelsucht. ^^

    Von daher nehme ich sowas nicht auf die leichte Schulter, denn auch neue Süchte machen wieder innerlich so unfrei.


    LG Sunshine

    Übrigens, Deine hohe Schlagzahl heute hier in diesem Thread zeigt mir ziemlich deutlich, das da ein Punkt getroffen wurde, der Dir nicht so ganz behagt ;) und für mich bekommen die Beiträge so langsam Rechtfertigung-Charakter.

    Du musst Dich hier nicht rechtfertigen! Eine ehrliche Selbstreflektion ist völlig ausreichend, aber selbst das haben wir Dir nicht "abzuverlangen".

    Aber als kleinen Tipp noch:

    Man darf einiges auch mal eine paar Tage sacken lassen, drüber schlafen und so...

    Hier rennt nichts weg, nicht mal spezielle Themen, die kann man jederzeit wieder rauskramen ;)


    LG Sunshine

    Hallo meine Liebe,

    mir ist natürlich auch schon Deine hohe "Beitrags-Schlagzahl" aufgefallen ;)

    Ich führe das erstmal auch auf eine Art Forums-Euphorie zurück, die sich meist irgendwann von selbst gibt.

    Denn eines sollte Dir klar sein, wo Licht ist, ist auch immer Schatten.

    Nicht alles, was hier geschrieben wird, IST auch immer so. Man stellt ja immer nur seine eigene Sicht der Dinge dar.

    Kurzum, jeder stellst sich meist so positiv wie möglich dar, auch um gemocht zu werden.

    Das ist im net ja auch überall so üblich, sonst gibts ja keine likes und Daumen hoch ;) von dem viele schon geradezu abhängig geworden sind.

    Hier in diesem Forum geht es aber dennoch mehr in die Tiefe, das ist ganz sicher so.

    Liegt natürlich hauptsächlich an dem Themen in diesem Forum.

    Und das mag eine gewisse Faszination ausüben für "Sowieso-Schon-Interessierte" an gewissen Themen.


    Nach einer gewissen Zeit regelt sich das aber aber normalerweise von allein, denn es gibt nach der Foren-Euphorie, nach dem Gefühl, hier sooo gut verstanden zu werden usw. auch irgendwann eine Art Foren-Ernüchterung.

    In der man feststellen muss, wie wenig man eigentlich wirklich konkret helfen kann.

    Die Hilfestellung dieses Forums ist auch begrenzt, das muss einem klar sein, bzw. wird es das einem sowieso nach einer gewissen Zeit.

    Ich will damit aber nicht dieses Forum auf irgendeine Art schlecht reden. Ich bin ja auch und immer noch hier. Also bitte nicht missverstehen.


    Wenn ich mal unzufrieden war mit dem Forum, dann muss ich manchmal an unseren alten Admin Karsten denken.

    Der schrieb mir nämlich mal, das ich darüber nachdenken soll, warum ICH denn hier bin?

    Und das ich doch FÜR MICH hier sein sollte, und nicht für andere!

    Er hat einerseits damit natürlich auch seine Anteile von sich geschoben am schlecht laufenden Forum, es gab hier ja mehrmals Schwankungen.

    Und trotzdem waren seine Hinweise ebenso richtig.

    Man sollte hier tatsächlich nicht für andere sein, sondern für SICH.

    Und auch mal bei seinen eigenen Themen bleiben, anstatt andere Baustellen zu beackern.


    Bei mir ist es nun mittlerweile so, das ich nicht mehr sooo viele Themen habe, die genau zu diesem Forum passen.

    Meine Trockenheit ist stabil, ich benötige da auch nicht mehr so viel Austausch, da ist vieles längst zum Selbstläufer geworden.

    Mein trockenes Leben ist völlig normal für mich geworden, und ich werde auch nicht zwangshaft an meiner Trockenheit herumbasteln, nur weil andere sagen, das müsste ich weiterhin täglich so tun, und zwar lebenslang.

    Bei mir ist es einfach nicht so und fertich.

    So rum gesehen bräuchte ich das Forum nicht mehr.

    Ich kenne aber nun die Leute hier schon ganz gut, und hänge auch von daher an diesem Forum.

    Und oft konnte ich auch hier noch für mich lernen aus den Erfahrungen anderer, auch wenn das keinen Bezug zu meiner Krankheit hatte.

    Es gibt ja auch noch andere Lebensbereiche, wo man dazulernen kann ;)

    Außerdem kann ich mir hier meinen Frust weg schreiben, wenn ich mich über was geärgert habe oder wenn mich was belastet.


    Ich frage nun Dich, warum bist DU hier, liebe "Auf der Suche"?

    Denn die Suche impliziert für mich ja schon, das Du nach etwas suchst...

    Was sind Deine Fragen oder Erfahrungen auf "Deiner Suche", die hier nach Antworten suchen oder Austausch?

    Wie bearbeitest Du Deine eigenen Baustellen?


    Und dann bitte ich Dich, auch nicht zu vergessen, das das wirkliche Leben "da draussen" stattfindet, in der Interaktion mit anderen Menschen. Wo man sich nicht jeden Satz überlegen kann, sondern spontan sein muss.

    Kann ja auch viel für sich haben, sich auch so zu erleben :)

    Und da draussen ist auch viel Leichtigkeit, die man hier eher weniger finden wird, was natürlich auch an den Themen hier liegt.

    Die sollte man sich auch nicht entgehen lassen.

    Hier sind natürlich auch echte Menschen ^^ aber das Forum kann auch zur Belastung werden, wenn man nur noch Probleme wälzt und obendrein noch die der anderen.


    Das mal so von einer, die schon sehr lange hier im Forum ist und von daher einiges auch abgeklärter sieht, weil die Euphorie längst der Realität gewichen ist. ;)


    Kurzum, knie Dich hier bitte nicht mehr rein, als Dir gut tut.

    Da draussen wartet auch noch ein Leben auf Dich, was gelebt werden will. Ohne Tastatur, sondern mit angenehmer Temperatur.

    Zumindest ist es momentan so in D, habe ich mir sagen lassen.

    Hier ist es so heiß, das die Tastatur schon wieder angenehmer ist als draussen zu sein ^^


    LG an Dich

    Sunshine

    Gut gemacht, Cayenne!

    Auch wenn der Typ sehr direkt war...ist ja auch nicht soooo angenehm.

    Aber es ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung...

    Ich finde es gut das Du das gemacht hast, und Ja....es ist noch Mal ne andere Sache, Dinge direkt von Angesicht zu Angesicht auszusprechen.

    Dazu gehört auch Mut!


    Mit dem von mir angesprochenen Triggern anderer CO meinte ich übrigens nicht das Jammern. Aber das erläutere ich später genauer was ich meinte.

    Schreibe Dir gerade auf meinem Smartphone aus Russland, wo ich gerade unterwegs bin....darum nur ein kurzer Text.

    Jammern tut ja jeder mal....und das ist auch völlig okay. Mache ich auch öfters... schlecht ist nur wenn das zur Dauerschleife wird und man sich als Opfer darstellt, obwohl man sein Leben aus eigener Kraft ändern könnte.

    So mal meine Meinung...

    Es gibt genug Länder, wo Frauen wirklich Opfer aufgrund kompletter Fremdbestimmung sind.

    In unserem Land ist das aber nicht so!

    Hier gibt es Möglichkeiten und Wege. Man muss sich nur bewegen und bereit sein, seine Komfortzone zu verlassen.


    Super auch, das Du mit Deinem Kind sprechen willst :thumbup:


    LG Sunshine

    Zitat

    ich bin halt keine 20 mehr. Danke. ja. ich brauche ein Netz um mich. Ja.

    ich kann nicht von jetzt auf gleich die Taschen packen und gehen. ich muss für mein Kind die Dinge klären, ich brauche auch selsbt die Finanzielle Absicherung. Und ich gebe hier mein Zuhause nicht auf!

    So einfach geht das nämlich nicht. Da bin ich dann auch bockig.

    Hier wurde eine klare Ansage gemacht!

    (Und ähnlich zieht es sich durch den gesamten Thread)

    Cayenne ist nicht bereit, etwas zu ändern, was irgendwie unbequem ist.

    Dann ist das eben so.

    Man muss niemanden Hilfe hinterhertragen, machen wir hier bei Alkoholikern doch auch nicht.

    Wenn kein Tiefpunkt erreicht ist, wird es auch keinen Anlass geben, WIRKLICH was zu ändern.

    Und der ist eindeutig nicht erreicht.


    Cayenne, Du schreibst, was alles nicht geht. Tja, dann bleibt eben alles wie es ist.

    Dann braucht man allerdings auch nicht zu jammern.

    Du glaubst doch wohl nicht im ernst, das Dein Säufer freiwillig geht, das gemeinsame Heim verlässt, oder?

    Warum sollte er?

    Für ihn ist alles okay, er will nur in Ruhe saufen, und das auch möglichst bequem.

    Wenn Du Dein Leben verbessern willst, musst DU den Hintern hoch bekommen. Nicht ER !

    Und Dir/Euch wohl auch ne neue Bude suchen müssen, ist nu ma so.

    Davon geht die Welt aber auch nicht unter.

    Materielle Werte sind nicht so wichtig wie das eigene zufriedene Leben.

    Du könntest alle Schätze der Welt beitzen und würdest doch nicht glücklich werden können.

    Weil Du mit einem Säufer zusammen bist, das schließt Glücklichsein oder auch "nur" persönliche Zufriedenheit per se aus.

    "Nur" in Anführungsstrichen, da persönliche Zufriedenheit auch schon verdammt viel wert ist.


    Bockigkeit ist auch kein guter Ausgangspunkt für Veränderungen, weil es einen innerlich unbeweglich macht.

    In Deinem Fall noch unbeweglicher als eh schon.

    Ich kenne Bockigkeit sehr gut, neigte auch manchmal dazu. Und es hatte mir noch IMMER geschadet.

    Heute bin ich lieber nicht mehr bockig, weils nix taugt.

    Ich verwerfe lieber einen Plan A, wenn der nicht (mehr) funzt, und entwerfe einen neuen Plan.

    Bockigkeit hat mich immer blockiert und so war ich nicht offen für Neues und unflexibel.


    Last but not least möchte ich mich noch Florians Worten anschließen.

    Würde bei einem nassen Alkoholiker erkennbar sein, das er möglichst alles so lassen will wie er ist, käme der über den Vorstellungsberich nicht hinaus

    und würde auch dort bald herauskomplimentiert werden, weil sich das Forum an bekennende Alkoholiker wendet, die ihr Leben zum besseren wenden möchten.

    Und trockene Alkoholiker möchten sich hier ebenfalls austauschen. Und auch ihre Erfahrungen weiter geben.

    Anders bei CO-Abhängigen, da werden sich die Finger wund geschrieben, OBWOHL erkennbar ist, das ein aktiver CO-Abhängiger

    nicht bereit ist, was an seinem Leid zu ändern.

    Da bricht wohl das oftmals stark vorhandene Helfersyndrom der CO-Abhängigen durch.

    Und ? Hat das jemals bei den saufenden (Ex)Partnern was gebracht?

    Nö, hat es nicht, und wird auch bei CO-Abhängigen, die nix ändern wollen, nicht funktionieren.

    Ist die pure verbrannte Zeit, mehr nicht. In der könnte man auch was besseres machen...

    Hier im Forum beispielsweise die CO-Abhängigen unterstützen, die wirklich was ändern wollen...denn die brauchen auch noch Unterstützung.

    Weil die neuen Wege auch dort wohl etwas wackelig sein werden?


    Cayenne, Dir wurde geschrieben, das DU hier weiter schreiben kannst.

    Bei einem nassen Alkoholiker wäre anders vorgegangen worden...den Unterschied kann ich bis heute nicht verstehen.

    Aber ich persönlich widme meine Zeit hier lieber denjenigen, die wirlich wollen und nicht nur rumjammern und rumlamentieren, was alles NICHT geht...sondern die nach WEGEN suchen.

    Ein nasser Alkoholiker, der "noch nicht so weit ist", wie es ja oft so nett rausschieb-technisch umschrieben wird, wäre für den offenen Bereich nicht mal zugelassen worden.

    Aber CO`s dürfen hier gerne über lange Zeit "noch nicht so weit sein"...hm...schon merkwürdig...für mich zumindest.

    Das sie damit auch andere CO-Abhängige triggern können, wird auch außer acht gelassen.

    Damit meine ich, wenn ein aktiver CO immer wieder auch hier seine Lage verharmlost, kann das sehr wohl dazu führen, das andere

    das auch machen, und sich so auch nicht auf den Weg machen.

    Das schlimmste Argument ist für mich übrigens immer noch "er schlägt mich ja nicht"

    Echt krass, sowas überhaupt zu erwähnen.

    Dabei auch noch übersehend, das Worte und Verhalten ebenso verletzend sein können wie körperliche Gewalt.


    Nun gut, jeder entscheidet selbst über sein Leben.

    Cayenne, Du hast Dich für das weitere Durchhalten entschieden, billigend dabei in Kauf nehmend, auch Deinem Kind damit weiterhin Schaden zuzufügen, denn das nimmt es unweigerlich in dieser Beziehungs-Konstellation.

    Von dem eigenen Schaden ganz zu schweigen.

    Wenn jemand für sich selbst die Entscheidung trifft, weiter im eigenen Elend zu verharren, tut mir das zwar leid,

    aber ich akzeptiere das.

    Ebenso akzeptiere ich das bei nassen Alkoholikern, sich FÜR die weitere Sauferei zu entscheiden.

    SInd dabei aber Kinder im Spiel, hört für mich eindeutig das Verständnis und auch meine Toleranz auf.

    Denn Kinder sind von den Entscheidungen oder auch Nicht-Entscheidungen der Eltern abhängig!

    Und für sie trägt man die Verantwortung.

    Auch als CO-Abhängiger! Oder sagen wir mal eher, als "Nicht-Säufer" der Familie, denn der Alkoholkranke kann diese Verantwortung krankheitsbedingt nicht mehr übernehmen.


    Gruß Sunshine

    Zitat

    Ihr könnt doch nicht über mein Schicksal urteilen. Soll ich etwa wildfremden Menschen meine Ehe in die Hand geben?

    Oh NEIN, das sollst Du natürlich NICHT tun!

    Hier will auch niemand über Dein Schicksal urteilen, und am Ende ist es DEIN Leben.

    Es geht darum, sein Leben wieder in die EIGENEN HÄNDE zu nehmen.

    Und nicht darum, sein Leben von anderen bestimmen lassen. Auch von keinem Forum der Welt!


    Ich glaube, davor hast Du große Angst:

    Dein Leben in Deine Hände zu nehmen, Entscheidungen für Dich selbst zu treffen, für Dich selbst zuständig zu sein.

    Kann das sein?


    Zitat

    Du hast recht, ich bewege mich nicht.

    Womöglich kann ich es noch nicht. Aber: ich bin für mich froh, dass ich überhaupt einen Schritt gemacht habe - und mag er noch so klein sein.

    Das ist für mich übrigens so ziemlich das Gleiche, was Alkoholiker so von sich geben. ;)

    Keiner will was ändern, der andere soll sich immer ändern.

    Aber so läufts nun mal einfach nicht. Nicht nur mit Alkoholikern und CO`s nicht, sondern grundsätzlich nicht.

    Dieses Hinausschieben von Handlungen ist ebenso typisch für den nassen Alkie und den CO.

    Man "ist immer noch nicht so weit".

    Alkoholikern reden oft ganz genau so, sie sind auch immer noch nicht so weit, um aus der Sauferei auszusteigen.

    Da muss immer erst noch dieses und jenes passieren, der Stress auf der Arbeit weniger werden, die Partnerin soll weniger meckern,

    und die ach so schwere Kindheit kommt ja auch immer noch dazu...obs stimmt oder auch nicht.

    Und soooo schlimm ist alles dann doch auch immer nicht. Andere trinken doch noch viel mehr...und bliblablubb

    Und dann muss ja auch erst noch der Geburtstag des Kollegen gefeiert werden...und WM ist obendrein.

    Beim CO heißt das dann entsprechend "er schlägt mich ja nicht" und "er ist ja nüchtern so ein toller Mensch" (so als Abwiegelung des ganzen Dramas) als ob das ne besondere Leistung wäre :rolleyes:


    Nun gut, dann geht das Ganze eben so weiter. Dann muss man wenigstens auch keine Entscheidung treffen und auch sonst nicht aktiv werden.

    Jeder muss das für sich selbst entscheiden.

    Der Säufer darf sich ja auch für die Sauferei entscheiden wie der CO für das weitere Verbleiben in der CO-Abhängigkeit und dem damit einhergehenden Leid.


    Liebe Grüße und Dir weiterhin alles Gute!

    Sunshine

    Zitat

    das finde ich super, dass du seit 19 Jahren keinen Schluck mehr angerührt hast! Das muss Anfangs bestimmt sehr hart gewesen sein.

    Nein Sunnyday, das war nicht hart für mich.

    Es war das Beste, was mir je im Leben passiert ist, nicht mehr trinken zu MÜSSEN.

    Meine Entgiftung war hammerhart, weil ich sie beinahe nicht überlebt hatte.

    Mein Körper hatte schon sehr gelitten.

    Für mich war es wie ein Wunder, keine körperlichen Entzugssymptome mehr zu bekommen, denn die kamen nach der Entgiftung nicht mehr.

    Es war mein größter Wunsch, nie wieder trinken zu müssen.

    Ganz von Suchtdruck blieb ich allerdings auch nicht verschont, aber wieder trinken war für mich einfach keine Option mehr.

    Weder in guten noch in schlechten Zeiten.

    Zitat

    Und wie ich herauslesen kann, bist du immer noch mit dem gleichen Mann zusammen? Also kann es klappen, wenn man wirklich will. :)

    Sunnyday, mein Mann war nie mein CO.

    Wenn ich hier manchmal so lese, was einige mit ihren Partner(innen) abziehen, dann erschreckt mich das schon sehr.

    Hätte ich bestimmte Sachen mit meinem Mann auch nur 1x abgezogen, hätte der mir selbst die Koffer gepackt.

    Aber ich war oft verbal aggressiv gegen ihn, was ja auch verletzend ist.

    Es gab da schon eine gewisse Wesensveränderung, denn normalerweise bin ich weder extrem aggressiv noch neige ich zu körperlicher Gewalt. Und die gab es auch nie bei uns.

    Wie gesagt, wäre sowas auch nur 1x passiert, hätte mein Mann mich unverzüglich vor die Tür gesetzt, da bin ich mir sicher.


    Ja, wir sind noch zusammen. Aber es gab nach 4 Jahren Trockenheit eine 2jährige Trennung.

    Es war also nicht so, das ich aufhörte zu saufen und alles wurde wieder gut.

    So war das auch bei uns nicht.

    Heute sehe ich diese Trennung als sehr wichtig für uns an. Hätte es die nicht gegeben, wären wir vielleicht gar nicht mehr zusammen.

    Zitat

    Wir könnten alles so schön haben und es ärgert mich dermaßen, dass er sich so hängen lässt und die Probleme mit Alkohol versucht wegzuspülen.

    Tja, hätte...könnte...sollte... IST aber nicht, Sunnyday.

    Ich würde nicht auf hätte,könnte,sollte setzen.

    Warum nicht selbst das Leben in die eigenen Hände nehmen und was draus machen?

    Warum willst Du darauf warten, das ER was ändert?

    Warum änderst Du es nicht, sondern machst DEIN LEBEN von ihm und seiner Sauferei abhängig?


    LG Sunshine

    Zitat

    Vielleicht ist bei uns die Trennung auch schon in Sicht, vielleicht kippe ich auch um und füge mich meinem Schicksal. Vielleicht hätte ich füher etwas tun sollen, Vielleicht hätte ich ihn gar nicht kennenlernen dürfen.

    Vielleicht findest du aber auch doch die Kraft, dem Drama ein Ende zu bereiten!

    Ich wünsche es Dir jedenfalls von ganzen Herzen!


    Zitat

    Das kann ich noch nicht. Ich muss an meiner Co-Abhängigkeit arbeiten. Ich bin komplett im Sog. Wenn ich ohne Hilfe so weiter mache, renne ich von einem ins Nächste. Da wäre ich mir fast sicher.

    ich versuche im Mment nicht nur immer seine Sucht zu sehen, sondern mich auf mich zu konzentrieren. Wo stehe ich, was will ich eigentlich, Wie bekomme ich Luft?

    Ich habe auch sehr wohl wahr genommen, das Du schon was für DICH tust.

    Und das ist auch klasse und richtig so :thumbup: ....und das gehört auch zum Weg des Loslassens und auf sich selbst zu schauen.


    Es ist aber auch so, das es für den Alkoholiker unwichtig ist, was DU tust.

    Du solltest das also wirklich nur für Dich tun und Dir keine positiven Auswirkungen auf die Beziehung erhoffen.

    Denn die werden kaum oder eher gar nicht eintreten. Vielleicht sogar im Gegenteil, Dein XY wird wahrscheinlich immer aggressiver, je mehr Du was für Dich tust.

    Denn merken wird er die Veränderungen. Und die können verunsichern. Und im schlimmsten Fall dann auch echt in Gewalt gegen Dich umschlagen.

    Zitat

    Ich weiß jetzt gar ncht, wie ich diese Nachricht beenden kann?

    Einfach auf "Antworten" klicken ! :D

    Späßle ;) ... Du musst hier keine super ausgefeilten Texte verfassen, kritzel einfach drauflos, und gut isses. Wer nicht hinterher kommt, kann ja nachfragen, nicht wahr?

    Und wenn Du grad nicht mehr weiter weißt, schickst Du es einfach erstmal ab...was ist schon dabei?

    Pass halt nur auf, das Du nicht zu privates mit Wiedererkennungswert im offenen Bereich schreibst.

    Mit Gedankensprüngen/Fetzen können wir umgehen hier ;)


    LG Sunshine

    Ich antworte mal hier, Kathrin, und hoffe, Cayenne sieht das nicht als Thread-Missbrauch ;)


    Zitat

    und auf der anderen Seite ist da noch Liebe zu meinem Mann

    Auch hierzu mal was zum Nachdenken...

    Ist es wirklich Liebe?

    Angebliche Liebe ist nämlich oft ein dekoratives Deckmäntelchen für was anderes:

    Nämlich für Abhängigkeit, für Angst vor Veränderungen, für Angst vorm Loslassen, für Angst, die Wohlfühlzone verlassen zu müssen, für Angst vor finanziellem Verlust...und mehr.

    Liebe hört sich aber netter an...und man kann kaum was dagegen sagen, denn es ist nicht nett, jemanden zu unterstellen, das er nicht liebt. Das ist sogar etwas übergriffig...finde ich.

    Und man wird es keinesfalls gern hören.

    Liebe ist für mich also auch ein Totschlag-Argument, wogegen man schlecht was sagen kann.

    Nur hilft es einem persönlich ja gar nicht weiter, wenn man sich weiter hinter Deckmäntelchen versteckt.

    Das Leben geht ja derweil weiter in eine ungute Richtung, man verbrennt weiter vielleicht viele weitere Jahre...und am Ende steht man immer noch vor den Trümmern, die aber auch schon Jahre vorher da waren.

    Auch da wird ja lange ein Deckmäntelchen drüber gelegt.


    Kathrin, ich werde dieses Jahr 60. Das ist anders, als 30 oder 40 zu werden, man macht sich schon so seine Gedanken, die mit 30 oder 40 noch weit entfernt waren.

    Mir ist durchaus bewußt, nicht ewig zu leben.

    Aber ich möchte aus den mir verbleibenden Jahren eine möglichst schöne Zeit machen, noch viel erleben, meine Enkelkinder aufwachsen sehen und Reisen machen, meinem Hobby frönen und.. und... und...

    Ich habe viele Jahre meines Lebens versoffen und bereue das wirklich.

    Aber es ist nicht mehr zu ändern, und sich immer weiter drüber grämen, das ist auch nich so meins.

    Darum sehe ich Dinge vielleicht auch anders, weil ich selbst viele Jahre an den Alk verschwendet habe.

    CO-Abhängigkeit ist im Grunde auch nix anderes, auch da verschenkt man sein Leben an den Alk, selbst wenn man ihn selbst gar nicht konsumiert!

    Überlegt Euch, ob ihr das wirklich wollt!


    Zitat

    Ich könnte nur heulen wenn ich sehe wie er alles weg wirft. Unsere Beziehung, seinen gut bezahlten Job, seine Selbstachung. Ich kann nichts dagegen tun

    Richtig! Dagegen bist Du völlig machtlos.

    Dann hat der Alk schon komplett übernommen, dagegen hast Du genau NULL Chance!

    Du kannst heulen, schreien, betteln, drohen...alles egal für einen nassen Alkie.

    Das interessiert nicht!

    Der nächste Schluck zählt, und alles dreht sich ab einem gewissen Punkt nur noch darum!

    Alles, was dabei behindert, wird aus dem Weg geräumt.

    AUCH MENSCHEN, die einem dabei im Wege stehen und lästig werden!

    Die dürfen nur bleiben, wenn sie parieren, als CO einwandfrei funktionieren.

    Das erlebst Du ja gerade selbst so, nicht wahr?

    Ansonsten sind sie nämlich einem nassen Alkoholiker zu nichts nutze. Und können damit weg.

    Is einfach so. Auch wenn ein nasser Alk es abstreiten würde...


    Ein nasser Alkoholiker sieht das auch anders. Er wird alles vermeiden, um das wahre Ausmaß seiner Sauferei sehen zu wollen.

    Er wird immer Gründe fürs Saufen finden, und seien die auch noch so bekloppt,egal.

    Und er wird alles dafür tun, das ihm niemand die Pulle wegnimmt! Und zwar wirklich ALLES !


    Die einzige Chance, da nochmal raus zu kommen, ist die Erkenntnis, Alkoholiker geworden zu sein, die Krankheitsannahme und die daraus folgenden nötigen Schritte, wo zuerst eine Entgiftung ansteht.

    Diese Hilfe kann außerdem nur von außen kommen, aber erstmal muss man als Säufer/in da ja erstmal hinkommen, die Augen aufzumachen und zu sehen, was wirklich ist.


    Und das ist erst der Beginn von vielen folgenden nötigen Veränderungen.

    Und die würden auch BEIDE betreffen, denn ein Co ist auch abhängigkeits-erkrankt!


    LG an Euch beide, Cayenne und Kathrin!

    Sunshine

    Hallo Cayenne,

    Willkommen hier im Forum.


    Ich gebe es ehrlich zu, ich musste gestern laut lachen, als ich das mit den zertrampelten und ausgerissenen Pflanzen gelesen habe.

    Musste mir das bildlich vorstellen, und es ist wirklich eine groteske Vorstellung, wenn ein besoffener Wüterich durch den Garten tobt.

    Für Dich war es sicher wesentlich unlustiger, schon klar. X/


    Cayenne, ich rede nicht gern lange drum herum:
    Du bist komplett auf dem Holzweg, wenn Du denkst, das sich auch nur ein ganz klein bisschen was ändert, wenn ihr daran "arbeitet".

    Hier kann auch kein Psychologe der Welt helfen! Und ebenso keine Paartherapie oder whatever.

    Und weißt Du auch warum?

    Weil Dein XY saufen WILL!!

    Und solange hast Du NULL CHANCE auf ein besseres Leben.

    Im Gegenteil, das wird alles noch schlimmer.

    Denn die Suchtspirale dreht sich nur noch abwärts, wenn man alkoholabhängig geworden ist.


    Dein XY gibt ja nicht mal zu, ein Alk-Problem zu haben.

    DU sollst Dich anpassen!

    Am besten auch wieder mitsaufen.

    Merkst Du, wie krank das ist ?!

    Merkst Du, wie egal Du ihm bist?

    Hauptsache Du funktionierst weiterhin als guter CO. Der Rest schert Deinen XY einen Dreck.

    Ob Du Dich auch noch alkoholkrank säufst, ist ihm EGAL, es wäre ihm sogar recht!

    Mein lieber Scholli, ich darf gar nicht weiter drüber nachdenken, wie krass und fies das ist.


    Du redest doch bitte nicht mehr ernsthaft von Liebe oder?

    Wo soll die denn noch sein? Du machst Dir etwas vor, um Deinen Hintern nicht bewegen zu müssen.

    Er soll was ändern, Du willst das nicht.

    Wird er aber nicht tun.

    Und zum Thema Liebe: Ein Alkoholiker hat schon eine große Liebe, gegen die jede andere machtlos ist, und das ist die Pulle.

    Ein nasser Alkoholiker ist höchstens noch stark eingeschränkt liebesfähig, wenn überhaupt.

    Dafür ist als nasser Alkoholiker einfach kein Platz mehr. So ist das nun mal.

    Und es hilft Dir kein Stück weiter, Dir da weiterhin was vorzumachen.


    Ich merke aber auch an Deinem Schreiben, das Du nicht in die Handlung kommen willst.

    Dann wird das noch viel Jahre so weiter gehen.

    Und auch dann besteht die große Gefahr, das Du psychischen Schaden nimmst, wenn der nicht schon längst vorhanden ist.

    Das Leben mit einem nassen Alkoholiker ist doch in Wirklichkeit unerträglich und das geht an NIEMANDEN spurlos vorbei, egal wie hoch die persönliche Resilienz ist.


    Überlege Dir mal, ob Du Dich wirklich weiter an einem Traum klammern willst, der längst zerplatzt ist?

    Es ist nun mal oft im Leben so, das Beziehungen zerbrechen, das ist ja nicht nur in Abhängigkeitsbeziehungen so.

    Aber da ist die Quote sicher besonders hoch, wenn nicht beide bei draufgehen wollen und der CO es schafft, die Kurve zu kratzen und bereit ist, sein eigenes Leben an die erste Stelle zu rücken.

    Denn genau da gehört es hin.

    Und zwar nicht nur bei CO`s sondern bei allen Menschen.


    Überlege Dir, ob Du weiterhin Dein Leben wegschmeissen willst an eine sinnlose Beziehung ohne Chance auf Verbesserung oder ob Du Dir etwas mehr wert bist?


    Denn bei einem bin ich mir ganz sicher, Dein XY ist gaaanz weit davon entfernt, das Saufen sein lassen zu wollen.

    Und selbst wenn er es wollte...Du wirst nie mehr den Mann zurück bekommen, der er vorher mal war.

    Außerdem garantiert eine Abstinenz noch keinen Fortbestand der alten Beziehung!

    Ein trockener Alkie möchte sicher keinen aktiven CO an seiner Seite haben, das sind zumindest meine Erfahrungen.

    Und ein Alkoholiker, der fortan trocken leben will, muss das zur Prio1 in seinem Leben machen.

    Auch vor dem Partner, das muss vor allem anderen kommen.

    Auch das bereitet CO-Abhängigen oft große Probleme.

    Wer da also denkt, wenn der Säufer aufhört zu saufen, dann würde alles gut, irrt sich ganz gewaltig.

    Dann fängt die große Herausforderung im Grunde erst an...

    Aber da ist Dein XY gar nicht, er wird vielleicht noch viele Jahre weiter saufen, sich evtl. auch am Ende totsaufen.

    Seine Entscheidung!

    Ob Du dabei sein möchtest, entscheidest Du selbst.


    LG Sunshine (trockene Alkoholikerin)

    Hallo Mari,

    gut das Du bisher nicht wieder trinken musstest!

    Ein Krisenmodus hat schon bei vielen zu einem Rückfall geführt.

    Das ist aber nicht unabänderlich so vorgegeben, da bin ich ganz sicher.

    Es wäre darum gut, Strategien zu entwickeln, um damit umzugehen.

    Denn das Abschießen mit Alkohol ist keine Option mehr, hoffe ich.


    Zitat

    Leider hat der Suff bei mir den Effekt, dass ich dann endlich mal meinen Kopf abschalten und für ein paar Stunden alles vergessen und loslassen kann. Natürlich zu einem viel zu hohen Preis.

    Wir haben ja alle den Alkohol missbraucht. Aus verschiedenen Gründen und zu unterschiedlichen Zwecken.

    Frauen sind sehr oft Stress-Säuferinnen. Weil die oft sehr hohen Anforderungen nicht mehr zu schaffen sind, so sucht frau besonders gern dann für ein paar Stunden Abschaltung von allem.

    Stichwort auch "mothers little helper".

    Sich vorher Hilfe zu suchen oder das Leben anders zu gestalten tun Frauen oft nicht, weil sie denken, sie müssten ihre Rolle erfüllen :rolleyes:


    Wie auch immer, ich kann Dir nur raten, andere Strategien zu entwickeln, um den Kopf abzuschalten.

    Besonders in Krisen-Situationen!!

    Denn da drehen sich ja die Gedanken oft wie im Karrusell, immer im Kreis, man findet kein Ende mehr.

    Evtl. kommen Sorgen dazu, Zukunftsängste oder ähnliches.

    Wie verführerisch ist da wieder der Griff zur Pulle, wenn das vorher das "Lösungsmittel" war.


    Ich kann Dir mal sagen, was ich mache, wenn ich die Birne abschalten muss ;)

    Ich widme mich dann meinem Hobby, aber nicht in unbedingt relaxender Form, denn dann bleibt da bei mir noch genug Platz zum Grübeln. X/

    Ich mache dann was, was mich wirklich fordert vom Kopf her.

    Da mein Hobby die Fotografie ist, was ich auch intensiv betreibe, suche ich mir dann ein Thema, was ich bearbeiten will, beispielsweise eine neue Bearbeitungstechnik.

    Dazu muss ich erstmal recherchieren, lesen und auch verstehen, vielleicht ein Youtube-Video dazu schauen und dann nachmachen.

    Dabei hat dann wirklich nix anderes mehr in meinem Kopf Platz, denn der ist dann einfach gefordert.


    Es ist so ähnlich, die lütte hier manchmal schreibt ;)

    Wenn es Dir schlecht geht, dann singe laut irgendwelche Songs mit.

    Wer singt, kann nicht mehr denken.

    Genau so ist das auch bei mir mit meinem Hobby.

    Es ist dann eine Zeit des Abschaltens, und dazu braucht man keinen Alkohol oder andere Drogen.

    Das Hobby ist dann Droge genug, oder eben das Singen ^^


    Zitat

    Mein Plan fürs Wochenende ist also: Reset-Knopf drücken. Ich werd mit meinem Hund durch die Natur streunern, außerdem gönne ich mir viel Ruhe, gutes Essen und Lesen. Dann habe ich hoffentlich auch wieder etwas Kraft für alles, was da kommen mag

    Dann hoffe ich, das es bei Dir auf diese Art funzt. :)


    Bei mir würde es das nämlich nicht tun. Dabei hätte ich viel zu viel Zeit zum Weitergrübeln, und so könnte ich dann auch nicht abschalten.

    Mir hilft ebenso wenig bei Gedankenkarussellen: Radfahren, im Garten arbeiten, Putzen oder kochen, es sei denn, es handelt sich um ein sehr schwieriges Kuchenrezept :lol:

    Ich brauche dann wesentlich mehr Ablenkung oder Konzentration auf eine bestimmte Sache.


    Aber das ist wohl bei jedem anders, es geht nur darum, eine eigene Strategie zu haben, die man dann in Krisensituationen befolgen kann.

    Es kommt bei mir aber auch immer auf die spezielle Krisensituation an.

    Wenn ich über etwas intensiv nachdenken will oder muss, um zu einer Entscheidung zu kommen, dann würde ich auch in der Natur spazieren gehen, im Garten werkeln, also etwas tun, was mich mental nicht besonders fordert.

    Will ich aber komplett abschalten, weil die Drähte in der Birne schon massiv überhitzt sind, dann brauche ich mehr.


    Liebe Grüße an Dich

    Sunshine

    Hallo Sunnyday,

    Und Willkommen hier im Forum!


    Xlausi schrieb Dir:

    Zitat

    Die Eifersucht rührt wohl daher, das deren Selbstwert tendenziell Richtung 0 geht.

    Die Vermutung von Xlausi kann ich nicht nur bestätigen, bei mir war das gelebte Realität, als ich noch gesoffen habe.

    Ich war oft grundlos eifersüchtig und habe damit meinem damaligen Partner und jetzigen Mann

    das Leben auch schwer gemacht.

    Denn er hat mich nie betrogen, jedenfalls nicht das ich es wüßte ;) und hat auch nie was in dieser Richtung getan, was auch nur Verdacht erregt hätte.

    Trotzdem habe ich ihm alles mögliche und vor allem unmögliche unterstellt :rolleyes:


    Denn ich fühle mich als Versagerin, als ich noch gesoffen habe. Zudem wurde ich immer dicker durch die Sauferei, fühlte mich also nicht nur innerlich unattraktiv, sondern auch äußerlich immer mehr.

    Hatte ja einen Spiegel, in dem ich mich sehen konnte. ?(

    Dazu kam, das ich es nicht schaffte, mit der Sauferei aufzuhören, ich betrachtete das als persönliches Versagen.

    Mir war zu dem Zeitpunkt gar nicht klar, das ich tatsächlich alkoholkrank geworden bin.

    Das ich zu viel saufe, war mir natürlich klar, aber das ich wirklich KRANK geworden bin, das sah ich nicht.

    Und wer krank ist, braucht oft Hilfe von außen, bei der Alkoholkrankheit ist das auf jeden Fall so!

    Das bekommt man nicht mehr selbst gebacken, wenn man bereits körperlich abhängig ist.


    Als ich dann im KH zum Entzug landete, wurde mir schon klar, das ich dort ja nicht aus Jux und Dollerei hingekommen bin.

    Dort war dann auch die Rede von Alkoholkrankheit...und da wurde mir erst wirklich klar, das ich krank bin.

    Und mit dieser Erkenntnis und auch Annahme meiner Krankheit konnte ich dann auch wirklich dankbar Hilfe annehmen.

    Und vor allem trocken werden, das war vor ca. 19 Jahren.


    Die Eifersucht verschwand bei mir in kurzer Zeit immer mehr, als ich trocken wurde, denn ich bin grundsätzlich gar nicht besonders eifersüchtig.

    Ich kannte ja wieder meinen eigenen Wert.

    In der Saufzeit aber fühlte ich mich wirklich wertlos.

    Und dann neigt man ja viel eher zur, auch völlig grundlosen, Eifersucht.

    Als ich trocken wurde, nahm ich auch wieder die angesoffenen Kilos ab, konnte wieder schicke Klamotten tragen, lies mir eine komplett andere Frisur verpassen, ich schnitt sozusagen im wahrsten Sinne des Wortes alte Zöpfe ab.

    Aber auch mein inneres Selbstwertgefühl war wieder intakt.


    Wenn sich heute mein Mann mal mit ehemaligen Kolleginnen trifft oder so, dann gönne ich ihm das von ganzen Herzen :)

    Freue mich mit für ihn, das er das macht und das er eine schöne Zeit hat.

    Ich mache derweil mein Ding, denn ich gehe da auch nicht mit, denn das ist ein Teil SEINES Lebens und nicht meines.

    Er kann mir ja danach erzählen, wie es war und wo sie waren etc.

    Auch ich habe gute männliche Freunde, und da ist er auch meist nicht dabei, wenn ich die treffe, er kennt sie aber.

    Unsere Themen sind dann nicht so ganz "seine Themen" :lol: und er macht dann lieber derweil was anderes.


    Vielleicht kannst Du nun die Eifersucht Deines Partners besser einordnen.

    Das bedeutet aber nicht, das DU damit leben musst!

    Denn das ist ja sehr einschränkend und man bekommt auch immer wieder unterstellt, das man lügt, oder?

    Das ist nicht okay!


    LG Sunshine

    Zitat

    "Hi ich bin der XLausi, da bin ich".


    Also für mich reicht es auch aus. :lol:

    Freue mich schon drauf, Dich auch im Erweiterten Bereich lesen zu können.

    Dort haben wir ja auch einen Hobbybereich, der gerne etwas belebt werden darf.

    Du wolltest ja dort vielleicht auch etwas mehr über Dein Hobby berichten.

    Weiß nicht genau, ob damit Dein Sportschützen-Hobby gemeint ist.

    Aber wehe Du schießt da Löcher in den Hobbybereich... =O;)

    Das sehen wir nämlich gar nicht so gern :P


    Bis denne

    LG Sunshine