Beiträge von Sunshine_33

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Man kann übrigens auch sehr gut einen schwerkranken Menschen begleiten, ohne mit ihm zusammen leben zu müssen!

    Erwachsene Kinder, die ihre alten Eltern begleiten, wohnen schließlich üblicherweise auch nicht zwangsweise mit den Pflegebedürftigen zusammen.

    Oftmasl kann man sogar sehr viel besser begleiten, wenn man auch noch einen Rückzugsort hat, wo man die eigenen Akkus wieder aufladen kann.


    Einem Süchtigen in so einer Situation noch die Hand halten zu wollen, hilft übrigens dem Süchtigen kein Stück weiter, sondern hält ihn in der Sucht.

    Ich hatte auch eine echt schlechte Diagnose, als ich auf der Intensiv landete.

    Ein sofortiger Stopp der Sauferei konnte aber vieles auch wieder gut machen.

    Ich zähle hier nun nicht im einzelnen auf, was ich alles kaputt gesoffen hatte, aber ich hatte erhebliche körperliche Schäden von der Sauferei.

    Das einzige, was mir noch helfen konnte, waren die Ärzte auf der Intensiv, das Pflegepersonal und klare Ansagen, auch von meinem Mann.

    Entscheiden musste ich aber selbst, ob ich nu will oder nicht.

    Und diese Entscheidung kann einem auch niemand abnehmen.

    Sie wird aber unwahrscheinlicher gefällt, solange noch irgendwas einigermaßen läuft...und "einigermaßen läuft" ist bei Alkoholikern ein sehr weitreichender Begriff.


    LG Sunshine

    Bei CO-Abhängigen, besonders bei Frauen, läuft es fast immer aufs Gleiche raus (so zumindest mein Eindruck):

    Man selbst will nichts an seinem eigenen Leben ändern müssen, will es partout nicht in die eigenen Hände nehmen.

    Der ANDERE SOLL DAS TUN, der ANDERE soll sein Leben ändern!

    So ist es einfach bequemer, und macht auch weniger Angst.

    Im Grunde tut ein CO nichts anderes als ein nasser Alkoholiker oder anderweitig Süchtiger.

    Die Verantwortlichkeit abwälzen für das eigene Tun.

    Das können ja nasse Alkoholiker auch immer ganz gut.


    So wird sich JAHRELANG die Verantwortung hin-und hergeschoben, die jeder für sich selbst tragen sollte.



    Auch das "Verstehen-Wollen" der Sucht läuft sehr oft in diese Richtung.

    Es soll in den meissten Fällen dazu dienen, den Süchtigen so lenken zu können, damit ER sein Leben ändert.

    Womit wir wieder beim zuschustern der eigenen Verantwortung auf den anderen wären...

    Ich lese das zwischen den Zeilen oft heraus, und in den Fällen, wo es angeblich anders ist, würde ich mal dazu raten,

    ganz ehrlich zu sich selbst zu sein, auch wenn es unangenehm ist und weh tut.


    Es mag tatsächlich Fälle geben, wo man das Verstehen der Sucht als Entscheidungshilfe benutzten möchte.

    Ich möchte aber eher dazu ermuntern, mal das eigene Verhalten sehr kritisch unter die Lupe zu nehmen.

    Denn daran kann man wirklich was ändern, an allem anderen nicht.

    Aber das ist ja auch wieder unbequem.


    Tja, ich sehe halt immer wieder diese starken Verhaltensähnlichkeiten bei CO-Abhängigen und süchtigen Menschen.

    Schon nervend nicht wahr...wo doch der Säufer immer der Schuldige zu sein hat bitteschön!

    Man selbst ist der reinste Engel und perfekt durch und durch und trägt rein gar nix zur verfahrenen Situation bei... schon klar.

    Und im Himmel ist Jahrmarkt...


    Noch n Tipp:

    Rauskommen aus der Opferrolle, aus dem eigenen Jammertal...erst dann kann man Schritte nach vorn machen.

    Und nicht immer nur den anderen zum "Täter" machen.

    In Beziehungen zwischen CO-Abhängigen und Süchtigen sind meiner Meinung nach nämlich immer BEIDE Opfer sowie auch Täter...insofern man überhaupt diese Worte benutzen möchte.

    Ich mag sie eigentlich nicht... kann es aber nicht gut haben, wenn einer immer der Schuldige sein soll und der andere alle Verantwortung von sich schiebt.

    Aber so ist es halt am einfachsten....und man muss vor allem nicht selbst aktiv werden.


    LG Sunshine

    Zitat

    Ich habe grad keine Kraft mehr, Angst, dass ich den kleinen in eine pflegefamilie geben muss, weil ich es nicht mehr packe.

    Liebe Blume, das ist doch völlig verständlich, das Du mit den Nerven am Ende bist.

    Aber deshalb nimmt Dir noch lange niemand Dein Kind weg!

    Mache Dich da bloß nicht verrückt.

    Aber...wenn ein Kind immer weiter so einem schädlichem Umfeld ausgesetzt wird, nimmt es unweigerlich schweren Schaden.

    Du hast ihn doch auch schon genommen....und Dein Kind hat noch tausendmal weniger Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren.

    Es ist völlig von DIR abhängig. Du bist jetzt verantwortlich. Leider kann ein Trinker keine Verantwortung mehr übernehmen, das gibt die Krankheit einfach nicht mehr her.


    Zitat

    Warum nicht gerade deshalb andersrum, mal aufwachen, und kämpfen. Das kann man als nicht Süchtige wohl nie ganz verstehen.

    Ein Trinker wird nicht aufwachen und will auch nicht kämpfen. Zumindest so lange nicht, wie er weiter saufen WILL.

    Das ist viel zu aufwändig, kostet Kraft und ist außerdem extrem unbequem.

    Warte nicht drauf, das sich da was tut...das kann noch viele Jahre, sogar Jahrzehnte so weiter gehen.

    Du lebst aber JETZT.


    Wie wäre es, wenn Du kämpfst, und zwar für Dich und Dein Kind?

    Das ist das einzige, was Du selbst beeinflussen kannst, alles andere liegt nicht in Deiner Macht.

    CO-Abhängige warten oft viele Jahre darauf, das der Alkoholkranke aufwacht, und mitunter auch völlig vergeblich.


    Und Blume, auch wenn es sich hart anhört:

    Ich hoffe sehr, das Kinder aus dysfunktionalen Familien raus geholt werden, denn sie sind dort oft unsäglichem Leid ausgesetzt.

    Und ich hoffe auch darauf, das auch Außenstehende den Mund aufmachen, wenn sie sowas mitbekommen.

    Dem Kindeswohl wegen.

    Aber soweit muss das überhaupt nicht kommen, solange man selbst noch handlungsfähig ist. Und das bist Du.

    Wo könntest Du Dir noch Unterstützung holen?

    Du musst das alles ja nicht allein schaffen.

    Können Deine Eltern vielleicht erstmal helfen?

    Könntest Du erstmal zu einer Freundin oder so?


    Sammle jetzt erstmal Kraft...irgendwie...wie weiß ich auch gerade nicht so recht in so einer aufreibenden Situation.

    Sieh zu, das es Deinem Kind und Dir wieder besser gehen kann.

    Und schäme Dich auch nicht, evtl. Unterstützung vom Jugendamt zu holen, die können Dir zumindest auch weitere Hilfsangebote vermitteln.

    Handelst Du aber wirklich nicht und setzt Dein Kind weiterhin dem allen aus, dann treten die eh irgendwann auf den Plan.

    Und das wäre ja auch richtig so. Denn Dein Kind kann sich, wie schon gesagt, ja nicht selbst wehren.

    Aber es wird auch keiner Mutter einfach das Kind weg genommen, wenn die nicht grade schwer an der Nadel hängt oder es grün und blau geschlagen hat.

    Du hast Dir doch nichts zuschulden kommen lassen, nicht wahr?

    Also.


    Überlege Dir in Ruhe einen Schritt nach dem anderen.

    Du bist auch hier nicht allein, es lesen Dich sicher viele...und wollen Dich auch nach ihren Möglichkeiten unterstützen.

    Von daher habe ich auch gleich eingangs geschrieben, das es gut ist, das Du hergefunden hast.

    Das war nicht nur ne Höflichkeitsfloskel, das meinte ich ganz wirklich so ;)


    Liebe Grüße an Dich und viel Kraft für die kommende Zeit!

    Sunshine

    Zitat

    Aber mich würde das unheimlich interessieren, ob er realisiert, bereut und sich vielleicht irgendwann denkt, wäre ich doch nur mit ihr den Weg gegangen. Oder oben eben diese Gedanken ganz schnell ad acta gelegt werden, damit er sich damit erst gar nicht beschäftigen muss...

    Zweiteres.


    Ich habe bestimmte Vorfälle und die Folgen schon realisiert, aber auch schnell wieder beiseite geschoben.

    Oder es hat mich ganz einfach nicht interessiert.

    Ein Co oder sonstiger Angehöriger ist außerdem leicht zu täuschen oder in Sicherheit zu wiegen, das ist kein großes Problem, zumal

    der CO oder Angehörige auch gern hören will, das alles in Ordnung ist oder wieder kommt.

    Ansonsten macht man ein bisschen "schön Wetter" bis sich der CO oder Angehörige wieder beruhigt hat.

    Und dann säuft man schlichtweg einfach weiter...so habe ich es zumindest gemacht und viele andere auch.


    Ich glaube, für einen Trinker ist der Partner nicht sooo interessant, und seine Meinung ebenso wenig.

    Und ob ein gemeinsamer Weg schöner gewesen wäre... also ich hätte da sicher nicht länger drüber nachgedacht.

    Ein Trinker ist ja eher froh, wenn er seinen nörgelnden Parter los ist oder zumindest mundtot gemacht hat.

    Also würde man es eher so drehen, das es GUT ist, den Nörgler los zu sein.

    Und es ist einfach, einen neuen CO zu finden, gibt ja reichlich davon. Das geht ja dann auch wieder ne Weile gut, bis die Wirklichkeit ans Licht kommt.

    Usw. unsf.


    Also, erstmal alles beiseite schieben, dem anderen am besten gar nicht zuhören bei Kritik am Saufverhalten.

    Hilft das nicht mehr, alles so hindrehen, das es für einen selbst am besten passt. Für den CO und für sich selbst.

    Dann kann man auch gern den CO für alles die Schuld in die Schuhe schieben...womit man auch gleich wieder 2 Fliegen mit einer Klappe schlägt.

    Damit ist der andere erstmal ne Weile beschäftigt udn nervt derweil wenigstens nicht rum.


    Ich würde aber sagen, vieles davon geschieht nicht unbedingt mit Vorsatz. Man merkt nur, was funzt und was nicht....und verhält sich entsprechend.


    LG Sunshine

    Zitat

    Und was mir auch hilft- vielleicht gibt das jetzt Ausmecker von Sunshine_33 - zu verstehen, warum ein Alkoholiker das tut, was er tut. Oder eben nicht tut. Die Abgründe einer alkoholgeschwängerten Seele. Mir hilft es, Abstand zu gewinnen.

    Och was heißt "Ausmecker", jeder muss selbst wissen, was er/sie tut. Ist ja nicht mein Leben, näch? ;)

    Das fortwährende Kontakthalten zum Alkoholkranken ist für mich halt das weitere Ausleben der eigenen Sucht, also der CO-Abhängigkeit.

    Und für mich ist es ähnlich wie bei einem Alkoholkranken frisch nach einer Entgiftung, der sich weiterhin in Kneipen rumdrückt und meint, die Sache unter Kontrolle zu haben.

    Wie lange sowas gut geht, kann man sich an 5 Fingern abzählen, die Rückfallgefahr ist so massiv.

    Ebenso beim CO-Abhängigen, wenn der Alkoholkranke lange genug rumsäuselt, "Besserung" verspricht und außerdem das Blaue vom Himmel, wie schnell wird dann ein CO-Abhängiger wieder rückfällig?


    Hier melden sich so viele CO-Abhängige an, wollen Hilfe für ihren Säufer, aber wollen partout selbst nix ändern, weisen jegliche Verantwortung für ihr eigenes Leben von sich (auch wenn sie das nicht so sagen oder schrieben würden) und Loslassen will man schon gar nicht.

    Und schnell sind sie dann auch wieder weg, wenn sie merken, sie können nur für sich selbst was ändern, aber ansonsten kaum bis gar nix bewirken bei anderen.

    Dann rennt man halt doch wieder schnell zum Säufer zurück, der sich selbstverständlich an keine seiner Versprechen halten wird. Kann er gar nicht aufgrund der Alkoholkrankheit.

    Und so wird ne weitere Runde gedreht, alles beginnt von vorn.

    Schade um die so verlorene Lebenszeit, denn als solche sehe ich sie, wenn auch mit Einschränkungen.

    Zitat

    Ich habe sogar wieder ein bißchen mit anderen Männern geflirtet, auch das kann guttun. Ich dachte in dem Moment: "mein Gott, wie herrlich, in ein nüchternes Augenpaar zu gucken und der lallt auch nicht" :lol: Tu Dir selbst etwas Gutes.

    Das finde ich KLASSE ! :thumbup:

    So kann man auch mal wieder sehen, was das Leben sonst noch so zu bieten hat. Und das man auch noch einen neuen Partner finden könnte, selbst wenn aus gewissen Flirts doch nichts wird und es dabei bleibt.

    Seinen eigenen Marktwert zu checken und zu sehen, das der keineswegs gering ist, halt ich für nicht gerade unwichtig, auch wenn sich das oberflächlich anhören mag.

    Das ist doch einfach auch Balsam für die Seele oder nicht?

    Gehört dann auch dazu, sich selbst was Gutes zu tun.

    Solange man dabei ehrlich und klar dem anderen gegenüber bleibt und keine falschen Hoffnungen schürt.

    Aber ich denke, ein Flirt ist auch nur ein Flirt...da sollte man nicht zu viel hinein interpretieren, von beiden Seiten aus nicht.

    Einfach genießen und fertig... na ihr wisst schon wie ich das meine :lol:


    Den anderen loszulassen bedeutet für mich auch, ihn nicht weiter über soziale Medien zu kontrollieren, denn nix anderes ist es, wenn man da dauernd rumhängt und schaut, ob der andere Bilder gelöscht hat oder das Gegenteil oder pipapo.

    Und ich persönlich denke, das ist auch der einzige Weg, wieder frei zu werden von dem ganzen Mist.

    Ich spreche da auch aus eigener Erfahrung, habe auch schon mal zu lange fest gehalten.

    Übrigens handelte es sich dabei um einen trockenen Alkoholiker.

    Auch mit diesen Menschen kann es unmöglich sein, eine Beziehung zu führen, ein trockener Alkie wird nämlich nicht automatisch zum Gutmenschen.

    Der Alkohol verändert nämlich nicht völlig das Wesen eines Menschen, und was Dunkles in einem eh drinsteckt, das wird auch trocken immer wieder zum Vorschein kommen.

    Es gibt halt Charaktereigenschaften, auch bedingt durch eigene Erfahrungen, die auch nüchtern beibehalten werden.

    Hätte ich damals eher losgelassen, wäre der Schmerz für mich sehr viel kürzer gewesen.

    Erst als ich gar keine Kontakte mehr zuließ, wurde es besser, wenn auch erstmal schwerer die ersten Tage und vielleicht auch Wochen.

    Aber dann ging es schnell wieder bergauf für mich, und ich widmete mich wieder meinem eigenen Leben.

    Und ich bin auch wieder glücklich in meinem Leben geworden, mitunter sogar sehr glücklich. :)

    Heute bin ich froh, das alles so gekommen ist und diese Beziehung zerbrach.

    Denn wäre es anders gekommen, hätte ich sehr viele schöne Erlebnisse gar nicht haben können, viele Erfahrungen nicht machen können, also ist letztendlich alles gut so wie es ist.


    Ob ich hier meckere oder nicht ist im Grunde eher belanglos, jeder wird doch das tun, was er für gut und richtig hält, auch wenn es wieder in eine Sackgasse führt.

    Aber vielleicht führt es doch manchmal zu Denkanstößen, wenn man so weit ist, sein Leben verändern zu wollen, in die eigenen Hände nehmen zu wollen.

    Eines ist aber mal sicher:

    Wer immer wieder das Gleiche tut, kann nicht mit anderen Ergebnissen rechnen.


    Liebe Grüße und einen schönen ersten Mai wünscht

    Sunshine

    (hier scheint sogar kräftig die Sonne! :lol: )

    Also raus gehen, in die Sonne und die Natur genießen, eine Freundin und einen Freund treffen (und hoffentlich auch bald wieder in größeren Kreisen!) mit einem Buch oder dem mp3-Player in den nächsten Park gehen oder eine Radtour machen.

    Alles was Aktivität weg vom Alkoholkranken bedeutet, ist hilfreich.

    Und Flirten was das Zeug hält natürlich auch! :D

    Hallo,


    Zum hü-und hott eines Alkoholikers würde ich gern was anmerken.

    Zu diesem ambivalenten Verhalten neigen Alkoholiker sehr stark.

    Hat auch immer was mit dem Alk-Pegel zu tun.

    Die Laune wird meist immer schlechter, je mehr der Pegel sinkt.

    Bekommt es ein Alkie doch mal hin, ein paar Tage nicht zu saufen, weil andere das so wollen oder

    aus anderen erzwungenen Gründen, sinkt die Laune auf den Nullpunkt.


    Ambivalentes Verhalten macht aber auch abhängig, ganz besonders wenn der andere eine bestimmte eigene Konstellation mitbringt. Wie beispielsweise den Hang zur CO-Abhängigkeit.

    Ob ein nasser Alkie gezielt dieses Verhalten einsetzt, kann ich nicht beurteilen, aber er merkt schnell, das es funktioniert.

    Also arbeitet man dann auch damit, um seine eigenen Vorteile daraus zu ziehen.


    WIe gut es funktioniert, sieht man gerade an euch Beiden sehr gut, liebe Kiwi und Selene.

    Ihr versucht, dahinter zu kommen, warum Euer Säufer sich so ambivalent verhält.

    Checkt irgendwelche Profilbilder und rätselt, warum gemeinsame Bilder oder whatever noch da sind oder nicht mehr da sind.

    Je nachdem leitet ihr alles mögliche daraus ab.

    Da ist man dann auch plötzlich schnell wieder Single...joah.

    Warum wohl? Weil er nen neuen CO braucht, der alte nicht mehr richtig funktioniert.

    Da wird man dann auch schnell mal wie ne heiße Kartoffel fallen gelassen bzw. ausgetauscht...und die kleine nette Alkie-Welt ist wieder in Ordnung.

    Und gerne bekommt man auch noch gesteckt, wie TOLL alles mit der Neuen ist...aber das ist alles Unsinn.

    Nach der Trennung ist vor der Trennung...würde ich mal sagen.

    Denn auch die neue ach so tolle Beziehung wird scheitern an der Sauferei.

    Mit tun auch Nachfolgerinnen sehr leid, denn ihnen blüht das gleiche Elend, sie wissen es nur noch nicht.

    Eifersucht ist hier also auch fehl am Platz...eher Mitleid und die Hoffnung, das die Nachfolgerin eher aussteigt.


    Liebe kann niemals Sucht stoppen. Und ein abhängig Trinkender ist der Liebe auch nur eingeschränkt fähig.

    Er hat doch schon eine große Liebe, das ist die Pulle.

    Die gibt ihm, seiner Meinung nach, alles, war er letztendlich braucht.

    Dagegen habt ihr wirklich keine Chance...und RICHTIG, auch nie eine Chance gehabt.

    Ist ein bisschen so, als würde jemand eine riesengroße Liebe erlebt haben die scheiterte, und dann sofort eine neue Beziehung eingeht, aber der alten großen Liebe immer noch hinterher trauert, und bei der nächsten Möglichkeit auch dahin zurück kehren will und wird.

    Die riesengroße Liebe ist halt der Alk. Auch wenn man ihn andererseits ebenso hasst, auch als nasser Alkoholiker.


    Ich las hier auch noch irgendwo, das der Säufer "ahnt", das er ein Problem hat.

    Das belustigt mich geradezu ein bisschen, ein Säufer ahnt das nicht nur, er WEISS das !

    Ich kenne echt keinen Alkoholiker, dem sein Problem so gar nicht bewußt war, das ist Unsinn.

    Aber es wird verdrängt, klein geredet, auch vor sich selbst, weil man es nicht wahrhaben will und jeder Säufer wird auch immer wieder Leute aufzählen, die ja NOCH VIEL MEHR trinken.

    Naja, die wird man auch immer finden, ansonsten ERfindet man sie halt, auch egal.

    Es kommt auch hinzu, wenn man es zugibt, das man ein Alk-Problem hat, dann wird auch erwartet, das man etwas dagegen tut.

    Ich glaube, das hat mich lange daran gehindert, es zuzugeben, weil dann von mir auch eine Handlung erwartet worden wäre.

    Und zu der war ich nicht bereit, viele durchgesoffene Jahre nicht.

    Nur als gar nichts mehr ging und mein Leben an einem seidenen Faden hing, konnte ich aussteigen aus dem Saufkarussell.

    Mit Hilfe von außen, allein schafft man sowas nämlich nicht mehr, also nie so einen Unsinn glauben, das der Alkoholkranke es selbst wieder in den Griff bekommt, das funzt nicht mehr und soll den Partner nur hinhalten.


    Ich hoffe, das ihr stark bleibt und Euch nicht wieder in die ganze Ka*cke reinziehen lasst, denn dann werdet ihr weiter leiden.

    Das Leben ist zu schön, bunt und auch zu kurz dafür, macht lieber was draus, ohne Euch an einen alkoholkranken uneinsichtigen Alkoholiker zu klammern.

    Da kann nie was Gutes draus entstehen und es gibt auch keine gemeinsame Zukunft, es sei denn, man akzeptiert, das man immer an zweiter Stelle steht.

    Denn die erste ist schon besetzt...von der "Geliebten Pulle".

    Ist leider einfach so.


    LG und viel Kraft

    wünscht Sunshine

    Zitat

    Ich denke ich muss mich mit ihm für die Sucht entscheiden. Er wird da nie von los kommen. Angeblich hat er nächste Woche einen weitern Psychologentermin in einer Praxis. Aber ganz ehrlich, ich habe keine Lust das zu kontrollieren. Ich gehe daran kaputt. Ich muss ihn einfach machen lassen, was er denkt. Er kann diesbezüglich nicht wirklich klar denken, schätze ich ... Es ist egal was ich ihm sage oder nicht. Er dreht mir alles wieder direkt im Mund herum und ich bin die Dumme. Auch wenn es schwer sein wird, werde ich wohl den Kontakt weiter halten, aber eben nicht mehr direkt springen wenn er anruft. Ihn einfach machen lassen und darauf setzen das es irgendwann einen Fehler gibt und er an die richtigen Leute gerät und wirklich harte Konsequenzen sehen wird. Er will mir gefallen und schickt mir immer alles was er gemacht hat. Er will die Bestätigung das er was gut gemacht hat. Das ist auch der Grund warum er jetzt eine Therapie macht / angibt eine zu machen. Er will mich nicht verlieren. Er macht es aber für mich, nicht für sich und deshalb wird das alles nichts bringen...

    Diesen letzten Beitrag von Dir hatte ich erstmal nur überflogen und nicht vollständig gelesen, Bonnie

    Hier steht eigentlich schon alles drin.

    Du hast keine Lust mehr, alles zu kontrollieren...und um Himmels Willen, das ist auch NICHT Deine Aufgabe.

    Das kann und wird auch niemand von Dir verlangen, der sich einigermaßen mit der Materie auskennt.

    Du schreibst, Du gehst daran kaputt.

    Das ist auch so. Viele CO-Abhängige bekommen erst psychosomatische Störungen, die dann zu handfesten physischen Erkrankungen führen können.

    Sowas ist nicht notwendig, ich sehe das dann echt hart und kann dann nur noch sagen, das es reicht, wenn einer an der Sucht zugrunde geht, er muss nicht noch andere dabei mitreissen.

    Das Verhalten Deines Vaters ist im übrigen ganz, ganz typisch für einen großen Teil alkoholkranker Menschen, wenn nicht sogar für fast alle.


    Was mit auch noch auffällt, Bonnie...

    Du schreibst fast nur über Deinen Vater, was er hier getan und gesagt hat, wie er sich in jener und solcher Situation verhalten hat usw. usf.

    Von Dir selbst lese ich kaum was. Ich weiß nun sehr viel über Deinen alkoholkranken Vater, aber kaum was über Dich.

    Nur, wie sehr Du leidest unter der Situation, was ja auch verständlich ist.

    Deinem alkoholkranken Vater können wir hier aber nicht weiter helfen.

    Nur Dir, wenn überhaupt.

    Verstehst Du, wie ich es meine?

    DU bist ja hier her gekommen, um nach Hilfe zu suchen...allerdings wohl eher für Deinen kranken Vater?

    Hilfe kannst Du hier aber nur für DICH finden.

    Erzähl doch mal mehr über DICH, wende Deinen Blick wieder auf Dich...und starre bitte nicht weiterhin wie das Kaninchen auf die Schlage auf Deinen Vater.


    LG Sunshine

    Hallo Bonnie,

    habe dich auch gelesen und auch den Ausführungen von Micalk aufmerksam gelauscht.

    Kann mich ihm aber in einigen Punkten überhaupt nicht anschließen.

    Vieles davon wird nicht mit einem nassen uneinsichtigen Alkoholiker funktionieren, spreche da auch aus eigener Erfahrung,

    ich bin selbst trockene Alkoholikerin.

    Außerdem finde ich, das Du lt. den Tipps oder Anregungen von Micalk viel zu sehr in die Sache mit einbezogen wirst.

    Das ist nicht gut, denn so drehst Du jede weitere Runde Deines Vater auf dem Sauf-Karussell mit.


    Ich möchte hier mal zu einigen Punkten Stellung nehmen:

    Zitat

    I) KLARHEIT

    Konfrontiere ihn mit einer Untersuchung wichtiger Organe bei einem Arzt oder Klinik, wo z. B. durch Punktation (Proben) entnommen werden. Auch denkbar ist eine Ultraschall-Untersuchung. Begleite ihn! Somit hast Du und er Klarheit über den aktuellen Zustand

    Es ist NICHT die Aufgabe von Angehörigen, derartiges zu veranlassen und ich finde es außerdem extrem übergriffig.

    SO bekommt man keinen nassen Alkie zur Einsicht, der erscheint außerdem erst gar nicht zu solchen Terminen.

    Es geht hier um eine Krankheit, bei der man mit Druck dieser Art rein gar nix ausrichten kann.

    Warum außerdem solltest Du ihn wie ein Kind behandeln, indem Du alles überwachst und kontrollierst?

    Selbst ein Kind sollte man nie so behandeln, und schon gar nicht einen erwachsenen Menschen.

    Zitat

    II) OFFENHEIT/EHRLICHKEIT/AUFRICHTIGKEIT

    Überzeuge ihn zu einem Besuch bei einer psychiatrischen Klinik oder bei einem Psychotherapeuten, bzw. -institut. Der größte Vorteil ist, dass ein unabhängiger „Dritter“ anwesend ist. Bei Dir kann er flunkern, die Situation in einer neutralen Umgebung unter Anwesenheit eines Dritten ist eine ganz andere. Insbesondere wenn es sich und einen Psychologen oder Psycho-Therapeuten handelt. Dieser wird Ausreden, Lügen, etc. erkennen und die Wahrheit herausfinden.

    Oh Nein, ein Psychologe ist kein Hellseher und ist auch manipulierbar.

    Und das beherrschen nasse Alkies wie keine zweite Disziplin.

    Und auch hier empfinde ich starke Übergriffigkeit, ein Gespräch beim Psychologen hat zuallererst vertraulich und unter 4 Augen stattzufinden.

    Später, mit ausdrücklicher Einwilligung des Betroffenen, kann man evtl. Familienangehörige hinzuziehen.

    Der "Dritte" sollte hier auch nicht der Psychologe sein, sondern wenn, dann eher ein Angehöriger, der mitbetroffen ist.


    Zitat

    III) ENTSCHEIDUNG

    Es ist m. E. absolut richtig und notwendig, dass jeder Mensch die Entscheidung fällen kann, wie er SEIN Leben gestaltet! Unabdingbar ist es jedoch, dass es wie unter II. dargelegt, es immer auch aufrichtig geschehen muss. Andere sollen NICHT darunter leiden! Bei dieser Sitzung (s. II.) sollte auch sein künftiger Lebensweg erörtert und beschlossen werden. Evtl. möchte er auch „erst mal darüber schlafen“. Nun gut, das ist auch nachvollziehbar. In diesem Fall ist halt eine weitere Sitzung zu vereinbaren.

    Hier wird es nun noch krass übergriffiger, sorry aber sowas geht überhaupt nicht!

    Es ist meiner Meinung nach komplett daneben, sich über den nassen Alkoholiker zu unterhalten anstatt mit ihm zu reden.

    Und es hat auch niemand den Lebensweg eines anderen zu erörtern und zu beschließen.

    Und vor allen Dingen: NICHTS aber auch GAR NICHTS wird so besser oder hat auch nur ne geringe Aussicht auf Erfolg.

    Und mal so aus meiner persönlichen Erfahrung:

    Ich hätte derartige Zusammenkünfte auf der Stelle verlassen, als ich noch gesoffen habe.

    Und ich würde es heute noch ebenso tun!

    Über mein Leben entscheide ich selbst, da wird weder was über mich "erörtert", noch beschlossen.

    Denn ich bin schon groß und kann selbst entscheiden!

    Ein Alkoholiker kann meiner Meinung und auch Erfahrung nach so nicht zu einer Art Einsicht gezwungen werden, und das wäre auch kompletter Unsinn, denn die Einsicht KANN nur von Alkoholiker selbst kommen.


    Zitat
    • a) Entscheidung pro Sucht

    Das ist zwar unerfreulich, doch kann man ihm schlecht helfen. Und das meine ich auch so. Handle in diesem Fall eine Art von Vereinbarung aus, was wie weit Du ihn in Zukunft unterstützen wirst. Vergiss nicht es schriftlich zu fixieren und in Kopie schriftlich zu überreichen.


    Hier wird es für mich geradezu belustigend, sorry.

    Mit einem Alkoholiker Vereinbarungen zu treffen bezüglich seiner Sauferei und die dann auch noch schriftlich fixieren?

    Seit wann halten sich nasse uneinsichtige Alkoholiker an irgendeine schriftliche Vereinbarung? Das wäre mir komplett neu.

    Sowas funzt nie, wie man hier auch in x Beiträgen von Betroffenen nachlesen kann.

    Auch hier mal aus eigener Erfahrung:

    Ich hätte darüber nur gelacht, gefragt, ob das ernst gemeint ist und hätte mich dann umgedreht und mich wieder meiner geliebten Pulle zugewandt.

    Im besten Fall hätte ich mündlich irgendwas zugesagt, um meine Ruhe zu haben.

    Aber ich hätte kaum vorgehabt, mich dran zu halten. Und wenn doch, hätte ich es nicht geschafft, die Sucht war bei mir viel zu stark.

    Und auch im Fall von Deinem Vater, liebe Bonnie, wird so rein gar nix zu erreichen sein.


    Ich will es hierbei belassen, und Micalk Text nicht völlig auseinander nehmen. Obwohl ich da noch mehr lese, was ich persönlich für ziemlich sinnbefreit halte in Bezug auf dem Umgang mit einem nassen Alkoholiker.

    Er hat sich sicher viel Mühe damit gegeben, aber ich halte einiges davon für realitätsfern und unangemessen übergriffig.

    Auch ein nasser Alkoholiker hat das Recht, eigene Entscheidungen über sein Leben zu treffen!

    Und wenn er sich für das Saufen entscheidet, ist das eben so und zu akzeptieren.

    Man kann als Anhöriger erst dann unterstützen, wenn der Alkoholiker seine Sucht stoppen will und auch bereit ist, das zur Prio 1 in seinem Leben zu machen.

    Und DANN macht Unterstützung auch wirklich Sinn und ist auch hilfreich.


    In Deiner Situation kann ich Dir leider nur raten, auf Distanz zu gehen, liebe Bonnie, sonst gehst Du auch noch mit kaputt an der Sucht Deines Vaters.

    Lerne, Dich selbst zu schützen. Dich mehr abzugrenzen.

    Wie schwer das ist bei so nahen Angehörigen, weiß ich aus persönlicher Erfahrung.

    Aber manchmal muss das einfach so sein, wenn man in seinem eigenen Leben einigermaßen glücklich werden will.

    Niemand muss sich für die Sucht eines anderen aufopfern oder die Verantwortung für sein Tun übernahmen.

    Und sowas sollte auch niemanden zugeschustert werden.

    Was könntest Du noch tun, um Dich besser abzugrenzen und Dich selbst zu schützen?

    Hast Du Ideen?

    Ich schreibe hier absichtlich nicht von einem völligen Kontaktabbruch, wie ich es in anderen Fällen mitunter tue,

    weil das wahrscheinlich zu schwierig ist, wenn es sich um einen Elternteil handelt.

    Dann muss man andere Wege finden, um nicht selbst auch noch krank zu werden.

    Denn so ein Dauerstress macht ja auch nix gutes mit einem.


    LG an Dich

    Sunshine

    Hallo,

    Willkommen hier im Forum.


    Ich denke, für Dich wird es allerhöchste Zeit, Dich aus dieser ganzen Nummer zu verabschieden.

    Du kannst ihr nicht helfen, ohne Selbsteinsicht kann man keinem Alkoholiker helfen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.


    Was gibt es Dir, ihr dauernd helfen zu wollen?

    Lebst Du damit ein Helfersyndrom aus?

    Es sind ja immer zwei, die aus gewissen Beziehungen, insbesondere Abhängigkeitsbeziehungen, ihre Vorteile ziehen.

    Warum also bist Du noch da?


    LG Sunshine

    Hallo Xlausi,

    habe Deinen Text erstmal nur überflogen, bin gerade auf dem Sprung...


    Zitat

    Ganz zu Anfang war ich sehr erbost über die pauschalen Sunshine Keulen, jeder Co ist selbst ein ätzender Co./ Süchtiger, genau so schlimm wie der Alki selbst, wenn nicht sogar "schlimmer" etc.

    Ich verstehe was Du meinst.

    Möchte aber gern feststellen, das ich in solchen Kategorien "schlimm, schlimmer, am schlimmsten" weder schreibe noch denke, wenn es um unsere Themen hier geht.

    Wer in einer Abhängigkeit lebt, ist in einer ganz vertrackten Situation, gefangen von der eigenen Sucht, ob die nun substanzabhängig ist oder ob man CO-abhängig ist, es ist auf jeden Fall eine stark negative Lebens-Einschränkung.

    Wie tief man schon drin hängt, ist unterschiedlich, und das ist ist auch eher der Maßstab und nicht schlimm, schlimmer am schlimmsten.


    Was ich nicht mag, das ist:

    Sich selbst als hilfloses Opfer darzustellen, denn das ist weder der Trinkende noch der CO.

    Hier sind eigentlich immer beide Opfer, sowie auch Täter. Auch wenn das ein CO ungern hören mag.

    Ich werde immer wieder daran appellieren, sich aus dieser Situation zu befreien, egal ob es die Sauf-Situation ist oder die CO-Situation.

    Denn wir haben in unserem Land die uneingeschränkten Möglichkeiten dazu, in vielen anderen Ländern ist das nicht mal ansatzweise in dieser Art möglich.

    Von daher mag man hier auch gerne mal rumjammern und sein ganzes Leid klagen (denn es ist ein LEID!!) aber ich werde auch immer wieder nachfragen, wie man gedenkt, da wieder raus zu kommen.


    Ich freue mich, das es Dir langsam wieder besser geht, Xlausi...

    Du merkst jetzt schon, wie Du weniger Ballast mit Dir rumträgst, nicht nur wegen Deiner Diät, nicht wahr?

    Und das wird mit der Zeit auch noch besser...und irgendwann bist Du wieder völlig unbeschwert und kannst auch so in eine neue Beziehung gehen.

    Ich hoffe, dann bleibt die Erinnerung höchstens noch als blöder Alptraum, aber davon wacht man ja immer wieder auf.

    Und irgendwann hört sogar das auf, glaub mir.

    Ich spreche da übrigens auch aus eigener Erfahrung 8)


    Liebe Grüße an Dich

    Sunshine

    Ich frage mich, was wir mit einem Chat hier sollen?

    Seit JAHREN ist der so gut wie ungenutzt gewesen.

    Es wurden mehrere Versuche unternommen, ihn wieder zum Leben zu erwecken, unter anderem auch mehrmals von mir.

    Es muss hier nicht jeder alte Zustand hergestellt werden, der sich schon lange als unnütz erwiesen hat.


    Liebe Alex, und Du mach auch mal Pause. Kann Dir auch nur den dringenden Rat geben, nicht der Versuchung zu erliegen, es allen recht machen zu wollen.

    Denn dann hast Du hier keine ruhige Minute mehr.

    Außerdem ist Rom auch nicht an einem Tag erbaut worden.

    Wir können froh und dankbar sein, das Du die Verantwortung auf Dich genommen hast, das Forum weiterleben zu lassen.

    Mache bitte hier alles so, wie DU es kannst und wie Deine Zeit es zulässt, es muss hier nicht alles sofort perfekt sein.

    Alles ist gut, bisher hast Du hier hervorragende Arbeit geleistet!


    An dieser Stelle möchte ich mich aber auch noch bei Karsten bedanken, der dieses Forum hier so viele Jahre lang geleitet hat.

    Ohne ihn wären wir alle nicht hier, weil es das Forum gar nicht mehr gäbe.

    Danke Dir Karsten für all die Zeit und Mühe, die Du viele Jahre investiert hast !

    Ich halte es trotzdem für eine sehr gute und längst überfällige Entscheidung, das Forum an Alex und Deine Mods zu übergeben.

    Genieße die Zeit, die Dir nun mehr zur Verfügung steht...und fülle sie mit den Dingen, die Du schon immer mal machen wolltest.

    Ich würde mich freuen, wenn Du hier als normales Mitglied bleiben würdest.


    LG Sunshine

    Gratulation, das Forum sieht schicker und moderner aus als vorher, macht echt n schlanken Fuß.

    Danke für die Arbeit, die Du Dir damit gemacht hast, Alex!


    Wie es mit dem Erweiterten Bereich weiter geht, wüßte ich dann schon gern genau, denn es handelt sich da meiner Meinung nach um einen sensiblen Bereich, mit dem auch so umgegangen werden sollte.

    Dort steht viel persönliches, was nicht einfach so dem www zugänglich gemacht werden sollte (zum Schutz der Mitglieder dieses Bereiches)

    Aber wie schon erlesen, werden sich darum ja die Moderatoren kümmern.

    Ich vermute darum, das wir diesbezüglich dann bald detaillierteres erfahren werden.


    LG Sunshine

    Zitat

    Der berühmte Tiefpunkt, an dem Alkoholiker aufhören wollen, wird bei ihm nie eintreten. 1) Seine finanzielle Situation wird ihm immer erlauben, seinen Alk zu kaufen und 2) seine körperlicher Zustand wird sich durch seine Trinkpausen immer wieder erholen. Mit der Absolution der Ärzte in der Tasche- die natürlich nur nach wochenlanger Abstinenz besucht werden- geht es dann weiter. Der periodische Alkoholismus ist so tückisch. Er gestattet nicht nur Selbsttäuschung, sondern auch Täuschung gegenüber behandelnden Ärzten.


    Dann ist das eben so, liebe Selene
    Ein Arzt ist nicht verantwortlich für das Tun eines Patienten!
    Ein Partner ist ebenfalls nicht verantwortlich für die Sauferei des Alkies!


    Ich habe es übrigens ebenso gemacht, habe am Ende sogar jeglichen Arztkontakt gemieden.
    Denn ansonsten wäre mein Alkoholismus evtl. raus gekommen.
    Und hätte mich evtl. unter Handlungsdruck gesetzt.
    Das wollte ich aber nicht!
    Ich wollte zu dem Zeitpunkt offenbar eindeutig weiter saufen, so würde ich das jedenfalls heute beurteilen.
    Damals hätte ich das aber sicher anders gesehen :wink:
    Denn Alkies sind nicht nur gut darin, anderen was vorzumachen, sie machen sich auch selbst gern was vor.


    Ärzte wissen übrigens oftmals anhand der Daten, ob jemand säuft. Da braucht es ja nur mal ein kleines Blutbild oder so.
    Und auch das Verhalten von Alkoholikern wird oft richtig gedeutet, jeder Arzt hat auch alkoholkranke Patienten, unsere Krankheit ist weit verbreitet.
    Aber was soll denn ein Arzt dagegen tun?
    Er ist da ebenso machtlos-oder hilflos wie ein Angehöriger, Freund oder wer auch immer...
    Ein Ansprechen macht die Sache vielleicht noch schlimmer, denn so meidet ein Patient erst recht den Arzt und er verliert komplett den Zugang.


    Es ist im übrigen so, das ein alkoholkranker Mensch um Hilfe bitten muss, es hilft nix, wenn ihm Hilfe aufgedrängt wird, das führt zu nix.
    Mir sagte mal ein Betroffener, das es erst soweit kommen musste, das er auf Knien bei seinem Arzt lag und weinte und um Hilfe bat, sofort in eine Klinik zu können zum Entzug.
    Erst an diesem Tag war er soweit, wirklich aufzuhören. Davor lagen Jahrzehntelanges Leid durch seine Sauferei.
    Und genau dann erst kann ein Arzt wirklich helfen, vorher hat er auch keine Möglichkeiten.


    Selene, höre auf, nach Verantwortlichkeiten für Deinen saufenden Ex? zu suchen, er selbst ist für sein Leben verantwortlich und niemand anderes.
    Und er darf es so gestalten, wie er das möchte.
    Wo es Hilfe gäbe, weiß jeder Säufer. Aber nicht jeder möchte auch Hilfe.
    Manch einer entscheidet sich ganz schlicht und ergreifend für die Sauferei und auch letztendlich fürs Totsaufen am Ende.
    Niemand kann etwas dagegen tun, und der Säufer darf auch saufen, er tut ja nix verbotenes oder illegales.
    DIR passt seine Sauferei doch nicht, für IHN ist alles okay!
    Entweder Du akzeptierst das und lebst damit oder lässt es sein.
    Ich kann nur ganz dringend dazu raten, es sein zu lassen!
    Ansonsten gehen nämlich 2 am Suff kaputt, es reicht schon, wenn sich einer dafür entscheidet.


    Zitat


    Noch befinde ich mich im Prozeß der Loslösung. Das geht nicht auf Schalterdruck.


    Das sehe ich nicht ganz so... :wink:
    Auf Schalterdruck wird es wohl nicht gehen, aber ich glaube auch ganz fest an Entscheidungen.
    Und die können einem ganz gewaltig das Leben einfacher machen.
    Triff eine Entscheidung für Dich, und dann halte Dich daran und gehe Deinen Weg entsprechend Deiner Entscheidung, möglichst ohne Dich nochmal (in diesem Fall nach dem Alkoholkranken) umzuschauen.
    Lasse keine Kontakte mehr zu, und zwar auf keinerlei Art.
    Sieh zu, das Du nichts mehr über ihn erfährst. Bitte andere auch, Dir nichts mehr über ihn zu erzählten.
    Du wirst sehen, dann fällt es viel leichter, loszulassen.
    Glaub mir, ich spreche da auch eigener schmerzhafter Erfahrung.
    Solange ich immer noch Kontakte zuließ, konnte ich mich von einem Ex-Partner nicht trennen, meine Gedanken waren immer wieder bei ihm.
    Bis er irgendwann das Fass mit seinem Verhalten zum Überlaufen brachte. Ich weiß nicht mal mehr, was es genau war.
    Da traf ich meine Entscheidung und ging, ohne mich nochmal umzudrehen.
    Und ab da war es eigentlich einfach...jedenfalls hundert mal einfacher als vorher, als ich noch Kontakte zuließ.
    Ich war schon nach einigen Wochen heilfroh, diese Entscheidung so getroffen zu haben, denn da merkte ich schon, was für ein unglaublicher Ballast immer mehr von mir abfiel.
    Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.
    Und man sagt nicht umsonst, das sich eine andere Tür öffnet, wenn man eine hinter sich schließt.
    Bei mir hat sich das noch immer bewahrheitet!
    Aber erstmal muss man die eine wirklich endgültig zu machen.


    LG an Dich und viel Kraft und Entscheidungsfreude auf Deinem weiteren Weg!
    Sunshine

    Zitat

    Momentan schickt er mich in ein Wechselbad.


    Nur, wenn Du Dich schicken LÄSST, Selene !!
    Du bist ja nicht seine Gefangene noch musst Du irgendwelche Wechselbäder nehmen, die er Dir einlässt.
    Du bist doch kein hilfloses Opfer, also lass Dich auch bitte nicht dazu machen, indem Du weiter zur Verfügung stehst für Spielchen, wie er sie nun mal treibt.


    Es liegt einzig und allein an Dir, wie lange Du dieses Affentheater noch mitmachen möchtest!
    Hör auf, Dich in einer Opferrolle zu suhlen, komm in die Handlung!


    LG Sunshine

    Was muss denn noch erst alles passieren, Selene, ehe Du die Sache endgültig aufgibst und Dich wieder ausschließlich Deinen eigenen Belangen widmest?
    Die Sache mit dem Alkoholkranken XY ist doch aussichtslos, also lasse mal lieber los und lass ihn machen, was er lustig ist.
    Und noch eine Sache:
    Alkohol verändert einen Menschen nicht völlig, also glaube mal nicht, Du bekommst ohne die Sauferei einen Menschen, der das alles nicht mehr tun wird, was er so tut.
    Bestimmte Dinge sind einfach Charakterzüge und die ändern sich auch trocken wenig bis überhaupt nicht.


    Es macht auch überhaupt keinen Sinn, sich weiter den Kopf über ihn zu zerbrechen, denn das führt zu rein gar nix.


    Zitat

    Er gibt mir die Schuld für das Scheitern der Beziehung. Schiebt mir die Verantwortung in die Schuhe. Aber verdammt noch mal, es ist doch SEINE Entscheidung für die Flasche nicht meine.
    ....
    ich fühle mich wie ein Bauernopfer in einem schlechten Schachspiel, das beide miteinander spielen


    Ist doch völlig egal, ob er Dir die Schuld zuschiebt, und wenn schon, na und?
    Dann lass ihn doch.
    Also ganz ehrlich, ich wäre lieber das "Bauernopfer" und ließe mir auch GERNE die "Schuld" am Scheitern der Beziehung zuschieben.
    Die Hauptsache ist nur, ich komme aus der Nummer so schnell wie möglich wieder raus.
    Alles andere ist nur verbrannte Lebenszeit, glaub mir das bitte.


    Du trägst auch keinerlei Verantwortung für ihn oder sonstwas. Das alles sind eh nur "Ausreden" eines CO, um nicht in die Handlung zu kommen.
    Dein Säufer weiß ja, wo es Hilfe gäbe. Was übrigens im Grunde auch jeder Alkoholabhängige weiß in der heutigen Zeit.
    So arg hat nämlich keiner das Hirn versoffen.


    Es liegt ganz allein an Dir, Selene, ob Du weiterhin das Spiel mitspielst.
    Es wird so immer auf ein Schachmatt hinauslaufen, und zwar hält er Dich mit den üblichen Manipulationen in Schach und Du wirst dabei immer matter!
    Denn die ganze Schei*e macht auch was mit Dir, sie brennt Dich aus, macht Dich fix und fertig und nicht wenige CO-Abhängige zeigen auch psychosomatische Auffälligkeiten.
    Der Titel hier heißt ja sogar "Es macht mich kaputt".
    Und das stimmt auch so!


    Also mach Nägel mit Köpfen, breche den Kontakt ganz ab und geh Deinen eigenen Weg weiter.
    Es gibt genug sehr nette Männer, die nicht Saufen müssen und mit denen man sich wirklich eine tolle Zukunft aufbauen kann.
    Dein Säufer gehört nicht dazu, und das sollte Dir auch langsam mal klar werden, bzw. ist es das ja auch schon, nicht wahr?


    LG und ein schönes Osterfest, in dem Du Dich ausschließlich um DICH kümmerst wünsche ich Dir.
    Und NEIN, es muss nix mehr geklärt werden, es braucht kein abschließendes Gespräch mehr, und auch keine weiteren Whatsapp-Nachrichten, die Dich an dieses unsägliche Karussell der Abhängigkeiten ketten.
    Es liegt nur an Dir, auszusteigen. Niemand zwingt Dich, weiter mitzufahren.
    Und es ist oft im Leben so, das Dinge keinen Abschluss haben, davon geht weder die Welt unter noch man selbst wird davon sterben.
    Es ist eher der normale Ganz der Dinge, und darum darf man das auch ruhig mal so akzeptieren.
    Desweiteren sind auch das alles nur Ausreden (die Sache mit den abschließenden Gesprächen und dieser ganze Unsinn), um weiter seiner eigenen Sucht zu frönen, und die heißt CO-ABHÄNGIGKEIT!


    Mich erstaunt übrigens immer wieder, wie sehr CO-Abhängige selbst in einer tiefen Abhängigkeit stecken, die sie aber völlig anders einordnen (wenn überhaupt) als die Alkoholabhängigkeit des Partners, Angehörigen oder Whatever.
    Dabei sind die Parallelen beinahe unübersehbar, und das Hauptmerkmal ist für mich, das ein CO-Abhängiger genau so lügt wie ein Alkoholabhängiger.
    Es wird alles abgewiegelt, die engsten Verwandten werden geradezu hemmungslos belogen, um den Säufer zu decken und die eigene Misere zu verharmlosen.
    Und man belügt sogar sich selbst.
    Wo ist da noch der Unterschied zu einem Säufer, frage ich mich oft?
    Ich habe das alles selbst im engsten Familienkreis miterleben müssen, und es tut unglaublich weh, derart belogen zu werden.
    Und es tut auch weh, zuzuschauen, wie jemand für einen anderen Menschen sein eigenes Leben wegschmeisst, leidet und am Ende selbst körperlich und psychisch krank wird.
    Mich hat das hilflos und auch letztendlich ratlos gemacht, und meine einzige Möglichkeit war am Ende, mich da völlig rauszunehmen, weil ich sonst noch größeren psychischen Schaden genommen hätte als eh schon eingetreten.


    LG Sunshine (trockene Alkoholikerin)

    Hallo Thena,


    ich kenne ähnliche Reaktionen von mir selbst.
    Als ich einige Monate oder auch schon über 1 Jahr trocken war (ich weiß es nicht mehr so genau) ergab sich folgende Situation:
    Wir saßen auf unserer Terasse zusammen mit lieben Gästen beim Kaffe-Trinken, es war ein schöner sonniger Tag und alle
    waren gut gelaunt und wir hatten nette Gespräche.
    In dieser Sitaution bekam ich Saufdruck :shock:
    Das war für mich damals auch erschreckend. Es war nicht so ein Saufdruck, der mich richtig innerlich unter Druck setzte, sowas kenne ich eigentlich nicht.
    Es war das Gefühl, diese angenehme Situation noch irgendwie toppen zu wollen. Und zwar durch Alkohol.
    So wie ich das früher so viele Male getan hatte.
    Ich habe wegen dem Stress in einem anstrengenden Beruf gesoffen, wollte mir den Stress wegsaufen sozusagen.
    Benutzte den Alk zum Relaxen (was ja auch ne Zeitlang funzte), aber ebenso auch in Situationen wie oben beschrieben.
    Und Belohnungssaufen kenne ich auch sehr gut.


    Das ist ja nicht einfach alles weg, wenn man eine kurze Zeit abstinent lebt.
    Das ist fest auf userer "internen Festplatte" abgespeichert.


    CF schrieb:

    Zitat

    Das Suchtgedächtnis funktioniert -etwas verallgemeinert und einfach formuliert- wie eine Software auf dem Computer, die sich nicht löschen, sondern nur überschreiben lässt. Dennoch ist sie weiterhin vorhanden. Mit der Zeit lernt dein Hirn, dass bestimmte Ereignisse wie Erfolge bzw. Misserfolge nicht wie früher zeitnah zum Alk-Konsum führen.


    So ist es.
    Es dauert eben seine Zeit.


    Mittlerweile triggern mich solche Situationen schon lange nicht mehr.
    Bin ja auch schon seit ca. 19 Jahren trocken. :wink:
    Da ist auf der Festplatte schon viel überschrieben worden.
    Das Rumgequengel des Suchtgedächtnisses wurde immer weniger mit der Zeit, und ich lernte auch, mich bestimmten Situationen erst gar nicht auszusetzen oder, wenn doch unvorhergesehen eingetreten, mich daraus so schnell wie möglich zu entfernen.


    Zitat

    Das hat mich echt für paar Stunden total aus der Fassung gebracht. Ich hatte keinen Saufdruck deswegen, ich war nur so unglaublich wütend auf diesen Gedanke...


    Ja, mich haben bestimmte Situationen und das Labern meines Suchtgedächtnisses dazu auch mitunter erschreckt.
    Später, als ich damit besser umgehen konnte, war es eher wie das Hochziehen einer Augenbraue, wenn es sich mal wieder meldete.
    So nach dem Motto: "Ach da schau her Suchtgedächtnis, gibts dich auch noch, ja? Halt einfach die Klappe und lass mich in Ruhe."


    Und schwupps, fällt mir wieder ein Brief ein, den ein ehemaliges Mitglied dieser SHG mal schrieb, ist zwar schon lange her, aber mir gefällt er immer noch. :)
    Ich verlinke ihn Dir hier mal:
    https://beispiel.rocks/beispie…ewtopic.php?p=38843#38843
    :wink:


    LG und einen schönen Sonntag wünscht
    Sunshine

    Zitat

    Ja, das Reisen. Es fehlt mir auch, ich kann nicht mal den studierenden Nachwuchs besuchen fahren. Andererseits war ich einfach mal "mutig" und habe für den August ein Häuschen am Meer reserviert.


    Das war aber echt mutig :wink:


    Wir hatten im letzten Jahr wenigstens noch 2 tolle Urlaube in Italien, die übrigens sehr gute Hygienekonzepte hatten.
    Da waren die Italiener Deutschland meiner Meinung nach weit überlegen.
    In JEDEM Laden, egal welcher Größe, gab es Handdesinfektionsgeräte, und zwar fast überall die gleichen.
    Auch nicht unwichtig, denn so wußte jeder aus dem ff, wie sie funktionieren, und sie wurden vor allen auch benutzt.
    Hier in D habe ich beim Discounter um die Ecke vor einigen Wochen einen leeren Kanister mit Draht befestigt bei den Einkaufswagen vorgefunden, im Wind baumelnd.
    Und ähnliches auch woanders. Meist musste man sogar danach suchen, während man in Italien geradezu in jedem Eingang drüber stolperte.
    Manchmal überlege ich da schon, in was für einem "hochtechnisiertem" Land ich lebe, wenn im Grunde so einfache Schutzmaßnahmen so schlecht funzen? :roll:


    Von dem anderen Mist wie der fehlenden Digitalisierung und die Makos in den Schulen, wo man doch den gesamten Sommer verpennt hat, fang ich besser erst gar nicht an. Reg ich mich nur wieder auf. :evil:


    Zurück zum Reisen, ich hatte gestern nach Flügen außerhalb der EU geschaut, werden auch viele angeboten.
    Denn wir haben noch eine Wohnung außerhalb der EU, die nun schon bald seit einem Jahr leer steht.
    Hätte auch gern was gebucht, um endlich zurück zu können, aber macht ja keinen Sinn, wenn nun auch der Flugverkehr so gut wie gestrichen wird :?
    Dann werden auch dorthin ja keine Flüge stattfinden in den nächsten Monaten.
    Kann die Maßnahme aber auch verstehen, keiner möchte, das die mutierten Viren hier noch mehr eingeschleppt werden.
    Aber wie lange wird das alles noch so weiter gehen, das unsere Grundrechte derart eingeschränkt werden?
    Wie lange ist da noch eine Akzeptanz in der Bevölkerung, ehe es völlig kippt?
    Die Unzufriedenheit über die politischen Entscheidungen wächst nachweislich...
    Und nun können wir auch noch dabei zusehen, wie der hier mit entwickelte Impfstoff (unterstützt mit hohen Fördergeldern!) in anderen Ländern lustig verimpft wird, und wir bekommen kaum was ab davon, nicht lustig! :?


    Am meisten ärgert mich, das die Politiker da so versagt haben bei den Bestellungen, aus falscher Sparsamkeit oder auch einfach Dummheit.
    Nun werden wir wohl lange warten müssen, bis wir durchgeimpft werden können, also werden die Einschränkungen auch noch ebenso lange gelten.
    Von daher, mutig, das Du gebucht hast, CF... aber ich sehe da doch ziemlich dunkelgrau. :?
    Ich mag auch nicht mehr hören, das man den Politikeren nicht die alleinige Schuld geben kann, das tue ich auch nicht.
    Aber in vielem haben sie DOCH versagt, und sie SIND auch verantwortlich, sie werden schließlich sehr gut bezahlt für ihren Job, also bitte auch anständig machen!
    Ich glaube, wir brauchen nun wirklich noch einen sehr langen Atem...und viele weitere unverschuldete Pleiten werden damit einher gehen. Auch wegen der versemmelten Impferei... :-|


    LG Sunshine

    Hallo CF,
    ich hatte beim Lesen Deines Beitrages erst gedacht, ob Du wohl mit meiner Tochter gesprochen hattest? :shock::wink:


    Denn genauso wie Du es beschreibst, läuft das momentan bei uns ab...und bei vielen anderen!
    Nur das wir 3 Enkelkinder haben, also meine Tochter 3 Kinder im Alter von knapp 5, 7 und knapp 10 Jahre hat.
    Und dabei noch arbeiten gehen muss, denn Homeoffice ist bei ihr unmöglich, es gibt auch ja auch noch Menschen, die nicht ihren Job vom
    PC aus machen können.
    Das Angebot der "Kinder-Krankschreibung" hilft übrigens da auch nicht weiter, denn es ist ein "vergiftetes Geschenk", wie es neulich, ich glaube, im Spiege*, genannt wurde.
    Denn dann gibt es nur 67% des letzten Gehaltes, und damit könnte meine Tochter dann nicht mehr ihr Haus abbezahlen.
    Viele Menschen haben ja Raten für Häuser abzuzahlen, und besonders junge Familien müssen da oft mit jedem Euro rechnen.
    Für diese Menschen ist Corona auch eine Farce, aber das nur mal am Rande. Wer weiß, wo das noch endet...


    Und was passiert dann?
    Eigentlich genau das, was NICHT passieren sollte, weil man ja gerade die älteren Menschen schützen will.


    Zitat

    Der große Bruder ist bei der Oma, die ihm als Rentnerin (die hat es wenigstens mal gelernt) jetzt das Schreiben und das 1x1 beibringen darf. Der Kleine ist bei der anderen Omi, da er den Großen nicht in Ruhe lernen lässt, sondern permanent zu ihm will.


    Sehr ähnlich läuft es bei uns ab, die Enkelkinder geben sich hier auch die Klinke in die Hand, mal ist das eine Schulkind hier, dann das andere.
    Das ist für mich SEHR anstrengend,denn wie Du schon schreibst, ist es nicht nur die Betreuung, die Schulaufgaben müssen ja auch erledigt werden.
    Und das ist mitunter schon nicht wenig, was sie da aufhaben.
    Das wird nun alles auf die Eltern abgewälzt, UND auf die Großeltern !
    Denn welche Eltern schauen schon gern dabei zu, wenn die Kinder alles verlieren, was sie sich mühsam aufgebaut haben, ein Haus beispielsweise.
    Also hilft man doch, wo man kann als Eltern/Großeltern.


    Ich bin jedenfalls an manchen Tagen fix und fertig durch die Schulkindbetreuung, Haushalt muss ja auch gemacht werden, Essen kochen, etc.pp.
    Oftmals schlafen die Kinder dann auch 2-3 Tage hier, und das ist dann schon ein Schlauch.
    Sowas sollten eigentlich Großeltern nicht mehr leisten müssen.
    Ich liebe meine Enkelkinder, habe sie auch gern hier, aber momentan ist alles einfach zu viel, was den Familien zugemutet wird!


    Und ich sehe auch, das nicht nur wir betroffen sind, ich beobachte täglich bei Nachbarn, das dort auch morgens die Enkelkinder abgegeben werden, und die Nachbarn sind teilweise nochmal 10 Jahre älter als ich.
    Manche Politiker (Frau Merkel eingeschlossen), die gewisse Entscheidungen treffen, scheinen mir mitunter völlig weltfremd zu sein, haben entweder keine eigenen Kinder oder hervorragende Betreuungsmöglichkeiten, Privatlehrer etc.


    Zitat


    Das tägliche Logistikpensum ist herausfordernd. Dann steht noch die Endkontrolle des Lernpensums durch die Eltern an und gleichzeitig werden online die nächsten Aufgaben besorgt.


    So ist es.
    Auf meinem Tablet habe ich mittlerweile die Lern-Apps der Kinder, und mein Laptop wird auch oft benötigt. Wir haben noch Glück, das wir so gut ausgestattet sind.
    Und die Kinder brauchen auch öfters Hilfe bei den Aufgaben, Eltern und Großeltern sind aber keine Pädagogen, und das merke ich selbst auch stark.


    Zitat


    Beide Kinder sind erkennbar nicht ausgelastet: Es fehlen die Spielkameraden im Kindergarten und der Klassenverbund der Grundschule. Sie können sich auch nicht im Kreis Gleichaltriger in Pausen und in der Sporthalle austoben, das holen sie dann nachmittags und vor allem daheim lautstark nach.
    Es schadet sicher nicht, sich das einfach mal vor Augen zu halten.


    Ganz genau so ist es!
    Den Kindern ist fast das ganze soziale Leben genommen worden, und das wird Auswirkungen haben.
    Es geht weitaus nicht nur ums Lernen in der Schule, es geht um den gesamten sozialen Umgang miteinander, und wie sehr der fehlt, merke ich an jedem Tag, wo ich die Kinder hier habe.
    Ich sehe immer zu, das die Kinder wenigstens 1-2 Stunden an die frische Luft kommen, wo sie sich austoben können. Spielplatz, irgendwo Klettern gehen, etc.
    Aber auch das ist kein vollständiger Ersatz für ihren Fußballverein, den Zumba-Kurs etc., oder auch nur den Sportunterricht.
    Leider haben wir hier seit Wochen wettertechnisch fast nur grau-in-grau, und wenn es dazu noch stark regnet, hocken wir zuhause, auch mal vor dem TV.
    Wie sehr den Kindern dann das Draussen-Sein fehlt, merkt man sofort, denn dann gehen die über Tisch und Bänke.
    Kinder müssen ihren Bewegungsdrang ausleben können. Auch das ist sehr wichtig für sie.
    Und sich auch immer wieder mal mit anderen messen können.


    Wir sehen zumindest zu, das sie auch außerhalb der Schule regelmäßig ihre Freunde treffen können, auch wenn das jeweils nur ein Kind kann aufgrund der Kontaktbeschränkungen.
    So ist also auch hier das Mama-bzw. Oma-Taxi gefragt, das kommt auch noch dazu. Aber ist eher das geringere Problem.


    Zitat

    Es schadet sicher nicht, sich das einfach mal vor Augen zu halten.


    Nö, schadet sicher nicht. Manche Menschen klagen echt auf sehr hohem Niveau... die wirklich Leidtragen sind allerdings die Kinder und die Eltern (in diesem Falle meist die Mütter, auf denen nachweißlich das meiste lastet) und die alten Menschen.
    Manche reden ja schon von einer "verlorenen Generation" bezüglich der Kinder. Das halte ich allerdings echt für Unsinn. :roll:
    Kinder sind flexibel (auf jeden Fall flexibler als Erwachsene :lol: ), können das Verpasste auch wieder aufholen, wenn sie die Möglichkeit dazu bekommen und ich hoffe sehr, das die Regierung wenigstens DAS auf Reihe bekommt.
    Aber je länger das ganze dauert, desto größer wird halt auch der Schaden.
    Unsere Kinder sind unsere Zukunft, haben aber leider keine wirkliche Lobby, ich hoffe, sie werden nicht ganz vergessen, denn dann können wir anderen auch die Zukunft vergessen.


    Ich erlebe momentan übrigens sehr nahe, wie sehr viele Eltern betroffen sind und echt nicht mehr können, besonders wenn beide Elternteile berufstätig sind.
    Und dahinter steckt nicht finanzielle Gier oder Mega-Konsum-Wünsche, sondern oft ist es einfach notwendig, weil beispielsweise in sozialen Berufen wenig bezahlt wird.
    Ich kenne Mütter, die in der Altenpflege oder in KH arbeiten, und zusätzlich noch die ganze erschwerte Kinderunterbringung managen müssen, inkl. Kita-und Schul-Notdienst, wofür auch noch mehrere Formulare ausgefüllt werden müssen, um das überhaupt in Anspruch nehmen zu können.
    Und oftmals klappt das auch nicht, weil die Gruppen so wieder zu groß werden würden.
    Die sitzen dann schon oft Abends vor Erschöpfung weinend da, wenn die Kinder dann mal endlich im Bette liegen, sie können einfach nicht mehr.
    Und das sind sicher keine Weicheier, sondern sehr stronge Frauen, die es gewohnt sind, einen anstrengenden Job zu machen, und das nicht nur körperlich, sondern auch mental.


    Es dauert nun alles schon viel zu lange, und ich bin entsetzt über das krasse Impfstoff-Beschaffungs-Management.
    Seitdem das auch noch derart versemmelt wurde, habe ich auch so ziemlich komplett das Vertrauen in die Politiker verloren, außer vielleicht in den Ministerpräsidenten meines Bundeslandes und ein bis zwei anderen Ausnahmen.


    Zitat


    und wie klein im Vergleich zu ihr, die Einschränkung meiner Freizeitqualität ist.


    CF, ich habe hier im engeren und weiteren Umfeld auch Nachbarn, die keine kleinen Enkelkinder haben, Rentner sind und sonst nix zu tun haben außer ihr Unkraut täglich zu zupfen aus ihrem englischen Rasen und auch die kein Interesse an Reisen oder Urlauben haben.
    Die haben all diese erwähnten Probleme gar nicht und fordern auch gern noch härtere Maßnahmen.
    Weil sie nämlich Null davon betroffen sind.
    Da platzt mir dann echt immer die Hutschnur, denn wenn man nicht wirklich betroffen ist, kann man leicht so daherquatschen.
    Denen möchte ich manchmal schon ihre bigotte Brille runter reißen, ärgern tut es mich allemale.
    Aber hilft auch nix, von daher halte ich mich da besser fern, denn das Ärgern kostet mich Kraft, die ich so gar nicht mehr habe.
    Ebenso halte ich mich von kinderlosen Freundinnen momentan fern, die für konsequente Schulschließungen bis zum St.Nimmerleinstag plädieren, denn die wissen gar nicht, wovorn sie wirklich reden.
    Also, einfach mal die Klappe halten über Dinge, von denen man keine Ahnung hat.
    Und ich höre mir sowas auch gar nicht mehr an.
    Mit denen tausche ich mich vielleicht mal wieder NACH Corona aus, vielleicht aber auch nicht... schaun wir mal...


    Was mir persönlich am meisten fehlt, ist übrigens das Reisen-Können.
    Das macht mich echt traurig.
    Momentan sehe ich nur noch die ganze Belastung, die mich auch ausbrennt...ich hatte so auf die Impfungen gehofft und etwas mehr Normalität damit einhergehend...und nun noch dieses Versagen.
    Mir fehlt das Licht am Ende des Tunnels, was immer mal wieder suggeriert wurde, aber dann auch immer wieder brutal ausgetrampelt wurde.
    Auch aufgrund von Unfähigkeit und Versagen in der Politik.
    Mir fehlen auch die kleinen Highlights, die das Leben lebenswert machen :-|


    Sorry, ist doch etwas länger als beabsichtigt geworden :wink: aber Dein Beitrag berührte mich, weil es genau so wie von Dir beschrieben abläuft, lieber Carl Friedrich.
    Und bei vielen vielen anderen auch...


    LG an Dich und alle Mitleser
    Sunshine