Beiträge von Sunshine_33

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hallo mollyfisch und Saphira,

    ich glaube sogar, das bei den allerwenigsten die Einsicht kommt, Alkoholiker zu sein, und dagegen was tun zu müssen. Muss man ja auch nicht, Alk ist ne legale Droge und jeder darf selbst entscheiden, wie er leben will. Und ebenso, wie er sein Leben schrotten will.


    Trocken werden ist aufwändig, manchmal auch anstrengend, man wird sein Leben verändern müssen und und und...

    Dazu sind leider nur wenige bereit.

    Also wird so weiter gemacht wie bisher, solange es noch geht. Und das kann sehr lange sein...


    Und BTW, ein CO ermöglicht da auch viel.

    Er kümmert sich, organisiert immer mehr das gesamte Familienleben, entschuldigt den Partner auch mitunter, und ist die Pappe erst versoffen, kommen noch Fahrdienste dazu etc.pp.

    Der Säufer muss doch so auch für nix mehr Verantwortung übernehmen, es wird doch alles bestens in seinem Interesse geregelt.


    Nun soll der Alkoholiker plötzlich wieder Verantwortung für sein Leben übernehmen.

    Ich glaube, das können viele gar nicht mehr, erstmal durch die Sauferei und zweitens, weil Jahre bis Jahrzehntelang alles vom CO geregelt wurde.

    Trennt sich dann endlich der CO, fällt der Säufer irgendwie auch aus allen Wolken.

    Und weiß nicht mehr weiter, also schnell alle Gefühle betäuben und weitersaufen, was sonst?


    Ich glaube, das nur ein ganz geringer Bruchteil wirklich aufwacht und aktiv wird in Sachen Abstinenz.

    Wenn man darauf warten oder bauen will...muss jeder selbst wissen...

    Dazu kommt dann noch die sehr hohe Rückfallquote.

    Kurzum, es werden nur ganz wenige schaffen.

    Möglich wäre es aber, auszusteigen! Und zwar jeden Tag.

    Bequemer ist es allerdings, weiterzusaufen.


    LG Sunshine

    ⚠️ Emoji 😇 ich jammer weil hier doch einige verstehen wie es einem gehen kann…..⚠️ Emoji 😊

    Verstehe ich nicht. Wie ist das gemeint?

    Du jammerst in der Hoffnung auf Verständnis, weil es Dir dann besser/gut geht?

    Verstehe die Emoji-Setzung nicht. Ist das ironisch gemeint?


    Pamela, ganz ehrlich, Dein inflationärer Umgang mit den ganzen Emojis wirkte auf mich von Anfang an befremdlich, aber ich habe dazu lieber den Mund gehalten.

    Die Emojis untergraben für mich bei vielen Beiträgen von Dir einfach die Ernsthaftigkeit des Themas.

    Der lachende, sich die Hände vors Geschicht schlagende Affe macht das ganze auch nicht besser :?

    Und viele Emojis dann auch noch in vielfacher Ausführung...als sei man zu blöd, es ansonsten nicht zu kapieren.

    Ich weiß gar nicht, was man da noch ernst nehmen kann. Für mich ist das äußerst irritierend.


    Vielleicht wäre es auch mal gut, die Beiträge erstmal sacken zu lassen und nicht gleich auf jeden zu antworten? Hier läuft nix weg, und mal drüber nachzudenken kann sicher nicht schaden.

    Und dann mal aufs eigentliche Thema zurück zu kommen...ohne alles geschriebene, was Du nicht lesen willst, als persönlichen Angriff zu sehen.


    Ich möchte auch nochmal nachfragen, was Du von diesem Forum erwartest?

    Verständnis hast Du von vielen Seiten bekommen. Und jetzt läuft das nicht mehr so...hmmm...und nu?


    Es wird jetzt auch neuerdings der Alkoholismus Deines Mannes und die Auswirkungen desselbigen extrem von Dir verharmlost.

    Wenn doch alles so gut für Euch alle läuft, warum bist Du dann hier?


    Sunshine

    wird hier schon richtig drauf gewartet bis was kommt wo man jetzt so richtig Gas geben kann und diese Person richtig runter machen kann…….

    Nein Pamela, so ist das nicht.

    Nur erkennen auch andere mit der Zeit, was bei Dir so abläuft. Und irgendwann schweigen sie nicht mehr dazu...

    Thats all...


    Ich bin übrigens nicht hier, um so zu schreiben, wie es Dir genehmer wäre. Da kannst Du noch so jammern wegen angeblich "mangelndem Einfühlungsvermögen". Mich kannst Du damit nicht manipulieren.


    Sunshine

    Es ist nie einfach!

    Verspricht hier auch niemand!


    Hier einfach alles stehen zulassen und zu gehen……damit ist weder mir noch meiner Tochter oder sonst wem geholfen……

    Aha. Was macht Dich denn da so sicher?

    Sorry Pamela, aber ich denke nicht, das Du jemals gehen wirst...egal was passiert.

    Du willst keine wirkliche Veränderung in Deinem Leben und schon gar nicht irgendwas dafür aufgeben...in materieller und gesellschaftlicher Hinsicht gesehen.


    Dir reicht es im Grunde, Dich hier über ihn auszulassen ...denn es geht hier ja fast ausschließlich um IHN und SEIN Verhalten.

    Das erleichtert erstmal, und man kann erstmal wieder so weiter machen wie bisher...ohne weitere große Veränderungen.

    Alles weitere erscheint zu anstrengend und wird von daher als unmöglich und unvorteilhaft dargestellt.

    So geht's natürlich auch...

    Sorry, aber ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln über diese Schönfärberei, Pamela. Du kneifst weiterhin die Augen fest zu, verharmlost, was passiert ist, was gerade passiert...nur um nicht wirklich handeln zu müssen.

    Man könnte ja einige Privilegien verlieren, die einem der Säufer ermöglicht...nicht wahr?

    Dir geht es um Deine eigene Bequemlichkeit und daran soll sich nix ändern. Er soll sich ändern...bei Dir ist ja alles okay...richtest Dich halt ein...selbstverständlich mit weiterhin strenger CO-Bewachung, was er tut und was nicht.


    Das Alkohol aggressiv macht, ist übrigens kein Geheimnis. 90% aller Gewalttaten an Frauen passieren unter Alkoholeinfluss, so sind nun mal die Fakten.

    Und nach Deinem Geschreibe gehört Dein Säufer zu den aggressiven Alkoholikern.


    Erstaunlich und auch befremdlich finde ich auch, was Du Lea alles so überstülpst, ohne überhaupt was von ihr zu wissen.

    Möchtest Du damit jetzt gerade von Dir ablenken, oder was?


    Bleib mal bei Dir und Deinem eigenen Verhalten!

    Aber dazu scheinst Du unfähig zu sein, trotz vieler Aufforderungen dazu von den Usern hier.


    Und ich tue meinem Kind auch nichts schlimmes an……weil sie ihren Vater besoffen erlebt……sie hat auch schon alleine gelebt und auch selbständig…….das sie jetzt wieder im Haus und eigener Wohnung wohnt war ihre Entscheidung

    Sag mal, willst Du uns veräppeln?

    Dein Mann säuft doch nicht erst seit kurzem! Deine Tochter wird genug mitgemacht haben als EKA...und ihren Schaden davon getragen haben.


    Ich finde es übrigens ebenso furchtbar wie Lea, wenn Eltern ihre Kinder nicht schützen, es bestürzt mich geradezu.

    Für mich gibt es im Grunde nichts schlimmeres!


    Sunshine

    Ich würde alles unter der Hand planen und auch keine Trennungsabsicht im Vorfeld in den Raum stellen.

    Dem schließe ich mich an, und zwar, um frühe und unnötige Eskalationen zu vermeiden. Misstrauisch isser ja eh schon.

    Lösche auch sicherheitshalber Deinen Browserverlauf, von wo aus Du schreibst.

    Und nimm ein kompliziertes Passwort.

    Und kopiere wichtige Dokumente...kann nie schaden.


    LG Sunshine

    Viele können sich nicht vorstellen, was bei uns zuhause alles passiert ist.

    Oh doch, Sunny!

    Hier können sich wahrscheinlich alle vorstellen, was abgeht. Weil sie vieles am eigenen Leib so erlebt haben.

    Entweder als CO, oder weil man sich als nasser Alkie selbst ähnlich aufgeführt hat.


    Man, oder in diesem Fall, frau kann dieses Drama aber auch beenden! Niemand in unserem Land ist derart an den saufenden Partner gefesselt, das sie/er keine Chance zum gehen hätte.

    Die Abhängigkeit ist hauptsächlich im Kopf.


    Es ist schon mal prima, das Du arbeiten gehen kannst, ich finde das ist sooo viel wert bei einer Trennung.

    Und gibt auch ein gewisses Selbstbewusstsein, nicht komplett vom anderen abhängig zu sein.


    Tja, aber ob Du den Mann freiwillig aus dem Haus bekommst? Hört sich nicht so an irgendwie...sagt mir mein Bauchgefühl.

    Vielleicht irre ich mich aber auch...manche gehen auch freiwillig, um in Ruhe weitersaufen zu können.

    Aber ich denke, bei so aggressiven, übergriffigen und kontrollierenden Säufern wird es Ärger geben, denn sie halten sich ja für übermächtig.

    Lass Dich anwaltlich beraten, was da möglich ist.


    LG Sunshine

    Er sagt immer, wenn eine Frau geht, dann hat sie einen neuen, sonst schafft sie es nicht….

    Gruselig ist auch, was für einen Bullshit manche Männer von sich geben! :roll::roll::roll:

    Lässt allerdings auch sehr auf den Charakter desjenigen schließen...da weiß man wenigstens gleich, wes Geistes Kind der andere ist...

    Wie kann man es jahrelang mit so einem Mann aushalten? Ich könnte das nicht mal ne Woche.



    Auf Alltag habe ich aber trotzdem keine Lust...

    Kann ich mir gut vorstellen, Aurora!

    Vielleicht kannst Du etwas vom Urlaub in Deinem Alltag integrieren?

    Beispielsweise ein Thermenbesuch, Spaziergänge im bunten Herbstwald oder ähnliches?

    Sich nen ganzen Tag in einer Therme rumdrücken, vielleicht mit Sauna, wer mag, oder ner Massage...das kann auch was von Urlaub vom Alltag haben.


    Werde das auch gleich mal mit Männe besprechen :lol:...ob wir morgen in eine gewisse Therme fahren wollen, würde mir auch gut tun. :)


    LG Sunshine

    Hallo Sunny,

    ich kann Dir nur viel Kraft wünschen, die Trennung dieses Mal endgültig durchzuziehen!

    Tu es nicht nur für Dich, tue es besonders auch für Deine Kinder.

    Denn so ein "Vater" ist die Hölle auf Erden für Kinder, sie werden schweren Schaden nehmen, wenn Du sie nicht schützt und sie da raus holst.


    Informiere Dich bei der Anwältin, was es für Wege für Euch gibt, insbesondere auch finanzieller Art.

    Gehst Du selbst auch arbeiten?


    Wie Du schreibst, ist er auch nüchtern ein cholerischer Mensch, der es schafft, Dich mit Aggressivität einzuschüchtern.

    Da hätte ich Angst, das es mit Alk im Blut mal ganz heftig eskaliert.

    Gibt es eine Möglichkeit, da schnell aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen?

    Hast Du schon nach Wohnungen für Dich und die Kinder geschaut?

    Ich würde nicht darauf hoffen oder warten, das er geht.

    Nasse Alkies haben nämlich kein Interesse an Veränderungen, die kriegt man nicht so einfach aus der Bude raus.

    Und solche Aggros wie Deinen Säufer da schon gleich gar nicht.

    Darum halte ich es in solchen Fällen für besser, selbst zu gehen und sich so auch aus der Schusslinie zu bringen.


    LG an Dich und alles Gute auf Deinem weiteren Weg!

    Sunshine

    Ja, ich muss mich erst noch damit abfinden, dass ein neues Leben beginnt... ich will es nur (noch) nicht wahrhaben.

    Aber das ist doch auch eine neue Chance!

    Gehst Du davon aus, das sich Deine Lebensqualität verschlechtert durch ein abstinentes Leben?

    Wenn es nicht freiwillig ist, dann wird es so sein. Mit der Faust in der Tasche ist wirklich keine zufriedene Trockenheit möglich.


    Ich war froh, nochmal ne neue Chance bekommen zu haben und habe sie dankbar angenommen.

    Als ich noch gesoffen habe, war meine Lebensqualität gering, am Ende nur noch ein dahinvegetieren zwischen Arbeit, Suff und schlechtem Schlaf.

    Heute kann ich jeden Tag selbst bestimmen, und nicht der Alk bestimmt meinen Tag.


    Es liegt an Dir, Alexander, was Du aus Deinem neuen Leben machst, Du hältst die Fäden in der Hand. Man kann mit allem hadern, man kann aber auch die Chance erkennen und freudig annehmen.


    LG Sunshine

    ... und so langsam gehen mir die Ausreden aus....


    Kommendes Wochenende gehe ich mit ein paar Freunden zum Wandern in die Berge. Vielleicht sollte ich ihnen einfach die "ganze Wahrheit" sagen, damit sie in Zukunft gar nicht mehr versuchen müssen, mir ein Bier an zu bieten.

    Wäre ne Maßnahme, ehrlich zu Freunden zu sein. Du erwartest ja auch Ehrlichkeit von ihnen, oder?


    Wird bei der Wanderung Alkohol in Deiner Gegenwart konsumiert?

    Wenn Ja, ist das nicht ( mehr) das richtige Umfeld für Dich.

    Frisch abstinent so dicht am Alk zu sein ist viel zu gefährlich.

    Da wird man schneller rückfällig, als man gucken kann.


    Geselligkeit ist nicht zwangsweise mit Alkoholkonsum verknüpft, aber Du wirst Dir vielleicht ein neues und zwar alkoholfreies, Umfeld schaffen müssen, wenn Dein bisheriges Umfeld Dir zuliebe nicht ein paar Stunden auf Alk verzichten kann.

    Entweder sind das dann keine Freunde, sondern nur Saufkumpels...oder sie haben selbst ein Alkoholproblem.


    LG und alles Gute

    wünscht Sunshine

    manchmal stelle ich mir vor er bekommt seine Probleme in den Griff und ist wieder "normal"

    Und was wäre dann mit Dir?

    Wärest Du dann auch wieder "normal"? :wink:

    So ganz automatisch, nur weil er nicht mehr säuft?


    Es gibt den alten Menschen nicht "zurück", Mollyfisch...weder saufend noch nüchtern.

    Und so mancher CO hat sich schon gewünscht, das der nun abstinente Trinker wieder säuft, weil er so doch leichter händelbar war.


    Ein trockener Alkoholiker wird versuchen, sein Leben wieder auf allen Ebenen in den Griff zu bekommen. Er wird eigene Entscheidungen treffen, die dem CO manchmal gar nicht gefallen.

    Und er wird auch versuchen, einen aktiven CO abzuschütteln, weil CO-Verhalten dem oben genannten im Weg stehen wird.

    Ich kenne zumindest keinen trockenen Alkoholiker, bei dem das anders gewesen wäre.


    Einen weiteren gemeinsamen Weg kann es nur geben, wenn da beide intensiv dran arbeiten. Nicht nur der Alkoholiker wird sein Leben ändern müssen, auch der CO.


    Aber das ist ja alles eh rein hypothetisch.

    Wer saufen will, wird das tun!

    Auch ein neuer Partner kann da nix richten. Der wird sich höchstens bald an gleicher Stelle befinden wie der CO-Vorgänger bzw. Vorgängerin.


    LG Sunshine

    Hallo Erna,

    ich kann Dich gut verstehen mit der Abhetzerei und das man das reduzieren will, sogar muss.

    Mir ging es ähnlich mit meiner realen Gruppe...

    Ich arbeitete damals noch Vollzeit, hetzte dann zur Gruppe, saß dort manchmal wie auf heißen Kohlen, weil ich so anderes nicht machen konnte. Als dann noch immer mehr gemeinsame Veranstaltungen wie Weihnachtsbasteln, Skatabend und Radtouren dazu kamen und dann auch noch ne Frauengruppe, wurde mir alles zu viel. Ich sagte zwar mehrmals, das ich diese Zeit einfach nicht habe, bei allem mitzumachen, aber das half nicht viel.

    Letztendlich verließ ich die Gruppe, denn dieses Forum hier reicht mir eh vollkommen.

    Ich war allerdings damals schon jahrelang trocken.


    Nicht jeder braucht ne Therapie und n Dutzend weitere Hilfestellungen, so manch einer ist allein mit diesem Forum hier trocken geworden.

    Und wenn das Ganze in totalen Stress ausartet, wie soll das dann noch helfen können?

    Ich hatte übrigens noch nie ne Therapie.

    Auch sowas gibts ;)

    Wer aber eine braucht, soll sie bitte auch in Anspruch nehmen!


    Du bist momentan noch sehr wackelig auf den Beinen, da mache ich mir schon so meine Gedanken...

    Und es wären ja auch nur 2 Termine.

    Die würde ich wohl schon wahrnehmen wollen...und danach weiter sehen...


    LG an Dich

    Sunshine

    Liebe Erna,

    Ich kann zu Saufdruck und übermäßig aktiven Suchtgedächtnis nicht sooo viel sagen, weil ich davon weitestgehend verschont blieb.

    Meine Situation war auch eine ganz andere als Deine.

    Ich hatte gerade so eine schwere Entgiftung überlebt, es war sehr eng. Ich war danach wochenlang im KH, verlor sehr viel Gewicht und musste das Laufen neu lernen durch die lange Bettlägerigkeit.

    Ich musste mich danach über Wochen ganz hart ins Leben zurück kämpfen.

    Ich sah, was der Alkohol mir körperlich und psychisch angetan hatte, hatte einen Tiefpunkt, den ich beinahe nicht überlebt hätte. Und ich wollte dahin nie wieder zurück.

    Vielleicht hatte darum mein Suchtgedächtnis auch relativ wenig Chancen, mich zu bequatschen. Und mir war immer klar, selbst ein einziger Schluck Alk würde mich genau wieder da hinkatapultieren, wo ich war. Ich war da immer sehr realistisch.


    Aber ich kenne Situationen, wo sich mein Suchtgedächtnis doch meldete...

    Das war im Grunde immer dann, wenn ich etwas Schönes noch irgendwie toppen wollte. Ein feierlicher Anlass...nette Gespräche und Menschen um mich herum...und schon sprang es an. Da musste keiner in meiner Gegenwart Alk konsumieren, es sprang trotzdem an.


    Bei Dir lese ich von Proben, ich nehme an, Du spielst in einer Musikband oder einem Orchester? Proben tut man ja für einen Auftritt, oder? Fühlst Du Dich dem denn dann gewachsen? Der Druck könnte auch zu erneutem Saufdruck führen.


    Das Wegbleiben von verschiedene trinkenden „Veranstaltungen“ ist Verzicht. Wenn ich irgendwann zu einer anderen „Veranstaltung“ gehe, klopft das Alkohol-Belohnungssystem an. Unabhängig, ob da gesoffen wurde oder wird. Muss ja irgendwie etwas nachgeholt werden.

    Darüber habe ich nachgedacht...und da ist was dran...und Ja, ich muss das bestätigen. Das Suchthirn kann auch anspringen, ohne das jemand neben einem konsumiert.



    Wichtig für mich war, wenn ich nicht an einer Veranstaltung teilnehmen konnte, diese Zeit nutzte und es mit irgendetwas anderes ersetzte. Mit etwas, was auch Spaß machen. (könnte) Damit aktiv dazu beigetragen, mein Suchtgedächtnis zu überschreiben.

    Das halte ich für ne gute Idee!

    Für mich war es allerdings schon immer Belohnung genug, mir nicht besoffenes Gequatsche anhören zu müssen.

    Ich machte es mir dann Zuhause recht gemütlich, mit einem schönen Buch, einem kuscheligen Drum-Herum...oder ging meinen reaktivieren Hobby nach, woran ich viel Freude hatte.


    Erna, ich möchte Dich mal was fragen.

    Wie viel bist Du Dir selbst wert?

    Sorgst Du gut für Dich?

    Ißt Du genug, das Du richtig satt wirst?

    Nimmst Du ausreichend Flüssigkeit zu Dir und hast Du ausreichend Schlaf?

    Das mag sich so banal anhören, aber Saufdruck kann auch entstehen, wenn man auch nur eine Sache davon vernachlässigt.

    Sei also möglichst gut zu Dir selbst, belohne Dich auch mal mit was Schönem!

    Sei Dir was wert!


    Mein Hirn wurde jahrelang daruf trainiert, dass Saufen immer eine Lösung ist. Das verschwand ja nicht mit dem Wegstellen des Glases. Das dauert eben auch schon mal eine Zeit.

    Das ist einfach so, Hartmut hat recht. Wir haben Jahre bis Jahrzehnte lang gesoffen, das überschreibt man nicht in ein paar Wochen. Es dauert seine Zeit.


    Erna, ich sehe auch, wie wackelig Deine Abstinenz gerade ist, und wie überaus aktiv Dein Suchtgedächtnis arbeitet, um Dich wieder in die Sauferei zu drücken.

    Ich kann nur hoffen, das Du das heil überstehst!


    LG Sunshine

    andererseits habe ich "Angst" wie das alles werden soll und ob ich das wirklich auf lange Sicht aushalte und dem Bier den Rücken kehre.

    Hallo,

    es geht nicht darum, die Abstinenz "auszuhalten ", denn so wird man nicht dauerhaft trocken bleiben können.

    Es geht darum, sich ein schönes, neues Leben aufzubauen, in dem man ohne Alkohol zufrieden ist.

    Dazu sind Veränderungen notwendig.

    Und es ist wichtig, die Abstinenz zur Prio1 zu machen, alles andere kann nur danach kommen...

    Wenn Du dazu bereit bist, hast Du gute Chancen!


    Wie man sich ein trockenes Leben aufbaut, kannst Du hier in vielen Beiträgen nachlesen, und auch Fragen dazu stellen.


    LG und alles Gute für die Entgiftung!

    Sunshine

    Bei mir ist es ebenso, lustforlife...es gibt mir überhaupt nichts, mich in nassem Umfeld zu bewegen. Die Gespräche werden immer bekloppter, je höher der Alkoholpegel. Ich will nicht, das mir jemand im angesoffene Zustand das Ohr abkaut.

    Von daher vermisse ich da auch nix, weil ich halt weiß, wie das abläuft.


    Ich halte es für dumm, Stärke demonstrieren zu wollen bei einem Gegner, der mich immer wieder niedergeschlagen hat. Das macht doch keinen Sinn.

    Aber vielleicht ist sowas für Frauen auch eher zu akzeptieren.


    Ich schütze mich lieber selbst. Auch, indem ich bestimmte Situationen vermeide. Was andere machen, soll mir egal sein.

    Werden aber andere durch Beiträge ermuntert, sich in saufendes Umfeld zu begeben, werde ich mich dazu auch entsprechend äußern.

    Denn manchmal kann der nächste Rückfall auch der Letzte sein.

    Es geht hier nicht um ne Erkältung, sondern um eine lebensbedrohliche Erkrankung...das musste ich leider auch am eigenen Leib so erleben.


    LG Sunshine

    okay, dann war es tatsächlich unglücklich ausgedrückt.


    Vielleicht war bei mir auch einiges anders, weil ich einen schlimmen Tiefpunkt hatte zum Zeitpunkt meiner Entgiftung. Ich hatte mich fast tot gesoffen.

    Für mich war es von daher auch nur unendlich erleichternd, endlich Hilfe zu bekommen. Und es war für mich wie ein Wunder, keine Entzugssymptome mehr zu bekommen.

    Ich wusste, wohin ich nie wieder zurück wollte! Verbote oder Gebote brauchte ich von daher nie.


    Ich tat alles dafür, nie wieder trinken zu müssen. Ich änderte mein Leben und mein Umfeld. Ich war bereit dazu.

    Meine Trockenheit war mir auch immer mehr wert als irgendeine Veranstaltung oder Feier.

    Und als Verzicht habe ich es nie empfunden, nicht überall dabei zu sein. Derweil habe ich was anderes Schönes für mich gemacht.

    Und ich hatte das große Glück, das mein Mann und meine Familie mich bei allem unterstützte. Das war auch eine große Hilfe.


    LG Sunshine

    Sehr früh in meiner abstinenten Zeit, gestattete ich mir Alkohol zu trinken, die Versuchung hielt sich in Grenzen, Stress kam keiner mehr auf.

    Sorry, aber mit Abstinenz hat das nichts, aber auch rein gar nix zu tun. Entweder man lebt abstinent von Alkohol...oder nicht.

    Mich immer wieder ausschliessen, zu Hause bleiben, war am Anfang zwar hilfreich, aber auf Dauer keine Lösung, ich tastete mich langsam vor, grillte mit, gesellte mich zu Biertrinker, ich muss gestehen, am Anfang vorsichtig, zögelich, doch ich musste mich langsam daran gewöhnen.

    Und siehe da, es machte mir zunehmend weniger aus, wenn jemand neben mir trank, doch ich musste mich langsam daran gewöhnen.


    Immer nur sich fernhalten, sich isolieren, machte mir zusätzliche Angst und setzte mich unter Druck. Ich konnte sehr gut einschätzen, wann es brenzlich wurde, wann ich wankte und die Versuchung Bier zu trinken zu groß wurde, dann ging ich.

    Ich habe die Wahl, was ich mir zumute, ich entscheide. Es gibt keine gefährliche Situationen, das einizig „gefährliche“ bin ich, mein Unvermögen, meine Unsicherheit.

    Genau dieses beschriebene Verhalten stürzt immer wieder Menschen zurück in die nasse Phase der Alkoholkrankheit!

    Das beweisen auch viele Berichte hier von Rückfälligen.

    Niemand "muss" sich daran "gewöhnen", sich mit trinkenden Menschen zu umgeben!

    Das ist einfach Bullshit.

    Solche Argumente kommen nur von denjenigen, die nichts groß in ihrem Leben ändern wollen.


    Achelias, ich lese übrigens Deine Beiträge vollständig, Du bezweifeltest das ja neulich.

    Und weißt Du, was ich als Quintessenz aus Deinem Schreiben immer wieder denke?

    Du hast Deine ALKOHOLKRANKHEIT für Dich bisher nicht angenommen. Du siehst Dich nicht wirklich als Alkoholiker.

    Du schreibst von antrainieren und wieder abtrainieren bezüglich Deiner Sauferei...aber so einfach ist es nicht.

    So einfach ist Sucht nicht...und so einfach vor allem nicht abzutun.

    ‐-----------

    Ich möchte an dieser Stelle dringend von Nachahmung abraten, sich in nasses Umfeld aus Gründen der Anpassung zu begeben.

    Das hat schon zu vielen das Genick gebrochen in Sachen Alkoholkrankheit.

    Denn so geht man dem Alk wirklich bereitwillig entgegen...und ist auch rein physisch nur noch ne Armeslänge vom Alk entfernt!

    Bitte besonders am Anfang nicht auf die eigene Willensstärke vertrauen, denn die Denke ist da einfach noch zu nass und davon stark beeinträchtigt!

    Besser ist es, sich selbst zu schützen.

    Und sich ein trockenes Umfeld aufzubauen.


    Das ist meine persönliche Erfahrung als Selbst Betroffene, aus den vielen Berichten hier im Forum und auch aus den Berichten in meiner ehemaligen realen Gruppe.


    LG Sunshine