Vorstellung - 15 Tagen Nüchternheit

  • Zitat von liv

    Ich verstehe Selbsthilfe einfach ungefähr so (auch wenn das sicher nicht einwandfrei korrekt ist), dass jeder, wenn er will, seine Erfahrung zum Thema (und auch sonst) beisteuert und ich das für mich herausziehen kann, was mir etwas bringt. Nichts anderes versuchte ich.

    Hallo liv,
    aber ja, deine Auffassung deckt sich mit meiner. Es wäre ja wenig zielführend und anregend, wenn jeder thread nur ein Monolog wäre. Ich konnte hier auch schon Erfahrungen anderer, die ich selbst noch nicht gemacht habe, in mein Konzept integrieren. Was die Authentizität angeht: ich könnte den Gedanken Goethes (sein Hohelied der Toleranz) selbstverständlich in (scheinbar) eigene Worte kleiden, aber dann fühlte ich mich als Plagiator. Außerdem ist das Gedicht wunderschön. Wie das Tempo (scheinbar) anzieht in der letzten Strophe durch die plötzliche Änderung des Endreimschemas : von ABAB nach ABBA, die nachdenklich fragenden ersten beiden Strophen gehen über in eine strenge (Selbst-)Ermahnung.

    LG, Jonas

  • Zitat von Karsten


    Was mich wundert bei dir?
    Du bist nun 55 Jahre alt, gerade mal zwei Wochen ohne Alkohol, aber deine Beiträge lesen sich, als wüsstest du sehr genau, was für dich richtig, wichtig und notwendig ist?

    Gruß
    Karsten

    Guten Morgen, Karsten,

    meine Strategie erscheint mir viel versprechend und plausibel. Trotzdem werde ich, wie schon dargelegt, stets versuchen, sie zu widerlegen. Erst wenn diese Widerlegung nicht gelingt, verbuche ich sie als erfolgreich für mich. Ich arbeite gerade an der Möglichkeit, ein anderes (linguistisches) Phänomen in mein Konzept einzubetten: wir lesen und schreiben hier naturgemäß ständig über Alkohol und oft sogar Sätze wie "ich muss nicht mehr an Alkohol denken". Scheinbar ein Paradoxon, denn in diesem Satz denken wir an Alkohol. Aber nur scheinbar, denn wir denken tatsächlich auf der ersten Metaebene (M1) über das Denken an Alkohol nach. Ich schreibe gerade auf M2, denn ich denke über das Nachdenken über das Denken an Alkohol nach. Was ich nun sehr interessant finde: Das Denken an und Schreiben/Lesen über Alkohol auf M1 scheint niemandem etwas auszumachen, unabhängig davon, wie oft das Wort Alkohol im Text steht. Es entstehen keine Blitzgedanken, innere Unruhe oder gar "Saufdruck". Es scheint, und das ist metaphorisch zu verstehen, eine "Schutzschicht" zwischen der Objektebene (O = sozusagen das alltägliche (Er-)Leben) und M1 zu geben. Ich habe nun darüber nachgedacht, woran das liegen könnte. Ich stellte für mich fest, dass ich M1 mit bestimmten Bildern assoziiere: icb sehe das Forum, die Texte der anderen Foristen, meine eigenen Texte, das morgentliche Aufsuchen des Forums, meinen Kaffee, den ich dann immer trinke. Sehr spezifische Bilder also, die sich von denen in O vollkommen unterscheiden. Ich werde nun für mich untersuchen, ob es möglich ist diese M1-Assoziationen für O nutzbar zu machen.

    Gruß, Jonas

  • Hi Jonas!

    Bei Büchern ist das bei mir anders als in diesem Teil im Forum. Weil es bei mir einen Unterschied macht, ob jemand über Alkohol schreibt oder darüber wieviel und was er trinkt.
    Alexis Sorbas hatte ich mir fürs Erstlesen aufbewahrt und als es dann endlich soweit war, konnte ich seine Sauforgien nicht ausblenden.

    Liebe Grüße

  • Zitat von Karsten

    Hallo Jonas,

    warum so kompliziert?

    Sicherlich wird das Wort Alkohol hier in vielen Beiträgen verwendet, aber mich schreckt dieses Wort nicht ab, weil mir der Alkohol nichts getan hat.
    Ich kann nur nicht mit den Alkohol umgehen.

    Hallo Karsten,

    ich empfinde es nicht als kompliziert. Für mich ist es wichtig, Sachverhalte so präzise wir möglich zu erfassen, d.h., ich muss mir einen Begriff machen. Ich bin schon recht lange in einer online-SHG für hochfunktionale Autisten. Wir sind dort alle Individuen so wie hier, ähneln uns aber darin, dass zumindest viele Probleme nur auf diese Weise lösen können.

    Gruß, Jonas

  • Zitat von schnuffig

    Hi Jonas!

    Bei Büchern ist das bei mir anders als in diesem Teil im Forum. Weil es bei mir einen Unterschied macht, ob jemand über Alkohol schreibt oder darüber wieviel und was er trinkt.
    Alexis Sorbas hatte ich mir fürs Erstlesen aufbewahrt und als es dann endlich soweit war, konnte ich seine Sauforgien nicht ausblenden.

    Liebe Grüße

    Hallo schnuffig!

    Ja! Das ist eine sehr gute Analyse. Gleiches gilt für Haseks Schwejk (auch für seine Humoresken, z.B. "Der Abstinenzlerabend"). Da reiht sich ein Besäufnis ans andere, und die Säufer (vor allem Feldkurat Katz aus dem ersten Teil) sind, wenn auch gebrochen, Sympathieträger. Die Essenz, die vermittelt wird: Abstinenz ist lustfeindlich, das Leben ist zu kurz für so einen Unsinn, los, hoch die Gläser.) Wie bei Sorbas werden O- und M1 vermischt. Das kann tatsächlich triggern. Vielen Dank für deinen erhellenden Kommentar!

    LG, Jonas

  • schnuffig

    addendum: dein Kommentar ist auch deshalb sehr fruchtbar für mich, weil mir nun vollkommen klar ist, dass es beim Versuch M1-Assoziationen in O anzuwenden, nicht zu einer Vermischung der Ebenen kommen darf. Das heißt, die O-Erlebnisse müssten ohne Rest auf M1 gehoben werden. Vorläufige Denkfigur: Ich sehe eine Alkohol-Szene in O und denke sofort daran, über diese Szene zu schreiben -> die Bilder aus M1 werden abgerufen (dieses Forum, die anderen Foristen, deren Texte usw.).
    Nochmals danke!
    LG, Jonas

  • glück auf jonas

    Zitat von c2h5oh

    Für mich ist es wichtig, Sachverhalte so präzise wir möglich zu erfassen, d.h., ich muss mir einen Begriff machen.

    ich seh da ne übereinstimmung aber auch n unterschied - ich will auch immer alles ganz genau wissen allerdings machst du das wesentlich intensiver, es scheint mir für dich "notwendig" zu sein?
    wenn ich was neues erfahre/erkenne freue ich mich wie ein kind, dass n neues, interessantes spielzeug bekommt.
    noch ne übereinstimmung aber auch wieder n unterschied - ich lerne vorwiegend aus den erfahrungen anderer mir persönlich(bzw. aus dem forum) bekannter leute. du greifst meist auf die (überlieferten) erfahrungen von leuten zu, die "jeder" kennt z.b. goethe und und und.

    ich freu mich, dich hier "kennenlernen" zu dürfen.

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hi Jonas!

    :)
    Am Anfang habe ich mir selbst noch eine Geschichte geschrieben und die Hauptfigur mit allen Attributen belegt, die mir gefallen. Dann hat er mir was zu trinken angeboten, ich habe es genommen und danach hat er mich, während er das Lied sang, das ich immer vorm Ausgehen hörte, getötet.
    Das half mir zum Beispiel in dem Augenblick, als ich mir bei Sorbas dachte: Halt warte, ich will auch mit.
    Ich hatte dann das zuerst charmante und dann dröhnende Lachen meiner Figur im Ohr, das mich wieder daran erinnerte, wie ich sterben werde, wenn ich dem Sog von Typen wie Sorbas erliege.
    Langsam und qualvoll. Das ist nun mal eine Tatsache.
    Also schreib sie auf deine Szenen, ob im Kopf oder sonst wo.

    Liebe Grüße

  • Zitat von silberkralle


    seh da ne übereinstimmung aber auch n unterschied - ich will auch immer alles ganz genau wissen allerdings machst du das wesentlich intensiver, es scheint mir für dich "notwendig" zu sein?

    Hallo silberkralle,

    ja, das ist notwenig für mich. Für mich ist es auch gleichgültig, ob jemand lebt oder schon lange schon tot ist, solange mich seine Gedanken faszinieren. Die meisten großen Gedanken sind schon gedacht worden; sie können allerdings in einem neuen Kontext neue, interessante Verknüpfungen generieren. Ich freue mich immer über anregende Kommentare, unter anderem über deine.

    LG, Jonas

  • Zitat von c2h5oh

    Vorläufige Denkfigur: Ich sehe eine Alkohol-Szene in O und denke sofort daran, über diese Szene zu schreiben -> die Bilder aus M1 werden abgerufen (dieses Forum, die anderen Foristen, deren Texte usw.).

    scheint genial zu sein.
    ich hab eingeübt (konditioniert?) in situationen die mich triggern, sofort jemanden (aus ner shg) zum reden aufzusuchen (O ?) - inzwischen reicht es mir, wenn ich drann denke das ich zu jemandem fahren kann (M1 ?)
    (kurze bestätigung gewünscht)

    glück auf

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Zitat von schnuffig

    Hi Jonas!

    :)
    Am Anfang habe ich mir selbst noch eine Geschichte geschrieben und die Hauptfigur mit allen Attributen belegt, die mir gefallen. Dann hat er mir was zu trinken angeboten, ich habe es genommen und danach hat er mich, während er das Lied sang, das ich immer vorm Ausgehen hörte, getötet.
    Das half mir zum Beispiel in dem Augenblick, als ich mir bei Sorbas dachte: Halt warte, ich will auch mit.

    Dieser Ansatz fasziniert mich. Vielen Dank für deine Ausführungen. Ich muss jetzt meinen Spaziergang machen.

    LG, Jonas

  • Hallo Jonas,

    ich habe mich noch einmal durch den ganzen Thread hier gelesen und bin dabei auf folgenden Satz von dir gestoßen, den ich noch einmal aufgreifen möchte:

    Zitat: " Weil ich mich und meine Existenz verabscheue, hatte ich nie die Motivation, das Trinken für mich aufzugeben. "

    Hat sich an dieser Einstellung dir/deiner Existenz gegenüber etwas verändert? Wenn ja wodurch - wenn nicht wie könnte sich daran etwas verändern?

    Mir scheint das eine Schlüsselfrage hinsichtlich einer dauerhaften - und zufriedenen - Abstinenz zu sein, etwas, das ein festeres, belastbareres Fundament bieten könnte als es eine noch so ausgefuchste Verhaltenskonditionierung allein bewerkstelligen könnte...

    Wer liebt (in deinem Fall doch zumindest Musik und Literatur) hat doch keinerlei Anlaß seine Existenz zu "verabscheuen"...

    LG Frank

  • Zitat von silberkralle


    ich hab eingeübt (konditioniert?) in situationen die mich triggern, sofort jemanden (aus ner shg) zum reden aufzusuchen (O ?) - inzwischen reicht es mir, wenn ich drann denke das ich zu jemandem fahren kann (M1 ?)
    (kurze bestätigung gewünscht)

    glück auf

    :D
    matthias

    Hallo silberkralle,

    ja, das ist richtig. Im ersten Fall konntest du dich von O noch nicht lösen, du brauchtest ein Gegenüber, um die möglichen negativen Folgen abzufedern. Im zweiten Fall abstrahierst du auf die nächste Stufe (das Denken des gedachten Gegenstandes). Dein Text ist auf M2, das Denken des Denkens des gedachten Gegenstandes. Ich gehe davon aus, dass diese Technik, wenn sie immer wieder trainiert wird, vieles erleichtert..

    LG, Jonas

  • Zitat von garcia

    Zitat: " Weil ich mich und meine Existenz verabscheue, hatte ich nie die Motivation, das Trinken für mich aufzugeben. "

    Hat sich an dieser Einstellung dir/deiner Existenz gegenüber etwas verändert? Wenn ja wodurch - wenn nicht wie könnte sich daran etwas verändern?

    LG Frank

    Hallo Frank!

    Die Korrespondenz mit meinem Bekannten aus Cambridge (er lebt und lehrt dort nicht mehr, hatte vorübergehend eine Klinik in ländlicher Umgebung geleitet und ist seit einem Jahr Emeritus, hat also viel Zeit für die Korrespondenz.) war und ist fruchtbar. Ich habe das Amor Fati Nietzsches gelernt: Liebe dein Schicksal. Ich bin so und kann es nicht ändern. Meinen Töchtern scheine ich auch nicht zu viel Schaden zugefügt zu haben, beide sind sehr erfolgreich an der Universtät und betreuen nebenbei niedrigfunktionale Autisten und Lernbehinderte.
    Meine Existenz war nicht eingeplant. Meine Mutter unternahm alles, um mich abzutreiben, ohne Erfolg. Dann war ich also da. Ich soll ein schreckich süßes Baby gewesen sein. Dann fing man an, sich zu sorgen. ich lächelte nie und sprach kein Wort. Man brachte mich in eine Kinderklinik zur Beobachtung. Diagnose: Autismus (damals noch nicht spezifiziert. Nun gut, ich habe die Ein- und Zweiwortsätze übersprungen. Meine ersten Worte mit knapp drei Jahren) sollen gewesen sein: "Opa, was machst du denn da? Schuhputzen?" Da waren sie alle erleichtert. Nun gut, aber warum spielte ich nie mit Kindern? Warum schob ich geräuschvoll keine kleinen Autos über den Teppich? Warum lachte ich nicht und interessierte mich nur für Musik? Warum war meine Lieblingsbeschäftigung das Stillsitzen und die Erwachsenen beobachten? Warum erstarrte ich zu Stein, wenn man mich "spontan" anfasste oder gar in den Arm nahm? Meine Mutter erzählte mir auch, dass ich so überaus brav und ernst gewesen bin (damals die Kardinaltugend!), dass eine Ärztin an den Cafehaustisch trat und mich kaufen wollte (Preis DM 1000,-).
    Jetzt muss sich arbeiten.

    LG, Jonas

  • Hallo Jonas, du schreibst:

    " Nun gut, aber warum spielte ich nie mit Kindern? Warum schob ich geräuschvoll keine kleinen Autos über denTeppich? Warum lachte ich nicht und interessierte mich nur fürMusik? Warum war meine Lieblingsbeschäftigung das Stillsitzen unddie Erwachsenen beobachten? Warum erstarrte ich zu Stein, wenn
    man mich "spontan" anfasste oder gar in den Arm nahm?"

    Gegenfragen: Warum kann Musik dich so tief berühren daß dir beim Hören eines Schubertliedes die Tränen kommen? Warum hast du ein so feines Gespür für die Tiefen und Subtilitäten eines Gedichtes vo Goethe? Warum hast du einen so kristallklaren Verstand wie er in diesem deinen Thread überall durchschimmert? Warum hast du die Kraft trotz aller vermeintlicher Unzulänglichkeiten 55 Jahre auf dieser Welt zu sein und die dir zugänglichen Schönheiten zu genießen? Und warum die Zuverlässigkeit und Kraft dein Leben auf eine gesündere Basis stellen zu können um eines Versprechens willen: deiner Enkelin weiterzugeben was du kannst und magst?

    Alle diese Fragen haben dieselbe Antwort und die ist schlicht.
    Weil du Jonas bist - nix weiter. Ein Individueller Mensch und als solcher nicht zu ersetzen.

    Und darum ist deine "Existenz" nicht nur eine Existenz, sondern ei Leben - ich finde das ist nicht dasselbe...

    Ich wüns he dir viel Freude bei deiner Arbeit und einen guten Tag! LG Frank

  • Zitat von garcia


    Alle diese Fragen haben dieselbe Antwort und die ist schlicht.
    Weil du Jonas bist - nix weiter. Ein Individueller Mensch und als solcher nicht zu ersetzen.

    Guten Morgen, Frank!

    Vielen Dank für deine empathischen Worte. Ich habe inzwischen gelernt, mein So-Sein zu akzeptieren. Dabei haben mir auch die Mit-Foristen in der Autisten-SHG geholfen. Viele, so wie auch ich, haben auch immer mal versucht, '"die Anderen" zu simulieren, besonders wenn sie eine Beziehung eingegangen sind. Die Folge war i.d.R. Dauerstress bis hin zum Zusammenbruch. Ich habe gelernt, diese Versuche nicht mehr zu unternehmen. Ich lebe in meinem geschützten Bereich, habe nur fünf Sitzgelegenheiten, sodass nie mehr als vier Gäste kommen können. Die wissen, dass sie um 6 Uhr kommen müssen (c.t. räume ich ein wegen möglicher verkehrsbedingter Zeitverzögerung ein), wenn sie für 6 Uhr eingeladen sind. Meine Töchter kommen immer pünktlich.
    Weil ich weder Vorzeichen noch "Saufdruck" bisher erfahren habe, trainiere ich meine Techniken durch (gedankliche) Simulation. Die Feuerwehr übt ja auch, wenn es nicht brennt. Nur der Feuerwehrmann Karl Valentin hatte Pech: er konnte während seiner Lehrzeit nichts lernen, weil es nicht gebrannt hat, und "die ganze Stadt haben wir nicht niederbrennen wollen wegen dem Verdruss für die Leut." (der Münchner Dialekt trägt zum Charme der schönen Groteske entscheidend bei.)

    LG, Jonas

  • Guten Morgen Jonas,

    du mußt nichts simulieren. Ich hab das ganz starke Gefühl du bist absolut klasse so wie du bist :)

    Danke für das Valentinzitat, es wird mich mit einem Dauerschmunzeln durch diesen Tag bringen!

    LG Frank

  • @Frank

    OT, wenn du mal diefür mich ergreifendste "Kurzoper" hören willst: aus Bachs Matthäus Passion "So ist mein Jesus nun gefangen", ich bevorzuge meine "unsterbliche Geliebte" Emma Kirkby, Sopran mit James Bowman, Counter.
    Was in diesen durchschnittlich 4.50 Minuten geschieht, ist ungeheuerlich: unendlicher Schmerz und Trauer über die Hinrichtung eines Unschuldigen (Duett), die ängstlich, zaudernden Einwürfe des (passiven) Chores (Volkes) "Lasst ihn, haltet, bindet nicht" (Gardiner hat's begriffen, viele andere sind), schließlich Zorn, Wut, ja Anklage: Gott, wo bist du? Wo hast du dich versteckt? Warum greifst du nicht ein? Ein unschuldiger Mensch wird ermordet. "Sind Blitze, sind Donner in Wolken verschwunden?". Ein furioses Fugato mündet schließlich in ein Unisono, das den anti-kapitalistischen "Arbeiterchören" Hanns Eislers in nichts nachsteht: "dem falschen Verräter das höllische Blut!".

    LG, Jonas

  • glück auf jonas (feuerwehrmann)

    Zitat von c2h5oh

    Die wissen, dass sie um 6 Uhr kommen müssen

    ich erscheine zu verabredungen meistens 15 minuten zu früh (um verspätungen zu vermeiden) da wär es wohl angebracht, wenn ich bei dir vor der tür warten würde bis es punkt 6:00 ist?

    Zitat von c2h5oh

    Bachs Matthäus Passion

    da heul ich auch.

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Zitat von silberkralle

    ich erscheine zu verabredungen meistens 15 minuten zu früh (um verspätungen zu vermeiden) da wär es wohl angebracht, wenn ich bei dir vor der tür warten würde bis es punkt 6:00 ist?

    Hallo silberkralle,

    ja, das würde ich begrüßen. Wenn ich eingeladen werde und komme zu früh, mache ich einen Spaziergang, bevor ich pünktlich läute. Meistens koche ich für meine Gäste. Das Essen wird pünktlich fertig. Gäste, die zu früh kommen, stören meine Konzentration, auch wenn sie sich in einem anderen Raum aufhalten.

    LG, Jonas

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!