Rückfall, warum ???

  • Hallo,

    ich bin mir jetzt nicht sicher was ich mit diesem freiwillig ausgelöst habe ich für mich habe das damit gemeint. Als ich hier neu war wurde viel über SHG gesprochen bin ich auch gegangen so ist es nicht, hat mich zwar Übehrwindung gekostet aber ich bin gegangen weil ich mir gedacht habe das muss der richtige Weg sein wenn alle es sagen aber es hat mir das nicht gebracht was ich wollte es war nicht freiwillig ich war nicht zufrieden, natürlich es ist wichtig dass man sich austauschen kann ich habe auch gesprochen und zugehört aber das war aber auch alles und da sage ich auch wieder jeder entscheidet für sich. Ich bin hier im Forum freiwillig es zwingt mich keiner nicht mein Mann nicht mein Sohn und ich bin damit zufrieden auch wenn ich nicht immer schreib. Ich bin auf keine Uhrzeit angewiesen ich kann hier Tag und Nacht lesen wenn ich es brauche, ich bin auch nicht besonders gesprächig und schreiben tue ich auch nicht so viel aber für mich ist es in Ordnung ich habe aber auch andere Aufgaben außer nur hier zu sitzen so ist es auch nicht, nur eben ich plane mir meine Zeit selber ein so dass ich zufrieden sein kann ohne Zwang. Deswegen kann ich auch nicht sagen dass SHG für mich lebenswichtig ist, das kann jemand der wiederum Therapie macht auch sagen und dann kann ich schließlich sagen für mich ist dieses Forum lebenswichtig.

    Liebe Grüße
    Maria
    ____
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    Chinesische Weisheit

  • Liebe Maria,

    ist für mich dieses Forum irgendwie auch. Wenn es das nicht mehr gäbe, müßte ich mich andere Möglichkeiten suchen.

    Auch ich war lange nicht mehr in einer SHG. Doch erst gestern abend sagte ich zu meinem Freund, dass ich gern wieder eine besuchen möchte.

    Mir geht es einfach sehr gut im Moment. Ich genieße das sehr. Doch ich habe da Bedürfnis mit Menschen, die mich nicht gut genug kennen, aber wie meine Krankheit funktioniert dagegen schon, darüber zu reden. Ich bin einfach, obwohl ich aktiv in diesem Forum bin und mein Freund mir viele Jahre trockenes Leben voraus hat, besorgt darüber, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren und vielleicht doch überheblich zu werden.

    Das hat nichts mit Mißtrauen gegenüber den Menschen in diesem Forum und schon gar nicht gegenüber meinem Freund zu tun, sondern ist nichts weiter als ein weiteres Hilfsmittel das ich nutzen kann, wenn ich das Gefühl habe, ich müßte noch mehr für meine Nüchternheit tun.

    Schorni hat schon recht, man kann niemals genug für seine Trockenheit tun.

    Teufelchen

  • Hallo Teufelchen,

    das ist das woraus ich lernen kann ich weiß genau reicht mir etwas nicht um trocken zu bleiben gehe ich weiter ob es Therapie ist oder SHG ich will nicht übermutig werden und eingebildet wirken ich weiß genau das noch auch Zeit kommen kann wo ich noch mehr brauche und ich schließe auch nichts aus, jeder Weg ist mir wichtig um trocken zu bleiben deswegen geht auch nicht alles was hier geschrieben wird an mir vorbei, ich achte schon genau darauf. Ich habe Teufelchen jetzt auch einwenig den Faden verloren.

    Aber eins will ich noch schreiben, Danke dass es Euch und dieses Forum gibt!!!!!!

    Liebe Grüße
    Maria
    _____
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  • Hallo zusammen,

    der Beginn des Fadens: Warum der Rückfall, nach 1,2,3,5, trockenen, zufriedenen ???? Jahren ?
    Was waren die Auslöser ?

    Gr. rose

  • hallo liebe rose,

    Zitat

    zufriedenen ???? Jahren ?

    ich kann mir nicht vorstellen, daß die jahre vor dem rückfall zufriedene jahre sind, schön geredet denke ich.

    für jeden ist "zufrieden", auch etwas anderes, ich muß mich wenn ich trocken bin wohl fühlen.

    was nutzt mir meine trockenheit wenn ich keine freude am leben habe, dann werde ich früher oder später zum glas greifen.
    es muß mir freude machen auch ohne alkohol, daran gilt es zu arbeiten.

    viele menschen können leider die einfachen schönen dinge im leben nicht genießen. ich konnte es nicht als ich nass war, da habe ich nach macht gestrebt.

    liebe grüße

    schorni

  • Zitat

    ich kann mir nicht vorstellen, daß die jahre vor dem rückfall zufriedene jahre sind, schön geredet denke ich.

    Danke Schorni. Genau das meine ich mit Rückfall in alte Denk- und Verhaltensweisen! Man kann sich die Zufriedenheit auch schönreden oder einreden, genau wie man sich lange einreden kann, dass man zufrieden "nass" gelebt hat.

    Da hilft meiner Meinung nach nur, immer offen und ehrlich zu sich und anderen bleiben, damit man nicht Gefahr läuft, wieder sich selbst zu belügen und betrügen.

    Wenn man das wieder macht, fängt man an sich seinen Rückfall zu bauen.

    lg
    Teufelchen

  • [quote='rose1412']Hallo Maria, und alle anderen,

    ja Maria, ich hab`s wieder angerichtet , und ...

    Hallo rose,

    du hast damit "angerichtet", das ich mich noch besser mit meiner Krankheit auseinandersetzen kann.

    Danke dir dafür Andreas

    "Und mein Weg ist immer noch nicht zu Ende, und wird es auch nie sein, denn die Alkohol-Krankheit tragen wir in uns, zwar schlafend solange wir abstinent leben, und abgespeichert in unserem Suchtgedächtnis." (Rose)

  • Moin Ihr Lieben,

    der Weg und Zustand zur absoluten Trockenheit besteht ja auch in der totalen psychischen Unabhängigkeit gegenüber dieser Droge in sämtlichen Lebenslagen. Das ist ja das A und O. Man muss zurück zu seinen Wurzeln.
    Und das bedeutet eben diese tägliche Arbeit, diese ständige Konfrontation. Man muss sein Denken und Leben eben so umgestalten, dass man sich ständig mit den schönen (neuen) Dingen des Lebens befaßt und nicht mit dem Rückblick auf die Vergangenheit (Alkohol).
    Drum ist es auch wichtig, egal nach wieviel Jahren, immer seinen Grundsätzen und seinem neuen Umfeld treu zu bleiben. Begebe ich mich also aus "Stärke" oder Selbstüberschätzung plötzlich in Lagen und ein Umfeld, indem ich ständig mit Alkohol und alkoholisierten Menschen konfrontiert werde, bin ich dem Abgrund einen Schritt näher, egal welch festen Stand ich meine, noch zu haben. Abgesehen davon muss mir dann ja auch etwas fehlen ? Verzicht und Entbehrung !?
    Ich arbeite ja auch jeden Tag daran und mache mir auch viel Gedanken über diese Rückfälligkeit anderer nach vielen Jahren. Aber der Rückfall beginnt nun einmal, wie Karsten einmal sagte, lange vor dem ersten Glas. Mit Sommer und Sonne oder anderen Jahreszeiten hat das meines Erachtens wenig zu tun.
    Ein Rückfall ist für mich das Ergebnis von Unachtsamkeit, Lethargie, Überheblichkeit und einem aus der Ferne (Unterbewußtsein) aufflackernden Wunsches, wieder "kontrolliert" zu trinken. Und dieser Konsum von Alkohol wird dich wieder ganz leise und langsam, die Trinkabstände werden kürzer, die Mengen größer, in eine Sucht führen.

    Drum laß uns alle unser schönes Leben genießen und
    sind wir alle immer achtsam.

    Gruß, Freund.

  • Moin again,

    es wurde hier oder auch anderswo oft diskutiert, dass eben Hilfe von außen sehr wichtig ist. Das ist unumstritten richtig !
    Die einen meinen SHG`s, die anderen Therapie etc., den einen hilfts, den anderen nicht.
    Ich will das mal etwas salopp ausdrücken, ohne den Ernst der Sache angreifen zu wollen:
    Ob das z.B. ein Arzt-, Zahnarzt- oder ein Friseurtermin etc. ist, kommt es ja hierbei auch darauf an, dass man diesen Dienstleistern gegenüber Vertrauen hat, sich gut aufgehoben fühlt und auch Erfolg voraussetzt.
    Das hat letztendlich zur Folge, ob man dort weiter hingeht oder nicht.
    Man sollte also auch bei der Wahl seiner Fremdhilfe ruhig etwas aktiver werden und alle Möglichkeiten "austesten", um für sich das optimale Hilfsangebot zu schaffen, in dem man Vertrauen hat, sich gut aufgehoben fühlt und auch Erfolg voraussetzt.

    Gruß, Freund.

  • Hallo Freund,

    Zitat

    man sich ständig mit den schönen (neuen) Dingen des Lebens befaßt und nicht mit dem Rückblick auf die Vergangenheit (Alkohol).

    Dieser Gedanke beschäftigt mich jetzt schon. Sich mit den schönen und neuen Dingen des Lebens beschäftigen, ist mir klar. Das ist schließlich Leben!

    Jedoch nicht mit dem Rückblick auf die Vergangenheit? Wie soll ich denn mein neues Leben richtig genießen können, wenn ich nicht auch ab und an an mein altes Leben zurück denke? Ist es nicht nötig, auch zurückzublicken, um auch die Gefahren die auf dem neuen Weg in die Zukunft liegen, schneller und leichter zu erkennen? Oder ist der Rückblick in die Vergangenheit nicht mehr nötig, wenn ich diese vollständig verarbeitet habe und sie mich dann nicht mehr einholen kann und mich blockiert? Sollte man sich nicht öfter mal bewußt machen, woher man kommt, damit man sich erinnert wie wichtig es ist, ständig an sich zu arbeiten, weil man dort nicht mehr hin will?

    Oder meinst Du, bei aller Auseindandersetzung mit der Vergangenheit nicht vergessen zu leben? So sehe ich das nämlich. Doch das kann man meines Erachtens nur, wenn man die Vergangenheit bewältigt hat.

    Oder habe ich Dich nur Mißverstanden? :oops:

    Bin selbst erschrocken darüber, wieviele Fragen nun zusammengekommen sind. :wink:

    Liebe Grüsse
    Simone

  • hallo teufelchen,

    hat ein ehemals aktives mitglied als signum, ich finde das trifft es.

    Menschen, die sich nicht zu ihrer Vergangenheit bekennen mögen, mogeln sich durch die Gegenwart

    gruß schorni

  • ich habe noch einen geklaut,

    Jeder Schritt ist wichtig und vergess nie, was Du hinter dir gelassen hast, dann vergisst Du auch nie,
    warum es sich lohnt weiter zu gehen!
    Robert

    lg
    schorni

  • Hallo Teufelchen Hallo Schorni,

    es hat mich für kurze Zeit durcheinander gebracht aber jetzt weiß ich wieder, dass es Richtig ist sich zu erinnern man muss schon sehr aufpassen was man mitnimmt das nehme ich mit.

    Danke Euch!!!!
    LG.
    Maria
    _____

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    Chinesische Weisheit

  • Hallo,

    Vergangenheit zu bewältigen, zu meinem Leben gehörend zu akzeptieren, ist ein Lernprozess, der glaube ich niemals wirklich endet.

    Vergangenheit darf uns nicht blockieren in unserer Gegenwart und Zukunft, ist aber notwendig um sich zu erinnern, wo war ich, wo bin ich, und wo will ich hin.
    Sich vergangenes immer mal wieder bewußt zu machen, hilft mir, nicht wieder in alte, für mich falsche Verhaltensmuster zurückzufallen.
    Immer nach vorne schauen, aber auch das gestern nicht vergessen, daran arbeite ich.

    L.Gr. rose

  • Hallo Annika,

    ja da hast Du auch guten Satz ausgesucht, ich bin angefangen zu fotografieren Blumen, Bäume das was ich schön finde. Das habe ich noch nie früher gemacht na ja Blumen fand ich schon immer schön wenn die in der Vase standen die da draußen habe ich nie wahr genommen oder Bäume was ist schon an den Bäumen die sind da es gibt so viele und jedes ist anders wie Menschen und ich hätte auch nie gedacht dass es mir Spaß machen könnte.

    LG.

    Maria

    ____
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    Chinesische Weisheit

  • Zitat

    Kein nasser Tag kann besser sein, als der schlechteste und langweiligste trockene Tag.

    Genau das lebe ich! Und freu mich manchmal darüber, wie ein kleines Kind. Eigentlich doch nur darüber, dass das Leben einfach nur normal ist. Endlich!

    lg
    Teufelchen

  • Hallo ihr Lieben,

    ich freue mich jeden Morgen wieder in den Spiegel gucken zu können, ohne Angst, Scheu und Scham, was für ein verquollenes, entstelltes Gesicht mir da wieder entgegenschaut.
    Mein Waschbecken benutzen können, wofür es da ist, zum Waschen und Zähneputzen, und nicht zum kot.....
    Endlich wieder MEIN selbstbestimmtes, und nicht fremdbestimmtes Leben führen zu können.
    Endlich frei zu sein, von diesem Druck des ständigen Bunkerns, Entsorgen, Verheimlichen, sich selbst-, und andere belügen.
    Nein, da will ich nie wieder hin, und werde ALLES dafür tun.
    Egal welche Handycaps und Probleme ich mit mir rumtragen muß, alles ist besser, und geht nur, ohne Alkohol.
    Nasse Zeiten, schlechte Zeiten
    Trockene, ein Gewinn, hoffentlich lebenslang!
    Ich bleibe wachsam!

    L.Gr. rose

  • Moin Teufelchen,

    vielleicht war das etwas oberflächig und nicht schlüssig formuliert von mir.

    Die Vergangenheit ist ein Stück Leben von mir, die ich nicht vergessen kann und weg schieben will. Die Zeit der Alkoholkrankheit gehört zu mir und hat mir so gesehen auch Lebenserfahrung geschaffen. Diese Erfahrungen kann ich natürlich auch für mein zukünftiges Leben nutzen. Und Rückblick hat man ständig.
    Vor Wochen hatte ich Sonntagmorgens auf einer Tankstelle, auf der ich mir Zigaretten holte, einen alten Saufkameraden getroffen, der mit Nachschub in der Hand, einer Fahne zum Umfallen und schätzungsweise 3,5 Promille mir gegenüberstand und mich angrinste. Er ist Schwerstalkoholiker, aber samt seiner Frau der Meinung, Alkohol sei kein Problem bei ihm. Das war ein gewaltiger Rückblick für mich. Weil ich früher neben ihm gestanden hätte, er kam mir wie mein Spiegelbild von damals vor. Das war ein Rückblick in die Vergangenheit, der mich Tage beschäftigte. Ich atmete nach diesem Treffen schwer durch, als ob ich mit Tempo 200 km/h um cm an einem Brückenpfeiler vorbei gerast bin.
    Etwas abgeschweift, aber ein praktisches Beispiel. Nun weiter zur Sache.

    Mit der Zukunft, nicht mit der Vergangenheit zu leben, meinte ich eigentlich mehr bezüglich meiner Gedankenformationen (Umdenken), meiner Wertschätzung, meiner Prioritäten.
    Ich hatte Anstoß an der Annahme genommen, dass im Sommer aufgrund der Biergärten etc. die Rückfallgefahr größer wäre. Das ist Denken aus der Vergangenheit, von Alkoholkranken oder noch nicht Gefestigten. Ich konnte mir früher auch nicht vorstellen, mein Leben nie wieder in einem gemütlichen Biergarten sitzen zu dürfen, weil ich mir diesen nur in Kombination mit Alkohol vorstellen konnte. Heute sitze ich in Biergärten, wenn ich das Bedürfnis habe, assoziiere aber keinen Alkoholkonsum und trinke ein anderes kaltes Getränk.

    Und so schaue ich diesbezüglich nur in die Zukunft und lasse Denkmuster aus der Vergangenheit nicht zu.

    Liebe Grüße, Freund.

  • Hallo Freund,

    "Heute sitze ich in Biergrten, wenn ich das Bedürfnis habe, assoziere aber keinen Alkoholkonsum und trinke ein anderes kaltes Getränk"

    Für mich als Kurzzeittrockene, 4 Mon. und sicher noch nicht Gefestigte, wie Du es ausdrückst, eine pure Provokation und Einladung zum Rückfall!

    Ich bin nun der geborene Rotwein-Trinker (gewesen) :D , aber ich würde im Traum nicht daran denken mein "geliebtes Weinfest" was an diesem Wochenende stattfindet, zu besuchen.
    Kann es mir auch nach längerer Trockenheit nicht vorstellen, letztendlich wird auf Weinfesten immer noch überwiegend Wein getrunken und in Biergärten überwiegend Bier, dieses Risiko muß ich doch nicht bewußt eingehen. ?!

    Wir sprechen uns noch einmal in ein paar Jahren wieder, Freund. :lol:

    L.Gr. rose

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