Ich weiß nicht mehr weiter ...

  • Guten Abend Prince,

    Ich begrüße dich herzlich hier im Forum.
    Ich wünsche dir Kraft und Mut bei der Gestaltung deiner Zukunft.

    Hab den Mut, dich auszusprechen, bzw. zu schreiben.
    Es gibt hier viele Menschen, die deine Situation nachvollziehen können.
    Ich selber bin trockener Alkoholiker und habe aus den Berichten der Co's viel für mich mitnehmen können.

    Ein typisches Verhalten eines Alkoholiker ist die Verlagerung der Schuld.
    Immer waren die Umstände oder andere Menschen schuld, dass ich getrunken habe.
    Aber das war natürlich Unsinn. Eine billige, durchschaubare Ausrede.
    Solange ich getrunken habe, war allein ich dafür verantwortlich.

    Versuche also herauszufinden finden, was für dich wichtig und richtig ist (und für deine Kinder) und suche dir dafür Hilfe und Unterstützung.
    Habe keine Angst vor der Zukunft, denn es ist deine Entscheidung, wie sich dein Leben gestaltet.
    Du hast nicht die Macht zu entscheiden, wieviel deine Freundin trinkt, aber du hast die Macht der Entscheidung, ob du bei dem Drama dabei sein willst.

    Liebe Grüße
    Hans

  • Hallo Prince,

    erst einmal Guten Morgen. :)

    Ich weiß wie schwierig es ist sich aus Beziehungen zu lösen, innerhalb deren man sich (aus welchen Gründen man auch immer vorgibt) abhängig verstrickt hat.

    Das liegt zum großen Teil in einem selbst, an den eigenen Persönlichkeitsstrukturen, die es einer anderen Person erlauben so richtig sch*** mit einem umzugehen.

    Wenn dann Kinder mit im Spiel sind wird das alles noch einmal wesentlich schwieriger, weil man ja auch um ihr Wohl besorgt sein muss.

    Einerseits stehen da oft die Ängste, dass man seine Kinder verliert, andererseits aber natürlich zuallererst die Sorge, dass die Kinder für ihr Leben gezeichnet werden bleiben, wenn ein Sorgeberechtigter sie nicht richtig behandeln kann und DER ANDERE DABEI ZUSIEHT.

    Ich spreche aus Erfahrung, denn ich bin selbst trockene Alkoholikerin und war viele Jahre meines Lebens in coabhängigen Beziehungen gefangen.

    Außerdem habe ich selbst drei Kinder, von denen zwei nun schon fast erwachsen sind.

    Ich kann darum nur an dich appelieren:

    Suche dir eine gute Beratungsstelle, gehe dort so schnell wie möglich hin, öffne dich ganz und versuche eine Möglichkeit zu finden, die eurer Familie wirklich hilft.

    Alles gute für eure Familie !

    Slowly

  • lieber prince

    das klingt alles nicht schön, aber du musst da raus, und die kids erst recht!

    wie wäre es, wenn du mal zu einer beratungsstelle gehst?
    schonmal gut, dass du dich hier angemeldet hast. hier findest du das verständnis was du brauchst.

    Herzlich willkommen erstmal hier ;)

    Es ist nicht wichtig, wie schön die Worte klingen, sondern wie ehrllich sie sind...

  • Hallo und herzlich willkommen Prince,

    zuerst einmal habe ich den Namen der einen Tochter gelöscht, es ist besser, hier öffentlich keine realen Namen zu nennen. Das ist zum Schutz für dich, aber auch für die Kinder und irgendwie auch für deine Partnerin.

    Das ist echt eine böse Situation und ich schließe mich da meinen Vorschreibern an. Suche dir Hilfe von öffentlicher Seite! Also bei pro familia oder beim Sozialpsychiatrischen Dienst deines Wohnbezirkes. Da kannst du dann auch weitere Adressen oder rechtliche Ratschläge bekommen.

    Um dich mal aussprechen zu können und Hilfe zur Selbsthilfe zu bekommen bist du hier schon richtig.

    Es ist gut, dass du beginnst, dir Hilfe zu suchen. Dieses Ding mit "du bist schuld" ist wohl der Klassiker unter Co-Beziehungen. Mein Exmann hatte das auch drauf und ich habe mich permanent schuldig für alles gefühlt. Bzw. ich habe alles versucht so zu machen, dass er zufrieden ist und kleinen Grund hat zum Stänkern. Ich sag dir, das hat niemals wirklich geklappt. Denn es gab immer was. Und wenn ich es nicht war dann lag es am Wetter, am Essen, an der Nachrichten im Fernsehen, am Nachbarn am... es gab nach Bedarf also immer die Möglichkeit, das Trinken zu rechtfertigen.

    In der Familie bekam ich auch keine Hilfe und in den Augen seiner Familie lag sowieso alles an mir... Das ist ganz oft so. Da werden Verantwortungen hin- und her gewälzt, dabei hat kein anderer die Verantwortung als der Abhängige. Für sich.

    Es ist leider auch so, dass Verwandte, Freunde und Bekannte sich zurück ziehen, weil sie das nicht mehr mit ansehen wollen. Oder der Rückzug findet auch oft durch den coabhängigen Partner statt, aus Scham über die Situation. Tuscheln tun alle, aber Hilfe anbieten ist so 'ne Sache. Alle halten sich lieber raus. Was auch verständlich ist auf eine Art.

    Darum ist das einzig Wichtige im Moment, dass du dir professionelle Hilfe mit in's Boot holst! Vor allem für deine beiden Mädchen! Und für dich auch. So wie es gerade bei euch passiert, das muss niemand aushalten!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

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