NIKA. - Ich will und kann aufhören zu trinken!

  • Tag 5

    Ich habe wieder sehr lange geschlafen 10,5 Stunden, einmal kurz aufgewacht, weil der Hund kotzte, der hat gestern sehr viel Gras gegessen. Ich stelle mir keinen Wecker, mein Körper wird schon wissen warum er so viel Schlaf braucht.

    Im Gegensatz zu gestern fühle ich mich ausgeruht. Sitze jetzt zum Frühstücken wieder im Garten, zum Essen muss ich mich zwingen, durstig bin ich sehr, mein Körper will ständig Wasser. Ist auch so ein neues Ding, Wasser trank ich nur wenn ein Teebeutel drinnen ist, oder versehentlich im Pool.

    Ich habe die neuen Medikamente nicht genommen, ich werde sie auch nicht nehmen. Morgen bin ich wieder beim Doc, nochmal Werte überprüfen, Blut abzapfen.

    Ich freue mich einfach auf einen weiteren nüchternen Tag.

  • Als es mir letztes Jahr im August so schlecht ging, habe ich auch so wahnsinnig viel geschlafen. Das wurde mir schon unheimlich. Teilweise knapp 11 Std. Und ich fand es auch blöd, dass ich so viel verschlafe. ^^

    Jetzt brauche ich schon wieder etwas weniger Schlaf. Mein Körper und Geist haben sich soweit erholt.

    Sei gut zu dir selber und höre auf deinen Körper.

  • Freue mich, das es dir besser geht.

    Der Körper räumt auf,spült durch.

    In ein paar Tagen wird dein Appetit wieder kommen. Wasser ist unser Lebenselexir,schon lange mein Lieblingsgetränk.

    Hätte man mir früher gesagt, das ich mich auf ein Glas frisches Wasser freuen könnte, den hätte ich für verrückt erklärt.

    Weiterhin alles Gute

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Gestern war ich fleißig, heute nicht!

    Energie kommt zurück, schleichend, aber ich bemerke sie.

    Ich war gestern einkaufen, kenne dass noch vom ersten Mal, aber war anders, vielleicht weil ich in den vier Jahren viel lernen konnte, erfahren konnte usw. Ich hab jetzt nicht extra hingestarrt zu den alkoholischen Getränken, aber die stehen genau neben dem Mineralwasser…war mir egal, kannte ich ja schon und ja ich bin sorgsam mit mir.

    Heute jedenfalls war ich beim Arzt, alles okay, die neuen Blutwerte kriege ich erst.
    Dass ich die neuen Medikamente nicht nehme sondern bei den alten bleibe, passt auch so lange ich mich einigermaßen gut damit fühle, ansonsten kann ich ihn jederzeit anrufen. Ich hoffe er geht nie in Rente 😁, oder halt nach mir.

    Gestern am späten Abend hat’s mich dann gepackt, wir haben unser Zeug zusammen gepackt und sind eine 3stündige Motorradtour gefahren. Das erste Mal für mich dieses Jahr ging ja nicht anders war ja ständig besoffen.

    Das hat sooo gut getan, glaube das kann nur ein Motorradfahrer nachvollziehen 😁, inklusive schlimme Hintern Beschwerden.

    Ich freue mich gerade so sehr, dass ich wieder leben kann! Was morgen ist, ist mir Wurscht 😉.

  • Eine Woche ist um. Sieben Tage, in denen ich die Welt wieder wahrnehmen kann, den Wind, die Sonne, die Vögel und die Rasenmäher von den Nachbarn (weil ich gerade wieder einen höre).

    Ich spüre mich wieder, oder fange wieder damit an.

    Heute habe ich „nur“ 9 Stunden geschlafen, durchgeschlafen 😃. Ich freue mich wieder auf diesen Tag, was morgen ist, ist mir weiter Wurscht.

    Hmmm was mache ich heute, glaube ich lege mich wieder in den Garten mit einem Buch. Zum Glück habe ich ein Buchabo.


  • Wie schön, dass es Dir wieder um so vieles besser geht, Nika!:thumbup:

    Es ist deutlich, wie sehr der Alkohol die Lebensqualität verändert.

    Ohne Alkohol kann es nur besser werden und Du merkst das auch gerade deutlich.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ja es geht mir besser, aber ich möchte auch nicht gerade für die „Neuen „ den Eindruck erwecken, dass das alles so einfach ist.

    Ich hab es weiter oben schon mal geschrieben, solche Entzugserscheinungen kannte ich nicht. Einfach schlimm und auch die Gedanken dazu, weil jeder Alkoholiker weiß, wenn ich jetzt etwas trinke, hören diese sofort auf.

    Ohne ärztliche Unterstützung, hätte ich dies niemals gewagt, es machte und macht mir Todesangst, was mit meinem Körper und meinem Geist ablief. Ich will, daß auch niemals vergessen, um so mehr bin ich mit mir zufrieden, diesen Schritt erneut genommen zu haben.

    Und diesen Schritt muss jeder für sich machen!

  • Das ist ein Kraftakt,das kenn ich von mir selbst.

    Aber jeder Tag zählt und es wird besser

    Bleib dran und erhol dich und gib dir Zeit zu heilen.

    LG Bolle

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Hey Nika. Ich war anderthalb Jahre trocken, dann kam ein ganz schlimmer Rückfall, der eventuell noch Folgen haben kann für mich. Ich musste wieder bei 0 starten. Das kann echt sehr belastend sein. Bin jetzt bei Tag 34.. der Kampf geht weiter.

    Alkohol löst Partnerschaften, Finanzen, den Arbeitsplatz, die Fahrerlaubnis auf...nur Probleme löst er nicht...

  • Hope81

    Ich fange nicht wieder bei 0 an, vielleicht mit Tage zählen, aber in den 4 Jahren habe ich viel gelernt, viel nüchtern erleben können usw. das will ich wieder haben, mit mehr Erfahrungen und mit dem Wissen, dass ich heute habe samt meinem Rückfall.

    Und ich kämpfe nicht, ich muss nicht kämpfen.

    Und 34 Tage ist doch schon super, ich freu mich über meine sieben 😉

  • der Kampf geht weiter.

    Solange Du kämpfst, machst Du es Dir nur unnötig schwer. Denn kämpfen müssen nur diejenigen, die sich dem Alkohol stellen.

    Ein beliebter Begriff in unserer Branche ist die Kapitulation. Nicht im engeren natürlich Wortsinn der Unterwerfung, sondern darin, dem Alkohol nicht entgegenzutreten, sondern ihm aus dem Weg zu gehen, ihm auszuweichen. Wer sich so verhält, der muss nicht kämpfen.

    Dies nur mal so am Rande zu dem zitierten Begriff.

  • Ich stehe tatsächlich wieder am selben Punkt wie damals, nur zusätzlich mit dem Gefühl, eine totale Versagerin zu sein.

    Du bist keine Versagerin. Die Sucht hat dich nur gekriegt. Dir ging es sehr schlecht und das Suchtgedächtnis kommt angebrettert. 1 Mal getrunken und der Teufelskreis beginnt wieder von vorn. Kenne ich zu gut. Ich habe mich auch sehr oft geschämt. Ein Grund mehr aufzuhören, damit es nie wieder passiert. Trocken werden, dann wird alles besser. Ich frage mich warum du plötzlich 1 Jahr nicht mehr hier her kamst?? Weil du hier nicht mehr geschrieben, konnte dir niemand spiegeln auf welchem Weg du bist mit Firma etc.? Und dir sagen du bist in Gefahr. Genau, du willst eh von der Firma weg. Krankschreiben, trocken werden. Toxischer Arbeit entkommen.

    Lange werde ich nicht im Krankenstand sein können, die Firma ist das was Alkohol betrifft rigoros, die werden mich kündigen, aber ehrlich gesagt ist mir das egal, ich will das sowieso nicht mehr.

    Ist doch das beste was dir passieren kann. Keine Sperre vom Arbeitsamt, Zeit für dich, zur neuorientierung

    Heute trinke ich nicht

  • Gestern war Markttag mit Spezialitäten, zuerst habe ich mich gefreut, etwas Abwechslung zu meinem Gartendasein, dann fiel mir ein was diese Spezialitäten sind…diverse Auswahl an Giften. Also bin ich nicht hin.

    Hab zwei Bücher gelesen und bin relativ früh schlafen gegangen, konnte rasch einschlafen, durchschlafen und jetzt mache ich mir gleich ein gutes Frühstück mit meinem Guten Morgen Tee.

    Vielleicht machen wir heute wieder eine Motorradtour, fit bin ich ja wieder.

    Und was morgen ist, ist mir Wurscht 😉

  • Hi Nika,

    hör auf mit Versagerin. Du bist hier und das ist super. Ich wünsche dir, dass du deinen eigenen Weg findest und mir hat das Wort: Abstinenzzuversicht so geholfen.

    Schritt eins für mich war die Bekenntnis, ich bin Alkoholikerin.

    Schritt zwei für mich war: du wirst nie wieder Alkohol trinken

    Schritt drei: ändere dein Leben, deine Gewohnheiten

    Schritt vier (da bin ich aktuell noch mitten drin nach 10 Monaten): lerne den Umgang mit deiner Suchstimme denn sie kommt immer mal wieder, in den unterschiedlichsten Situationen.

    Ich wünsch dir ganz viel Erfolg, schön dass du hier bist.

    LG Lebensmut

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