Genau, lieber hier nach dem Radfahren schreiben und Dich mitteilen, was Du so alles erlebt hast, als zu saufen.
Geh dann auch mal gießen.
Beiträge von Tabsi
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nur die Damen aus der Bastelgruppe, die nur Kaffee trinken? Ui, da wäre mein Leben vorbei.
Sind diese Damen langweilig, weil sie nur Kaffee trinken?
Mein Leben wäre eher schneller vorbei, wenn ich weiter getrunken hätte, weil die Alkoholsucht tödlich endet.
Im ersten Jahr habe ich mich von trinkenden Gesellschaften distanziert und auch heute gehe ich rechtzeitig, wenn der Pegel von Angetrunkenen auf Festen steigt.Zu tun hab ich in der Rente genug, nicht unbedingt erfreuliche oder gar soziale Dinge. Haushalt, Gartenarbeit, viele kleine Reparaturen.
Empfindest Du Deinen Garten eher als Belastung?
Ich habe wieder Freude daran gefunden, erfreue mich wieder an den kleinen Dingen, wie es blüht und wächst, an den Insekten.
Klar, das Gießen bei der Trockenheit ist manchmal lästig, aber wat mutt, datt mutt.
Ich finde, es macht auch einen Unterschied, ob ich „allein“ oder „einsam“ bin.
Heute bin ich gern mit mir allein, brauche diesen Trubel nicht mehr um mich herum. Ich habe eine Handvoll von Freundinnen und das reicht mir.
Weitere soziale Kontakte habe ich durch meine reale Gruppe. Das sind aber eher oberflächliche Beziehungen, um am Thema Sucht zu bleiben.
Ich muss auch nicht ständig im Tun und Machen sein. Heute kann ich mich wieder selbst aushalten und Ruhe genießen.
Ich hoffe, dass Du auch für Dich einen Weg in eine zufriedene Abstinenz findest. -
Hallo Dulcinella, willkommen im Forum.
Gut, dass Du Dich für die Abstinenz entschieden hast.
Ich war auch die Heimlichtrinkerin.
Da Du ja jetzt in Rente bist hat sich ja auch Dein Tagesablauf geändert. Gibt es Dinge die Dir gut tun und womit Du Deine freie ( Sauf) -Zeit füllen kannst? Wie ist Dein soziales Umfeld?
Nach 14 Tagen sehe ich es noch gar nicht als Rückfall, sondern eher das Beenden Deiner Trinkpausen.
Ich wünsche Dir, dass Du ein paar Anregungen und Lösungsansätze findest. -
Also erstmal finde ich richtig, dass Du die Situation verlassen hast.
Wegen der Kinder würde ich mir kein schlechtes Gewissen machen. Sie waren unter Aufsicht und hatten bestimmt trotzdem noch ihren Spaß. Schön, dass Du so tolle Freundinnen hast.
Beim Lesen Deines Aktionismus im Haushalt wurde mir schon ganz schwindlig. Man kann sich auch an anderen Dingen „ besaufen“. Kein Wunder, dass danach eine gewisse Leere entsteht.
Ich konnte mich anfangs auch nur schwer selbst aushalten. Mittlerweile bin ich da ruhiger und gelassener geworden.
Vielleicht findest Du irgendwas nur für Dich, worauf Du Lust hast, alte Hobbies oder was Du schon immer mal machen wolltest….Zum Notfallkoffer gibt es hier auch irgendwo einen Faden, wo ganz viele Sachen aufgezählt sind.
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vermeldete Rückschläge tun mir fast körperlich weh. Ich hätte nie gedacht, dass ich hier so mitleiden und hoffen würde.
Ich bin an diesem Satz hängen geblieben.
Für mich macht es einen Unterschied, ob ich mitleide oder mitfühle. Es ist wichtig für mich, das auseinanderzuhalten. Allein schon deshalb, um nicht selbst wieder in eine Abwärtsspirale zu geraten.
Ich kann Hilfe anbieten, kann die „ Welt“ aber nicht retten.
In unserer rSHG haben wir gerade 2 Rückfälle. Durch den realen Kontakt, macht es die ganze Sache nochmal persönlicher als in einer virtuellen SHG.
Allein könnte ich das gar nicht auffangen, da der Schwächere den Starken mit runterzieht. Das ist wie in einer Co- Beziehung. Das ganze direkte familiäre Umfeld leidet.
Die Gruppe kann das aber abfangen.
Mit der Zeit habe ich gelernt, das nicht zu nah an mich rankommen zu lassen, denn jeder trägt für sich selbst die Verantwortung, ob er bleibt oder geht. -
Ich lese gerade „ Die vergessene Generation“ und „ Kriegsenkel - die Erben der vergessenen Generation“ von Sabine Bode.
Die Kriegsenkel sind die in den 60igern bis 1980 Geborenen. Die Bücher zeigen, welche transgenerationalen Folgen der Krieg, das Schweigen der Kriegskinder über Flucht, erlebte Traumata auf die Erziehung und Entwicklung der heutigen Generationen hatte und hat.
Ein absoluter Augenöffner für mich, meine Eltern und mich selbst besser zu verstehen. -
Ich habe bisher Situationen oder Menschen die Schuld für Fastrückfälle und echten Rückfälle gegeben.
Das ist noch „ nasses“ Denken.
Ich allein bin verantwortlich dafür, wenn ich wieder zur vollen Flasche greife. -
hab viel Liebe für jeden, aber eben kaum für mich und das muss sich ändern.
Ich wünsche Dir den Weg zurück ins Leben, in DEIN Leben. 🍀
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Hallo Honighummel,
Ich habe hier still mitgelesen und gedacht: So wird das Nix.
Ich bin Alkoholikerin, Ich trage eine tödliche Krankheit in mir, die ich aber nur SELBST zum Stoppen bringen kann. Die Suchterkrankung hat nichts mit Willenstärke oder Überzeugung zu tun. Sucht hat ihre eigenen Mechanismen.
Dein Mann ist noch weit von seiner Krankheitseinsicht entfernt.
Drohungen und Bedingungen hätten mich heimlich und vielleicht noch unheimlicher trinken lassen.
Selbst ein niemals wieder trinken, war in meinem Kopf viel zu groß und hielt mich jahrelang davon ab, mir Hilfe zu suchen. Das dann noch von außen auf die Brust gedrückt zu bekommen, hätte meine innere Anspannung noch erhöht.
Das „ Schlimme“ daran ist und wo Co‘s immer wieder dran hängen bleiben: Er darf trinken.
Er ist erwachsen und trägt die Verantwortung für sich. Diese übernimmt er nicht, auch nicht für sein Kind.
Du darfst aber die Verantwortung für DICH und dein Kind übernehmen, nein - du solltest! ansonsten verlängerst Du das Leid aller Beteiligten. -
Mach in Deinem Tempo. Alles kann, nichts muss. Danke, dass Du Dich hier in Deinem Faden mitteilst. Das kann Dir, aber auch anderen Menschen helfen.
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Liebe Elara,
ich denke, ich kann Dein Gefühlschaos gerade nachempfinden.
Das ist wie in einem schlechten Film, der da gerade abläuft. Ich komme aus einer suizidgeschädigten Familie.
DU bist NICHT Schuld !!!Dein Mann war krank!!! Er wollte keine professionelle Hilfe annehmen und er selbst war für sein Leben und seinen Entschluss verantwortlich.
Meine Therapeutin sagte mal: „Wer jemanden richtig doll weh tun will, der nimmt sich das Leben.“ Das dann noch per Videocall zu tun, macht mich eher wütend.
Scheue Dich nicht, Dir Hilfe zu suchen, reden, schreiben, Telefonseelsorge, Seelsorger, Hausarzt, Psychotherapeut….
Mein Mitgefühl für Dich. -
Ich schicke Dir mal eine Umarmung 🫂🥰
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Es könnte sich endlich etwas ändern!
Was meinst Du mit „es“?
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irgendwann
„irgendwann“ ist kein Tun, keine Veränderung - eher ein Wunsch, eine Vorstellung- alles andere bleibt beim Alten- Stillstand, weiter leiden.
Für mich als Alkoholikerin war das Wort „ irgendwann“ höre ich auf, nur ein Aufschieben. -
Hallo Aennie,
Schön, dass Du hier im Forum geblieben bist und Dir die Worte der anderen zu Herzen genommen hast.
so langsam kapiere ich was ihr damit meint.
Das Thema in dem anderen Faden hat DEINE ureigenen Gefühle hervorgerufen, weil Du Dich selbst vielleicht als das kleine verletzliche Baby gesehen hast, Deine Ursprungsfamilie.
Es sind DEINE Gefühle. Ich habe zu Beginn meiner Trockenheit gelernt: „ Wenn es mich trifft, betrifft es mich“.
Diesen Satz krame ich immer wieder vor, wenn irgendeine Sache ein Gefühl bei mir auslöst. Ich schaue dann zuerst bei mir, warum das so ist.
Ich habe Dich anfangs auch sehr verbittert gelesen, körperlich trocken, aber quasi noch „ nass“ im Kopf.
Diese Erkenntnis, nicht die Schuld nur bei anderen zu suchen, zu vergeben, verzeihen, loszulassen - auch mir selbst gegenüber, war für mich ein Prozess, zufrieden abstinent zu werden.
PS: Ich mochte als Kind auch Buden, im Zimmer, im Wald… mit Freunden Erdhöhlen ausgegraben….schließlich sind wir ja alle irgendwie Höhlenmenschen und jeder hat heute so seine eigene „ Bude“, egal wie groß, Hauptsache man fühlt sich wohl in seinem Space. 😁 -
Hallo Sommer85,
willkommen hier im Forum. Du bist genau richtig hier. Es wird sich in Kürze ein Moderator( in) bei Dir melden.
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Guten Morgen Nine,
mein herzliches Beileid und willkommen hier im Forum.
Das Schreiben kann helfen, Deine Trauer zu verarbeiten.
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Nur ein Bier zu trinken, existierte einfach nicht. Dass es diese Möglichkeit gab, war ünerhaupt keine Option.
das funktioniert bei Sucht auch leider nicht
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Das liest sich soo schön❤️🍀
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Ich hab immer eine Wasserflasche mit dabei, gerade bei der Hitze jetzt unerlässlich.