Oh Lichtknüpfer, ich finde mich gerade in Dir wieder. Als ich nüchtern wurde, fand ich wieder Freude am Lesen, ich wollte alles wissen, verstehen, mich verstehen lernen.
Meine Art, alles zu hinterfragen, meine Neugierde, mein Ehrgeiz, mein Perfektionismus…
Für mich war es wichtig, die Alkoholsucht begreifen zu lernen… ich hatte sie ja immer kleingeredet, Alkohol gehörte in meinem vergangenen Leben in meinem Umfeld dazu und mich damit auseinanderzusetzen kam mir gar nicht in den Sinn.
Nach etwa einem halben Jahr nach dem Trinkaus übermannten mich meine Gefühle. Ich nahm wieder therapeutische Einzelgespräche in Anspruch, Gruppe sowieso.
Irgendwann habe ich gemerkt, puhhh Tabsi, fahr mal ein paar Gänge runter. Ich musste lernen, Geduld mit mir zu haben, damit nicht noch das Leben an mir „ vorbeirauscht“.
Ich übe mich immer noch darin, gelassener zu werden. Das Leben ist ein Lernprozess und die besten Erfahrungen können Dir die geben, die hier ähnliche Schicksale mit Dir teilen.
Dafür musste ich aber auch bereit sein, ein Teil von mir preiszugeben.
Hilfe zur Selbsthilfe eben.
Ich finde es gut, dass Du hier Fragen stellst und wissbegierig bist.
Bei welcher Frage fangen wir an😅?