Beiträge von Tabsi

    an Tag 200, fliege ich für 10 Tage nach Ägypten

    Erstmal Glückwunsch zu 199 Tagen

    Urlaub schon mehrfach in diesem Hotel,

    noch voll mit drin im Thema Alkohol...

    Im ersten Jahr stand für mich die Risikominimierung an 1.Stelle, weil ich noch unsicher war, wann und wo es mich triggern könnte.
    Dabei ging es nicht mal um 10 Tage, sondern Festivitäten an einem Tag oder Abend. Alles gemieden und wenn dann nur mit „ Notausgang“.
    10 Tage rund um die Uhr Alkohol um mich herum ist ne Hausnummer.

    Mein engster Kreis hier schätzt mich als sehr stabil ein

    Es geht nicht darum, wie andere Dich einschätzen, das können sie auch gar nicht, weil nur Du selbst das kannst und auch die Verantwortung für Dich übernimmst.

    Der Vater meiner besten Freundin ist nach Jahren der Trockenheit wieder rückfällig geworden, weil man ihm Alkohol in Softdrinks „unterjubelte“.

    Ich halte Deinen Urlaub für sehr gewagt, das ist aber nur meine Meinung.
    Ich wünsche Dir, das alles gut geht und der Erholungsfaktor, nein besser, die Abstinenz an 1. Stelle steht.

    Auch von mir alles Gute im neuen Job.
    Wo eine Tür zu geht, öffnet sich eine Neue.
    Leben ist Veränderung.
    Bewahre Dir diese tollen Momente und das Glücksgefühl.
    Das Ganze kann auch mal kippen, von zuviel Euphorie in eine Leere, zumindest war es bei mir so im 1. Jahr.
    Also uffpasse und jetzt freue mich erstmal für Dich.🍀

    Hallo Ava,

    willkommen zurück.
    Dann bist Du also im 7. Jahr, ich hoffe kein verflixtes…

    Was hat Dch bewogen, Dich hier wieder anzumelden und wie ist es Dir inzwischen ergangen?

    Wünsche Dir einen guten Austausch 🍀

    Was hat das Eine jetzt mit dem Anderen zu tun?

    Ich finde es sehr schade, dass sich Menschen hier für Dich Zeit nehmen und so abgewatscht werden.
    Wir sind keine Alkelite, sondern suchtkranke Menschen, die hier Hilfe für sich suchen.
    Bleib bei Dir. Ich bin erstmal raus.

    Ich bin da bei Hartmut. Jeder Rückfall könnte der Letzte sein. Ein Spiel mit dem Feuer.

    Ich war zwar in den ersten 2 Jahren noch nicht hier im Forum, lebte aber nach den Grundbausteinen, besonders im ersten Jahr.
    Halt gab mir erstmal eine rSHG. Ich lernte neue Menschen kennen, die mit mir im selben Boot saßen. Dort sitzen die unterschiedlichsten Charaktere, nicht jeder ist mir sympathisch, aber ich lerne auch solche Leute mal auszuhalten und meine Grenzen aufzuzeigen. Die Gruppe ist mein Übungsfeld für das Leben „da draußen“. Ich kann Frust, Ärger, Sorgen aber auch Freude mit der Gruppe teilen.
    Es entstanden aber auch neue freundschaftliche Beziehungen. Neben der wöchentlichen Zusammenkunft machen wir 1x im Monat gemeinsame Unternehmungen.
    So entstanden neue soziale Kontakte.

    Hobbymäßig probiere ich auch immer wieder mal was Neues, muss aber Lust darauf haben. Gib Dir einfach die Zeit genauso wie beim Erlernen von Grenzen setzen und auf Dein Bauchgefühl zu achten.

    Hallo Aennie,

    Fakt ist: Du wolltest trinken.

    Für mich liest es sich so, dass Du Dir noch Hintertürchen offen hältst.
    Die Blutwerte sind ja in Ordnung…es ist normal, zu trinken…

    Alle Werte top, ausser Blutfette und Blutzucker.

    Ich hatte nur die Kreise in denen es hiess: Trink einen, dann geht es Dir besser.

    Den Tag, wo mir mir gesagt wurde: Das ist normal.

    Daraus bastelte ich mir mein: Es ist normal.


    Dein „Aussen“ hat noch viel Einfluss auf Dich in Bezug auf was andere sagen und denken.

    Viele Jahre habe ich genauso gedacht und ließ mich weiter trinken.

    NEIN - es ist nicht normal!
    Ich bin Alkoholikerin und die Alkoholsucht ist eine tödliche Krankheit, die ich nur selbst zum stoppen bringen kann.

    Macht jetzt was ihr wollt mit mir. Ich habe gelogen. Ich kann jetzt sagen ich konnte nicht anders.

    Meinst Du wirklich, Du konntest nicht anders?
    Gründe fand ich immer.

    Was ich gut finde, dass Du jetzt so ehrlich bist, insbesondere Dir gegenüber.
    Ehrlichkeit zu mir selbst und Verantwortung für mein Verhalten zu übernehmen, waren und sind Grundvoraussetzungen , um trocken zu bleiben. Solange ich mir selbst was vorgemacht habe, konnte ich auch nicht trocken werden.

    Mich treibt auch so um,dass ich scheinbar die einzige mit Rückfällen bin.

    Das bezweifle ich bei den hohen Rückfallquoten.
    Bleib bei Dir. Du hattest deinen Rückfall. Was andere erstmal tun und denken, ist egal.

    „Macht jetzt, was Ihr wollt mit mir“ klingt nach Gleichgültigkeit…so ungefähr „ Ich stelle mich an den Pranger und bewerft mich mit Steinen“

    Das ist nicht Sinn einer SHG.
    Ja, Antworten können manchmal unbequem sein und Streichelgruppe bringt einem nicht weiter…

    entscheidend ist, dass Du Dich nicht aufgibst und weiter machst, nur vielleicht unter anderen Voraussetzungen. Nimm Dir das aus der Gruppe, was DU brauchst.
    Dafür sind wir hier.

    Ich habe schon lange keinen Fernseher mehr, weil mich Fernsehen extrem runterzieht... andere Beschäftigungen versuche ich gerade bzw gehe früh ins Bett.

    Das frühe Insbettgehen ist seit meiner Abstinenz auch so ein Ritual geworden.
    Heizdecke an und schön einkuscheln.
    Ich lese dann noch im Forum oder was anderes, höre Podcast oder Einschlafmeditationen.

    Zu Trinkzeiten saß ich lange noch draußen, durchgefroren…, mein Mann schlief schon, Hauptsache die Flache Wein wurde noch leer…oder die 2. noch geöffnet. Manchmal kam er an, wann ich endlich ins Bett will.
    Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei.

    Ich besorge meinen Gästen keine Alkoholika. Sie wissen, das wir nichts trinken und es bei uns keinen Alkohol gibt.
    Das wird auch so akzeptiert. Und wer das nicht aushält, kommt nicht oder bleibt nicht lange. Es ist nicht mein Problem, wenn andere ein Problem damit haben.
    Andererseits ist es meine Krankheit und ich muss auf mich achten.


    Einmal hatte mich die erwachsene Jugend gefragt, ob sie ihr Zeugs mitbringen können. Hatte ich kein Problem mit, wenn sie ihr Leergut wieder mitnehmen. Da war ich aber schon 1 Jahr gefestigt und es hielt sich alles in Grenzen, also kein maßloses Besäufnis…

    Erziehe deinen Mann bitte und kläre ihn über Sucht auf, wenn er tatsächlich so gar nichts darüber weiß.

    Dulcinella „erziehen“ finde ich schon echt hart. Er ist ein erwachsener Mensch und kein Kleinkind.
    Wenn er kein Alkoholiker ist, kann er Sucht auch nicht nachvollziehen.

    Als Betroffene kann ich meinem Gegenüber nur erklären, was es mit mir macht, wenn es/er in meinem Beisein trinkt und Alkohol rumsteht. Ich kann aufzeigen, wo Alkoholsucht hinführt, dass es eine Krankheit ist und tödlich endet.

    Ob derjenige das akzeptiert, mich versteht, tolerant ist, meine Grenzen wahrt- steht doch auf einem ganz anderen Blatt.

    Akzeptiert er es nicht oder geht es mir nicht gut damit, kann ich nur meine eigenen Konsequenzen daraus ziehen.

    Ich bin mir inzwischen der wichtigste Mensch geworden.