valerie - Hallo, ich bin hier, weil ich sehr traurig, überfordert und durcheinander bin

  • Ich gehe ja auch noch gerne aus, Party bedeutet generell Konzerte, Fußball, auch mal Club, Festival etc. Ja, als Du mir die Frage gestellt hast, dachte ich das aber auch mit dem Alter..... Der Fairness halber muss man aber auch sagen, dass er ein Kind hat und daher zeitlich auch "eingeschränkter" ist als andere, also die Gelegenheit ist nicht immer da.

    Wie gesagt, nach dem Sommer hatte sich das alles beruhigt, davor halt gefühlt bei jeder Gelegenheit am Wochenende oder wenn er frei hatte. Auch alleine zocken und trinken war dabei. Sein Alkoholproblem ist der Kontrollverlust beim Trinken, er findet einfach kein Ende. Dazwischen kann er auch gar nichts trinken. Montag war dann halt noch verwunderlicher für mich. Unter der Woche, zwei Bier. Beim "normalen" Trinkverhalten (ich trinke z.b. auch schon mal, vielleicht alle paar Wochen (!!!) einen Wein unter der Woche) würde ich mir da ja auch nichts bei denken. In der Kombi sind bei mir alle Alarmglocken hochgegangen.

    Nein, wie haben nur übergangsweise zusammen gewohnt, jeder hat seine eigene Wohnung. Der Wunsch kam jedoch größtenteils von mir. Also getrennte Wohnungen meine ich.

  • Hallo an alle, vielleicht hat jemand ähnliches erlebt und hat Tipps oder Erfahrung mit diesen Gefühlen?

    Ich habe es endlich geschafft und mich getrennt, es war zu viel.

    Er ist Quartalstrinker und hat mich erneut angelogen. Ich packe das nicht mehr, weil er mich da mit reinzieht. Sorgen und auch dieser Gedanke.... Habe ich mir das nur eingebildet? War ich ungerecht? Nein, er dachte nur an sich und log.

    Ich bin gegangen. Er rief mich an, log wieder und war wieder betrunken. Die Entscheidung zur Trennung ist richtig, aber ich bin voller Sorge, dass ihm etwas passieren könnte 😔

    Wir lieben uns, und nach Jahren ist er mir nicht egal. Ich fühle mich verantwortlich und habe Angst, dass er betrunken Auto fährt oder ähnliches. Ich weiß, dass es nicht meine Verantwortung ist, aber so fühlt es sich an. Mit mir war er ruhiger, ich tat ihm gut, aber er mir eben nicht.

    Alleine das zu schreiben bereitet mir Magenschmerzen. Ich überlege, ob ich einen Freund von ihm bitte, etwas "aufzupassen", oder ob ich gar nichts tun soll. Es ist so schwer und auch so unglaublich traurig. Man sieht, wie sich ein Mensch kaputt macht und wird mit hineingezogen, selbst danach lässt es mich nicht kalt. Alkohol ist so grausam......

    Vielleicht hat jemand ja ähnliches erlebt?

  • Liebe Valerie, du bist sehr klar, dass es nicht in deiner Verantwortung liegt. Beschützen kannst du ihn nicht. AnderePersonen aus seinem Umfeld ebenfalls nicht. Wenn ich dich richtig verstehen, dann geht es auch eher darum, wie du mit deinen Gefühlen umgehst. Richtig?

    Bei mir brauchte es eine ganze Weile, die gefühlte Verantwortung und auch Sorge abzulegen. Der wichtigste Schritt war dabei die Trennung. Raus aus dem Hamsterrad. Diesen bist du schon gegangen. Jetzt braucht es vielleicht einfach Zeit, gute Gespräche, zu sich selbst finden oder was auch immer dir gut tut.

    Meine Trennung ist nun 1 Jahr her. Natürlich bin ich noch manchmal traurig, um den Verlust des Partners, den es so nicht mehr gibt. Aber ich fühle keine Verantwortung mehr dafür, was er sich antut.

    Übrigens hatte ich damals auch versucht, enge Freunde einzubeziehen. Hat aber eigentlich nichts gebracht. Die meisten wollen dann mit dem Thema doch nichts zu tun haben oder verdrängen es.

    Ich finde es toll, dass du so klar bist und dich befreit hast! Ich wünsche dir auf dem Weg alles Gute.

  • Hallo Valerie,

    willkommen zurück.

    Ich habe deinen neuen Beitrag in deinen alten Thread verschoben. So bleibt es übersichtlicher.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Vielen Dank für Deine Worte. Ja, irgendwie muss ich ja damit umgehen. Ich bin ständig hin und hergerissen..... Schreibe ich ihm und sage, er soll wieder zu den AA's gehen? Mache ich gar nichts? Ihn trifft die Trennung sehr und da habe ich eben Angst, dass er eskaliert und sich in Gefahr bringt. Betrunken Autofahren gab es schon mal, oder auch Streit angefangen. Er gehört nicht zu denjenigen, die einfach einschlafen oder so.

    Dann denke ich mir aber auch, dass er es ja auch während unserer Beziehung tat oder teils dann auch in unseren getrennten Phasen. Vielleicht habe ich da das ein oder andere verhindert, eben weil wir einen schönen Abend Zuhause hatten z.b. und er nicht aus war. Aber das ist hat ihn dann ja trotzdem nicht abgehalten. Sorry, ich hasse das alles gerade. Auch ist schwer zu verstehen, wie viel der Alkohol bei uns kaputt gemacht 😢

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