Herzlichen Glückwunsch zu 18 nüchternen Monaten.
Man muss Einstellungen und Verhaltensweisen ändern, sonst rutscht man glaube ich schneller wieder rein als man gucken kann.
Inwieweit konntest du deine Einstellungen und Verhaltensweisen ändern?
Herzlichen Glückwunsch zu 18 nüchternen Monaten.
Man muss Einstellungen und Verhaltensweisen ändern, sonst rutscht man glaube ich schneller wieder rein als man gucken kann.
Inwieweit konntest du deine Einstellungen und Verhaltensweisen ändern?
Habe für mich das Thema radikale Akzeptanz entdeckt. Ist zwar auch ein dauernder Lernprozess. Bin da aber auf einen ganz guten Weg. Auch ich habe in der Vergangenheit viele Fehler gemacht. Unter anderem habe ich in meiner Trinkzeit viele peinliche und unschöne Sachen angestellt und dadurch auch mir liebe Menschen verletzt. Habe aber gelernt meine Vergangenheit so zu Akzeptieren wie sie ist. Ich kann es eh nicht mehr ändern. Hader nicht mehr damit und sehe possitiv in die Zukunft. Sehe meine Sucht mittlerweile als einen Teil meines Lebens , der einfach zu mir gehört und mich letztendlich zu dem Menschen gemacht hat der ich nun bin. Habe in den 18 Monaten meiner nicht immer leichten Abstinent an persönlicher Stärke gewonnen.
Was ich auch mitttlerweile anders machte: Früher habe ich mir über so viele Sachen Gedanken und Sorgen gemacht. Das Gedankenkarusell gefüttert. Oft sind Dinge aber ganz anders gekommen als gedacht. Daher mache ich mir mitterweile über Sachen die ich nicht beeinflussen oder ändern kann keine unnötigen Gedanken oder Sorgen mehr, die nur zu Schlaflosen Nächten führen. Raub mir unnötig Energie. Ich nehme alles so wie es kommt und mache das beste daraus.
Früher wollte ich es auch immer allen recht machen, allen gefallen. Jezt sage ich mir. Ich bin wie ich bin und verstelle mich nicht mehr. Wer mich mag, mag mich. Wer nicht, eben nicht.
Ich habe auch immer nach der Arbeit, die wirklich oft stressig ist getrunken um den Stress abzubauen. Da habe ich mittlerweile andere Methoden für mich entdeckt. Nun mache ich mir nach der Arbeit eine gute Tasse Tee zur Entspannung oder gehe etwas spazieren.
Habe in meiner Abstinenz einige Schwere persönliche Situationen zu meistern gehabt. Habe die ohne Alkohol gut bewältigt. Jedes mal hat es mir gezeigt das schwierige Situationen ohne zu saufen viel, viel besser zu bewältigen sind. Jede dieser Situationen hat mich auf meinem Weg stärker gemacht und hilft mir weiter an meiner Abstinenz festzuhalten.
Am Anfang habe ich das ganze als Verzicht gesehen. Ich darf nie wieder trinken. Wie schlimm ist das. Aber ich finde mittlerweile, man darf die Abstinenz nicht als Verzicht sehen. Sondern als Gewinn. Ich muss nicht mehr trinken.
Hallo Nordlichtfan,
Herzlichen Glückwunsch zu 18 Monaten💐
Habe für mich das Thema radikale Akzeptanz entdeckt.
Radikal, wie meinst du das? Das hört sich so kämpferisch an.
Die Akzeptanz, dass ich Alkoholiker bin und nie wieder Alkohol trinken kann, weil ich süchtig bin, die hatte ich bald.
Für mich war ein entscheidender Wegestein, dass ich eine zufriedene Abstinenz erfahren konnte. Sie war erst mit der uneingeschränkten Akzeptanz möglich. Die zufriedene Abstinenz ist für mich noch ausbaufähig, da geht noch mehr, mit Achtsamkeit und Zeit.
Viele Grüße
Nayouk
Radikale Akzeptanz hat sich nicht explizit auf meine Alkoholsucht bezogen sondern auf meine nun allgemeine Lebenseinstellung. Darunter versteht man die Realität so anzunehmen wie sie ist ohne Widerstand oder ablehnung. Es geht darum das unveränderliche zu akzeptieren und sich auf da zu konzentrieren was man beeinflussen kann. Du hast recht eintscheidend ist auch das man zufrieden Abstinent ist.
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