Beiträge von Stern

    Herzlichen Glückwunsch zu 6 nüchternen Monaten 💐

    Damit hast du dir ein halbes Jahr Leben geschenkt. Ich lese aus deinem Beitrag ganz viel Leben und das freut mich sehr.
    Und du darfst dich jetzt schon auf die zweite Jahreshälfte freuen. Willkommen im Leben. 🎈 😀

    Und ich bin heute 11 Wochen abstinent.

    Das ist für mich ein kleiner Meilenstein. Wieder eine Woche trocken. Das ist vielleicht keine lange Zeit, aber Zeit ist ja subjektiv. 8)

    Herzlichen Glückwunsch zu deinem ganz persönlichen kleinen Meilenstein. 💐


    Ich zähle ja auch Tage und Wochen und Monate und sogar schon Jahre. Dabei geht es ansich ja doch mehr um den einzelnen gelebten Tag, der nüchtern zu einem ganz besonderen Tag wird.

    Ich habe zum Beispiel rückwärts ein ganz schlechtes Zeitgefühl und da hat mir gerade am Anfang das Zählen ‚meiner Tage‘ sehr deutlich gezeigt, dass es auch für mich möglich ist, einen Tag nichts zu trinken und noch einen und noch einen und noch einen…… und ganz viele schon….. Für mich war das so eine Art Bestätigung, dass das wirklich echt ist…..jeden Tag. Meine immer größer werdende Zahl war mein kleiner Beweis: Ich schaffe das auch…..jeden Tag einen Tag mehr.


    Hier hat mal jemand geschrieben, dass jeder nüchterne Tag ein wertvolle Perle ist und jeden Tag wird eine Perle aufgefädelt und macht die Kette schöner und wertvoller. Mir gefällt dieses Bild.

    Hallo NIKA.
    Herzlich Willkommen zurück und meinen ganz großen Respekt, dass du den Mut hattest, hier von deinem Rückfall zu erzählen und jetzt endgültig nüchtern leben zu wollen.

    Dass du das kannst, zeigen deine 3 nüchternen Jahre. Da hast du viel gelernt und darauf kannst du jetzt aufbauen.

    Scham ist wohl so ein Ding, was den meisten hier gerade ganz am Anfang ganz viel zu schaffen gemacht hat. Mir auch.
    Das Vergangene geht aber nicht mehr zu ändern, es heute und morgen und in der Zukunft besser machen ist aber möglich.
    Sei gut zu dir, sei milde zu dir. Schau nach vorne.

    außerdem habe ich ja meinen Aufpasser in Form meiner Frau auf solchen Events auch meistens dabei 😉

    Die Verantwortung für dein nüchternes Leben trägt nicht deine Frau.
    Es ist dein Leben, es ist deine Alkoholsucht und es ist ganz alleine deine Verantwortung, was du damit machst.

    Vielleicht bin ich etwas übermütig vielleicht kann ich es auch ab, ich weiss es nicht. Sollte es schief gehen heißt es aufstehen Krönchen richten und das ganze nochmal von vorne.

    Das ist nicht übermütig, das ist für mein Empfinden der erste Schritt Richtung Rückfall.


    Ich ziehe überhaupt nicht in Betracht, das ‚es schief gehen könnte‘. Weil das für mich wirklich diese berühmte Hintertür darstellt, die ich für immer schließen wollte, als ich mich hier angemeldet habe.

    Gehst du wirklich davon aus, dass du, wenn es denn ‚schief gehen sollte‘, tatsächlich in der Lage sein wirst, auszustehen, dein Krönchen zu richten und dann ‚das Ganze noch mal von vorne‘?
    Nicht wenige bleiben für immer liegen …..das Krönchen hübsch poliert auf dem Grabstein ….

    Ich war so gestresst, die Saufgedanken waren da. Ich dachte ich will jetzt Saufen, kein Bock mehr, mir gehts so schlecht.

    Dann kam zufällig ein alter Drogentherapiebekannter und meinte willst du paar Köpfe Crack mit mir rauchen. Alter!!! Habe ihn abgewimmelt und fuhr nach Hause. Wieder Saufgedanken.

    Zuhause wieder Streit, 2x. fast immer wegen ihren Kindern. Ich, ich, ich bin immer Schuld jaja. Bin zum See geradelt weil ich es nicht ausgehalten habe zuhause. Wieder Saufgedanken.

    Ganz schön viel ‚wieder Saufgedanken‘.
    Gut, dass du hier davon schreibst. Mich entlastet das Schreiben hier schon sehr. Vielleicht geht es dir ja auch so.
    Das Schreiben hier macht zwar keine Probleme weg, aber es kann helfen, sich zu sortieren. Und sortiert geht Nüchternsbleiben auch leichter.

    Das war SO Stressig, habe noch kurz geweint. Am liebsten hätte ich gesoffen, konnte garnicht einordnen, ist das das Saufhirn oder ich.

    Keine Ahnung. Wäre im Falle eines Rückfalls auch egal.
    Fakt ist jedoch, der Stress wäre mit saufen noch genau so da…..

    Ich bin SAUFROH das ich trocken bin!!! Habe gesagt nein, nein mach was anderes, geh baden, leg dich hin. Ich habe es geschafft diesen absoluten Scheißtag ohne Alkohol zu überstehen, früher sofort gesoffen.

    Sorge dafür, dass es dir gut geht.

    Erst gestern habe ich irgendwo geschrieben, dass genau dieses ‚Sorge dafür, dass es dir gut geht.‘ genau das ist, was für mich der wichtigste Baustein meines nüchternen Lebens ist.

    Alles, was mir nicht gut tut, ändere ich. Veränderungen funktionieren nur bei mir. Andere ändere ich nicht.
    Und wer meint, mich ignorieren zu müssen, wahlweise beleidigen zu müssen, dann kläre ich das mit dem unter vier Augen. Und wenn das nicht geht, drehe ich mich um und bin ziemlich gut im ignorieren geworden.
    In deinem Fall würde ich die Mutter der Göre zu dem Thema gar nicht zu Wort kommen lassen. Mütter sind Löwen, die lassen nix auf ihr Kind kommen…. Da zu glauben, auch nur einen Hauch einer Chance zu haben, halte ich persönlich für verschwendete Energie.

    Meine Abstinenz steht über alles, da bin ich ein Löwe.

    Herzlichen Glückwunsch zu 3 nüchternes Monaten. 🏆

    Allen wünsche ich viel Kraft.

    Ich habe gar nicht das Gefühl, viel Kraft zu brauchen.
    Seit ich akzeptieren konnte, dass ich Alkoholiker bin, ist nüchtern sein überhaupt nicht mehr schwer.
    Ich habe die Notwendigkeit der Abstinenz für mich gut verinnerlichen können, es ist kein Kampf mehr.


    Hast du das Gefühl, viel Kraft zu brauchen?

    Du hast dich getraut, in deinem Leben zu ändern, was dir nicht mehr gut getan hat. Dafür immer wieder meinen allerhöchsten Respekt.

    Deine ‚Geschichte‘ zeigt so wunderbar, dass so viel schönes möglich werden kann, wenn man sich ‚bewegt‘.
    Stillstand ist eine Bremse. Das Leben plätschert ungelebt dahin….
    Du hast die Bremse gelöst und dir damit dein Leben zurückgeholt.


    Herzlichen Glückwunsch zum 19. Jahrestag. 💐

    Wie es so oft ist, der Anteil der Alkoholiker, die ein zufriedenes trockenes Leben führen ist nicht groß.

    Das ist leider so.
    Und deshalb passe ich gut auf mich auf, damit ich auch weiter zu dem kleinen Teil gehöre, der ein zufriedenes nüchternes Leben führen darf.

    Ich beschäftige mich mit Dingen, die mir Spaß machen und habe genug Freiraum zum Ausruhen. Momentan bin ich beim Ausmisten meiner Schränke, was mir gut gefällt.

    Genügend Freiraum zum Ausruhen ist auch mir genauso wichtig wie dieses Beschäftigen mit Dingen, die mir Spaß machen.
    Klar gibt es auch Dinge, die so überhaupt keinen Spaß machen, aber dann sage ich mir: Wer das Eine will, muss das Andere mögen ….und weil ich das Andere ja will, mag ich dann auch das Eine. 😀

    Ich habe hier in den ersten Wochen meines nüchternes Lebens auch alle Schränke ausgeräumt, viel aussortiert, und wirklich jeden Gegenstand in der Hand gehabt.
    Beim Ausräumen war ich oft erstaunt, was ich alles besitze und noch mehr, dass ich das ja gar nicht brauche und beim Einräumen der Schränke hat sich eine herrliche Ruhe und Zufriedenheit in mir breit gemacht.

    „Vorteil“ ist echt schlecht ausgedrückt!!
    Ich meine nur, dass das Bier bei mir nichts auslöst…

    Das ist nicht nur schlecht ausgedrückt. Das ist ja das, was in deinem Kopf rumschwirrt: Bier habe ich nie getrunken, deshalb bin ich da schon mal sicher.
    In der Sucht ist nur sicher, dass die Sucht nur gestoppt ist. Sie heilt nicht. Und das Suchtgedächtnis wird auch nie wieder weggehen. Es gibt kein ‚Zurück auf Anfang‘. Da ist im Kopf jetzt etwas anders als vor der Sucht, und dieses ‚Anders‘ will saufen. Was du dabei willst, ist völlig unerheblich.

    Aus diesem Grund steht zuerst eine gewisse Stabilisierung. Die hätte ich nicht in einem saufendem Umfeld erreichen können.
    Was außerhalb meiner Wohnung getrunken wird oder wo überall Alkohol rumsteht, darauf habe ich keinen Einfluss, was aber in meinem Zuhause auf jeden Fall nicht getrunken wird und was hier auch nicht rumsteht, das kann ich sehr wohl beeinflussen. Und genau das ist es auch, was ich brauche…..meinen alkoholfreien Rückzugsort.

    Ich weiß auch, dass ich mich in einer echt schwierigen Lage befinde, es ist auch nicht immer leicht, aber da geht es tatsächlich eher um Situationen beim Einkaufen, wenn ich an den Alkoholregalen vorbeilaufe ( immer steht der Alkohol da wo man zwangsläufig langläuft; wer kommt auf sowas!?)

    Die Welt wird nicht trockener, nur, weil ich nicht mehr saufe.
    Ich bin anfangs gar nicht alleine einkaufen gegangen. Selbstschutz.

    Wenn ich für mich denke, dass ich mich ‚einer echt schwierigen Lage befinde‘, dann sehe ich zu, dass ich daran schnellstmöglichst etwas ändere. Ein anderer wird das nicht für mich tun. Und wenn ich die Situation nicht ändern kann, dann gehe ich. Fertig. Mein Risiko, mein Leben….

    Die werden im Supermarkt auch weder für mich irgendwas umräumen noch wird sich ein Alkoholiker seinen Alkohol nehmen lassen…..

    Du willst gern nüchtern durchs Leben gehen. Dann ist es auch deine Verantwortung, dass du dafür deine Voraussetzungen schaffst.

    Hier lesen und gucken, wie die anderen zufrieden nüchtern werden konnten, mitnehmen, was passen könnte und mich und meinen nüchternen Weg immer wieder überprüfen ….. das ist das, was mir meinen Weg möglich macht.
    Mein Weg ist ja nicht zu Ende. Die Sucht ist bis zum letzten Atemzug in mir. Und deshalb ist es meine Aufgabe, eine ‚echt schwierige Lage‘ möglichst schnell zu erkennen und für mich zu beseitigen. Für mich.

    (Ich habe kein Bedürftnis nach Alkohol! Und die Tage, an denen ich Bier getrunken habe ist schon lange her, in den letzten Jahren bin ich auf Sekt umgestiegen, deshalb ist das Bier kein Trigger für mich! Beim Geruch vergeht es mir schon. Da habe ich zum Glück ein Vorteil was eben meine Trockenheit angeht, bzw. Beeinflusst mich das Bier zuhause zuhaben nicht. )

    Ist das wirklich ein Vorteil?


    Alkohol ist Alkohol. Der Sucht ist es egal, in welcher Mischung der Alkohol kommt.

    Aber es ist irgendwie genauso anstrengend so zu tun als ob mir es nichts ausmacht , wie darauf aktiv zu achten, wie viel er trinkt.
    Jetzt hoffe ich eher wieder, dass er selbst darauf kommt, weil ich ja nichts beeinflussen kann. ..und weiß gleichzeitig das der Gedanke mir auch nichts bringt.

    Ich meide alles, was anstrengend ist.

    Alles, wo ich irgendwas überlegen müsste, wo ich irgendwas abwägen müsste, lasse ich bleiben.
    Ich gehe auch nur dahin, wo ich jederzeit wieder gehen kann. Veranstaltungen, wo der Alkohol im Vordergrund steht, finden ohne mich statt und mein Zuhaue ist absolut alkoholfrei ….für jeden.

    Ich vermeide es vor allem, mir irgendwas vorzumachen. Wenn mir etwas was ausmacht, ,macht es mir auch was aus. Und selbst wenn ich denke, es macht mir nix aus, heißt das noch lange nicht, dass mein Suchtgedächtnis da nicht trotzdem anspringt.


    Hier wird gerade in der ersten Zeit wenigstens ein alkoholfreies Zuhause empfohlen. Und das hat auch einen Grund. Wo sonst willst du einen sicheren alkoholfreien Ort finden, wenn nicht zuhause?
    Das Suchtgedächtnis arbeitet noch auf Hochtouren, es muss so viel neu gelernt werden. Nüchternwerden und bleiben ist ein Lernprozess.

    Ich habe hier jeden Tag gelesen. Ich wollte wissen: Wie machen das die anderen? Die, die hier schreiben, trinken nicht mehr…..

    Herzlichen Glückwunsch zu 11 Jahren Freiheit. 🏆

    Von dir habe ich gelernt: Riecht wie Alkohol, sieht aus wie Alkohol oder schmeckt wie Alkohol …..das bleibt stehen ….Finger weg!
    Vielen Dank dafür und auch dafür, dass du mich hier von meinem 1. Tag an mit wertvollen Beiträgen begleitest.

    Ich habe aber festgestellt, dass ich mehr Kaffee als zu Trinkzeiten konsumiere und trotzdem einen guten Schlaf habe.

    Hat das manchmal etwas mit der Abstinenz zu tun?

    Ist ja jeder etwas anders und jeder erholt sich auch etwas anders.
    Bei mir wurde ziemlich schnell der Puls langsamer, der Blutdruck besser und die anfängliche innere Unruhe verschwand auch schnell.
    Ich habe auch anfangs ziemlich Kaffee getrunken …. und trotzdem konnte ich schlafen wie ein Murmeltier.
    Der Kaffeekonsum hat sich wieder relativ schnell normalisiert und wenn ich ins Bett gehe, schlafe ich schon 10 cm über‘m Kopfkissen ein …. ein Bein noch draußen. 🤪

    Ich muss ganz klar sagen, dass ich nichts mehr trinken will! Dafür werde ich ihn auch nicht mehr kontrollieren.

    Mit dem ‚Wollen‘ ist das so eine Sache bei der Alkoholsucht. Da geht es nicht mehr um ‚wollen‘.
    ‘Gewollt‘ habe ich so viele Jahre…. Erst, als ich akzeptiert habe, dass ich als Alkoholiker keinen Alkohol mehr trinken kann, konnte ich endlich aufhören mit dem Alkohol.
    Es ist auch völlig Wurscht, ob du ihn kontrollierst. Wenn er Alkoholiker ist, wird er weiter trinken, egal, ob du irgendwas kontrollierst, kommentierst oder doof findest….

    Ich habe ausdrücklich gesagt, dass ich keinen Alkohol mehr trinken mag und ihn auch gebeten mir nichts anzubieten und ihm auch erklärt, dass ich mit Alkohol einfach nicht umgehen kann! Er hat dem sogar zugestimmt! Er selbst sagte, dass es für ihn jeden Tag ein Kampf ist…

    Ich bin auch Alkoholiker. Ich kann nicht nur nicht mit Alkohol umgeben, ich habe komplett die Kontrolle über den Alkohol verloren.

    Was ist denn deine Konsequenz, sollte er dir doch noch mal Alkohol anbieten? Hast du da eine klare Vorstellung?

    Wir haben uns geeinigt: wenn er es respektiert, dass ich keinen Alkohol trinke werde ich zu seiner Trinkerei auch nichts mehr sagen.
    Das hat die Situation sehr entspannt.

    Merkwürdige Einigung. Aber okay, du musst damit klarkommst.

    Glaubst du wirklich, dass sich damit irgendwas für dich entspannt? Für dich ….nicht für ihn.