Beiträge von Nayouk24

    es ist eine Krankheit aber man kann was dagegen tun.

    Ich bin trockener Alkoholiker und ich habe meine Krankheit gestoppt, denn geheilt werden kann sie nicht.
    Ich war körperlich und seelisch am Ende und zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um endlich etwas dagegen tun zu können.

    Wenn du mich fragen würdest, was ich hätte tun müssen, um diesen Punkt viel früher zu erreichen, ich könnte dir keine Antwort geben.
    So sehr habe ich mir gewünscht, dass ich aus diesem Teufelskreis heraus finde, aber es hat noch lange gedauert, bis ich meinen Tiefpunkt erreicht hatte. Ich hatte das Glück ihn zu erreichen, andere erreichen ihn nie und sterben dabei.


    Ich kann deine Wut auf die nassen Alkoholiker in deinem Umfeld verstehen, aber diese Wut hilft dir nicht weiter.
    Der Alkoholiker muss sein Ding machen und dir wünsche ich, dass du deinen Weg findest und dein Ding machen kannst.

    Was mir Sorge bereitet ist, dass es jetzt Gefühle der Leere in mir gibt, die ich bisher mit nichts lindern konnte. Das ist schwer auszuhalten und kein Hobby, keine Beschäftigung hilft. Ich nehme an, ich muss das einfach akzeptieren und annehmen und hoffen, dass das irgendwann leichter wird...

    Ich hol das mal zu dir.

    Damit hatte ich auch zu kämpfen und habe gelernt, dass das eine Folge der Abstinenz ist.
    Es hängt mit dem Belohnungssystem zusammen, welches durch den Alkohol völlig gestört ist.
    Alkohol erzeugt Dopaminausschüttung . Gute Stimmung usw. ist die Folge. Da nun ständig Dopamin im Übermaß zur Verfügung steht, hat das Gehirn die Anzahl der Rezeptoren reduziert um wieder ein Gleichgewicht herzustellen.

    In der Abstinenz wird durch Alkohol kein Dopamin mehr ausgeschüttet. Es herrscht plötzlich ein Mangel an Dopamin. Andere Tätigkeiten, die mich früher motiviert und befriedigt haben, durch Dopamin, reichen jetzt nicht aus um die gewünschte Wirkung zu erzeugen, da das System auf viel mehr Dopamin eingestellt ist. Aktivitäten, die mir immer Spaß gemacht haben, konnten mich nicht mehr hinterm Ofen vor locken.

    Die gute Nachricht: Auch jetzt wird das Gehirn sich an den neuen Zustand durch erneute Bildung von Rezeptoren anpassen.
    Das sind neurobiologische Prozesse und die brauchen Zeit. Bei mir waren das eher Monate statt Wochen, aber das ist bei jedem unterschiedlich.
    Also ist jetzt deine Geduld gefragt. Ich habe vieles ausprobiert und bin so auf Sachen gestossen, die die innere Leere etwas füllen konnten. Später kamen einige die alten spaßmachenden Interessen wieder zurück.

    Hallo Mom_of_two,

    Warum ist man als Alkoholiker so egoistisch und stellt seine Sucht komplett über alles?

    Das Merkmal von Sucht ist, dass ich sie nicht mit rationalem Willen über etwas oder unter etwas stellen kann.
    Nicht ich bestimme als Süchtiger die Regeln, sondern die Sucht bestimmt die Regeln nach denen ich handele und handeln muss, sonst wäre es keine Sucht, sonst wäre es keine Krankheit.
    Die Sucht macht mich zum Egoisten, damit das Ziel, Alkohol zu trinken, erreicht wird. Dabei wird fortschreitend alles aus dem Weg geräumt, was dem im Wege steht.

    Wird da quasi das Hirn ausgeschalten?

    Zur der Zeit, als ich gelernt habe, meine Sucht zu verstehen, ist mir ein sehr einfaches Bild untergekommen, welches aber einiges veranschaulichen kann.
    Es gibt im Gehirn einen Kontrollschalter, der mich vor unkontrolliertem, übermäßigen und selbst schädigendem Alkoholkonsum (Saufen) schützt. Irgendwann geht dieser Schalter kaputt und ab da habe ich über meinen Konsum keine Kontrolle mehr. Ich bin süchtig geworden, ich muss trinken.
    Durch Saufen über einen langen Zeitraum, durch Ignoranz und Verantwortungslosigkeit mir selbst gegenüber konnte es soweit kommen, dass der Schalter kaputt gegangen ist und deshalb ist und bleibt es meine Verantwortung.
    Als Süchtiger kann ich diese Verantwortung nicht mehr wahrnehmen.

    Dann gebe ich dir gleich noch unsere Grundbausteine mit. Sie sind am Anfang der Einstieg für die Stabilisierung der Abstinenz,

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Herzlich willkommen auch von mir!

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Heglud

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Hallo Morgaine ,

    und herzlich willkommen auch von mir.

    Wenn ich es richtig gelesen habe bist du 8 bis 10 Tage abstinent. Glückwunsch dazu, auch wenn du kalt entzogen hast,
    denn das kann lebensgefährlich sein.
    Abstinenz ist eine der Voraussetzungen.

    In dieser Selbsthilfegruppe tauschen sich Alkoholiker aus, die sich dazu bekennen und eine lebenslange Abstinenz anstreben.
    Daher die konkrete Frage, siehst du dich als Alkoholikerin und möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?

    Viele Grüße

    Nayouk

    Ich zolle jedem Respekt, der den Mut hat sich nach einem Rückfall hier wieder zu melden.
    Du bist gefallen und wieder aufgestanden, das ist das was zählt.

    das wird eine schwierige Phase wieder alleine zuhause

    Du bist nicht alleine. Schreibe hier über alles, was dich bewegt, auch jetzt schon, während du noch in der Klinik bist.
    Dieses Forum kann dir dabei helfen deine Abstinenz zu stabilisieren. Es ist fast 24/7 jemand online, du wirst gelesen.

    Viele Grüsse
    Nayouk

    Herzlich willkommen auch von mir.
    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Teddy

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Hallo Dulcinella,

    durch den Alkohol ist nicht nur das Belohnungssystem sondern auch das Beruhigungssystem völlig aus dem Tritt geraten.
    In der Abstinenz kann das Gehirn die ursprünglichen Prozesse meistens wieder herstellen, aber das braucht Zeit, bei dem einen weniger, bei dem anderen mehr.
    Diese Wiederherstellung kostet Kraft und Energie und gerade in dieser Phase braucht der Körper Ruhepausen und ein einigermaßen normaler Schlaf gehört dazu.

    Ich helfe bis heute mit einem Medikament nach, ich konnte es zwar reduzieren, aber Versuche es ganz abzusetzen kosten mich immer noch meinen erholsamen Schlaf.
    Besprich das nochmal mit deinem Arzt, denn es gibt viele Möglichkeiten und du kannst deinen Körper unterstützen.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Du hast etwas von einer Gartenparty geschrieben.

    Hierzu lasse ich dir die "Grundbausteine" des Forums da.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Hightower

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Beängstigend, dass das Unterbewusstsein so bringt.

    Nach meinem ersten Alkoholtraum war ich fix und fertig und heilfroh, dass es nur ein Traum war.
    Es folgten noch zwei weitere und das war es dann, bis heute.

    Das Gehirn verarbeitet den Tag, die Eindrücke und Dinge die uns auch über einen längeren Zeitraum beschäftigen.
    Es wird aufgeräumt, umgeräumt und sortiert und dabei stolpert es über Verhaltensmuster mit Alkohol, die gerade am Anfang noch immer oben auf liegen
    Das Gehirn testet diese Muster um sie neu zu bewerten und der Traum ist geboren.

    Für mich ist/war es ein gutes Zeichen, auch wenn ich keinen der Träume nochmal träumen will;)

    Hallo Free,

    du hast für deine Abstinenz ja schon einiges in die Wege geleitet.

    Ich möchte nicht versäumen, dir die Grundbausteine dieses Forums ans Herz zu legen.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Unsere Selbsthilfegruppe orientiert sich an diesen klaren Grundbausteinen, die sich als verlässliche Grundlage für ein abstinentes Leben bewährt haben. Diese geben uns die gemeinsame Richtung und schaffen den Rahmen für Austausch und Unterstützung.

    Natürlich kann sich jedes Mitglied für andere Wege oder eigene Konzepte entscheiden. Diese persönliche Entscheidung respektieren wir. In unserem Forum werden sie jedoch nicht vertieft behandelt, da wir uns bewusst auf unsere Grundbausteine konzentrieren.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Ich brauche eine Community mit Gleichgesinnten und hoffe, dass ich damit wieder in die richtigen Bahnen komme.

    Willkommen in der Community.

    Es gibt für mich nur eine richtige Bahn und das ist die Abstinenz und ihre Stabilisierung.
    Die Wege dorthin sind unterschiedlich. Wir hier im Forum empfehlen die Grundbausteine, die ich dir zu Anfang ans Herz legen möchte.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Mein Partner unterstützt mich wo er kann, aber er steckt nicht drin.

    Richtig, er steckt nicht drin und es ist auch nicht seine Verantwortung, aber es ist gut, dass du jemanden hast, der dich unterstützen kann.
    Nüchtern werden und bleiben ist deine Verantwortung.

    Ein Spruch hier sagt: "Nur nicht trinken reicht nicht". Wenn du dich fragst, was noch und wo fange ich an, dann fang mit den Grundbausteinen an.