Hallo Alle!
Ich bin eine 27 Jahre alte Frau und nach dem Tod meines Vaters vor etwa drei Jahren und mehreren gescheiterten Beziehungen endlich so weit, mir selbst einzugestehen, dass in meinem Leben nicht alles ganz rund läuft.
Ich habe einen erfolgreichen Job, bin mit mir selbst zufrieden, habe tolle Freunde, eine tolle Familie, aber dennoch bin ich nicht glücklich.
Ich wuchs bei meinen tollen, liebevollen Großeltern als Vorbild und mit meiner Mutter, (heute haben wir ein sehr inniges Verhältnis), welche immer wieder einen "Vaterersatz" für mich suchte, auf.
Zu meinem Vater hatte ich ein gutes Verhältnis, trotz seiner Alkoholerkrankung und den vielen Suizidankündigungen, welche ich zum ersten Mal mit wenigen Lebensjahren kennenlernte. Er war weder gewaltätig, noch vorwurfsvoll, eher liebevoll und stolz auf mich. Er hat es nicht besser geschafft, aber leider hat mich seine Erkrankung wohl selbst krank gemacht. Er war nicht durchgängig besoffen oder hat Drogen genommen, sondern immer Phasenweise. Einige Wochen, dann Pause, einige Monate, dann Pause, wobei diese Phasen zum Schluss doch sehr an Länge zugenommen haben und damit verbunden waren immer wieder Suizidankündigungen, Weinanfälle, Hoffnungslosigkeit und dergleichen.
2021 starb mein Vater an den Folgen des Alkholismus und ich bin bereit, mein Leben in eine gute, glückliche Richtung zu lenken.
Liebe Grüße