Meinen herzlichen Glückwunsch. Das hast Du sehr schön geschrieben. Passt sehr gut.
Beiträge von Alex_aufdemweg
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Oh. Jetzt erst gesehen. Dabei hatten wir es heute ja schon.
mir echt alles reingeschüttet,
Ich auch. Viel mehr als sonst. War ja auch zufällig Sylvester.
Alles Gute zum Dreijährigen. Nächstes Jahr ist es ein Samstag der 13.
Drei ist eine gute Zahl. Im Labor steht alles auf drei Beinen. Weil die niemals wackeln.

(Ähm, dumm jetzt mit meinen 4 Jahren.
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Wenn sich die Nüchterheit einstellt, kommen die verdrängten Dinge hoch.
Bei mir war es z. B. eine nicht mehr vorhandene Beziehung. Es war nur noch Funktionieren.
Da gibt es einen guten Satz. So lange ich mit dem falschen Menschen zusammen bin, kann ich den richtigen nicht kennen lernen.
Das soll jetzt bloß keine Aufforderung von mir sein. Ich habe nur von mir geschrieben und wie Dinge mit der Nüchterheit geregelt werden mussten. Das war nicht einfach. Aber das war es wert. Außerdem ging es gar nicht anders. Weil der Kopf gibt nüchtern sonst keine Ruhe mehr.
Das Ende vom Lied. Oder besser der Strophe. Ich bin heute ein glücklicher Mensch geworden. Hat lange genug gedauert.
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Ich bestimme. Wo es langgeht, nicht wo ich lang soll
Der Satz gefällt mir besonders gut.
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Von mir auch Herzlichen Glückwunsch.
Du passt ja schon gut auf. Demnächst kann es sein, dass Dir die rosa Brille vor der Nase fällt. Das war bei mir so circa nach vier Monaten der Fall.
Aber dann hatte sich alles schon gefestigt gehabt. Und das liest sich bei dir ja auch sehr gut. -
Ich hatte keine Therapie und bin seit über vier Jahren trocken.
Aber ich hatte sehr ähnliche Probleme wie Du schon von der ersten Feundin an.
Aus dem Grund hatte ich bereits vor über 20 Jahren zwei verschiedene Therapien. Aufgrund Deines Denkens und Deiner damit einhergehenden Gefühle sehe ich da mich selbst vor sehr vielen Jahren.
Deswegen fällt mir das Lesen hier nicht so leicht. Ich hatte Tiefenpsychologie und zum Abrunden Verhaltenstherapie.
Wegen des Alkohols habe ich keine mehr gebraucht. Weil mit meiner Abstinenz die zwei vorherigen Therapien erst vollständig gegriffen haben.
Aber das kann Dir, in Deinem Fall, nur jemand sagen, der sich damit auskennt.
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Ich denke, dass ist eine Verknüpfungssache. Anfangs kam mir bei allem der Gedanke an ein Bier. Besonders bei positiven Dingen.
Die Grundbausteine waren mir eine gute Anleitung, wie ich diese Verknüpfungen durch andere Dinge ersetze. Sehr wichtig, besonders am Anfang.
Mit der Zeit traten die alten Verbindungen immer mehr in den Hintergrund. Wenn mir jetzt etwas postitives oder negatives passiert, fällt mir alles Mögliche ein, aber kein Alkohol.
Mein Leben hat sich aber auch stark verändert. Es kommt praktisch kein Alkohol mehr darin vor. Ich werde nie mehr eine Hausbrauerei betreten, o. ä. Angetrunkene Menschen kann ich nicht mehr ertragen. Wahrscheinlich weil sie mein früheres Ich spiegeln. Und ich habe mein Leben an sich stark verbessert.
Aus diesem Grund kann ich jetzt nicht sagen wie es sich verhalten würde, wenn ich jetzt über einen sehr langen Zeitraum unzufrieden sein würde. Ich denke, ich würde mit allen Mitteln versuchen das zu ändern. Außer mit Alkohol. Denn damit geht es nicht und das weiß ich ja schon.
Ich persönlich sehe auch Unzufriedenheit als "Ausrede" für das Suchthirn. Wenn man ihm jetzt, besonders am Anfang, diese Ausrede nimmt, hat man ja gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Keine Trigger und ein zufriedeneres Leben.
Die Trigger-Verknüpfungen treten immer mehr in den Hintergrund, aber das zufriedenere Leben bleibt.

So war es jedenfalls bei mir - die letzten vier Jahre.
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Pro Jahr hunderttausende Kalorien nicht mehr zu sich zu nehmen, das kann doch was, oder?
Das kann eine Menge. Vor allem weil ich stattdessen Nahrungsmittel zu mir nehmen kann, die auch etwas enthalten was der Körper braucht. Das war ja vorher extrem einseitig.
Diese Berechnung der Wannen mache ich nicht um mich zu motivieren. Das muss ich nicht. Ich finde es einfach erstaunlich zu sehen, was für unglaubliche Mengen mein Körper alle die Jahre verkraften musste. Ein wahres Wunderwerk.
Mir war nicht bewusst, wie viel es dann doch ist. Habe nur diese paar Flaschen gesehen und war froh, wenn die leeren wieder weg waren.
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Vorhin habe ich mich, nach längerer Zeit, bei meinem alten Handy angemeldet. Weil ich dort ein paar Apps habe, die ich nicht auf meinem Geschäftshandy habe.
Eine davon ist meine "Nüchtern"-App. Und die Zahlen wollte ich hier teilen.
- Mein Schlaganfallrisiko ist jetzt um über 80 gesenkt. Nach fünf Jahren wird es auf "normalen" Lebel sein.
- Bis gestern habe ich mir 11.111 Standart-Bier gespart. Das waren die, um meinen Pegel zu erreichen. Da ist keine Feier eingerechnet.
- Damit habe ich mir über 2,5 Millionen k/cal gespart. Ein PET-Bier hatte 210 k/cal.
Über 5.550 Liter Bier nicht getrunken. Das kann man dann mal in Badewannen umrechnen.
Standartwanne ca. 160 Liter. 5.550 : 160 = 34 Wannen.
Ich habe mal gehört, dass der Durschnittsdeutsche eine ganze Wanne Bier im Jahr trinkt. Also in der Zeit 4.
So. Mathestunde beendet.

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aber ich hätte eine tolle Freundin, die für mich die absolute Perfektion ist.
Ein beängstigender Satz.
Im Restaurant hat sie mir den Ouzo unter die Nase gehalten, wie toll der riecht.
Das ist perfekt?
Sie hat mitbekommen, dass Du mit 4 Promille im Krankenhaus gelandet bist und dann sowas.
Ich muss mich hier raus nehmen. Das stresst mich zu sehr. Ich wünsch Dir bis dahin, dass Du irgendwann siehst was ist.

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Ich schreibe die Vorteile die ich bemerke, auch auf und lese sie immer in Situationen, wo sich die Suchtstimme meldet.
Ja, ich denke das ist auch eine gute Möglichkeit am Anfang.
Ich selbst habe nichts gelesen, weil ich zwei Dinge bereits wusste.
Erstens. Ich trinke nicht mehr und muss mich nicht mehr überzeugen, weil ich bereits Bescheid weiß, dass die Vorteile bei weitem überwiegen.
Zweitens. Alkohol ist Gift und wenn ich wieder trinke, werde ich bald sterben oder schlimmeres. Denn mein Körper hat mir deutlich gemacht, dass Schluss ist. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er so viel in all den Jahren "geschluckt" hat. Jetzt kann er nicht mehr. Und jetzt muss er auch nicht mehr.
Da fällt mir noch ein schönes Beispiel ein. Die Leber entgiftet erst mal sich und beginnt dann bei allen anderen Organen.
Sie ist praktisch der Putzraum für den Körper, von dem alles ausgeht. Und nun hat es die Leber bis abends geschafft den Putzraum einigermaßen zu reinigen. Doch bevor sie in die anderen "Zimmer" des körpers wechseln kann um da mal Klar Schiff zu machen, kommt der liebe Alex nach Hause und kippt sich Bier rein. Das ist als würde ich einen schönen Schubkarren voll Sch... direkt in den Putzraum kippen. Auf dem Weg dorthin verteile ich noch etwas davon auf die anderen Zimmer.
Und seufzend begann die Leber ihre Arbeit aufs Neue. Die anderen Zimmer wurden nie gesehen.
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Auch habe ich gelernt, dass ich gewisse Abhängigkeiten nicht ab kann. Wenn ich nicht selbstständig bin, bricht mein Selbstvertrauen.
Gleichzeitig kann ich nicht allein sein.
Das ist liest sich wie ein unlösbares Problem.
Ich würde das auch als Teufelskreis bezeichnen. Die einzige Ausnahme ist der Verzicht auf Alkohol im Ganzen. Der Rest ist machbar oder es ist einfach so. Aber ich kann das Bier steuern.
Ich muss zugeben, dass ich nicht verstehe, wie Du das hier meinst. Kannst Du das noch Mal in anderen Worten schreiben.
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Es freut mich, dass es bei Dir so gut läuft. Hast Du denn schon etwas von den Grundbausteinen umgesetzt?
Ich hab dann nicht den "klassischen Trinkdruck", aber es fühlt sich an wie der Mechanismus, den ich früher hatte, als ich konsumiert habe. Da ging es immer um Zeit füllen und auch private Probleme haben mich belastet und ich musste trinken, um nicht nachzudenken.
Was ist denn der "klassische" Trinkdruck? Das was Du beschreibst passte auch gut auf mich. Wenn ich aber ehrlich mit mir bin, war es dann am Ende doch die Sucht und nicht der Grund. Die Sucht hat den Grund gefunden.
Sie findet immer einen. Mir geht es gut, also feiere ich es und wenn es mir schlecht geht muss ich erst recht etwas trinken. Nachdem mir das klar geworden ist, wurde es einfacher. Es ging darum die Suchtstimme zu erkennen. Dann konnte ich es gut angehen.
Erkennst Du Deine Suchtstimme bereits? Oder bist Du noch in der Ursachenforschung?

Was übrigens nicht heißt, dass bestimmte Dinge nicht durchaus die Sucht beflügeln. Sagt Dir die HALT-Regel etwas?
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Das geht nicht mit Austausch
Bei mir hat es so funktioniert. Ich habe mich mit Menschen ausgetauscht, die Erfahrung mit sowas haben. Das hat mir mehr gebracht als eine gelernte Fachfrau oder ein Fachmann. Leute die wissen wie es funktinoniert und keine Theoretiker. Andere Alkoholiker, die schon länger zufrieden trocken sind.
Und dann habe ich halt auch angenommen, was mir gesagt wurde. Nur Austauschen und aber bei meiner eingeschränkten Sicht bleiben, hätte mir auch nichts gebracht.
Es ging darum mein Leben neu auszurichten. Wieso, weshalb und warum ich mal gesoffen haben, war erst mal zweitrangig. Erst mal war stabil in die Zukunft angesagt.
Der "Beziehungskram" kam dann von selbst hinterher. Das war dann die nächste große Veränderung in meinem Leben. Aber ohne zufriedene Abstinenz geht erst mal gar nix.
Ich schalte auch im Bruchteil einer Sekunde bei sowas auf Geiz, dass ich kein Geld für Gift mehr ausgeben werde.
Diese Begründung empfinde ich übrigens als etwas dünn. Geld sparen ist ein positiver Nebeneffekt. Hätte mich aber jetzt nicht vom Saufen abgehalten. Das hat es die 30 Jahre davor ja auch nicht.
Jedenfalls sehe ich, dass Du ordentlich Gas gegeben hast und schon viel erreicht. Mach ein bisschen langsamer, damit Deine Emotionen noch hinterher kommen. Das ist kein Sprint. Die Zeit arbeitet für Dich.
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Solche Gedanken wären (Konj.) für mich gefährlich, weil ich meinem Suchtgedächtnis eine Steilvorlage lieferte.
Ich meine, soche Gedanken sind das Suchtgedächntis. Das ist die Suchtstimme, die da spricht.
Bin mir dann sicher, dass alles was ich mir aufgebaut habe spätestens in einem Monat zunichte wäre.
Das ist so. Es ist aber auch mit der Suchtstimme argumentiert.
Das muss nicht sein. Du weißt es ja schon. Ich möchte Dir raten, wenn die Stimme spricht, denn das sind diese Gedanken, direkt drüber bügeln. Ich habe sie nicht ausreden lassen. Du brauchst Dich nicht selbst überzeugen. Sie hat in Deinem Kopf nichts mehr verloren.
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Ich bin im Moment auch bei 3mg Nikotin.
So war es bei mir auch. Bis zum Schluss.
Dann hatte ich beschlossen, dass ich mein Liquid leer dampfe und nichts mehr kaufe. Ging noch eine gute Woche.
Beim letzten Zug, habe ich trocken kräftig weiter gezogen und volle Kanne den Verdampfer verbrannt. Dann ab in den Müll damit.
1.000 Trigger in zwei Wochen. Es war schon krass. Weil Dampfen halt immer und überall ging. Und es mir deswegen ja auch nicht so schlecht ging. Da hat es schon auch Willen gebraucht. Dafür war es nach zwei Wochen durch.
Jetzt ist es über zwei Jahre her.
Jedenfalls war ich zu dem Zeitpunkt bereits über zwei Jahre stabil trocken. Sonst würde ich das nicht empfehlen.
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Bei mir fingen die Probleme erst so richtig mit der Trockenheit an,
Ich wurde mir der Probleme erst dann richtig bewusst. Da waren sie schon lange vorher.
Jetzt konnte ich sie endlich angehen. Auch wenn sich das erst mal unangenehm anfühlt. Es ist anders als der gleichmäßige Schmerz. Dafür hat er irgendwann ein Ende.
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Ich bekomme die Infos, weil ich mit den Nachbarn bis heute ein total gutes Verhältnis habe.
Wenn sie es gut mir Dir meinen, sollten sie sich genau solche Infos sparen. Was soll Dir das bringen außer, dass es weh tut?
Es ist super, dass Dein Hirn anfängt nicht immer nur Alkohol als Standartlösung anzubieten.

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Habe alles gemieden wo ich früher gesoffen hatte.
Oder nicht zu dem Getränkehändler meines Vertrauens gegangen. Bei dem ich sonst das Bier erstanden habe.

Das ist als wenn Du Dich mit der Trillerpfeife neben den schlafenden Riesen stellst.
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Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Monat. Und schon sind es mehrere Monate. 🥳