Beiträge von Alex_aufdemweg

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hallo Susi,


    bei sich selbst kann man alles abladen, was einem gerade durch den Kopf geht. Bei den Anderen muss man vorher nachdenken :)


    Aus dem Grund schreibe ich immer sehr gerne erst mal bei mir. ;)


    Dein "Wort zum Sonntag" gefällt mir gut. Das kann ich gut nachvollziehen.


    VG Alex

    Hallo John,


    am Anfang kam das ein paar mal vor. Und jetzt sehr selten. Eigentlich hätte es mich wirklich sehr gewundert, wenn nicht. Dafür sind doch Träume da. Um zu verarbeiten, was einen beschäftigt und was man erlebt.

    Ein bisschen erschrocken bin ich schon. Habe es dann auch hier geteilt.

    Ist auf alle Fälle gut, wenn man dann feststellt, dass es nur ein Traum war.


    VG Alex

    Hallo Erna,


    wie ist es denn mit der neuen SHG gelaufen?


    Ich kann mich sehr gut erinnern, als ich das erste Mal gesagt habe "und ich bin Alkoholiker". Es war schwer und befreiend. Hatte gerade das Buch "Nüchtern bleiben - nüchtern leben" geschenkt bekommen. Nachdem ich diesen Satz gesagt hatte, habe ich große Papierfilter für Tee zugeschoben bekommen. Weil sie keine Taschentücher da hatten. Tränen sind aber nur gaaaanz wenig gelaufen. Jedenfalls habe ich tatsächlich noch immer einen dieser Filter als Lesezeichen in diesem Buch. Inzwischen halt zwischen letzter Seite und Buchdeckel. Hab ihn aber aufgehoben. Zur Erinnerung.


    Ich bin gespannt, was Du berichtest.


    LG Alex

    Hallo Borussia,


    damals habe ich mir Hilfe geholt, um genau damit fertig zu werden. Genau diese Geschichte mit dem Wert war auch ein großes Thema. Ich kann Dir auch nur dazu raten. Bei mir hat es sehr gut geklappt. Hatte aber den großen Vorteil, dass es sich in diesem Fall nur um meinen Stiefvater handelt. Da er aber ab meinem ersten Lebensjahr mein Vater war, macht das keinen so großen Unterschied. Jedenfalls konnte ich mich von diesem schlechten Gefühl befreien. Hat ein paar knackige Sitzungen gebraucht. Aber was muss, das muss.

    Meinen leiblichen Vater habe ich auch gerade nach Jahren zum ersten Mal in der geschlossenen Abteilung besucht. Der Vater spielt eben eine Rolle im Leben eines Mannes. Ob man will oder nicht.

    Negative Erlebnisse triggern mich nicht. Aber wenn das bei Dir so ist, dann ist das ganze noch dringender. Da Du das für Dich erkannt hast, leg los. :thumbup:


    VG Alex

    Ah, ok. Ich differenziere da für mich nicht.


    Als mir neulich ein Kollege anfing zu erklären "Falls Du denkst, der hat sich aber rausgeputzt. Ich habe das angezogen weil, blabla..." habe ich geantwortet "weißt du. Ich denke recht wenig." Er hat groß geschaut, dann gelacht und die Sache war erledigt.


    "Durchzug" mag eine sehr einfache Strategie sein. Bei mir klappts. Darum wollte ich gerne den Tipp da lassen.

    Hallo NIKA,

    danke für Deine Schilderung. Das war sicher nicht einfach. Gut, dass Du da heil herausgekommen bist. :thumbup:


    Es können sich beim Durchspielen auch Gedanken einschleichen

    Für mich ist das darüber nachdenken, warum ich nichts trinke, schon schlecht. Z.B. wegen s.o.

    Ich trinke nichts, also brauche ich mich nicht zu überzeugen. Mein Suchthirn sagt, aber...

    Da gibt es eine gute Technik. "Links rein, rechts raus" oder auch "Durchzug" genannt. Dafür brauche ich nichts zu denken. Das Hirn wäre da ja sogar im Weg ;)

    Ich habe ja schon mal alles gedacht. Warum schlecht, wie beschissen es war, was ich verloren und verpasst habe, meinem Körper angetan, meinem Hirn, anderen Menschen... Also, ich weiß es. Denke ich rum, babbelt mein Suchthirn nur dazwischen.

    Sagen wir mal, wenn sich das Suchthirn halt nix merken kann, bekommt es bei mir keine Nachhilfestunden. Setzen 6.


    Na ja. Wenn man nicht so plump wie ich ist, hilft mit Sicherheit auch sich das noch mal vor Augen zu führen. Ist nur mal einen Versuch wert. Ich persönlich spare mir dabei eine Menge Denkarbeit. Und wenn ich zurückblicke, kann ich dabei nicht nach vorne sehen.


    VG Alex

    Guten Morgen Erna,


    ich hatte mal ein gutes Gespräch mit jemandem, den ich in der Sauna kennengelernt habe. Er hatte zu seinem Freund gesagt, dass es jetzt schon 2 1/2 Monate sind und dieser hat einfach nicht reagiert.


    Beim Gespräch stellte sich heraus, dass er schon seit fünf Jahren keinen Alkohol trinkt. Aber dafür Unmengen Gras geraucht hat. Davon war er jetzt erst weg. Also die klassische Suchtverlagerung. Es ist zwar nicht unbedingt gut z. B. das Rauchen und Trinken gleichzeitig aufzugeben. Wegen der Überlastung. Gras verändert aber das Bewusstsein, so wie Alkohol. Als Alkoholiker sollte man keine Substanzen zu sich nehmen, die das Bewusstsein verändern.


    Also, sehr gut, dass Du auch damit aufgehört hast. :thumbup:


    Ich selbst muss mich derzeit mächtig bei den Süßigkeiten, besonders abends, einbremsen. Die verändern zwar nicht das Bewusstsein, aber den Blutzuckerspiegel. ;)


    VG Alex

    Hallo Susi,


    das Buch von Catherine Gray habe ich auch gelesen. Ist wirklich schön geschrieben. Es gibt übrigens hier einen Thread mit Literaturtipps.


    Diesen Suchtdruck, oder auch platt Saufdruck genannt hatte ich nur ein mal ganz am Anfang. Es gab Streit daheim und meine Frau hat vor meiner Nase ein Bier aufgemacht. Ich hatte von Tuten und Blasen keine Ahnung. Bin aber einfach rausgegangen und ein paar Kilometer gegangen. Nach ca. 20 Minuten war es vorbei.


    Dann habe ich sehr bald erkannt, was die Suchtstimme ist und sie zu erkennen. Kommt bei Catherine Gray - glaube ich - auch vor.

    Seither "übersetze" ich sie praktisch sofort.


    Wenn etwas super geklappt hat, kommt sie plötzlich und sagt "Das hat doch super geklappt. Jetzt hast du dir aber ein Bier verdient".

    Übersetzung: "Das hat doch super geklappt, jetzt hast du dir aber einen großen Schluck Nervengift verdient".


    Dann denke ich, wie dämlich ist das denn? Was für ein unlogischer Bullshit. Und das war es dann auch schon.


    Vielleicht deswegen, oder weil das einfach immer so ist, wurde die Stimme immer weniger.


    Manchmal blitzt es noch auf. Und das wird es vielleicht immer. Aber wenn ich auf einer Brücke stehe und runterschaue, frage ich mich auch oft, wie es wohl ist, wenn ich da runterfalle und würde aber niemals springen. Ist eben ein dämlicher Gedanke, weiter nichts.


    Wenn es nicht so verständlich war, gerne noch mal nachfragen. Über Gedanken schreiben ist immer etwas wirr bei mir.

    Die Gedanken kreisen wieder öfter um den Alkohol. Vermutlich weil ich mich einsam fühle.

    Hallo Susi,


    wahrscheinlich kreisen sie in erster Linie erst mal um Alkohol, weil dieser ja aufgrund der Sucht als Lösungsmittel Nummer 1 abgespeichert war.


    Das andere sind die "Gründe" um zu diesem Lösungsmittel zu greifen. Davon wird es immer welche geben. Wenn nicht mehr das Eine, dann das Andere. Wichtig ist sich wieder klarzumachen, dass dieses Lösungsmittel ja genau das Gegenteil ist. Dazu hat jemand einen guten Satz unter seinen Beiträgen. Wer war das doch gleich?


    Jedenfalls.

    Es macht keinen Sinn, sich ein Nervengift zu geben, weil es einem nicht gut geht. Oder einen etwas bedrückt.

    Denn das ist Alkohol.


    Ich denke, der Ansatz ist an dieser Stelle zu finden.


    Den ohne ihn ist man eigentlich auch erst in der Lage, die anderen Gründe anzugehen.