überfällt mich hinterlistig und spontan wieder aus einem ganz anderem Rückhalt.
Das Saufhirn ist genauso schlau wie du. Schließlich gehört der Teil zu deinem Hirn. Aus dem Grund diskutiere ich nicht mit ihm. Will ja eh nur saufen. Da ist ihm jede Begründung recht.
und will mir im Nachhinein suggerieren, dass ich aus der oder der Emotion heraus trank.
Das ist ein ganz wichtiger Ansatz.
Mir ist aufgefallen (auch an mir), dass viele gerade am Anfang alle möglichen Gründe nennen. Wieso sie getrunken haben, oder noch trinken. Oder trinken wollen, bzw. Suchtdruck haben.
Es gibt aber keinen Grund um sich ein Gift rein zu schütten. Schlauer hat es mich definitiv nicht gemacht.
Bei mir war es auch mehr die Belohnungsecke. Wenn es gut läuft ist das doch ein super Grund sich weiter zu vergiften. ![]()
Da fällt mir ein Satz von mir ein. Habe versucht die schräge Denkweise der Sucht darzustellen. Sucht ist nicht logisch. Sonst würde man ja einfach aufhören.
Der Satz geht so. Eine ehrliche Aussage des Suchthirns wäre:
"Heute ist ein so schöner Tag, tu dir was Gutes und spring aus dem Fenster."
Ergo. Egal was es mir erzählen will. Es will, dass ich saufe. Sonst nix. Hm, eigentlich gar nicht so schwer. Noch einfacher nicht hin zu hören, bzw. den "Mund" zu verbieten. Ich weiß ja schon was es will. Am Ende immer das Gleiche.
Da es nicht mehr durchkam, hat es aufgegeben. Und wenn ich vorsichtig bleibe, passt das. Dann wurde die Trockenheit ein normaler Teil meines Lebens. Ein Selbstläufer sozusagen. Wie atmen. Ein guter Vergleich. Denn auch wenn es nebenher läuft ist beides unabdingbar für mich.