Hallo,
ich bin ganz neu hier im Forum... Mein Mann hat mich vor 3 Jahren nach 26 Ehejahren verlassen. Wir haben 3 gemeinsame Kinder, 2 Wochen nachdem das letzte zum Studium ausgezogen ist, ist er nach einem 30min Gespräch gegangen. In seine angemiete Wohnung, in dem seine Freundin (-20Jahre) bereits wartete (um die Geschichte kurz zu machen). Es folgte bei mir der komplette psychische Zusammenbruch, Hausverkauf, Umzug, finanzielle Herausforderungen, Einsamkeit, Verlust von gemeinsamen Freunden, Single-Dasein mit Mitte fünfzig... Immer öfter beruihgte ich meine komplett durchdrehenden Nerven mit Alkohol... Es wurde immer mehr, kombiniert mit Beruhigungsmitteln, Schmerzmitteln betäubte ich meinen Schmerz, meine unglaubliche Einsakeit und Verzweiflung. In diesem Zustand war es unmöglich mir ein neues Leben aufzubauen, die Kinder irgendwie aufzufangen (mein Ex konnte/kann das hervorragend. Spendiert tolle Urlaube, ist für die Kinder emotional verfügbar etc.). Ich erwartete Solodarität von meinen Kindern, dass sie sich um mich kümmern- was (natürlich) komplett nach hinten los gegangen ist. Das Verhältnis ist schwierig, sie können mich in meiner Trauer und meinem Absturz nicht ertragen. Und das wiederum bereitet mir zusätzlichen Schmerz, Selbsthass und Verzweiflung... Ich bin immer weiter in die Sucht gerutscht. Und jetzt versuche ich einen neuen Start Hoffnung 2025 - trinke seit Silvester nicht mehr. Aber die Einsamkeit und mein Verlorensein ist nüchtern für mich sooo schwer zu ertragen. Ich arbeite aktuell nur Teilzeit (mehr bekomme ich nicht hin aktuell). Die Tage sind oft lang und leer... Ich hasse mich für meine Unzulänglichkeiten, meine Schwäche mich zu schwer zu tun auf die Füße zu kommen.
Statt zu trinken, schreibe ich hier im Forum. In der Hoffnung auf Kontakt zu Mitbetroffenen, die eventuell nachvollziehen können, was sich bei mir abspielt. Danke fürs lesen...