Mone13 - Mutter zerstört sich und ich bin hilflos

  • Hallo liebe Community,

    es fällt mir schwer hier zu schreiben, aber es ist notwendig. Meine Mutter ist alkoholabhängig. Sie selbst sieht es nicht so. Sie ist 60, ich Mitte 30. Ich habe noch 2 Geschwister. Wir drei fühlen uns alleine und wissen nicht, wie wir mit der Alkoholabhangigkeit unserer Mutter umgehen sollen. Deshalb suchen wir uns jetzt, ein jeder für sich, irgendeine Unterstützung. Gefühlt nimmt die Alkoholabhangigkeit, in Verbindung mit Depression, jetzt gefährliche Ausmaße an. Sie wird immer öfter krank, zieht sich immer mehr zurück. Jetzt zu Ostern sagte ich ihr, dass ich mir wahnsinnige Sorgen um sie mache und Angst habe sie zu verlieren. Sie trank jeden Tag, war alleine, während der Rest der Familie Ostern feierte. Betrunken sagte sie mir, dass ich mir keine Sorgen machen brauche und sie alles tun wird, damit es wieder gut wird. Klingt ganz nett, aber ich glaube ihr nicht mehr, da sie es die letzten 20 Jahre so gemacht hat.

    Wir haben schon viele Anläufe gestattet ihr zu helfen, aber es hat nichts gebracht.

    Was mich jetzt ohnmächtig und wahnsinnig hilflos fühlen lässt ist, dass sie halt, wie schon geschrieben, immer häufiger krank wird und TROTZDEM trinkt. Aber sie hört einfach nicht auf mich und auch nicht auf meine Geschwister. Ich kann damit nicht umgehen. Es macht mich verrückt zusehen zu müssen, wie sich meine Mutter zerstört und ich ihr nicht helfen kann. Nun habe ich wahnsinnige Angst sie an der Alkoholsucht zu verlieren. Aber ich dringe einfach nicht zu ihr durch.

    Wie soll ich damit umgehen, ohne selbst daran zu zerbrechen? Wie kann ich ihr helfen, wenn sie sich nicht helfen lässt und uneinsichtig ist? Ich kann auch ihr gegenüber nicht so tun, als ob alles OK ist. Geht überhaupt nicht bei mir. Aber sie tut immer so. Ist doch alles halb so schlimm, wenn es nach ihr geht.

    Es tut gut, dass zu schreiben und Mal loszuwerden. Ich hoffe ich konnte verständlich schreiben. Es ist ja noch längst nicht alles, aber es sollte auch nur ein kleiner Startbericht sein. Vielen lieben Dank schon jetzt für Rückmeldungen.


    Viele liebe Grüße

    Mone

  • hallo Mone,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Ich glaube dir, dass dich der Alkoholkonsum deiner Mutter sehr belastet.Es ist leider so, dass wir Angehörige nichts ausrichten können, wenn keine Einsicht in die Krankheit besteht. Dann hast du keine Chance. Sie trinkt weil sie süchtig ist.

    Das einzige was du tun kannst, solltest du für dich tun, damit es dir besser geht, und du nicht ständig in dem Hamsterrad Alkohol deine Runden drehen mußt.

    Wenn du dich hier austauschen möchtest, klicke unten auf den Link, und schreibe noch einen kurzen Satz dazu. Wir schalten dich dann für die offenen Bereich frei.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Mone,

    du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, und kannst überall schreiben. Schreibe aber bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich. Die User erkennst du an den Orange/roten Namen.

    Ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Morgenrot 21. April 2025 um 17:14

    Hat den Titel des Themas von „Mutter zerstört sich und ich bin hilflos“ zu „Mone13 - Mutter zerstört sich und ich bin hilflos“ geändert.
  • Hallo Mone,

    bei meiner Mutter war es ähnlich. Nur das ich absolut nicht wusste welche Ausmaße ihre Sucht hatte. Helfen lassen wollte sie sich nicht, ist zwar einmal ins Krankenhaus weil sie völlig verwirrt war, aber hat danach wieder angefangen. Ich hatte dann noch einen schweren Weg mit ihr und mit mir selbst.

    Was mir geholfen hat und da musste ich erstmal zur Einsicht kommen: Abstand und Distanz!

    Ich konnte irgendwann nicht mehr und wäre in ihrem Strudel weiter reingezogen worden.

    Wie Morgenrot schon geschrieben hat, du wirst ihr nicht helfen können, egal wie sehr du es möchtest. Sie muss selbst die Einsicht haben.

    Es hat aber lange gedauert bis ich diese Erkenntnis hatte. Ich habe viel hier im Forum gelesen, der Austausch tat mir gut. Habe auch eine reale Selbsthilfegruppe besucht und mir Beratung durch den sozial psychiatrischen Dienst meines Landkreises angenommen. Sowas gibt es sicherlich auch in deiner Stadt.

    Hast du denn viel und regelmäßig Kontakt zu ihr?

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