Wie redet ihr über die Probleme mit euren (Klein)kindern ???

  • Hallo,

    mich würde einfach mal interessieren, wie ihr mit euren Kindern über die Probleme mit eurem abhängigen Partner redet? Natürlich weiß ich auch, dass man (kleine) Kinder nicht mit eigenen Probleme konfrontieren sollte, weil sie es einfach nicht verstehen und natürlich beide Elternteile lieben. Ich will meinen Mann vor ihnen ja auch nicht schlecht machen. Aber ich möchte meinen Kindern (2 und 4) gerne in ein paar Sätzen etwas zur Trennung - auf die es bei mir wegen dem Alkohol hinauslaufen wird - sagen. Aber ich weiß einfach nicht wie...

    Vielleicht könnt ihr mir ja mal eure Erfahrungen schildern...

  • Hallo Ayki,

    über meine eigenen Probleme, rede ich nicht mit meinem Kind. Ich muß sehen, dass ich stark bleibe. Es hat seine eigenen Probleme, auf die man jetzt besonders sensibel reagieren muß. Leider bekommen die Kleinen viel zu viel mit.
    Ich habe meinem Kind lediglich gesagt, dass sein Vater krank ist und dass wir es schaffen. Ich möchte Ihm zeigen, dass ich für es da in und nicht zusätzlich belasten.


    Apfel

  • Liebe Ayki,

    mit meinen Größeren Kindern habe ich da nicht so die Probleme, weil die können, die ganze Wahrheit besser verstehen, als man denkt.

    Bei 2 und 4 jährigen ist es wohl nicht leicht. Ich kriege es bei meinem sieben Jährigen auch nur schwer gebacken überhaupt mit ihm darüber zu reden.

    Er hat ja auch schon viel mitbekommen, man will den Kindern ja auch nicht wehtun, weil auch egal was Kinder mitgemacht haben., eine Trennung tut immer weh.

    Schön das Du diese Frage gestellt hast, vielleicht helfen mir die Antworten auch weiter.


    Ich kann Dir leider keine geben, auf jeden Fall denke ich, sollte man die Wahrheit sagen.

    liebe Grüße
    Elfe

    .....in Liebe loslassen....

  • hallo ayki

    meine jüngste war 2 als ich zur therapie bin sie hat ganz genau mitgekriegt was los ist, sie stand immer da und sagte, mama nich stinkebrause trinken, kinder merken mehr als wir oft wahrhaben wollen. sie war dann 4 als ich mich von meinem weitertrinkenden mann getrennt habe. ich habe ihn nie vor den kindern schlecht gemacht habe ihnen aber deutlich gemacht das es mit seiner stänkerei und den zb angekokeltem sofa nicht mehr weiter geht weil ich auch angst hatte das er uns die bude abfackelt. das sind dinge die die kinder auch belasten und die sie auch in dem alter schon verstehen können. natürlich gab es bei den kleinen, die 3. war 11, auch tränen aber sie haben sehr schnell gemerkt das es nach der trennung wesentlich besser wurde und sie haben die ruhe genossen. sie besuchen ihren vater heute noch aber es wird auch bei den kleinen weniger weil sie seine sauferei auch nicht mehr sehen können. was sie vor drei jahren noch nicht kapiert haben kapieren sie jetzt manche dinge brauchen einfach etwas zeit. beobachte deine kinder, wo zeigen sie abneigung, da kannst du dann ansetzten, daß das dann eben nicht mehr sein wird. hoffe ich habe mich jetzt nicht zu blöd ausgedrückt.

    wünsche euch viel kraft.

    gruß doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo,
    das mit dem Alkohol bekommen die Kinder nicht mit! Er hat immer nur abends damit angefangen, als sie schon geschlafen haben. Am WE war er natürlich morgens auch oft müde und nicht ganz bei der Sache, aber dass das am Alkohol lag, das wissen natürlich die Kinder nicht. Sie denken glaube ich einfach nur, dass er müde ist - sonst nichts... Dass wir uns ständig gestritten haben und die Fetzen flogen - und allgemein die angespannte Atmosphäre, die hier zu Hause vorherrschte, das alles haben sie natürlich schon bemerkt. Seitdem mein Mann ausgezogen ist, hat sich die Lage TOTAL beruhigt. Komischerweise fragt meine Tochter (4) überhaupt nicht nach ihrem Vater. Ihr reicht es - und sie kennt es auch nicht anders - wenn er sich mal hier mal da ein paar Stunden für sie Zeit nimmt... Mein Sohn (2) hingegen leidet glaube ich mehr unter der ganzen Situation. Er sagt immer: Der Papa kommt nicht mehr wieder... Und da zerreist es mir schon das Herz. Dann sage ich immer. Der Papa kommt schon wieder, er muss zur Zeit nur viel arbeiten... Damit ist dann die Sache für ihn auch meistens wieder OK... Trotzdem - wenn die Verhältnisse für mich und die weitere Zukunft feststehen, dann werde ich mal sehen, dass ich mal mit ihnen rede und versuchen, ihnen mit wenigen Worten ein wenig zu erklären...

  • Ich wußte gar nicht, dass Kinder nicht mitbekommen, dass der Vater Alkohol trinkt. Ich habe immer den "Verdacht" geäußert, wenn mein Partner lallend und mit verdrehten Augen ankam und das hat auch der Kleine gehört.
    Mein Sohn weiß auch, dass Alkohol nix Gutes ist.

    Apfel

  • Hallo Apfel,
    meine Kinder schliefen halt immer, wenn er getrunken hat. Es kann sein, dass sie hier und da schon mal etwas über den Alkohol und dass ich mich darüber aufrege mitbekommen haben. Aber dass mein Mann vor ihnen sturzbetrunken war - das nicht! Und jetzt - wo er ja nicht mehr hier wohnt - können sie es ja gar nicht sehen.

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