Moin..
Ich bin Stella und lebe seit 5 Jahren in einer Beziehung mit einem alkoholabhängigen Partner. In dieser Zeit gab es nur einen alkoholfreien Tag, Ich selbst trinke keinen Alkohol. Mein Partner, ich nenne ihn einfach mal ER, trinkt seit seiner Jugend. ER ist inzwischen 60 Jahre alt .Er hat seinen täglichen Konsum inzwischen auf 8 bis 10 Flaschen Bier eingependelt .Start ist ca 16.30Uhr. Trotz dieser Menge ist er funktional. ER wird nicht nicht laut , torkelt nicht und hat gegen Mitternacht eine leicht verwaschene Stimme. Er geht seinem Job ohne Probleme nach. Gesundheitlich hat er zwischenzeitlich Gichtanfälle, die er nicht mit dem Alkohol in Verbindung bringt. Rote Handinnenflächen und weitere Leberzeichen. Weise ich ihn daraufhin, kommt nur, dass er etwas ändern müsse..er wisse, dass er zu viel trinke.. Es folgen Versprechungen, die nicht eingehalten werden. Inzwischen verliere ich die Hoffnung, dass sich tatsächlich etwas ändert, dass Einsicht kommt. Zudem kann ich diesen Alkoholgeruch nicht mehr ertragen und wir geraten aneinander. Ohne den Alkohol würden wir prima miteinander harmonieren, haben gleiche Interessen und Hobbies.. Alkohol war in meiner Kindheit bereits ein großes Problem, da mein Vater Alkoholiker war. Das, was ich über Kinder alkoholkranker Eltern hier gelesen habe trifft auf mich absolut zu.
ER braucht ganz sicher Hilfe, aber wann und wo kommt die Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen kann. Ich brauche Hilfe, damit ich verstehe, das ich nicht die Heilsbringerin bin.
Danke fürs Lesen.
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