Tinchen - Hallo ich bin Tinchen .Danke für die Aufnahme

  • Ich hoffe das ich hier bei euch richtig bin.Ich habe meinen Freund vor 11 Jahren in einer Suchtklinik kennengelernt. Ich selber habe durch meine Ängste 3 Jahre *edit* konsumiert. Habe einen Entzug hinter mir und seit 3 Jahren nicht ein *edit* mehr genommen( natürlich durch lange Therapie und Gruppen ) mein Freund ist seit 35 Jahren Alkohliker..in denn ersten Jahren war es für mich erträglich .Seit ca 2 Jahren ist alles aus dem Ruder gelaufen .Er hatte mehrer Unfälle mit dem Motorrad, Rolltreppe runter gestürzt, von 3 Meter Höhe auf den Boden gestürzt..einen Zuckerschok erlitten und und...er hat mich in seiner Familie unter Alkohl so schlecht gemacht das ich gehasst werde von seiner Mutter ..beschimpfungen ohne Ende ..ich lüge nicht ich habe alles mit ihm mitgemacht bin durch die Hölle gegangen ..letzte Woche ist er das erste mal Handgreiflich geworden.Seit dem habe ich ihm nicht mehr gesehen...was ich eigentlich auch nicht mehr möchte , jedoch je mehr Tage vergehen um so schlimmer werden meine Gedanken . Er sieht nicht ein das er schuld an unserm Streit ist , nur weil ich nicht bei ihm aufs Motorrad gestiegen bin weil er genug Promille hatte .Er behauptet er hat soviel für mich getan und tut alles für mich ..Was nicht stimmt ...Er verdreht alles ..und in mir schreit alles so laut fahre zu ihm .Ich will nicht aber die Sucht ist so gross , das ich es fast nicht mehr aushalte.

    Sorry , für diesen langen Text .

    Lieben Gruß an alle .

    Einmal editiert, zuletzt von Marie04 (21. August 2025 um 22:30) aus folgendem Grund: Bitte keine Medikamentennamen nennen

  • Hallo Tinchen ,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Tinchen .

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Tinchen, Deine Geschichte hat mich sehr berührt. Ich kann Dein Gefühl, dass Du trotz allem was passiert ist, zu ihm fahren musst nur zu gut.

    Auch die Verdrehungen von Tatsachen sind mir nur allzu bekannt. Davon berichten auch viele andere hier.


    Ich durchlebe auch gerade den Loslösungsprozess und schwanke zwischen wirklich schlimmen Tagen, an denen ich glaube, den Schmerz nicht aushalten zu können, aber inzwischen auch ganzen Tagen, an denen ich feststelle, dass ich ohne ihn besser dran bin. Es war ein sehr langer Weg, um überhaupt bis hierher zu kommen. Ein Schritt nach dem anderen.


    Ich wünsche Dir viel Kraft!

    hiiumaa

  • Hallo Tinchen,

    erstmal herzlich willkommen.

    Es wird jeden Tag schlimmer, dass du ihn vermisst. Aber was vermisst du denn genau? Das hier? :

    ...ich habe alles mit ihm mitgemacht bin durch die Hölle gegangen ..letzte Woche ist er das erste mal Handgreiflich geworden.

    Mal ganz provokant gefragt.

    Nicht böse gemeint sondern als Denkanstoß.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Aurora ,

    Nein , das vermisse ich gewiss nicht .Ich vermisse den Mensch der er mal wahr .Ich verstehe nicht was Alkohl aus ihm macht .

    Ich nehme nichts als böse auf , ich bin einfach nur verzweifelt.

    Lieben Gruß

  • Hallo Tinchen,

    ich habe meinen ersten Mann auch vermisst. Als den, der er mal war, mit dem ich eine Familie gegründet und 2 Kinder bekommen hatte. Der Alkohol hat ihn mehr und mehr verändert, irgendwann war er abhängig und die Sucht hatte das Wort. Sie brachte Seiten in ihm zutage, die schlimm und böse waren. Die aber auch zu seiner Persönlichkeit gehört haben.

    Ich habe um meinen Traum einer heilen Welt und glücklichen Familie gekämpft, versucht, das immer wieder zu erreichen, wovon ich geträumt hatte. Ich hab alles versucht um die Familie zu erhalten, ihn wieder " normal" machen. Aber er war mit seiner Sucht verbandelt und da hatten meine Träume und Anstrengungen keinen Platz mehr. Er war nicht mehr erreichbar. Er wollte und konnte nichts verändern um trocken zu werden.

    Das ist das Gemeine in diesen Beziehungen. Der Alkohol hat die Regie und der Abhängige ordnet sich dem unter. Und im Endeffekt auch die Partnerin. Bis es zu schlimm wird und sie an's Aussteigen denkt. Und geht.

    Und dann kommt die Trauer. Das ist jetzt bei dir wohl so. Trauer um den Menschen, um geplatzte Wünsche und Träume. Trauer um die guten Zeiten, die es ja auch gab. Das gehört dazu und tut weh. Aber das Zusammenleben mit ihm hat ja auch weh getan und wurde ja auch gefährlich. Handgreiflichkeiten sind schlimm. Und auch psychische Gewalt macht dich kaputt.

    Du bist mutig, dass du da rausgehen konntest. Auch wenn es erstmal scheiße wehtut.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe Aurora, du bringst es auf den Punkt .Es tut weh in der Partnerschaft und es tut weh ohne ihn ..es ist ein komplett anderer Mensch geworden , meine Hoffnung das er aus dieser Sucht raus kommt sind geplatzt wie Seifenblasen .Ich würde mir wünschen das er es begreift ..das wird er nicht weil er schon viel zu tief in dieser Sucht steckt .

    Ich danke dir für deine netten Zeilen .

    LIeben Gruß <3

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