Cookie1703 - Nachsorge nach Entgiftung

  • Liebe Cookie,

    Ich muss nicht. Ich weiß ich muss gar nichts tun am Ende. Ich

    Das ist richtig und das ist grad alles sehr viel. Ich bin der Meinung: DU MUSST

    Du bist Mutter, wie ich.

    Als bei uns daheim das Drama seinen Lauf nahm, waren meine Kinder 14 und 17. Damals war ich mir sicher, dass sie nicht viel mitbekommen haben oder zumindest nichts schädigendes. Ich hatte ja schließlich alles immer schon gedeckt und vertuscht. 1,5 Jahre später weiß ich, dass ich mich geirrt habe. Und noch viel schlimmer…. Meine Töchter sind krank geworden. Der Absturz meines Mannes und die Seite, die von ihm zum Vorschein kam hat die Kinder stark geprägt. Meine große Tochter hat eine Angst- und Panikstörung entwickelt und dazu Zwangsgedanken, wie sie dem ein Ende setzen kann. Meine kleine Tochter leidet an einer mittelschweren Depression und PTBS. Beide haben sich schon 2x geritzt.
    Ich versuche zu 100% für meine Kinder da zu sein und solche Sachen im Keim zu ersticken, aber selbst als Mutter ist man da hilflos. Die Gefühle, die einen da überkommen sind unbeschreiblich.
    Inzwischen sind beide in Therapie, der Alkoholiker raus und bei uns kehrt langsam wieder Normalität ein.

    Meine Kinder trauern um ihren Vater. Aber sie sind auch unglaublich dankbar, dass sie aus dieser kranken Familiendynamik raus sind.

    Du bist stark. Ganz sicher. Wenn es um die eigenen Kinder geht, mobilisiert man alle Reserven. Und auch du wirst neue Kraft finden, wenn der Elefant nicht mehr im Raum steht.

    Du bist der einzige funktionierende Elternteil. Nur du kannst dafür sorgen, dass es dir und deinen Kindern besser geht. Und deshalb MUSST DU etwas unternehmen.

    Du bist auf einem guten Weg.

    Fühl dich gedrückt.

    LG ☀️

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