• Habe jetzt, nach 4 Jahren Beziehung, gemerkt, dass ich in einer CoAbhängigkeit stecke.

    Er trinkt täglich, wieviel genau, weiß ich nicht, wir leben nicht zusammen. Er hat immer 3 Tage frei, dann 19 Std Arbeit ( dort trinkt er nicht, da verboten)

    Liegt jetzt zum 2mal in 4 Monaten im Krankenhaus, ist kollabiert, immer wenn er nüchtern sein muss. Denke, es hängt damit zusammen, 3 Tage viel und dann plötzlich nichts mehr zu trinken.

    Eine Trennung fällt mir schwer, da er nicht aggressiv oder sonst unangenehm wird, wenn er trinkt. Aber ich merke es, wenn er zuviel hat, wird dann immer komisch, redet anders usw

    Denke,er verliert jetzt seinen Job und damit auch die Wohnung( ist gekoppelt).

    Will mir einfach keine Sorgen mehr machen müssen, Einsicht seinerseits null.

    Lebe alleine im nichtdeutschsprachigem Ausland und er unterstützt mich in allen Organisationsdingen, bequem für mich....

    Bin momentan noch "zwischen den Stühlen", obwohl ich ihm heute geschrieben habe, dass er in Zukunft gerne weiter trinken kann, aber ohne mich....

  • Hallo Issi,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Aurora 16. Juli 2026 um 09:42

    Hat den Titel des Themas von „Neu hier“ zu „Issi - Neu hier“ geändert.
  • Hallo und willkommen Issi,

    ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, du erkennst sie an den roten Nicks.

    Wer alkoholabhängig ist und dann plötzlich und ohne ärztliche Begleitung keinen Alkohol trinkt, hat einen sogenannten kalten Entzug. Anscheinend war das bei deinem Freund der Fall. Ein kalter Entzug ist sehr gefährlich, es kann sein, dass außer starkes Schwitzen, Zittern, Kreislaufproblemen nichts weiter passiert. Aber es kann auch zu schlimmen Zuständen kommen und zum Tod führen.

    Es ist also gut, dass er im Krankenhaus ist und medikamentös behandelt werden kann und unter ärztlicher Aufsicht ist.

    Dass du zwischen den Stühlen bist kann ich mir vorstellen. Er ist dir ja einerseits eine große Hilfe, wie du schreibst. Aber Alkoholiker sind immer suchtgesteuert und das bedeutet, die Sucht kommt immer zuerst. Das ist ein sehr starker Drang konsumieren zu müssen. Und das macht Abhängige unberechenbar und mehr und mehr unzuverlässig.

    Bin momentan noch "zwischen den Stühlen", obwohl ich ihm heute geschrieben habe, dass er in Zukunft gerne weiter trinken kann, aber ohne mich....

    Solche Androhungen sind sehr mit Vorsicht zu genießen. Aus eigener Erfahrung. Ich habe meinem ersten Mann immer wieder mit Trennung gedroht, es aber nie umgesetzt. Er hat mich irgendwann ausgelacht und nicht mehr ernstgenommen. Und das kannst du hier auch bei anderen Angehörigen immer wieder lesen.

    Deswegen ist es gut nur solche Ansagen zu machen, die du auch einhalten kannst. Alles andere macht dich irgendwann unglaubwürdig.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Ich lebe in Ungarn, Gesundheitssystem gerade in Bezug auf Sucht katastrophal. Im März hatte er ja bereits einen Vorfall (Epilepsie stand zur Debatte, war es dann nicht), denke eben auch, das ist dem kalten Entzug geschuldet.

    Er war 1 Nacht in der Notaufnahme, wurde dann mit 4 Blutdruckmedikamenten und 3 Medikamenten zum Entzug entlassen....einfach nur fahrlässig.

    Er ist dann zu Hause, also in seinem Haus wie ein Zombie rumgelaufen, absolut unverantwortlich, wenn jmd alleine lebt, konnte aber wg meinen Tieren nicht länger bei ihm bleiben. Er hat dann die Medis einfach weggelassen, außer gg den Hypertonus.

    Jetzt ist er seit 2 Tagen wieder im KH, meine Konversation beschränkt sich nur auf die Info, wie es seinen Hunden geht, die ich versorge.

    Er schreibt weiterhin "Schatz" und alles wie immer, obwohl ich ihm ja geschrieben habe, mit Alkohol, dann aber ohne mich.

    Ich lese hier so viel und habe auch mit jmd von CoDA telefoniert, bestärkt mich in meinem Entschluss.

    Werde ihn nicht mit "du bist Alkoholiker " konfrontieren, das streitet er ja vehement ab, sondern, "dass ich das mit dem Alkoholkonsum nicht leben kann", denn ein f2f Gespräch wird stattfinden. Ich kann auf ungarisch ihm das nicht am Telefon erklären, zu Hause kann ich im Notfall die Übersetzungsapp nutzen.

    Bin mir momentan sehr sicher und fühle mich sehr gestärkt durch die Berichte hier im Forum.

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