Alkoholkranke Eltern und ihre Kinder

  • hallo demi,

    ja, es ist ganz besonderst schrecklich, dass die kinder so darunter leiden müssen. ... (und ich bin sehr entsetzt von mir selber...) :?

    ich habe mit meiner tochter schon vor längeren zeit mal klartext gesprochen. (sie wußte es sowieso schon) und nachdem dein sohn ja auch schon 12 jahre alt ist, wird er es auch schon "ahnen" wenn nicht schon eh wissen.

    ich denke, es ist ganz wichtig, darüber offen zu sprechen und auch dadurch bestimmte verhaltensweisen zu erklären. (vorallem ein: nein, du bist nicht schuld daran...) finde ich sehr wichtig.

    und denke daran: nur die starken können schwäche zeigen!

    ganz liebe grüße
    marla

  • Hallo Demi,
    ja das Gespräch mit den Kindern,
    Kinder leiden so,wenn Eltern trinken,aber wie groß ist das Leid,wenn du deinem Kind jetzt erzählst,daß du aufhörst zu trinken und es doch nicht gleich schaffst,viele hier brauchen viele Anläufe.
    Wie soll dein Kind dann wieder vertrauen in dich setzen.
    Ich habe mit meinem Jungen auch schon,als ich noch trank,darüber gesprochen,daß ich aufhören will,muss.Auch jetzt red ich mit ihm,wie es mir geht.
    Aber er ist 19 Jahre.
    Meine Tochter ist 13 und da hab ich auch überlegt,ob ich das Gespräch mit ihr suche,
    aber habe entschlossen,erstmal trocken zu bleiben und wenn eine gewisse Zeit vergangen ist,ich mit ihr reden werde.
    Ich glaub für sie ist es Erleichterung pur,mich einfach jeden Tag ohne Alk zu erleben.
    Es würde mir in der Seele so weh tun,wenn ich ihr sagen würde:Mama trinkt nie wieder und würde 5 Tage später wieder die Flasche am Hals haben.
    Sie mussten eh schon viel aushalten.
    Ich hatte selbst einen Papa,der richtig derb gesoffen hat und wie oft versprach er,ich hör auf ehrlich und was war???

    Wie oft war ich enttäuscht!
    Denk gut darüber nach.Mit ihm reden mußt du auf jeden Fall,aber vielleicht kann es ja noch warten.

    Und sieh einfach nur mal in seine strahlenden Augen,wenn du nüchtern bist,das ist schon ganz viel Unterstützung für deinen trockenen Weg.

    Liebe Grüsse Kiki

    mein Rückfall zeigte mir,wie kostbar ein Leben ohne Alkohol ist!

  • Hallo Demi,

    mein Sohn ist 13 bald 14 Jahre alt und natürlich hat er sehr viel in den Jahren mitbekommen(jetzt muss ich mich wieder schämen :oops: ), auch die Versprechungen habe ich in den Jahren nicht eingehalten ich habe immer die Enttäuschung in seinen Augen gesehen als ich wieder trank aber es kam der Tag wo ich nicht mehr trinken wollte und konnte, ich wusste noch nicht wie ich das schaffen soll und es war auch schwer aber innerlich wusste ich das es so nicht mehr weiter geht und so ernst wie es mir zu diesem Zeitpunkt war, war mir noch nie. Ich habe mit meinem Sohn gesprochen nichts verheimlicht erklärt wie schwer das für mich sein kann und das ich alles tun werde um es zu schaffen, mein Sohn war auch am Anfang misstrauisch aber es war für mich verständlich es war meine Aufgabe das Vertrauen wieder zu gewinnen und es ist mir gelungen heute sagt mein Sohn zu mir „Mama ich bin stolz auf Dich“ und ich bin ihm dankbar für diese Worte weil die haben mir sehr geholfen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut auf Deinem Weg zu Nüchternheit!!!!!

    Liebe Grüße
    Maria

  • hallo demi,

    ich bin kind alkoholkranker eltern und kann mich an die schreckgespenster erinnern, da war ich sechs oder sieben. ich hab das genau in zusammenhang bringen können: flasche, mama riecht komisch, redet komisch, das gibt früher oder später ärger. dass das ne krankheit ist, war mir nicht klar. ich glaube, mir hätte es geholfen, wenn man mit mir geredet hätte - und mit 12 versteht man eine menge. für mich war das verhuschte darum, das verschleieren, lügen, verheimlichen etc. schlimmer, als wenn man mit mir klartext geredet hätte.

    du musst deinem sohn ja nicht gleich versprechen, dass es klappt, sondern nur, dass du es VERSUCHST. enttäuscht ist er wahrscheinlich sowieso jedesmal, wenn du wieder anfängst. ich war das als kind jedenfalls - obwohl eigentlich nicht enttäuscht, das ist nicht das richtige wort. ich hatte eher angst, welche katastrophe diesmal wieder passiert. ja, angst vor dem was kommt, das trifft es eher.

    und - was kiki glaub ich auch geschrieben hat, mach deinem sohn UNBEDINGT klar, dass das nichts mit ihm zu tun hat. ich hab nämlich immer gedacht, dass ich irgendwie schuld war, weil nicht brav, die flaschen nicht früh genug gefunden, nicht aufgepasst hab, und dass ichs ja vielleicht hätte verhindern können... das sollten eltern ihren kindern ersparen.

    vielleicht würde es ihm helfen, wenn du ihm sagst, dass du auch darunter leidest? ich hatte immer das gefühl, meiner mutter ist das schnurz, und kam mir alleingelassen vor. hätte ich das gefühl gehabt, dass auch sie kämpft und leidet, hätte mir das - glaube ich - geholfen.

    wünsche dir viel kraft

    lavendel

  • hi ich bin tochter eines alkoholikers und leide sehr darunter mein kleiner bruder ist 6 und sagt jetzt schon :" papa hast du wieder bier getrunken?" das finde ich mega traurig und ich habe mit meinem bruder drüber geredet weil ich weiß es hilft wenn man da eine person hat mit der man darüber reden kann.ich an deiner stelle hätte es auf jeden fall versucht aber noch ein rat versuche es so dass dein sohn nicht denkt er muss jetzt noch eine verantwortung tragen (weil binchen sagte vielleicht kann er dich unterstützen) ich GLAUBE dass es auch so enden kann dass er denkt er müsste sich drum kümmern er wäre verantwortlich dass du es schaffst.ich habe meine mutter mit der ich manchmal bis 3 halb 4 in der nacht über meinen vater rede und ich denke es hilft beiden mit jemandem darüber reden zu können. ich wünsche dir dass alles gut ausgeht..bye

  • Ich würde auch mit deinem Sohn darüber sprechen, denke er ist schon alt genug und hat eh schon gemerkt dass was nciht in ordnung ist. Kinder sind gerade so sensibel, denen kann man nix vormachen.
    Aber die genauen zusammenhänge kennt er sicher nciht und wenn du nicht mit ihm redest wird er sicher wie hier schon erwähnt wurde verunsichert.
    Kläre ihn auf, dass es eine Krankheit ist.
    Sag ihm dass es nix mit ihm zu tun hat.
    Und mach ihm keine Versprechungen, die du nciht halten kannst. Wenn du es ne zeitlang geschafft hast trocken zu sein, dann kannst du es ihm ja schonmal sagen, dass du einen schritt geschafft hast.
    Und benutze ihn auch nciht dazu ihm was vorzujammern, damit er nicht überfordert ist.
    Ich glaube bei der Zigarettensucht sind kinder noch aufmerksamer, da sie durch den Qualm, den Gestank ja mitbelästigt werden.
    Durch die Auseinandersetzung mit deinem Kind, den Fragen die dann kommen werden dir dann sicher auch die Augen etwas geöffnet.

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