Kein Alkohol allein reicht nicht

  • Mein voriger Beitrag war auch an lischen gerichtet.

    Und ich muß sagen lischen. Bleib bei dir. wenn du meinst aus Beiträgen eventuell einen Weg entnehmen zu können, der nicht nüchtern ist. Sondern eine psychische Erkrankung ablenkt das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren ein nüchternes Leben anzustreben. Gehst du einen Irrweg. Aber ich laß nicht zu das du jemanden dabei mitnimmst.

    paula06 laß dich nicht irretieren und gehe deinen Weg weiter.

    lischen dir wünsch ich den Mut dich nicht ablenken zu lassen und bei deiner Alkoholkrankheit zu bleiben

    Kompromisse bedeuten ein Rückfall riskieren
    (vor dem trink - Rückfall geht ein Verhaltensrückfall vorraus)
    nicht Trinkende seid 04.03.07

  • Hallo panther!
    Nein, ich fang nicht wieder mit Alkohol an, dazu ist mir das Erreichte und meine trockene Zeit zu wichtig. Ich nehm "DAS" heut alles zu meiner Gruppensitzung und dann kann ich darüber reden, das hilft.
    Wird schon wieder
    GLG paula

  • Hallo Paula,

    im Januar hatte ich meine erste Therapiestunde. Sie hat erstmal nur alles aufgenommen und Fragen gestellt. Ich sah schnell, an welchen Stellen ich die Tränen nicht zurückhalten konnte. Daran merkte ich, wie sehr ich Hilfe brauche, um einen Weg zu finden, mit manchen Dingen zurechtzukommen. Hier, in der SHG, kann ich lernen, ohne Alkohol zu leben, aber fachliche Hilfe, um meine Seele zu heilen, die nehme ich jetzt an. Vielleicht überlegst Du es Dir ja noch.

    Alles Liebe, Meni

  • Guten Morgen Euch allen!
    Ich hab jetzt gründlich über diese Sache mit der Depression nachgedacht und es auch gestern in der Gruppe erzählt. Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß ich meine ambulante Therapie machen werde und die Antidepressiva erst mal NICHT nehmen werde!
    Ich denke so wie Du Annika, ich will erst das eine Problem gut in den Griff bekommen und dann schau ich mal, ob da noch was ist.....
    Ich wünsch Euch einen schönen trocknen Tag
    GLG
    paula

  • Hallo paula06!

    ich glaube du hast den Beitrag von Annika mißverstanden.

    Sie schrieb: Alkohol und Antidepressiva sind lebensgefährlich das ist Fakt.

    Ich denke, daß Annika beides in Kombination meint. Ich würde mich freuen, wenn Annika da auch noch mal was zu sagt.

    Wenn du Antidepressiva verschrieben bekommen hast, solltest du sie auch nehmen. Diese regulieren deine Stimmungsschwankungen und sollen dich stabilisieeren. Nur wegen einer Depressionsdioagnose die Suchttherapie zu vernächlässigen oder gar seine Alkoholabhängigkeit als sekundäres Problem anzusehen wäre nicht richtig. Beides zusammen stabiliesiert dich auf dem Weg des trockenen Lebens. Ohne ärztlich oder fachliche Beratung würde ich dir abraten Medikamente einfach nicht einzunehmen.

    Dies schreibe ich, aus meiner beruflichen Erfahrung als Krankenschwester.

    Ich bitte die 'alten Hasen um Kommentare' wenn ich da falsch liege im bezug auf :wie gehe ich mein trockenen Weg.

    gruß panther

    Kompromisse bedeuten ein Rückfall riskieren
    (vor dem trink - Rückfall geht ein Verhaltensrückfall vorraus)
    nicht Trinkende seid 04.03.07

  • sorry Annika!
    Ich trinke nichts mehr. Bin dabei die Unterlagen für eine ambulante Therapie zusammen zu tragen. Diese Therapie wurde mir in der Motivationsgruppe und von dem Therapeuten des Diakonischen Werkes angeraten.
    LG
    paula

  • Hallo zusammen!
    Ich wollte mich eigentlich nur mal melden und sagen, daß es mir gut geht. Bin nach wie vor trocken und fühle mich sehr gut. Kann morgens aus dem Bett, bin nicht mehr erschreckt, wenn ich mich dann im Spiegel sehe 8)
    Ich kann nur jedem raten, nehmt Hilfe von außen an!
    Ich hab den Rat der "ALTEN HASEN" auch sehr lang in den Wind geschlagen und muß sagen, daß es bei mir erst richtig vorwärts geht, seitdem ich Rat und Hilfe bei der Suchtberatung gefunden habe. Ich hoffe nun, daß meine ambulante Therapie bald genehmigt wird.
    LASST EUCH HELFEN!

    Liebe Grüße und einen schönen Tag
    wünscht Euch
    paula

  • Hallo zusammen!
    Bin nach wie vor trocken!
    Mein Antrag für meine ambulante Therapie läuft und trotzdem erwische ich mich dabei, wie ich überlege, ob ich alles absage.....
    Ich habe mich entschlossen nie wieder Alkohol zu trinken, aber wenn ich im Fernsehen sehe, wie jemand ein Glas Wein trinkt denke ich dann, daß es doch schön wäre wenn......
    Gott sei Dank fällt mir dann auch ein, daß es mir immer schlecht danach ging, aber ich find diese Gedankengänge echt ätzend!!!!
    :evil:
    Wie heißt mein Thema? "Kein Alkohol allein reicht nicht"
    Diese blöden Gedanken kommen aber auch nur, wenn ich schlecht drauf bin!
    Ja man kann aber doch nicht immer lustig und zufrieden sein! :?::?::?:
    Ach mitunter bin ich doch ziemlich ratlos!
    Trotzdem
    GLG
    Eure
    paula

  • Hallo paula!

    Mach dir nichts draus. Ging mir am Anfang auch so.

    Am Anfang habe ich immer mit Teufelchen und Engelchen geredet. Bis mir einer der 'alten hasen' gesagt hat, so lange ich den Alkohol als Teufelchen verniedliche wird das nix.

    Er sollte recht behalten. Erst als ich den Alkohol zu meinem Feind erklärt habe und Teufelchen verdammt (der kann nicht mehr mit mir reden). Gings besser. Wer holt sich den schon den Feind ins Haus.

    Ansonsten freut es mich, das du noch dabei bist.

    Wie läuft es den sonst so bei dir? Bist du auch noch in einer realen SHG oder hast dir mal überlegt, jeden Tag hier zu schreiben wie es dir geht und welche Gedanken um dein Trocken werden da sind?

    Gruß panther

    Kompromisse bedeuten ein Rückfall riskieren
    (vor dem trink - Rückfall geht ein Verhaltensrückfall vorraus)
    nicht Trinkende seid 04.03.07

  • Guten Morgen meine Lieben, Hallo Panther!
    Bin heut schon ganz zeitig im Büro gewesen. Ich freue mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich um halb 6 ohne Probleme (klar müde ist man immer) aufstehen kann und nicht erst prüfen muß, wies mir geht. Ob mir schlecht ist, oder ob der Kopf dröhnt... Ist schon toll. Das kann nicht jeder nachvollziehen.....
    Bis meine Therapie genehmigt ist, gehe ich 1xpro Woche zur Motivationsgruppe. Ich freu mich fast schon immer drauf :roll:
    Ich habe wieder mal gemerkt, daß wenn ich mich hängen lasse, keinen Sport mache und mir nichts vornehme, es mir nicht gut geht. Der faule innere Schweinehund siegt des öfteren und zur Strafe fall ich dann immer in das berühmte Loch!
    Ich muß mich einfach immer wieder in den Allerwertesten treten, aber das ist nicht wirklich einfach!!!
    Ich wünsche Euch einen schönen trockenen Tag und Danke fürs Zuhören
    Eure
    paula

  • Die Alkoholkrankheit muss immer das wichtigste für uns sein. Denn wenn wir das vergessen und das erste Glas trinken geht nichts mehr, keine Therapie, kannste alles in den Wind schreiben.

    Mir geht es auch so wie dir (ich bin 1, 1/2 Jahre trocken), wenn ich im TV jemand Wein trinken sehe, dann möchte ich auch gerne eins. Der Wunsch ist nicht schlimm und die Gedanken, hoch kommen, kommen eben halt. Da fängt dann die Arbeit an. Wunsch angucken, Wunsch gehen lassen, aber sich immer wieder klar machen, nein, ich möchte nicht, das ist tatsächlich mein Wunsch. Mir geht es sogar abends manchmal, dass ich denke, ach jetzt gemütlich ein Glas trinken oder ich denke, einfach mal einen hinter die Binde kippen und dieses luri-Gefühl wieder haben. Aber ich vergesse nicht, wo ich hergekommen bin und wie beschissen es mir mit meiner Sauferei ging.

    Zu deinem ersten Posting sind mir auch noch Gedanken gekommen. Wie geht man mit negativen Gefühlen um? Ich versuche mich immer zu beobachten, was läuft da an Gefühlen ab. Meistens geht es im Alltag unter. Oder oft tue ich dann irgendwas und das Gefühl ist weg. Oft sogar habe ich das Gefühl überhaupt nicht mitgekriegt. Wir schleppen ja alle, jeder, auch die, die nicht trinken, unser Paket mit rum. Ich finde es wichtig, solche Gefühle wahrzunehmen und auszuhalten. Einfach nur anschauen. Es verändert sich mit der Zeit.
    Vll. an einem Beispiel. Das Gefühl Neid kam für mich nicht infrage. Irgendwann, als ich ganz jung war, muss ich das wohl beschlossen haben. Ich kannte keinen Neid. Ich war Perfektionist im verdrängen. Jetzt, wo ich etwas achtsamer mit meinen Gefühlen umgehe, wird mir bewusst, dass ich neidisch bin. Find es immer noch nicht gut, aber versuche es anzuschauen und gehen zu lassen. Das bin ich eben. Ich bin nicht so toll, wie ich gerne sein möchte. Ich möchte auch die dunkle Seite von mir kennenlernen und annehmen und damit umgehen können. Das geht nur, wenn es mir bewusst wird.

  • Servus Elfmerlin,

    das liest sich für mich aber sehr stark nach "Verzicht", was Du da bescheibst. Kommen Dir diese Gedanken wirklich noch nach eineinhalb Jahren Trockenheit?

    LG
    Spedi

  • Guten Morgen!
    Ich hoffe es geht Euch gut!
    Bin heut nicht so dolle drauf. Ich hab irgendwie das Gefühl,
    daß ich meine Alkoholsucht jetzt mit Essen abgelöst habe.
    Früher hab ich Wein getrunken, wenn ich müde, kaputt und ausgelaugt war. Heute esse ich Unmengen von Schokolade und das Enger werden der Hosen trägt nicht sonderlich zu meinem Wohlbefinden bei.
    Ist das typisches Suchtverhalten?
    Ach das ist ein Mist.
    Ich wünsch Euch trotzdem nen schönen Tag.
    LG
    Eure
    paula

  • Hallo Paula,

    auch ich habe Unmengen an Schokolade "verdrückt".

    Nach einiger Zeit wurde es aber wieder weniger und jetzt ist es ganz weg.

    Auch wenn die Hosen enger werden......besser als wieder zum Alkohol zu "greifen".

    Auch hier ist ,wieder mal, Geduld angesagt.
    Kopf hoch Paula......wird wieder besser!


    Lieben Gruß
    Kijara

    Ohne Alkohol seit 20.08.06

  • @Spedi
    wie meinst du das mit dem Verzicht? Denkst du überhaupt nicht mehr an Alkohol?
    Find ich schwierig, da er jahrelang mein Begleiter war und ich kann ihn jetzt nicht so schnell abschütteln. Aber ich spüre, dass mir der Alkohol immer weniger in die Gedanken kommt. War eine Phase, wo er näher dran war und wenn ich dann denke, ich hätte ihn gerne, aber ich möchte nicht, dann ist es wahrscheinlich, wie du sagst, verzicht.
    Diese Phase ist jetzt, gsd, wieder sehr verblasst.

  • und zum Thema Schokoloda, ist wirklich ein Ersatz. Habe die erste Zeit auch unheimlich viel Schokolade gefuttert und habe es auch von anderen gehört. Das reguliert sich aber auch mit der Zeit.

    Und lieber ein paar Kilos mehr, dafür an der Trockenheit arbeiten. Später kannst du ja was für deine Kilos tun. Ist jetzt einfach nicht so wichtig und genieße jetzt die Schokolade.

  • hallo elfmerlin!
    deine worte,wenn du im fernsehen jemanden wein trinken siehst,
    möchtest du auch gerne ein glas trinken machen mich doch nachdenklich.
    kann es sein,das du dir noch ein hintertürchen auflässt? meine gedanken an alkohol habe ich auch noch aber es kommt auf die situation an in welcher ich mich befinde.
    schreibe ich zum beispiel hier im forum oder es kommen gespräche auf die mit meiner früheren sauferei zu tun haben steht der alk im mittelpunkt.
    es ist dabei nur die frage,ob mich das belastet?
    mich belastet es keineswegs darüber zu reden weil ich die tür zugeschlossen und den schlüssel weggeworfen habe.
    wenn ich jemanden alk trinken sehe, so ist dem seine sache und für mich erledigt.
    verschwende keine gedanken daran,das möchteste auch mal.
    ich glaube das du deine trauer um den alk noch nicht abgeschlossen hast und die sehnsucht nach ihn noch da ist.
    man sollte sich doch mal fragen,warum die gedanken nach 18 monaten abstinenz noch so stark sind.

    herzichen gruss heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Ihr verunsichert mich, Heinrich + Spedi. Ich muss allerdings sagen, dass es nicht immer so ist, jemand trinkt im TV Wein und, das hätte ich auch gerne. Aber es kommt halt vor.

    Ich weiß nicht wieweit ich mit dem Alk abgeschlossen habe, kann man das überhaupt? Ist für mich schwer festzustellen. Mein fester Entschluss ist es, trocken zu bleiben und das ist und wird auch das wichtigste in meinem Leben bleiben. Ich habe keine Sehnsucht danach, aber ich bin sehr wachsam und hoffe es zu bleiben, deshalb bin ich auch hier.

    Habt ihr denn den Alk ganz aus eurem Denken verbannt. Das geht wohl nicht bei mir so schnell. 18 Monate finde ich gegenüber jahrelanger Sauferei noch eine sehr kurze Zeit.

    Trotz allem ist es gut, wenn auch ihr wachsam seid und mich drauf aufmerksam macht, he du, da pass mal auf, das ist uns aufgefallen. Und so kann ich da auch mal aufmerksamer hingucken.

  • hallo elfmerlin!
    meiner ansicht nach, bist du soviel mit der vergangenheit beschäftigt,
    versuche an dinge zu denken die dir spass machen, denn an der vergangenheit kannst du nichts ändern.
    wenn ich heute dinge tue,die ich früher mit hilfe von alk gelöst habe,
    so denke ich einen kurzen moment daran und sage mir, geht doch prima.
    ich verteufele den alk auch nicht und sehe ihn nicht als feind. wie ich mit ihm umgehe,darauf sollte ich doch achten.
    wenn er mir als im kopf rumschwirrt habe ich noch nicht kapituliert.
    warum soll ich ihn so viel aufmerksamkeit schenken,wenn ich doch nichts mehr mit ihm zu tun haben will.
    es ist schon richtig wenn du sagst,nach 18mon. ist man noch im lernprozess aber das ist man immer.
    ich bin schon einige mai monate weg vom stoff und lerne jeden tag dazu.
    nur abgeschlossen hatte ich mit ihm in meiner letzen thera.

    herzlichen gruss heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

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