Wie es mir gelang trocken zu bleiben !

  • Armer Bernd. Du weißt ja, manche Tage sind arg wolkig. Vll. geht es dir jetzt schon wieder besser. Wünsche ich dir.

    Mit deiner Bandscheibe würde ich aber auf jeden Fall zum Arzt gehen. Ich glaube nicht, dass es gut ist, wenn das Bein taub wird. Hört sich so wie nervenabklemmen an. Also fackel nicht..

    Mit Momo ist es natürlich traurig, wenn du immer wieder Abschied nehmen musst.

    Ich weiß jetzt nicht, wie alt dein Sohn ist. Kenne mich auch nicht aus, wie es rechtlich damit aussieht. Ich denke mir nur, dass, wenn er 18 ist, für sich selbst verantwortlich sein sollte. Aber keine Ahnung.

    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag. Bei uns scheint die Sonne und es ist auch nicht ganz so kalt. Mach mal einen strammen Spaziergang oder was anderes draußen.

  • Hallo liebe Leute

    @ Birgit : danke für deine Worte . Hier in Karlsruhe ist auch sehr angenehmes Wetter. War gerade in Neustadt/Weinstr. und habe Ute geholfen ihre Ferienwohnung sauber machen. Als Dankeschön habe ich dann ein Ticket vom Ordnungsamt bekommen , fürs " Falsch parken ". Selber Schuld.

    Mit meinen Bandscheibenvorfällen gehe ich erst mal nicht zum Arzt. War ja schon sieben Wochen Krank damit und die Probleme kommen immer beim Autofahren, ich finde einfach nicht die richtige Sitzeinstellung, falls es die giebt.
    Da es Ute noch nicht so gut geht, hat sie mich gefragt ob ich den Hund mitnehme. habe ich gerne gemacht, bis Sonntag bleibt sie bei mir.

    Mein Sohn ist jetzt 20 Jahre jung und Unterhalt muss ich bis maximal zum 27 Lebensjahr bezahlen. Wer sich das ausgedacht hat weiss ich auch nicht. Jedenfals meldet er sich nur, wenn er Geld will , in Form eines Briefes vom Jugendamt. Habe dreimal mit ihm telefoniert, er war jedesmal angetrunken. Das mus ich nicht haben, so habe ich das telefonieren erst mal eingestell. Er kann ja anrufen wenn er will.

    So jetzt werde ich deiner Empfehlung nachkommen und mit Momo einen schönen Spaziergang machen.
    Heute geniesse ich den Feiertag, denn ich habe damals 1989 meinen Teil dazu getan, das es ihn überhaupt giebt. Für mich ist das immer noch ein Wunder, aber das gehöhrt hier wohl nicht her.

    Jedenfals wünsche ich allen einen schönen Feiertag .

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Hallo liebe Leute !

    Es geht mir gut,denke ich.
    Heute war kein leichter Tag, ich war nach längerer Zeit das erste mal wirklich alleine . Hatte ja ein paar Wochen unseren kleinen Hund. Nun ist er wieder bei Ute.
    War irgendwie komisch als ich nach Hause kam. Ich hatte vor diesen Situationen immer etwas Angst.
    So habe ich den Nachmittag verschlafen und den Abend mit Hausarbeit verbracht.
    Obwohl ich nun schon ein paar trockene Erfahrungen machen durfte, denke ich recht oft an Alkohol. Nicht das ich den Wunsch habe welchen zu trinken aber im Kopf ist er immer noch präsent. Geht das anderen auch so?

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Hallo Bernd...

    Zitat

    Obwohl ich nun schon ein paar trockene Erfahrungen machen durfte, denke ich recht oft an Alkohol. Nicht das ich den Wunsch habe welchen zu trinken aber im Kopf ist er immer noch präsent. Geht das anderen auch so?

    das finde ich bei dir echt erstaunlich...du bist fast 14 Jahre trocken...und hast doch auch ein alkfreies Umfeld..oder???
    Warum denkst du so viel an Alkohol???
    Bist du zufrieden mit deinem Leben ohne Alk??? Doch sicher..oder???

    Lieben gruß
    Kiki

    mein Rückfall zeigte mir,wie kostbar ein Leben ohne Alkohol ist!

  • Guten Morgen !
    @ - Kiki : Tja kiki, ich finde das auch erstaunlich !
    Ein trockenes Umfeld habe ich jetzt, deshalb bin ich ja von meiner Partnerin weggezogen. Das ist aber erst fünf Monate her, vorher hatte ich praktisch kein trockenes Umfeld.Da war ich Co-Alkoholiker.
    Ob ich zufrieden bin ?
    Gute Frage.
    Bin zufrieden, das ich nicht trinke, das ich es geschaft habe, mir ein trockenes Umfeld zu schaffen.
    Meine derzeitige Lebenssituation, ist auch für mich recht neu und an manchen Tagen bin ich zufrieden und manchmal fühle ich mich sehr allein und einsam. Dann bin ich sicher am Zweifeln, ob das alles so richtig ist was ich tue.
    Weist Du Kiki es ist im letzten Jahr viel passiert was mein leben verändert hat. Meine Mutter zu der ich ein sehr gutes Verhältnis habe ist nach einem schweren Schlaganfall im Krankenhaus. Meine Trennung, die für mich richtig ist und war, von meiner Partnerin. Dadurch habe ich endlich keine Angst mehr und nun kann sie selbst auch endlich Trocken sein.
    Allein diese Tatsache beschäftigt mich natürlich auch sehr. Wir sind ja weiter in Kontakt und besuchen uns. Ist das für beide Seiten richtig ?

    An Alkohol denke ich wenn ich ihn in der Werbung sehe, das löst manchmal Erinnerungen aus. Jetzt wird wieder über Weihnachtsfeiern geredet, soll ich da hingehen ?
    Dann habe ich mir hier die Adressen von realen Gruppen geben lassen, für den Notfall. Ich kenne hier Niemanden , würde ich jedem empfehlen immer eine Adresse im Portemonet zu haben, falls es mal brennt.
    Du siehst liebe Kiki auch nach ein paar trockenen Jahren muss ich immer auf der Hut sein. Der " kleine Mann " im Hinterkopf ist immer wachsam, ich aber auch.
    Ich bin nicht von dieser Krankheit geheilt, ich hoffe nur ich habe sie im Griff.

    Oh Mist jetzt komme ich zu spät zur Arbeit, egal das musste raus.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Guten Morgen lieber Bernd,


    Zitat

    Ein trockenes Umfeld habe ich jetzt, deshalb bin ich ja von meiner Partnerin weggezogen. Das ist aber erst fünf Monate her, vorher hatte ich praktisch kein trockenes Umfeld.Da war ich Co-Alkoholiker.

    da frag ich mich eh so oft...wie hast du das die ganzen Jahre so mitgemacht...
    Ich hatte ja nu auch einen Partner...der trank...nur täglich zwei Bier...aber eben zu Haus...und ich hatte einen Rückfall..weil ich keine räumliche Distanz hatte...und du hast das so viele Jahre gehabt...du hast doch eine Kraft und Energie dafür aufbringen müssen...und stehst nun wahrscheinlich nochmal ganz am Anfang...weil jetzt erst wirklich das losslösen vom Alk bei dir stattgefunden hat...weil du ja jetzt wirklich die Distanz zum Alk hast..


    Zitat

    Allein diese Tatsache beschäftigt mich natürlich auch sehr. Wir sind ja weiter in Kontakt und besuchen uns. Ist das für beide Seiten richtig ?


    Also für mich wäre das nix...meine Partnerschaft ist ja nun auch zerbrochen...aber wenn ich mir vorstelle...wir würden uns ständig besuchen oder täglich telefonieren...würde mich das zurückwerfen...jedesmal neu...weil man ja gar nicht den Abstand findet...um sich neu zu orientieren...sich selbst zu finden...Ich weiß nicht....ob das so gut ist...ihr könnt euch dadurch kein eigenständiges Leben aufbauen...und fühlt euch dadurch immer sehr einsam..wenn ihr mal kurzzeitig nix voneinander hört...weil ihr nicht lernt...nur für euch dazu sein...

    das ist jetzt nur meine Meinung dazu...wie ich es empfinden würde...mir würde es überhaupt nicht gut tun...
    ich wünsch dir noch einen schönen Tag
    Lieben Gruß
    Kiki

    mein Rückfall zeigte mir,wie kostbar ein Leben ohne Alkohol ist!

  • Hallo Bernd,

    du schreibst, das du auch heute (also nach fast 14 trockenen Jahren) noch oft an den Alkohol denkst. Einerseits ist das logisch und auch gut - denn wir Alkoholiker sollen ja auch nie unsere Problematik/Krankheit vergessen. Andererseits würde mich interessieren, wie genau deine Gedanken an den Alkohol aussehen. Kannst du das mal beschreiben?

    Viele Grüße an dich!

    Blizzard

    Erst unter den Hammerschlägen des Schicksals, in der Weißglut des Leidens an ihm, gewinnt das Leben Form und Gestalt. (V.E. Frankl)

  • Das erste Jahr als ich nicht mehr trank, dachte ich überhaupt nicht an Alkohol. Danach ist er wieder näher gerückt und jetzt - gottseidank - sind die Gedanken wieder weg.

    Vll. hängt es mit deiner momentanen Situation zusammen, dass du wieder mehr daran denkst. Es war ja in den letzten Monaten sehr viel Umbruch und Veränderung. So ein Neuanfang braucht wohl auch einiges an Zeit um sich zu sortieren. Da ist Trauer und Schmerz und Abschiednehmen von altem und von auch lieben Gewohnheiten. Gib dir einfach Zeit. Ist jetzt halt so, dass die Gedanken auftauchen, hauptsache du greifst nicht zum ersten Glas. Ich glaube für dich, dass, wenn du so erstmal in deinem neuen Leben so richtig zuhause bist, sich das auch wieder legen wird.

    Ich glaube, dass es müßig ist zu fragen, ob es gut ist, wenn du dich weiterhin mit Ute triffst. Tu das, was dir guttut. Auch das wird sich mit der Zeit irgendwie auf ein Maß, was für dich richtig ist, einpendeln.

  • Hallo liebe Leute!

    Also , erst mal Danke für die Fürsorge.

    Es ist keineswegs so, das ich mir Gedanken mache , ob ich was trinken sollte, oder " Du könntest ja mal ... ".

    Nein , ich mache mir Gedanken wie: Es ist doch erstaunlich, wie hartnäckig dieses Suchtmittel ist, das es auch nach vielen Jahren nichts von seiner Gefährlichkeit gegenüber Erkrankten verliert.
    Oder : Kann ich es mir erlauben, zu dieser Weihnachtsfeier zu gehen, obwohl dort Alkohol getrunken wird.
    Oder : Warum erkennen manche Leute nicht, das sie Krank sind und reagieren endlich.
    Oder : Warum muss es jetzt auch meinen Sohn treffen? Mein Vater hat sich mit 46 Jahren todgesoffen und geraucht. Auch ich habe diese Krankheit und nun auch noch mein Sohn. Der ist nicht bei mir aufgewachsen und ich habe ihn vieleicht 10 mal in 20 Jahren gesehen, ist also praktisch eine fremde Person für mich und trotzdem tut es mir sehr weh, das er dabei ist immer tiefer zu fallen und ich kann ihm nicht Helfen. Im Gegenteil, ich muss ihm jeden Monat Geld schicken und finanziere somit seine Sucht. Da kann ich ihm auch gleich Alkohol schicken. Das sind meine Gedanken an Alkohol.
    Oder sollte ich vieleicht mal wieder zu einer Gruppe gehen ?
    Ich bin sehr Wachsam und habe keinerlei Verzichtsgedanken. Der Suchtstoff Alkohol spielt in meinem Leben keine Hauptrolle mehr.
    Doch konfrontiert werde ich doch jeden Tag damit. In der Werbung, Im Supermarkt, durch Erzählungen von Kollegen usw.
    Das bringt mich jedoch nicht ins Wanken, für mich ist Alkohol ein vorhandener Suchtstoff wie , Zigaretten oder Spielautomaten, sie sind halt da , gut, aber ich will mit diesen Dingen nichts zu tun haben und Nichts und Niemand zwingt mich dazu.
    Ich bin aber nicht so Naiv zu glauben, ich sei nun geheilt , da ich ja schon solange nichts mehr trinke. Es giebt genug Beispiele das Leute auch nach 30 und mehr Jahren wieder den Schritt zurück gemacht haben. Mein Knackpunkt war laut Therapeuten, Das Alleinsein ! Nun bin ich wieder Allein und trinke nicht. Deshalb würde ich trotzdem nie so vermessen sein zu sagen : aha habt ihr euch geirrt?. Vieleicht , vieleicht aber auch nicht. es ist mir egal, damals war vieleicht das Alleinsein , mein Knackpunkt. In 13 Jahren bin ich gereift und habe mich weiterentwickelt und kann Heute Allein sein. Wer weis wo Heute mein " Knackpunkt" liegt? Vieleicht der Verlust meines Arbeitsplatzes oder eines lieben Angehörigen, ist doch ganz egal. Wachsam will ich bleiben , damit " Mein Alter Kumpel " nie wieder eine Chance hat bei mir einen Fuss in die Tür zu kriegen.

    Endschuldigt das es so viel geworden ist, aber wenn es einmal sprudelt, dann wollte es wohl raus.

    Auch habe ich immer mal wieder den Gedanken aufkommen lassen ob ich noch hier schreiben sollte, aber es schadet mir nicht und Sinn und Zweck dieses Forums sehe nicht nur darin hier über Alkohol und die Folgen zu schreiben, sondern über alles und jeden Püpifax was mich aus der Bahn werfen könnte. Wenn ich mich über die Nachbarin Aufrege erzähle ich es lieber hier als der Flasche am Kiosk. Es hat mich noch Niemand dafür gemassregelt, also wird es nicht so verkehrt sein.
    Ich kann nur allen Leuten empfehlen offen mit ihrer Krankheit umzugehen, dann braucht man nicht zu lügen. Wenn ich lüge belüge ich immer zuerst mich und das wäre wieder ein Grund , zu saufen . Es ist sicher nicht der Weiheit letzter Schluss aber ich persönlich gehe absolut offen und auch offensiv mit meiner Krankheit um und fahre gut damit.
    So nun hab ich Hunger, muss ja auch mal sein.

    Schönen trockenen Abend wünscht allen ganz lieb Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Servus Bernd,

    ich finde es absolut korrekt, dass Du Dich täglich mit Deiner Krankheit auseinandersetzt. Auch ich kann mir keinen besseren "Schutz" gegen eine eventuell aufkommende Überheblichkeit (unserer Krankheit gegenüber) vorstellen.

    Wenn Du Dich fragst, ob Du wieder eine reale SHG zusätzlich zum Forum besuchen solltest: warum probierst Du es nicht einfach aus? Es wird zwar (Fahrerei) vielleicht etwas unbequem sein, wenn ich Deine räumliche Situation richtig verstanden habe, aber es wird sich schon eine Gruppe finden. Vielleicht auch in der Nähe des Arbeitsplatzes? Nun, Du wirst sicher auch ein paar Ideen dazu haben.

    Was mir besonders gut gefallen hat, ist diese Aussage:

    Zitat

    Ich kann nur allen Leuten empfehlen offen mit ihrer Krankheit umzugehen, dann braucht man nicht zu lügen. Wenn ich lüge belüge ich immer zuerst mich und das wäre wieder ein Grund , zu saufen

    Das unterschreibe ich gerne & sofort!

    In diesem Sinne: weiterhin eine gute trockene Zeit &

    LG
    Spedi

  • Hallo liebe Leute !

    @ spedi : Danke für deine Worte .
    Das mit der Gruppe beschäftigt mich hin und wieder. bezeichnender Weise , war mein erster Weg zum einzigen Arzt hier im Ort. ( nach meinem Umzug hierher ) Dort fiel mir im Warteraum sofort ein Plakat vom Blauen Kreuz auf. Ich erzählte dem Arzt von meiner Krankheit und fragte ob es eine Gruppe hier gäbe. Leider nicht sagte er, gab mir jedoch eine Telefonnummer von einer Beratungsstelle.
    Dort erfuhr ich dann das die nächste Gruppe 18 Km entfernt ist.
    Nun kommen meine Ausreden . Zu weit, dann bin ich Schichtarbeiter , kann also nur ab und zu dort hin.
    Spass beiseite , ich habe dort angerufen und mit dem Gruppensprecher reden können. Nun habe ich seine Nummer im Portemonet und die Gewissheit jederzeit anrufen zu können. Ich habe ja meine Gruppe hier im Forum.
    Auch hatte ich schon solche Gedanken , wie zum Beispiel : eine Anonce schalten und in der Nähe " Gleichgesinnte " zu suchen und vieleicht dann selbst eine Gruppe zu eröffnen. Nur ist es leider so, das gerade Suchtkranke am Anfang ihres Weges Schwierigkeiten haben sich zu offenbaren.
    Gestern hatte ich noch ein Erlebnis , das zeigt, das es nicht verkehrt ist offen mit seiner Krankheit umzugehen.
    Ich habe durchs Internet nach 30 Jahren wieder Kontakt zu einem Schulkammeraden bekommen.
    In der zweiten E-mail habe ich ihm geschrieben , das ich trockener Alkoholiker bin .
    Gestern Abend haben wir zum ersten mal miteinander telefoniert. ( 2,5 Std ) Der erste Satz nach 30 Jahren war." Bernd ich finde es toll das Du so offen damit umgehst . "
    Das ging runter wie Oel.
    Soetwas giebt mir immer wieder die Kraft und Selbstsicherheit die ich fürs tägliche Leben brauche.
    Sollte diese nicht ausreichen , habe ich ja Euch.

    Einen schönen trockenen Tag wünscht Euch allen Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Mensch, das ist doch eine super Idee, eine Gruppe aufzumachen. Wird bestimmt auch benötigt und vor allem, wenn in deinem Umkreis nichts ist. Find ich echt gut. Denk noch mal darüber nach.

  • Guten Morgen !

    Das werde ich tun.
    Es war auch noch nicht richtig durchdacht.

    Nun freue ich mich ersteinmal auf meinen Urlaub der am Freitag beginnt. Ich werde meine Mutter besuchen und zu meiner Schwesters Geburtstag fahren.
    Dann werde ich wohl zwei Wochen kein Forum haben. dafür freue ich mich dann anschliessend wieder drauf.

    Heute hatte ich auch meine letzte Krankengymnastik, schade das tut mir immer gut und da bin ich mir noch nicht sicher was ich da nach dem Urlaub unternehme.
    Auf Rezept wird es wohl nichts mehr geben. Na mal sehen , vieleicht sollte ich nochmal zum Arzt gehen denn ich habe immer noch Lähmungserscheinungen.


    Dann werde ich noch einen ehemaligen Schulkammeraden besuchen, nach 30 Jahren , das wird bestimmt auch sehr spannend.
    Der weiss das ich Alkoholiker bin, trinkt selber aber auch nichts , sowas giebt es also auch noch.Da giebt es bestimmt noch genug zu erzählen.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Hallo liebe Leute !

    Ich wollte mich nur kurz verabschieden.
    Vieleicht habe ich ja im Norden mal die Möglichkeit zu schreiben.
    Nun freu ich mich auf meinen Urlaub.

    Auf Bald sagt ganz lieb Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Hallo liebe Leute !

    Melde mich wieder aus dem Urlaub zurück.

    Das Wetter war nicht so toll an der Nord- und Ostsee, aber das kann ich im Oktober/November ja auch nicht erwarten.
    Habe meine und Utes Mutter besucht und auch meine Schwester zum Geburtstag überrascht.
    Dann habe ich versucht meiner Schwester zu erklären, das Ute " nur " Krank ist und kein schlechter Mensch, aber ich denke da muss noch etwas Zeit verstreichen und das Vertrauen wieder wachsen.
    Jedenfalls war ich zufrieden, das ich schon mal mit ihr darüber reden konnte. War vorher nicht möglich.

    Morgen gehe ich wieder zur Arbeit und freue mich auch schon darauf.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Hallo Zusammen !

    So die erste Arbeitswoche ist geschaft und das Wochenende ist auch schon vorbei.
    Es ist mir ganz gut ergangen.
    Eine Sache beschäftigt mich jedoch und deshalb schreibe ich sie hier rein.
    Ich habe nach ein paar Jahren mal wieder für ein Seminar von der IG Metall angemeldet. ( bin Ersatzbetriebsratsmitglied ) Nächstes Wochenende geht es los, nach Bad Kreuznach. Es werden 20 Leute sein, soweit so gut. Meine Sorge ist das am Abend eine" kräftige Auswertung" des Tages stattfindet. Ich kann dann auf mein Hotelzimmer gehen, aber dieser Erfahrungsaustausch untereiander ist ausdrücklich erwünscht und auch Teil der Veranstaltung.
    Was tun ???
    Beim letzten Seminar dieser art, vor ca 10 Jahren bin ich unter einem Vorwand nach Hause gefahren , das ist diesmal aber etwas sehr weit.

    Übrigens, ich freue mich wie meine Ute ihr Leben meistert. Sie ist ca ein halbes Jahr trocken, wir sehen uns jedes zweite Wochenende und waren zusammen im Urlaub. Bis jetzt klappt das gut und ich geniesse die Stunden mit ihr.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Ich glaube, dass man es nicht so ganz vermeiden kann mit Alkohol (in Gesellschaft) in Berührung zu kommen. Den Oldies aus meiner AA-Gruppe scheint es nichts auszumachen. Die können damit umgehen.

    Ich kann es auch nicht immer vermeiden. Hatte letztens ein Familientreffen, wo gerne Wein getrunken wird (Wein war auch mein Getränk), aber es hatte mir nichts ausgemacht. Und eigentlich würde ich die auch als Oldi bezeichnen, aber wie du ja schon vor geschrieben hattest, kommen auch bei dir manchmal noch Anfechtungen hoch (habe ich das jetzt richtig in Erinnerung?).

    Bei solchen Gelegenheiten wappne ich mich vorher. Mache mir ganz klar, dass dort Alkohol getrunken wird und das ich keinen trinken werde und das auch so ein Abend herum geht und so klappt es auch.

    Schön, dass es jetzt mit Ute auch so gut klappt. Ich wünsche ihr wirklich, dass sie jetzt mal endlich die Kurve gekratzt hat und euer Umgang hört sich doch auch sehr entspannt an.

    Wenn ich mich so an deine posts erinnere, was da für Ängste, Probleme und Befürchtungen war, hat es sich doch jetzt ganz schön eingependelt.

  • Hallo liebe Leute !

    Ich sehe das auch relativ gelassen, ich fahre wegen dem Seminar dorthin. Nicht um zu feiern .
    Ich habe keine Verzichtsgedanken, nur habe ich mir für den Rest meines Lebens vorgenommen vorsichtig zu sein und das will ich nicht vergessen.
    Ausserdem sorge ich bei solchen Gelegenheiten immer für ein " Hintertürchen " , also ich meine eine Möglichkeit mich entfernen zu können. So habe ich zB. eine Fahrgemeinschaft abgelehnt, da ich mir nicht die Möglichkeit nehmen will mich zu entfernen wenn es kribblig wird.
    Das sind aber alles nur Vorsichtsmassnahmen, in meiner Firma weiss jeder das ich Alkoholkrank bin. Es wird mir niemand was anbieten oder versuchen mich zu bedrängen. Aber ich kann auch nicht erwarten, das 19 Leute nichts trinken. Das will ich auch nicht, Ich kann mich ja zurückziehen wenn es mir reicht.
    Die Weihnachtsfeier mit meinen Kollegen habe ich abgesagt,das ist ein " Reines Besäufnis ", da gehe ich sicher nicht hin.

    Mein Verhältnis zu Ute ist auch ganz entspannt.
    Ich finde es auch toll, das sie solange schon trocken ist und ich freue mich immer wenn wir uns sehen.
    Auch ist meine Angst völlig weg, es giebt eine klare Abmachung zwischen uns . Das tut uns wohl beiden gut.

    So nun muss ich mich für die Spätschicht vorbereiten.

    Allen einen schönen trockenen Tag
    wünscht Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Hallo liebe Leute !

    Bin wieder von meinem Seminar zurück. Hat mir sehr viel Spass gemacht und es war auch eine gute Gelegenheit ein paar Arbeitskollegen besser kennenzulernen.
    Gestern Abend , nach Seminarschluss kamen dann auch die ersten alkoholischen Getränke auf dem Tisch. Es ist jedoch zunächst bei einem Bier zum Abendbrot geblieben.
    Gegen 20,00 Uhr habe ich mich dann zurückgezogen und bin aufs Zimmer gegangen.
    Heute Mittag dann beinahe ein Unfall . Zum Nachtisch gab es Schokoladeneis. Im Gespräch vertieft, hätte ich beinahe davon gegessen, es war ein wenig Eierlikör daran. Habe es aber noch rechtzeitig gerochen.
    Im Gespräch habe ich dann noch erfahren , das es noch einen Kollegen gab, der die gleiche Krankheit hat wie ich. Leider hat er nach ca. 6 Monaten einen Rückfall gebaut und wurde entlassen.

    Am Donnerstag war ich ein wenig geschockt. Wir sind drei Schweisser in einer Schicht, die anderen beiden hatten am ersten Januar mit dem Rauchen aufgehört und mich am 9. Januar überredet es ihnen gleich zu tun. Der eine hat es nur ein halbes Jahr geschaft und am Donnerstag hat nun der andere auch wieder angefangen.
    Ich war etwas Enttäuscht und auch etwas Sauer und habe das auch meinen Kollegen gesagt.
    Das Suchtgedächtnis ist ebend wie ein wachsamer Hund, es ruht manchmal aber es schläft und vergisst nie.
    Es tut mir leid, das meine Kollegen so schnell einknicken, ich weiss aber auch, das ich ihnen nicht Helfen kann. Kann nur aufpassen und an mir arbeiten, das mir das nicht auch passiert.
    Irgentwie vermisse ich Heute Abend meine Ute und meine Momo sehr. Werde sie am Freitag nach meiner letzten Nachtschicht holen, dann habe ich Geburtstag und möchte mit ihnen schön Kaffee trinken.

    Warum bin ich jetzt auf eimal so traurig ? Keine Ahnung, geht auch wieder vorbei.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Servus Bernd,

    schön, dass Du beim Nichtrauchen geblieben bist. Weisst Du, manchmal habe ich den Eindruck, Suchtkranke (zumindest die mit dem festen Willen und dem Mut zur Veränderung) sind eine Spur konsequenter in dem, was sie tun. Das mag daran liegen dass sie wissen, was für sie auf dem Spiel steht - der Tod auf Raten (und davon manchmal nur ganz wenige). Aber vielleicht täusche ich mich auch. :wink:

    Gräme Dich also nicht über Deine Kollegen, sondern erfreue Dich an Deiner zusätzlichen Freiheit - ohne Nikotin lebt sich's meines Erachtens noch eine Portion besser. Ich empfinde es zumindest so. :lol:

    Und Deine Traurigkeit, nun ja, ich hoffe mal, die legt sich wieder. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    LG
    Spedi

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!