hallo charisma,
du musst dich nicht schämen über das was du schreibst, oder wie du denkst. ich glaube, das geht allen kindern von alkoholikern so: man schämt sich für das alkoholkranke elternteil, ist wütend, manchmal hasst man den menschen geradezu, fühlt sich hilflos, überfordert, das ganze chaos an gefühlen und gedanken. das ist für jeden einzelnen schlimm, aber es gibt viele, denen es so geht, das hast du sicher hier gemerkt. also willkommen erst einmal in diesem forum.
du fragst, was du tun tun kannst. so brutal sich das anhört: nicht viel. alkoholismus ist eine sucht, die kann man nicht einfach abschalten. dein vater müsste von selbst WOLLEN, mit dem trinken aufzuhören. das einzige was du tun kannst ist zu versuchen, mit ihm zu reden, wenn er nüchtern ist. ihm zu sagen, dass das so nicht auf dauer gut geht, dass er sich selbst und seiner familie schadet. ob er nicht einmal überlegen möchte, ob er sich in ärztliche behandlung begibt. dass du ihn lieb hast und für ihn da bist, wenn er nüchtern ist. aber dass du mit einen betrunkenen vater nicht reden und umgehen magst. gut wäre natürlich, wenn deine mutter da mitziehen würde, aber das hört sich in deinem beitrag nicht so an.
für dich kann ich dir nur raten, dich so weit wie möglich abzugrenzen. du schreibst, dass du ausziehst - das ist gut. du musst dein leben leben und musst versuchen, dich nicht noch weiter in dein heimisches schlamassel hineinziehen zu lassen, da DU aller voraussicht nach nichts ändern kannst. du hast auch keine schuld und keine verantwortung für deinen vater, es ist sein leben. wichtig ist, dass du auf dich aufpasst.
wenn du dich weiter informieren magst, findest du hier im forum viel zu lesen, du kannst auch alle deine fragen stellen, es wird dir immer jemand antworten. vielleicht tut es dir auch einfach mal nur gut, hier drüber zu "reden".
wünsche dir viel kraft
lavendel